Indiana Tribüne, Volume 30, Number 54, Indianapolis, Marion County, 25 October 1906 — Page 5

Jndiana Tribüne, SS Oktober 1306

S

Politische Ankündigungen.

Dr. M. E. Leeh, Demokratischer Candidat für County Coroner, emrfiphlt sich den Stimmgebern von Marion Ecunty bei der Wahl am 6. November 190. Stimmt für Robert H. Bryso, Republikanischer Kandidat für Auditor von Marion County. Wahl am 6. November 1906. James E. erry. Demokratischer Candidat für County Recorder, bittet um Ihre Stimme, er verspricht, wenn erwählt, ein wahrer Diener deö Volkes zu sein. Wahl am ten November 1906. Dr. G. . Petersdorf, Republikanischer Kandidat für County Coroner, ersucht das Deutschthum um Unterstützung bei der Wahl am 6. November 1906. Stimmt für John M. Mendenhall, Republikanischer Kandidat für County Commiffär, des dritten Distrikts. Wahl am 6. November 190. Stimmt für Leonard M. Quill, (gegenwärtiger Chef Deputy) Republikanischer Kandidat für Clerk von Marion County. Wahl am 6. November 1906. James . McSroffa, Demokratischer Kandidat für Sheriff von Marion County, bittet um die Stimme aller Steuerzahler bei der Wahl am 6. November 1906. Er ver spricht das Amt gewissenhaft zu verwalten. William T. Patten, Demokratischer Candidat für isounty Clerk, empfiehlt sich den Stimmgebern von Marion Countu bei der Wahl am 6. November 1905 i er verspricht, im Falle seiner Ermählung, dU Pflichten des Amte treu zu erfüllen. Krank Fishback, Demokratischer Candidat für County Schatzmeister. hat sich verpflichtet, Zinsen an den öffentlichen Geldern zu erlangen und dem Countv zu fließen zu lassen. Unter dieser Verpflichtung bittet er um Ihre Stimme bei der Wahl am 6. November 1906. Henry W. lausman. Republikanischer Kandidat für Surveyor von Marion County, empfiehlt sich den Stimmgebern zur gefälligen Berücksichtigung bei der Wahl am 6. November 190. Krank G. Gavin, Demokratischer Kandidat für Kongretz-Abgeordneter deö 7. Distrikts, ersucht freundlichst alle Stimmgeber um Unterstützung. Wahl am 6. November 1906. Joseph W. Clay, Republikanischer Kandidat für Sheriff von Marion County, bittet um die Stimmen der Deutschen bei der Wahl am . November 1906. Die Rettung des Schlachtschiffes Dominion", das bei Point Bonaventure in der Chaleur-Buckt (Canada) auf ein unterirdisches Riff lief, n?ar einem glücklichen' Einfall des Kapitäns Kingsmill zu danken, der die ganze Mannschaft von 850 Köpfen mit Gepäck zu heftig bewegten Matrosentänzen antreten ließ, um durch die auf diese Weise bewirkte fortwährende rhythmische Erschütterung des ganzen Schiffsrumpfes zu verhindern, daß der Kiel sich fest eingrub. Dit während des Tanzens vorgenommenen Lorhungen ergaben, daß das Schiff dorn 27 Fuß tief im Wasser lag, während sein Tiefgang 28 Fuß beträgt. Darauf wurden die Tanze, zu denen zuerst die Matrosen selber die Musik gepfiffen hatten, unztt Begleitung durch die volleSchiffskapelle fortgesetzt, und dieses eigenthümliche Mittel hatte wirklich den Erfolg, daß es den mit voller Kraft rückwärts arbeiterbden Maschinen gelang, das mächtige Schiff Zoll um Zoll loKzubringen, bis eS glücklich wieder w tiefem Wasser fckwamm. Die Untersuchung ergab, daß bei dem Anlaufen eine Anzahl Platten ernaedrückt worden war; doch reichte die Arbeit der Schiffspumpen aus, um das einströmende Waffer aus dem Schiffsraum zu verdrängen, so daß die Dominion" selbständig rhreFahrt fortsetzen konnte

Ser King der Todten. Bon Paul Eberhardt. .Hier, Käthe, ich habe dir etwaS mitgebracht!" Robert Wilke zog sein jungeS Weib neben sity auf das Sofa,

schlang den Arm um ihre Schulter und hielt ihr einen herrlich blitzenden Ring entgegen. Ob, Robert, oh!" jubelte Käthe. Gefällt er dir?" fragte er mit strahlenden Augen. Es ist der entzückendste Ring, den ich je gesehen!" Ja, Schatz, ich muß dir da etwas erzählen. Also höre! Als neu hätte der Ring mindestens das Vierfache gekostet; ich habe ihn aber von einem Juwelier, der auch Sacken aus zweiter Hand kauft. Ich sah den Ring im Schaufenster, und da er mir so gut gefiel, erstand ich ihn. Als der Juwelier den Kasten aus dem Schaufenster holte, sah ich, wie ein heruntergekommener Mann mit wild funkelnden Augen jede Bewegung des Händlers verfolgte. Er blieb stehen, bis ich den Laden verließ; da trat er auf mich zu und schrie mich wild an: Na, da haben Sie ja den Ring! Viel Glück dazu! Dann rempelte er mich an, daß ich beinahe gestolpert wäre. Am liebsten hätte ich den Kerl der Polizei übergeben, aber er machte sich schleunigst aus dem Staube." Vielleicht wollte er den Ring stehlen?" Nun, so sah er eigentlich nicht aus. Er hatte einen so hungrigen, verzweifelten Blick in den Augen. Doch lassen wir ihn. Jetzt muß ich dir aber etwas Unangenehmes sagen. Ich muß heute wieder ins Geschäft, Schatz, und die Nacht durcharbeiten. Wir müssen heute Nacht mit der Inv?ntur fertig werden. Vor fünf ode? sechs Uhr morgen früh werde ich kaum zurück sein. Du fürchtest dich doch nicht?" Käthe lachte. Nein, Schatz, ich bin doch kein Hasenfuß!" Und nun, mein Schatz kann ich vielleicht etwQs zu essen kriegen?" fragte Robert lächelnd. Ach, du lieber Gott!" rief die junge Frau, da vergesse ich über dem schönen Ring, daß mein armes Männchen Hunger hat." Sie lief eiligst in die Küche, um das Dienstmädchen zur Eile anzutreiben. Aber als sie die Küche betrat, fiel ihr ein, daß sie Anna bis zum nächsten Morgen Urlaub gegeben, weil deren Schwester erkrankt war. Schnell besorgte Käthe das Abendbrot selber; bald saß das junge Eheaax am Tisch und ließ sich die vortrefflich zubereiteten Speisen herrlich munden. Jetzt muß ich aber gehen, Schatz. Schlafe recht süß. Die Schlüssel nehme ich mit. Schließe nur gut zu, damit nichts passirt." Noch eine innige Umarmung, dann ging Robert, und die junge Frau war allein. Käthe wusch erst das Geschirr ab, brachte ihre Küche, die immer wie ein Schmuckkästchen aussah, in tadellosc Ordnung, dann verschloß sie die sämmtlichen Thüren und ließ die Jalousien herab. Als Käthe in das Schlafzimmer ging, kam ihr doch eine leise Anwandlung von Furcht, sich so mukterseelenallein im Hause zu befinden. Dann lachte sie sich aber selber aus. Ehe sie sich niederlegte, öffnete sie noch einen Augenblick das Fenster und sah hinaus. Der kleine Garten, der das Haus umgab, war ziemlich kahl; nur rechts befand sich in einiger Entfernung ein alter Lindenbaum. Als Käthe in den Garten blickte, war es ihr. als bewege sich unter dem Baume ein Schatten. Sie sah schärfe: hin, aber sie bemerkte nichts; sie hatte sich wohl getäuscht. Nun drehte sie das Gas aus und legte sich nieder. Direkt vor dem Hause brannte eine Gaslaterne, die blles Licht in das Zimmer warf. Käthe schlief bald ein. Es mochte zwischen zwei und drei sein, als sie plötzlich mit einem sonderbaren Angstgefühl erwachte. Und noch ehe sie die Augen öffnete, war sie überzeugt, daß ihr eine Gefahr drohe. Sich plötzlich im Bett aufrichtend, schaute sie um sich. Und da mit den. Rücken zu ihr hin stand ein Mann, der ein brennendes Licht in der Hand hielt und auf ihrem Toilettentisch herumsuchte. Die Jalousie war in die Höhe geschoben, das Fenster stand offen. Eine Weile war Käthe so von Schreck überwältigt, daß sie keinen Laut hervorbrachte. Endlich rief sie: Wer sind Sie und was thun Sie hier?" Der Mann wandte sich blitzschnell um und sah sie seltsam an. Ach," sagte er ruhig: Sie sind munter? Ich weiß, daß Sie ganz allein im Hause sind. Ihr Mädchen ist auch fort. Seit sechs Uhr bin ich in Ihrem Garten versteckt. Ich habe einen geladenen Revolver bei mir. Ich kann Sie tödten aber ich will es nicht. Wenn Sie mir geben, was ich haben muß hören Sie, haben muß! dann gehe ich sofort meiner Wege und es geschieht Ihnen kein Leid. Wenn Sie es mir aber nicht geben dann bin ich zu allem fähig. Ich schieße Sie dann nieder Sie würden vergebens um Hilft schreien!" Das Licht der Straßenlaterne fiel voll auf sein Gcsicht. Käthe hatte noch nie so wild funkelnde und dabei so traurig blickende Augen gesehen. Und

sonderbar, sie hatte jetzt, da sie sein Züge erblickte, keine Angst mehr vo, ihm. Sie sind kein gewöhnlicher Verbre eher," sagte sie. Was wollen Sie denn, daß Sie mitten in der Nacht hierher kommen und em wehrtoies ueio zu Tode erschrecken? Was habe ich Ihnen

gethan?" Sie haben in Ihrem Besitz einen Ring, den ich unter allen Umständen haben mutz!" Den Ring?" Ihr Mann hat ihn heute gekauft. Der Ring hat eine Geschichte eine tieftraurige. Er gehörte einer Frau, der ich das Herz gebrochen habe. Sie ist todt." fügte er feije hinzu. Als ich sie in den Sarg legte, schwur ich. mich nie von dem Ring zu trennen. Sie liebte ihn über alles sie war wie ein Kind mit dem Ring sie hat sich nie von ihm getrennt sie starb auch damit." Seine Stimme wurde wieder rauher. Geben Sie mir den Ring! Ich bin ein verzweifelter Mann! Ohne den Ring gehe ich zu Grunde! Sonst tödte ich Sie!" Erzählen Sie mir erst den Rest Ihrer Geschichte versetzte Käthe. Er starrte sie mit großen Augen an. Sie haben aber Muth." sagte er bewundernd. Nun gut. Also ich war dem Verhungern nahe. Eine Woche lang habe ich von trockenem Brot und Wasser gelebt dann hatte ich auch kein Brot mehr ich mußte den Ring verkaufen. Ich hoffte von Tag zu Tag, ihn zurückkaufen zu können. Tag für Tag ging ich an das Schaufenster des Händlers und sah nach, ob der Ring noch da war. Und heute sah ich, wie Ihr Mann den Ring kaufte. Da packte mich die Verzweiflung. Als Ihr Mann den Laden verließ, war ich wie wahnsinnig! Geben Sie den Ring her! Ich werde Ihnen einen anderen Ring schicken einen, der nicht der Todten gehörte einen schöneren. Ich will ins Ausland, nach Ceylon!" Käthe war nicht nur seelenruhig, sie vermochte sogar nachzudenken. Nach einigem Ueberlegen sagte sie: Ich kenne Sie nicht, aber ich will Ihnen glauben, Ihnen vertrauen, Sie thun mir herzlich leid, denn Sie sind kein gewöhnlicher Verbrecher." Nein, das bin ich nicht! Aber ich bin zu allem fähig! Lieber soll man mich verhaften meinetwegen todten, wenn es zum Kampfe kommt! Sie verstehen mich?" Ich glaube, Sie liebten Ihre Frau sehr?" Sprechen Sie nicht von ihr Sie glückliche, von Ihrem Mann über alles geliebte Frau! Rühren Sie nicht an meine furchtbar' trau rige Geschichte! Geben Sie mir den Ring und lassen Sie mich gehen." Nein," sagte Käthe entschlossen. Bestürzt zuckte der Mann zusammen. Dann erhob er den Revolver. Ich brauche nur loszudrücken," sagte er. Käthe zuckte nicht mit der Wimper. Wenn Sie feuern, wecken Sie die Nachbarschaft auf und Sie werden auf frischer That ergriffen. Dann nutzt Ihnen auch der Ring nichts mehr. Heute geben ich Ihnen den Ring nicht. Ich fürchte mich nicht vor Ihnen. Den Ring hat mir mein Mann geschenkt, und ich trenne mich nicht so leicht von seinen Geschenken. Ich werde ihm Ihre Geschichte erzählen. Kommen Sie morgen Abend um sieben unter die alte Linde draußen, dann sage ich Ihnen, was mein Mann beschlossen hat. Aber heute Abend, wo ich mutterseelenallein und wehrlos bin, wäre es feige und ehrlos, wenn Sie mich meuchlings überfielen! Es wäre nicht würdig eines Mannes, der ein Weib so liebte wie Sie!" Mein Gott!" murmelte er, wäh. rend er dem offenen Fenster zuschritt Und noch einmal: Mein Gott!" Käthe beobachtete ihn. Am Fenste, wandte er sich nochmals um. Einst war ich ein Ehren- und ein Edelmann! Jetzt bin ich Heimath- und namenlos. Also morgen um sieben unter der alten Linde! Ich komme!" Dann war er gegangen. Käthe sprang aus dem Bett, schloß das Fenster und ließ die Jalousie herab. Jetzt zitterte und bebte sie an allen Gliedern. Als Robert heimkam, erzählte sie ihm alles. Sie überlegten lange hin und her, aber Käthe bat und redet? zu, bis er einwilligte, dem Mann den Ring zurückzugeben. Und noch an demselben Abend, während Robert in einiger Entfernung von der alten Linde stehen blieb, ging Käthe zu dem namenlosen Mann, streifte den Ring vom Finger und gab ihn ihm. Hier," sagte sie, ich vertraue Jhnen. Um der Todten willen werden Sie wieder ein Ehrenmann!" lhe sie es verhindern konnte, hatte er mit wilder Geberde ihre Hand ergriffen und seine Lippen darauf gepreßt, dann verschwand er. Zwei Jahre später erhielt Frau Wilke ein eingeschriebenes Packet. Als sie dasselbe öffnete, kamen ein wun dervoller Brillantring und eine Herr liche Brillantbrosche zum Vorschein, welche Gegenstände wohl den zwanzigfachen Werth des Ringes der Todten" repräsentirten. Und dabei lag eine Karte, auf welcher geschrieben stand: Mit heißem Dank von dem, der namenlos bleiben muß auch der Frau gegenüber, die ihm vertraute."

Das Natzfüttern der Pferde ist ein recht schädlicher &t--brauch, der immer noch nicht ganz verschwinden will. Viele, sonst ganz praktische Landwirthe füttern ihre Pferde mit nassem Futter, ohne sich auch nur einmal zu fragen, warum, und ojne weiter zu untersuchen, ob das Futter in nassem Zustande den Thieren besser bekommt als in trockenem. Andcre sind der Ansicht, dem Pferde schmecke das Futter besser, wenn es in nassem Zustande gegeten wird, und werden hierin bestärkt, weil das Thier thatsächlich mit der gleichen Menge nassen Futters schneller fertig wird als mit der gleichen Menge trockenen Futters. Das letztere ist nun zwar vollkommen richtig, aber die daraus gezogene Schlußfolgerung ist falsch. Gerade darin, daß das Pferd mit dem nassen Futter schneller fertig wird als mit dem trockenen, liegt die Schädlichreit des nassen Futters. Wird nämlich

das utter trocken gereicht, so muß es langsam gekaut und im Maul wiederholt umgewendet werden, wobei von den Speicheldrüsen reichlich Speichel abgesondert und mit dem Futter vermengt wird. Wenn aber das Futter. und dies ist ganz besonders bei dem Hafer der Fall, ohnehin schon feucht ist. dann fällt das langsame Kauen und die Einspeichelung fort. Der Magen aber, in den nun der Futterbrei, ohne gehörig mit Speichel vermischt zu sein, gelangt, kann ihn nur schwer verarbeiten, und es geht der größte Theil des genossenen Futters unverdaut mit dem Mist ab. Andauernde Naßfütterung vermindert auch die Widerstandsfähigkeit des Körpers gegen schädliche äußere Einflüsse, erzeugt bei jungen Thieren Hängebäuche und damit im Zusammenhange stehende Engbrüstigseit, sowie fehlerhafte Stellung der Gliedmaßen und Schaffheit. Es ist längst durch Untersuchungen festgestellt, daß die Pferde vom trockenen Futter fünf- bis sechsmal mehr verdauen als vom nassen. Alles aber, das nicht verdaut wh'd, ist verloren, also einfach verschwendet. Dabei leidet das Pferd auch an seiner Gesundheit, wie bereits oben gesagt. Magenschwäche und Kolik sind die häufigsten Folgen der nassen Fütterung. Die Thiere, welche durch eine lange Zeit nur nasses Futter erhalten, sehen zwar in der Regel gut aus, aber sie haben keine Kraft, schwitzen leicht und sind zu schweren, dauernden Anstrengungen sehr wenig geeignet. Spargeltreiberei. Will man alte Spargelanlagen eingehen lassen, so kann man die Pflanzen noch voriheilhaft zum Treiben benutzen. Am sichersten ist das Treiben im warmen Mistbeet. Das Beet wird in der ge wöhnlichen Weise angelegt; auf den Dung kommen vier Zoll Erde und aus diese die Pflanzen, Staude bei Staude, iirorauf sie sechs bis acht Zoll hoch mit (5xbt bedeckt werden. Fenster sind nicht nöthig, sondern es werden nur Bretter aufgelegt, welche mit recht langem, strohigem Dung bedeckt werden. Alle zwei bis drei Tage nimmt man diese Decke ab und sticht die aufgeschossenen Spargel. Bei kaltem Wetter muß man 'grvße Vorsicht anwenden, da die abgestochenen Pfeifen sehr empfindlich sind, sie werden deshalb sofort in einen mit weichem Material gefüllten Korb oder Kasten gelegt und bedeckt. Der Vaumschwamm. Die Wurzel dieses Pilzes dringt bei den befallenen Bäumen von Jahr zu Jahr tiefer ein. so daß oft ein Aussterben f.anzer Aeste stattfindet. Die Sporen des Pilzes werden leicht vom Winde auf andere Bäume übertragen und können dort dieselbe Krankheit hervorrufen, wenn sie sich festsetzen können. Zur Bekämpfung dieser Krankheit ist es nothwendig, daß der Schwamm mit dem Mycelbei den befallenen Bäumen ausgeschnitten wird. Bei Bäumen, die ausgeputzt werden, ist darauf zu achten, daß die Wunden mit Theer oder Baumwachs bestrichen werden; denn die bloßgelegten Holzpartien bilden die Angriffspunkte für die Sporen des Pilzes. Tauben st erben. Es kommt nicht selten vor, daß die Tauben ihre Jungen verlassen, wenn sie die Kiele bekommen und dann heißt es: Woran liegt das?" Es handelt sich darum, ob es feldernde Tauben sind, oder solche, die aus der Hand gefüttert werden; ob es ein alter degenerirter &tamm ist, oder für Blutauffrischung gesorgt wurde, ob der Schlag ungezieferfrei ist, oder ob er verlaust ist. Sind viele Ungeziefer auf dem Schlage, so gehen die Alten des Nachts nicht mehr auf das Nest, die Jungen erkälten sich und sterben. Ist der Stamm degenerirt, so leiden alle natürlichen Funktionen und namentlich die Aufzucht der Jungen. Je besser der Dung im Boden v"llig zersetzt und vorverdaut ist, desto besser gedeihen die Pflanzen und desto gesünder, nahrhafter und bekömmlicher sind sie für Mensch und Thier. Denn dann sind auch in ihnen die Eiweiß-, die Kohlen-, Wasser- und Mineral-Nährstoffe (Nährsalze) entwickelt und ausgebildet für die Verdauung des Thierkörpers. Zur Vernichtung der Mäuse auf B i e n e n st ä n -den werden die Oleanderblätter empfohlen. Die getrockneten Oleanderblättcr werden gestoßen und mit Sand vermischt in die Schlupflöcher der Mäuse gebracht. Die Mäuse können den Geruch nicht vertragen und verlassen ihre Schlupfwinkel.

i .--t-j-j-I t 4amc 4lnf ith ITanti X

.,..,....?........?..,....-,-,..-.....,--.,. ..-- Al'l IHII' Glühen g e st a n z t e r Stahlb l e ch t h e i l e. Man lege die gestanzten Blechthnle schichtenweise mit Graphit oder Pottlohe in einen Behä!ter, verschmiere denselben mit Lehm und glühe ihn gehörig einige Stunden lang, so werden die Sachen sehr weich werden; zu Härten sind sie jedoch nachher nicht mehr. Um Hausmäuse zu vertreiben sind die Blättcr des Oleanders ein wirksames Mittel. Man trocknet sie und stößt sie alsdann zu Pulver. Tasselbe wird mit trockenem Sand vermischt und den Mäusen in ihre Löcher gestreut. Sie verabscheuen den Geruch dieser Blätter auf's äußerste und verlassen augenblicklich ihre Sch'upfwinkel, um niemals wiederzulehren. lrn Schmiedeeisen besonders weich zu machen, wie dies z. I. namentlich für Kunstschlosserarbeiten erforderlich ist. wird es zur Dunkelrothgluth erhitzt und dann in Schmierseife abgeschreckt, worauf man es nochmals auf die frühere Temperatur erhitzt und es dann, in Kalkpulver eingebettet, langsam erkalten läßt. Das Eisen soll durch dieses Verfahren eine große Dehnbarkeit und Weichheit erhalten. Das fatale Springen der Einmachegläser, das selbst beim vorsichtigsten Einfüllen nicht vermieden wird, verhütet man durch das Vorwärmen der Gläser. Dann taucht man ein reines Küchenhandtucv in heißes Wasser, wringt es aus. breitet es auf dem Tische aus, stellt das Einmacheglas darauf und schlägt das Tuch um das las. Selbst das heißeste Obst kann nun ohne Gefahr des Zerspringens der Gläser eingefüllt werden. Um Leder auf sein? Qualität zu prüfen, lege man ein kleines Stück des in Frage kommenden in Essig. Wird durch das Liegen des Leders in dem Essig die Farbe nur etwas dunkler, ohne sich sonst zu verändern, so ist das Leder vollständig gegerbt. Ist das Leder jedoch nicht vollkommen mit Tannin imprägnirt. so schwellen die Fasern in kurzer Zeit stark an und das ganze Stückchen Leder verwandelt sich nach und nach in eine gelatinöse Masse. Fußpflege. Durch zweckmäßige Fußbekleidung lassen sich Blasen und wunde SielZen an den Füßen verhüten. Nach einem Fußbad reibe man die Füße, wenn sie getrocknet sind, mit einer Mischung von flüssig gemachten Talg oder Unschlitt und Kirschwasser gut ein, auch zwischen den Zehen; die Strümpfe dürfen keine Flickstellen haben, denn diese drücken und reiben die Haut und sind nicht selten die Ursache von Blasen und wunden Stellen, die Schuhe sollten keine hohen Absätze haben. Dielen und Fußböden von Tintenflecken zu reinigen. Es wird ein Theil Schwefelsäure unter beständigem Umrühren nach und nach mit acht Theilen FlußWasser gemischt und in einer Flasche aufbewahrt. Die Flecken werden mit warmem Wasser benetzt, etwas von der Flüssigkeit darauf gegossen und mit einem groben Lappen tüchtig gerieben. Dies wiederholt man. bis die Flecken, nachdem die Stelle trocken geworden, nicht mehr sichtbar sind, und wäscht sie mit warmem Wasser nach. Reste von Milch und A P f e l r e i s lassen sich schnell zu einer süßen Speise verwenden, die von den kleinen Leckermäulchen des Hauses jubelnd begrüßt wird. Man verrührt den Reis mit mehreren Eiern, fügt einige Löffel geriebene Mandeln, ein paar gestoßene Makronen, sowie einige Löffel Obstgelee und soviel Reibbrot hinzu, daß man kleine längliche Kuchen davon formen kann. Man bäckt sie in Butter lichtbraun, wälzt sie .noch heiß in geriebener Schokolade und gibt sie mit einem Obstbeiguß zu Tisch. Marschallsuppe. Altbackenes Schwarzbrot schneidet man in finerlange, dünne Scheibchen, drückt in der Mitte eines jeden Scheibchens eine etwa thalergroße Vertiefung ein und röstet die Scheiben auf einem Teller mit ein wenig sehr fetter Fleischbrühe. Hierauf schlägt man in jedes Grübchen ein Ei. bestreut es mit Salz und läßt die Schnitten so lange in der Ofenröhre stehen, bis das Gelbe der Eier flaumweich, das Weiße nicht mehr schlüpfrig ist. Alsdann legt man in jeden Teller eine Schnitte mit einem Ei und gibt klare, sehr kräftige Fleischbrühe darüber. Gebratene Leber mit Madeiras auce. Man schneidet eine Kalbsleber in fingerdicke Scheiben, bestreut sie mit Salz und Pfeffer und wendet sie in Mehl um. In einer Bratpfanne macht man reichlich Butter heiß und braun, brät die Leberscheiben darin recht kraß und richtet sie auf einer erwärmten Schüssel an. In der Butter rührt man einen Löffel Mehl klar, gibt kaltes Wasser dazu, so daß das Angesetzte gut aufkocht, und läßt es einige Minuten kochen. Dann passirt man die Sauce durch ein Sieb und gibt ein Glas Madeira hinzu, worauf man sie noch einmal aufkochen läßt. Zuletzt gibt man ein nußgroßes Stück frische Butter darunter und reicht die Sauce, die sehr gebunden sein muß, in einer erwärmten Sauciere zu der Leber.

l

I

......

::;-:-:-!-

Geschäfts-Kalender.

Aerzte. Womai. o-,io ewton Uaypoo! bände. Stunden 11-12 8m. und 8-4 9tm. Blech- und Metak-Dacher. lech-und Meiall-TSchn, sowie Dachrinnen an,efertigt und revarirt. Ibn. l. babith ia Kentucky ve. Neuer hone 1. Spezialiften. red kurirt ohne effer. ohne Schmerzen. Die den bekannte Behandlung der eu,eit. Svretdt vor und lernt meine Methode. Dr. E. 8. Vrigha, 11 e Market trage, gegenüber Terminal Statt. Optiker. SMKRSOX DRULEY, 289 Maffachvsett, tze. im ersten Square, zweiter Stock, uaen untersucht. Linsen geliefert. Zu onsultatioue eingeladen. Tapeten. aveten. Ich dünge und liefere Tapeten. Telephon, Main Waaren. bliesrruna. Maaren abgeholt und abgeliefert. Mäßige Preise Schnelle Bedienung. 11 Süd Pennsylvania Sie Reu kl ! lt. Main 1439. . I uftiu. ig. LeichenbeSatter. gttdttle'.t & Tulver, Selchen bestattn. ,13 R. Jlltuo Str. Telephon : Reu 664; lt. am $80. 3odnon, Häßler Veorgk. 367 Massachusetts vk.. Telephone : Reu 63 ; KU, Main 1480. Sa sprechen deutsch. Grundeigenthum. Mllliam P. Socwell. rundeigenthum - gent. v 5 und 4 Baldwin Block, Slldwe Ecke wartet und Delaware Straße. Reuer Phane 174. Patent'Anwalt und Ingenieur. chompson R, Bell. 401 Satt Gebäude, jlweig, s Office: ashmgton, D. ew Phone 1SU. geuerverficherung-Grundeigevtd. 3acob Buennagel, Zimmer 5 und 6, Ro. 29 Süd Delaware Straße. Finanzielles. anix leihen Geld auf möbeln und Plan 's, ohne dtt seiden wegzunehmen. Ebenso aus Nhren und Diamantk. Centra! ü., 05 State Stfe Dldg. Guter Credit. Guter Credit wird öfter erhalten durch Benutzung on einem wenig geborgten Beides, welches sie leicht in ein paar Monaten zurückbezahlen können, ohne dessen Sie noch tiefer belastet werden. Wir leihen Ihnen das Geld zur AufrechterhaltungIhrrS EreditK und Niemand braucht zu wissen, daß Sie ei geborgt haben, denn unsere Geschäftshandlungen sind streng Bertrauenssachen. Bon $10 bis $200 leihen wir an Möbeln, Pianos, Fuhrwerke, Einrichtungen, Lager-haui-Quittungen und anderes persönliches Eigenthum ohne dasielbe wegzunehmen. Ihre Zahlungen werden so klein sein, daß Sie dieselben nicht spüren. !.? ist die wöchentliche Zahlung an einer Anleihe von $60 sür 5 Wochen. Andere Betrüge in einem gleichen Berhültniß. nleihen werden in allen Theilen der Stadt gemacht, sowie in Sheldvvive, Greenfield,Knightstown, Franklin. Eolumbus, Mürtinöville, Lebanon, RobleSoille, reencastle und allen anderen Orten von Interurban Bahnen berührt. Post oder Telephone Applikationen erhalten prompte Beachtung. Wenn Sie Seid benöthigen so füllen Sie da unten folgende Formular au, schneiden Sie e au und schicken Sie e per P,ft, einer unserer Agenten wird bei Ihnen vorsprechen. amen. attin Name. Straße und Nummer. Stadt. Betrag gewünscht. Van spreche vor oder schreibe an Jndiana Mortgage Loan.Eo., (tablirt i7.) Zimmer 4 Lombard eböude, Mtf Oft Washington Straße, Beide Telephone 828. I). P. STIRK &C0 machen eine Spezialitat von Künstlichen Gliedern und Bäw dern. Abdomen - Stützen unk Krücken. Bruchbänder gemacht und angepaßt i schwierigen Fülle. ord tr. ändianapolis. Man nehme ON tichigan Straßenbahn zur Rord Eaft und Odio Str. Alter Phone Main 436. Reuer Phone 670. LEO LANDO, 142 R. Pennsylvania Str. Hairpt quartier für BMen Operngläser M- Brillen erden nach den besten Ketboden den Augen angepaßt. Zeuu iche Zeugen werden schmerzlos ei MBA. jjjjjjjj jjEWjl C0. i Düsseldorfer... Da Vier, welche auf der Weltausstellung zu St. LouiS den Preis erhielt al Der Welt Standard Für Vollkommenheit I Prnts und QuartS, Klasche Dep't. Tel. 578 und 690. Indianapolis Brewing Co.