Indiana Tribüne, Volume 30, Number 46, Indianapolis, Marion County, 16 October 1906 — Page 4
Jndtan Tribüne, 1. Oktober 1906.
Indiana Tribüne. Hnaugtde von dn ntraftcta Es. Indianapolis, Ind. Hany O.THndmm .... Präfidttt.
VeschäftSlocal: 9to, 31 Süd Delaware Straße. TELflPHONE S. Ared at the Pott Office ot Indianapolis a second clan matter. US der Bundeshauptstadt. Der Präsident hat in den letzten Ta. gen wiederholt mit seinem Kabinett über die nächsten Schritte in dem geplanten Vorgehen gegen daö Standard Oil Monopol konferirt. doch ist man darüber aus verschiedenen Gründen noch zu keinem Schlüsse gelangt. Offenbar wartet Herr Roosevelt die Rück, kehr TaftS ab, bevor man sich für einen bestimmten Kur entschließt. Generalanwalt Moody ist in Bezug auf die gegen die Standard Oil Co. vorzunehmenden Maßregeln sehr vor. fichtig, fast zögernd vorgegangen. Er befürchtet ein Fiasko. Der General, anmalt weiß sehr wohl, daß die Standard Oil Co. über die gewiegtesten Ad vokaten im ganzen Lande verfügt, welche den geringsten Fehlschritt mit aller Pfiffigkeit ausbeuten werden. ES ist überhaupt nicht leicht, dieser Korpora tion beizukommen, bei deren Organisa tion die besten juristischen Köpfe mitge wirkt haben. Was die Standard Oil Co. gethan hat, ist unter Beobachtung aller gesetzlichen Formalitäten geschehen und dem JuftizDepartement wird eS schwer genug fallen, dem Oeltruft etwaS am Zeuge zu flicken. Staatssekretär Root ist als einer der tüchtigsten KorporationSanwälte dekannt. ES giebt wenige, die eine gleiche Erfahrung in solchen Angelegenheiten besitzen, wie er. Deshalb hat der Prä fident gewünscht, daß er sein Urtheil über die Vorschlüge, welche Generalan walt Moody zu machen hat, abgeben möge. Sekretär Bonaparte wurde we sentlich auS dem Grunde zugezogen, daß er die Pläne, welche jetzt vereinbart werden muffen, auszuführen haben wird, wenn er im Dezember das Justiz Portefeuille übernimmt. Um ganz sicher zu gehen, wünscht der Präsident ferner die Ansichten deö Herrn Taft zu hören, und deshalb wird dessen Rück reise von Havana beschleunigt, und Se kretär Taft wird am Dienstag heute zurück sein. ES ist vorauSzuse hen, daß dann die Entscheidung übn die Schritte, welche gethan werden sol len, erfolgen wird. Die Frage der Nachfolgeschaft für den Bundeöober richter Brown ward ebenfalls in der Konferenz berührt, aber auch in Bezug auf diese wird Herr Taft zu Rathe ge zogen werden. Die Sache drängt, weil sich schon unmittelsar nach dem Zufammentritt deS BundeSobergerichtS herausgestellt hat, daß viele wichtige Fälle verschoben werden müssen, bis die Vakanz besetzt ist. ES scheint, wie das häufig in der jüngsten Vergangenheit der Fall war, in Bezug auf maßge. bende Punkte eine Stimmengleichheit unter den acht Richtern zu herrschen, und der neue Richter dürfte mehrfach die entscheidende Stimme haben. Eine eigenartige Situation ist in den diplomatischen Beziehungen der Ver. Staaten und der Türkei dadurch einge treten, daß der bisherige amerikanische Gesandte John G. A. Leishman in Konftantinopel den Rang eines Bot schafters erhalten hat, während der hie fige türkische Gesandte nach wie vor ein facher Gesandter geblieben ist. Die ist ungewöhnlich, da in der Regel eine Rangerhöhung der diplomatischen Per. tretung nach vorhergegangener Ab machung zwischen zwei Ländern in bei den gleichmüßig zu erfolgen pflegt. Allerdings ift Herr Leishman ohne sol che Bedingung zum Botschafter beför dert worden, weil der Präsident wie der Senat der' Anficht waren, er könne so seine Obliegenheiten in wirkungsvolle ttt Weise erfüllen. Ob nun der Sul tan die geschaffene Situation durch Rangerhöhung deö bisherigen Gesand' in'S Gleichgewicht bringen oder sie völlig außer Acht lasten wird, das ruht im dunkeln Schoß der Zukunft. Die Nachrichten aus verschiedenen Theilen Cuba'S lasten sich kurz dahin zusammenfaffen: DaS Land ist ruhig; nur die Leute machen Spektakel. Die Regierung von Island hat beschlossen, ewe Eisenbahn von 45 Meilen Länge von Reykjavik aus zu bauen.
Esf und Zenor. Das demokratische National - Comite greift ein.
Allem Anschein nach wird das demo kratische NationalCongreßcomite jetzt sehr bald Schritte zur Beseitigung des Kampfes zwischen W. E. Cox und W. T. Zenor im New Albany Diftikt thun. JaS. GriggS, der Vorsitzer des Co miteö, wird wahrscheinlich zu diesem Zwecke selbst nach New Albany reisen. Die Versuche zur Beilegung der Sache, die Vorsitzer I. L. Loyd vom weft. lichen Distrikt des Comites gethan hat. find freilich kläglich gescheitert. Zenor hat sich den Cox'schen Friedensversuchen gegenüber bisher sehr hartnäckig ge zeigt. Ei geriebener Schwindler. Ein Fremder kam gestern in die Apotheke von Edward Ferger in dem Terminalgebäude und suchte sich ver schtedene Sachen aus. Nachdem er seine Auswahl getroffen hatte, wünschte er die Sachen nach dem St. DeniS Hotel, 138 West Market Straße, gesandt zu haben. Er wechselte hierauf einen 810 Schein. Kaum hatte der Gehülfe das Geld vor ihm ausgezählt, als er das selbe mit den Sachen ergriff und flüch. tete. Der Gehülfe setzte ihm nach, je doch war der Fremde verschwunden, de vor der Clerk hinter dem Ladentisch her vorkommen konnte. Die Polizei wurde von dem Vorfall in Kenntniß gesetzt. Daö erste Concert einer Se rie von VolkSconcerten, wurde gestern Abend in der Caleb Mills Halle abge halten. Companari, von der Metro politan Opera Co. und Frau Jeanette Darno CollinS, hatten die Hauptnum mern deS Programms. 0k 5c!nvimmhäutcr. Onkel Zam Marinetruppen und ihr glänzender Llekord. Das Marinekorps der Ver. Staaren ist eine Truppe, auf die der Amerikaner stolz sein kann. Schwimmhäuter" heißt man im Scherz die wackeren Jungens, die ihren Dienst mit gleichem Schneid zu Wasser und zu Lande thun, und denen es auch diesmal miede: zufiel, als erstes Kontingent unserer bewaffneten Macht, die Autorität Onkel Sams auf Kuba zu stützen. In jedem Krieg, in welchen die Ver. Staaten verwickelt wurden, haben sich Oberst L. W. T. Waller. Marinetruppen ausgezeichnet. Sie er-' heben den Anspruch, die älteste militarische Körperschaft im regulären Dienste der Nation zu sein, älter als Armee und Flotte. Sie wurden im November 1775 in's Leben gerufen, als der Kontinental-Kongreß die Bildung zweier Bataillone Marinetruppen, als Theil der Kontinentalarmee vor Voston." anordnete. Die Marinerruppen spielten im Kampfe zwischen dem Bonhomme Richard" und der Serapis" eine große Rolle, und während des Revolutionskrieges bildeten sie sich zu einer so hervorragend disziplinirten Körperschaft aus, daß, als rnch dem Kriege Armee und Flotte entlassen wurden, das Marinekorvs beibehalten wurde und zu jener Zeit die einzige reguläre Truppe darstellte. Offiziell gehören die Marinetruppen zur Flotte und stehen unter der Jurisdiktion des MarinesekFetärs. Si dienen unter ihren eigenen, an der Marineatademie ausgebildeten Offizieren und haben ihre besondere, von den Bfausaden" verschiedene Uniform. Oberst Littleton W. T. Waller, welcher die Marinetruppen in Kuba befehligt, hat sich sowohl von Santiago als auch während der Boxerunruhen in China und auf den Philippinen den Ruf eines umsichtigen und tapferen Führers erworben. Etwa 100 Tage dauert es, bis der Fingernagel so viel gewachsen ist. wie seine sichtbare Länge beträgt. Chas Baaske'S Südseite Kneipe, 4 1291 Süd Saft Str.
Seimutk.
Won Louise Luebbe, Chicago. In meine Hcimath feint ick wieder es war die alte Heimath noch; Dieselbe Luft, dieselben Lieder und Alles war ganz anders oocy. er hätte das nicht empfunden, wenn er in die Heimath, u"- 'die Stätte seiner Kindqeit. zurückkehrte nach langen Jahren? Jahren vielleicht, in deren weitem Raum es sein erster, größter Wunsch geblieben in alten Wechselfällen des Lebens: Weder einmal heim ge hen zu können, die Heimath wiederzusehen. Un'd das Herz, vas es längst gelernt, stille zu sein, wie pochte es so unruhig in der Brust, als die Stä:te der Sehnsucht näher und näher riirfte und als endlich alte wohlbekannte Thürme in der Ferne auftauchten. Kann es überhaupt ine größere, reinere Freude geben, ein seligeres Empfinden? Wohl kaum. Nur, wer es selbst erfahren, kann es voll und ganz ermessen. Und dann warst Du daheim. Mehr oder minder große äußerliche Veränderungen, je nachdem der Ort nä'her oder ferner der großen Heerstraße oder dem Bereiche bedeutender Industriezweige lag, fallen Dir wohl gleich in'3 Auge, ohne Dich indch wesentlich zu berühren. Zu dem Elternbause zieht es Dich zunächst, dem lieben, altvertrauten, darin Du eine glückliche Kindheit verlebt, daran sich die schönsten, glücklichsten Erinnerungen knüpfen. Da ist es schon! Freundlich grüßen Dich die alten Bäume und unwillkürlich beschleunigst Du den Schritt. Da öffnet sich die Thüre und heraus tretM 'fremde Men,schen, die keine:. Gruß, keinen freundlichen Blick haben für die Heimkehrenden, die Fremden. Einst kam Dir auf dieser Schwelle mit offenen Armen die Mutter entgegen; des Vaters, der G schwister froher Gruß empfing Dich. Wo sind sie, alle die Lieben? Todt Vater und Muter. Brll'der und Schwester fern von hier. Du wußtest es. In der Fremde erreichte Dich die Trauerkunde, und Zeit und Lebensschicksale halfen Dir, den Verlust zu verschmerzen. Doch jetzt, hier im Angesicht der alten Heimath, lastet es mit ganzer, nie empfundener Schaxre auf Dir. Stumm wendest Du den Schritt, um ihn hinaus zum Friedhsf zu lenken, der die treuesten Herzen birgt, die je für Dich geschlagen. Du -wandelst zwischen den Reihen blühender und duftender Gräber dahin, von deren kaltem Stein Dich auch manch anderer, wohlbekannter Name qrüvt. Auf Wiedersehen!" leuchtet es Dir in goldenen Lettem entgegen: Du hattest auf ein anderes Wiedersehen geho'st. Nicht Freude mehr, sondern stille Wehmuth im Herzen, kehrst Du langsam zur Stadt zurück. Der alte Marktplatz ist unverändert . eblieben. das Rathaus, die Kirche and dort in dem schmalen Gäßehon das alte Schulhaus. Wie reich, wie mannigfaltig sind auch die Erinnerungen, die sich daran reihen vom erstes Schultage bis zu dem ernsteren, bedeutungsvolleren, da Du von der Schule Abschied nahmst und mit ihr von der sorglosen Kinderzeit. Leuchtende Geranien nicken wie in früheren n ahren an den Fenstern des schmucken Häuschens neben der Schule; dort wohnte ihr würdiger Leiter, dem auch Du manche gute, weise Lehre verdankst. Es war schon damals ein alter Mann. Ob er noch am Leben ist? Du trittst in das Haus. Da ist er noch, der treue, alte Lehrer weißhaarig, aber noch frisch und rüstig Er kennt Dich nicht mehr, aber helle Freud: leuchtet aus den alten Aug:n, als Du ihm Deinen Namen nennst.. Alte Erinerungen werden aufgefrischt; Du hörst manches Neue. Interessante über Begebenheiten und Menschen, tsi Du einst gekannt. Das Herz wird Dir allmählich wieder warm. Von alten Freundinnen und Freunden ist wohl mancher daheim geblieben, festgöDurzelt in der heimathlichenScholle. Du suchst sie auf. Man freut sich, Dich wiederzusehen, herzlich und ehrlich. doch es ist nicht mehr wie einst. Sind die alten Freunde soverändert? Bist Du es? Beides wohl. Der Mensch ist ein Produkt der Verhältnrsse; ihr Leben ist in ganz anderen, engeren Bahnen dahingeflossen. Fremd stehst Du ihrem Denken und Fühlen gegenüber, fremd ihren Interessen: 'remd bist Du geworden in den heimatblichen Verhältnissen, fremd in der Hei math. Das empfindest Du, je länger Du verweilst, desto mehr, und lange hält Dich's nicht; die alte Heimath ist Dir keine Heimath mehr und Sehnsucht erfaßt Dick. Heimweh nach der Stätte Deines Wirkens und Strebens, nach Deinem Heim draußen in der weiten Welt, das Dir doch jetzt, das empfindest Du hier allein die Heimath bedeutet. Wa? ist die Heimath? Jft's die Scholle,' D'raus Deines Vaters Haus gebaut? Jft's jener Ort. wo Tu die Sonne. Tas Licht der Welt, zuerst geschaut? 0 nein, o nein, das ist sie nimmer, Nicht ift's die Leimath. heißgeliebt: Du wirst nur da die Hcimath finden, Wo's gleichgesinnt? Herzen giebt. Die Heimath ift's. wo man Dich gern Erscheinen, ungern wandern sieht; Sie ist'S, ob auch in tont Ferne Die Mutter saug Dein Wegenl'd.
M
Rikllge Malze.
t Vchrcnibenflügcl nd Propeller des Tarn pferS ..Kaiserin Auguste Victoria." Von der erstaunlichen Größe, die menschliche Jngenieurkunst heute den Ozeanschiffen zu geben vermag, gibt die beigefügte Abbildung eine gute Vorstellung. Was man auf ihr steht, ist ein kleiner Theil deß neuesten zwischen Hamburg und New Aork verkehEin Schraubenflügel. renden Niesendampfers Kaiserin Augustc Victoria" von der Hamburg-Amerika-Linie. ein Schraubenflügel, wie er mit drei anderen gleichgroßen Flügeln je einen der fortbewegendengewaltigen Propeller des Doppelschrau-ben-Dampfers bildet. Solch eine vierflüqelige Schiffsschraube hat einen Durchmesser von 6.7 Meter (1 Meter gleich 3 Fuß 3 Zoll), eine Steigung von 6.7? Meter und ein Gewicht von 22.300 Kilogramm (1 Kilogramm gleich 2.2 amerikanische Pfund). Zwei derartige Propeller sind bei dem Niescndamvfer Kaiserin Auquste Victoria" nöthig, um den 35,600 Tonnen schweren Stahlleib des Leviathans mit 17j Knoten Geschwindigkeit im Wasser vorwärts zu treiben. Jeder der 3 aus Manganbronze gefertigten Schraubenflüael hat eine Höhe von 2.81 Meter, eine größte Breite von 1.69 Meter und ein Gewicht von 4000 Kilogramm. MrvorrZlMvc Mroiwmin. Krau W. P. Alemings' Stellung. VntScckun, gen uus seltene Sl,rungen. Seit den Tagen Caroline Herschels und Maria Mitchells hat keine Frau in der Astronomie wieder eine so wichtige Rolle gespielt, als Frau Williamma Paton Fleming, eine geborene Schottin, die, nachdem sie in Dundee. Schottland, als Lehrerin gewirkt, im Jahre 1879 im Alter von 23 Jahren nach den Ver. Staaten kam und sich am Observatorium der Harvard-Uni-Frau Williamiua- Paton Fleming. versltät als Assistentin bethätigte. In. Jahre 1898 wurde Frau Fleming Vorstehcrin der astronomisch-photographi schen Bibliothek und damit die erstc Dame, die in der 250jährigen e schichte der Harvard-Universität von derllniversitäts-Korporation offiziell angestellt ward. In ihrer gegenwärtigen Stellung stehen Frau Fleming mehr als ein Dutzend Assistentinnen als Rechner zur Seite. Von den 40 Assistenten an der Harvard-Univer-sität überhaupt sind, beiläufig bemerkt, 17 Damen. Von den während der letzten 15 Jahre aufgefundenen neun neuen Planeten wurden allein sechs von Frau leming entdeckt. Im Ganzen wrttden i er 200 Sterne verschiedener Art von ihr aufgefunden. Auch , üdecfte sie zuerst photographisch die Uebels i'e im Planetensystem. Als erste -imerika-nerin und Dritte ihres schlechte überhau vt wurde Frau Flemi. zum Mitgliede der Königlich Astronomischen Gesellschaft in London ernannt. Ihre beiden Vorgängerinnen waren Lady Huggins und Agnes M. Clerk. Frau Fleming ist zudem Fellow" von mehreren amerikanischen Colleges. Frau Fleming erfreut sich nicht nur einer nationalen Reputation, sondern nimmt in der gesammten astronomischen Welt einen hervorragenden Platz ein. Schon ihre ersten Wissenschaftlichen Abhandlungen, die sie unter dem Namen W. P. Fleming veröffentlichte, erregten durch die Genauigkeit ihrer Angaben in Gelehrtenkreisen große Aufmerksamkeit.
No 22 Nord Pennsylvania Straße. kber D. H. Valdwin'S nfikladen.
Vortraite und Photographien
... Vereins, nud FamUien.VUder SpezwlitSt.... .....Pjfc.JP 5 iedn Beziehung modern eingerichtet und mit den neuest "WWÄÄm b Publikum freundlichst ein. 22 Nord Pennsvlb ania 2tx P iHMf W l,kpho. Neu, itt -Alt. Vai ,
im J8L Excursionen mm WU Sonntag, 21. Oktober $2.00 3INCINSATI DECATUR $1.50 Rundfahrt Rundfahrt fl 9!m!ium!frfmtm nm .rhüttnißmätzig. nach fr Nationen . Abfahrt bei Svezialznge um 7 Uhr Morgen Spezialzna fährt um 7 Nhr Miraen ab. e etourfahrt von (Srncinnati 6 30 Uhr Abend. tourfahrt vcn Dekatur 6.30 Uhr Abend.
Excurfione - BIG FOVR P0UTE Tonntag, den 21 Oktober.
Rundfahrt Lawrcncebnra 1 di cn Aurora j " i n Stzezialzng. Abfahrt von Indianapolis 7 Uhr morgens ; Retourfahrt von Aurora 7 Uhr Abends. &inc geschiedene Fürstenelle. Es ist noch nicht viel mehr als N Jahr her, so schreibt man aus Pa ri, da war d sine flcur" der wnzö fischen Aristokratie versammelt, nm einer Hochzeit anzuwohnen, die zw junge Mitglieder ihrer vornehmsten Familien fürs Leben miteinander verbinden sollte. Bräutigam ,nnv: der Prinz Leon Nadziwill, der durch seine Ehe mit Mademoiselle Louisk Blaue, einer Tochter des -pielpach' iers von Monte Carlo, ein nach dielen Millionen zahleitdes Permögen besitzt. Und Braut war Fräulein Claude von Gramont. eine Nichte des Herzogs Agenor von Gramont mm Enkelin jenes Ministers des zweiten Kaiserreichs, der Frankreich in den Krieg gegen Teutschland stürzte. Tem jungeil Paare schien eine Zu kunft von Glanz und Glück beschie den zu sein. Aber es kam anders. Aus Gründen, die sich der Festste!' hing, oder richtiger der Wiedergabe entziehen, vernachlässigte der Prinz Nadziwill seine junge Frau, imd bald trennte er sich gänzlich von ihr. Es blieb der Priilzessin nichts weiter übrig, als. da sie noch minderjährig ist ,durch ibren Vater den Grafen 81 ired von Gramont, vor Gericht eine Scheidungsklage wegen böswilligen Verlassens anzubringen. Ter Pro zetz, der vor einigen Wochen geführt wurde und größtes Aufsehen erregte, endete damit, daß der Prinz für den schiuldigen Theil erklärt und ferne Ehe zu seinem Nachtheile geschieden wurde. Außerdem verurtheilte das Tribunal unter lebhafter Mißbilligung feiner Handlungsweise, ihn dazu, seiner verlassenen Gemahlin eine Jahresrentc von 50,000 Francs zu zahlen. Jetzt hat diese traurige Asfäre noch ein Nachspiel gehabt. Auf Antrag des Grafen von Gramont bat nämlich der Vatikan die Ehe seiner Tochter für null und nichtig srtlärt, gestützt auf einen der wenigen Gründe, aus denen die Kirche sich diese Macht zuerkennt: weil die Ehe rat auf dem Papier geschlossen, thatsächlich aber nicht vollzogen worden sei. So verwandelt sich die arme kleine Prinzessin wieder zurück in ein Fräulein von Gramont. Und Prinz Leon Nadziwill hat seine Freiheit wieder was ihm wahrscheinlich nicht im angenehm ist. Die Nordd. A l l g. Z t g." schreibt : Aus dem Tziennik 3?er linski haben mehrere Zeitungen die Mittheilung übernommen, daß der preußische Kultusminister in einer Untereduna mit dem Kardinal Fürstbischof Dr. Kopp zugegeben ha-1 ve. Die meglerung iei in aa,en yec Beseitigung der polnischen Sprache im Rettgionsuntericht der Elemnl tarschulen zu weit gegangen. Tarml soll der Kultusminister die Bcmer knng geknüpft haben: Aber zeigen Sie uns, Herr Kardinal, einen Aus weg, der uns ermöglicht, aus dieser Lage ohne Schädigung des Ansehens der Regierung herauszukommen." Wir sind in der Lage, zu erkläre,:, daß diese Darstellung auf freier Erfindung beruht. In Europa kommen jährlich ettva 60.000 bis 70.000 Selbstmorde zur Kenntniß der registrirenden Behörden. Zur Marnung. Was haben Sie denn nun mit Ihrem Mann angefangen, nachdem Sie ihn aus dem Wasser gezogen hatten?" ..Windelweich durchgeprügelt hab' ich 'n; der bat sich zum letztenmal 's Leben genommen!"
Der deutsche Photograph
undsahrt Terre Saute 1.25 (reencastle . $1.00 pezialzng. Abfahrt von Indianapolis 7.30 Uhr morgens ; Retourfahrt von Terre Haute 7 Uhr Abends. DaS SchiikLal eines Millionen dauers wird in den südwestlichen Vororten Berlins viel besprochen. Es handelt sich um den 53-jährigen Rentier Eduard Beyer aus Mariendorf. Beyer war Besitzer von zwölf Grundstücken in den Vororten, die einen außerocdeutlich hohen Werth repräientirten. Tceulich Morgens verließ der Rentier der am 28. Juni d. I. don seiner Frau geschieden worden war. seine Villa in Marienoorf fuhr nach einer Filiale der Deutischen Bank in Berlin und hinterlegte hier ein Depot von 10.000 Mark U dem Bemerken, daß dieser Betrag, falls er einmal sterbe, an den ihm eng befreundeten Porträtmaler Sch. a-usgezahlt n?.'rden sollte. Er schrieb dann an seinen Freund und machte ihm Mittheilung zvon. daß er gezwungen sei, aus dem Leben zu scheiden. Hierauf kaufte sich der Rentier einen neuen Strick, ein Quantum Eyankali und ein Rasirmesser. Er fuhr dann zum Müzzelsee und erhängte sich an einer Kiefer, nachdem er sich mit .dem Rasirmesser die Pulsädern an beiden Händen aufzeschnitten und aus einem Tzsseniop' eine Portion Eyankali getrunken hatte. In seiner Brusttaische wurde das Ehescheidungsurtheil. der Depotschein über 10.000 Mark und und ein Geldbetrag von 120 Mark gefunden. Dagegen fehlte die goldene Uhr. die B. bei seinem Fortgang aus der Wohnung mit sich genommen hatte. Es scheint, daß dieser WerthgezenstznÄ dem Todten gestohlen worden ist. Europäisches epartemeiriL Wechsel. Creditdriefe. Postanweisungen, auf alle Städte Europas. Schiffsscheine von und nach Europa. - nd Verkauf ausländi schen Geldes. m Mm Ro. 35 Süd Meridian Str. MercluMte National Bank. aben Sie je eine altmodische Tretmühle gesehen, wo die Triebkraft von einem alten Pferde aeliefert wurde, das stets in Bewegung war und doch nicht vom Platze kam. Die Person. welche so gedankenlos jeden Cent ihres wöchentlichen oder monatlichen Verdienstes verausgabt, arbeitet unwissentlich an etner Tretmühle und ist bei jedem Jahresschluß nicht besser darn als beim Beginn. Die Pfennige, Nickels, zehn Cent' und viertel Dollar Stücke, so leicht verausgabt, werden, wenn mit dieser starken Gesellschaft devonirt, bald zu Dollars, und unterstützt mit 3 Prozent Zinsen welche wir bezahlen, wird es Ihnen ermöglicht, der Tretmühle zu entfliehen. Beginn: heute. THE INDIAN4 TRUST COMPANY,
apttal . . . Ueberschuß
.... Kl ,000.000.00 .... 326.000.00
