Indiana Tribüne, Volume 30, Number 28, Indianapolis, Marion County, 25 September 1906 — Page 1
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In den Maschen des Gesetzes.
Sollen Sägen in's Gefängniß geschmuggelt haben. George Moeller legt Gestänvnifz ab. Sheriff Ed. Sourbier unter Bei hülfe eine Deputy.SheriffZ verhaftele Dienstag Bormittag den 26 Jahre alten Ralph Knott, 520 Oft Ohio Str.. und erhob gegen denselben die vorläufige Anklage des Bummeln?. Knott wurde von seiner Arbeit in einer Automobile Fabrik, wo er als Maschinist thätig gewesen, fortgeholt und im Polizeigefüngniffe abgeliefert. Bon den Deputy-SheriffS Condon und Torydon wurde bereits spät am Montag Abend George Moeller, 19 Jahre alt, 1224 Ost Market Straße, in der Wohnung seiner Eltern verhaf. tet und nach der Baftille abgeführt, wo er vorläufig wegen BagabundirenS ge bucht wurde. Durch Untersuchungen des Sheriffs, welche derselbe unter den Gefangenen betreffs der in den Zellen der Eingekerkerten gefundenen Sügen angestellt hat, vermuthete er. daß Moeller den Gefangenen zu den Sägen verholfen hat. Moeller. welcher selbst unter der An klage wegen Großdiebftahl in den Ge müchern des GefängniffeS geweilt hat, und vor zwei Wochen nach einem Ber hör im Kriminalgericht auf ein suSpendirteS Urtheil hin seine Freiheit wieder erlangte, sagte, daß er von Sögen und gleichen Handmerkzeugen gehört habe, aber nicht wiffe, wie diese Gegenstünde zu den Gefangenen gelangt seien. Am Dienstag früh wurde Moeller in'S Kreuzverhör genommen und nach einigen Vorfragen gelang eS, ein schriftliches Geftändniß von ihm zu er langen. Er gesteht .die zumAuSbruche zu benutzenden Sägen in die Jail gebracht und dorr abgeliefert zu haben, behauptete aber, daß Ralph Knott ihm dieselben besorgte. Moeller, der eine Zeitlang in der Jail saß. kehrte nach seiner Freilassung im Kriminalgericht in die Jail zurück, um sich seine in der Zelle zurückgelaffe nen Kleider zu holen. Bei dieser Gelegenheit soll er den Gefangenen die Säaen aeaeben baden. Befraat. wo' her er diese erhielt, gestand er, daß! Knott ihm dieselben gab. Knott soll laut Aussagen des Deputy' Sheriffs nicht deftreiten, die Sä. gen an Möller abgeliefert zu haben, behauptet aber, nicht gewußt zu haben, daß diese zu einem JailauSbruche be nutzt werden sollten. Knott saß vor einiger Zeit gleichfalls in der Jail, wurde aber von der gegen ihn erhobenen Anklage des Einbruches freigesprochen. Zur Zeit als Möller und Knott mit den übrigen Gesänge nen dort weilten, soll der AuSbruch geplant worden sein. Milchgesäße solle geaicht werbe' Jfidore Wulfson, Inspektor der Maaße und Gewichte, wird jede in der Stadt von MilchhÜndlern gebrauchte Milchkanne und Milchflasche amtlich auf ihren Gehalt untersuchen und aichen. Die Kosten werden sich auf 5c pro Gefäß belaufen. Der Inspektor sagt, daß er eine Anzahl der Gefäße fand, die den ange gebenen Inhalt nicht besitzen. Die Inspektion wird sofort beginnen. V o r der Behörde medizinischer Re giftration wurde gegen Dr. Geo. L. Dickerson au- Terre Haute die Ve schuldigung erhoben, daß er seinem ZmillingSbruder Robert I. Dickerson sein Diplom lieh, auf welches hin er in Logansport praktiftrt haben soll. Beide Männer sehen einander sehr ähnlich. Die Behörde wird diese An klage untersuchen.
Nahntgsmittel- und Troqnen Ordiazen Werden in Kürze zur Durchführung ge-langen.
Mayor Bookmalter versah gestern die Nahrungsmittel Ordinanz mit seiner Unterschrift, und dieselbe wird scharf durchgeführt werden, sobald die in dieser Beziehung vom Bundes Ackerbav'Departement sowie auch der StaatsgesundheitSbehörde gehegten An sichten bekannt geworden find. Auch die neue Droguenordinanz. welche vor mehreren Wochen pasfirt wurde, soll von jetzt ab zur Durchfüh rung gelangen. Dieselbe wird dem Herumreichen von Patentmediztnproben ein Ende machen. Die Ordinanz läßt sich nach Anficht des Gesundheitsbeamten Dr. Böhler aber auch so handhaben, daß selbst die von Droguenhündlern verkauften fettigen Medizinen derselben unterworfen sind, und daß Proben derselben der Be Hürde zur Untersuchung unterbreitet werden müffen, falls die Medizinen in hiesiger Stadt zum Verkaufe gelangen sollen. Ein gedruckte? Exemplar oer Ordi nanz wird den Droguiften der Stadt übersandt werden, und den Agenturen, welche sich mit dem Äustragen von Proben besagen, sollen gleichfalls Co. pien derselben zugestellt werden. Uebertretern winkt eine Strafe von $10 bis $100, nebst 30 Tagen ArbeitS haue. Setzt sich auf die Sinterbeine. Eine aus ColumbuS, O. eingelaufene Meldung besagt, daß der Neger Charles Raglan dem vom Jndiana Gouverneur übersandten Requifitions Papiere mit einem HabeaS Corpus Verfahren zuvor kam. Raglan be findet sich folglich noch dort. Die hiefige Polizei ist über diesen Streich nicht sonderlich erbaut, zumal nur durch den Schlendrian der Behörden in Ohio die Annahme der Requifi tionspapiere derart verzögert sein soll, daß Raglan Gelegenheit erhielt, densel den zuvor zu kommen. Polizei Chef Metzger sandte ein Schreiben nach dort ab, in welchem er dem dort weilenden Detectiv Duncan jede nur mögliche Hilfe zusichert. Raglan soll sich im hiesigen Jugend geeichte verantworten, da man vermu thet. daß er die 16 jührlge Weiße Marie Burke veranlaßte, ihm nach dort nach preisen Fairbank. Liberati ein Mcister. Liderati'S Kapelle eröffnete gestern im Fairbank mit einem ausgezeichneten Programm die Herbft-Mufikfefte, welche während dieser Woche veranstaltet wer den. DaS Concert war das musikalische Ereigniß der Saison, das Programm war derartig zusammengestellt, daß daffelbe den Ansprüchen aller Besucher Rechnung trug. Liberati ist ein hervorragenderttapell meifter, der eS versteht die einzelnen Künstler völlig unter Controlle zu hol ten, so daß er die gewünschten Effekte aus jedem Instrumente erhält. Als Cornet Solist ist Liberati un übertrefflich. Ein herrlicher klarer Ton. vollkommene Technik und der Ausdruck mit welchem er seine EoloS zum Vortrage bringt, lassen selbst den Laien den Meifter sofort erkennen. Die auftretenden Sänger bewiesen durch ihre Leistungen daß ihr Künftlerruf, der ihnen vorausging, ein wohlverdien ter ist. Alle Nummern des Pro grammS wurden mit großem Beifall aufgenommen. D e r gegen die streikenden Maschi nisten der Pope Motor Car Company erwirkte temporäre EinhaltSbefehl wurde gestern zu einem ständigen ge macht. Der Einhaltsbefehl verbietet den Maschinisten das Aufstellen von Wachtposten in der Nähe der Fabrik sowie daS Einmischen in die Geschäfte der Company.
Eine weitere Beschwerde
wird von einem Insassen des Gefängnisses eingereicht. Gefangener im Kriminalgericht be zeichnet Ausbruchsgeschichte als Erfindung. William B. Schwartz. ein hiesiger Anwalt, der vor einiger Zeit unter An klage der Falschmünzerei verhaftet und nach dem Countygefüngnisse gesandt wurde, bat eine Beschwerde beim Kri minalrichter Fremont Alford eingereicht. Schwarz sagt in seinem Briefe, daß er infolge der vor einigen Tagen von Gefangenen dem Richter übersandten Beschwerde vom Sheriff mit der un menschlichsten Behandlurg bedroht sei. und daß ihm mit der Dunkelzelle gedroht wurde, wo er bis zur Befriedi gung der Rache des Sheriffs zubringen werde. Anderen Gefangenen gegenüber wurden ähnliche Drohungen laut, sagt er weiter, und viele derselben seien aus diesem Grunde bange, die Wahr heit zu sagen. Am Montag wurde ihnen das Frühstück entzogen und am Dienstag das Mittagessen, berichtet Schwartz, und als er am Freitag wieder kein Frühstück erhalten hatte und selber sich solches kaufen wollte, fei ihm dieses abgeschlagen worden. Schwartz sagt ferner, daß der Sheriff ihn am Freitag aus der Abtheilung für Bundesgefangene fortnahm und in die Negerabtheilung warf, wo die Unrein lichkeit laut seiner Aussage derart ist, daß der Gefangene für seine Ge sundheit befürchtet. Schwartz sagt zum Schlüsse, daß er sich keines Vergehens gegen die Gefängnitzregeln bewußt ist. Richter Alford hat sich noch nicht entschlossen, welche Schritte er zu ergreifen gedenkt in Bezug auf die von Schwartz erhobenen Beschuldigungen. Commissär John McGregor sagt, daß soweit ihm be konnt sei, Hütten die Commissäre ihre Untersuchung beendet. Sheriff Sourbier soll auf eine von Schwartz gemachte mündliche Beschuldigung, daß seine Postsachen nicht recht gehandhabt seien, geantwortet haben, daß er eine Postkarte mit einer Be schmerde von Schwarz, beim Bundes Marschall persönlich abgab, anstatt die selbe per Post zu senden. In der Office des BundeSmarfchallS soll man von einer solchen Beschwerde nichts gesehen haben. Sensation im Kriminalgerichte. Im Kriminalgerichte verursachte John Hardin, deö GroßdiebftahlS überführt, eine Sensation, als er offen die Be schuldigung gegen Sheriff Sourbier erhob, die Geschichte der Auffindung von Sägen. Revolvern, Meffern und Knüppeln, glattweg erfunden zu haben. um sich gegen Kritiken zu schützen, falls eS bekannt werden sollte, daß sich die Gefangenen über die ihnen zu Theil gewordene Behandlung beschwerten. Hardin sagte die Sachen seien nicht ge funden, und falls eine Untersuchung eingeleitet werden sollte, würde eö sich ergeben, daß Sheriff und Deputieö ganz verschiedene Aussagen machen. Einbrüche. Mehrere Einbrüche, wobei die Diebe reiche Beute machten, wurden in der Nacht von Sonntag auf Montag ge macht. Die Wohnung von Otto R. Brown. 442 Hamilton Ave. wurde von Rittern vom Stemmeisen heimgesucht. Die selben verschafften sich Eingang durch die Hausthür, welche nicht geschlossen war und bereicherten sich mit einer Börse, in welcher sich 122 befanden. Später wurde die Börse im Garten gesunden. In derselben hatten die Gau ner tzl als Schmerzensgeld zurückgelassen. Die Werkstatt von Arthur Smith. 13 Nord Senate Ave., wurde erbro chen, wo die Kerle mit mehreren Etü cken Lothblei entkommen find.
eileidsdeschlüffe
Der Familie von John R. Pearson über, sandt. In einer Spezial-Sitzung der Direktoren der Indianapolis Gaö Co. ge. ftern wurden BeileidSbefchlüsse über das plötzliche Ableben deS in seinen besten Jahren dahingerafften John R. Pearson gefaßt, und der Familie Über mittelt. Die Direktoren betonen, daß Herr Pearson 20 Jahre lang der Gesellschaft in hohen verantwortlichen Stellen treu diente, daß er das Vertrauen und die Achtung der Beamten und Direktoren in hohem Grade genoß, daß er durch sein freundliches Entgegenkammeu, durch sein Feingefühl und durch andere persönliche Borzüge, sowie auch durch die Treue mit welcher er alle ihm an vertrauten Auftrüge erledigt, sich die Achtung aller seiner Bekannten erwarb. Der trauernden Familie wird das tiefste Mitgefühl ausgesprochen. Kleines ffener, große Aufregung. Ein kleines Feuer in der Fulmer Cornelius Preß. No. 148154 Oft Eourt-Straße, verursachte gestern Nachmittag kurz nach 5 Uhr eine große Auf regung. Da die Druckerei im Centrum der Stadt liegt, so war beinahe die ganze Feuerwehr zur Stelle. Dieselbe konnte jedoch bald wieder ihre Ouar ttere aufsuchen. Ein Junge, welcher bei der Firma zum Putzen der Druckpressen angestellt ist, hatte seine Uhr auf den Boden fal len lassen, welche unter einen Tisch rollte und ihn veranlaßte, mit einem Streichholz darnach zu suchen. Nach dem er dieselbe gefunden hatte, warf er das brennende Zündhölzchen achtlos auf den Boden, wodurch herumliegen des Papier und oelgetränkte Wisch läppen Feuer fingen. Sofort schlug eine helle Flamme zur Decke auf und setzte daS übrige Personal in große Angst, worauf der Alarm gegeben wurde. Bevor die Feuerwehr anlangte, waren die Flammen erstickt und das glim menve Papier beseitigt. Kein nen nenswerther Schaden wurde ange richtet. Tiedftähle. Aus den Anlagen des Court Hauses wurde in der Nacht von Sonntag auf Montag eine von den Bänken mit blauem Anstrich, fortge tragen. Frau R. I. R o b b e r t S, im Park Ave. Hotel in New York wohn haft, wurde auf dem hiesigen Bahnhof ihr Handkoffer entwedet. In demselben befanden sich 3 DamenZaillen. t35 in daarem Gelde und ein Eisenbahnbillet für eine Fahrt von KansaS City nach New York zu gebrauchen. Rauchinspektor WalmSley hat gegen die Eigenthümer dcS Claypool Hotel die Anklage erhoben, die städtische Rauchordtnanz verletzt zu haben. Der Inspektor gab der Company vor drei Monaten Notiz, daß daS Rauch, übel gehoben werden müsse, und da die gegebene Frist verstrich ohne daß der Rauchinspektor eine Wendung zum Besseren bemerkte, folgte die An klage. I e f f e r s o n v i l l e. Der Zu stand deS hiesigen ExmayorS. Hermann Preefer, der am Samstag stürzte und dabei einen Schadelbruch erlitt, war gestern so gut, als man eben erwarte konnte. Fast den ganzen Tag befand sich der alte Herr bei Besinnung. Die Blutergüsse ach außen find gestillt worden, aber man weiß nicht, ob noch innerliche stattfinden. Bis gestern Abend hatte sich kein Fieber eingestellt, und dieses bedeutet die nächste Gefahr. Eine Wiederherstellung ist vor der Hand sehr fraglich. Man weiß noch immer nicht genau, ob ein Anfall von Schwindel oder das Reißen eine Blut gefäße im Gehirn den verhüngniß vollen Sturz verschuldet habe.
Sucht Aufklärung.
Jsaac Yohn wird den Todesfall seines Soh gründlich untersuchen. Aus West Liberty, O., traf gestern Jfaac John, der Vater des vor einiger Zeit hier todt aufgefundenen jungen ManneS ein, und identifizirte die ihm vorgelegten Photographien des Todten als die seines Sohnes Charles Yohn. Er trat mit dem Coroner und Capt. Bray vom Detectiv Departement tn Conferenz, um bezüglich der Art und Weise der Auffindung der Leiche, fowie auch der aufgenommenen Thatsachen Aufklärung zu erlangen. Ein Brief deö in Danville, JllS., ohnhaften ContractorS Dalton war nämlich bei Herrn John eingetroffen, in welchem dieser mittheilt, daß der in DaltonS Diensten stehende Sam. Hay maker die Leiche hier identifizirte, ohne aber den hiesigen Behörden irgend welche Mittheilung zu machen nach Danville zurückreifte und dann durch Dalton die Eltern des Getödieten be nachrichtigte. LauS Aussagen deS EoronerS fand man in das Notizbuch des Getödieten den Namen Sam Haymaker eingetragen, da aber die Addreffe desselben nicht angegeben war. konnten keine Recher chen nach den Verwandten angestellt werden. Vohn wurde, nachdem man ihn photographirt hatte, als unbekannt begraben. Coroner und Detektivs glauben, daß John verunglückte, werden laber den Vater des Todten in jeder Weise unter stützen, bis alle Einzelheiten in der Angelegenheit untersucht find. Die Kohlenindnfirie in Jndiana. Da die Mineninduftrie in Jndiana ein äußerst wichtiger Faktor ist, und da die durch Wagenmangel angedrohte Kohlenoth besonderes Aufsehen erregt hat, werden einige vom StaatS'Sta tiftiker Stubbs ausgefertigte Angaben über die Kohleninduftrie im Staate von Interesse fein. Die Gesammt'Tonnenzahl der von 202 Minen im Jahre 1905 geförderten Kohlen belief ftch auf 10.996,170, und der den 18.311 Grubenarbeitern für diese Leistung gezahlte Lohn betrug tz6.465.577. 65. Die Arbeitstage im Jahre beliefcn sich im Durchschnitt auf 150. Wüh rend deö Jahres verloren 87 Minen aus Mangel an Aufträgen, einen Theil der Arbeitszeit; 93 Minen, weil die Transportmittel fehlten; 14 um Zeit für Reparaturen zu gewinnen; 8 weil es an Grubenarbeitern mankelte, und 9 weil Kleinere Streik ; ausgebrochen waren. Die Gesammt'ttohlenproduktion im Jahre 1904 belief ftch auf 9.357,940 Tonnen. Von den Beamten Brady und Henry wurde' gestern Abend kurz nach 10 Uhr der Neger JameS Tucker, 529 Nord California Straße, eingesteckt und wegen Trunkenheit und Schlügeui notirt. Derselbe wird beschuldigt in der Apotheke von Gert. C.Hayeö, 502 Jndiana Ave., ein 14jührigeS weißes Mädchen. Sophie Davis. belästigt zu haben. Als er von einem derAnwesenden, Lawrence Evans, über seine Handlungsweise zu Rede gestellt wurde, griff er diesen an und versetzte ihm einen Schlag. Glück licher Weise war die Polizei prompt zur Stelle und führte den schwarzen Unhold nach Nummer Sicher ab. Als die Polizisten den Tucker zum Spritzenhaus führten, um den Wagen zu rufen, folgten ihm ungefähr 50 feiner Rassegenossen. Für Freilassung des Verhafteten wurde eine Bürgschaft von tz500 ge fordert. Personal-Notizen. Her, Peter Hammerle feierte gestern seinen 47. Geburtstag.
Aus den Gerichten.
Superior-Gericht. Die Scheidungsklage von Barney Coffin gegen feine Gattin Jennie Coffin wurde bewilligt. Schadenersatzklage. Harry B. McDonald strengte gegen die Cleveland, Cincinati, Chicago & St. LouiS Eisenbahn. Gesellschaft und Lokomotivführer Edward H. Peterman derselben eine Klage auf $20,000 Schadenersotz an. Der Klüger wurde am 8. Juli 1906 angeblich durch Schuld und Nachlässig keit deö Lokomotivführers Peterman verletzt, wodurch ihm der oben m wähnte Schaden zugefügt wurde. Kriminalgericht. Robert Neal. 20 Jahre alt, der sich wegen Großdiebftahl und Unter schlagung verantworten mußte, wurde deS GroßdiebftahlS schuldig befunden. DaS Urtheil wurde deS Alters wegen suspendirt. Alvin Ralyea, der angeklagt war. sich durch einen gefälschten Check Eigen thum angeeignet zu haben, wurde schuldig befunden. Er wurde mit $100 und Kosten bestraft. ThoS. McDermott und John Har din, die wegen Einbruchs und Groß diedftahlS vorgeladen waren, wurde Harding des GroßdiebftahlS schuldig be funden und mit tzl und Kosten und 1 bis zu 14 Jahren im , Jndiana Staat. Gefängniß bestraft. Die Anklage gegen McDermott wurde vom Richter zurückgewiesen. In einem anderen Falle wurde Me Dermott deS GroßdiebftahlS schuldig befunden, zu tzl und Kosten und 1 bis zu 14 Jahren im Jndiana StaatSge fängniß verdonnert. In diesem Falle wurde die Anklage gegen Harding vom Richter zurückge wiesen. Vurille Guard wurde deS Großvieh ftahls schuldig befunden und mit tzl und Kosten und 1 bis zu 14 Jahren Jndiana Neformanftalt bestraft. DaS Bürgerrecht wurde ihm auf ein Jahr entzogen. Scheidungsklagen. William Johnson verklagte seine Gattin Lizzie Johnson auf Scheidung. Der Bund wurde am 21. November 1892 geschloffen und die Eheleute leb ten bis zum 19. Mürz 1899 zusammen. Der Ehe find zaei Kinder entsprossen. Böswilliges Verlassen und Ehebruch find die Gründe der Klage. Er fordert die Obhut der Kinder. Leona Sheets strengte gegen ihren Gatten Jeffe Sheets eine Klage auf Scheidung an. Die Ehe wurde am 10. Juni 1399 geschloffen und die Verhei ratheten lebten bis zum 20. Juni 1906 zusammen. Der he in" ein Kind entsprossen. Grausame Behandlung und Ehebruch find die Gründe der Klage Sie fordert die Obhut des Kindes, tz5 per Woche für den Unterhalt deS Kinde? und entsprechende Alimente. fforderungsttage. Die Columbia Nationalbank strengte gegen Wm. W. Spencer und C. L. Schofield eine Klage aufj Bezahlung von $200 an. Die Verklagten über, gaben der Klüger am 29. Mai 1906 einen Wechsel aus $165 lautend, wel cher nach 90 Tagen mit 8 Prozent Zin Jen und Advokatengebühren bezahlt werden sollte. Diele Summe ist nun überfüllig und unbezahlt. Die Klage rin fordert oben erwähnte Summe, einschließlich der Zinsen und Gebühren. Polizeiliche. Ein besonderes Augenmerk wird jetzt von der Polizei auf das schnellegahren der Automobils gerichtet. Gestern wurden von den Radlerpolizi ften Wilson und Golnisch, welche spe ziell für diesen Zweck .mehrere Stunden des Tages über auf ihr Rüdern in der Stadt herumfuhren, drei Berhsf tungen vorgenommen. Die Namen find: Alfred . BarneS. 730 Nord Meridian Str.; L. B. Cumming, Victoria Flat; William Warneid. 2083 Nord Meridian Straße.
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