Indiana Tribüne, Volume 30, Number 50, Indianapolis, Marion County, 20 October 1906 — Page 4
. Jnvlan Tribüne, . Oktober 1906.
Jndiana Tribüne. Heraulgegldkn von Ux utdrg Indianapolis, Ind. Harry 0. Thudmm .... PrSfideut. Geschäfts loca l: Ro, 31 Süd Delaware Straße. TELflPHONE
K tTd t the Pott Office ot Indianapolis aa econd diii matter. Rebellionshäupter und ihre Frauen. Die jetzt in New York im Alter von achtzig Jahren und fünf Monaten ge ftordene Wittwe des RedeUenprüfiden. ten Jefferfon DaviS war dessen zweite Frau. Die erste war eine Tochter des braven Generals Zachary Taylor, der, obgleich aus dem Stiden stimmend, während seiner kurzen, so bald durch den Tod im Juli 1850 beendeten Prä ftdentschaft den Anmaßungen der Sklavenhalter so l mannhaft entgegentrat, und der, wenn er den dreizehn Jahre darauf erfolgten AuSbruch der großen ebellion deS Südens erlebt Hütte, sie ohne Zweifel entschieden bekämpft ha den würde. Als junger Wittwer beirathete Jefferfon DaviS als zweite Frau Fräulein Barina Howell. die Tochter eines wohlhabenden Pflanzers in Mifffifftppi, eine auch in einer höheren Töchterschule im Norden ausgebildete Dame. Sie billigte die BerschwörungSthütigkelt, die ihr Satte als Bundessenator von Mis. ftssippi trieb, nicht; aber al oer große Schlag, der ihn zum Präsidenten deS rebellirenden Südens machte, gefallen war. theilte sie treu mit ihm nid t nur den anfänglichen Glanz, sondern auch den Zusammenbruch. Ihre Wittwen jähre verbrachte sie jedoch nicht auf ih rem Anwesen im Süden, sondern im Norden, meist in New York. IHt gewandter Feder vertheidigte sie da in Zeitschriften das Andenken ihres Man neS. Bor zwei Jahren bestand sie einen heißen Federkampf mit General MileS; sie beschuldigte ihn, daß er ihren Gat ten, als dieser nach dem Bürgerkrieg Gefangener in Fort Msnroe war, als Befehlshaber des Forts grausam in Ketten warf. MileS dagegen machte geltend, daß er nur auf wenige tun. den dem Gefangenen einelKette anlegen ließ, um ihn, während Handwerker in seinem Gefängniß zu thun hatten, an einem Fluchtversuch zu verhindern. Bon den sechs Kindern der Frau DaviS überlebt nur eines, Frau HayeS von Colorado, die Mutter; auch hinterläßt diese einige Enkel. Beim Tode dieser Wittwe denken wir unwillkürlich an die schonZ vor Jahren gestorbene Gattin deS großen Nebellen feldherrn Noberl Edward Lee. Sie, eine geborene Mary Nandolph Cuftis. war ja die leibhaftige Urenkelin der Gattin George Washington'S, und ihr braver Bater George Washington Par ker CuftiS war! von seinem herrlichen Stiefgroßvater George Washington stets mit größter großväterlicher Liebe behandelt worden. Durch diese Erin nerungen hätten Frau Lee und ihr Gatte stets zur Treue gegen die Union gemahmt werden sollen. In der That leistete Lee als Generalftaböchef im me xikanischen Krieg durch glänzende Feld zugSleitung große Dienste für die Union; und er gab sich später alle Mühe, die Nebellion deS Südens zu verhindern. Als aber sein Staat Bir ginien sich dem Nebellenbunde an schloß, führte ihn die Staatenrechtelei w'S Nebellenlager und er wurde im Feld der furchtbarste Feind der Union. Muthig ertrug Frau iLee die gewalti gen Schicksalswechsel im Leben ihres ManneSjundiwar auch mit der Schul meiste rftelle zufrieden, bt er nach dem Sturz deößNebellenbundeS zu Lering ton in 'Birginien einnahm. Dort ist sie im Jahre 1873, drei Jahre nach ih rem Manne'geftorben. Daß die Union ihr herrliches, von den Cuftis ererbte Gut Arlingtonibei Washington confiS zirte, fandFrau Lee mit Recht ganz natürlich; und seither ist aus Arling ton ein schöner nationaler Soldaten frtedhof geworden. Gleich den Nebellen -Beteranen hat Präsident Noosevelt seine und seiner Frau Trauer um Frau DaviS kundge than, was sehrZzartfühlend von ihm ist.
Ver Heilige Krieg", den die Mauren und Berber.Stämme im süd lichen Marokko gegen Frankreich begonnen haben, wird wahrscheinlich dazu führen, daß sich die französische Nepu. bitt endgültig in jenem Sultanat fest. setzt.
Der Standpunkt des Oel-TruftS.
Die fünf Männer, in deren Hän den sich die Aktien der Stanvard Oil Company und eines Dutzend anderer Korporationen befinden, haben das Recht, mit ihrem Eigenthum zu machen, was ihnen beliebt. Keine Macht im Lande ist befugt, ihnen die Konsolidi rung ihrer Unternehmungen zu ver bieten und sie brauchen sich für daö, was sie gethan haben, gar nicht zu ent schuldigen. Die Einmischung der durch eine rabiate und verleumderische Presse aufgehetzten gesetzgebenden Körper, schaften in die geschäftlichen Angelegen, heiten der Bürger wird nachgerade UN träglich." So erkürte gestern in dem in ffind lay, O., stattfindenden Prozeß gegen den der Verschwörung angeklagten Oel.OctopuS der Hauptanwalt des selben. Eynischer hat selbst dieser mächtigste und frechste Naubtiuft dem Volke nie zuvor seine Verachtung bezeigt. In die Enge getrieben, haben Rockefeller, RogerS und Konsorten die letzte MaSke abgeworfen und beanspruchen die Ver nichtung jeglicher Konkurrenz und die Ausplünderung der Massen als ihr un veräußerliches Recht, das ihnen von keiner Legislatur beschränkt werden darf. Sie anerkennen keine Staatöge walt, die ihnen hemmend in den Weg tritt, und stellen sich auf den StandPunkt des Sonnenkönigs von Frank reich, der da sagte : Der Staat, das bin ich!- Und jeder Truftmagnat im Lande klatscht ihnen Beifall. In Nusz'and scheinen sich wieder schlimme Dmge vorzubereiten. Die brutalsten Kosaken werden in die civil.firteften Gegenden des Zarenreiches ge. schickt. Nach wie vor scheinen die Bereinig, ten Staaten eine große Anziehungkraft auf europäische Komponisten aus zuüben. Unmittelbar nach Leoncavallo ist ist auch Saint.Saenö in New York eingetroffen: Hoffentlich nehmen sie bessere Eindrücke von hier mit fort, als MaScagni. Es ist ganz in der Ordnung, dah Parteien regieren, sagt SchatzamtSsekre tür Shaw. Parteien und nicht Per sonen sind für die Politik eines Landes verantwortlich. Ein Ersatz für die Pzrteiregierung wäre weit schlimmer, als eine solche, und in einer Republik gar nicht denkbar. Unlängst erst suchten französische Zeitungen nachzuweisen, daß Untersee Boote da beste BertheidigungSmittel von Häfen gegen die Angriffe feind licher Kriegsschiffe seien. Der Unter, gang deS französischen submarine BooteS .Lutin" an der Küste von Tu. nlS läßt aber erkennen, was für unzu, reichende BertheidigungSMittel diese UnterseeBoote noch immer find. Euglands berühmter Irrenarzt, Dr. ForbeS WinSlow, behauptet, die Zeit sei nicht mehr fern, da eS mehr verrückte als geistig gesunde Menschen in der Welt g-ben erde. Dr WinS low Urtheilt offenbar nach englischen Verhältnissen, und da mag seine Bor aussage eintreffen. Er erzählt der Welt auch nichts Neues, denn schon vor Jahren hat ein anderer berühmter Mann gesagt, England werde von fünfundzwanzig Millionen Menschen bewohnt, meistens Narren. Seitdem find aus den Narren jedenfalls nicht Vernünftige geworden. Offiziell wird uns vorgerechnet. daß sich in diesem Jahre der Geldbe trag außerhalb der Banken auf 65 Pro zent der gesammten Geldzirkulation der Bereinigten Staaten oder auf 20 Dol larö und 80 EentS pro Kopf der Be völkerung beläuft, während eS vor zwei Jahren nur 13 Dollars und 90 EentS gewesen seien. Diese pro Kopf Be rechnungen find der reine Schwindel. Man ziehe einmal die Niesensummen der paar Hundert Multimillionäre ab und sehe dann zu, was für die Masse Derer bleibt, bei denen eS von der Hand zum Munde reicht, bei Vielen auch das nicht einmal. T e r r e Haute. Der 22 Jahre alte Oscar Decker wurde am Mittwoch Nachmittag in der New Summit Grube bei Linton durch auf ihn einstürzenden Kohlenschiefer im Gewichte von drei Tonnen erdrückt. Nachdem ihn der Unfall betroffen, lebte Decker nur noch ganz kurze Zeit. Er hinterläßt Frau und Kind.
Zlschärzte. Sin wen, v-kanntcr ruf, der stch gut bezahlt. Es ist allgemein bekannt, daß die Thierärzte auch an Elephanten oder Raubthieren der Menagerien ihre Kunst ausüben. Dagegen werden es wohl nur wenig Leute wissen, daß es besonderc Fischärzte gibt. jN der That ist aber in allen großen Aquarien ein Arzt mit einem sehr hohen Gehalt angestellt, der, um zu diesem beneideten Posten zu gelangen, über die Kranlheiten der Fische und ihre Entstehung besondere Studien Hut machen müssen. Die Fische sterben nämlich nicht nur, wie man glauben sollte, an Altersschwäche oder weil sie gefangen werden: sie haben vielmehr ganz besondere Leiden, wie alle Thicte. Einzelne Bcwohrier der Aquarien gehören sehr seltenen Arten an, die aus fernen Meeren oder Flüssen stammen, und die man nur mit großen Kosten und tausend Schwierigleiten hat beschaffen können. Ihr Preis ist infolgedessen ein sehr hoher, und die Besitzer der Aquarien thun alles, um sie so lange als möglich zu erhalten. Die großen Etablissements haben daher sämmtlich Spezialräume, die füi die kranken Fische bestimmt sind, und das Lazareth darstellen. Hier befinden sich getrennte Bassins, in denen die Fische beobachtet werden, Vorräthe an verschiedenen Medikamenten, Operationstische. äußerst komplizirte chirurgische Instrumente, kurz, ein ganzes Arsenal für Chirurgie und Medizin. Sobald der Fischarzt bei seinem täglichen Besuche bemerkt, daß eines der Thiere krank zu sein scheint, holt er es sofort mit einem Netz heraus und setzt es in ein getrenntes Bassin, denn fast alle Krankheiten der Fische sind ansteckend, und man muß den Patienten entfernen, bevor seine Gefährten jene gefährlichen Keime in sich aufgenommen haben. Eine der gewöhnlichsten Krankheiten bei den Fischen ist ein Geschwür auf dem Kopfe; man kann es leicht aufstechen über ausbrennen. Aber meistens versucht man eine andere Behandlung, die wahre Wunder wirkt. Man versetzt nämlich die Salzwasserfische in Süßwafser und die Süßwasserfische in Salzwafser. Das Geschwür vertrocknet und verschwindet, und diese LuftVeränderung" heilt die Fische in den meisten Fällen. Bei den großen Meerschildkröten, die die schönsten Schuppen liefern, kommen hornartige Auswüchse am Halse vo?. die ihnen große Schmerzen bereiten, und diese Auswüchse erfordern eine regelrechte Operation. Mit einer Art Lanzette trennt der Arzt die Ränder des Gschwüres los, das dann mit Zangen herausgezogen wird. Zuweilen ist die Mitwirkung von mehreren Personen von nöthen, um der Schildkröte diesen Auswuchs zu entfernen. Manchmal kommt es auch, vor, daß werthvolle kleine Seeschlangen sich die Haut geritzt haben, weil sie sich in die
Röhre drängten, die das Wasser in das Bassin leitet. Man pfropft ihnen sofort die Haut eines Aales auf. die in den meisten Fällen vorzüglich anheilt. Die schönen erotischen Salamander, die sich den Schwanz oder einen Fuß brechen, werden genau so behandelt wie die Menschen, wenn sie ein gebrochenes Glied haben. Man legt dem Tm'er Binden und Gipsverbände an, und der Bruch heilt dann sehr leicht. Alle diese Thiere, selbst die scheuesten Fische, lassen sich gern pflegen und scheinen die guten Absichten ihres Arztes zu ahnen. Die gelbe Kugel. Ein eigenartiges System benutzt die Automobile Association" in England behufs Verständigung ihrer Mitglieder während der Fahrt. Die Gesellschaft besitzt in ganz England Depots auf den Hauptverkehrsstraßen und gibt den vorbeifahrenden Mitgliedern Zeichen mittelst einer gelben Kugel auf einer Fahnenstange. Wenn die gelbe Kugel sich oben auf der Stange befindet, dann bleibt jedes Mitglied bei dem betreffenden Depot stehen, da der dieses leitende Angestellte für irgend ein Mitglied der Gesellschaft, dessen Vorbeikommen erwartet wird, irgend eine telegraphisch angelangte Botschaft hat. Befindet sich dagegen die gelbe Kugel unten an den Stange, dann kann jedes Mitglied, ohne zu halten, seine Fahrt fortsetzen. Dieses System ermöglicht es Geschäftsleuten, die am Ende der Woche ihr Geschäft verlassen, um einen Ausflug zu unternehmen, mit ihren Bureaux in steter Verbindung zu bleiben. Vor ihrer Abfahrt haben sie zu diesem Zwecke der Gesellschaft nur die gewählte Route und die ungefähre Zeit ihres Passirens bekanntzugeben. Trifft nun nach ihrer Abreise irgend eine wichtige Nachricht ein. so wird sie an die betreffende Station der Gesellschaft telegraphirt. der Stationsleiter zieht die gelbe Kugel auf und jedes vorbeifahrende Mitglied verlangsamt sein Tempo, ruft seinen Namen und hält an, falls die Botschaft für ihn bestimmt ist. Auf diese Weise kann der Automobilist selbst Hunderte von Meilen entfernt mit seinem Geschäfte in Verbindung bleiben. Gegen 12,600.000Cant a l o u p e s wurden in der letzten Saison von dem berühmten Rocky Ford-Distrikt in Colorado versandt. Die enorme Quantität wurde in 700 Waggons. 108 mehr als im Vorjahre. nanspornrl. i
ZZhne und Charakter.
Zahl. Gr s;e. EteUung der Zähne und w sie offenbar?. Auch nach den Zähnen eines Menschen soll sich dessen Charakter beurtheilen lassen. Die Zahl der Zähne, ihre Größe, Stellung. Form und Veschaffenheit, sowie die Art, wie sie gezeigt werden, all das läßt einen Schluß auf den Besitzer zu. Der Mensch, der beim Lächeln leicht die Lippen öffnet, so daß er fast alle Zähne des Obrtieftrs sehen läßt, ist von offener, angeüehmer, ö&n fiiger Gemüthsart. Wer dagegen beim Lachen die Lippen zusammenzieht und gleichsam seine Zähne zu verbergen sucht, ist nicht vertrauenswürdig. Wenn jemand seine Zähne ohne jedeUrsach? zeigt, ist er ein Dummkopf. Wer zu viele Zähne hat, ist sch.vach und leicht zu leiten; eine Frau mit zu vielen Zähnen ist langweilig und geschwätzig. Wer einer vierten großen Backzahn besitzt, soll verbrecherisch veranlagt sein. Auffällige Unregelmäßigkeiten der obercn Zähne sind besonders bei Frauen nicht angenchm, auch abgesehen davon, daß sie unbequem sind oder entstellen. Sie deuten auf einen Charakter, dem e? an moralischem Gleichgewicht fehlt. Ein russischer Kriminalist fand, daß 40 Prozent der von ihm untersuchten Mörderinnen Abnormitäten der oberen Zähne hatten, desgleichen 58 Prozent der Diebinnen. Meistens sind die oberen Zähne der Verbrecher sehr unregelmäßig in der Größe und Länge, im Gegensatz zu den unteren Zähnen, die fast immer von gleicher Höhe sind. Bei der zänkischen Frau treten die ob:ren Zähne weit über die unteren hervor. in der Regel sind solche Frauen auch rachsüchtig und hinterlistig. Kleine, weiße, sehr eng aneinander sitzende Zähne, die wie Maiskörner geformt sind, deuten auf einen gemeinen, gehässigen Charakter. Einen ähnlichen Charakter haben die Leute, deren Augenzähne vom Zahnfleisch bis zur Spitze schmal sind und etwas hervorragen. Wenn der Augenzahn tief eingebettet liegt, so deutet das auf ungewöhnliche Hartnäckigkeit hin; überhaupt ist der Augenzahn ein guter Charakterzahn." It er nahe am Gaumen breit und spitzt sich schnell zum. Ende zu. io kann man einem Menschen mit solchen Augenzähnen blindlings vertrauen. Das Uekergewicht der oberen Augenzähne über die unteren deutet auf eine nachdenkliche Gemüthsart und hohe geistige Fähigkeiten hin. Wenn die beiden Vorderzähue des Ofertfefttl größer als die anderen sind, so hat der Betreffende literariscbe Veranlagung; ragen sie aber über die Zähne des Unterkiefers hervor, so deutet das auf eine gute Urtheilskraft. Ist der Zahnschmelz dick und gelblich, so sind Essen. Trinken, Rauchen u. s. w. die herrschenden Faktoren des Lebens, dagegen weisen blauweiße Zähne auf ein künstlerisches Temperament und verfeinerte Neigungen hin. Die Töchter des Schmugglers. Zwei Schweizer Mädchen Namens Vachero, im Alter von 17 und 19 Jahren, haben eine verwegene Schmuggelei ausgeführt. Sie gehören einer Familie an, deren Vorfahren schon Schmuggler gewesen sind; das Feld ihrer Thätigkeit waren die Berge, wo die Grenzen der Schweiz von Italien und Oesterreich nahe an das Stilfser Joch kommen. An Stelle des Vaters, der an den Folgen eines Gewehrschusses durch den Ellenbogen, den er bei einem Unfälle" erhalten hatte, litt, hatten die Mädchen die gefährliche Aufgabe übernommen, einen Sack Tabak über die Schweizer Grenze nach Italien zu schmuggeln. In der Nähe der Höhe des Passes wurden sie jedoch von zwei Zollbeamten überrascht. Während nun das ältere Mädchen schleunigst den Weg fortsetzte, hieli das jüngere von einer geschützten Stelle aus die Wächter mit Gewehrschüssen zurück. Die Männer antworteten, und sie beschossen sich gegenseitig so lange, bis die ältere Schwester mit dem Tabak einen Vorsprung von einer halben Stunde ge Wonnen hatte. Dann verschwand die jüngere Schwester plötzlich und kehrte auf Umweqen über die Berge, auf denen sie jeden Pfad kennt, nach Hause zurück. Kognak alö Ekrcnkräukung. Ein Wirth im Hanndverschen hatte in Gegenwart mehrerer anderer Gäste einem Hofpächter dreimal statt des bestellten Selters- und Sodawassers ein Glas Selterswasser mit Kognak verabreicht, obwohl ihm bekannt war, daß der Gast früher stark dem Trunke ergeben, aber seit fast zehn Jahren Abstinent war. Schon nach dem zweiten Glase empfand der Gast starke Kopf'chmerzen und Magenbeschwerden. Letz:e:e haben bei ihm 14 Tage hindurch angehalten. Das Sch. 'fengerit zu Darum erblickte in den B?' werden, die nach ärztlichem Gutach.. : auf den ungewohnten Alkoolgenuß zurückzuführen wären, eh.: Schädigung der Gesundheit, verursacht durch schuldHaftes, fahrlässiges Verhalten, und verurtheilte den Wirth wegen fahrlässiger Körperverletzung zu 20 Mark Geldstrafe. Das Landegericht Werden hob die Bestrafung auf, erblickte aber in der Verabreichung des alkoholhaltigen Getränkes eine ehrenkränkende Kundgebung. die es ebenfalls mit 20 Mark Strafe ahndete. Nach 25 Jahren ist dieser Tage einer Frau in Brockton. Mass.. eine Rechnung für eine Woche Kost und Logis bezahlt worden.
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!vhhiv: uimiuuucu zu Dlöster im alten Egypten. Sintrngliche Judustricn der griechische Tim-pcl-Vielseiige ngefteUte. Die Vorläufer der christlichen Klöster mit ihrer vielseitigen und einträglichen Klosierindustrie sind die griechischen Tempel in Egypten. Freilich niaj! jene Tempel, die sich in erhabener Bergeinsamkeit fern von den Städten erhoben und nur selten im Jahre von frommen Festpilgern aufgesucht wurden. die ihr bescheidenes Scherflein in den Opferstock warfen, sondern die vielbesuchten Heiligthümer, die oft im Jahre viele Tausend: von Besuchern um sich versammelten, welche ihre oft weite Pilgerfahrt durch ein mehrtäi ges fröhliches Götterfest abzuschließen gedachten. Für die Aufnahme der Fremden war da gut gesorgt. Den Tempel umgab eine ganze Stadt von Buden und Baulichkeiten aller Art. Da waren die Wohnungen für die Priesterschaft, die Herbergen für die Pilger, ferner eine ganze Anzahl Läden. die an dieser bevorzugten Geschäftslage sehr gesucht waren. Schließlich besaßen die meisten Tempel Egyptens eine ganze Reihe von gemerklichen Anlagen und Fabriken, deren Gebäude meist auch dicht beim Tempel lagen. Darunter sind zu nennen Anlagen, die öffentlichen Zwecken dienten, wie Badeanstalten, durch deren Betrieb mancher Tempel viel Geld ver diente, und Fabriken, die hauptsächlich den Bedarf d?s Tempelhaushalts decken sollten, wie Oelfabriken. Mühlen, Brotbäckereien und Bierbrauereien. Die Herstellung von Oel war staatliches Monopol in Egypten. Da aber die Tempel für die Lampen, für das Salben der Marmorstatuen, für die Rationen an Nahrungsmitteln, die sie ihren zahlreichen Priestern als einen Theil ihres Gehalts lieferten, einen großen Bedarf an Oel hatten, besaßen sie das Recht der Oelfabrikation, doch war ihnen der Handel mit Oel verboten. Auch die Tempelbäckereien dienten hauptsächlich dem Bedarf des TempelHaushalts, und schon im alten egyptischen Reich hatte jeder festangestellte Priester im Tempel von Sint das Anrecht auf einen Krug Bier täglich, was eine jährliche Bierlieferung von mehrern tausend Krügen Bier bedeutete. Und auch in der griechischen Periode ist das egyptische Gersienbier (Zythos) stets ein sehr beliebtes Genußmittel gewesen. So wird die Anlage einer Klosterbrauerei schon damals ein lohnendes Unternehmen gewesen sein; freilich fehlte in dem klassischen Lande der raffinirt erdachten Steuern auch die Biersteuer nicht. Zahlreiche Tempel kleideten ihre Angestellten selbst, da sie Fabriken von Leinen- und Byssosstoffen, mit denen Webereien und Walkereien verbunden waren, unterhielten. Ja. der Soknopaiostempel bildete sich auf die Güte seiner Byssosstoffe so viel ein, daß er einmal bei Gelegenheit einer LandesVersammlung für die Apotheose des Apis anstatt Baargeld lieber zehn Yards Byssosstoff beisteuerte. Auch Gemüsebau, Fischerei. Malerei trieben die Angestellten der Tempel, und wie die vielseitigen Mönche des Mittelalters versuchten sie sich auch als Steinmetzen. Ziegelstreicher und Bildhauer. Zeitungslescn als Medizin. Es klingt zwar etwas absonderlich, aber es ist trotzdem wahr, daß in England das Zeitunglesen als vorbeugendes Mittel gegen geistige Erschöpfung von einem hervorragenden Manne empfohlen worden ist. Der Freund der Presse, oem die Zeitungen dies Kompliment verdanken, ist der Vorsitzende der Vereinigung der Sanitätsinspektoren," Sir James Crichton Brown. Da Zeitunglesen," führt er aus. ist eines der Bollwerke zur Erhaltung unserer Gesundheit in der gegenwärtigen
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