Indiana Tribüne, Volume 30, Number 53, Indianapolis, Marion County, 24 October 1906 — Page 4

Jndtans Tribüne, 3, Oktober 1906.

Jndiana Tribüne. Haugglde von dn nrDta G. Indianapolis, Ind. Hariy 0. Thudinm .... Präsident. VeschiiftSlocal: No, 31 Süd Delaware Straße. TELflPHONE "..trd a. the Post Office ot Indianapolis at second cias matter.

Fiskontoerhöhung der Bank von England Die Gouverneure der Bank of Eng land erhöhten gestern in einer Special fitzung den Diskontosatz, zu welchem die Bank die Diskante anderer Banken re diskontirt. von fünf auf sechs Procent. Dieser sür London außergewöhnliche Satz wurdeZzuletzt angewandt kurz vor dem drohenden Zusammenbruche der BaringS, als die Bank den Diskont am 6. Novemberj.1890 von 5 auf 6 Pro cent erhöhte und den Satz bis zum 4. Dezember auf dieser Höhe beließ. Dadurch, daß' die Bank von Frankreich London mit 60 Millionen Franc? in Gold beisprang und I. Pierpont Mor. gan auch von. hier aus zur Linderung der gespannten Situation beitrug, wurde damals die Krisis Verhältniß müßig leicht überwunden und in der Folge hatZdie Bank of England den Diskontosatz selbst nurZ ausnahmsweise auf 5 Procentßerhöht, zuletzt bei dem AuSdruche des 'Kriege? in Südafrika. Für die abrupteZ Handlungsweise der Bank of England, nachdem sie erst vorgestern noch sich für die Beibehaltung des Diskontosatzes von 5 Procent er klärte, mkffen daher besonders zwin gende GründeZ vorgelegen haben, und diese find nicht unschwer zu finden. London hat injdenletzten zwei Wochen etwa 1 Million Pfund Sterling in Gold an Aegyten labgegeben zur Bewegung der Baumwollernte; diese Ein büße an dem Goldvorrathe folgte in kurzem Zwischenraume auf den Verlust von rund 45 Millionen Dollars Gold, welche die Bereinigten Staaten seit dem 17. September angezogen haben. Zu dem ist der Geldbedarf in England in folge der Wiederbelebung gewerblicher Thätigkeit ein größerer geworden, eS hat Londongferner die Unterbringung einer kanadischen Anleihe von 860.000.. 000 übernommen, zudem ist der Stand des hiesigen i Devisenkurses wetteren Goldimporten wieder günstiger gewor den und der Halm, welcher in diesem Falle deS KameelS .Rücken brach, war wohl die Thatsache, daß eine hiesige Bank ernstlich in London in Unter Handlung. stand, um das dort am Mon tag erwartete neue Gold aus Südafrika für New,York aufzukaufen. Die DiS kontverhöhuug war also eine Schutzma regel zur Vertheidigung des ohnehin sehr niedrigen englischen GoldvorratheS und, obgleich! der englische Geldmarkt, wie schon erwähnt, infolge deS Wie deraufschwungS der Jnduftriethütigkeit in hoheM'Maße angespannt ist. bedeutet die Diskonterhöhung keineswegs die Befürchtung einer Krisis wie vor 16 Jahren, als ben BaringS der Unter gang drohte. Durchweg schenkt Niemand dem heiklen Problem einer elastischen Wüh rung so eingehende Beachtung, wie der jenige, welcher bei seinem letzten Dollar angelangt ist. Um feine künftige Schwiegermutter zu zwingen, ihm Besuche seiner Flamme-, der sechzehnjährigen Edith Graham, zu gestatten, verklagte der Bankangestellte Hermann Holke jr. in Brooklyn, N. Y., ein zwanzigjähriger Jüngling, die alte Dame auf $100, 000 Schadenersatz, um sie zu erschrecken. Aus den beigelegten Liebesbriefen scheint hervorzugehen, da Edith sich schon als Frau Holkejbetrachlete. Die Era os Good Feeling" scheint unvermindert bis zm Wahltag fort damrn zu wollen. Nachdem Bryan zu wiederholten Walen in seinen Sieden daS Lob der oosevelt'schen Politik ge sungm, hat SchatzamtSsekretür Shaw, in seiner letztenZKampagnerede die Cle veland'sche Adminiftnrtion verherrlicht und stellte dabei in Abrede, daß deren Tanfexperimente die Panik von 1893 Hütten heraufbeschwüren helfen. Shaw widerlegt sich aber mit diesem Argu ment selber. Er iftjbekanntlich zur Zeit dn zühefte Gegner der Tarifrevifton und eciprbcitütöpolitik, weil feine. Anficht nach dem GeschüftSleben da durch schwerer Schaden zugefügt werden würde.

C petation be AppendicitiS.

Ganz besondere.Aufmerkfamkeit wen den augenblicklich! die deutschen Aerzte der AppendicitiS zu, deren häufiges Auftreten alle. Welt in Schrecken jetzt und die in'sehr ivielen Füllen tödtlich verläuft. Die deutschen Aerzte theilen die Ansicht ihrer französischen Kollegen, daß die Behandlung der bezeichneten Krankheit, wie sie jetzt allgemein ange Nommenift,'auf falschen Boraussetzun. gen beruht. Die Angelegenheit kam jüngst in Berlin in einer EpezialBer. fammlung der medizinischen Gesellschaft zur Sprache, die'zu diesem Zwecke ein berufen wurde. An der Versammlung, die unter dem Vorsitze deS Dr. Bergmann abgehalten wurde, nahmen zahlreiche hervorra gende Aerzte und Mediziner theil. Alle kamen darin überein, daß die Dia gnose dieser Krankheit mit großen Schwierigkeiten verbunden sei. Pro feffor Orth erklärte, daß bei 10 Pro zent von den Füllen, die thm borge kommen seien, der Appendix eine ganz andere Gestalt gezeigt habe, als man nach der Diagnose erwartete, und bei weiteren 10 Prozent habe sich gar kein Appmdix gezeigt, und die Krankheit sei nur illusorisch gewesen. Er berich tete über sehr ernstliche Fälle, die er ohne operativen Eingriff kurirt habe. Im Gegensatz zu diesen AuSführun gen behauptete Professor Krause, daß die Krankheit zumeist in denjenigen Fällen tödtlich verlaufe, in denen von einer Operation Abstand genommen wurde. Dieses zeige sich besonders bei Kindern, von den 40 bis 50 Prozent zu sterben pflegten. Allgemein waren die Anwesenden der Anficht, daß daS häufige Auftreten der AppendicitiS eS wünschenöwerth mache, daß eine offi zlelle Statistik aufgestellt werde, da diese für die Aerzte von großem Nutzen sein werde. Prof. Blanchard. ein Helles Licht in der medizinischen Welt Frankreich'S, hat neuerdings eine Theorie aufgestellt, welche alle bisherigen Theorien über den Haufen wirft. Er behauptet nämlich, und wird dabei von Professor Mettchnikoff vom Pafteur Institut unterstützt, daß AppendicitiS zweifellos durch EingeweideWürmer verursacht werde. Letztere bestehen auS drei Sor ten, von denen diejenige, welche die hef tigen Schmerzen, sowie die Symptome veranlassen, welche die AppendicitiS an zeigen, am gefäbrlichften .ist. Mikro skopische Untersuchungen haben die beiden genannten Gelehrten von der Anwesenheit der Parasiten bei der AppendicitiS überzeugt. , AppendicitiS kommt besonders häufig bei hekßem Wetter vor, und wenn die Krankheit auch nicht ansteckend ist, so nimmt sie doch oft d?n Charakter einer Epidemie an. Die Gemüse Farmen, welcher sich in der Nähe größerer Städte befinden, werden mit Düngftoffen auf das Reichlichste versehen, welche zahl reiche Parafiten von Eingeweidewür mern enthalten und besonders die Eier des gefurchtsten trygocephalen Wurms, der die AppendicitiS charakterifirt. Der Professor meint nun. Opera tionen seien absolut unnöthig und fie sollten nur dann angewandt werden. wenn sich bei dem Patienten ein harter Gegenstand, etwa einen Kirschkern, im Blinddarm festgesetzt hat. Dabei hebt Herr Blanchard aber hervor, daß die AppendicitiS nicht nur durch daS Ver schlucken eines harten Gegenstandes der anlaßt wird, sondern daß die Krank heit meistens durch Parafiten verur sacht wird, die sich im Kohl, Blumen kohl, Rüben und anderen Gemüsen be finden. Die GrsWekulanten der New Yorker Wall Street treiben eS wieder einmal so toll, daß die Bank von Eng land zum Schutz englischer Finanzinte reffen und zur Verhinderung deS Gold abfluffeS nach den Bereinigten Staaten ihre DiScontorate auf 6 Prozent erhöht hat. Die Folge war wieder einmal ein weiterer bedenklicher Kurssturz in den letzten Tagen an den Aktienbörsen. Eins wenigstens hat Graf Boni Caftellane mit seinem verstorbenen Schwiegervater gemein, die Unver schümtheit. Er verlangt von seiner Gattin nicht bloß seine eigene lebenö längliche Versorgung, sondern auch die Versorgung seiner Gläubiger. So lange bei den GouldS noch etwas zu holen ist, greift er unverdrossen zu; genau so, wie der selige Jay eS mit bjn Leuten gemacht hat, die er für feine Beutezüge ausgewählt hatt.

Eine vieltausendköpfige Menge

Begrübt den Bannerträger Jennings Bryan Riesiger Enthusiasmus.

15-20,000 Zuhörer anwesend.

William Jennings Bryan.

Eine enorme Menschenmenge hatte sich gestern Abend bereits lange vor der festgesetzten Zeit eingefunden, um den Worten deS hervorragendsten Bürgers unserer Nation, dem Bannerträger der Demokratie. William Jennings, Bryan zu lauschen. Samuel M. Ralfton hielt die Eröfi nungSrede, und da sich der Zug. auf welchem Bryan anlangte, etwas ver spätet hatte, hielt Herr Frank Gavin. Congreß'Eandidat, eine kurzeAnsprache. welche er jedoch beendete, sobald Herr Bryan erschien. Ein Detachement Polizei bahnte den Weg durch die Menschenmenge, und elastischen Schrittes sprang Bryan die Stufen zur Rednertribüne empor. Man sah eö ihm nicht an, daß er de reitS eine harte TageSarbeit vollbrachte, indem er an anderen Stellen im Staate Reden hielt. Sobald das Volk seiner anfichtig wurde, durchbrauste ein Jubelruf die vieltausendköpfige Menge und die Rufe Bryan!" Bryan" durchschallten die Luft. Nach einigen einleitenden Worten, wurde Herr Bryan der Versammlung vorgestellt. Nachdem sich der Applaus, welcher ihn beim Betreten des Redner ftandeS begrüßte, etwas gelegt hatte, begann Herr Bryan seine Rede. Er bedauerte, daß er erst am Ende eines schweren TageS dem Publikum gegenübertreten könne, werde aber alles in seinen Kräften Stehende thun, die Zuhörer zu befriedigen. Unter Anspielung auf die bei seiner Vorstellung gebrauchten Schmeiche! worte, sagte er: ..Ich bin nicht eitel genug, das mir von meinen Freunden gespendete Lob so stillschweigend anzunehmen. Da ich die mir zugeschriebene Größe nur dem . n w rjc t tr. r. i . umnanoe zuiwreioe, oay im mim an demokratische Ideen hielt, und dann ging eS mir wie jenem Manne, der fich am Seile eines aufsteigenden Ballons festhielt: Ich wurde mit in die Höhe ge rissen. Ich bin demokratischen Ideen mehr verflichtet, wie diese mir verpflich tet find. Vor einiger Zeit hielt Senator Be veridge in meiner Heimathftadt, Lin coln .NebraSka" eine Rede, in welcher er mich als einen großen Träumer, Prüft denten Roosevelt aber als einen that kräftigen Mann bezeichnete. Eannon und andere, sogar Hanly haben diesem beigepflichtet. ES wird gesagt, daß daS Zeugniß Vieler die Wahrheit bestätigt und so muß dann die Aussage dieser Leute wohl wahr sein. Seither aber hab? ich nachgesehen, und ich finde dci ein Stelle in der eö heißt, der Trüu

der Demokratie, William im Ball Park.

Eine vorzügliche Rede. mer lebt für immer, der Arbeiter aber stirbt in einem Tage.. Ich finde in der Bibel das Beispiel eines Träumers, Joseph hieß er; er wurde von seinen Brüdern gefaßt, und zuletzt an Kauf leute verkauft. Finde dann aber, daß grade dieser Träumer seinen Brüdern später (?orn verkaufte. So haben auch die Demokraten geträumt, uns find jetzt bereit, Greifbares zu liefern. Vor 14 Jahren schon träumten die Demokraten den schönen Traum. Se natoren durch Volkswahl zu wühlen. und Resolutionen dieser Art wurden von diesen eingereicht, im 53. und 54. Congreffe. Die folgenden Congreffe waren republikanisch, und diese träum ten den schönen Traum nicht. Die Demokraten haben den schönen Traum ihrer Platform beigefügt und die De mokraten werden eS sein, die denselben auch noch einmal zur Durchführung bringen. AlS wir vor 12 Jahren den schönen Traum der Tarifreform hatten, da wurde derselbe von den Republikanern als ein Alpdrücken bezeichnet; immer hin hoffen die Republikaner doch noch denselben durch ihre Freunde zu refor miren. doch wird dieser Wunsch nach 100 Jahren noch ganz genau derselbe sein wie beute, wenn wir darauf war ten. Warum können denn nun die Republikaner den Tarif nicht refor miren? Weil die zum Campagnefond Beisteuernden dieses verhindern. Sa rifreform von republikanischer Seite erhalten wir, sobald alle Wucherer nach einem niedrigen Zinsfüße schreien, am nächsten Tage erhalten wir dann die Reform, und am Tage darauf wird der jüngste Tag sein. ES wurde uns zu Anfang gesagt, daß der Tarif unsere in den Kinder. schuhen stehenden Industrien zu schützen habe; nachdem aber diese Kinder so weit gediehen waren, daß fie allen anderen beuten die Zehen abtraten, da hieß eS. der Tarif sei auch sür (5 wachsene gut. und als dann auch DicseS nicht mehr ziehen wollte, dann wurde i ?S gesagt, daß der amerikanische Arbiter deS Schutzes bedürfe. Da wir aber für 8500,000,000 Waaren alljährlich ex portiren, scheint auch diese Erklärung nicht ganz richtig zu sein. Ich habe hier eine Uhr, die mir vor einiger Zeit geschenkt wurde. Dieselbe ist in Ame rika gemacht und wurde in England für 7 verkauft; hier kostet diese Uhr aber $10. Amerikanische Eisenbahn schienen kosten ta Mexiko 58 die Tonne weniger, wie hier in unserem eigenen Lande, dank dem Tarif, . Doch find die Augen der Republik ner jetzt schon mehr für Tarifreform

Ebenso wie der Theekessel die Idee zu einer Dampfmaschine gab, so war der gewöhnliche Soda Cracker" einfach der erste Schritt zur Entwickelung der vollkommenen Weltspeise Uneeda Biscuit. Eine Speise welche den beschäftigten Menschen mehr Geisteskraft und Muskel giebt welche dem Kinde eben solche Nahrung giebt wodurch es zu einer starken Natur heranwächst welche selbst dem Kranken solche Verpflegung giebt wodurch er Kräfte und die beste Gesundheit wiedererlangt.

A in einem

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feuchtigkeitdichten Packet.

NATIONAL BISCUIT COMPANY

geöffnet. In Iowa sagte man vor eini ger Zeit den Farmern, daß der Tarif auf Wolle gesetzt wurde, um fie zu schützen. Alle applaudirten, und applaudtr ten auch, als ihnen derselbe Redner sagte, daß man auf Wollenzeug gleich falls Tarif legte, um feie Farmer zu schützen. Beschützt wurden fie, aber ähnlich wie jene Farbige, die fich zuerst in Be Handlung eines Negerdoktors begab, als fie aber immer schlechter wurde, einen weißen Arzt holen ließ. Der Arzt fühlte den PulS, nahm die Tem peratu? der Kranken, und fragte dann. ob auch der Negerdoktor den Puls und die Temperatur genommen habe, worauf die Farbige antwortete, das könne fie nicht sagen, da fie noch nicht nachge sehen, ihre Uhr aber habe fie schon ver Mißt. Die Armee der Tarifreformer wächst täglich. Beveridge, der Holz auf die Freilifte zu setzen empfahl, hat daS- be merkt, FairbankS aber noch nicht. Dies ist aber durchaus nicht wunderbar, denn FairbankS ist bedeutend länger wie Beveridge, und dem nimmtS natür lich mehr Zeit in Anspruch, ehe er sein Ohr auf den Boden legen kann, die Fußtritte der großen Armee der Tarif reformer zu hören. Wie ftetS mit der Truftfrage? Roosevelt ließ erst gegen die Trusts EinhaltSdefehle erwirken,, und als die feS nichts half, da wurden dieselben vor Gericht gebracht, und um 65000 bestraft. WaS ist aber eine solche Geld, strafe für ein solches Geschäft, welches während der Zeit deS ZeugenverhöreS 8100.000 verdient. Auch diese Idee wurde von Demokraten schon lange vor her geträumt, und Roosevelt trat nur in die Fußtapfen der Demokraten, ohne dieselben zu füllen, denn diese hatten den Trusts Gefängniß zugedacht. Mit dem Versprechen gehlS ähnlich so wie jenem Farbigen, der als Schei dungsgrund gegen seine Frau Verschwendunz vorbrachte. Einmal will fie Kl haben, am nächsten Tag iftS ein halber Dollar, dann find 75c und so gehtS Tag aus. Tag ein sagte er dem Richter, der aufmerksam zugehört hatte. Ja. sagt der Richter zuletzt, was thut fie denn mit all dem Gelde? DaS kann ich auch nicht sagen, entgegnete der Ne ger, bis jetzt habe ich ihr noch keinS geZ geben." Schon mehrere Male war Herr Bryan durch Beifall unterbrochen, so auch hier. h Nachdem fich der Beifallssturm etwas gelegt, ging er auf das Thema der Preisregulation, wie dieselben von den Trusts geübt wird über. ..Kein Mann ist gut genug, um die Preise der zum Leben nothwendigen Waaren festzusetzen" sagte Herr Bryan. und diese Sache regultren zu wollen, ist lächerlich. Grade sogut könnte man auch daS Geschüft der Einbrecher da durch reguliren, daß man nur zwei der selben in einer Stadt dulde, und diese verpflichte nur die Hälfte der ihnen in'S Auge fallenden Sachen zu stehlen. Die Geböte sagen: Du sollst nicht stehlen! Die Republikaner aber setzen noch hinzu, nicht im Kleinen." Die Truftfrage beleuchtete Hr. Bryan durch einen Ausspruch von John Rocke feller jun., der den AuSspruch that, daß schöne Rosen nur dadura) erzielt wer den könnten, daß man 100 Blüthen ab schneide, und dann eine fich voll ent wickeln lasse. .Mir find 100 kleine Rosen, die in 100 kleinen Heimen

staubfreien

Freude machen, lieber, wie eine große Rose, die nur in einem einzigen großen Palafte blüht." Auch auf die während früherer Wahlen angewandte Methode der Fabrik befitzer, ihren Arbeitern vor der Wahl zu sagen, im Falle die Republikaner morgen siegen, setzen wir übermorgen daS Geschüft fort, sonst nicht, lenkte Herr Bryan die Aufmerksamkeit, indem er sagte: Fast schein eS, als ob daS Gebet: Gieb uns heute unser täglich Brot, welches wir an unseren Herrgott zu richten gewohnt find, von jetzt ab an die Trusts zu richten sei." Anch die Raten Regulation. wie Präsident Roosevelt dieselbe durchzu führen gedenkt, sei schon vor zehn Iah ren von den Demokraten geträumt. Die selbe wurde Ttllman von Süd Caro lina übergeben, damit dieser dieselbe einreiche und auf solche Weise Vorur theil gegen dieselbe erzeugt werde, sagte Bryan: Ueber die Eolonialpolitik. sowie auch über die Durchschnitts'Schulbildung der Filipinos in den größeren Städten sprach fich der Redner in lobender Weise aus und erwähnte zugleich, daß die selben auch Drang zum Lernen be fitzen. Mit den $500,000,000, welche uns die PhilippinenSache kostete, hätten wir eine Eisenbahn von New Pork nach San Francisco bauen können, und dann wäre die Ratenangelegenheit mit einem Male erledigt gewesen." Zum Schlüsse sagte Herr Bryan; In allen guten Sachen waren es stet die Demokraten die den Präsidenten Roosevelt unterstützten, deshalb wählt Demokraten in den Kongreß. Ich sehe das Metae tekel upharsin an der Wand, und wenn mich die Re publikaner fragen, dann werde ich es ihnen deuten. Die republikanische Par tet ist nach 10 Jahre langem Vollbesitze aller Macht schwächer wie fie je vorher gewesen ist. So schnell haben die An sichten fich geändert, daß Männer, die vor einigen Jahren als radikal der schrien wurden, jetzt Eonservativ ge nannt werden. Uneinigkeit herrscht in den Reihen der Republikaner. Roosevelt würde FairbankS nie zum Vice'Präfidenten vorschlagen, und Fair bankS wird nie beschuldigt werden, dem Präsidenten einen dritten Termin auf gezwungen zu haben. In anderen Ländern greifen die Leute zum Dynamit, um Joche abzu schütteln; hier haben wir die Stimm zettel. So helft denn Alle, demokra tische Congreßadgeordnete zu erwählen, und erwählt das demokratische StaatsTicket in der kommenden Wahl.H. G. Sponstl ...Backerei... Zwetsche- Apfel - Kuchen. 1030 Süd Saft Str. Dutter ftiat ioc chter Pumpern itk Feinfte Roggenbrod Malzbrod Kartrjtsnb und Eowvdia Grocery . Neuer eievhon Ml.