Indiana Tribüne, Volume 30, Number 32, Indianapolis, Marion County, 29 September 1906 — Page 4
tfwylwp - ; Jndiana Uribüne, SS September 1906.
Indiana Tribüne. ynanlgtgldkn Von dn trabet? TB. Indianapolis, Ind. Harry O. Thudmm Yräfideot. Veschäftsloeal: No ZI Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269 ttatered t the Pott Offire oi Indianapolis ai cond dass matter. Vom deutsche Sportleben. Zu den vielen Zügen, in denen sich die Entstehung eines ganz neuen Deutschlands ausspricht, gehört auch die geradezu außerordentliche und schnelle Entwicklung, die in Deutsch land das Sportsleben genommen hat. Wir haben dabei nicht sowohl den Rennsport, als vielmehr die in na tionaler und sozialer Hinsicht so beson der wichtige Pflege der Leibesübungen im Auge. Bis gegen 1870 etwa war diese Pflege bei den Deutschen in hohem Grade vernachlässigt. Die intellektuelle Erziehung der Deutschen stand unver gleichlich höher, als die physische. Dazu wirkten vielerlei Ursachen zu sammen : Mangel an Tradition, eine gewisse Schwerfälligkeit, und nicht zu letzt auch der Umstand, daß doch die Mehrzahl der Sportsübungen einen gewiffen Aufwand an Mitteln erfor derlich macht, den das materiell noch wenig entwickelte Land im allgemeinen nicht zu leisten imstande war. Die einzige nationale Form des EvortS bildete daS Turnen, das aus den Nothjahren der napoleonischen Kriege hervorgegangen war und in allen Kreisen der Bevölkerung gepflegt wurde. Keineswegs ist seither das deutsche Turnen etwa zurückgegangen. Die deutsche Turnerschast, in der sich fast alle deutschen Turner organisirt haben, zählte im Jahre 1869 115,931 Mitglieder sie zählte 1905 757,110. Gleichzeitig aber mit diesem allgemei nen und außerordentlichen Fortschritte deS deutschen TurnwesenS hat sich in Deutschland der Eport in allen seinen Formen eingebürgert und etwa in den letzten zwanzig Jahren einen geradezu rapiden Fortschritt an Umfang und Intensität deS Betriebes gemacht. Man wird sich bald keinerlei Ueber treibung mehr schuldig machen, wenn man Lawn Tennis, das sich eine be sondere Beliebtheit erobert hat, ein Nationalspiel der Deutschen nennt; daS internationale Turnier in Homburg ist zu einem der ersten Ereignisse auf dem Gebiete dieses Sports aufgestiegen. Fußball und : Golf werden vielfach, Polo wird besonders in Hamburg be trieben. Ueber die Entwicklung der Athletik Sports liegen einige interessante fta tiftische Daten vor. Im Jahre 1898 betrug die Anzahl der Veranstaltungen im Bereiche der AthletikSports zwanzig, im Jahre 1004 fünfundfünfzig, und zwar waren eS nicht weniger als 274 Vereine, die an diesen Veranstaltungen betheiligt waren. Fünf davon trugeu intern tionalen, zehn nationalen Eharakter. Ein Bild ähnlich schneller Entwick lung und außerordentlich gewachsenen Interesses zeigt die Statistik des deut tchen Rudersports. Nehmen wir da daS Jahr 1890 als Ausgangspunkt, so finden wir, daß damals die Zahl der Ruderregatten in Deutschland 13 betrug, bei denen 150 Rennen veranstaltet wurden. 481 Boote hatten sich zu diesem Rennen ge meldet. Im Iahn 1908 war die Zahl der Regatten auf 20 gestiegen, die der Ren nen auf 256 und die der angemeldeten Joote auf 1332. Die Thatsache, daß im Jahre 1905 4653 Anhänger deS männlichen Rudersports wagen konn ten, fich in Rennen zu erproben, be weift, wie stark die Intensität des Be triebeS dieses Sports in Deutschland gestiegen ist. Die größte Zahl von Rennen (22) weift Frankfurt a. M. auf; eS folgen Hamburg mit 21, Würzburg mit 20, Berlin und Mainz mit je 16 Rennen. Auch die' Schuljugend ist in dem letz ten Jahrzehnte mehr und mehr zum Sport herangezogen worden, obgleich in Deutschland das Uebergewicht des Sportbetriebs über die geistige Ans bildung der Schüler aus prinzipiellen Gründen scharf bekämpft wird. Bon emem solchen Uebergewichte kann nun vorläufig noch gar nicht die Rede sein, aber immerhin ist z. B. in Berlin der Rudersport der Schüler der höheren Lehranstalten sportsmäßig geordnet,
und um den Bismarckschild kämpfen die Berliner Gymnasien und Realgym. nasten jährlich im Barlaus-. Kurz.
wohin man seine Blicke richtet, sieht man ImMtMfMU h Deutschland . r ax.rsi, I IN n u nem einem ziuttuiwuiiuc. n ' - I m Die israelitische Bevölkerung i de .t Ber. Staaten. x;- ;r.mu. m.k, in dp XJ II "UlUVimuim Einigten Staaten ist nach Angabe des neuesten .American Jewlsh Year Book" von 3000 im Jahre 1818 aus
1.418.013 im Jahre 190 gestiegen. Kleinigkeit, daß unser Evchen ihren Roland sie zu der heutigen Partie abVom 1. Juli 1895 bis zum 30. Juni Verehrer herbringen und uns vorfiel- geholt, hatte Frau Gerloff bitterlich ion Bnh 1Xfl ftisifmm,n in diesem len will.- Sie erröthete wie ein jun- zu wemen angefangen. Sie konnte das
mrw jmmm v, . I "d. aus nwm Staaten men. avon waren iuo.so Usien. Von den 1,418,013 Jsraeliteu, welche in diesem Lande leben, befinden fich . . rtrr,i nnfrtfir sinn nnn n der Stadt WUV "H'l" vwv, w ... New York. ES ff in Manhattan eis m oer ran, Per fien und Aegypten zusammen, und die vereinigte jüdische Bevölkerung von Deutschland und Belgien erreicht etwa . A c v , " m i , . . die Zahl der in New York lebenden Jsraeliten. Rußland mit einer zud,- ... . i fchen Bevölkerung von 5.215.805 und Oefterreich.Ungarn mit 2,076,373 find die einzigen Länder, in welchen die Zif " f.r Ki Nr in n 5ninh.tt ßtstsln fer die der in den bereinigten Staaten , . ff 1 lebenden Juden übertrifft. Im Eon greß der Vereinigten Staaten befinden ncy suns Juoen, uno zmar im enai fihnrw.nnr im Ad,nrdnetenkause mm 9 rv. fc. w m r l I Senro M Goldfoale Julius Kahn. 2? mTiT l L ,L i , s l Im britischen Parlament fitzen sechzehn Juden, von denen 12 Liberale und 4
konservative find. In der kurzlebigen eine muntere Unterhaltung im Gange. Eben stießen sie auf eine neue Anrussischen Duma befanden fich zwölf Roland erzählte von den Seinigen, nonce. ..Ein junger Mann, solide.
,r mit. sraui;.K liuuui1U4S JiiHtW. as . tÄ v-fi Die Chlcagoer bauen das größte GerichtSgedüude der Welt. Brauchen sie auch. Je weitläufiger der Bau, desto zahlreicher die Löcher, durch welche man die Verbrecher entschlüpfen lassen nn.
iiicy gcjeiii, iarn oas (seiprach wieoer .'-"" ,n,ui. iyi cui icici auSt!.ifA,Tntft Uhi nnrfi und au Remslow und die Freuden des schrei. Herr Gott, die Unterschrift: Ttt Flelsky.ruft lCDt N0ky Uno .v. frtn . fHnnp Sermann Gerloff mein Bater!" -
läßt freundlichst grüßen. Damit er nicht in Vergessenheit geräth. hat er noch in aller Stille die unabhängigen Schlächtereien in St. heimst. LouiS einge Ganz unbemerkt find wir aus dem Sommer in den Herbst hineingerathen Nur hier und da erinnert noch ein ein samer Strohhut an die große Zeit, da man m,ik maüte den iskändlern werde eö unnachfichtlich an den ragen ' gehen. ..... w- 1 x;. .... i wm - Um die Farmer vor dem Anrause gefälschter Sämereien zu warnen, hat daS Ackerbaudepartement die Namen Hm itA trmn hlnnni VVU gvt l ÖVmacht, welche AlfalfaSamen verkau fen, der nach amtlicher Ermittelung bis zu 52 Procent aus Samen höchst schad liehen Unkraut besteht. Vier tausend Menschen find in den letzten fünfundzwanzig Jahren in den Vereinigten Staaten ohne gerichtliche Verfahren vom Leben zum Tode beför dert worden. Darunter find 3300 Ne aer die ch des AnariffeS auf meike ger. die fich deS Angriffes auf weiße Frauen schuldig gemacht hatten oder schuldig gemacht haben sollten. Die meisten Opfer der Lynchjustiz wurden gehängt, andere erschossen, wieder an ' btxt zu Tode gepeitscht und eine erheb liche Anzahl wurde dem Feuertode über. antwort?,, m Kommentar zu dieser Blutziffer würde den Eindruck nur ab schwächen. Unsere Sänger wird es interesfi.. ren. daß die von Kaiser Wilhelm er nannte Eommisfton zur Herausgabe eines Volksliederbuches für Männer chöre ihre Arbeiten so weit gefördert r k I k 2 . nn m nwn i hat, daß das über 600 Volkslieder um r . wi . ... ' fayende ManUicrtpt vor etntgen Wo chen zum Druck gegeben werden konnte, Die ersten deutschen Autoritäten auf musikalischem Gebiete haben an der , Z.JZ m w Sammlung mitgearbeitet. Von den 600 Ehören de Liederbuches erscheinen 430 in der hier gebotenen Form zum ersten Male gedruckt. DaS Liederbuch wird Ende dieses Jahres tm Buchhandel ..r.. erscheinen. Der Neger Martin Miller. 731 Indiana Ave., wurde gestern auf 1 tintn BerhastSbesehl, welcher von Wm. Mha .rrnirfx Juri n d. N,.. FieldS erwirkt wurde, von den Beamten FieldS unv Scott verhaftet. De, selbe wird beschuldigt, am 1. August 1906 inen aewiffen William ftffl aescklaa, ,u haben. Miller behauptet, daß er ... . m I mit einem anderen Reger verwechselt, worden fei. '
DNS ZamiliengehkiMNiß.
wati dem Enalischen von vt. W. Mamachen war sehr aufgeregt und ...,.- i;,v,.r. fUAr,ir, KZ ,mh .-dann h mann l i r. . c 'S cnitr um nte circme o nuue frfimien die an ibttt kleinen Bllla " V I ' t i " draußen im Vorort voruoersuyrie. Das noch immer sehr hübsche Fraueben erwartete Jemand, sah aber seinem Kommen mit Aengstlichkeit entI ' . r i. Wnnn fnfc rn itörnftiinl und uiuit. -yr ü , 7' jrf; PFN. doch Ml VW j E fi Jhfrie , ist aber auck keine O . (Tl. Itl rtUtl.l- I Äejffi'WS nn ,hrttrf 9tMtiatt denken." und daß ihr Verehrer gerade Roland Meerkatt heißen muß! Wenn i 43 -. m , xv v v v f v viv wf i --n er oer isollN ienes Cannes wäre ,f jjj sflgte bet aIt crl0 und sah fcinc ftrau verlegen an .schön wäre es nicht aber es wird wohl noch andere Leute dieses Namens geden!" - w. .lnveiu DüiKn l ic uic jnuuium acß b (jDeng freundlich helles La chen. Sie sind es!" rief Mama, 2Ich Hermann, wenn er es doch wäre' Wenn Evchen schließlich erführe! Ich r i jr 0-l.- 1 JC. ,cVamie micy zu iOOC icy lOnnit ? 7 luiuiuu jvuiv lui iuivvvt ui uifc auuvu suen' Na. Mutter Du thust ia gerade, als hätten wir ein m r M M 1 rw f n w I erorecyen oegangen: A.oer niu, rein Wort weiter! Sie kommen." Evchen trat in's Zimmer, gefolgt von einem stattlichen jungen Menen mit klugem Gesicht und lustigen ie stellte ibn vor man scktelte sich die öände. und bald war DslN er in nemsiow. einem Üblichen m 4. w. r.: m.1. 'a !dem er sich vom Geschäft zurückgezoat tint rchcnbc merthlInö 5.. I -OWl.WHt, ll'UUilt, IUU Clll -OUICI. JIUUJ' I 1. Gerloff mutz uns dort besu. chen." sagte er. Ich habe sie schon eingeladen, mit mir eine Radpartie aus zu machen: Ais man sich spater an den Theeiiri . ... c . . r..r. .w . i. nA n:Atp urir n& Vn sich nichts Entzückenderes als so etwas denken, wo man sich Qübner kalten tonne und Schweinchen und Kühe. Ja!" saaie Roland. Das baben wir alles, und wenn Frl. Evchen uns besuchen will, so führe ick sie in den ttuhstall. und sie darf selber eine Kuh . ... ' ' ' I melken. Ich zeige ihr, wie man da macht." Evchen lachte hell auf. Danach war von des alten Meerkatt einstigem Geschäft die Rede, und Roland. immer zu Scherzen aufgeleat. vermak r- . , , , . , . " " ' . 7 1 . . ? 'mand jjjj rathen könne, was für ein Geschäft s,: maur tinri Ketriesvn Wnn rifi hw und her, nannte die barocksten Berufe, traf aber nickt das Nickiiae Zuletzt verlangte das unaeduldiae Evchen von ihrem Verehrer zu wissen was Denn ctaentltcö fctn Nater ae- - ' ' 3" we en. Roland rief lachend: Ich wußte, Sie würden es nicht rathen! Nun denn, mein Vater hatte ein Heirathsbureau! Es muß das ein einträqliches Geschäft sein, denn er bat ein Vermögen damit gemacht!Bei dem Worte Heirathsbureau" war Mama todtenbleich geworden. Sie wandte sich ab. im nächsten Au- ' r genblick taumelte sie und sank auf das I r- r r. r' ' .. . ' . sa. ocyen sprang ihr mu lautem k? chrel zu Hilfe. Mama kam bald unb ftammcltc schuldiaungen. Die Hitze im Zim. mer!" sagte sie. Komm. Vava. fübre mich in den Garten! Es ist wirklich nichts, mein Töchterchen! Ein kleiner j I .. . f f r an nur: . nur mcin liebstes Mamachen ? - Ver laß Dich darauf!" Und damit ging ne. aus Papa gestutzt, hinaus. Roland hatte Evchen mit liebevol len Blicken zugeschaut. Sie haben CYfir Wrtrnn CK si.kS" srtrt. Sehr, sehr lieb!" erwiderte Evcken. Und ich habe auch allen Grund! Ich habe ein glückliches Heim. Ein glücklicheres Paar als meine Eltern kann ? 9ars "l Z 8r n: , ycV f ein böses Wort Miteinander wechseln ren, so lange ich denken kann? - ' ' 1 Solch ein Paar wäre eine Reklame für meinen Vater gewesen!" scherzte Was für em kurioses W?L JaslC -na .end. ein Wunder, daß Sie es mcht we - terführen. Roland sah Evchen scharf an. Warum?" fragte er. Sie zögerte. Sie schlug die Augen weder. Ich meme sagte sie endhen. die aus einem Heirathsbureau hervorgehen, nicht die r&tnen l5kn Nnd' fr& in D " Tj I Wm0mm l kill Irrthum, Fräulein Gerloff! Viele Paare, die mein Vater zusammenaebracht, sind sehr glücklich geworden. I rr .. i. Ct. . l ? v : m ?x iJlCQltI V? ? ste lhm nach Jahresfrist schrieben, wie e8 ihnen erginge. Er besitzt einen ganzen Band voll solcher Briefe. Sie sind interessant und lustig zu lesen, Wenn Sie zu uns zu Besuch kommen. fe Sammlung .Wolv vmimivim w iv mu eil VVvll auä) meinen Papa kennen lernen, nun ich Ihre Eltern kenne!- Evchen
macht Einwendungen. Wollen
Sie denn nicht die Kuh melken? fragte noland cbeiirn cd und sah Ihr ! SutL Ja, duKuh mciicn: auujic vjuujcu, uas uatie uu mml 9sn infm hrorfif hnss (,trr nn em - .L.n. rr-. , c-i r iuw. Morgen rauaic ocacn mu inoiano !t r( uJ m 2 f rt W mm'i Aöv fC P. wtv "iii"s""w v' - " entzückende Partie. Eochen wäre vollkommen glucklich gewesen, wenn nicht der Gedanke an ihre Eltern ihre vsiiminung ein wenig aeiruoi oaiie. m rtf . CYT 11 t . 1 ÄÄ'Ä einer Kühle und Zurückhaltung, die sie sich nicht erklären konnte, und als IKnTMtl N?Ms MI tN Herr Mr.a semor empfing sei nen Besuch Mit ausnehmender Lie v t ' " - benswürdigkett. Evchen fühlte sich bald heimisch in Remslow. und die w. OÄMVfiJi:i t, . :t. , Wv lluuu uuvirn ujccn und benahm sich mit großem Geschick dabei, wie sie denn, mit einemKüchenschürzchen angethan, die Anmuth selbst zu sein schien. Nachmittags setzte sich das Zunge Pärchen in eine stille Laube ks aJ21 w l. vv vvnm. uhv uum. vuhalber und zur Unterhaltung, an der es ihnen eigentlich gar nicht gefehlt hätte, das dickleibige Buch mit den Akten w einstigen Heirathsklienten iiinari Slinavrt hs.it?i.t jl.kkl IC -uums ijciuusyt utcppi. V5U tneiftsi.p " " " ) -,vvavv va4l fen. ließ sich sofort den Band auf schlagen. Neben einander auf dem COC4a- 4 i W Wl. f. . 1 v , oz uziucn Blatt für Blatt mit einander durch. Sie amusirten sich köstlich. Evchen f? be Lachens Um Ende über die Briefe und Dokumente, die hier vor fremden Augen all ihre Geheimnisse bloßlegten. lglvv. vcr gcuve eine rau rrnayrptt fnntti rnnrhro Si t I ..wv.v uiv vnuinu uuii eines braven, verständigen Mädchens machen, das keine Furcht vor Armuth hat." Bravo!" laqte Evchen. ..Das ist kein Firlefanzer! Und aus solche Annonce kann nur ein wackeres, tuch iges caoe: nen. maocn: m naazuen nvs,t.r,s;4 .'.k s.:r.- s..:. Alle Wetter!" rief Roland. Evchen gewann schnell ihre Fassung wie oer. )as oarr cama ntctjt leyeni sagte sie eilig. Sieh mal an. Papachen. wer hatte gedacht, daß Du ein so loser Vogel warst." murmelte sie m" einem pionna)enneriua). zu icherI V f W zen. ann. fortsayreno: yier ist tm Arief von ihm!" Sie las: Sehr geehrter Herr! Mit dankbarem Her Zen ergreife ich nach Jahresfrist die Feder, um Ihnen Mitzutheilen, wie geworoen juerrne urau " ein Engel, ein wahrer?chatz. M hätit nie aealaubt. dak ich. der y. jiijL. . . . r.u im. . ich so allein in der Welt dastand, so viel Glück finden könnte. Vor drei Tagen hat meine Frau uns ein Töchterchen geschenkt, ein süßes Wesen. oas wir Cvmen nennen wollen. ES I , . , , yvl UIia auu aj oin in ioq nender Stellung, und meine Frau hat fä längst ihre Stellung aufgeben können. Wir werden Ihnen, verehrter Herr, ewig dankbar sein, daß Sie uns zusammengeführt haben. Hochachtungsvoll Ihr ergebenster Hermann verlort : Evchen war sehr bleich geworden rirf- . rw- u , -v Also Mama auch!" stöhnte sie. Ihr Auge suchte das Rolands. Der hatte I ri ri , 11 . f . r w '1 w TOCV" aeicien uno zcigic lyr noch em riefchen. ..Hier.' sagte er, ist die Bewerbung der späteren Frau Gerloff. Was für eine Handschrift! Fast die eines Kindes! Lesen Sie, Evchen!" Seine Stimme klang weich Evchen las: Sehr geehrter WIm . tln.nnu nd.l.X na Herr! Wenn die Annonce ehrlich ge meint in, die des Mannes, oer em Mädchen sucht, das vor Armuth keine Furcht hat, so möchte ich mich melden Mir graut vor der Einsamkeit, nicht vor dem Armsein. Ich bin ohne Verwandte und Freunde, ohne Heimath Arbeiten kann ich. wenn ich auch nur klein und zierlich bin, und gesund bm ich auch. Aber ehrlich muß der junge Mann es meinen! Ich bin gut erzogen und will meinem todten Mutter chen keine Schande machen. Hochach tungsvoll Lilli Berndt Evchen saß stumm, wie vernichtet. Nun verstand sie alles, begriff die Angst ihrer Mutter. Für ihre eigene Zukunft, ihr eigenes Glück begann sie au..' zu furchten. Sie hatte das Buch geöj j Net, um sich über die Leidenfchaften und Schwächen anderer Menschen zu amüsiren, etwa wie man vor c'.nen Affenkäfig tritt, um sich über , narrischen Sprünge seiner Jnsas,.n zu belustigen, und nun grinsten ihr, sozu sagen hinter den Eisenstaben, die Ge nchter ihrer Eltern entgegen, die für sie bislang der Inbegriff verehrungswürdiger Erhabenheit gewesen waren. Sie fühlte sich auf's tiefste erniedrigt. Sie entzog Roland ihr Händchen und ariff nach dem Taschentuch, sich ver stöhlen eine Thräne abzuwischen. Dann, all ihren Stolz zusammenrafsend, mit heroischer Anstrengung, sagte sie, indem sie das Buch zusammenklappte: Hm Gott, wie die Zei verrinnt! Ich muß wirklich an den Heimweg denken! Sie sprang aus Auch Roland erhob sich. Er trat auf
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sie zu, legte feine Hand unter ihi Kinn, um ihr gesenktes Gesichtchen aufzurichten, und flüsterte mit einer Stimme, in der verhattene Bewegung zitterte: Evchen! Man könnte die weite Welt lange absuchen, ehe man wieder so liebe, einfache Leutchen findet wie die. die jene letzten Briefe geschrieben haben!" Evchen fuhr trotzig auf. Einfältig wollten Sie sagen! Und diese Einfalt wird in ein Buch geklebt, damit andere Leute drüber lachen können! O. das thut weh!" Eochen!" sagte Rolano. Haben Sie mich dabei lachen sehen? Ich habe dabei an ganz andere Dinge gedacht. Gedacht, wie glücklich ich sein würde, ein Mädchen mein eigen nennen zu können, das solche Eltern besitzt! Evchen, willst Du mein Weib sein und mit mir versuchen, ihnen gleich zu werden?" Evchen erwip 5. ? - : i . f. ocrie ma?ls. aoer m uen es gefmeycn, datz Roland ihr die Thränen von den Augen küßte. Evchens Eltern hatten inzwischen schwere, sorgenvolle Stunden zugebracht. Besonders Mamachen quälte sich mit bösen Vorahnungen und ängstigte auch ihren Alten damit. Er wird ihr das Sammelbuch seines Vaters zeigen," jammerte sie, worin auch unsere Briefe sind. wird unS verachten. Und dann all die - die Märchen, die ich ihr aufgebunden habe was sollte ich auch thun sie war immer ein so neugle riges Madel fand kern Ende mit Fragen da mußte sie wissen, wie alles gekommen war, wie ich und Du uns kennen gelernt hatten und ich konnte ihr doch nicht sagen, daß ein Heirathsbureau uns zufammengeführt das närrische, romantische Ding." Und Mamachen weinte. Der Alte schloß sie in seine Arme, küßte sie, tröstete sie und sagte: Laß nur. Mütterchen, es war Bestimmung! Es mußte so kommen! Und wenn Evchen uns drob verachtet es wird weh thun aber dann haben wir uns noch, nicht?" Mamachen schmiegte sich an ihn. Ja," sagte sie. wenn aber ihre Partie dadurch zurückgeht wenn wir ihr Glück zerstören es stnd stolze Leute " Der alte Gerloff that sein Bestes, Mamachen zu ermuthigen. Sie starden am Fenster und sahen die Dunkelheit hereinbrechen, die Sterne aufblitzen. Eng umschlungen, schwelgten sie in Erinnerungen, in der Erinnerung an all das Glück, das zärtliche Herzensliebe über sie ausgeschüttet, an die Gründung ihres kleinen Hausstandes, an den ersten schweren Kampf mit der Noth des Lebens, an Evchens Geburt und die sonnige Freude, die mit ihr bei ihnen eingezogen Da tönte draußen das Klingling von Fahrrädern. Es waren Roland und Evchen. die zurückkehrten. Eochen stürzte ihrem Mamachen um denHals. Ach. Muttchen." rief sie, ich habe mich so göttlich amüsirt!" Später, als sie bei der Lampe um den Tisch saßen, erzählte sie alles haarklein. Und auf eine gelegentliche, zögernde, halb gleichgiltig gemeinte Frage des Vaters, ob sie auch jenes merkwürdige Buch durchblättert hätte, rief sie. mit einem schnellen Blick zu Roland: Ach. das Buch! Das ezistirt schon längst nicht mehr! Der alte Herr Meerkatt bat es vernichtet. Er meinte, es enthalte zu geheiligte Dinge, die für keines Fremden Auge bestimmt seien" und während Herr Gerloff seine Billigung über diese verständige Handlungsweise aussprach. und Mamachen, vor Glückseligkeit fast zerschmelzend, ihrem Mann um den Hals fiel und lachte und weinte in einem Athem, stieß Roland sein Evchen, die, Thränen in den Augen, ihren Eltern zusah, leise an und flüsterte: Evchen? Werden wir auch so glücklich werden wie dieses Paar aus dem Heirathsbureau?" Der Holzertrag von Vancouver Island belief sich im Jahre 1905 auf 43.564.712 Fuß. gegen 40,249.818 Fuß in 1904. Ein Geschenk von $37,XX) erhält jede Frau, die den Harem des Beherrschers aller Gläubigen" verläßt, um sich zu verheirathen. Von je tausend Bergleuten verlieren jährlich in England 1,24 ihr Leben, in Deutschland 1,90 und in den Ver. Staaten 3,25. Groll. Hast Du schon gehört, Emmy wohnt jetzt im fünften Stockwerk!" Das hat man davon, wenn man einen Mann heiratbet, der einem verspricht, die ganze Erde zu Füßen zu ' legen."
Neben Brand Opern Hau.
Ter erste rfteiger des Motvlac. Soeben ist eine eingehende Biographie Jacques Balmats, des ersten Montblanc-Ersteigers. erschienen, die von Charles Durier mit großer Sorgfalt und Liebe geschrieben worden ist. Balmat war im Jahre 1762 als Sohn eines Bauern im Chamounixthale geboren und erbte das Gütchen seines Vaters. Mehr als alles liebte er die Berge und vor allem en Berg der Berge, den stolzen Montblanc. den damals noch keines Menschen Fuß betreten hatte. Es war sein höchster Ehrgeiz, den Gipfel zu besteigen. Nach langwierigen Versuchen gelang das Werk: An einem Sommerabend hatte er den Gipfel erreicht. Auf dem Rückwege überraschte ihn aber die Nacht in einer Höhe von 4000 Meter am Fuße des großen Gletschers. Er warf seinen Rucksack auf den Boden, setzte sich darauf, unv nun begann ein Kampf gegen Kälte und Schlaf. Balmat blieb Sieger. Am folgenden Tage stieg er zu Thal, kam heim und schlief zwanzig Stirnden. So wurde Jacques Balmat berühmt und führte den Dr. Paccard und Herrn v. Saussure, den berühmten Physiker, nach ihnen viele andere auf den Montblanc. Aber er führte nur, wenn es seine finanzielle Lag erforderte. Nachdem Balmat ein Sechziger geworden war, verlor er all seine Ersparnisse. Da beschloß er, der die geologischen Verhältnise der Alpen sehr gut kannte, Gold zu suchen. Wie in den jungen Jahren feiner Ehe war er nun tagelang vom Hause fern. Eines Tages kam er nicht zurück. Man wartete zuerst, dann suchte man Balmat's Leiche wurde nichi gefunden. Erst neunzehn Jahre später kam die Wahrheit an's Licht. Der Bürgermeister des Dörfchens Pint wußte, wo Balmat gGürzt war. und daß auch die Stelle des Sturzes zugleich eine Goldquelle aufwies. Er wollte aber nicht, daß Fremde in sein stilles Thal kamen, um aus dieser Quelle zu schöpfen, und fo hatte er das Geheimniß für sich behalten, bis er schließlich, von Gewissensbissen getrieben, alles gestand. Man ließ an der bezeichneten Stelle in einen riefen Abgrund August Balmat. den Neffen Jacques, hinab. Aber der Leichnam hat nicht gefunden werden können, obwohl schon verschiedentlich nach Balmat an jener Stelle gesucht worden ist. E i n Gedenkstein für Hauptmann Bartsch von Sigsfeld ist unweit des Endpunktes der Todes fahrt dieses unvergeßlichen Luftschiffers in Zwyndrecht nahe Antwerpen vom Verein deutscher Reserveoffiziere zu Antwerpen errichtet worden, Bekanntlich verunglückte von Sigsfeld am 1. Februar 1902 auf einer gemeinsamen Fahrt mit Dr. Linke, der jetzt auf Samoa als Leiter des Observatoriums in Apia weilt. Vom Luftschifferbataillon ist schon früher dem Verunglückten ein schlichtes von H. W. v. Glümer ausgeführtes Denkmal an seinem WirkungSort bei Tegel errichtet, worden. Im Jahre 1905 wurden aus Großbritannien fast für 300 Millionen Dollars Dampfmaschinen ausgeführt. Die stärksten Kunden für diese Erzeugnisse waren Indien und Süd amereika. ropäisches rteent. Wechsel, Creditdriese, Postanweisungen. auf alle Städte Europas. Schiffsfchetne Von und nach Europa. A- und Verkauf ausländi schen Geldes. Ro. 35 Süd Meridian Str. UedRNts National Bank. I
Frenzel Brotes,
