Indiana Tribüne, Volume 30, Number 30, Indianapolis, Marion County, 27 September 1906 — Page 5
Jndiana Tribüne, 27 September 1906
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Politische Ankündigungen.
ftxant S. Kishba, Demokratischer Candidat für County Schatzmeister, hat sich verpflichtet. Zinsen an den öffentlichen Geldern zu erlangen und dem Countv zufließen zu lassen. Unter dieser Verpflichtung bittet er um Ihre Stimme bei der Wahl am 6. November 1906. Dr. M. C. Leeth, Demokratischer Candidat für County Corouer, empfiehlt sich den Stimmgebern von Marion County bei der Wahl am 6. November 190. William T. Patte, Demokratischer Candidat für County Clert, empfiehlt sich den Stimmgebern von Marion C"unty bei der Wahl am 6. November 190 ; er verspricht, im Falle seiner Ermähwng, die Pflichten des Amtes treu zu erfüllen. JameS E. Bcrry, Demokratischer Candidat für County Recorder, bittet um Ihre Stimme, er verspricht, wenn erwählt, ein wahrer Diener de Volkes zu fein. Wahl am 6ten November 190 . Seltsame TodeSarte. In den Marterwerkzeugen der &oU terkammern, in den Greueln der Inquisition, in den Tagen des rothen wie des nachfolgenden weißen Schreckens" bis zu den russischen Massenmetzeleien unserer Tage offenbart sich die Bestie im Menschen im Ersin nen diabolischer Qualen, neuer, furchterlicher Methoden, die wirklichen oder vermeintlichen feinde um's Leben zu bringen. Auch Selbstmörder ersan nen in ihrem vom Wahnsinn umnachteten Hirn oft schauerliche, ungewöhnliche Todesarten für sich und führten ihr Ende auf eice.ithümliche, aufsehenerregende Weise herbei. Verschieden!lich hat aber auch der Zufall auf seit same Art den Tod von Personen herbeigeführt, die in der Geschichte eine Rolle spielten. Tarquintus Priscus Suavus, ein Vetter des 478 n. Chr. ermordeten, gleichnamigen Königs von Rom starb infolge Berschluckens einer Fischgräte. Drusus Pompejus erstickte an einer Birne, die er in die Luft warf und mit dem Munde auffing. Lucullus, der bekannte römifche Prasser, stieß sich im Uebermuth eine Perle in's Ohr und starb an der Verletzung. Porcia, des Brutus edle Gattin, soll sich durch das Verschlingen glühender Kohlen das Leben ge. nommen haben, um den Untergang der Republik zu versinnbildlichen. Agrippina, die Frau des Germanicus, tödtete sich durch freiwilliges Verhungern. Der weise Thales verschied vor Durst im Schauspiel. Philemon, der Syrakuser, und Polykrates von Naxos lachten sich im Theater zu Tode, Der Schwedenkönig Fivlner ertrank in einer Methkufe, in die er versehentlich hineinfiel. Past Anastasius IV., der 174. Papst, der im Jahre 1154 starb, hustete sich zu Tode, als ihm eine Mücke in den Schlund gerieth. König Edward IV. von England ließ im Jahre 1478 feinen Bruder Georg. Herzog von Clarence, der einen Aufftand gegen ihn angezettelt hatte, ermorden, stellte ihm jedoch als letzte Gunst die Wahl der Todesstrafe frei. Georg wurde auf seinen Wunsch in einem Faffe Malvasier ertränkt. Kurfürst Christian der Zweite von Sachsen starb an den Folgen eines Kanonenrausches. Ladislaus V.. Könia von Böhmen und Ungarn, erstickte an nner Fliege, vie Kontgin von Ravarra, Mutter Heinrichs IV.. soll durck vergiftete Handschuhe um's Leben ge bracht worden fern. D:e Zarina Anaftasia, Gemahlin Iwan des Schrecklichen. verschied vor Schreck bei einer IN oer viaot oes arenpaia les ausaebrochenen Feuersbrunst. Der Kurfürst Joseph Emmerich von Mainz soll von den Jesuiten durch eine Suvve mit vergifteten Leberklößen umgebracht worden sein. Der unglückliche enalische Dichter Thomas Otway, der zuletzt sein Leben durch Betteln fristen mußte, starb, als er ein ihm zugeworfenes Stuck Brot zu bastia ver schlingen wollte. Der Schöpfer der großen französischen Oder. Giambat tista Lully, verschied an den Folgen einer Verletzung, die er sich beim Di rigiren durch übergroßen Eifer mit seinem eigenen Taktftock zugefügt Eines ganz besonders tragischen To des starb der Pastor Jatob Meyer zu Basel. Er wurde beim Halten einer Leichenrede vor offenem Grabe vom Schlage getroffen, stürzte in die Gruft und blieb todt liegen. Starke Liebe. Gnädig: .Im allgemeinen würden Sie mir entsprechen, allein Sie scheinen sehr verliebter Natur zu fein." Köchin: Ach ja, zwei Regimenter hab' ich schon durchgeliebt.- . Geistreich. A.: .Sehen Sie. hier oben ist der beste Aussichtspunkt der Gegend. Der Berg dort hinten zum Beispiel ist über acht Stunden von hier." B.: .Ach, deswegen steht er auch so entfernt!
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Graf Marko Markowitsch. Eine Geschichte aus Slavonien. Von Roda Roda. Eines Morgens komme ich gegen 10 Uhr von der Marienhöhe herunter, wo ich im Schatten einer Eiche zwei göttliche Stmiden mit offenen Augen verschlummert habe. Ich schlendere durch den Kurpark. Mein Lüsterrock trägt I die 'Spuren von Grashalmen und grunen Flecken. Neben der Trauerweide beim Großen Ronöeau steht eine meiner niedlichsten Bekannten, Fräulein Elsa, ich will ihr eben den Morgengrüß zurufen, da sehe ich etwas vor ihr stehen, etwas, das mir einfach den Athem verschlägt. Es hat einen funkelnagelneuen Flanellanzug an, gelbe Lackschuhe, auf dem Kopfe einen Girardihut mit weißem Flanellsrreifen. unter dem Arm ein zierliches Spazierstöckchen mit goldenem Griff, in's Auge ein Monokel geklemmt. Der Aipfel eines rothen Serdentuches guctt aus dem gestreiften Gürtel. Ehe mich Fräulein Elfa noch dem Grafen Markowitsch vorgestellt hat, ist mir der Mensch, der da in vertraulich geneigter Stellung mit der jungen Dame schwatzt, von Herzensgrund zuwider. Und das aus zwei Gründen: erstens weil er gerade mit Elsa spricht, denn ich wäre, einen weniger tragischen Ausgang vorausgesetzt, ganz gern der Lohengrm dieser Dame geworden; zweitens weil er die geheiligte Sitte der Daruwarer männlichen Kurgäste, das Sichgehenlafsen. nicht achtend mit ftü hm tritt. Muh denn solch ein aristokrarischer Gigerl unsere Damen nicht anspruchsvoll machen? Wir setzen uns unter die Trauerweide und machen Konversation. Gestern und vorgestern hat man das noch plauschen genannt. Als es vom 'Kirchthurm zwöls Uhr läutet und alles in wilder, grundloser Hast aussprinqt. um futtern zu gehen, empfiehlt sich der Graf, um Diner toilette zu machen. Das empört mich geradezu. Ab ich bitte Sie, Sie sind ja ohnehin zu schön für uns," sagte ich ihm bös. Weil Sie sich's eben gar zu bequem machen, Herr Doktor," belehrt mich ecf)ön - Elschen und nimmt mit gespitzten Fingern einen trockenen Halm von meinem Aermel. Ich brumme etwas in den Bart, und wir gehen: er in'S Kurhaus, wir in den Speisesaal. Wir sind beim Braten, da kommt er. Ich habe mich möglichst breit hingesetzt. um dieser unwillkommenen neuen Bekanntschaft meiner Angebeteten die Möglichkeit eines näheren Anschlusses zu nehmen. Also er kommt: in Smoking, weißer Krawatte, steifer Wäsche, frisch frisirt. mit gekräuseltem ?chnurrbart bildhübsch mit einem Worte. Mit der Sicherheit eines Weltmenschen stellt er einen Sessel zwischen mich und Elsa und lächelt mich freundlich an: Pardon, Herr Doktor!" Wissen Sie weiter nichts als: Pardon" und ein Lächeln? 5tä rücke schweigend weiter. Zuerst bin ich wÄthend, später söhne ich mich mit ihm und seiner Gesellschaft aus. Er hat nämlich ein Talent, das ich sehr hoch schätze, das Erzählertalent, und die genügende Summe von Welterfahrung, um amüsant zu sein. Die Damen schwelgen. Mit großen glänzenden Augen hören sie zu, wenn er von den Festen und Kgden bei Hofe spricht. Sie sehen förmlich die goldgestickten Schleppen der Erzh'erzoginnen über das Parket rauschen und die Diademe blinken. Er kennt natürlich auch eine Menge schrecklich" interessanter Mots aus hohem und hochstem Munde. Ich gewinne ihn lieb, den Markowitsch, trotzdem Schon - Elschen mit purpurnen Wangen umhergeht und einem leicht geneigten Köpfchen, als hätte sich das neunpunktige Krönchen schon darauf gesenkt. Gerade darüber mache ich mir Gedanken. Denn Elsa hat mir' 8 angethan gehabt, ich bin ihr wirklich gut gewesen. Markowitsch macht ihr den Hof und Ich glaube einsacy nicht, dan er ernste Absichten hat. verstehe überhaupt nicht, warum er nicht lieber in Ostende, Blankenberqe oder auf seinem eigenen prächtigen Schlosse weilt, das er uns mit herzgewinnendem Stolze so ansehnlich beschrieben. Wenn die Jagdzeit anfängt, geht er auf seine Batschkaer Güter, um mit seinen vornehmen Gästen zu birschen Warum verbringt er nicht auch den Sommer in der Nähe der hochgeboren .i Kcmtessen. mit den?n i Win ter im Parkklub und auf Ministerbällen tanzen wird? Warum hat er sich dieses bescheidene, weltferne Bad ausgesucht, warum bemüht er sich, kleinen Mädchen die Erkenntniß beizubringen, daß die Zinken einer Grasentrone scharf genug sind, dum ne Herzchen und begehrliche Madche.iyi ide blut' $i reißen? Endlich ist der allerletzte Abend meines Daruwarer Aufenthaltes gekommen. Ich habe nach dem Souper von Damen und Herren Abschied genommen, da ich um fünf Uhr Früh fortfahren will. Elsa habe ich die Hand gedrückt mit dem Gefühl, als ginge sie einer schmerzlichen Operation entgegen. Ich sitze auf der winzigen Insel mit der stillen Hoffnung, daß mein Kopf-
schmerz in der frischen Nachtluft vergehen werde. Wir haben nämlich, wie's schcn unabwendbare? Brauch ist, einen Abschiedschampagner getrunken, fürstlich Lipve'sches Fabrikat. Ich nehme an, daß Seine Durchlaucht nicht immer vom eigenen trinkt, sonst borge ich ihm meinen plebejischen Schädel um keinen Preis. Der Nachtwind streicht durch die
Baumkronen. Die Eichen werten vorsorglich einige früh vertrocknete Blätter ab, wie eitle Damen, die die ersten weißen Herbstmahner ängstlich aus oen Flechten rupfen. Ich beschäftige mich m Gedanken wieder mit Markowitsch. Ja, wäre er nicht gewesen, der junge Graf, vielleicht wäre ich anders von Elsa gegangen. Da kommt er gerade, in einen grauen Havelock gehüllt, über das Briickchen geschritten. In dem taghellen Mondlicht erkennen wir einander sofort. Wie nett, daß wir uns noch einmal sehen!" sagt er und schüttelt mir die Hand. Ich mache ihm auf der Bank Platz. Und als er so neben mir sitzt, und wir ganz allein sind, sicher vor jedem Lauicher. da fasse ich einen heroischen Entschluß. Der Graf ist jung, reich, unabhängig und so verliebt in die hübsche Elsa, wie ich und wie sie m ihn. ch gehe schnurstracks auf mein Ziel los. Herr Graf," sage ich ungefähr, wir haben uns glaube ich recht befreundet. Erlauben Sie mir eine offenherzige Frage?" Ich bitte. Herr Doktor!" Haben Sie sich irgend etwas dabei gedacht, als Sie dem Fräulein Elsa so andauernd den Hof machten?" Er schaut mich betroffen an. Wie meinen Sie das. lieber Doktor?" Sie haben das Glück, Fräulein Elsa zu gefallen, ja ich nehme bestimmt an. daß Elsa Sie liebt." Woher wissen Sie das, Herr Doktor?" Ich habe gerade in dieser Richtung scharfe Augen, Herr Graf!" Wieso? Warum?" Das Auge der Eifersucht " Lieber Doktor!" ruft er aus, mit solch' einem warnenden Ton in der Stimme, daß er mir wieder einmal ungemein gefällt. Na es ist verwunden. Sie sehen aber ein, daß mich da Schicksal dieses Mädchens intereffiri?" Freilich freilich! Ja ja!" Er seufzt. Nun, Herr Graf? Ich laub: mich auch nicht zu täuschen. Sie erwidern diese Liebe." Markowitsch ist aufgestanden und steht am Ufer des Jnselchens. Da2 Folgende spreche ich eigentlich zu dem hochgräflichen 'ückv'a. 'Tia t , ch später umkehrt, lese ich ihm die ganze Qual und Pein, die er empfindet, von dem erblaßten Antlitz. Man hat den Idealismus stark in Mißkredit gebracht, Herr to" ,cgc ich. Abgesehen von allm Etlichen Grundsätzen, die uns die leitencen Motive bei einer Eheschließung sein sollten und die natürlich nur zu einer Liebesehe führen können, ist an der Sache noch etwas anders: Glauben Sie mir. der Egoismus findet gerade bei den Heirathen aus Liebe seine fetteste Rechnung. Und um den Prvs, den Brautkuß mit einem aelicbten We sen wechseln zu dürfen, um den Preis dieser zehnfach gesteigerten Wonne Empfindung kann man getrost einige vertrocknete Srammbäume übe: den Haufen rennen." Es gibt unüberwin)bare H.ntcr nisse, Herr Doktor!" wirft ?r heiser ein. Sie sind reich, unabhänqia " Er unterbricht mich. Nicht wahi, wenn ich Elsa meine Hand nicht anbiete, halten tc mich für r.ncn inehrenhaften Manschen?" Aber, lieber Graf!" beschwichtige ich hastig, denn ich will mir nicht : n Duell auf den Hals reden. Abr lie ber Graf, das ist viel, oiel zu 'charf ge sprochen. Es rhäte ,iir leid des l.coen Mädchens wegen uno auch Jbret wegen." Der Graf steht :ine Weile rvbig und blickt in das langsam flicß'nde Wasser. Dann wendet er sich mir zu und nimmt neben mir Platz. Herr Doktor, was ich Ihnen jetzt sage, sage ich Niemand freiwillig. Ich will nur nicht, daß Sie :ich für einen schlechten Menschen halten. Holen Sie mir zu: Ich war vier Iahrc alt, als meine Mutter meinen Barer der ließ. Wie trostlos meine Kindheit war, können Sie sich denken. Ich war mit dem verbitterten Ma.-ne fast immer allein. Acht Jahre nach dem. was in der Familie mit ehrfürchtiger Scheu das Unglück" hieß, starb mein Vater. Sein Bruder ward mein Vormund. Mit achtzehn Jahren wurde ich groß jährig erklärt. In den Staatsdienst treten wollte ich nicht. Offizier werden ließ man mich nicht, aus Angst, daß ich m " c , .r . mein vermögen ourcyormgen wurde Nun, ich bewies meiner Verwandt schaft bald, daß ich das auch als Eivr list könnte. Wie ich es angestellt habe, ist ja jetzt gleichgiltig. Genug, in acht Jahren hatte ich zwei Millionen rem verputzt. Da ordnete mein Vormund aus Gnade und Barmherzigkeit meine Angelegenheiten was Vormünder so ordnen nennen und rettete mir einen kläglichen Rest, der mir eine Rente von fünfhundert Gulden ab wirft. Ich wurde ein verloren
Sohn. Und dann man muß doch essen ward ich Kammerdiener beim Grafen Dolinsky. Die Leute nennen es Sekretär. Es ist in Dolina in Polen, recht weit vom Hause weg. O. ich weiß, was Sie sagen wollen! Warum die Komödie? Wenn Sie wüßten, wie ich spare, um in meinen vier Wochen Urlaub als das erscheinen zu können, was ich dereinst gewesen! Ich könnte ohne diese eine, letzte Freude mein Leben nicht ertragen. Vier köstliche Wochen wiege ich mich in Traumen, spreche von meinen verkauften Gütern, als wären sie noch mein, von meinen Pferden, Hunden, Waffen von meinem ganzen versunkenen Glanz."
Das letzte hat wie ein heiseres Schluchzen geklungen. Ich fasse ihn an beiden HäAden. Aber, lieber Graf, kommen Sie doch in die Welt zurück! Sie sind ein gescheiter Mensch, für Sie wird sich schon etwas finden." Er schüttelt den Kopf. Nein, gerade in die Welt will ich nicht zurück dort kennt man mich. Ich fände kein Plätzchen mehr, wo ich sicher vor Bekannten meine vier Wochen verbringen konnte. Ehe ich noch qearrtwortet habe, ist er verschwunden. Ich suche ihn im Park. in seinem Zimmer überall verge bens. Am Morgen gehe ich an Elsas Thür vorüber. Einen Augenblick lang denke ich da ran, meine Abreise zu verschieben und mn ihrer Mutter ein ernstes Wort zu sprechen. Die Damen könnten ja ohne vrel Aufsehen ihren Aufenthalt m Daruwar abkürzen Dann wieder dauert mich Markowitsch. Des armen Mannes einziges Lämmlein sollst Du nicht rauben." Sein Auffchneiben, sein Lügen ist da8 einzige, was er auf Erden hat. Elschen wird ihre unglückliche Liebe eher verwinden, als er seine Entlarvunq. Es thut mir immer leid um ihn, wenn ich an ihn denke. Der arme, arme 5derl! Die Würde der englischen ttöchin. Besser als durch lange Schilderungen wird die Noth, die die Londoner Hausfrau mit ihren Dienstboten hat, durch folgendes Augenblicksbild ver. anschaulicht, das während der VerHandlungen einer Klage vor dem Bezirksgericht von Bloomsbury ausgenommen wurde. Eine Köchin reiferen Alters klagt gegen ihre ehemalige Herrschaft, eine Pensionswirthin in Gomer Street, auf Zahlung rückständigen Lohnes. Klägerin: Ich trat rncjne Stelle Donnerstag an und wurde Sonntag fortgeschickt." Richter: Warum denn so schnell?" Klägerin: Na. die Dame kam Sonnabend viel zu früh in die Küche herunter und nahm den Braten aus dem Ofen. Als sie wieder hinaufging, that ich ihn natürlich wieder hinein. Am Sonntag kam sie wieder herunter, worauf ich ihr sagte, wenn meiue Küche dermaßen überlaufen würde, könnte ich unmöglich ordentlich arbeiten. Sie wollte mich Knall und fall entlassen, aber ich wollte nicht so sein und gab ihr noch eine Chance." Richter: Das war nett von 5!bnen." Klägerin: Das war es auch wirklich. Ich erbot mich zu . l . . . . "n o . m- - - vieiocn, oen nacvnen ug aoer jagic sie wieder, ick sollte aeben. 5ch ver langte meine 12 Schilling Lohn für eine Woche, sie wollte mir aber bloß 5 Schilling geben.- Richter: Sie haben ja aber auch gar keine Woche gearbeitet." Klägerin: Wenn Leute in meiner Küche sind und mir meine Sachen anfassen, kann ich doch nicht arbeiten. Daran bin ich nicht gewöhnt." Richter: Und dann hal sie" wohl gar noch Ihr Kochen kriti sirt? Indessen gilt England für ein freies Land, follte Ihre Herrschaft nicht nach Belieben in Ihre" Küche aeben dürfen?" Kläaeein: So was kommt bei wirklichen Herrschaf ten. nicht vor. Bei denen geht man in den Salon hinauf und nimmt die Anordnungen für den Tag entgegen." Richter: Genug. Sie sind auf dem olzweae. meine Liebe. Die Hausfrau kann in ihre nicht Ihre Küche kommen, so oft lie vu)t yar. fiafci 5bnen das nicht, so müssen Sie kündigen und gehen, wenn Ihre Zeit um ist." Damit war die läge aogewiesen. Mißglückte Beruhigung. Mann (zur Frau, die sich über ein verlorenes Zehnmarkstück gar nicht beruhigen kann): Aber Frau, so laß doch das ewige Lamentiren das Goldstück wird sich ja wieder finden! Ich gehe jetzt fort, Adieu! (Verläßt das Zimmer und sagt zu dem im Eorridor aufräumenden Stub?nmädchen): Marie, meine Frau hat 10 Mark verloren: sagen Sie ihr, Sie hätten Sie hier beim Stubenreinign gefunden. Bitte, legen Sie's einstweilen aus, ich habe jetzt nur kleine Münze bei mir, Sie bekommen nachher von mir das Geld und ein hübsches TrinkgeM!" (Geht fort.) Marie (frMestrahlend in's Zimmer eilend): Madam, Madam, ich habe Ihre 10 Mark gefunden hier sind sie!" (Ueberreicht ihr zwei Fünfmarkscheine.)
An einem Insektenstich
gestorben ist in Marion, Ja., Clara Box, die Frau des Statwnsagenten von Ute. Sie wurde, während sie den Zug wechselte, von einem Insekt a der Stirne gebissen, schenkte jedoch dem Stiche keine Aufmerksamkeit; am nächsten Tage zeigten sich schwere Vergiftungserscheinungen und am darauffolgenden Morgen starb sie nach Erduldung großer Schmerzen. Eine schreckliche That beging eine Irrsinnige im Staate New Nork. Frau Henry Knippen, Gattm eines bei Cloverdale in Putnam County wohnenden Farmers, schnitt ihren beiden Kindern einem Knaben von 3 und einem Mädchen von 12 Jahren die Köpfe ab. Darauf ging sie zu einem Nachbarn und forderte ihn auf, die Kinder zu besehen. Der Kopf des Knaben war beinahe, der des Mädchens, der unter ihrem Körper gefunden wurde, war vollständig abgetrennt. Ausgeführt war die That mit einem Tranchirmesser. Die Frau war kürzlich aus einem Hospital für Geisteskranke entlassen worden. Aus Furcht vor Einbrechern hätten neulich Nachts zwei Geistliche, die Pastoren Kloster und Misdell von Shell Lake, Wis., beinahe einen Amtsbruder, Pastor Christianson, erschossen. Die beiden wurden von der Frau des Pastor Kloster geweckt, welche ihnen sagte, es sei ein Dieb oder Räuber im Stall. Sie gingen hinunter, versahen sich mit einer Waffe und als sie wirklich in der Dunkelheit einen Menschen beim Stall herumhantiren sahen, riefen sie ihm zu, er solle stehen oder sie würden schießen. Darauf gab sich der so Begrüßte zu erkennen. Er war spät in dem Stadtchen eingetroffen, hatte alles verschlossen gefunden und daher sein Pferd zu seinem Freunde Kloster in den Stall gestellt, da er gewußt hatte, dort sei es sicher. Wie der Traum eines Geistlichen zwei Monate später buchstäblich wahr wurde, wird aus Newark, N. I., berichtet: Dem Rev. Oscar E. Braune von der Ersten deutsch - lutherischen Kirche träumte vor zwei Monaten, daß Fräulein Frances. Lorna Wadsworth, die Tochter von Frank Wadsworth, gestorben sei. und daß er bei der Leichenfeier mit Zugrundelegung von Lukas 12, 14 als Text gepredigt habe. Er erzählte es seiner Frau und seinem Bruder, letzterem ohne Nennung des NamenL. Unlängst war der Pastor mit seiner Gattin in Rochester. Eines Tages hatte er plötzlich das Gefühl, daß er nach Newark zurück müsse; er sagte es seiner Gattin, aber diese überredete ihn, zu bleiben. Am nächsten Morgen erhielt er ein Telegramm, das ihn zurückrief, da Fräulein Wadsworth amStrande vonBradley Beach ertrunken war. Tags darauf stand der Pastor an der Leiche und predigte über Lukas 12, 14. genau wie ihm geträumt hatte. Im Bureau des Regist r a r s von Hudson County in New Jersey City, N. I.. wurde dieser Tage eine Verkaufsurkunde über Robbin's Reef und Oyster Island hinterlegt. Diese in der Bai gelegenen Inseln, auf deren erster der bekannte Leuchtthurm steht, sind zur Zeit der Fluth unter Wasser und seit mehr als 100 Jahren stritt man sich darüber, ob sie zu New Aork oder zu New Jersey gehören. Nun ab hat Charles A. Jvins von Red Bank als Spezial - Master des Kanzleigerichts die Inseln für den Preis von $80, 000 an Lloyd B. Sanderson von New Jork übertragen. Der Verkauf erfolgte anläßlich der Kündigung ei ner Hypothek im Betrage von $72,626, welche William W. Weigley 1890 an Mary H. Cook ausstellte. Unter den Mitbeklagten in diesem Verfahren waren die New Jersey Terminal Railway Co., die Jnternational Terminal Railway Co., die Atlantic Terminal Railway Co. und die International Docks Railway Co. Die Mönche des HospizeS auf dem St. Bernard haben diefer Tage ihre erste Probefahrt von Martigny nach dem Hospiz mit ihrem neuen Motortransportwagen gemacht, der besonders für den Zweck conftruirt ist, schwere Lasten bei ho hen Steigungen zu befördern. Der Motorwagen hat vierzig Pferdekräf te und ist mit besonderen Pneumatiks ausgestattet, die sein Fortkommen auf Schnee und Eis ermöglichen sollen. Sechs Mönche sind in Mailand als Chauffeure ausgebildet. Zwei Mönche, die ihre gewöhnliche Kleidung und Kapuze trugen, lenkten den mit Vorräthen beladenen Wagen ohne jede Schwierigkeit den Weg zum Berge hinauf. Im nächsten Jahre soll auch ein Motorwagendienst für Touristen eingerichtet werden. D i e M i s s i o n der Methodistenkirche in Japan läßt ein großes Universitätsgebäuoe zu Nagasaki in Japan errichten, welches Raum für 400 Studenten haben soll. Von je 1000 Personen weiblichen Geschlechts über 15 Jahre sind in Irland 497 nicht verherrathet. in England 386 und in Indien, wo Kinderehen noch üblich sind, nur 45. Für 3,312.296 Dollar Dia. manten, andere Edelsteine und Perlen wurden im verflossenen August nach den Vereinigten Staaten gebracht, über eine Million mehr, alö im August 1905.
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