Indiana Tribüne, Volume 30, Number 34, Indianapolis, Marion County, 2 October 1906 — Page 5
Jndiana Tribüne, S. Oktober 1906
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Politische Ankündigungen.
Krank G. Kishba, Demokratischer Candidat für County Schatzmeifter, hat sich verpflichtet. Zinsen an den öffentlichen Geldern zu erlangen und dem Counto zufließen ,u lassen. Unter dieser Verpflichtung bittet er um Ihre Stimme bei der Wahl am 6. November 1906. Dr. M. C. Leeth, Demokratischer Candidat für County Coroner, empfiehlt sich den Stimmgebern von Marion County bei der Wahl am 6. November 1906. William T. Patten, Demokratischer Candidat für County Clerk, empfiehlt sich den Stimmgebern von Mario County bei der Wahl am 6. November 1905 ; er verspricht, im Falle seiner Erwählung, di Pflichten des Amtes treu zu erfüllen. James E. Berry, Demokratischer Candidat für County Recorder, bittet um Ihre Stimme, er verspricht, wenn ermöhlt, ein wahrer Diener deö BolkeS zu fein. Wahl am 6ten November 1906. James . MeErofsa, Demokratischer Kandidat für Sheriff von Marion County, bittet um die Stimme aller Steuerzahler bei der Wahl am 6. November 1906. Er very spricht das Amt gewissenhaft m verwalten. Henry W. ttlausman. Republikanischer Kandidat für Surveyor von Marion County, empfiehlt sich den Stimmgebern zur gefälligen Berücksichtigung bei der Wahl am 6. November 1906. Stimmt für Robert H. Bryson, Republikanischer Kandidat für Auditor von Marion County. Wahl am 6. November 1906. Stimmt für Leonard M. Quill, (gegenwärtiger Chef Deputy) Republikanischer Kandidat für Clerk von Marion County. Wahl am 6. November 1906. Ed. I. obison. Republikanischer Kandidat für Counly Schatzmeister, Verspricht wenn erwählt, getreu alle erhaltene Zinsen abzuliefern und jedem Departe ment seine persönliche Aufmerksamkeit zu widmen. Wahl am 6. November 1906. Xxe letzte SecchtSglnubigen". In London halten sich zur Zeit vier Verlreter der alten Religionsgemeinschaft der Samaritaner auf. von der noch ungefähr zweihundert Anhänger ezistiren, und die ihren Glauben als die einzig wahre hebräische Religion bezeichnet. Die vier Priester, die nach Lodon gekommen sind, erinnern in ihrer äußeren Erscheinung und Haltung wie in ihren Mmen an die Patriarchen des alten Testaments: sie heißen Jsaak Ben Amram ha-Cohen Ha-Levi, Safik Ben Jakob Ha-Cohen Ha-Levi. Nage Ben Khader Ha-Cohen Ha-Levi und Silabi Ben Jakob Salabi. Die vier Männer sind außergewöhnlich hoch gewachsen, hagere Gestalten und in ihrem Benehmen schweigsam und würdig. Sie sind in priesterliche Gewänder gekleidet und fuhren Bücher und Schriften von grohem Werthe mit sich. Darunter sind eine Rolle, die seit ungezählten Jahrhunderten in ihrer Synagoge benutzt wird, uralte Gebetbücher und eine vergilbte Zeittafel, in der von ihren verstorbenen Hoheprie stern berichtet wird. Die Samariter sind nach England glommen, um für ihren lon den Türken verfolgten und mit Abgaben überbürdeten Stamm Unterstützung und Hilfe zu finden. Der Bischof von Jerusalem hat ihnen einen Brief an den Bischof von London mitgegeben, und König Eduard wird rhnen vielleicht eine Audienz gewähren. Die Samaritaner sprechen nur arabisch und eine alte Form des Hebräischen; sie glauben nur an die fünf Bücher Mose und betrachten die anderen Juden als Schismatiker. Durch einen Blitzschlag erblindet. In Eppersdorf. Kärnten, wurde die 17jährige Schnitterin Franziska Zirn. die ein mehrere Monate altes Kind ihrer Schwester auf em Arme trug, vom Blitze getödtet. Das Kind blieb m Leben, verlor jedoch das Augenlicht. Mehrere Schnitter wurden verletzt. Tödtlicher Insekteni ch. Der 14jährige Sohn des Fabrikbesitzers Schmidt in Saalfeld, .Thüringen, wurde von einem Insekt in die Stirn gestochen. Der Zustand deö Jungen verschlimmerte sich allmäilig derart, daß er w die Jenaer Klinik übergeführt werden mußte, wo er an Blutvergiftung starb.
Keim schreit! Humoristische Skizze von Albert Boer. Frau Olga hatte kein leichtes Leden. Nicht, daß sie Noth zu lclven gehabt hätte. Gott bewahre, ihr Mann verdiente als Mitinhaber der Firma Gerhosf & Co. eine ganze Menge Geld, sie besaßen eine reizende Villa draußen in der Thiergartenftraße, die beiden Töchterchen, Hedwig und Klara, wuchsen prächtig heran alle Bedingungen für ein glückliches, ruhiges Dasein waren gegeben. aber der Junge! Er, der Stolz des Hauses, auf den der väterliche Antheil am Geschäfte einmal übergehen sollte, der alle Hoffnungen der Eltern auf seinem semmelblonden Haupte vereinigte, er machte Frau Olga vielen Kummer. Nicht, daß er sich zum Verbrecher auswuchs, dazu war er mit seinen drei Lenzen ja schließlich noch zu jung, obgleich Großmama behauptete, Männer kämen mit vierzehn Tagen in die Flegeljahre und nie wieder raus, aber es konnte ja kein gutes Ende nehmen, das start) doch sonnenklar im Schicksalsbuch geschrieben. Er mußte vor der Zeit zu Grunde gehen! Frau Olga war sich noch nicht klar: würde er die Treppe runterfallen und sich den Kopf zerschlagen, an einem Kirschkern ersticken oder in der Badewanne ertrinken? Bei dem bloßen Gedanken an eine dieser Todesarten lief ihr eine Gänsehaut über den Rücken wie ein Reibeisen es gab auch noch andere, die sie gar nicht in Betracht gezogen: er konnte von einem Automobil überfahren werden, ein toller Hund konnte ihn beißen, ein Ziegel ihm auf den Kopf fallen. Du lieber Gott, die Welt steckt voller Gefahren! Nun war zwa: Heinz kein zartes Knäblein, im Gegentheil, ein Mordsbengel, auf dessen Kopf sich der betreffende Ziegelstein sicher in Atome zerschlagen hätte, ohne ihm zu schaden; vielleicht wäre sogar die Pneumatik des Töff-Töff an seinen gefunden Knochen zerknallt, aber er war doch nun einmal der Einzige, und wenn ihm nun was passirte!! Seid mal stille, ich glaube Heinz schreit!" rief Frau Olga mit entsetzter Miene ihren Gästen zu. raffte die Röcke und stürzte geiste?bleich die Treppe hinauf. Heinz schrie zwar nicht, sondern versuchte nur Hedwig's Puppe kleinzukriegen, indem er, puterroth im Gesicht, ihr die Beine aus dem Leibe riß und die Sägespäne in weiten Bogen mit unweiser Verschwendung verstreute, bis der Puppenbalo als trübselige Mumie ihm in Händen blieb. Multah!" krähte Heinz und hielt ihr die verschündelte Puppe entzegen. Muttah. Püppi taput! Guckguck :au8!" Dabei schlug er ihren Wachsschädel mit fröhlichem Ingrimm aus den Fußbol. daß Sägespäne, die Augenmechanik und die Kopfscherben munter umherflogen. .Heinz!" ricf Frau Olga, sprang empor und hob ihren Liebling auf. Gottlob, er war gerettet, für diesmal war noch nichts von all den fürchterlichen Ereignissen eingetreten, deren schauerliches Verzeichniß sie angstvoll im Herzen trug. Minna, das Kindermädchen, wurde herbeigerufen. Heinz in's Bett (je packt lmd die Spuren seiner Thätigseit dii Seite geschafft, ehe Hedwig etwas davon oewahr werden konnte. Na, es war ja keine ganz neue Puppe mehr, und Weihnachten stand vorder Thür. Der Stolz des Hauses lag wie ein Unschuldsengel in seinen weißen Kissen, faltete die Händchen und betete: Lieba JesuS, mach mich fromm, daß ich in den Himmel tomm! Amen!" Mit glücklichem Lächeln stieg Frau Olga die Treppe hinab. Heinz schreit!" wurde die Devise des Hauses. Wenn die Schwestern sich oben bei den Haaren kriegten: Heinz schreit! Wenn Luise im Keller Holz klein machte: Heinz schreit! Der Fleischklopfer und die quietschende Küchenthür verwandelten sich in Heinzens Kehle; wenn Klara auf dem Klavier in schaudervollen Mißakkorden daneben griff, schrie Heinz, Heinz schri?, wenn der Herbstwmd durch den Garten pfiff, wenn der Hofhund anschlug. Kam es nun wirklich mal vor, daß Heinz, was er gern that, die Holzstiege hinabkletterte oder, den Flachsschädel voran, aus seinem Bett auf den Teppich bumste, dann wurde daS Haus aufgeboten. Wie das wilde Heer stürzten Frau Olga, Minna und Luise die Treppe hinauf in's Kinderzimmer, wo Heinz vergnügt quickend auf dem Fußboden saß und mit großen Augen die anstürmende Kalvakade betrachtete, deren Aufrecung ihn mit äußerster Heiterkeit erfüllte. AIs er gar die Masern bekam, lief das ganze Haus vierzehn Tage lang auf Zehen umher und lebte von Graupensuppe und Rührei, zu sonstigen Kochkünsten blieb ja zar keine Zeit; aber das war auch seine einzige Krankheit. Frau Olga empfand es fast alö Zurücksetzung fetten de Schicksals, daß ihr Augapfel sich gar so einer plebejischen Gesundheit er freute; in ihren etwas von Roman-
m vurchweyten Träumen hätte sie ja
keine poetischere eelenregung gekannt, als tagelang an dem kleinen Bettchen zu sitzen und Samariterdienste zu leisten. Aber nichts von alledem! Heinz wuchs heran, verschluckte allerhand unverdauliche Sachen, die ihn nicht genirten, ftrgerw von Tischen und Stühlen, ohne etwas andeees als blaue Flecke davonzutragen, dicke Folianten und Baukästen fielen ihm auf den Kopf, es that ihm nichts, er brüllte nicht einmal, wie andere wohlerzogene Kinder pflegen er lachte über alles, rieb sich seinen Blondkopf ein Weilchen, überlegte sich einen Augenblick, ob es die Anstrengung, den ganzen Apparat des Heulens lohne und dann griente er über das ganze Geficht. Die Mutter ließ ja keine Borsichtsmaßregeln außer acht: Knöpfe und andere Spielsachen wurden durch Fäden miteinander verknüpft, um etwa Verschlucktes herausangeln zu können, die Treppe war dicht mit Läufern belegt, das Geländer mit Schnüren durchflochten, damit er nicht den Kopf durchzwängen solle, und das Bett mit einer Balustrade umgeben gegen das Herausfallen. Aber Heinz machte alle sorglichen Vorkehrungen zu Schanden. Er zwängte den Kopf durch das Geländer und schnitt fürchterliche Grimassen, während die Mutter klappernden Gebeines mit aufgehaltener Schürze auf der untersten Stusc stand; er stieg auf die Bettbalustrade und ließ sich von oben herunterfallen, bums, mit dem Schädel voran aber es schadete ihm nichts, er hatte Knochen, wie Hans im Glücke. Als er zur Schule kam, trat Frau Olgas Sorge in ein neues Stadium. .Heinz schreit" natürlich wurde er in der ganzen Klasse nickt anders genannt war der Robusteste und Gesundeste von allen. Wenn die kleinen A-B-C-Schützen sich prügelten er kriegte nie was ab, aber die Püffe, die er austheilte, saßen, ei weih! Wohl kam er mal mit einer zerrissencn Jacke oder mit gewaltig zerzausten Haaren heim, aber er machte nicht viel Worte drum er war doch als Sieger aus der Männerschlacht hervorgegangen, und die, welche ihm in die Locken gefahren waren, hatten nichts zu lachen. Frau Olga erschien es wie ein Räthsel, daß Heinz schreit" so durch die ersten Jahre kam, daß 'er ihre mütterliche Fürsorge so ganz und gar zwecklos gemacht. Und was steht da noch alles in Aussicht?! Die viele Wissenschaft, an der sich schon mancher kaput gelernt hat, Baden. Schlittschuhlaufen, das Freiwilligen - Jahr einmal muß doch ein Malheur kommen! Frau Olga ist zuweilen ganz unglücklich, sie fühlt sich so überflüssig auf der Welt, sie kommt sich vor wie der Clown im Zirkus, der neben dem Pferd der Kunstreiterin einherläuft und mit besorgter Miene seinen Spitzhut aufhält, während sie lächelnd mit elegantem Purzelbaum durch Reif und Feuer springt. Eines Tages wird Frau Olga über die Manegenrampe stolpern, und Heinz schrei" wird sie aufheben! Schrecklich!! Hund und Adjutant. Graf Franz Gyulai (1798 bis 1868). der 1849 österreichischer Kriegsminister wurde und 1857, nachdem Radetzky in den Ruhestand aetreten war, den Obrfehl im lombardisch - venezianischen Königreiche erhielt, hatte eine Zeitlang die üble Angewohnheit, seinen antichambriren den Adjutanten durch einen schrillen Pfiff kund zu thun, wenn er ste zu sprechen wünschte. Freiherrliche, gräfliehe, prinzliche Adjutanten hatte Gyulai in seinem Vorzimmer gesehen, und sie alle gehorchten dem Pfiff des Generals wie einem gemessenen mündlichen oder schriftlichen Befehl. Das wurde anders, als Graf Gyulai einst einen neuen Adjutanten sich erkoren harte, einen zwar armen, aber Hochgebildeten jungen Offizier. Dieser wußte von des Militärgewaltigen Gewohnheit und hatte auch bald Gelegenheit, den ihm geltenden Pfiff zu vernehmen. Flugs holt er aber Gyulais Lieblingshund herbei und zerrt ihn zu seinem Herrn. Dieser, roth vor Zorn, fährt ihn an: Was soll denn die Hundekomödie, Herr?" Excellenz haben gepfiffen." kam es ehrerbietig, aber fest von des Adjutanten Lippen. Ich habe gepfiffen, gewiß, jedoch nicht dem Hunde," explizirte Graf Gyulai. Nicht dem Hunde," fragt erstaunt der junge Offizier, für wen sonst wobl sollte der Pfiff bestimmt sein?" Die nun folgende Szene war, wie die Historie berichtet, eine hochdramatische. Mit einem Satz stand General Gyulai vor seinem Adjutanten und durchbohrte ihn beinahe mit seinen Blicken. Der aber hielt unerschrocken stand. Dann sagte Gyulai milde: Herr Adjutant. führen Sie, bitte, den Hund hinaus und kommen Sie wieder zu mir herein!" Bon Stund an hat Gyulai niemals wieder einem Adjutanten gepfifftn. Beinahe. Dein Bräutigam hat Dir abgeschrieben?" Ja, vier Standen vor der Trauung; nur einen Tag, wenn er länger gewartet hätt', fo waY er mein Mann aewesent"
Neue Bergwerks Gärtnerei!
Daß Oberst Pofey einer der Vertretet vom Hoosier Staat war. da wird wohl sogar die Mitwelt bald vergessen haben. Aber vielleicht wird er in anderer Beziehung einen UNsterblichen Namen erhalten. alö Pionier eines Unternehmens, welches bei allgemeinerer Nachahmung einige recht interessante Aussichten für die Zukunft eröffnet: nämlich der VerWandlung aufgegebener Kohlengruben. tief unter der CHde. in Blumenund Gemüsegärten! So würde also Ceres, die liebliche Flurengöttin, selbst im dunklen Reiche Pluto's Eroberungen machen. Bereits hat Herr Posey einen solchen Garten 200 Fuß unter der Erde eingerichtet, obwohl derselbe für die allernächste Zeit noch nichts bietet, als was man auch bisher unter der Erde, wenigstens in Kellerräumen, großentheils aber auch in unterirdischen Anlagen, gebaut hat, nämlich die Eßpilze oder Morcheln, die ein so belieotes Haupt- oder Nebengericht für die winterlichen Monate bilden. Aber nie zuvor hat man ehemalige Kohlenzechen hierfür auszubeuten gesucht. Und die Morchelnzucht soll nur den Anfang einer wunderbaren Gärtnerei bilden, zu deren Programm fogar Rosen und tropische Pflanzen gehören sollen! Dieser Garten befindet sich in einer aufgegebenen Kohlengrube unter den Jndiana'er Counties Warwick und Spencer und ist 15 Acres groß. Seit 17 Jahren war hier keine Kohle mehr gefördert worden. Als Oberst Posey vorKurzem den Schacht wieder öffnen ließ, war er erstaunt, wie gut die innen Kammern erhalten waren. Das Dach war nicht eingestürzt, und das Bergwerk war vollkommen trocken, rein und warm. Die Temperatur aller Theile des Bergwerks zeigte keinen Unterschied und keine Schwankungen; bei jeder Prüfung fand er 55 Grad Fahrenheit. Dies ist eine geradezu ideale Temperatur für das Ziehen vieler Gattungen Pflanzen. Uebrigens konnte dieselbe in einzelnen Kammern ganz nach Belieben erhöht werden. Dazu kam, daß die Luft in dem Bergwerk mit Kohlensäure genügend stark geladen war, um das Pflanzen leben sehr zu begünstigen, ohne daß sie für das Athmen unzuträglich war. Und falls es doch wünschenswerth war. von Zeit zu Zeit frische Luft von oben her zuzuführen, konnte dies mit einem' automatischen Fächer ohne große Unkosten geschehen. Auch war genug Wasser verfügbar, das nicht gepumpt zu werden brauchte, sondern durch die Schwerkraft von selbst herbeiqeführt wurde. "Paßt j Alles canz famos für eine Kunstgärtnerei," dachte Oberst Pösey, wenn nur das Licht wäre!" Nun wußte er freilich, daß elektrisches Licht in einem bedeutenden Maße das Sonnenlicht ersetzen könnte; aber eine elektrische Beleuchtungsanlage ausschließlich für diesen Platz war ihm zu kostspielig. Da fiel ihm ein, daß neuerdings von der Cornell Universität auch Jersuche mit Acetylen - Gaslicht, das für Automobile Zweiräder u. s. w. so beliebt ist. als Ersatz für Sonnenlicht gemacht worden waren. Er erkundigte sich näher und war mit der Auskunft vorläufig sehr zufrieden; besonders interessirte ihn die Mittheilung, daß sich eine Kammer von 200 Fuß Länge und 50 Fuß Breite für 10 Cents 24 Stunden lang mit Acetylen - GaS beleuchten ließe! Besondere Einrichtungen waren dazu gar nicht erforderlich. Jetzt trifft Herr Posey die ernstlichstenBorbereitungen für eine unterirdische Gärtnerei in umfassendem Maße. Er will immerhin mehrere Tausend Dollars darauf vecrwenden und vor Allem Hunderte von Tonnen ergiebigen Erdreiches in das Bergwerk schaffen lassen, um Beete anzulegen, die den Beeten in Treibhäusern gleichkommen. Da hier unten im Winter und im Sommer die Temperatur ungefähr gleich ist, so bracht, wenn sonst Alles stimmt, daS Ziehen irgend welcher Gemüse und Blumen sich in keiner Weise an die Jahreszeit zu binden. Wie schon erwähnt, soll mit Morcheln angefangen werden; dann soll Salat für den Wintermarkt drankommen, weiterhin Rosen und andere Blumen, und bei fiellenweiser Erhöhung der Temperaur auch tropische Gewächse. Hier unten ist auch nichts von Jnsekten und Schmarotzerpflanzen zu fürchten, wenn solche nicht etwa mit dem eingeführten Erdreich kommen. Das kann ja noch herrlich werden, zuma? es eine Menge aufgegebener Kobngruben in unserem Lande gibt! u r cy eine Drossel wurde kürzlich auf der Strecke nach Körne bei Dortmund die elektrisch Lichtleitung gestört. Der Vogel war unweit Korne in der Nähe der Hafenbahn auf einen Blitzableiter geflogen und hatte sich zwischen diese und einen Draht, der mit der elektrischen Leitung verbunden ist, gesetzt. Dadurch wurde die Verbindung zur Erde hergestellt, und das elektrische Licht erlosch. Als man den Vogel, der von dem Strom (2500 Volt) getödtet und dem die Flügel und Federn verbrannt waren, entfernte, funktionirH h Leituna. wieder.
Allerlei für'S HaS. Um ausgetrocknete Holzgefäße wasserdicht zu machen, legt man die Gefäße mit einer Lage Stroh aus, bringt einenStein darauf und füllt Wasser darüber. Wenn auch das Wasser abfließt, ist doch ein Nachfüllen oft nicht nöthig, da das Stroh Feuchtigkeit genug enthält, um das Aufquellen des Gefäßes zu bewirken. Kleiderregeln. Man sollte niemals nach dem Tragen ein Kleid in den Schrank hängen. Es ist desser und die ältesten Kleider bleiben frisch und geruchlos, wenn man die Taille des Kleides eine halbe Stunde über eine Stuhllehne hängen läßt, ehe man sie in den Schranf hängt; auch sollte jedes Kind gewöhnt werden. Strümpfe vor dem Schlafengehen mit der inneren Seite nach außen über einen Stuhl zu hängen. Vorzügliche . Möbelpolit u r. 2 Unzen weißes Wachs. 2 Unzen gelbes Wachs, 1 Unze venetianische Seife, 1 Pint Terpentin, 1 Pint Wasser. In ein gut verschließ bares Gefäß wird Wachs und Setfe beides vorher fein geschnitten eingefüllt, die Flüssigkeit darüber gegössen und 14 Tage stehen gelassen, aber täglich einmal umgerührt. Wird die Politur beim Gebrauch nach und nach steif, so gießt man etwas Terpentin dazu. Diese Politur eignet sich nicht nur für polirte Möbel, sondern aus ganz ausgezeichnet für ölfarbenund lackgestrichene Thüren etc., sie reinigt und erhält den Glanz weit desser als Wasser und Seife oder andere Mittel. Das Ueberwintern von Knollen und Zwiebelgewächfen ist nicht immer leicht. Man muß dazu die nöthigen Räume haben und die einzelnen Pflanzen auch nach ihrem Bedürfniß unterbringen. Trockenheit ist ja die erste Bedingung aller Ueberwinterungsräume, denn trocken wollen alle Pflanzen liegen, welche über Winter ruhen. Aber die Wärme muß verschieden sein. Montbretien. Crocosmien, Dahlien, Gladiolen, Anemonen werden am besten kalt gehalten, Canna, Caladien, Begonien lieben einige Grade Wärme, und Gloxinien sind am besten bei ungefähr 55 Grad aufbewahrt. Je wärmer eine Knolle liegt, desto mehr muß sie von Erde umhüllt sein. Begonien und Gloxinien erhalten sich am leichtesten, wenn sie einfach mit dem Topfe fortgestellt werden. Canna hebt man vortheilhaft mit dem ganzen Ballen aus und stellt sie hin. Drei- und vierfach könmn Töpfe und Ballen übereinander stehen es fchadet nichts. Wo Raummangel solche Ueberwinterung unmöglich macht, muß man die Knollen in Kisten packen, welche mit Sand gefüllt sind. Es dürfen dann aber höchstens zwei Lagen übereinander geschlichtet werden. Flache Sitten eignen sich zum Ueber, wintern am besten. Frische Blumen zu verpacken. Am besten nimmt man zu diesem Zwecke ein Pappkästchen, wie es mit der gewöhnlich schon aufgedruckten Bezeichnung Muster ohne Werth" in den meisten Buchbinderoder Papierläden zu haben ist; dann legt man die Blumen, in gleichmäßige Schichten und nicht zu locker gepackt, hinein, nachdem man den Stiel einer jeden nochmal ins Wasser geraucht und um den Kelch einen 1 Zoll breiten Streifen durchnäßten Seidenvapiers gewickelt hat, der das unterwegs Aufgehen der womöglich in halb offenem Zuftand abgeschnittenen Blume derhindern soll. Zum Schluß noch feuchte Blätter darauf, und die Sendung kann ungefährdet 24 bis 30 Stunden reisen. Tomaten in Steintöpfen einzumachen ist die bequemste und sicherste Art und Weise. Man kauft sie, solange sie noch nicht ganz reif, reibt sie mit einem trockenen Tuche sauber ab und legt sie in den dazu bestimmten Steintopf. Dann kocht man Salzwasser ab und gießt es. nachdem es kalt geworden, darüber, so daß die Brühe reichlich übersteht. Ein kleines Säckchen mit Senfkörnern oder ein Stück Schiefer wird auf die Tomaien gelegt, damit sie unten bleiben. Zuletzt bindet man den Topf mit Pergamentpapier oder einem reinen Tuche zu und bewahrt ihn an einem kühlen Orte (Keller) auf. Das Schälen von Per!zwiebeln zum Einmachen hat manche Hausfrau schon viel Zeit und Mühe gelostet, und doch ist nichts einfacher als das! Man lege sie am Abend vorher in Salzwasser und die Schale löst sich bei diesem Druck mit derselben Leichtigkeit wie bei Mandeln, die man gewöhnlich in kochendes Wasser legt, ehe man sie schält. Der Toilettenschwam.-n kaun sehr .cicht gefundh.'.tscyävl:H werden, wM ir nun einer? sehr günstigen Nährboden für viel:?!?! Keim: (sog. Bazillen) bildet. Dagegen bildet ein vortreffliches Hilfsmittel das Sonnenlicht, und die Schwämme sollten nach gründlicher Säuberung mit einer nicht zu schwachen Sodalösung und einer Durchtränkung mit stark verdünnter Salzsäure zuletzt mit reinem Wasser durchspült, ausgedrückt und zum Trocknen im Sonnenfckein aufgehängt werden. Bei diesem Berfahren werden sie wieder so gut wie neu.
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