Indiana Tribüne, Volume 30, Number 30, Indianapolis, Marion County, 27 September 1906 — Page 4
Jndtans Tribüne, S7. September 1906
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Zndiana Tribüne. HnaußatTtb von dn GutNtdttG T. Indianapolis, Ind. Harry O. Thdm .... PräfiVot.
esckai ts l oc a It Ko, 31 Süd Delaware Straße. TELÖPHONE K: lered Kl the Pornt Office ol Indianapolis at scood clan matter. Die grötzte Hederei der Welt. Der jüngft bekannt gegebene Vor ftandSdefchluß der HamdurgAmerika Linie, eine Erhöhung deö GefellfchaftS. kapitalS um 20 Millionen Mark zu be. antragen, um den auf den meisten überseeischen Linien der Gesellschaft hervortretenden gesteigerten BerkehrS bedürfniffen durch Vermehrung deö DampfnmaterialS gerecht werden zu können, hat an der Wasserkante. inSbesondere bei denjenigen, die gewohnt find, der Entwicklung unseres Seehan dels und Seeverkehrs mit aufmerk, famem Auge zu folgen, wenig Ueber raschung hervorgerufen. Wohl hat die Gesellschaft wahrend der letzten Jahre in ihrem rüstigen Vorwärtsschreiten auf dem Wege zu qualitativer und quantitativer Auöge ftaltung ihres Schiffsparkes kaum jemals Halt gemacht. Die Bruttotonnage ihrer Ozean dampferflotte betrug, die in Bau befind lichen Schiffe mitgezählt, Anfang 1904 636.000 RegiftertonS. Anfang 1905 719.000 RegiftertonS und Anfang 1906 757.000 RegiyertonS. Für fich betrachtet erscheint die durch diese Ziffern gekennzeichnete Entwicklung der GesellschaftSflotte außerordentlich be deutend, vergleicht man fie indessen mit der gewaltigen Steigerung der ham burgischen SeeEin und Ausfuhr oer letzten Jahre, so wird man unschwer die Ueberzeugung gewinnen, daß der der Gesellschaft jeweils zur Verfügung stehende eigene Schiffsraum trotz seiner beständigen Vergrößerung nicht immer ausreichen konnte, den Anforderungen des in noch schnellerem Tempo wachsen den überseeischen Verkehrs zu genügen. Namentlich das Jahr 1905 ist in vielen Beziehungen ein Rekordjahr des ham burgUchen Seehandels geworden. Allein die Einfuhr seewärts hat ftch, wie aus dem jetzt erschienenen Tabellen werk des handelsftatiftifchen Bureaus in Hamburg ersichtlich, um 14,3 Millionen Doppelzentner vergrößert. Auch der transatlantische Personenver kehr weift steigende Ziffern auf. Na mentlich scheint die Auswanderung über Hamburg, die dereitS im Vorjahre einen riesigen Umfang gezeigt hat. noch weiter zunehmen zu wollen. In den 8 vollendeten Monaten dieses Jahres sind 109,000 Personen über Hamburg ausgewandert gegen 105. 000 in der gleichen Zeit des Vorjahres. Ueberhaupt, so weit fich bis jetzt er kennen läßt, werden die BerkehrSergeb niffe des lausenden JahreS denen des Vorjahres sicher nicht nachstehen, wahr scheinlich fie übertreffen. Die zunehmende Verwendung von Charterdampfern, zu der fich die Ham bürg. Amerika Linie seit langem ge zwungen sieht, läßt die Nothwendigkeit erheblicd: Neueinftellungen immer mehr erkep" .. Fast auf allen tranSatlan tischen Routen der Gesellschaft hat fich der Mangel an ausreichendem eigenen Schiffsraum fühlbar gemacht. Im NordamerikaDienft beschäftigte die Hamburg.Amerika Linie Mitte 1904 26 Schiffe mit 205.000 Brutto Regiftertonö. außerdem 2 Charter Kämpfer. Mitte 1905 war ungefähr die gleiche Anzahl Dampfer mit an nähernd derselben Tonnage auf den nordamerikanischen Routen thätig. Eine wesentliche Vergrößerung deS hin arbeitenden l Schiffraumes ist eist seit Oktober vorigen JahreS, vor allem durch Jndienftftellung der beiden neuen Riesendampfer iAmerika und Kaiserin Auguste Victoria eingetreten. Im Juli und August dieses JahreS waren auf den nordamerikanischen Linien durchschnittlich 27 Schiffe mit ca. 246,. 000 Brutto.RegiftertonS, f -sie einige Charterdampferlthütig. Die Zunahme an Tonnage erscheint aber geringer, wenn man bedenkt, daß die hambur gische Einfuhr auö den Vereinigten Staaten fich im vergangenen Jahre um 3,8 Millionen 'lDoppelzentuer der. größert hat und daß der Güterau tausch sowie der Personenverkehr zwischen Hamburg und den Vereinigten Staaten, der zu weitaus größtem Theile durch die bamourg. Amerika Linie bewirkt wird, während de lau
senden JahreS eine Regsamkeit gezeigt hat. die i nicht hinter der des Vor. jahres zurücksteht. Viele Anzeichen deuten daraufhin, daß die steigende Tendenz im nordatlantischen Verkehr von Dauer sein wird. Auf den westindischen, mexikanischen und südamerikanischen Routen der Ge sellschaft liefen Mitte 1904 47 Dampfer mit 160.000 Brutto-RegiftertonS. Mitte 1905 49 Dampfer mit 178.000 BruttoRegiftertonS nebst einigen Ehar terdampfern. Im Juli und August dieses JahreS wurden hier durchschnittlich 56 Schiffe mit 227.000 Brutto.RegiftertonS sowie
einige Charterdampfer beschäftigt. Auch hier ist eine weitere Vergrößerung der Tonnage durch den Setig wachsenden Güteraustausch gerechtfertigt. Na mentlich Mexiko. Brasilien und Chile sind mit steigenden Waarenmengen an der hamburgischen Ein. und Ausfuhr des letzten JahreS betheiligt gewesen. Der Oflafien Dienst wurde Mitte 1904 von 21 Schiffen mit 113.000 Regiftertonö versehen. Der russisch japanische Krieg hat eine Verminderung der hier verkehrenden Tonnage nicht zu bewirken vermocht, im Gegentheil: Mitte vorigen JahreS wurde der Dienst nach Oftafien von 29 Dampfern mit 145.000 RegiftertoiS nebst einigen Charterdampfern unterhalten. Gegen würtig ist hier die gleiche Tonnage beschüftigt. Die nach Beendigung des Krieges überall hervortretenden Anzei chen eine regeren Frachtenverkehrs auf den oftafiatischen Linien, verbunden mit der Nothwendigkeit, der japanischen Expansion in Handel und Wandel ge wachsen zu bleiben, lassen auch hier die Bereitstellung eine größeren Schiffs raumeö dringend nöthig erscheinen. Mit den Forderungen deS schnell wachser.den Verkehrs auf den meisten Routen aben sich die Ansprüche, die die fortschreitende Ausdehnung des Li niennetzeS der Gesellschaft an das vor handene Dampfermaterial stellte, der. einigt. Für den neugeschaffenen ara bisch.perfischen Dienst, für die dem nächst einzurichtende Schnelldampfer. linie Genua La Plata . waren und find Schiffe nöthig, die dem Bestände nicht entnommen werden können, ohne Lücken in dem regelmäßigen Dienste auf den übrigen Routen entstehen zu laffen. So wurde ein schnelleres Tempo in dem Ausbau der Flotte all mählich zur Nothwendigkeit. Die tta pitalSerhöhunz wird der Hamburg. Amerika-Linie das Rüstzeug ergänzen, denen fie bedarf, um zu ihrem Theile mithelfen zu können, der deutschen Flagge an der mächtig vorwärts drün genden Entwicklung deS Weltverkehrs dauernd einen Antheil zu sichern, wie er der Bedeutung der deutschen Schiff fahrt und de? deutschen Handelns ent spricht. . , Die sozialistische Kongretzkandida tin Laura Payne hat fich für staatlichen Betrieb der Eisenbahnen erklärt. Auch das noch! In San Francisco ist man aus der Aera der werkthätigen Menschenliebe jetzt in das Stadium der unermüdlichen Preisschrauberei getreten. Naseweis, wie die Japaner find, haben fie uns einen guten Rath gege den) was wir mit Cuba machen sollen, um dort Ruhe zu bekommen als ob wir nicht schon früher von jener Ruhe gehört hätten: der Ruhe deS Kirchhofs. Den größten Triumph wird die Chirurgie, welche jetzt schon Blutgefäße tranöplantirt. erst feiern, wenn fie ein gutes Herz, woran manche Leute Ueber fluß haben, zum Theil auf Leute zu übertragen versteht, welchen eS entfchie den daran fehlt. Ein Smwindler aab iick in der schiedenen BankJnftituten in Newark als Bankrevisor auö. Natürlich fiel Niemand auf den plumpen Schwindel hinein. Das weiß doch jedes Kind, daß der Revisor erft kommt, wenn'S zu spät ift. und bei den betreffenden Ban km war eS zufällig noch nicht zu spät. Wenn Uncle Sam die kubanische Nuß geknackt hat. wird er anständig genug sein, den Kern hübsch zu verthei l?n und fich mit der Schale als Anden ken zu begnügen. Aber die Kubaner sollten fich vorsehen; ein andersmal könnte eS leicht umgekehrt gehen. John D. Rockefeller's Ardeiter find im Begriffe, mit dem Alten einen er bitterten Kampf um höhere Löhne aus zufechten. Sie haben recht. Die fti liale der Standard Oil Company in Miffouri wirft 700 Procent Dividende für die Aktionäre ab; da sollte auch für die Arbeiter etwa abfallen.
Die Kirmes.
Große Borbereitungen getroffen. Der Vorstand deS GermaniaPark Vereins hielt gestern Abend in der Halle deS Unabhängigen Turnvereins seine Versammlung ad. Die Vorbereitungen zur KirmeS wur. den besprochen und die zustündigen Co miteS mit den Borarbeiten betraut. Die diesjährige KirmeS wird alle ihre Vorgänger übertrumpfen, und nichts oll unversucht gelassen werden, um den Erfolg so großartig wie möglich zu ge. stalten. Zeltbude werden errichtet, und Ver gnügen wird'S in Hülle und Fülle gr den. Unterhandlungen find mit pro. esftonellen CircuSkünftlern und CarnivalsSchauftellungen angeknüpft, und falls es gelingt Alles das nach hier zu ziehen, waS die Comite gerne haben Möchten, dann können fich die Besucher auf gute Zeiten gefaßt machen. Das man wie üblich im Moselthale guten Wein erhalten wird, ift selbftver. ständlich; Spanferkel, Zwetschgen.Ku chen, Salzftengel, gute Wurft und an dere Delikatessen werden gleichfalls zu haben fein. Zum Schlüsse ift noch zu bemerken. daß der Allerweltökünftler Kasperle be reitS mit seiner auS 20 Personen be stehenden Truppe von München abreifte, um hier zur KirmeS seine KaS perle.Vorftellung zu geben. Zwei schwarze Sanner Zeigen Allen Minnear einen neuen Trick. Allen Minnear, 547 West Morris Straße, wurde gestern das Opfer zweier chwarzer Diebe, welche ihn um 84.50 erleichterten. Die beiden Kerle erschie nen in seinem Geschäfte, forderten zwei Cigarren und legten zur Bezahlung einen 5 Schein auf den Tisch. Min nier machte fich ans Auszählen des Wechselgeldes, ließ den Schein aber auf dem Tische liegen. Sobald er 84.50 in großem Gelde auf den Tisch gezählt hatte, und fich dann umdrehte um noch 40 Cents kleines Geld hinzu zulegen, ergriffen die Gauner den $5 Schein und auch die ausgezählten 84.50 und machten fich aus dem Staube. Grunveigenthums Uebertragungen. Margaret C. BbramS an Kate Tut. hill, Lot 20, Carpenter'S Home Place Addition. 40 bei 140 Fuß. verb.. Süd feite derZWashington Str.. westlich von Mount Str. 83000. August Wacker an Wm. G. Wash. burn. Lot 325, Miller u. A. Parkway Addition, 40 bei 140 Fuß, vacant, Südseite der 26. Str., westlich von Koehne ve. 8600. Wm. H. ChilderS an Nellie Berry, Lots 123 und 124, Downey'S dritte Südoft Addition, 70 bei 106.10 Fuß, Verb.. Nordweftecke Wade Ave. und Laurel Str. 81500. John B. Elam, Executor, an Har. vey I. Elam, Vormund, Lots 16 und 17, McQuat'S Erben Subdivifion, Theil von Outlot 157, 52 08 bei 110.26 Fuß, verb., Nordseite der Had ley Str., westlich von Patterson Str. 8905. Boulevard Land Company an Fred. W. Kreber. Lot 12, Boulevard Park Add., 40 bei 134 Fuß, vacant, Weg. feite Central Ave., nördlich von 29. Straße. $800. Margaret M. Hunter an Prefton B. Bailey, Theil südwestliche Viertel Sektion 7, Township 14, Range 4, 10 Acker, Perrh Township. 81.200. Minor T. Waddell an Joseph E. Marott, Lot 11. Alvord & Co.'g Subd., 40 bei 134 Fuß, verbessert, Oftseite Ashland Ave. südlich von 13. Straße. 83,200. Mark A. Smith an John R. Eppen LotS 4 bis 8, Smiths Erben Subd., Theil Section 31, Township 16, Range 3, Wahne Township. 87,000. Eunice A. Pottenqer an John C. Allison u. A., Lot 19, Berkeley Add., 34 bei 134.50 Fuß, verbessert, südliche Seite der Berwyn Str., westlich von SheZby Sir. 8850. Platt Whitehead an John R. Wilson Theil des nordöstlichen Viertel Section 2, Township 17, Range 3, 25 Acker, Washington Township. 84,000. Arthur R. Edmunds an Elmer W. Ream, Lot 49. Kenwood Park Add., 36 bei 132 Fuß, verbessert, östliche Seite der Graceland Ave., südlich von 34. Str. 81400. John ush an John F. Rush, Theil Section 24, Township 17, Range 2, 81 Acker, Pike Township. 87000.
Unerfreuliches aus Tamoa. Zu oer Meldung folonuilcrticmcr Blätter, düj der Gouverneur von Samoa Xv. 8oIf demnächst in fein Schutzgebiet zurückkehren wolle, be merkt die rs. 8tg.": X? Des Sittlichkeit wird sich jetzt nicht rntfir mit ?li:sroden abspeisen (äffen, sondern darauf bestehen, auch über dic Tamoa betreffenden Angelegeuhekttt reinen Wein eingeschenkt zu erhalten Pefonders wäre es in dieser Hinsicht notliwendig, das Verhältnist deSGotp nerneurs Solf zu der Teutschen 3n moa-Aesellschaft beziehungsweise $tt deren Vorstände. denHerren Ullman und Deeken, klargestellt zu sehpn, bc hierüber mancherlei laut geworden ist, was nickts weniger als einwand?' frei erscheint. Der Abgeordnete Cr.cf Hoff Hat sich sowohl 1904 wie 190. allerdings nur andeutend, im Reichstage mit der Sache beschäftigt, ob''? bafe seitens der Negierung eine Auf klarung erfolgt wäre. Eine solche Aufklärung des Verhältnisses von Tr. 5olf zu den Herren Deeken uiih Ullmann erscheint jetzt um so dringender geboten, als der 9?cime des Herrn Ullmann auch bei der cmhyp sen Wnnlieferung für DeurschZus westafrika genannt worden ist." Ebenso glaubt das genannte Vlatt die Versuche einzelner Blätter, den Obersten Ohnesor? vom Obeckom mando der Schutzkruppe vertbeidigen zil sollen, zurückveisen zu müssen, s führt aus, das; gerade in den Händen des Obersten Ohnesorg die VerwZl tuua des LiebeSgabeüfonds für 8iib westofrika laq. Obne fein Wissen und Willen konnte also keine Verfü gung über den Fonds getroffen wer den. Insbesondere ist er auch &afrt rerontwortlich. dofz Offizieren aus jenem FondS Billets zu Vergnügun gen in Berlin gekauft wurden. Aber nicht nur die beftmlmmlgSwidriqe Verwendung de Liebesgabenfns kommt bei dem Obersten Ohneforg in Betracht, sondern auch der Umstand, dast er an amtlicher Stelle verschiedenen NeichstagSabgeordneten bei verschiedenen Gelegenheiten widerfpre chende und ausweichende Antworten gegeben bat, als sie sich nach dem Mißbrauch bcs Fonds erkundigt:, darüber würde bei geeigneter Gele genbeit noch weiteres zu sagen sein " Weiter wird bemerkt, daß der Oberst Ohneforg in allen Fällen der Borge fetzte des MajorS Mischer gewesen ist' es ist daher auch die Frage zu -rledi-gen, ob ihm nicht m der Beaufsichtigung des Majors Fischer fahrlässiges Verhalten zum Vorwurf zu machen ist.
Die Hamburger Bombenfabrik. In Hamburg ist bekanntlich eine Werkstatt entdeckt worden, wo znxi Russen die Fabikation von Bomben betrieben. Die Mordwerkzevze sollten auf dem Seewege nach den russischen Ostseeprovinzen eingeschmuggelt werbox. Wir erhalten im Anschlüsse an unsere Depesche nachstehenden Bericht: Beamten des Kriminalreviers Bill-wärder-Ausschlag gelang es einen Russen zu verhaften, der sich mit Fabrikation von Bomben besaßt. Ein großes Lager von Waffen und viele Briefschaften wurden beschlagnahmt. Die Beamten hatten in Erfahrung gebracht, dah in der Sachsenstratze II seit nrehreren Wochen zwei junge Leute unangemeldet wohnten, die einen recht verdächtigen Eindruck machten. Am Abend begaben sich sechs Kriminalbeamte in die bezeichnete Wohnung, wo sie nur einen, der berdein Fremiden anwesend fanden. Er hatte mehrere Brandwunden im Gesicht und an den Händen, die anscheinend durch solche Säuren hervorgerufen sind, !die der Russe bei seinen Operationen verwandte. Nachdem der Verdächtige in sichcres Genxihrsam gebracht worden war, wurde eineHaussuch-ung vorgenommen. Der erste Koffer, den man öffnete, war mit Revolvern und Brownmg-Pistolen gefüllt, der zweite enthielt andere Wassen und Munition und ein weiterer war angefüllt mit Briefschaften. Rechnungen und Frachtbriefen, aus denen hervorging, daß die Gegenstände von Hamburg aus nach den russischen Ostseeprovinzen verschickt werden sollten. Ob bereits Sendungen abgegangen sind, konnte noch nicht festgestellt werden. Seit fünf Wochen haben die beiden Russen, wie aus den Briefschaften hervorgeht, zahlreich: Sprengstoffe und Waffen an die Deckadresse E. Hoffmann, Hammerbrookstraße 67. empfanqen. Der verhaftete Russe macht ten Eindruck eines gebildeten Mannes, er spricht vier Sprachen, verweigert aber über seine Personalien und seine Komplicen jede Auskunft. In seinem P'-tz fand man russische Rezepte zur Herllung von Bomben. Die deutschen Ma'kensammler hielten in G'öttinqen einen Markenlammlertaq ab. Mit der Tagung war eine Briefmarkenausstellung verbunden. Die Untersuchung ü b e r den ivall des verhafteten französischen Matrosen Awaur im ort Vmeennes hat nach einer Äeldung der Pet'.le Nepublique ergeben, daß' es sich um eine von Zivilisten uutcrstülzte. wohl organisirte Diebesbande handelt, die nicht nur Proviant' und Munitionsvorräthe. sondern auch Geheimnis!? tv Lundesvcrtheidigung, insbesondere werthvolle Modelle, gestohlen hat.
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Schwerkrank an Appendicitis darniederliegend, wurde dieser Tage in Newark, N. I., Frl. Emma Sherwood, Tochter von Austin Sherwood, mit Charles Lomax getraut. Schon seit längerer Zeit war der Tag für die Hochzeit ftstgesetzt und großartige Vorbereitungen waren getroffen worden. Da erkrankte die Braut vor einigen Tagen an Appendicitis und ihr Zustand verschlimmerte sich zusehends. Das junge Mädchen wollte nicht, daß ihrer Krankheit wegen die Hochzeit verschoben werde, und so fand am festgesetzten Tage im Krankenzimmer, das liebende Hände in einen wahren Blumengarten verwandelt hatten, die Trauung statt. Die Braut hatte ihr Hochzeitskleid angelegt und auf. ihrem Bette ruhte ein prachtvoller Rosenstrauß. Tief ergreifend war es, als der Vater, seine Bewegung niederkämpfend, die kranke Tochter weggab. Nur die nächsten Verwandten und einige intime Freunde der Familie waren anwesend. Der junge Ehemann hofft sicher auf die Genesung seiner Gattin. Infolge eines vor mehreren Jahren erlittenen Schlagflusses theilweisc gelähmt und außer Stande, um Hilfe zu rufen, ist in Elizabeth, N. I., Frau Elizabcth Van Hart, eine Greisin von 60 Jahren, in ihrer Wohnung von Bissen verblutet, welche von Ratten verursacht worden waren. Ihre Schwiegertochter, welche im selben Hause im unteren Stock wohnt, hörte zu früher Morgenstunde das Gequieke von Ratten über sich und eilte die Treppe hinauf. Als sie die Thür zum Zimmer der Greisin öffnete, huschten einige der Nager ins Freie. Die alte Dame saß leblos auf einem Stuhle, der Teppich zu ihren Füßen war mit Blut getränkt. Ein Arzt wurde gerufen, doch erklärte er nach einer rasch vorgenommenen Untersuchung, daß Frau Van Hart todt sei. Eine Schlagader am Fuße war durchbissen, und das Fleisch beider Füße fast ganz abgenagt. Sogar das Gesicht hatten die gefräßigen Thiere schon angefressen. Man vermuthet, daß die Greisin, an Schlaflosigkeit leidend, sich zum Stuhle geschleppt hat, dort eingeschlummert und den scharfen Zähnen der Ratten zum Opfer gefallen ist. Da ihre Stimmbänder gelähmt waren, so waren alle ibre Anstrengungen. Jemand herbeizurufen, vergeblich, und aller Wahrscheinlichkeit nach machte der starke Blutverlust es ihr unmöglich, die furchtbaren Angreifer zu oerscheuchen. Eine erschütternde Scene spielte sich dieser Tage auf dem Pier der französischen Dampferlinie in New Fork ab. als Luigi Contanrigi. im Begriffe, an Bord des Dampfers La Provence" die Heimreise nach Lecco in der Lombardei anzutreten, um dort auf dem Grabe seiner durch eigene Hand gestorbenen Geliebten Selbstmord zu begehen, sich von seinem jammernden und ihn beschwörenden Bruder Antonio verabschiedete. Luigi besaß in seiner Heimath eine Braut, die er räch seiner Farm in Oklahoma nachkommen lassen wollte, um sie zu heirathen. Als er ihr vor einem halben Jahre schrieb, daß das kosige Nest für sie fertig sei, erhielt er einen klagevollen Brief als Antwort, in welchem Jofephine ihm mittheilte, daß die Eltern ihre ZustimmunH zurückgezogen hätten und verlangten, daß sie nun einen Anderen Heirathe, den die Eltern immer für sie im Auge gehabt. Das unglückliche Mädchen versicherte den fernen Bräutigam ihrer unwandelbaren Liebe und erklärte, sie würde lieber sterben, als ihm untreu werden und den Anderen heirathen. In einem späteren Briefe sprach sie wieder von ihren Selbstmvrdplänen und flehte den Geliebten an, ihr w den Tod zu folgen, denn dann würden Beide glücklich sein". Als er diesen Brief erhielt, verkaufte Luigi sein Anwesen und machte sich aus den Weg nach der Heimath. Unterwegs besuchte er den in Paterson wohnenden Bruder
Zohn Verrl. Präsident. H. . chloyhsuer. Schatzmeister. Capital und Uebcrschuß 8 2,000,000.00 Tepoßten über 5,000,000.00 Hilfsquellen 10,000,000.00
National Bank wird in das alte Poskgebaude die Renovirungt- und Umänderungs-Akbeiten Teppiche, Straußfedern. Vorhänge etc. N. VcnnZnlvania Str 1 15 - " - ww . Heben Vrand Opern Hau. Antonio. ' der inzwischen von Freunden in der Heimath die Kunde erhalten hatte, daß Josephine wirklich Selbstmord begangen. Luigi erklärte, er werde heimziehen und auf ihrem Grabe seinem Leben ein Ende machen. Alle Versuche des Bruders, ihn abzuhalten, waren vergeblich. Die Zeitungen in Lissabon berichten von der Verhaftung eines Mitgliedes einer der vornehmsten Familien von Portugal in Huelva an der spanischen Grenze. Der Verhaftete soll unter falschen Vorspiegelungen große Summen von der Königin Amelia, von dem spanischen Prinzen Asturias, von Prinz Karl von Bourbon und von verschiedenen reichen Engländern und Amerikanern erhalten haben. Im Jahre 1901 kamen m Großbritannien noch 3140 Fälle von Schweinecholera vor; diese Zahl wurde durch wissenschaftliche Maßregeln der Ackerbaubehörde auf nur 817 im ahre 1905 reduzirt. Der B e r g w e r k s a r be i te r John L. Matthew und dessen Gattin in Barclay, Col., vermißten dieser Tage, als sie Abends von der Arbeit nach Hause kamen, ihr sechsjähriges Söhnchen Eddie, während der fünf Monate alte Säugling, auf welchen Eddie hätte aufpassen sollen, friedlich in seiner Wiege schlummerte. Nachdem die Nachforschungen im Orte resultatlos geblieben waren, durchsuchte man den nahegelegenen Wald, und nach langem Suchen fand man in einem wenigstens sechs Meilen von Barcley entfernten Dickicht KnochenÜberreste, und die gleichzeitig vorgefundenen Kleidersetzen ließen keinen Zweifel übrig, daß das Kind von einem wilden Thier, wahrscheinlich t nem Wolf oder einem Berglöwen, angefallen, in das Dickicht geschleppt und dort in Stücke zerrissen worden war. ropäischeS eiateent. Wechsel, Creditdriese, Postanweisungen, auf alle Städte Europas. Schisssscheine Von und nach Europa. Un un Verkauf auslanvi schcn Geldes. km! Brote, No. 35 Süd Meridian Str. ARercdsntL National Bank.
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