Indiana Tribüne, Volume 30, Number 33, Indianapolis, Marion County, 1 October 1906 — Page 1
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L H VvfÄreint jeden Zleutsmittag. Jahrgang 30. Indianapolis, Ind., Montag, 1. Oktober :90ß No. 33. : ' ' ' ' ' ' 1 ' ' " : 1
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Drogucn-Ucbclm Muncic Soll riesige Dimensionen angenommen haben.
M u n c i e. Der Kreuzzug unserer Polizei gegen den Gebrauch von Ovia ten hat einige recht sensationelle Enthüllungen gebracht. Eine Schule zur Ausbildung von Verbrechern soll de standen haben, und Kocaine soll bei Kindern zur Anwendung gebticht sein, damit diese unter dem EinfUfc von Droguen Diebftähle und Einbrüche ausführten. Drei Knaben find soweit gefunden, und man hofft, Geständnisse von denselben zu erlang-n. Laut Schätzung der Polizei befinden sich zwi schen 1500 und 3000 Opiateneffer in unserer Stadt (Muncie hat etwa 35,. 000 Einwohner). Falls es sich erweift, daß das Uebel wirklich so weite Ausbreitung hier ge funden hat, nie die Polizei anzunehmen geneizt ift. dann, sagt die Polizei hat sie ein Recht anzunehmen, daß das Weinzimmer.Uebel im Vergleich mit diesem Uebel eine Tugend ift. Die Polizei ist sogar zur Annahme geneigt, daß gewissenlese Männer jnnge Mäd chen mit den Droguen traktirten; doch liegen für diese Annahme keine Beweise vor. Man gedenkt die Droguenhändler zur Cooperation mit der Polizei zu bewegen, um auf diese Weise dem Uebel zu steuern. OkZober-Wetter. DurchschnittLmaß der letzten 35 Jahre. Aus den während der letzten 35 Jahren zusammen gestellten Wetter. Berichte für den Monat Oktober hat das Wetterbureau ein Mittel gezogen, welches jedoch nicht als eine Voraus sage deS im Oktober zu erwartenden Wetters anzusehen ift. Die Durchschnitt Temperatur des Oktobers während dieser Zeit betrug 55 Grad; das Jahr 1900, mit 63 Grad lieferte unS den wärmsten, 1388 mit 50 Grad den kältesten Oktober. Den wärmsten Oktobertag hatten wir am 1. Oktober 1897. das Thermometer regiftrirte 89 Grad; der 30. Okt. der Jahre 1887 und 1895 waren mit 22 Grad soweit die kältesten Oktobertage. Der Durchschnitts Regenfall betrug 2.78 Zoll, das Jahr 1833 aber lieferte für den Monat Oktober 3.56 Zoll Regen, während der Oktober deS Jah reS 1892 mit nur 0.23 Zoll als der trockenste berichtet wird. Den grötzten Regenfall innerhalb 24 Stunden hatten wir am 12. 13. Oktober 1901. wo 3.13 Zoll Regen fielen. Die Windrichtung während der OktoberMonate war vorwiegend vom Süden. Der Thierqnälerei beschuldigt und verhaftet. Thomas Blackwell, 1015 Süd Mis. souri Straße und Martin Judge, 618 Süd West Straße, wurden gestern von den Radle, Polizisten Shine und Schlangen nach der Polizeiftation ge. bracht, wo fie wegen Trunkenheit und Thierquälerei gebucht wurden. Die selven hatten sich gestern auö einem Leihftall ein Fuhrwerk geliehen, mit welchem sie eine Spazierfahrt auf's Land unternahmen. Zur Stadt zurückgekehrt und auf der Washington Straße angekommen, der. suchten fte in angeheitertem Zustande das Pferd auf den Seitenweg zu trei den. wodurch das Thier zu Fall kam, und fich an den Beinen verletzte. Der Wagen wurde beschädigt. Die Polizei erschien glücklicher Weise bevor ein größeres Unglück pasfirte und brachte die beiden Insassen nach Nummer Eicher, wo fie ihren Rausch auSschlafen könne. DaS Geführt, welches Eigenthum von John Barrett ift. wurde nach dem Leih stall zurückgebracht, wo das verwundete Thier sofort in Pflege genommen wurde. Chaß Baaske'ö Südseite Kneipe, 1291 Süd Eaft Str.
Allzuviel ift nugcsuud.
Lustige Braut durch Schläge zur Raison gebracht. Josephine Haggerty. eine junge Wittwe auö Princeton, Jnd , wurde gestern von ihrem zukünftigen Gatten Charles Schmittler wahrend der Trau ung. die in Carmi, Jll., stattfinden sollte, durchgeprügelt. Friedensrichter Pendall war gerade dabei, dem feierlich vor ihm stehenden Paare das Traugelübde vorzulesen, als die Frau plötzlich in einem Anfalle von übermäßiger Luschtigkeit" dem Frie. denSkadi das Zeremonienbuch avS der Hand schubste, so daß eS zu Boden fiel. Pendall wußte seine Lektion auswendig und vollendete dieselbe, ohne fich bücken zu mttffen. Er war gerade dabei, das Schema des Ehekontraktes auszufüllen, als die junge Frau in einem zweiten stärkeren Anfalle von Glückseligkeit das Tinten faß ergriff und einen Theil feinS In haltS über das Dokument ergoß. Als der Kadi entsetzt aufsprang, goß die spaßhafte junge Dame ihm den Rest deS TtntenfüffeS in den Aermel. DaS war dem neugebackenen Ehegatten Schmittler doch etwas zu viel über sei nen Spaß. Er ergriff einen Spazier, ftock und begann seine neue Eheliebfte nach allen Regeln der Kunst zu der. hauen, während der tintengetausteFrie. denSrichter mit gesträubten Haaren das Weite suchte. Wohlverdientes Lob Wird dem Besitzer der Columbia Halle zu Theil. DaS ArrangementS'Eomite der State Federation of Labor stattete dem Be fitzer der Columbia Halle, Herrn Peter Hammerle für die den Delegaten zu Theil gewordene koulante Behandlung herzlichsten Dank ad. Besonders erwähnten die Herren, daß wohl selten eine Halle so schön für eine Convention dekorirt und so zweckmäßig für dieselbe hergerichtet war, wie gerade die Columbia Halle für die Bersamm lungen der Labor Federation in der letzten Woche. Auch über die ihnen am Banquett Abend zu Theil gewordene prompte Bedienung, über die ausgezeichnete Küche und das mehr wie reichliche Mahl waren die Herren deS LobeS voll. Herr Hammerle, der natürlich das Beste lieferte was Keller und Küche nur zur Stelle fördern konnten, ist mit Recht stolz auf das ihm so reichlich ge spendete Lob. in altes Dokument. Beim Counly Recorder in Terre Haute ift ein interessantes Dokument eingereicht worden. Dasselbe betrifft eine am 5. Januar 1318 ausgestellte und von dem dama. ligen Präsidenten der Ver. Staaten. JameS Monroe, unterzeichnete Landfchentung an tyrenus Chapin und Her. man Bogart, AffigneeS von Philomen W. Dean, gewesene Soldaten im Corps canadifcher Volontäre. Das Areal umfaßte eine Viertel Landfection. auf welcher das heutige MackSville steht. DiftriktS-Covetto derKohlegräder. Auf Verlangen der 13 LocalunionS des Distrikts No. 11 von den Bereinig, ten Grubenarbeitern von Amerika ift vom DtftriktS.Präfidenten auf den 23. Okt. eine Spezialconvention nach Terre Haute einberufen.zu der jedeUnton einen Delegaten resp. Stellvertreter schicken soll. Scheinbar hat diese Convention den Zweck, gewiffe Punkte deö Terre Haute Ueberetnkommenö in Bezug ?uf die Top Coal" Frage zu besprechen in Wahrheit aber sollen jene 13 UnionS die Einberufung der Conven tion verlangt haben, um die Distrikt. Beamten abzusetzen, weil fie angeblich eine Entscheidung abgegeben haben, welche den Interessen der Kohlengrüder zuwiderlaufen soll.
Mord.
Polizist von Negern erschössen. Polizist Chas. Z. Ruffell getödtet. Edward ). petticord schwer verletzt im Hospital. Der Mörder entkommt. Fieberhafte Thätigkeit der Polizei. In einem Revolvergefechte mit Negern wurde gestern Abend Polizist Charles I. Ruffell, 2805 Rader Str. erschossen, während sein Partner Cd ward I, Petticord. 733 Oft McCarty Str., so schwer verletzt wurve. daß sein Zustand als Besorgniß erregend ge meldet wird. Die beiden Neger. Jeffe Coe und Geo. Williams. 936 Queen Ave.. welche die Schöffe abgaben, entflohen, doch gelang es der Polizei später den Williams, welcher Petticord verwun dete, einzufangen. Die gegen ihn er hobene Anklage lautet auf Mord anfchlag. Rusiell und Petticord hatten fich nach der Indianapolis Avenue begeben, um über eine am Nachmittage an der Northwestern Avenue stattgehabte Ne gerketlerei Erkundigungen einzuziehen. Ruffell, der voraufging, bog gerade in die Indianapolis Avenue ein, als Coe und Williams ihm entgegenkamen. Er ging auf Coe zu und stand gerade im Begriffe diesem einige Fragen vor zulegen, als er in Händen desselben den Revolver bemerkte. Mit der Frage: WaS haft Du da!" trat Ruffell einen Schritt vorwärts, als auch schon der Schuß krachte und der Polizist mit einer Kugelwunde im Untrrleibe zur Erde stürzte. Ehe noch Petticord Gelegenheit hatte auf den Neger loSzuspringen. war die ser in der Dunkelheit verschwunden. Petticord eilte dem Fliehenden nach, als auch er von einer ttuzel niederge streckt wurde. Williams nämlich hatte seinen Revolver auf den Beamten ab geschaffen. Die Kugel setzte fich im Rücken fest. Der farbige Polizist CoufinS, der auf die Schüffe zur Stelle geeilt war, nahm die Berfol gung der beiden Neger auf, doch hatten dieselben bereits einen so großen Bor sprung erlangt, daß er dieselbe als fruchtlos aufgeben mußte. Er eilte zur nächsten Patrolftation und sandte von dort den Alarm nach dem Polizei Hauptquartiere ein. Unverzüglich wurden Polizisten, De tektivö und .Radlern zur Stelle ge sandt und ein systematisches Keflel treiben nach den Negern begann. Die Verwundeten wurden von der gleichfalls zur Stelle geeilten Ambulanz in'S Ho spital befordert. Ruffell, der die Schwere seiner Verletzung zu ahnen schien, bat schon während der Fahrt, feine Familie unverzüglich zur Stelle zu rufen. Dem Wunsche wurde ent sprochen und der Sterbende konnte noch von seiner Frau und den drei Kindern Abschied nehmen. Er starb kurz nach Mitternacht. Den Radlern Wilson und Müllen gelang eö kurz noch der Schießerei den einen der Schießbolde. 3eo. Williams, welcher den Schutz auf Petticord ab gab, festzunehmen. Es war nämlich den Radlern gelungen die Wohnung des Schießboldes ausfindig zu machen und dort noch vor diesem einzutreffen. Sobald Williams auf das Haus zu trat, sprang Wilson auf ihn zu und zwang ihn mit vorgehaltenem Revolver fich zu ergeben. Müllen durchsuchte die Taschen des Negers und fand außer dem großen Schießeisen noch 44 Patronen und einen eisernen Schlagring vor. Der Neger behauptet nur an Samstagen und Sonntagen mit den Mordwaffen fich herumzuschleppen. Beide Neger find aus Cumberland, Ky., hier zuge reift.
Coe soll von dort entflohen! sein, nachdem er einen weißen Mann erschoß. Chef Metzger, sobald er von der Schießerei benachrichtigt wurde, eilte zum Hospitale, wo er bei den beiden Verwundeten verblieb. Er gab vorher noch den Auftrag. daß die gesammte Polizeimacht bis 7 Uhr auf den Beinen bleibe um in der Suche nach dem Mörder zu helfen. Alle aus und einfahrende Jnterur banwaggonS, alle Fracht und Paffa gierwaggonS und alle Landwege wer den scharf bewacht und bei Tagesan bruch werden verstärkte Mannschaften die Suche nach dem entflohenen Neger aufnehmen. Williams giebt auf die ihm vorlegte Frage, weshalb er und Coe auf die Polizisten schaffen, keine Antwort.
Mörder noch nicht gesunden. Größte Anstrengungen für seine Ergreifung gemacht. Während der ganzen Nacht und auch während de ganzen Tages wurden die größtenAnftrengungen gemacht deSMör der? Coe habhaft zu werden. EineBeloh nung von 8310 ist bis jetzt für seine Ergreifung auSgeboten. Die Polizisten brachten 5200 zusammen, Mayor Book walter gab $50, Polizeirichter Whallon $50 und Allen SimS, ein farbiger De puty in der Office des City Sontrol. ler gab $10. SimS' Beisteuer zu dem Fond zeigt deutlich, daß das bessere Element der Farbigen mit dem Mörder keine Sympathie hegt, und dessen Er. greifung ebenso sehnlich erwünscht, wie die Polizei. Man erwartet, daß der Stadtrath heute Abend durch eine Bewilligung diese Summe erheblich erhöhen wird. Patrick Roach. der das von Russell und Petticord ;patrouillirte Gebiet am Tage adpatrouillirte , entging dem Schicksale von den dort hausenden Rom dies angegriffen zu werden, nur durch einen Zufall. Am Nachmitttage hatte er in einem NegerKlubhaufe eine Anzahl Neger zur Ruhe verwiesen, und Coe und Williams, welche fich unter diesen befanden, sollen mit anderen den Beschluß gefaßt haben, den Beam ten bei seiner Wiederkehr thätlich anzu greifen und ihm eine Lehre zu geben. Roach. durch andere Geschäfte abgehalten. kam nicht wieder zurück, und hörte am Montag Morgen erst von den gegen ihn ausgesprochenen Drohungen. Automobile find in den Dienst ge preßt und Beamte find mit der aus schließlichen Verfolgung deö Negers be auftragt. Chef Metzger, der während der Nacht am Bette der Beamten aus harrte, sagte, daß Ruffell bis zum letz ten gegen den Tod ankämpfte und daß er immer und immer wieder den Ver such machte die durch innerliche Blu tungen verursachte Schwäche zu über kommen. ..ES war eine pathetische und unbet geßliche Szene" sagte der Ches. als der starke, so gesunde und kräftige Mann unter den Thränen der Frau und ttin der so schwer mit dem Tode rang.Für extra Dienst find 15 neue Poli ziften temporär angestellt, und die besten und gewiegtesten Kriminaliften der Po lizeiforce find mit der Suche nach dem desperaten Neger beauftragt. Coe, der schwer bewaffnet ift, und der natürlich weiß, daß im Falle seiner Ergreifung sein Schicksal besiegelt ift, wird ohne Kampf fich nicht gefangen geben, und die auf ihn fahndenden Beamten werden im Falle von Gegenwehr fich auf das Schlimmste vorbereiten. Telegraph, Telephone undPoft wur den benutzt. um Signalement des Mör derS nach allen Richtungen zu verbrei ten. und ein Fangnetz um den fliehen den Mörder zu schließen. Gefluchtet. Der Polizei wurde gestern gemeldet, daß Otto Mumma von Bluffton und Bolny Brunson von Anderson auö der Strafanstalt in Plainfield entsprungen find. Dieselben hatten eine Strafe wegen Stehlen eine Fuhrwerk, wel cheö Webber Hanna in Plainfield ge hörte, adzufttze.
Turnfahrt nach Dayton.
Trotz des drohenden Wetters ein Erfolg Es war ein Sonntag fürchterlich. Geregnet hat's ganz jämmerlich, Als sie und ich, und ich und sie Spazierten unter m Paraplue. Und da's nicht hört' zu regnen auf Nahm ich sie nach der Turnhall' rauf, O sel'ge Zeit, o gold'ne Zeit, Trotz Regenwetter Heiterkeit. DaS drohende Gewölk welches den Himmel verdunkelte, vermochte gestern nicht die Mitglieder deö Socialen TurvereinS von ihrer Dayton Turn fahrt abzuschrecken. Auch die Damen boten dem Drohen deS bösen Wettermannes die Stirne und reiften mit, fich cls echte Turnerinnen bewahrend. Der Zug welcher um 8:15 Uhr hier abfuhr, langte gegen Mittag mit der fröhlichen Turnerschaar in Dayton an, wo ein EmpfangSkomite der Dayton Turngemeinde die Güfte in Empfang nahm. Zuerst dachte man selbstverständlich an'S Mittageffen. Dasselbe wurde im Rathskeller eingenommen und mundete vortrefflich. Nachdem alle Teller säuberlich ge leert waren, wurden die Jndianapo liser von den Dayton Turnern herzlich begrüßt. Später klärte fich das Wetter auf und eine Rundfahrt wurde ange getreten. Die Turnhalle, das Solda. tenheim, die Cafh-Regifter Co. u. s. w. wurden mit einem Besuche beehrt. Nach Schluß der Rundfahrt stellte fich wieder ein Druck in der Magengegend ein; doch hatten die Daytoner sofort ein Rezept. Sie führten die Turner hin aus zum Weinkeller, wo mit ausge zeichnete Eatawba ein exquisiter Im biß hinuntergespült wurde. Turner Ferd. Olt von der Dayton Turngemeinde wurde zum Toaftmeifter ernannt und dann ging die FidelitaS loS: Toaste auf die Turnvereine, die Damen, den Turnerbund usw., dazwi schen stieg mancher CantuS. Den Jndianapoliser Damen wurde zum Schlüsse von dem liebenswürdigen Herrn Wm. Kramer ein feines Bou quet überreicht. Um 7:15 Uhr verließ die fröhliche Schaar Dayton und langte um 11 Uhr hier wieder an. Einem Berichterftat ter der die Turner am Bahnhof empfing, wurde erklärt, daß dies der schönste Ausflug gewesen, den der Ver ein noch gemacht habe. Bahnnnglöck gut abgelaufen. Auf den Union Bahngeleisen in der Nähe der Kapital Ave., entgleifte gestern ein Waggon deS ZugeS der E. W. Parker Amüsement Co., wodurch vier Wagen umgeworfen wurden. Glücklicherweise wurde Niemand der letzt. Die Achse eines Waggons hatte nachgegeben, wodurch die Rüder deSsel den von den Schienen sprangen. Bon dem gewaltigen Stoß der nachfolgenden Waggons, der durch da plötzliche Hal ten des entgleisten Waggon verursacht wurde, stürzten 4 Wagen um. Da Geleise wurde bald wieder fahrbar ge macht. Dame de Südseite Turnvereins. Die Damen deö Südseite Tuender, eins hielten gestern Nachmittag ihre regelmäßige MonatöSitzung ab. Die selbe erfreute fich eines ausgezeichneten Besuches. Die Damen übernahmen zwei weitere Antheiltsscheine der Hal lenbaugesellschaft, so daß der Damen verein jetzt 92 Antheilscheine im gan zen befitzt. Die Damen find eifrig mit den Vorbereitungen für d' am nach ften Sonntag stattfindende Theater Vorstellung beschäftigt. Am 14. Octo. der veranstaltet der Berein Nachmittag ein EuchrePartie. Die Sitzung wurde mit einer ttaf feepartie beschlossen. Sottlieb Seukhardt, Die gemüthliche Scke", Ecke Noble und Market Str.
Odd FeUowS Ord.
M. H. Leedy. Sekretär der Jndiana Großloge von dem Orden der Odd Fellows, hat den mit dem Datum des 30. Juni schließenden Halbjahresbericht vollendet. Er zeigt einen noch nicht dagewesenen Zuwachs an Mitgliedern wie an Ein nahmen. In dem letzten Halbjahr wurden 209 Mitglieder eingeführt, 333 wieder aufzenommen und 555 mit Karte zu gelassen. Ausgeschlossen wurden 60 Mitglie der, mit Karte zurückgezogen 578, we gen Nichtbezahlung von Auflagen suspendirt 1,150. gestorben find 380. Die Gesammtzahl der zahlenden Mit glieder betrügt 71,870, eine Zunahme in den letzten sechs Monaten von 2.295. Während deS JahreS wurden für Un terftützungen $140,608 verausgabt. Diese miteingeschlossen, betrugen die Gesammt-AuSgaben $230,261. Die Gesammt-Einnahmen waren 3357.744. DaS Vermögen deS Orden im Staate belauft fich auf $3, 105.984. Sihaerdiebe wieder thätig. Auch die Hühnerdiebe machen fich die früh eintretende Dunkelheit zu Nutzen, um mit dem Federvieh aufzuräumen. ES vergeht nicht ein Tag, an welchem Diedftühle von Hühnern der Polizei ge meldet werden. So wurden in der Nacht von Samftag auf Sonntag aus dem Hühnerftall von Peter Sharke, 300 Weft Raymond Straße, 15 Hühner gestohlen. Er vermuthet, daß Neger, welche in seiner Nachbarschaft wohnen, dieselben gestohlen haben. I. F. Miller, 1946 Ralston Ave., beklagt den Verlust von 7 jungen Hühnern. Ansians durch ei Schlägerei verursacht. An der Ecke der Senate Ave. uvd Washington Str. entstand gestern Nach mittag durch eine Schlägerei ein Auf lauf. Mehrere Hundert Personen wa ren im Nu zusammengekommen, welche den Kümpfenden zuschauten. Dieselben waren John Fox, Oliver Booth, Se nate Ave., und Dick Armstrong, die prompt von dem Sergt. Sheigert und den Beamten Diener. Sbine und Schlangen eingesteckt wurden. Die Kei lerei war aus einem Wortftreil mit ei nem Freunde von Booth entstanden, wobei fich Letzterer einmischte, um sei nem Freunde beizuftehen. Im Verlaufe deö Streites schlug Booth den Armstrong mit einer eisernen Stange auf den Kopf und brachte ihm eine klaffende Wunde bei. Derselbe wurde in der Polizeiftation verbundm und dann eingesperrt, wo er mit seinen Kampfbrüdern, welche bereits hinter dem eisernen Gitter saßen, wieder der einigt wurde. I ei Kirche eingebrochen. Als der Caftellan der Mayflower Kirche an der Ecke der 16. und Dela Ware Straße geftemZMorgen die Kirche betrat, machte er) bie Entdeckung, daß während der Nacht fremde Hände in derselben gehäuft hatten. Ein Blick nach dem Geldkaften bestätigte, daß auch dieser nicht unberührt gebliebengwar. Derselbe war erdrochen und eine nicht unerhebliche Summe aus demselben entwendet worden. Wie groß der Be trag deS gestohlenen Geldes ift, ift nicht bekannt gegeben worden. Der Dieb ftahl wurde der Polizei mitgetheilt. Cox rührt fich. Beim Countyclerk ChaS. V. Scott in New Albany reichte der demokratische Eongreß.Candidat W. E. Eox sein NominationSTertifikat ein. DaS Doku ment besagt, daß Eox regulär und ge setzlich von den Demokraten des dritten Jndiana EongnßdiftrtkteS am 5. Mai nominirt worden sei. Eox wird in allen acht SountieS deS DiftrikiS dieselben Certifikate einreichen. Cox'S Gegner, Eongreßmann W. T. Zenor, hat schon vor etlichen Wochen sein Eertifikat ein gereicht.
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