Indiana Tribüne, Volume 30, Number 72, Indianapolis, Marion County, 15 November 1906 — Page 7
V Jndiana Tribüne, 15 November
Mein Zst hk lhi)t.
Roman auZ Dem nordischen VottZledcn. Jßon Statt ßaiue. (Äatenfme Nedersetzunz au dem Englischen. Bcp Susto HStker.) -.r.knng.) Muß Eure Tochter nach Laguc ZU' rück?- frug er. .Gibt es keine andere Zuflucht für sie ?- Nein,- antwortete Adam, sie hat. Gott vcrzci!)' mir'S, seinen Pfennig Geld und Äcttcru bleibt keine Wahl." Nicht länc'.cr vermochte x)asott den ungcslüincn Drang seines Herzens zu beschwiäuicn. -Coer, doch gibt cS eine andere Zu slucht,- rief er, ich kenne (iinen, Dem sie reich genng ist., obwohl er selbst arm ist, und der sein Blut hingeben würde, wenn er sie dafür ersaufen könnte. Er hat bisher geschwiegen, weil er sich nicht mit der Sprache herauswagte, aber jetzt rnutj er sprechen, jetzt oder niemals !" Mit besorgter Äiicnc vernahm dies Adam. Mein guter Junge.- antwortete er. ich möchte Ench nicht niißvcrstchcn. noch möchte ich fragen, wen Ihr meint." Aber Jason'S Zunge war nun einmal gelöst und mit leidenschaftlichem Ungestüm schüttete er sein Herz ans. Ich war bisher ein träger Bursch, Sir, ich weiß cö wohl, ein Taugenichts, wenig mehr als die wilden Thiere in der Wüste, vielleicht nur. weil ich außer mir Niemanden hatte, für den ich arbci ten und sorgen konnte. Aber gebt mir da) Recht, an der citc Eurer rochier zu stehen und Ihr sollt sehen, was ich vermag ; keiner ilzrer Arüder soll sie wieder scheel anblicken, und niemals soll sie wieder dorthin zurückkehren, wo man sie nur verachtet.Jhr seid ein braver Junge.- antwortetc Adam, nur mit Mühe seine Rührung verbergend, und obwohl ich seit langem schon andere Pläne mit ihr gehabt lzabc. so würde ich sie doch Eurer l'iebe uud Fürsorge unbedenklich anvertrauen und beruhigt . meines Weges pichen. Aber es kommt mir nicht zu. ihrer eigenen Wahl vorzugreifen, noch ist für sie schon der Zeitpunkt znm Wählen erschienen.- Jason war durch diese Antwort nicht unbefriedigt und versprach feierlich, zu thun, was Adam voll itjm verlangte. Es ging stark auf Mitternacht, dic Glocke des PackctbootS hatte bereits zum ersten Male geläutet, der alte Ehalse traf allerlei geschäftige Nciscvorbcrcitungcn und es war Zeit für Adam, von Grceba zu scheiden. Er konnte ilir nicht l'ebciuoljl sagen, aber mußte sie noch einmal sehen, jUns den Fußspitzen schlich er sich in ihr Schlafzimmer. Bon dein endlosen Meere herüber schien der üDtvud durch das Fenfter und beleuchtete das agcr der schlummernden. An der Thür blieb Adam stehen, um zu lauschen, ob sie schlafe, und als er ihre regelmäßigen Athemzüge vernahm, näherte er sich leise dem Bette. Das volle silbernü Mondlicht verklärte die süßen Züge des theuren, edlen und froyherzigcn Kindes. Ihre Kippen schien ein lächeln zu umspielen, gewiß träumte sie. Mit einem letzten Blicke wollte der Bater von ihr scheiden. Doch nein, er mußte sie erst küssen. Behüt sam beugte er sich herab und berührte ihre weiße Stirn sanft mit seinen lip peu. Sie bewegte sich und seufzte im Schlafe ; dann kehrten ihre rnhigen Athemzüge zurück. - Friede sei mit Dir,- flüsterte der Bater, und der allgütige Gott beschütze DichZMtt diesem Segenswünsche schied Adam Fairbrothcr von seiner Tochter und am anderen Morgen geleitete Ja son (örccba nach ague. 14. Kapitel. Das Einzige, was Jason Grccba'S Vater verschwiegen hatte, war Folgend?. Als er von Jacob, welcher der Sprecher der Brüder zu sein pslcgte. vernommen, welche Vcliandlunz dem alten Adam und seiner Tochter in ague zu Theil geworden war. hatte er sich gelobt, den sechs verworfenen Brndern jeden Knochen im Leibe zu zerbrechcn und niemals' dic schwelle ihrer Thür wieder zu überschreiten. Wenn er sein Adam gegebenes Wort erfüllen wollte, so konnte er sein Gclöbniß nicht halten, und deshalb schob er die Erfüllung des letzteren ans. Aber von diesem Tage an verließ er Laguc und zog zu dem alten Tavn ilerruish. der im Dorfe Maughold eine kleine Hütte nahe beim Kirchhofe bewohnte. Zn alt für den Sccdicnst, versah er das Amt des TodtengräbcrS mit einer Einnahme von drei und sechs Pcnce für jeden Dienst und in einem Kirchspiel, dessen Bewohner sich einer ebenso unvcrwüstlichcn Gesundheit als langen Lebensdauer erfreuten. Daher fünfte cr sich fast betäubt von seinem Glücke, als Jason zu ihm zog. um Kost und Ob. dach mit ihm zu theilen. Bon Jason'S Gelde war nahczn die Hälfte bereits verbraucht, denn er hatte nichts verdient, jetzt aber brach cr mit seinen müßiggängcrischenGewohnhcitcn. Er stieg nicht mehr auf die Berge und fuhr uicht mehr in die See. Seine vltt niugcn an den Latten der Jücaz, seine Flinke lehnte in der Ecke und selten nur hing ein Bogcl in seinem Gürtel. Nie ließ er sich mehr im Hibernicrsehen und äußerst selten einmal erfüllte avalsousl oiz ,v)imc. ajiz crtcn zwei Tage und Machte, die er dann zubrachte. laa er im Bett, ohne zu schlafen oder -.. - sts. . , r. Paarung zu sieg neumen. avy gauvle, er sei kraut und rieth ihm, die Füße in warmem War mit Senf zu baoenLvd
seinen Magen mit Rum und heißem
Haferschleim zu kurireu. Aber Jason war man weniger als irani, zonoern nur mit einem Plane für die Zukunft beschäftigt, und nachdem er etwas gefunden hatte, sprang er mit der Gewaudtheit eines Windspiels aus dem Bette, tauchte seinen Kops bis an den Stacken in einen liirncr mit kaltem Wajser. kam mit glänzenden Augen, rothen Wangen und einem von der nassen Haut aussleigenden Dampfe wieder heraus. und nachdem er M abgetrocknet hatte. jiB er macht lg m ein tuck Brot hin ein. Davy.- sagte er. während seine schneeweißen Zähne sich in voller Thäigkeit besanoen. gibt es aus diqer Seite der Insel viele Getreidemühlen ?" Rein, mein Jnnge- antwortete Dav. kaum so viel, als frische Härnige im Weihnachten.ind die Mühlen vom alten Moore n Snlbn und von Eallow'S Wittwe nntcn in Laxen dic zunächst gelegenen ?- mya. mein Junge, und sie liegen im ncr :? ') weit gcuug.i .edürsuin für eine Mühle hier in d. ..ilic vorhanden lern maa iu srua Jason weiter. Gau; gewin. die Laudbauer hätten schon längst gern eine Mühle in Maugzold. nnd wenn Jemand eine hier an legte, so würden sie ihn auf Händen tragen. " Warum ist denn aber noch ?!iemand aus diesen Gedanken gekommen ?- Ja. mein Junge, bei den Manks geht das nicht so schnell, die sind gar pfiffig und überlegen sich erst eine Sache hundertmal.Ueber die Ränder von Port-y-Bullln ergießt sich ein starker Wasserstroin in'ö Meer, welcher von der Höhe von Bar rule herabkommt. Jason ging oft daran vorüber, wenn er Stephen Orry'S Hütte aussuchte, in welcher er seine ausgestopften doget aufbewahrte, und hatte stetS bei skch gedacht, wie prächtig sich doch diese Lage für die Anlegung einer Wassermühle eignen würde. Daran hatte er sich jetzt wieder erinnert. Rächdem er von Frau Fairbrotherein Stück chen zwischen der Straße undder Bucht liegenden Landes gekauft, vom Amtmann das Wasserrecht erlangt und vom alten Eoobragh einen Karren gemiethet hatte, um steine aus dem Bruch zu holen, ging er frisch an's Werk. Der Zimmermann mnßte das Mühlrad, der Schmied Achic und Beichlage anfertigen und der Maurer mußte die Steine behauen, aber für die Aufführung der Mrnier selbst nnd des Daches war Jalou auf icmc eigenen Hände nnd auf )avy's Mithilfe angewiefen. tfriih und spät, von 'agcsant'ruch bis zur untelhelt, arub und mauerte er, und wenn das Tagewerk vollbracht war. lehnte cr sich mit der Pfeife im Munde über die Hecke und maß mit den Augen aus, wie weit der nächste Tag den Bau fördern müsse. Wollte sein architektonifchcS Gcfcklck einmal mit seinem Elfer nicht Schritt haltcn, so blieb er einen Tag lang im Bett liegen nnd dachte nach, bis er die Schwierigkeit gelöst hatte, um dann umfo angestrengter zu arbeiten. In weniger als zwei Mona tcn krönten bereits die ersten Dachbalken den Bau. Da geneth plötzlich das Ganze in'S Stocken Ein prächtiger nnd erstaunlich siinker Bursch !- rühmte der alte Davy. als er in Lague mit Frau Fairbrother über Jason sprach. Und geschickt und aus dauernd ist er auch. Es ist eine Lust, ikm bei der Arbeit sehen. Ich wette, die Landbauer werden ihn auf Händen tragen, wenn seine Mühle fertig ist.Jch glaube ganz bestimmt, daß cr sein Glück damit machen wird,- bemerkte Frau Fairbrother. Das versteht sich !" nickte Davy. Ei, das versteht sich!.Vermuthlich wird er sich dann auch eine Fra nehmen; meint Ihr nicht. Davy ?- Den Teufel auch ! wird cr mit Hei rathSgedankcn umgehen!" rief Davy in zweifelndem Tone. Der Bursche ist ja noch so unschnldig wie ein neugeborenes iiind. Ich wüßte auch nicht einmal, wen cr hcirathcn sollte.Frau Fairbrother wußte es besser, obwohl Jasou sich nur äußerst selten in Lague blicken ließ. Dic Pläne, dic sic mit Grccba'S Zukunft hatte, beschäf tigten sie vielfach, uud die Letztere war fcharmnnig genug, um hinter manchem hingeworfenen Scherzwort der Mutter deren ernste Absicht zn erkennen. Sie hatte flch ln Lague nicht zu beklagen gchabt, seit sie sich wieder dort befand. Trotz des absprechenden Urtheils ihres Brndcrö 9toß, fand sie doch Gefallen an der landwirtlizchaftlichen Beschäftigung und wußte sich nützlich zu machen, so daf; Afcher an feiner früheren vinsicht fest hielt, sic verstehe sich, wie Riemand anders, auf die Ätilchwirthschast. trotz alles weiblichen Tands und trotzdem sie in London verbildet worden war, wie cr sich ausdrückte. Die Anspielungen und Winke ihrer Mutter machten aus Greeba keinen Eindruck, sie lachte über dlefclbcn mit ihrer früheren schalkhaf tigkeit. Eines Tag abcr traf sie mit Jason zusammen und diese Begegnung verursachte ihr einige Unruhe. Er war sehr crnst. fast feierlich und sprach nur von feinem Unternehmen, und es war seltsam, wie vor seiuem ernsten Gclicht ihr plötzlich alle Fröhlichkeit schwand. Dieser Mann liebt mich,- dachte sie. liebt mich mit der ganzen Kraft seines Herzens, und nur meinetwegen hat er ein anderes Leben angefangen. Wenn ich ihm sage, daß ich seine Liebe nicht erwidern kann, wird cr sich tödten. Sage ich ihm aber, daß ich ihn liebe, und cr merkt, daß cS nicht wahr ist, so wird er uns Beide tödten.Während diese Gedanken ihr Jnnc, rcS beschäftigten, begegnete sie seinem Blicke und mußte, davor furchtsam und zitternd daS, Auge zu Böden senken.
Bon, Liucm, was er ihr schon lange
fagcn wollte, hatte cr kein Wort ver rathen, abcr seine großen Augen hicl tcn die ihrigen im Banne; fie hatte Angst vor ihm bekommen und das Gcsprach plötzlich kurz abgebrochen. Als sie von diesem Wege nach Hanse zurückgekehrt war. setzte sie sich hin nnd sclnieb einen Brief an Michael Sonnenlocke. Seit feiner vierjährigen Abwesenheit halte sie nichts mehr von ihm gehört ; sie entschuldigte ihren nnwciblichcn chritt mit der Abrene ihres Baterö und bat Soilncnlockc um Rachricht. ob der Bater glücklich angekommen sei. wie er sich befinde und wie es sonnenlocke sclblt ergehe, und ob cr wieder nach Man zurückzukehren oder Joland zu feiner Hcimath zu machen gedenke. Manche fchlauc Anfpielung auf ihre eigene Verhältnisse flocht sic in ihren Brief cm. soweit weiblicher Talt und Bescheidenheit eS zuließen, aber Jafon's erwähnte fle mit keiner silbe, denn eine doppelte Borsicht hicl sic davon zurück. Rur soviel führte sie iu dem Briefe au sonnenlocke noch auS, daß sie ihn nach wie vor liebe nnd bald von ihm hören müsse, wenn sic ihm nicht für immer verloren fein fciic. Der Brief ging ab und während fle auf Antwort wartete, vermied sie sorgfältig jede Begegnung mit Jason. Sah sie ihn von Weitem auf der Straße daher kommen, so lies sie querfeldein, uud wenn er das Haus betrat, so machte sie sich etwas in der Küche zu schassen. Er merkte ihre Absicht und sein Blick verdüslerte sich, während es in seinem Antlitz zuckte, aber er ließ sich uicht abschrecken. Rüstig und unausgesetzt arbeitete er an seinem Werke weiter, wenn anch nicht mehr so freudig und zuversichtlich wie vorher. Als die Mutter sah. waj vorging, verwandelten sich ihre scherzhaften Winke in ernste Drohungen. Was hat Dir Jafon gethan ?- frug fle. Rlchtö.- antwortete Greeba. Haft Du etwas gegen ihn?-Rein.-Warum aber vertreibst Du ihn aus dem Hause ?- Greeba hatte keine Antwort hieraus. Spukt Dir ein Anderer im Kopfe ?" Wieder schwieg das Mädchen. Ich möchte Dich doch bitten. Dein Betragen zu ändern.- platzte Frau Fair brothcr heraus. ES nt die höchiie Zeit, daß Du heirathcst und endlich tommft.Wcnn ick, nun abcr licbcr zn Hanse bleiben möchte?" wandte Greeba ein. Larifari!- fuhr dic Frau auf. Dcr Bursche ist nicht zu gering für Dich. Hat cr auch seinen Landbesitz, so hat er doch etwas Geld uud wird uoch zu mehr kommen. Ich gebe Dir eine Woche Bedenkzeit, und wenn cr wiederkommt und um Dich anhält, so wirst Dn ihm eine vernünftige Antwort geben. Darauf bestehe ich. Rächstcn Martini bist Du dreiundzwanzig Jahre alt ; noch ehe Deine MiMer in Deinem Alter war. hat sic schon ein paar Deiner Brüder füttern müssen. - Einige von meinen Brüdern sind rast doppelt so alt wie ich,- versetzte Greeba. und doch hast Du sie noch nicht zum Hcirathcn aufgefordert. - Das ist etwas ganz Anderes,- cntgcgnetc Frau Fairbrothcr. Roch ehe die Bedenkfrist abgelaufen war. erkrankte Frau Fairbrother lebenögefährlich. Erst einen Monat war cS her, seit sie ihrem Gatten dic Thüre gc. wiesen hatte, und schon, war ihre Zeit gekommen. Sie hatte ihr jetziges Alter erreicbt. ohne nur einen Tag krank gewesen zu sein. Ihr Körper, einem Felsen gleich, welchem man den Wandel der Jahreszeiten nicht ansteht, hatte sich mit jedem Jahre mehr gehärtet, aber ein einziger Streich sollte die Frau füllen, die bisher der Bcrgänglichkcit getrotzt batte. Rachdem sie seit drei Taaen den Appetit verloren, hatte sich am Morgen des vierten in Folge einer Erkältung ein heftiges Fieber eingestellt und noch ehe die Rächt kam. wute sie. daij sie sterben müsse. Riedria und würdelos war das Gefühl pon Furcht, womit sie dem Tode entgegen sah. Sie hatte fünfundscchzig Jahre lang gespart und geknickert und Geld zufammcngckratzt nnd an nicht als an ihren Mammon gedackt. der ihr fetzt aber wenig Trost gewährte. Zwei Tage lag sie im Todcskampfc. an dic Bcrgangcnhcit zurückdenkend, und nun faud sie. daß sic alles das jenige, was sie im Leben stets so hoch gefchätzt nnd anch Andern nur zu hohem Preise gegönnt hatte, verlieren mußte. nnd daß cS nichts werth war. Sie schickte nach dem Geglichen, dem jetzt hoch betagten Pfarrer Gell. Er kam. in der Borauösctzung, daß er geistlichen Trost fpenden solle, abcr davon wollte Frau Fairbrothcr nichts hören. Wie sie ohne oU gelebt hatte, so wollte sie auch ohne diesen sterben. Dennoch verursachte ihr dies und jenes, was sie fich auf ihrer Jagd nach Geld und Gut hatte zu Schulden kommen lassen, ernste Skrupel, und sic wollte es daher gut zu machen suchen, ehe es an'S Sterben ging. Beim Ausleihen hatte sie zu hohe Zinsen genommen, beim Bezahlen hatte sie ihr Geld zu fest ehalten, im Auspfänden war sie zu i'ckouuttgSloS gewcfcn. ?as wollte fle ausgleichen. ehe cs zu fpat war. dcun dcr Tod örr nete ihre sonst so fest verschlossene Hand. Laßt sie Alle herkommen,- drang sic . in dcn Pfarrer, schickt nach der Wittwe Eorlctt in Ballacreggan nnd'nach Kinvig von Ballagawnc. nach Quirk von Elaughbanc und nach den Kindern dcS Wcbcrs Fonghau, und nach Tubman von Gingcr Hall und John-Billy-Bob in Eornah Glcn und nach jcucm betrügerischen Handelsmanne, dcn alten Kermode von Port-e-chse. Ihr seht, ich habe keinen vergeffen, aber laßt fie schnell kommen, sonst könnten sie. den Weg vergebens machen.ES soll geschehen. Frau Fairbrothcr murmelte dcr alte Geistliche durch seine Zahnlücken, denn Recht ist Recht.
Und wie holzt und nichtig erscheinen uns die Dinge dieser Welt, wenn sich nnS dcr Blick in die Ewigkeit öffnet. - Bicl Geschrei und wenig Wollc.höhntc Frau Fairbrothcr. Ich glaube, trotz Eures Alters, ist auch Euch ciu Blick ans eine Guincc lieber, als in die Ewigkeit." Dcr alte, fast taube Priester hörte den Spott nicht. Die Leute, nacl, denen cr in Frau Fairbrothcrö Anftia,ie schickte, fanden sich am anderen "tiiov
gen ein nnd folgten ihm. in cifligem Gefliisier ihre Bermuthungen auotan fchend. in das Krankenzimmer. Obwohl öaiielbc durch einen schweren, die Fenster verhüllelixn Borhang verdunkelt war. so ließ fiel, doch das abgemagerte, wette uud bleiche Antlitz der Kranke auf dem Berge von Kopfkissen, der hinui uji aiisianst war. nurer meiden. ie hatte während der ganzen Rächt kein Auge zugelhau und fortwährend gerechnet. Greeva hatte an ihrem Bett fitzen uud die Zahlen zn Papier bringen muffen, xsit viitc lag letzt vor der Kranken anf der Bettdecke, während ein leinener Geldbentel in ihrer Hand ruhte. Rachdem die Leute cinactictcn waren, herrschte einige Angenblicke lang tiefes Schweigen und musternd ließ (Vian nairvrolycr tnreu zua uver die tlcinc Schaar sä.weisen. Wo ist Euer Bruder, iza Fornv han r'- wandte sie sich an ein junges Mädchen, welches am Fußende des Bettes stand. Räch Australien ausgewandert. Madame." war die Antwort, er konnte sich hier nicht mehr ernähren, nachdem ihm fein o'Ciö weggenommen worden war.Wo ist Quirk von Elaughbanc?" frug Fran Fairbrothcr dcn Pfarrcr. Der Arme lebt nicht mehr,- sagte der Gefragte, vor zwei Wochen ist cr gestorbcn.Ein schatten flog über das Gesicht dcr Krankcn. Sie händigte dic Liste Greeba ein und hieß sic dic cinzclncu Posten und Ramcn vorlcscn. Daniel Kinvig. zwölf Pstnio," las Greeba. worauf ein ältlicher Mann mit einem eckigen Kopfe vortrat. Kinvig,- redete ihn Fran Fair' brothcr an, den Geldbeutel befühlend. Ihr habt von mir hundcrt Pfund auf zwei Jahre getiehen uud ich nahm dafür zwölf Prozent. Sechs Prozent find hinreichend, da habt Ihr die Differenz zurück?Damit entnahm sie dem Bcutcl zwöls Pfund in Banknoten und reichte sie dem Manne hin, der sic schweigend einsteckte. Macht, daß Ihr fortkommt!" herrschte sie ihm zu. Frau Eorlett. zwei Pfund,- las Grccba, und eine Frau in einer Wittwcuhaube und einem langen Aiautel trat hervor, sich die Augen wischend. Bella Eorle-.t." sagte Frau Fairbrothcr. als ich Euch 'für Eure unbe zahlte Schuld pfänden ließ, batet Ihr mich, ich möchte Euch das Bett lassen, in dem Eure Mrnte? starb, uud den tuht. dcr Eurem Batcr gehört hatte. Ich that cs uicht. obwohl mir außerdem noch genug verblieben wäre. Hier habt Ihr dafür zwei Pfund." Gott vergelte es Euch." heulte die Frau, das Geld iu Empfang nehmend. Gott belohne Euch dafür im Himmel. Madame !" Frau Fairbrother machte eine unwillige Bewegung und forderte Greeba auf. mit ihrer Borlefung fort' zufahren. Peter Kermode. vierundzwanzig Pfuud zehn Schillinge,- las Grceba worauf sich ein kleiner, alter Mann mit zerzausten Haaren und häßlichem, mürrischcn Gesicht rücksichtslos durch die Uebrigen Bahn brach. Kcrmodc.- jagte Frau Fairbrothcr. Ihr habt mich immer zu betrügen gesucht, wie Ihr Jedermann zu betrügen pflegt. Ihr verkauftet mir siebzig chase zu sechs Schillingen das Stück. weil Ihr glaubtet, sie würden sammtlich die Schafblattern bekommen, nnd verlort dabei dreißig Pfund, was Euch fast .au den Bettelstab brachte. Ich verkaufte aber die Schafe drei Tage später in ganz gesundem Znstande zn einem Pfnnd das tück ; hier habt Ihr für die Hälfte Eures Bcrlustcs Ersatz, jcbi Euch aber Mühe, für den Rc"l MlrcS Lebens ehrlich zu fein, eine lange Tngendübung wird'S ja nicht werden, denn man sieht'S Euch an. daß Ihr schon mit einem Fuße im Grabe steht, fangt also für so kurze Zeit nicht erst wieder die Blutsaugern an.Sie ließ eine längere Ruhepause eintreten, um sich zu erholen, nnd dann fertigte sie die übrigen Personen ab. ES schien dic kalte Hand dcS Todes selbst zn scin, welche dicscn daS Geld reichte, allmälig erschlafften die Finger, die Hand begann zu zittern und streckte sich aus und zog sich wieder zurück, als ob es ihr iminer 1'chwcrcr und schivcrcr ficlc, sich von dcm Gcldc zu trennen. Endlich war das Zimmcr lccr und Frau Fairbrothcr sank tief erschöpft zu rück. Als sie sich wfcder etwas erholt hatte, bat Grceba dic Kranke. dcS Baters yi gedenken, nnd blickte ihr mit ängstlicher Er.'.'artilng in die Augen. AufangS schien Fran Fairbrothcr niä.tS zn hören, und da nun Grccba lebhafter in sic dranq, ward sie zornig und erklärte, sic sichle kein Mitleid mit ihrem Gatten und werde ihm leinen Heller hinterlassen. l (Fort etzung folgt.) Nlodcrnes (Sroszstadtkittd. Vater (liest in einer kleinen Provinzstadt an einem Hause die Inschrift): Dies Haus steht in Gottes Hand." F r i tz ch e n : Nicht wahr. Papa, hier gibt's keine Wach- und Schließgesellschaft?-
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Ein gefährliches Frühstück. ' Der badische Genosse Geck, zweiter - Vizepräsident der Zweiten Kammer, hatte sich der Hofgängerei" schuldig gemacht, indem er als Mitglied des landständischen Ausschusses an einem Frühstück theilgenommen hatte. das hornbile dictu" ein leibhaftiger Prinz. Prinz Karl von Baden, gegeben hat. Die zielbewußte Presse ging darob mit Herrn Geck scharf in's Gericht, so daß sich dieser jetzt zu einer Vertheidigung gezwungen steht. Er theilt also mit. daß die sozialdemokratische Fraktion beschlossen hatte, dieses landstädtische Frühstück als einen parlamentarischen Usus" anzusehen, den ein Genosse mitfeiern dürfe, und des Weiteren führt er als Milden rungsgründe ins Feld, daß er niemals zii Hofe gegangen sei, als nicht zum feierlichen Akt des Hofjubiläums, zu dem er nicht einmal den ihm borbehaltenen Sitz im Theater bei der FestVorstellung eingenommen habe. Damit wird wohl die Hofgängerei" des Genossen Geck vergeben und vergessen sein, zumal man in der Berliner Genossenschast ganz genau weiß, daß der rothe Vice" des badischen Landtags des Oesteren seine eigenen Wege geht. Guter Credit. Guter Credit wird öfter erhalten durch raufe von einem wenig geborgten Gelde, welche Sie leicht in ein paar Monaten zurückbezadle können, dne dessen Sie noch tiefer belastet werden. Wir leihen Ihnen bai Geld zur ufrecbterhaltuna Ihre Credit und Niemand braucht zu wissen, daß Sie tt geborgt haben, denn unsere SeschSitShandlungen kind ftreng ertrauenSsachen. oa $10 bi 00 leiben wir an Möbeln, Piano. Fuhrwerke. Einrichtungen. Lager-Hau-Quittungen und andere persönliche Eigenthum ohne dasselbe wegzunehmen. Ihre Zahlungen werden so klein sein, daß Sie dieselben nickt spüren. tu0 i die wöchentliche Zahlung an einer Anleihe von Zso iürb Wochen. Andere Beträge in einem gleichen Zerhälrnib. Anleihen werden in alle Theilen der Stadt gemacht, sowie in Shelbyville, reensield,KnightStown. ssranklin, olnmbu, artinSville, Libanon, RobleSville, reevcaftle und allen anderen Onen von Interurbaa Bahnen berührt. Pog oder Telephone Applikationen erhalten prompte eachtung. Wenn Sie Geld benöthigen so fülle Sie da unten folgende Formular au, schneiden Sie e an und schicken Sie e per Post, einer nsererAgente wird bei Ihnen vorsprechen. Namen. Gattin Name. Strabe und Nummer. Stadt. Betrag gewünscht. Van spreche vor oder schreibe Jndiana Vkortgage Loa Co., (UMlrt 1807.) Zimmer 4 Lombard VebTnde, Oft Oashingtm, tzrttte, Leid Telephone t. .
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