Indiana Tribüne, Volume 30, Number 27, Indianapolis, Marion County, 24 September 1906 — Page 7
Jndiana Tribune, M. September 1906
w - m Der ?tuch - 4i dr, bösen Thal 5 ew Vom u, der yroken Welt nun 4. j Gregor Samarow (Fortsetzung.) "Als die Gräfin Ötto welche heiterer und lebhafter als sonst war, sich zurückzog, wiederholte sie noch einmal Die Bitte, daß Lara sie bald wieder besuchen möge und Graf Hakenstein befehl einem der Lakaien, die Tochter des Waldhüters nach Hause zurückzubegleiten. Balduin schien einen Augenblick ihr selbst seine Begleiwng anbieten zu wollen, aber schon war sie nach einer tiefen Verneigung verschwunden und eilte so schnellen Schrittes, daß der Lakai ihr kaum folgen konnte, nach dem Waldwärterhause zurück. Schon nach einigen Tagen, als wieder einmal kein Besuch in Steinkirchen angemeldet war, bat die Gräfin Otto, die Tochter des Waldwärters wieder nach dem Schlosse kommen zu lassen. Sie konnte nicht genug den wohlthätigen Eindruck rühmen, den Lara durch ihre schöne, zum Herzen klingende Stimme und durch ihr bescheidenes Auftreten auf sie gemacht hatte, sie fühle durch die Anwesenheit des Mädchens eine beruhigende und doch wieder zugleich anregende Wirkung auf ihre Nerven, und da Graf Ottc deri Wunsch seiner Gemahlin lebhaft beitrat, so konnte derselbe nicht wohl abgelehnt werden. Lara war bei ihrem zweiten Erscheinen noch unbefangener als das erste Mal; sie brachte ihr; schöne Stimme und den natürlich ausdrucksvollen Vortrag ihrer Lieder noch mehr zur Geltung und nahm, ohne jemals die durch ihre Stellung gezogenen Grenzen auch nur zu streifen, so lebhaft und anregend an dem Gespräch am Theetisch Theil, daß die Gesellschaft fast die Kluft vergaß, welche sie von dem Mädckeu aus dem Bolke trennte. Die Gräfin Otto gewann eine immer größere Zuneigung zu dem märchenhaften Naturkind, wie Lara es war. sie fuhr sogar einmal nach dem Waldwärterbause und lauschte mit inniger Theilnahme den poetischen und gedankenvollen Worten, mit denen Lara ihr ,dre geheimnißvolle Sprache der Blüthen erklärte, nur wollte die Tochter Bretislaws ihr durchaus keine Probe von ihrer Wahrsagekunst ablegen. Das seien vermessene Spielereien mit den geheimnißvollen Mächten, dik man toohf zur Unierhaltunq der jun atn Herrschaften treiben könne, aber die sie niemals einer Dame gegenüber janwenden wolle, für die sie eine fo tiefe jVerehrunq hege. Graf Otto kam bald daran. f zu seinein Oheim und sagte demselben, daß seine Frau den dringenden Wunsch hege. Lara ganz und gar zu sich zu nehmen, ein Wunsch, den er selbst nur auf das Dringendste befürworten könne seine Frau müsse in Folge ihrer zarten Gesundheit viel allein sein und sich von der Gesellschaft zurückhalten. Lara übe auf sie einen wundersam heilsamen Einfluß sowohl durch ihre Lieder als durch ihr ganzes Wesen, und er sei überzeugt, daß die Gesellschaft des so eigenthümlich bezabten Mädchens sehr viel zur Verschönerung ihres Lebens beitragen würde. Er versprach ganz und gar für Laras Zukunft zu sorgen, sie solle in seinem Hause die Stellung einer Gesellschafterin seiner Gemahlin einnehmen, er wolle für ihre weitere Ausbildung sorgen und ihre musikalische Begabung durch tüchtige Lehrer bis zur künstlerischen Vollkommenheit entwickeln lassen, werde auch im Falle seines Todes fiir Lara eine unabhängige Existenz sicher stellen. Seine Tochter Klara dürfe er dem Verkehr mit der Well nicht entziehen und auch sie fühle sich so sympathisch zu dem Naturkinde hingezogen, das ohne Zweifel bald vollständig die Formen annehmen und beherrschen werde, um die Stellung bei seiner Gemahlin ausfüllen zu können. Graf Hakenfiern schien durch diesen Vorschlag, der ja für Lara ein außerordentliches Glück bedeutete, bewegt, er drückte Otto die Hand und dankte ihm für seine guten Ab Achten in Betraf der Tochter seines alten treuen Dieners. Auch er werde, sagte er. für die Zukunft deS KtndeS. für das er sich nor Jugend auf interessirt habe, das Seme thun. Ein Bedenken schien freilich in ihm aufzusteigen. Er versank einen Augenblick in tiefes Nachdenken. Dann aber sagte er: Ich finde den Wunsch Deiner Fru natürlich und glaube auch, daß sie Freude an der Gesellschaft des Kindes haben wird. Ich habe selbst schon daran gedacht, sie der Einsamkeit, in der sie hier verkümmert, zu entziehen eine passendere und glücklichere Gelegenheit könnte sich dazu nicht finden. Ich werde also mit dem alten Bretislaw sprechen." Er fuhr noch desselben TageS zu seinem Waldhüter und theilte diesem den Wunsch der Gräfin mit. Bretislaw blickte finster vor sich nieder. fytz Graf." sagte er dann, das ifi ein sehr ehrenvolles Anerbieten und scheini ja ein großes Glück zu sein für oas junge Madchen, daS ich als mein Kind erzogen und auch wie mein eigeneö Kind liebe, nicht Bil sie mir. von
Ihnen anvertraut ist, sondern weil ich, wie Sie wohl wissen, ihre Mutter nicht vergessen kann." Glaubst Du denn." sie! bti Graf ein, indem sein Gesicht einen ihm sonst fremden wehmüthig weichen Ausdruck annahm. ..glaubst Tu, daß ich sie vergessen hätte oder vergessen könnte? Und gerade darum freue ich mich, daß sich diese Gelegenheit bietet. Für dte Sicherheit von Laras Zukunft kann ich wohl sorgen, aber schwerer würd: es mir sein, ihr die Stellung in der Welt zu geben, die ihrem ganzen Wesen entspricht und die sie nun im Hause des Grafen Otto auf die allereinfachfte und natürlichste Weise finden kann." Diese Stellung. Herr Graf." sagte Breti-law finster, ijatle tfr wohl zu Theil werden können und sewiß mit vollem Fug und Necht, wenn Sie daö Geheimniß ihrer Geburt gelüftet hätten. wie es ih-.c Mutter Margana verdient hätte, denn niemand hat Sie, Herr Graf, wohl so innig und treu geliebt, wie jene arme, so früh aus dem Leben Geschiedene. Dieser Liebe allein habe ich mich gebeugt, weil sie nur in dieser Liebe glücklich werden konnte mir war sie anvertraut von ihren früh verstorbenen Eltern, die zu meinem Stamme gehörten, und. beim ewigen Sonnenlicht, ich hätte sie fortführen können.' so daß Sie niemals ihre Spur gefunden hätten und vielleicht hätte ich's thun sollen vielleicht hätte sie dennoch vergessen. Aber ich liebte sie so sehr, daß ich nur an ihr Glück dachte und es vergessen wollte, daß auch ich einen Anspruch und ein Recht auf das höchste Glück des Lebens befaß. Ich habe sie Ihnen gelassen ich habe alles vorbereitet für die geHeime Trauung vor dem alten Priester in Böhmen, und als sie ein jäher Tod so früh dahinraffte, habe ich ihr Kind als das meine gepflegt und erzogen."' Das hast Du. Bretislaw " wate der Graf bewegt, indem er dem WaldHüter die Hano drückte Du hast Dich treu bewährt und ich werde Dir das nie vergessen. Vielleicht," fuhr er fort,, wäre es möglich gewesen. Marf;ana dennoch einmal in die Welt einzuführen, und hätte sie mir einen Sohn geschenkt, so würde ich's gethan haber und ich hätte ihn als meinen Erben vor der ganzen Welt anerkannt. Aber die arme Lara hätte ja doch kein Recht auf meine Erbschaft gehabt, die ja als Majorat der männlichen Linie gehört, sie wäre, wenn ich dahin ging, in unbeachtete?, von aller Welt angefeindeter Stellung geblieben darum habe ick sie in der Stille aufwachsen lassen und sie den Kämvfen einer falschen Stellun? entzogen. Dir habe ich sie anrertraut und Smffe getragen, daß ihrc Zukunft gesicherl ist, und daran ist nun nichts mehr u ändern, und es ist besser. daß auai vor ihr das Gebeimniß ber-ahrt blee würde es ihr setz'
cntüüllt. sie würde vielleicht in mir nicht den Vater a erkennen wollen, während Dir anhängt in treuer Dankbarkeit, wie )U es veroienn. wirn aver tann sie eine Stellung finden, die ihr gebührt, sie kann wohlthätigen Segen bringen in ein mir verwandtes Haus, und sie wird dort, dessen bin ich gewiß, mit Liebe aufgenommen und mit Liebe behandelt werden Das mag gut sein." sagte Bretis law. aber wenn sie dort auf das Schloß kommt, wenn sie Gelegenheit findet, ein Gefühl, das dielleicht in ihrem Herzen keimen mag, wie es mithat scheinen wollen, weiter wachsen zu lassen, waö soll dann daraus werden? Muß da nicht doch einmal das Geheimniß enthüllt werden, und wird solche Enthüllung ihr dann nicht da5 Herz brechen?" Nein. Bretislaw, nein!" sagte der Graf. ..ich schwöre Dir, daß das nicht geschieht. Sie wird hier bei meiner Nichte nur während der Dauer des Besuchs derselben bleiben, sie wird tarnt? um sie sein, sie wird weniger frei sein als hier in Deinem Hause, und, ick schwöre es Dir bei Gott, ich werde wachsam sein! Dann geht sie fort, weit fort zu m?!nen Verwandten, sie kommt in andere Kreise und vielleicht findet sie dort ein anderes Glück. Ick muß Dir sagen, daß ich nicht an das Gefühl glaube, das Du bei ihr fürchtest sie ist vine zu kräftige Natur, um einer Schwärmerei sich hinzugeben, die ja nur kindisch wäre." ch will Ihrem Wort glauben, Herr Graf," sagte Bretislaw. daß Sie wachsam sem werden es ist ja, bei Gott. Ihre heiligste Pflicht, aber auck ich weroe die Augen offen halten, und ich schwöre es Ihnen, wenn ich je be merken sollte, daß ihrem Herzen Gefahr droht, so wird sie verschwinden und Sie werden sie niemals wieder sehen." ..Sei ruhia. Bretislaw. sei ruhig," sagte der Graf. Du bast nichts zu fürchtcn was hier in der Einsamkeit ihrem Herzen vielleicht hätte keimen können, wird verschwinden, wenn sie in die reichere Welt eintritt, und. fern von hier, von ganz anderen Verhältnissen umgeben ist." So mag's denn sein," sagte Bretislaw, wachen Sie. Herr Graf aber auch ich werde wachen und ich bin stark genug, die Tochter Marganaö von dem Abgrund fortzureißen, denn Sie wissen wohl, daß ich niemals gelernt habe, mich zu fürchten." Er stand auf, trat in das Haus und kehrte nach wenigen Augenblicken mit ßara in den Garten zurück. Hier theilte er mit kurzen Worten den von dem Grafen ausgesprochenen Wunsch mit. LaraS Augen leuchteten auL
Und kannst Du mich entbehren?" fragte sie Bretislaw. Wo Dein Glück in Frage kommt," erwiderte dieser, indem er zärtlich ihr Haar streichelte, komme ich nicht in Frage. Ich bin es gewohnt, in Wald und Feld meinen Weg allein zu gehen der Herr Graf weiß, daß ich kein Opfer scheue, wenn es das Glück Derer gilt, die ich liebe. Wenn Du glaubst. Dein Glück zu finden " , Das glaube ich." fiel Lara lebhaft ein. Ich verehre die Gräfin und habe, wenn sie so gnädig für mich war, oft daran gedacht, wie schön es doch sein möchte, eine Mutter zu haben und ich hoffe auch." sagte sie. stolz den Kopf aufrichtend, daß es mir gelingen wird, ihr Glück zu bringen! Ich nehme mü Dank Ihre Gute an. Herr Graf, und von diefem Augenblick an soll mein Leben der Pflicht der Dankbarkeit gehören." Der Graf küßte sie auf die Stirn und bat sie. ihn sogleich zu begleiten. Während sie noch einmal in das
l Haus zurtnkkehrte. um ihr Kopftuch zu yoien. aazt oer sras: Du siehst. Bretislaw. bei ihr ist nichts zu besorgen, sie wird glücklich sein, und die Pflichterfüllung geqen ihre Wohlthäterin wird keine schwärmerische Verirrung in ihr aufkommen lassen." ..So mag sie gehen und alle guten Geister mögen sie behüten," sagte Bretislaw der Segen, den Margana sterbend auf ihr Haupt legte, wird si: begleiten." Er führte Lara, die schnell wiederkam, an den Waaen, umarmte sie noch einmal und blickte dann dem davonfahrenden Wagen so lange nach, bis derselbe an der Biegung des Weges verschwand. )ann fuhr er mit der Hand über die Augen, warf sein Gewehr über die Schulter und schritt langsam in den schattigen Forst hinaus. Lara wurde mit liebevoller Freundlichkeit im Schlosse aufgenommen. Auch die Gräfin Hakenstein schien ihr Bedenken überwunden ?,u haben und Klara begrüßte sie mit schwesterlich: r Herzlichkeit. Die Gräfin Otto Uar so glücklich und heiter, wie man sie lange nicht gesehen hatte. Graf Otto sagte mit einem warmen Händedruck: Sie sollen eine Heimath in meinem Hause finden, das verspreche ich ?lhnen. und ich bin gewiß, daß Sie uns Freude und Segen bringen." Lara erhielt ein Zimmer ganz in der Nähe der Wohnung der Gräfin. Diese sendete sogleich Boten nach der Stadt und in wenigen Tagen war eine einfache geschmackvolle Toilette für die Tochter 'des Waldwärters hergestellt, die sich leicht und sicher in alle Formen der ihr so neuen Gesellschaft fand und hinter den vornehmsten Damen in ihrer Ersch inunq nicht zurückstand. Di Gräfin Otto wollte sie stets m lyrer waoe yaoen uno ruyrn 1 auey mit sich in die Gesellschaft, wenn Besuch anwesend war. Whl waren die Gäste, welche nach Steinkirchen kamen, ein wenig erstaunt über die Wahl, welche die Gräfin für ihre Gesellschaftsdame getroffen, aber da Lara sich mit tadelloser und eleganter Sicherheit benahm, und dabei doch niemals aus ihrer bescheidenen Zurückhaltung heraustrat, so behandelten sie All? ebenso artiz und rücksichtsvoll, wie dies von den Mitgliedern der Familie geschah. um so mehr, da sie durch ihre Lieder und die frische Natürlichkeit ihres Wesens viel dazu beitrug, die Gesellschaft zu heiterer Stimmung anzuregen. Balduin hatte sie ebenfalls herzlich als Mitglied des Hauses begrüßt, seine Blicke ruhten oft wie fragend auf ihr. aber er fand niemals Gelegenheit, mit ihr anders als in kurzer Unterhaltung zu verkehren, die sie jedes Mal ohne fcheinbare Absicht schnell abzubrechen wußte. Er widmete seine Aufmerksamkeit vorzugsweise seiner Kousine Klara, wie es den Verhältnissen nach ja auch ganz natürlich war, und diese hatte ihm gegenüber einen Ton neckender Ueberlegenheit. der ihn zuweilen fast zu verletzen schien, aber ihn doch immer wieder reizte und anzog. Lara pflegte an jedem Morgen in den Blumengarten hinabzusteigen, um ein kleines Bouauet zu binden, das sie sinniger und geschmackvoller zusammenzustellen verstand, als wenn sie es beim Gärtner bestellt haben würde. Die Gräfin hatte stets eine besonder-e Freude über ihre Aufmerksamkeit und hörte gern zu, wenn Lara in ihrer eigenthümlichen phantasievollen Weise ibr die Sprache der Blüthen, wie sie tz nannte, erklärte. Lara behauptete, daß sie diese Sprache nicht nur in einer allegorischm Auslegung suche, sondern daß sie dieselbe durch einen besonderen Sinn, der weder dem Gehör, noch dem Gesicht, noch dem Geruch angehöre, verstehen könne, und daß jede Blüthe etwas anderes zu ihr rede, je nachdem sie von der Morgenoder Abendsonne beschienen sei. sich eben dem Licht erschlossen habe oder sich zum Welken neige. Diese poetisch mysteriöse Auffassung machte einen solchen Eindruck auf die Gräfin, daß sie die von Lara ihr gebrachten Blumen besonders sorgfältig behandelte, sie täglich mit frischem Wasser versorgte, und wenn sie dennoch welk wurden. Lara bat, sie in loderndes Herdfeuer zu werftn, um sie vor dem langsamen Absterben zu schüfen. Es ist so grausam." sagte sie. das langsame Erlahmen der Lebenskräfte Zu
empfinden. Wir Menschen müssen ja ausharren, bis. die letzte Lebenskraft ausaesogen ist. die armen Blüthen wollen wir wenigstens vor solcher Qual behüten und ihnen ein schnelles Ende in der reinen verklärenden Flamme bereiten." Lara suchte der ihre Kränklichkeit schmerzvoll empfindenden Dame solche trüben Gedanken auszureden und erzählte ihr immer mehr Heiteres und Anmuthendes aus der Sprache der Blumen, und, um dies noch besser zu können, wollte sie ihre alten Freundinnen. die frischen Blumen des Waldes, zu Hilfe holen, da die Zöglinge der künstlichen Gartenkultur ihrem eigenen Verständniß, wie sie sagte, fremder wären. als jene Kind:r der freien, uneingeengten Najur. mit denen sie von frühester Kindheit an verkehrt hatte. Sie war eines Morgens aus dem Bl.imenaart:n hinaus an dem Pavillon, der die Wohnungen der jungen Grafen enthielt, vorüber, nach dem Wald? gegangen, wo dieser zuerst an den Park stieß und hatte einen Strauß von Anemonen, wilden Crocus und blauen Zeitlosen zusammen gesucht, zu denen sie noch Blüthen des an einigen Stellen wachsenden Haidekrautes hinzufügte. Sie hatt: die Stengel in feuchtes Moos gehüllt, mit einem Seidenbande umgeben und kehrte, langsam unter dem Schatten der hohen Buchen dahinschreitend, nach dem Schlosse zurück. Plötzlich stand Balduin im Jagdanzug. eine Büchse über der Schulter, vor ihr. Sie errötbete und schien durch diese Beaeznung betroffen. Aber unbefangen und freundlich seinen Gruß erwidernd. reichte sie ihm die Hand, die sie jedoch schnell zurückzog, als er sie an seine Lippen drücken wollte. ..Welch' ein Glück. Lara." sagte er. daß ich Ihnen hier begegne ick wollte auf die Pürsch gehen, aber Sie zu sehen, ist mir mehr werth, als einen Rebbock zu spüren es ist traurig. dak ich. so lanae Sie hier im Hause sind, kein warmes und herzliches Wort zu Ihnen habe sprechen können, wie früher, als Sie noch im Waldwärterhaule Ihres Vaters Ihre Heimath hatten So. gönnen Sie mir das Glück nicht." sagte sie. das ich hier bei meiner gnädigen Gräfin gefunden hake, die ich wie eine Mutter liebe und verehre?" Ich gönne Ihnen jedes Glück,- txwiderte er. näher zu ihr herantretend. ..und dieses vor allem. Lara, denn Ihre Stellung hier vermindert ja dieSchrSnken. welche zwischen uns aufgerichtet waren und ebnet mir den Weg zu dem Ziel meiner Sehnsucht für die Zukunft für die Gegenwart aber macht es mich traurig, denn Sie sind mir fremder geworden als vorher, da ich doch ohne Zwang und Verstellung mit Ihnen verkehren konnte." Fremder?" fragte sie kalt und fast spöttisch. Das verstehe ich nicht. Herr Graf sehen wir uns nicht täglich, viel öfter als sonst, und bin ich Ihnen nicht heute noch ebenso dankbar für die freundliche Gesinnung, die Sie mir entgegengebracht haben " Dankbar freundliche Gesinnung " sagte er unwillig. Sie spielen mit den Worten, Lara Sie wissen es ja wohl, daß es nicht eine kühle, freundliche Gesinnung ist, die ich für Sie im Herzen trage und die ich von Ihnen erfehne Sie wissen es wohl, daß mein Herz mehr verlangt und mehr bei Ihnen zu finden hofft daß ich Sie liebe Liebe " fiel sie ein, das ist ein Wort, das zwischen dem Grafen von Hakenstein und der Tochter des WaldHüters Bretislaw keinen Platz finden sollte, und wie ich glaube, habe ich Ihnen das auch früher schon so deutlich gesagt, daß Sie es hätten verstehen sollen." Lara." rief er, so begreifen Sie denn nicht, daß die Scheidewand, welche früher zwischen uns bestand und welche ich dennoch zu überwinden entschlossen war. jetzt immer mehr fällt? Wenn Sie in der vornehmen Welt heimisch geworden sind und überall Anerkennung und Bewunderung gefunden haben, wie es derFall ist und immer mehr der Fall sein wird dann wird diese Welt es weniger befremdend finden, daß ich Ihnen die Hand reiche und Sie zu einer Stellung erhebe, in die Sie bereits innerlich hineingewachsen sind. Ich will den Zwang tragen, den das gegenwärtige Verhältniß Ihnen auferlegt, aber' von Ihnen verlange ich das Wort, das mir die Hoffnung auf mein künftiges Glück gibt, das Versprechen, daß Sie, wenn es mir gelingt, meines Vaters Zustimmung zu erlangen, oder wenn ich demnächst freier Herr meines Entschlusses bin, mir das Glück gewähren, das ich immer heißer ersehne, je mehr ich sehe, wie Sie von der Natur geschaffen sind, um aus dem Dunkel emporzusteigen zu den Höhen des Lebens." Er wollte ihre Hand ergreifen. Sie aber trat zurück und sagte, sich stolz aufrichtend: Dieses Wort, dieses Versprechen. 5err Graf, das Sie von mir nicht ver-
langen sollten, werde ich und kann ich i
nicht geben, und ich muß Sie innen, es niemals wieder von mir zu verlangen!" Und warum, Lara, warum können Sie es nicht?" rief er mit leidenschaftlich funkelnden Auoen. Wenn ich Ihnen doch sage, daß ich frei bin van jedem Vorurtheil der Welt, frei bin von Allem, außer der unwiderstehlichen Gewalt der Liebe." (Fortsetzung folgt.)
Ettenbvn-IhrplAN. vandalia llne. Abgang Ankunft Et. Loui Spcl.. ögl , i.. 1 01 Pittsburg Spcl, täglich e . s 80 fcoottai Grpre, tüfl .6... 7 0s Re Vork f spieß täglich . 6 6(1? rn St Louis Ac tägl ....... 7 ZWtv Schneller Mail täglich.... 8 00V S'fi gh'- kc. nur Soun.. 7 3?Vm Terre Haute Sffing Acc tag 10 95m r LouiS im täglich s i & blO 50Bm eyftoae Srpreß täglich d 405km Ch Et 8 Expreß täglich d , l Atlsntt Erpreß täglich.. 4 45fta t Leui preß tägl......z 15 Pitteb Sxp, tägl . d. .. 56rn THK Sffingham ec tägl. 4 CO ' The RS Limited tägl idbT 06m St 8 Haft Mail täglich.. 8 10 Pittöbueg Spcl täglich & 11 25 St Louis Special täglich . .11 35m vincenne Divisiou. Cairo fe Bittren rpt täglich 8 05m Bincen & French Wck Srp tgl 10 00m vwrnmeZ kvreß tägl. .12 30m atro ipwft täglich '8 15 Spenen k French Lick Ae, tgl 4 55 meennes Slpreß glich.. 10 30W
levoland. Ctncinnati, Cytcago dc 5t Tonis Railway.
t l e e la Abgang American Trpreh ttgltch. 4 ZOB k 9km täglich 4 7 OVm Slevland Accom......10 40Vrn Anderson Sxp 11 4555 k V Am. tägl , 45 Winona Flyer, p 3 10m Ft Wayne k Vkh ?.jp tägl 5 40 ßkuickerbockn So tfiftl I k : . 6 559t Clev'l Tel k Detroit Exp tgl 6 25 Gt. Soui, Ein, ZndpS St L Sxp tgl s 12 05B New Sork Ltd tägl s ...12 2043m Vt öoniß Accom 7 15 Sonthwestern Lim tgl 6 . . . 11 05V St Louis Expreß tägl 6 s. .11 4öB Ct. LouiS Ltd tägl ä ,. . 16 Terre Haute k Mat'n Are.. 5 00 American Expreß tägl 7 05 Ciu eiunat Eiu k Loui achtexvreß tgl s St Sons k SW achtext tg Eincinnati achtSpezial tgl g 5 45 4 808 4 45V 7 80 1 00 2 böX 8 55 4 00 6 80 Tincinnati Srp tag Eincinnati Flyer tägl p C ncinnati 8t tägl p Lonisvtlle Erpreß Tincinnati Aeeom Eine k Wash 8 tg d & p . Chicago Ebieago achtervreß tägl ..18 15 Chicago Nacht Cpecial s tsgl 2 20B Kankakee Aeeo 7 15 Sdieago Faft Expreß tgl d p 11 4SBm hite Eity Speeial tägl d p 8 20 LaFayette Aeeo 5 8öw Vi chigan Venton Harbor Expreß. .... 7 80 Michigau Mai! Erpreß . U 45 Winona Flyer, p 3 10 Elfhart Aee täglich ....... 5 40 eoria D i v i
Peoria SxpreH täglich ....IS 1533 EolumbuS k tne Exp tgl 8 80 Peoria Expreß & Mail . 7 85 Ghampaign Aeeo 9 555 Weftern Expreß täglich p d. .11 59 S k Ohio Speeial 8 85 Thampaigu Aeeom . . 5 00 Peoria Expreß glich p fc d 6 08 V eria Division S ft li ch.
EolnmbuS Erpreß tägl. .. 6 20 Ohio Speeial tägl 8 50 Lynn Aeeo. . -- . . . S 15
pittsbnrgh, Cwcinnatt, lpcago Sc St. Conto R ZndiauapoliS Divisiou. Abgang tatff BittSbura Speeial, tägl s .. 8 85 t SouiS Spezial tägl. 1 45V
EolumbuS Aeeom tägl...- 7 89 New Kork Expreß täg , d 8 10 eyftone Erpreß tägl ä k b. 8 05 Atlantik Expreß täglich 6 0 V Sirn täglich d b 7 10 ittSbura Srvreß. tägl ,d. . 7 80
Pittsburg Spcl tägl s d 11 80 Indianapolis Acc, täg 11 15 Thieago Division. Chicago Speeial, tglpd .. 1185V Southern Expr täglich 8 15 LoganSport Spezialzug, tägl 7 25 Zndpls Mitternacht Sp täg s 6 00 Lou k Ehi y Expr täglich ,11 50 LouiSv Spezialzug tägl p b 8 40 SouiSville Division. Southem Expreß tägl . 8 85 LouiSv k Madtson Are tägl 10 10 Pitt Zc Lou F 8 tägl 7 80 Chic F L tägl p d.. . . . . . . 11 80 ad Aee er Somrt 7 80 SouiSville u. Madison Art.. 5 40 LouiSv k Madison Aceo.. 8 80 LouiSv k PtttSb F S täglich . 7 00 Ehieagoe Song täglich pd 8 55 Madison Aeeom SonntagS 9 1 Madison Aeeom tägl 8 55 So k Chi F xpr. täglich 11.201 SouiSville Aeeo tägl 7 10 Madison Accom, nur Sonnt 7 10 mcinnati, Hamilton & Vayton R. R. Ciucinnati Division.
ang Tinctnnatt efi täglich . 4 2asi Mail täglich 8 inc, Toledo, Det Exp p. . .10 Einttnnati k Dayt'n Expr p 8 Ein fc Datzton Li tägl dp 5 E k Detroit Expreß täglich 6 Springst 22 05 40V 00 00 30 eld 00B 00B Sprwgfielv Mail & Expreß 7 Decatur Accom., nur Stg. . . 7 Chicago Expreß p 11 Decatur Accom 3 Decatur Accom ., nur Stg. . . 7 Cw.ckSpringfield Ex. tägl. 11 50Bm 80m 00m 00
Chicago, Indianapolis & Comsville Rf. (Monon Route.) Abgang Anfnnff Ehie Mght Expreß tägl.... 8 48 Tincinnati Vesi tägl 4 12V ffast Mail täglich a.. 1 00 im Fast Matt täglich , 7 50?' öbi Erpreß, nur ona pd. . X fion n Mono Aee, 9 00V S.l k ich Eittz Vest dp.. 8 Eincinnatt Vest täglich dp. 4 58 Monon Aee. . 5 15 Via (efi nd oachdol. Thing Tpt p t kincinna" 0?rt V . 8 50 Indianapolis & Southern R y. Mixed 8 00 Mired 5 20m Bloomington Aeeo., c tägl 4 50 Indianapolis Accom., c tgl.10 00Bm
ttbtutt 81 it P. i i.
d Di visie a.
ukrufi 11 109 10 3i Vw New ork ötd tügl i ä, . . Fort Wahne fc lk ri tägl onthtoenern Ltd tgl so.. . Clev, Ioi& DetGxv tägl 6 Andersem Expreß p St Loui, Ltd tgl d American Expreß täglich... Winona Flyer, p BHck Union Cittz Aeeo . . .10 50P 11 30V 2 45 5 00 6 45N. .6 OORm 8 15 Division. American Expreß tgl. 4 00V Et L, &in k Hol Exp tglds4 ZOBm Et. LouiS Expreß tägl ... .. 7 lft Vtat'u k k Haute Aee 1 555 I k Boüon Lim tigl d .. 40 St Louis ccmu.. 5 5 Washington Grp, tägl p d s . 6 05 Knickerbockn Sv tägl d. . . 6 45 ! vidisi,. Chicago Nacht Spezial tägl s 2 15B CinemnatiA .10 ZOV Tinc u St L Ltd tag 1 S5V Echie k St LSxpreß tgdäcpoll 8bB 8ouS St L äe Chicago Sxpreßll 8kB White Tittz Spezial tägl ?.. 8 Ob Indianapolis Acc, avsg.Stg 40 Eine fc LouiSv abtp tgl ,11 ?0w dine Znd 4 St L Er tg , ..1, OOMit Divisiou Eiue achterprech, tägl .... 8 80 Cinc Nacht Special, s tägl" 4 4Wm Kankskee Aeeom 10 80 Eine Faft Erpreß tag! p 6. . Z 40 La Fayette Aeeo & 00 Etue k Wash F 8., tägl p. . 05 Didisio. Slkhart Trpreß tögl..10 SOv Venton Harbor Expreß . 8 45 Wmoua Flyer, p -6 OONm Vkichigan Expreß. 8 15 s i 0 w e ft li eh Lynn Aeeo 10 00 11 80 S.olubuS Expreß tägl Eolumbu Expreß tägl , . . -13 00tf apital Expreß täglich ,d. . . S 55 t LouiS Li täglich s d b . . 10 80 Chic äiTtL Expreß tgl d .18 10 Indianapolis Aeeom. . . . . 18 40 St LouiS Txpr tägl d k . . 8 06 Nimmt keine Passagiere tgl- 05 nrnst iminnati eftibule täglich , 8 33 Fast Mail täglich 6 85 Eine & Chic Exp täglich p.ll 45V Eimiunati Veft täglich d p 0 25 Eiue k Sntxls Aeeo p.. 7 05 Cim Spgfild & 5c fest 10 4ö J l l.) Division. Sw.ckSpringflelv Sx.g tügl. 4 00? Decatur Accom 10 35V Decatur Accom., nur Stg. ..11 56Bm Tincinnati Expreß p 2 50rn Epringfield Mail k Expreß 4 50 Decatur Accom., nur Stz.. .11 40
C. - Chur Ct.f 8 ms. P Diln C'
