Indiana Tribüne, Volume 30, Number 40, Indianapolis, Marion County, 9 October 1906 — Page 4

Indiana Tribüne. auftg.eo.tben von Itx t,b,g ,. Jndionapol, Ind.

Hrtz O. Tidm .... Prifident. eschäftslocal: No. 31 Süd Delaware Straße. telcphone Kntred m the Post Office ot Indianapolis as second clasc matter. Ans der Bundeshauptstadt. Die Zukunft Eubas ift, wie man sich denken kann, zur Zeit in RegierungS. kreisen die AlleS übenschattende Frage. Allerdings hat Sekretär Taft in seiner viel zitirten Rede zu Havana den Standpunkt der amerikanischen Regie rung ziemlich genau definirt. Cuda soll den Kubanern vetbleiben und die Amerikaner wollen sich zurückziehen, so bald die Ruhe wieder hergestellt und durch ehrliche, unbeeinflußte Volköwahl eine neue Regierung geschaffen worden ift. DaS klingt allerdings sehr schön und ift von den Kubanern auch mit ju delndem Beifall aufgenommen worden, aber eS bleibt noch immer die Frage, ob an diesem Programm auch feftge halten werden wird, oder ob nicht der Hang zum Imperialismus sich als stärker erweisen sollte, als die besten Absichten. Ueberhauvt scheint eS kaum glaublich, daß alle diese gewaltigen RKYüngen, die ungezählte Millionen kosten, gemacht werden sollten, nur um andere Leute glücklich zu machen. Im Allgemeinen läßt e sich der gegenwür tigen Administration nicht nachsagen, daß sie sich mit altruistischen Experimenten befaffe. Staatssekretär Root hat jetzt seinen Platz als Hauptrathgeder des Prüft, denten wieder eingenommen. ES kann auf gute Autorität hin konftatirt wer den, daß Sekretär Root ein entschie dener Gegner? der Annexion Cubaö ift. Er befürwortet eine durchaus konser vative Politik den Kubanern gegenüber. Herr Root kehrt von seiner südamerika Nischen Reife mit den besten Eindrücken zurück und ift mehr als je der Anficht, daß es sehr .wohl möglich sei, intimere Handelsbeziehungen mit den südlichen Republiken zu pflegen. Solche Aus sichten würden indeß seiner Ueber zeugung nach durch eine mzresstve Po litik der Ber. Staatm in Cuda schlimm geftört, wo nicht gänzlich vernichtet werden. ES ift bekannt, daß in Ad mwiftrationökreisen während der letzten Wochen, seit Beginn der kubanischen Wirren die Ansicht gehegt und auSge sprachen worden ift, Intervention, ge folgt von Mllitür Okkupation werde unabänderlich zur Annexion der Insel führen. E ift wahrscheinlich, daß Sekretär Root seinen ganzen Einfluß aufbieten wird, um diese Stömung zu bekämpfen und die Wiederherftel lung des fiatus quo in Kuba herbeizu führen. Ueber eine eigenartige Organisation, die eS sich zur Aufgabe machen will, über die' Thätigkeit der Repräsentanten im nächsten Kongreß eine Ärt Zensur zu üben, wird in letzter Zeilt viel ge sprachen. Eine Anzahl mehr oder min der bekannter .Persönlichkeiten verschie denn Berufszweige hat sich als eine People'S Lobby- organifirt, die als AuffichtSrath das Verhalten der tton greßmitglieder überwachen soll, um für eine reinliche, lweder von Partei noch von Privatrückfichten diktirte Gesetzge bung zu wirken. ES wäre daS die GomperS.Jdee'auS dem engeren Kreise der Arbeiterintereffen auf die allgemeinen übertragen. Jedes Kongreßmitglied soll genau kontrollirt, gegebenenfalls an den Pranger der öffentlichen Meinung gestellt werden. Gleichzeitig soll eine Art schwarze Lifte geführt werden, in 'welcher die Miffethaten aller Kongreßmitglieder genau verzeichnet werden, damit bei Wahlen daS Schuld konto der auf Wiedererwühlung rechnenden Kandidaten und auch der Parteien in möglichster Vollständigkeit aufgeführt werden kann. In der kommenden Sitzung des KongreffeS wird abermals der Versuch gemacht werden, die Landgesetze der Ver. Staaten zu revidiren, aus ihnen auszumerzen, nicht nur was unnöthig, sondern was vom Uebel ist. DaS ursprüngliche Heimftättegesetz ift thatsächlich vollständig genügend; alle die Zusätze, die im Laufe der Jahre gemacht wurdm, leisten nur ungehöriger Ausbeutung, dem Landdiebftahl und Betrug Vorschub. Zum schlimmsten Mißbrauch gibt V? sogenannte ..Tim der and Stone Act- Gelegenheit, untn

dem die werthvollften LSndereien um ein Butterbrot an habgierige Spekukanten verschleudert werden. Nicht weniger als 5,206.646 Acres sind Denselben zum Preise von 2.50 ausgeliefert worden. DaS Bundesschatzamt hat dafür nur $13,091.615 erhalten, der Werth deS geschlagenen HolzeS, ohne den Boden mitzurechnen, betrügt nach einer Schützung des GeneralLandamtS 5523.664.000. die in die Tasche der Ausbeuter gefloffen find. Auf diese Weise hat die Regierung die Hand zur Ansammlung von Privatvermögen ge schaffen, die rechtmäßig der Gesammt heit hätten zugute kommen sollen. Die Lumberkönige find hochmögende Herren geworden, die auf den Höhen deS Erwerbslebens stehen, während der kleine Heimftüttler auf seinen Vierziger oder Hundertsechziger im Schweiße seines Angesichts den Boden bestellt. Der Versuch, dieses Gesetz zu widerrufen, ift seit Jahren in jeder Kon greßfitzung wieder aufgenommen worden, aber noch immer haben ihn die Spekulanten zu vereiteln gewußt. Der mittelst deS Gesetzes verübte Schwindel liegt so offen, daß ein Blinder mit dem Krückstock darauf stoßen muß, aber der Kongreß hat sich bisher nicht dazu verstehen können, ihn zu beseitigen und überläßt eS lieber dem Departement des Innern, auf die größten Betrüger Jagd zu machen, anstatt. die Ursache und Gelegenheit dazu mit einem Schlage zu beseitigen. In einem Vortrage, den George H. Maxwell, der der Sache besondere Aufmerksamkeit geschenkt hat. kürzlich vor den Studenten der landwirthschaftlichen Hochschule von Michigan gehalten, erwähnte er, daß bei den Waldlandverkäufen vom Jahre 1905 700.000 Acres losgeschlagen wurden, und dabei S63.250.000 für die Regierung derloren gingen. Wenn solche Summen gespart würden, könnten wir im Laufe der Jahre noch zehn PanamaKanäle bauen, resp, die erforderlichen Mittel für den Ausbau der Wafferftraßen im Binnenland zur Hand haben, die vermuthlich ar lange Zeit noch Projekte und fromme Wünsche bleiben werden. Und dabei ift der Schaden noch nicht in Betracht gezogen, den die Waldver wüftung dem Lande bringt. DaS aber ift ein so alteS Thema, daß man eS nur in Erinnerung zu bringen braucht, um den ganzen Umfang der Schädigung ermessen zu laffen. Nur der Kongreß scheint dafür kein Verständniß zu haben. Die Eisenbahnen proteftiren dage gen, daß jede von ihnen ihren eigenen Frachttarif veröffkNtlichen muß. während früher die Tarife für eine ganze Anzahl Bahnen nach vorheriger Konferenz mit den Beamten zusammengefaßt wurden. Der Einwand ift. daß die neue Methode zu viel Drucksachen verursacht. Der Protest wird aber nichts nützen. Der betreffenden Vorschrift lagen bestimmte Absichten zu Grunde. Ein zusammengefaßter Tarif ift nämlich so dunkel gehalten, daß Niemand ihn verstehen kann. Nur der Experte der Eisendahnen kann darüber Auskunft geben und man hat die Beobachtung gemacht, daß der Experte nur für gewiffe Kreise erreichbar war. DaS Publikum mußte bezahlen, was die Bahn forderte. Wenn der Versender sich über zu hohe Fracht beschwerte, so wurde er aus den Tarif verwiesen, was unter den Umstünden der reine Hohn ift, da der Versender sich in dem Gewimmel von Zahlen nicht zurechtfinden kann. Jetzt weiß er genau, was Jeder zu zahlen hat, und das gefällt den Eisenbahnen nicht. Die weitere Abficht deS Gesetzes war, den Konferenzen über die Frachtraten entgegen zu wirken, die im Grunde genommen nichts anderes darstellten als ein Kar tell, oder Trust. DaS solches nicht mehr geschehen kann, gefüllt den Eisenbahnen erst recht nicht. Sie müffen sich aber fügen. Ihre Proteste beweisen jedoch, wie wirksam und werthvoll das neue Eisenbahngesetz für daS Publikum ift.

- Neue Inkorporationen. ..Logansport Union Stockyard Company-, Capital $100,000; Direktoren: William W. JoneS, Frank G. Eberhardt, Edward A. Erawford, Je sie N. Tannehill und William L. BryanS. Die Excelfior Company" von Audum hat ihr Aktien-Capital um 81500 erhöht. Die Luther Rural Telephone Company" hat ihren Namen in BippuS Telephone Companny" umgeändert.

Nesnitatlos

Verlief eine Konferenz zwischen Cox und Zenor in New Albany. Die bis gestern spät Abends abgehaltene Konferenz zwischen W. E. Cox und W. T. Zenor unter Leitung des BorfitzerS JaS. T. Lloyd von Shelbyville in Mffouri vom demokratischen nationalen Congreßcomite ift ergebniß. loö verlaufen. Herr Lloyd schlug den beiden Congreß'Aspiranten vor, daß keiner von Beiden daS County bis nach der Primärwahl besuche, und daß Beide gestern Abend noch abreisen sollten. Ferner, daß Keiner von Beiden Geld ! auf die Wahl verwenden solle; und endlich, daß die Kandidaten auf dem demokratischen Countyticket von der Stimmabgabe in der Primärwahl ent schuldigt, und sie aufgefordert werden sollten, das County während der Primürwahl zu meiden. Beide Herren lehnten diese Vorschläge ab, und man wird jetzt immer neugieriger, was aus diesen kleinlichen Praktiken bis zum Wahltage für die Demokraten Süd - JndianaS Gute herausspringen soll. Untersuchung begönne. Detektiv JameS F. Quigley hat mit dem Einsammeln der Zeugenaussagen begonnen, welche in der Verhandlung über die gegen Polizist CouftnS erhobene Anklage der Feigheit vorgebracht werden sollen. CoufinS wurde durch den Polizei-Chef vom Dienste suSpendtrt. Abzeichen und Waffen wurden ihm ab' genommen. Viele Zeugen sollen gefunden sein, welche CoufinS sahen, als er vom Schauplatze deö Mordes fortlief und feine eigenen Raffegenossen sollen gesagt haben, daß er gleich beim ersten Schuffe Ferlengeld gab, sich noch einmal nach der Stelle umsah, wo seine Kameraden um ihr Leben kämpften und daß er dann, nachdem er das Hauptquartier benachrichtigt hatte, zurückkehrte, als die Schießerei vorüber war. Polizeiliches. Bert McDonald. 1316 Lockwood Straße, wurde im Riverfide Park ein Rock entwendet. Derselbe benach" richtigte die Polizei von seinem Verluste. Eine Anklage auf Großdiebftahl brachte gestern John Lackey. 15 Jahre alt. 23 Nord Beville Avenue hinter die schwedischen Gardinen. Derselbe wird beschuldigt, von der Firma Bodbö Merril Co., bei welcher er seit 2 Iah ren angestellt gewesen war, im Berlaufe dieser Zeit ungefähr 200 Bücher gestohlen haben, die er nachher ver kaufte. AlS Lackey sich vor zwei Iah. ren um die stelle bewarb und auch an gestellt wurde, gab er das Alter von 17 Jahren an. Bei der Buchung in der Polizeiftation sagte er, daß er erst 15 Jahre alt sei und muß sich in seinem Alter irgend wo ein Irrthum eingeschlichen haben. Verhaftet wurde er von den Geheimpolizisten Simon und Hauser. Der Neger Sam Baldwin, 2410 Roach Str., wurde gestern von den Beamten Westfall und Trüben nach der Baftille gebracht, wo er wegen Schlügerei und Gebrauchenö einer Waffe gebucht wurde. Derselbe hatte mit einem seiner Raffegenoffen einen Wortftreit, der zu Thätlichkeiten au, artete. Im Verlaufe deö Streite soll Baldwin mit einem Schießeisem gedroht haben. Die Polizei erschien jedoch, be vor irgend ewUnhetl angerichtet wurde, und brachte den streitsüchtigen Neger nach Nummer Sicher. In den Kamin des Hause von Peter Peterson in Doyle Township. Mich., schlug der Blitz ein. zerstörte die Matratze eines Betteö. in welchem Frau Peterson mit iben drei kleinen Kindern schlief, und sprang dann durch ei Fenster in die Erde, ohne die Schläfer verletzt zu haben. Eine Kasse mit Geld, welche im vergangenen Frühjahre auö den Räumlichkeiten des Busineß College in Waterloo, Ja., gestohlen worden war, ist nahe dem Flußufer am Fuße der 2. Straße in vier Fuß tiefern Wasser uneröffnet aufgefunden worden. Der Inhalt der Kasse war unversehrt. Die Diebe hatten, wie man aus dem Zustande der Kasse sthen konnte, mehrere folglose Versuche gemacht, sie zu öffnen, und !cyttetzNcy scheinen sie die Kasse auö urcht, entdeckt zu werden, irr' ifltt geworfen zu haben

Dampfroß auf arallenda.

Man hat vielleicht in keinem anderen Lande eine solche Mannigfaltigkeit in der Auswahl des Materials, welches zur Ballastirung von Bahnbetten ou nutzt wird, wie bei uns. Fast alles Erdenkliche haben die amerikanischen Eisenbahnbauer dazu benutzt, von gediegenem Granit und Anthracitkohle (solange dieselbe noch nicht so theuer war, wie heute) bis zum verachteten Flugsand der großen südwestlichen Wüsteneien, welcher nur durch gewisse, in ihm wachsende Ranken einen gerade Noch genügenden Zusammenhalt bekommt. Aber erst neuerdings denkt man daran, auch Korallen als Bahnbett-Ma-terial zu verwenden. Man bedenke: ein Juwelen - Artikel, der als solcher immer mehr an Beliebtheit gewinnt! Nur die Hartkohle, und auch diese nur in bildlichem Sinne, könnte man zur Noth als Seitenstück heranziehen. nämlich sofern die Steinkohlen den Nebentitel Schwarze Diamanten" führen. Es ist ein ganz poesievoller Gedanke, daß das Dampfroß sich auf einer Korallercbahn bewegen soll, und vielleicht können manche Dichter, welche sonst nicht viel für ersteres übrig hatten, aus einer Korallenbahn doch Begeisterung genug fchöpfen, daß auch ihr Pegasus es nicht verschmäht, auf dem gleichen Wege sich zu bewegen. Ein solches Bahnbett muß auch recht hübsch aus" sehen, seien nun die Korallen weiß oder roth. Aber auch abgesehen davon, werden die Korallen als Material für Bahnbette so 'hoch gepriesen, daß man es nur bedauern kann, daß dieselben nur m sehr wenigen Küstengegenden der Ver. Staaten so dick sitzen, um für einen solchen Zweck verwendet werden zu können. Man könnte sie natürlich anderswohin transportiren; aber da empfiehlt sich nicht, solange sie an Ort und Stelle genügende Verwendung haben. Das Bahnbett - Material wird selten aus beträchtlicher Entfernung geholt; Transportkosten werden vielmehr möglichst vermieden. Die beste Gelegenheit zur Benutzung von Korallen als Bahnbett hat man bei uns noch an einem Theil der Florida' Küste. Und an der neuen Verlängerung der Florida East Coast Railway", von Miami nach Key West an den Florida' Keys" entlang, kommen die Korallen massenhaft zur VerWendung. Den Grund hierfür braucht man nicht weit her zu holen. Sind doch die lls Keys" bekannten Inselchen hauptsächlich oder ausschließlich aus solchem Material zusammengesetzt. Korallenfels ist Alles, was hier überHaupt für ein Bahnbett erhältlich ist, ausgenommen, wenn man sich auf Zuführung aus bedeutender Entfernung verläßt; und dies sucht man, wie gesagt, möglichst zu vermeiden, obwohl man immerhin Concretmasse wird herbeschaffen müssen. Ein schöneres Bahnbett, als aus Korallen, läßt sich kaum denken. Hier schimmern die Korallen in herrlichem Weiß, gleich einem großen Band von Atlassnde. auf welchem die kleinen Eilande mit ihrem üppigen tropischen Wachsthum wie eine Perlenschnur von Smaragdkügelchen aufgereiht sind. In diesem Falle stellen also nicht die Korallen selbst, sondern vielmehr der grüne Pflanzenwuchs die Juwelen dar, was aber an der Schönheit des Anbttckes nichts ändert. Key West wird wirklich durch ein edelsteinbefetztes Band mit dem Florida' Gestade dereinigt. Die Bahnlinie, welche das Korallenbett erhält, wird auch in sonstiger Beziehung bemerkenswerth sein; sie geht zu einem großen Theil durch Wasser, welches 30 oder mehr Fuß tief ist, wcöhalb eine kolossale Menge Material für das Bahnbett bedurft wird, einfchlietzlick auch ganzer Wälder von Bäumen für Pfahlwerk. Es ist geplant, schließlich eine vollständige Eisenbahn bis nach Cuba zu schaffen, worüber indeß noch einige Jährlein vergehen werderv Aber die Korallen - Ballastirung wird den schönsten Schmuck der Bahn bilden. Und vor Allem ist dieser Stoff ungemein dauerhaft. U. . W. g. Nahezu hundert Jahre sind vngan. gen. seitdem die Gewohnheit besteht, mit den oben genannten vier Buchstab?n bei Einladungsschreiben um die Antwort des Eingeladenen zu bitten: Hi Antwort wird gebeten." Die vier Buchstaben gaben c::dj Kotzebue Anlah zu einem hübschen Bußfofefc U. A. w. g." Im BtOu::z Hosschauspielhause erntete in dies Komödie der treffliche Komiker Karl Wilhelm Ferdinand Unzelmann in der Hauptrolle Triumphe. König Friedrich Wilhelm TSL, der sich an Unzelmann's Spiel bei der Premiere des Stückes vortrefflich amüsirte, schickte dem Künstler nach der Vorfiellung durch einen seiner Hoffouriere einen Korb feinster Ananas und auserlesenen Tokaier Ausbruchs. In dem Korbe fand Unzelmann folgende, vom König selbst geschriebene Worte: Und Ananas werden gegessen. Und Ausbruch wird getrunken." Unzelmann soll über die königliche Ausle gung des U. A. w. g." m kein Weise unathalttn attnättn fein.

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für Damen, und Herrm-Kleider, Gardinen, 47-irele-47 115 ! Belde Telephone Zur Naturgeschichte des Potlach. Die Jesup'sche Expedition hat neben ihren vergleichenden Studien der Eigenschaften und Gepflogenheiten der Eingeborenen des fernsten Nordwestens Amerikas und andererseits derjenigen des asiatischen Nordostens noch sonstige interessante Dinge näher ergründet. Ja, manche der letzteren interessirten einzelne Mitglieder der Expedition noch mehr, als die amerikanisch - asiatischen Verwandtschaftsfragen. Darunter ist auch ein kulturgeschichtlich sehr bemerkenswerthes Finanzspekulations - System, dessen äußerliche Verkörperung nichts Anderes ist, als das öfter beschriebene Potla" oder Gabenfest, das noch heute vereinzelt unter fern - nordwestlichen Küsten - Indianern vorkommt. Wenn man es ein Gabenfest oder noch direkter ein Deckenverschenkungs - Fest nennt, so rsi dies zutrefsend, soweit die unmittelbaren äußerlichen Porgänge bei demselben in Betracht kommen. Aber hinter dieser scheinbarenVerschleudernng des werthvollsten Gutes der Eingeborenen verbirat sich weit mehr! Viele, welche da .Potlach- nur äußerlich kennen, ja selbst Manche, welche ein solches als Kuriosität einer nordwestlichen Reise selber mit angesehen haben, mögen mit Verwunderung hören, daß ein wohlausgebildetes Darlehen und Zinsenwesen nebst Lebensversicherung in mehrnen Forknen dahintersteckt. ein System, das zwar etwas anders geartet aber nicht minder geschäftsmäßig entwickelt ist, als alles Derartige in unsern modernen Civilisation! Davon wußten auch die Missionäre nichts, welche solche Veranstaltungen allenthalben in diesen Gegenden vorfanden, und glaubten, jedes Pottach" sei einfach eine, unter protziger Ruhmrednerei vor sich gehende Selbstberaubung eines reichen Jndianns zum Besten seiner Freunde. Das kam ihnen so toll und gemeinschädlich vor, daß sie, wenn sie es vermochten, den Erlaß von Gesetzen dagegen herbeiführten. Diese Gesetze waren ungerecht. Bei einem regelrechten Potlach" leiht ein wohlhabender Indianer die Decken bedürftigen Stammesgenossen, welche nach dem Stammesgesetz genöthigt sind, nach einer bestimmten Zeit dieselbe Anzahl Decken, und noch so und so viele dazu als Zinsen, wiederzugeben. Der Indianer, welcher, in einer Arena stehend, wo Hunderte von Decken irgend eines rothhäutigen Rockefell auf einer Tribüne aufgeschichtet sind, vor dem ringsum versammelten Volk den Reichthum und die Tugenden seines Auftraggebers preist, ist einfach ein Makler, und die Scene läßt sich mit derjenigen in einer Börse vergleichen. Manche reiche Indianer leihen bei der Geburt eines Sohnes Hunderte von Decken mit der Bestimmung aus, daß eine ebensolche Zahl, nebst zusätzlichen als Zinsen, dem Sohn gegeben werden, wenn dieser volljährig geworden ist. oder dem Vater oder sonst einer hierfür bezeichneten Person, wenn der Sohn vor der Zeit stirbt. Das ist weiter nichts, als eine Lebensversicherungs - Police, nur daß der Veranstalter die erste Zahlung leistet und das Publikum die letzten; oder je nachdem ist es eine LeibrentenVersicherung. Als Ausweis über die weggegebenen Decken dienen gewisse Stücke Kupfer; reiche Stammesgenossen haben viele solcher Bonds" in Händen früher nicht blos von Privatpersonen, sondern auch von ganzen Gemeinwesen und dieselben sind Tausende von Decken werth und bringen jederzeit im Umtausch ihren Preis. Auch sind dieselben öfter weißen Ladenbesitzern als Sicherheit für Waaren gegeben worden, und diese nehmen sie gern, denn sie wissen, daß die Indianer sie gewissenhaft einlösen. Von diesen Ladenbesitzern hat man auch Aufklärung über den ganzen Charakter des Systems bekommen. Schon vor Columbus' Tagen war dieses System bei den nordwestlichen Wilden" im Schwange! Glasiertes Kochgescyrrr darf niemals mit einem Messer oder einem Metalllöffel ausgekratzt werden. Zu leicht lösen sich kleine Splitterchen unmerklich ab und kommen in die Speisen. Diese Splitter können dann schlimme Entzündungen im Körper bewirken. Außerdem macht das Kratzen auch das beste Emailgeschirr in kurzer Zeit unansehnlich. Man rühre also immn nur mit Holzlöffeln.

Teppiche, traußfedern, Vorhänge etc

Pennsylvania Str.-l k5 ?even rano Opern Hau.

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324 W. Marylanb. rirNaffige amilienwäsche. Beide elephon Einen abenteuerlichen Sinn besitzt offenbar Madelina Altmann, ein fünfzehnjähriges, ungewöhnlich hübsches und entwickeltes junges Mädchen. Es war vor mehreren Wochen aus ihrem Eltnnhause in Brooklyn entwichen und hatte in Gesellschaft einer Anzahl Marrosen dn Bundesflotte in der New Yorker Bowery ein üppiges Leben geführt. End lich wurde sie von Beamten dn Kin-derschutz-Gesellschaft verhaftet, denen sie mittheilte, sie schwärme für Seeleute und Flotte, und habe veabsicb tigt, verkleidet sich emnmsinn zu lassen. Bei d Leibesvisitation der jugendlichen Gefangenen stellte es sich heraus, ba& ihr Körper von Tätowirungen aller Art bedeckt war. Auf einem Arm sah man das Bild eines Matrosen mit einer amerikanischen Flagge; der ande Arm steckte noch in einer Bandage, n war noch nicht verheilt. Auf ihrer Brust fand man daS Bild eines amerikanischen Kriegsschiffeö und eines amerikanischen AdlerS. Als Schöpser dieser Kunstwerke wurden im Polizeigertcht Peter Farley. alias New York Pete" von Ehatbam Square. Professor" Reilley von Chatham Square und Wm. R. Dewis auö der Bowery vorgeführt und mit empftndlichenFreiheits- und Geld strafen belegt. Boshaft. Frau eines kleinen Beamten, die fehr eingebildet und zimperlich ist: Der Arzt meinte halt, Höhenluft sollte ich haben können! Gatte: Na. siehst du. wie gut es wäre, wenn du manchmal auf dem Boden Wäsche mit aufhängen würdest?! Ein Ausweg. Tochter: Ach, Mama, wie schwer fällt es mir, meiner Todfeindin zu ihrer Verlobung gratuliren zu müssen!" Mutter: ..Ach was! Schreib' halt recht unleserlich!(j5!25Ü DÄ5ÄL?!!Ä? Wechsel. Creditdriefe. Postanweisungen. auf alle Städte Europas. Schisssscheine von und nach Europa. fttt und Verkauf ausländi fchcn Geldes. H Brotes, Ro. 35 Süd Meridian Str. Merchants National Bank. aben Sie schon daran gedacht, daß die Zeit, bis kaltes Wetter eintritt, nur noch kurz ist, und zahlreiche Verlangen an Ihre Börse, solche wie für Brennmaterial, Kleider und Tausend andere Nothwendigkeiten mit sich bringt? Wie stehts mit Ihrem Spar Conto? Wird der Bestand so sein die Auslagen zu ertragen? Sie beginnen besser jetzt mit Ihren wöchentliche Depositen. Diese starke Gesellschaft wird Ihnen sparen helfen. Drei Prozent werden an Depositen bezahlt Zinsen halbjährlich verrechnet, am 1, Mai und 1. November. THE INDIUM TRUST COMPANY, Kapital $1.000.000.00 Ueberschuß 326,000.00 Ercursionen via Big Four Route Sonntag, 14. Oktober Louis ville $2 00 Spezialtug verlaßt Indianapolis Union Bahn hos um 7 Ubr morgen; R,tour'ahrt von (Hilft, in He um 7 Uhr bin. Cincinnati $2 00 p,,ial,ua erläßt Jndianavolis um 7 Uhr. oraenft ; Netourfahrt von Tincinnati um 7 Uhr ben. Ehampaign, JU $1.50 Danville, Jll. $1.25 Der exaialiug verläßt den Union Bahnhof morgenft um 7. Uhr : Netoursahrt von Tham paign um Uhr dendk.