Indiana Tribüne, Volume 30, Number 41, Indianapolis, Marion County, 10 October 1906 — Page 4

-V

' illl i . tRT Jnvlana Tribüne, 10 Oktober 1906.

Jndiana Tribüne. Hnaug,,ede von btx GB. Indianapolis, Ind.

Harry O. Thndmm .... Präsident. Veschaf ts local: No 31 SÄd Delaware Straße. tblaphone red K he Post Office ot Indianapolis at sscond dass matter. Xte Tonntagsfragc Und die Stellung der Jndiana Demokratie zu derselbe. Mit t-efem Jntereffe laö ich in der Eonnabend.ÄuSgabe der ..Jndiana poliS NewS- einen Artikel öder .Sonntag in Frankreich". Und In der That verdient der genannte Artikel mit Aufmerksamkeit durchftudirt zu werden, und zwar nicht so sehr wegen dem. waö er enthält, als wegen dem, waS er verschweigt. Bezug, nehmend auf eine Korrespondenz des Herrn W. E. EurtiS an den Khicago Xecord Herald" erklärt die NewS" nach einer kurzen Uebersicht Über die Geschichte deS neuen französischen EonntagSgesetzeS, wie unter dem neuen Gesetze jeder Arbeitgeber sowohl wie Arbeiter gezwungen find, jede Woche wenigstens einen Tag von 24 Stunden zu ruhen. c Wo es jedoch gegen daS öffentliche Interesse, oder dem Privat. Jntereffe, also deS Eigenthümers nach theilig ift, braucht dieser Tag der Ruhe nicht Sonntag, sondern kann irgend ein anderer Tag der Woche sein. DaS aber ift deS Pudels Kern. Während daS französische Gesetz da? auf ausgeht. Jedermann wenigftel.S einen Tag der Ruhe im Laufe eine? Woche zu geben, kümmert sich dS Gesetz, wie eS in Jndiana und wohl in den meisten anderen Staaten der Union besteht, nicht um die Person, so idern um den'Tag; beschützt nicht den Men schen. sondern den (religiösen) Feiertag, indem eslsagt: Wer am ersten Tage der Woche,; gewöhnlich Sonntag ge nannt, seiner gewöhnlichen Beschäfti gung nachgeht, ift strafbar" . nicht aber: .Wer mehr ibenn sechs' Tage in der Woche seiner gewöhnlichen Beschäftt gung nachgeht, ift strafbar." DgS französische Gesetz erkennt an. daß eine strikte Durchführung der 24 ständigen iSonntagSruhe eine absolute Unmöglichkeit ift. während das ameri kanisch: Gesetz jüber diese Unmögl'.chkeit schweigend hinweg schreitet. Aber", sagt der betreffende Schrei ber weiter, leS giebt unter dem detref senden französischen Gesetze, wie unter mehreren eigenen zahlreiche AuSnah men für Nothwendigkeiten, als da find: Restaurationen, Apotheken, Eifenbahnen u. s. w." Der Schreiber aber hütet fich zu er wähnen, daßjunter diesem etc. (und so weiter) gerade die von der Operation deS Gesetzes ausgenommen werden, gegen welcheH unser Gesetz fich hauptsächlich richtet, ich möchte fast sagen, alleini richtet, nämlich öffentliche BergnügungS'Anftalten; wie Wirth, schaffen, Theater u. dgl. m. Wir können unS eben der Thatsache nicht verschließen, daß die amerikani schen Gesetze, wie schon angedeutet, nicht darauf gerichtetjfind, jedem Men schen in sieben Tagen wenigstens einen Ruhetag zu verschaffen, son dern den Zweck verfolgen, den religiö sen Charakter desZSonntagS als eines christlichen Feiertages zu be schützen. Damit aber gerathen wir in direkten Konflikt mit den betreffenden Sektio nen der Verewigten Staaten-Konftitu tion sowohl wie mit unserer Staats Konstitution, wie sie im ersten Amen dement zurl Bereinigten Staaten. Konftitutiou (Sektion 25) und in den Sek tionen btx Jndiana Konstitution No. 47, 48 und 49 enthalten find. Denn der Staatfalö solcher, hat mit dem religiösen Charakter deS Sonn tags nichts ?zu schaffen. Er gestattet einem Jeden ? den Tag religiös so zu feiern, wie ihm gut dünkt, und sollte einem Jeden gestatten, den Sonntag Überhaupt so zu verbringen, wie ihm gefällt, vorausgesetzt, daß er die Rechte feiner Mitbürger, .dasselbe zu thun, nicht beeinträchtigt. Nun muß eS zugestanden werden, daß hierzulande in letzter Zeit die Ten denz, den religiösen Character des Sonntags hervorzuheben, und ihm, so zu sagen, und besonders, durch Echlie ßung der Wirthschaften, Theater und anderer Vergnügungslokale zu schützen, sich allgemein hervorgedrängt und einen saß überwältigenden Elan angenom-

mm hat. Zugegeben werden muß auch, daß gerade seit der, ich möchte sagen, unbeschränkten Herrschaft der r e p u blikanischen Partei, in Nation und Staat, also etwa seit 1896 diese Tendenz, stetig wachsend, fich de merkbar und geltend macht, und zwar besonders gerade hier in Jndiana. Damit soll nicht gesagt sein, daß nicht in anderen Staaten, ja selbst hier, wie daS traurige Beispiel in CvanS ville zeigt, demokratische Politiker vom Schlage des Herrn Folk und Konfor ten, fich diese gewaltige und gewaltsame Tendenz zur Befriedigung ihres politi schen Ehrgeize und StredenS zu Nutzen macht und wohl theilweise und zeit weise mit Erfolg. Dennoch bleibt eS eine unbestreitbare und unbestrittene Thatsache, daß beson derS in Jndiana die republikanische Partei alle derartige Gesetzgebung seit Jahren mit aller Macht ihres EinfluffeS unterstützt hat und hervorgerufen hat, wie fie auch jetzt wieder die strikte Durchführung aller dahin zielenden Gesetze verlangt und stellenweise auch durchsetzt. Wenn wir zurückblicken auf die ge setzgebe'ische Thütizkeit unserer LegiS laturen während der letzten dreißig Jahre, können wir nicht verfehlen die stetige Vermehrung und Verstärkung derartiger Gesetze durch republikanische Legislaturen zu beobachten. Auf der anderen Seite kann kein Unparteiischer leugnen, daß die demokratische Partei im großen Ganzen (es giebt ja auch hier Ausnahmen, die jedoch wie überall die Richtigkett der Regel beweisen) stets solcher Gesetzgebung opponieren und als Verfechterin individueller Freiheit und Rechte gegen die Eingriffe und Ueber griffe deS Staates aufgetreten find. ES scheint unS daher von diesem Standpunkte aus erforderlich, daß in dieser Campagne, in der ja nur Staatsund Lokalfragen vorliegen, alle die der Gesetzgebung von solchem Schlage opponiren. die demokratischen Staats-Can didaten. besonders auch die Legislatur Candidaten unterstützen sollten. Wie ehedem das römische Volk durch den Viuf: Hannibal ante portas" auf seine gefahrdrohende Lage aufmerk sam gemacht wurde, so möchte ich all denen, die eS angeht, die Worte zuru fen: Hanly ante portas", frei über setzt: Hanly on the lid Louis A. Meyer, Rechtsanwalt in VincenneS. Ind.

US der Bundeshauptstavt. Die vom Bundes DiftriktSgerichte von New Vor! kürzlich entschiedene, auf $250,000 lautende EntschadigungS klage der spanischen Gräfin Buena Vifta gegen Generalmajor John R. Brooke ift nunmehr auf den Kalender deS BnndeSObergerichtS gesetzt worden, an welches die Klägerin appellirt hat. Die Familie der Gräfin besaß seit dem Jahre 1727 das Privilegium deS Schlachten alles Viehs, welches in &' vana geschlachtet wird, und als General Brooke im Jahre 1899 General Gouverneur von Cuba war. hob er dies einträgliche Privilegium auf. Die Gräfin klagte gegen General Brooke, aber das New Yorker Gericht entschied, fie habe gegen den General keine Entschä digungsansprüche, wohl aber gegen die Ver. Staaten. DaS BundeSoberge richt soll nun darüber entscheiden. Der Jahresbericht des PenftonS. amteS ift immer intereffant. Auch ab gesehen davon, daß er Rechenschaft über die größte aller großen Ausgaben des Bundes ablegt: eine Ausgabe, die nunmehr AlleS in Allem die schier unfaß ltche Summe von vierthald Milliarden Dollars (3,500,000,000) erreicht hat. Das auffallendste an dem Berichte über das verfloffene (am 30. Juni beendete) Rechnungsjahr ist die Abnahme in dej Anzahl der Pensionäre. Es hat am Ende deS Jahres 12.470 PensionSbezieher weniger gegeben als zu Anfang des JahreS. Die Abnahme ift die größte, die jemals in Jahresfrist statt gefunden hat. Ihr entgegen steht die größte Zunahme, die in dem Rech nungSjuh 189192 zu verzeichnen war. In diesem einen Jahre ist die Zahl der Pensionäre von 676.160 auf 876.063, also um rund 200.000 ge. stiegen Und zwar in Folge deS Ge setzeS h .. Jahre 1390. deS sogenannten Depentent Pension.GesetzeS, durch das eine völlig neue PenftonS Politik eingeführt wurde. Bor Annahme dieses Gesetzes (30. Juni 1390) standen 547.944 auf der Lifte. Nur drei Jahre später war die Zahl auf 966.000 gewachsen. Seit her iß die Zunahme nicht mehr bedeu tend gewesen. Unter den Veteranen des Bürgerkrieges hlt in immer grö

ßerem Maße der grimme Schnitter seine Ernte, so daß selbst der neue und bedeutende Zuwachs durch den fpani schen Krieg nur ungefähr die PenfionL. liste auf der bereits erreichten Höhe zu erhalten vermocht hat. Vor dem Ausbruch des letzgenannten Krieges standen runo 993.000 Mann anf der Lifte. Die höchste Ziffer wurde mit l. 003. 196 am 31. Januar 1905 erreicht. Am 30. Juni 1905 war die Zahl auf 998.441 gefallen und am 30. Juni 1906 auf 935.971. PenfionS. kommiffür Warner kündigt an. daß nach den vorliegenden Anzeichen die Abnahme im laufenden Jahre eine noch größere sein wird.

Lrtzäische Nachrichten. Provinz Schteswtg. Korstein. Altona. Vom Hitzschlag befallen wurde beim Ottensener Güter bahnhof der Arbeiter Kaplisch; er stürzte zu Boden und starb bereits nach wenigen Augenblicken. Elmschenhagen. Vor Kurzem wurde der Arbeiter Kahler von hier auf der Preeer Chaussee von einer Rotte halbwüchsiger Burschen überfallen und durch Messerstiche so zugerichtet, daß er ins Krankenhaus übergeführt werden mutzte. Die Burschen sind ermittelt worden, so daß sie die gebührende Strafe erhalten werden. Friedrichsstadt. Dieser Tage starb hier infolge Altersschwäche im nahezu vollendeten 90. Lebensjahre der älteste Einwohner unserer Stadt, der Rentner Friedrich Alexander Wiese, früher Bäckermeister in Schleswig. Der Heimgegangene war fast bis zu seinem Ende körperlich und geistig frisch und über 60 Jahre Bürger in Schleswig. H e i l i g e n st e d t e n. Dem Deichgrasen Jakob Lüdemann hier wurde aus Anlaß seiner 25jährigen Dienstzeit als Deichgraf für den Heiligenstedten - Klösterlich - Jtzehoe - Bahrenflether Deichverband mit anerkennenden Worten ein silberner Pokal überreicht. Kiel. Der 95jährige Friedrich Kruse ist in dem Hause Jungmannstratze 17 aus dem Fenster einep Parterrewohnung auf die Stratze gestürzt und an den Folgen eines complicirten Schädelbruchs sofort gestorben. Dr. Ernst Großmann. Privatdozent für Astronomie und Assistent an der Sternwarte der hiesigen Universität, ist zum Observator der Commission für die internationale Erdmessung bei der Akademie der Wissenschaften in München berufen worden als Nachfolger von Prof. Dr. Ernst Anding, der als Direktor der Sternwarte nach Gotha übersiedelte. Lockstedte? Lager. Die Ehefrau des Landmannes Drews in dem nahen Oesan wurde dieser Tage durch eine Biene, die von dem Bienenstand ihres Sohnes aufgeflogen war, in den 5iopf gestochen. Durch den Stich schwollen bald darauf Kopf und Brust unnatürlich an, und nach kurz Zeit war die Bedauernswerthe eine Leiche. Nortorf. Die 18jährige Tochter des Zimmermanns Siebken von hier ist in Norburg auf Alsen beim Baden ertrunken. St. Margarethen. Schneidermeister Holler und Frau begingen vor kurzem ihre goldene Hochzeit in Haacks Gasthof. Holler, der noch Nadel und Scheere gut zu führen weiß, ist seit einem halben Jahrhundert hiesiger Bürger. Er ist Mitbegründer des Bürgervereins und seit 26 Jahren Vorstandsmitglied der Krenrperheider Mobiliengilde. Wiemerstedt. Im nahen Ge; hölz fand man die Leiche deS 42jährigen Landmannes Claußen. Clautzen, der sich infolge Schwermuth den Tod durch Erhängen gab. hinterläßt ewe Wittwe mit fünf kleinen Kindern. &rovin& Scyresten. B r e s l a u. Letztens spielten mehrere Kinder auf dem Ritterplatze und bespritzten sich mit Wasser. Plötz. lich lief der acht Jahre alte Knabe Hermann Frisch zu weit auf den abrdannn und aerietb unter die Räder eineö Rollwagens. Der Knabe er litt schwere Knochenbrüche und ein Gehirnerschütterung, an deren Fol gen er nach kurzer Zeit verstarb, ohne noch einmal zum Bewußtsein gekommen zu sein. Der Bäckerlehrling Georg Proske von der Schießwerder stratze ertrank beim Baden in der alten Oder. Die Leiche wurde bald gefunden. Beuthen. Auf dem hiesigen Chlothildescblcht der Cäcilie . Grube verunglückte durch Absturz der Grubentischler Renner aus Scharley. Er erlitt so schwere Verletzungen am Kopfe, daß er bald nach seiner Einlieferung ms hiesige Knappschaftslazareth starb. Görlitz. General der Infanterie A. v. Lewinöki ist im 78. Lebensjahre hier gestorben. Hirschberg. Der hiesige Siellenbesitzer Berndt erschoß den Arbeiter Grundel. weil dieser der Schwiegermutier BerndtS unsittliche Anträge gestellt hatte. KohlSdorf. Vor Kurzem hat der ehemalige Gastwirth Carl Buchmau seine Frau mit dem Dreschfle-

gel lebensgefährlich verletzt. Die Ve-

dauernswerthe mußte nach Frerwalbau ins Krankenhaus geschafft werden. Ihr Mann ist flüchtig. L i e b a u. Ueberfahren wurde während eines Spazierganges das fünfjährige Töchterchen des Glasfchleifermeisters Lupke und ziemlich schwer verletzt. N e u g e r i ch t. Fuhrwerksbesitzer Bieder von hier fuhr mit seinen Leuten in den Wald nach Holz. Daselbst trennte er sich von ihnen und erhängte sich am Hexenstein. Bieder hinterläßt eine hilflose Frau mit neun unerzogenen Kindern. Das Motiv zu der unseligen That waren traurige Vermögensverhältnisse. Oels. Vom hiesigen MännerTurnverein wurde der derzeitige Vorsitzende. Uhrmacher Boltze, welcher dem Verein 25 Jahre angehört, und der Vorsteher der höheren Privatschule zu Saarau. Müller, welcher 13 'Jahre das Amt eines Turnwarts bekleidet hatte und sich um den Verein außerordentlich verdient gemacht hat, zu Ehrenmitgliedern ernannt. P o g a r e l l. Hier tödtete der Blitz auf einem Stoppelfelde den 45jährigen Häusler Karl Seidel. Der rschlagen hinterläßt fünf Kinder. R e i ch t h a l. Dieser Tage beging die Oberin des St. Josephs-Stifts. Schwester Boleslawa, ihr 25jähriges Ordensjubiläum. Weitzwasser. Das dem Kaufmann Lehmann gehörige Wohnhaus brannte nebst den Stallungen vollständig nieder. Vom Mobiliar konnte nichts gerettet werden. Erne Ziege Hühner und Kaninchen sind mit verbrannt. Zu diesem Unglück gesellte sich noch ein anderes Unglück, indem am Brandtage noch ein Kind der betroffenen Familie starb. Provinz ?csen. Posen. Durch unvernünftig schnelles Fahren kam die 95jährige Arbeiterfrau An'drzejczak zu Tode. In der Breitenstratze wollte sie von einem Bürgersteig zum anderen hinüber, als vom Alten Markt her mit einer ländlichen Britschke ein Besitzer aus Gortatowo daher gejagt kam und, als er die Frau überfahren hatte, in demselben Tempo das Weite suchen wollte, ohne sich um die Ueberfahrene, die einige Zeit später im Stadtkrankenhause starb, im Geringsten zu bekümmern. Doch gelang es, den unvernünftigen Kutscher an der Wallischeibrücke anzuhalten. H o h e n s a l z a. Ein Unglücksfall ereignete sich kürzlich auf dem Militärschießstartd beim gefechtsmäßigen Schießen. Der Musketier Herold von der 7. Kompagnie des 140. InfanterieRegiments sand einen Kanonenschlag", von dem er glaubte, daß er nicht mehr losgehen könne. Herold trat mit dun Fuße auf das Geschoß, worauf es mit heftigem Knall explofoirie und dem Musketier beide Augen sowie "das ganze Gesicht verbrannte. Schwer verletzt mußte der Verunglückte in das Garnisonlazareth geschafft werden. Mönch b. L o st a u. Selbstmord durch Erhängen in seinem Bette beoing der 71jährige Arbeiter August Basler Hierselbst. Vasler war seit längerer Zeit schwer krank und an das Bett gefesselt. Dies hat ihn auch zu der Verzweiflunqsthat getrieben, denn in der letzten Zeit hatte er zweimal versucht, Selbstmoro zu begehen, wurde aber jedesmal rechtzeitig durch seinen Bruder, in dessen Familie er lebte, daran gehindert. O b o r n i k. Die goldene Hochzeit begingen in voller Frische die Friedrich Winkler'schen Eheleute in Prinzenau. Das Jubelpaar wurde in der Kirche zu Rokietnice durch Psarrer Kleindorff eingesegnet. Radewitsch. Der 22jährige Winzer G. Schubert von hier ging mit Bekannten in der Obra, welche durch das Hochwasser besonders tief war, baden. Dabei gerieth er in eine tiefe Stelle und fand, da er des Schwimmens unkundig war, seinen Tod. S a l n o. Letztens ertrank im na--hen See das 7jährige Töchterchen des Arbeiters Adalbert Sobczyk von hier. Das Kind wurde beim Baden aus reinem Uebermuth von anderen Kindern in eine tiefe Stelle des Sees hineingetrieben., Die Leiche ist geborgen worden. 'rov'inz Sachsen. Magdeburg. Vor kurzem stürzte der bei der Elblagerhaus-Gesell-schaff Werftstratze No. 39 beschäftigte Arbeiter Witzel aus einer Luke des weiten Obergeschosses und zog sich anscheinend schwere innere Verletzungen zu, so daß er dem altstädtischen Krankenhause zugeführt w.oen mußte. Aschersleben. Sch. st verbrannt hat sich hier der Sch!knabe Liebing, ein Sohn des Arbeiters Gustav Liebing in der Marienstraße. Der Junge wollte Feuer anmachen und goß Petroleum nach, wobei die Flasche explodirte und er im Nu in Flammen stand. B regenste dt. In der Nähe d hiesigen Ortes stürzte der Radfahrer Trippler aus Eimersleben vom Rade und trug so schwere Verletzungen davon, daß er besinnungslos vom Platze getragen werden mußte. Erfurt. Der jugendliche Schriftsieller Erich Salbey hat kürzlich seine Geliebte, die 31jährige FahrkartenVerkäuferin Elise Gebbardt. erschos-

IF88

1

Wenn Sie ein Packet Uneeda Biscuit öffnen, so ist es als ob Sie ebm die Ofenthür geöffnet nnd diefelbm gerade aus dem Ofm entMmmm hatten, sie sind so fitn perig, frisch und rein. t Uneeda Biscuit I

sind die einzigen Soda Crackers." Andere hörm anf Crackers zu sein, nachdem sie ein paar Stunden der Luft ausgeschtsind. Öffnm Sie noch heute ein Packet Uneeda Biscuit 5 Ct NATIONAL BISCUIT COMPANY

0oooooooooooeeooooooooootf

! mt. Aaäian G w w w -wv y

und Sanitarinm.

3127 WEST WASHINGTON STRASSE.

E. IvAUIvEW, Eigenthümer. Reue Tel 1999 0 Gute Zimmer. Gute Rüche. Gute Behandlung. Einen neuen Brunnen, 1600 Fuß tief, enthaltend daS beste Schwefel- ? Wasser. Die chemische Analyse zeigt, daß eS daS beste Wasser für Rheu- W matiömuS, Leber- und Nieren-Leiden im Westen, das bis jetzt entdeckt worden ift. Ein Besuch wird erwünscht.

O o

o. o. o.o.o.ooo.o.oo.o.oü.o.o.o. o. o.o.o.oo.o. .

!

VgyyyVVVVV

' :naMTOBHpir""!Mni4iu -y-j TrotsxHqwwggSaBKreaB 1 1 I Mtz fiMluwBSgavj'x ' 1 1 1 trtAr ,': -fevgj81j6l8 ' 1 ffirLAfcf A V ''-' I lTSwKiffigHK3 1 EQQBwSjferii il ' il 3 ' '' il i tt !'''-"JK5 I ESI t'S ' -T VriM'?TILämfflMSffSmBB hJmi ?iijRffigp"lijffisEyP,?3SB wBmffKvQl&tis-:? jj. ''S&SWSsStfsLwS Bifr PKW&TXtt MMM MdMIIIMM

Einige Hühnerhaus Andeutungen

Um feine Hühner zu ziehen, müssen Sie beaueme Behausung für dieselben hben. Profitabler Eierertrag erheischt di Erfolg im Hühner-Seschäft verlangt eS.

t PeLroicl, die permanente Bedachung, l ift FlirN tiihprritrt hrm fihnrrmn-nn in n.nitnm II I cmmrr cfclt

! ift speziell zubereitet, dem Hühnermann zu

ein Ihrer befindet fich darin gestchert gegen klimatischen Wechsel, kann leicht von irgend Jemand ausgetragen werden, mit ement innen an jeder Rolle bedarf keinen Anstrich, wenn zuerst aufgetragen d liegt glatt. Sie sparen Geld und erhalten Ihre Hühner trocken und warm durch Benutzung von Paroid. Senden Sie heute noch für unser Büchlein, Buildtng Economy". ES ift frei för die Anfrage.

332 Weft Maryland Ttrahe.

fcU sen. Hierauf richtete der Mörder die Waffe gegen sich selbst und brachte sich tödttiche Verletzungen bei. Erich Salbey hat vor einiger Zeit unliebsames Auffehen dadurch erregt, daß er auf einem zweimaligen literarischen Diebstahl ertappt wurde. Er hatte fremde Novellen mit seinem Namen gezeichnet und sie als sein geistiges Eigenthum drucken lassen. Groß-Salze. Der neunjährige Sohn des Brauereiarbeiters Oppermann wurde auf dem Felde vom Blitz erschlagen. Halle. Der aus der Kasseler Gegend gebürtige, zuletzt in Frankfurt a. M. in Stellung gewesene Arbeiter Wilhelm RUhl unterhielt hier mit der ledigen Bertha Rühlemann aus Merseburg ein Liebesverhältniß, das diese zu lösen wünschte. Letztens trafen beide noch einmal zusammen; es kam zu einem Wortwechsel, in dessen Verlauf Rühl das Mädchen zu erschießen versuchte. Er erreichte jedoch sein Ziel nicht, das Mädchen flüchtete und trug nur leichte Verletzungen davon. Nun richtete der Mann den Revolver gegen sich selbst; eine Kugel in die Sch!äfenqeqen tödtete ihn sofort. Das Mädchen fand im Krankenhause Aufnahme. S t a h f u r t. In der Nähe der Sülze ertrank beim Baden in der Bode der 16jährige Maurerlehrling Schneider aus der Moltkestraße. Treffurt. Vom Tode des Ertrinkens errettete die des Schwimmens kundige 13jährige Grete Körner, Tochter des hiesigen Gerichtssekretärs Körner und Schülerin der Königin - Luise Schule zu Erfurt, einen 13jährigen Knaben, der beim Baden im Werrafluß an eine gefäbrliche Stelle gerathen war. Das wackere Mädchen ging bis zu der tiefen Stelle, reichte dem Knaben eine Stange und zog ihn durch die Strö mung an's Ufer, wobei dem Mädchen das Wasser bis an den Hals reichte.

msm um

Mineral - Bai,

wrw -w w -w W f t t l t l t t genügen. S ift ein schwerer (sein Bavin'.. I 324 W. Maryland. rftklasfige Familien wasche. Beide Te'.cvlzou 3 'Arovinz Ldannsver. Hannover. Seinen siebzigjährigen Geburtstag beging kürzlich Senator Klug. Der Stadtsyndikus überreichte dem Jubelpaar im Namen der Stadtverwaltung , eine prachtvolle Blumengabe. Völlenerfehn. Hier brannte das Haus des Landwirths Vennekamp vollständig nieder. Das Vieh kam zum größten Theil in den Flammen um. K l a u s t h a l Vor Kurzem stürz, te der Bergmann Ludwig Müller von hier im Kaiser Wilhelmschacht beim Einfahren bei der 17. Streckensohle von du Fahrkunst und war sofort todt. Der Verunglückte stand im Alter von 49 Jahren und hinterläßt Frau und fünf Kinder, davon drei über und zwei unter 14 Jahren. Europäisches Jttt Wechsel, Creditdriesc. Poßanveisungen. auf alle Städte Europas. Schiffsscheine von und nach Europa. A- und Verkauf ausländi scheu Geldes. No. 35 Süd Meridian Str. ItorebwU National Bank.

mm

mm.