Indiana Tribüne, Volume 30, Number 27, Indianapolis, Marion County, 24 September 1906 — Page 6
' Jndiana Trwüne, September 1906.
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Europäische Nachrichten. ScHweiz. A a?a n. Dr. med. Alfred Stähelin hat in Aarau sein SOjähriges Doktorjubiläum gefeiert. Die medinNische Fakultät der Universität Basel hat auf diesen Ehrentag hin sein Dokterdiplom erneuert und dasselbe dem Jubilar durch Professor His überreichen lassen. G e ? f. Vor kurzem starb im hohcn Alter ven 85 Jahren der gewesene Notar Jean Rivoire, der als Mitglied des Großen Rathes, des Stadtrathes und der städtischen Vermalnrna, von den 50er bis in die 80er J.lj:e des vorigen Jahrhunderts in unserer Stadt eine bedeutende Rolle gcspiel: hat. Auch seit er in der Zurückgezgenheit und Ruhe lebte, brachte er den öffentlichen Angelegenheiten das regste Interesse entgegen. G r i n d e l w a l d. In den GraShängen vom Kolli oberhalb dem Eismeer wurde todt aufgesunden der Taglöhner Rudolfs Baumann von Grindelwalv. K e m p t h a l. Kürzlich wurde Herr Adolf Krähenbühl. Generalsekretär der Fabrik von Maggis Nahrungs Mitteln in Kempthal, auf seinem Bu reau von einem Angestellten der gleichen Firma erschossen. Das Motiv der That ist noch unbekannt. Schwyz. Der am Tödi verunglückte und der verstorbene Gemeinderath und Uhrmacher Meinrad Jnglin, Inhaber des Uhren- und Geldwaarengeschäftes am Hauptplatz in Schwyz, war etwa 80 Jahre alt und hinterläßt eine Wittwe mit zwei noch unerzogenen Kindern. St. Gallen. Advokat Oberhol. zer ist als Präsident der Sozialdemokraten St. Gallens zurückgetreten. W e tz i k o n. Der verstorbene Fabrikant Fridolin Schuler hier hat zu Gunsten seiner Arbeiter und gemeinnütziger Anstalten die Summe von über 35.000 Fr. testirt. Hesterreich 'Fl.ngarn. Wien. In dem der Kohlenwerksgesellschaft Union" gehörigen Schachte Segengottes" ereignete sich eui Unglücksfall, der ein Menschenleben zum Opfer forderte. Der Säuberer Mungitz wurde von abrollenden Kohlenmassen total verschüttet, so daß cr erstickte. Mungitz hinterläßt eine Wittwe mit sechs Kindern in größtem Elende. Auf einer Wiese in der Marchfeldstrahe. im Bezirke Brigittenau, jagte sich ein ungefähr 25jähriger Man.l aus einem Revolver eine Kugel in die Stirn. Das Projektil drang dem jungen Mann in das GeHirn und führte seinen sofortigen Tod herbei. Nach Briefschaften, die man bei dem Selbstmörder vorfand, ist er mit dem Handelsangestellten Alois Jtzele. Mieden. Luisengasse No. 22 wohnhaft, identisch. Das Motiv des Selbstmordes ist nicht bekannt. Die 64jährige Katharina Graf, Tiefer Graben 19, ist nach dem Genusse von Schwämmen, die sie auf einemMarktplatz gekauft, lebensgefährlich erkrankt. Ihre 21jährige Tochter Emma, die ebenfalls von den Schwämmen eine geringe Menge gegessen hatte, klagte nur über ein Brennen im Magen. Letztens wurde der 70jährige Buchbindermeister Josef Kapta im Strom, bade bei der Sophienbrücke von plötzlichem Unwohlsein befallen und starb am Herzschlag. Der Prokurist der Oesterreichisch-amerikanischen Gummifabrik - Aktiengesellschaft Hierselbst. Philipp Schick, beging kürzlich sein 25jähriges Arbeitsjubrläum bei dem genannten Unternehmen. Von Seiten der Direktion wie auch der Beamtenschaft sind dem Jubilar zahlreiche Geschenke undGratulationen zugekommen. Baden b. W. Vor kurzem hat sich der hiesige Hausbesitzer Hans Stummvoll in selbstmörderischer Wei. se die Pulsadern der linken Hand mit einem Rasirmesser geöffnet. Der Le. benSüberdrüssige wurde in hoffnungslosem Zustande ins Spital transporti?t. Stummvoll, ein 68jähriger Greis, der wegen eines körperlichen Leidens zu seiner nächsten Umgebung
Lebensüberdruß äußerte, hatte vor Ausführung der That sich im rückwärtigen Hofe sein eigenes Grab gegraben und sich hineingelegt. Bozen. Bergführer Peter Fuchsbrugger ist am Winklerthurm im Rosengarten abgestürzt und sofort todt geblieben. Fließ. Hier ist die 64jährige Genovefa Wucherer in der Nähe ihrer Wohnung beim Grassammeln abgestürzt. Sie wurde in der Mühlbacher Schlucht als Leiche aufgefunden. Matzen. Letztens hat sich der beim hiesigen Bezirksgericht fungirende staatsanwaltschaftliche Funktionär Al. bert Willmann in seiner Wohnung hier durch einen Revolverschuß in den Kopf getödter. Wels. Der älteste Sohn deö Commandanten des Dragoner-Regi-mentes Nr. 5, Obersten Paul Grafen Wurmbrand-Stuppach. Wilhelm Graf Wurmbrand-Stuppach, ist bei einer Automobilfahrt in der Nähe von hier verunglückt und hat eine schwere Gehirnerschütterunq, eine Zerreißung des Trommelfells und andere schwere Verletzungen erlitten. JLuntmbuvQ. Luxemburg. In der Ger. i .iVersammlung der .Harmonie" wu: in Ersetzuna des verstorbenen Hrn.
Emil binnen. Herr Nik. Maas, Sin
nehmer des Oktroibureaus zu Eichberg, in den Vorstand gewählt. E s ch a. A l z. Herr Willy Franck. Sohn des Herrn G. Franck, Vermalter in Esch a. Alz., hat seine SchlußPrüfung auf der Handelshochschule in Antwerpen mit großer Auszeichnung bestanden und das Diplom als Lizenziat der Handelsrechte erworben. H a m m. Die Fabrikarbeiterin Marie Homann gerieth bei der Reinigung einer Maschine mit der einen Hand in's Räderwerk; dabei wurde der Daumen dermaßen zerquetscht,daß er abgenommen werden mußte. Niederkorn. Ein in schnellstem Tempo kommender Radler überfuhr den 60jahrigen Arbeiter Krier von Differdingen. der von seiner Arbeitsstelle nach Hause ging. K. erlitt erhebliche Contusionen an einem Bein. 'zrovinz 'Mrcrrrdcnburg. Berlin. Von seinem eigenen Wagen todtgefahren wurde in der Wiesenstraße am Humboldthain der 38 Jahre alte verheiratete Kutscher August Gerlach aus der Antonstraße Nr. 26. Er war von seinem Kohlenfuhrwerk abgestiegen und im Begriff, die in Unodnung gerathene Spannkette vorn an der Deichsel in Ordnung zu bringen, als seine Pferde plötzlich, vor einem heranbrausenden Zuge der Ringbahn scheuend, anzogen und durchgingen. Tödtliche Brandwunden erlitt in einer Waisenanstatt des Schönhauser Viertels das 11 Jahre alte Mädchen Margarethe Wolff. das als Halbwaise seit längerer Zeit dort untertzeracht war. Das Kind hatte sich in der Küche Kakao gekocht, dabei war aus der Maschine ein Funken auf seine Schürze gespritzt. Von einem Hause in der Kulmstraße riß der Sturm ein großes Stück des Dachgesimses los, dasselbe fiel auf das Trottoir, wo gerade der dreijährige Sohn des Mechanikers Fiedler spielte. Der Kleine brach blutüberströmt zusammen. Die Aerzte konstatirten, daß die Schädeldecke zertrümmert wurde. Man brachte das Kind noch lebend nach demElisabeth - Krankenhause, wo es jedoch bald starb. Der Privatdozent an der hiesigen Universität Dr. Otto Hoetzsch ist zum Professor der Geschichte an der Posener Akademie ernannt worden. Kürzlich feierte der Buchhalter Karl Goltz mit seiner Gattin Marie, geb. Sternickel. wdhnhaft Kastanien All 6. das seltene Fest der goldenen Hochzeit. Ein gewaltiger Brand wüthete in der Konftktlonsbüstenfabrik von Paul Baschwitz. Seydelftraße 26. Mehrere Dampfspritzen mußten in Thätigkeit treten, um das Uebergreifen der Flammen auf das Vorderhaus zu verhindern. Erst nach harter Arbeit war die größte Gefahr beseitigt. Der Dachstuhl des Seitenflügels und des Quergebäudes mit den ausgedebnten Lagerräumen der Firma ist vollständig niedergebrannt. Der durch den Tod des Professors Paul Drude freigewordene Leyrstuhl für Physik an der hiesigen Universität, mit dem die Leitung des Physikalischen Jnftituts verbunden ist. wurde Professor Röntgen von der Universität München angeboten. Dieser hat jedoch den Ruf abgelehnt. In ver Wrangelftraße schlug der Arbeiter Ladendorf seinen 24jährigen. bei ihm wohnhaften Sohn Paul nach einem Familienstreit mit der Axt auf den Kopf und brachte ihm zwei blutendeFleischwunden auf dem Wirbel bezw. Scheitel bei. Kürzlich brannte die alte Dragoner - Kaserne der Garde-Dra-qoner in der Alexandrinenstraße. wobei der ganze Dachstuhl mit großen Futter- und Strohvorräthen vernichtet wurde. In einem Anfall von Melancholie tödtete sich in einem Hotel an der Friedrichstr. der 41 Jahre alte Gutsbesitzer Josef von Gludsinski aus Warschau durch Einathmung von Chloroform. An der Ecke der Burg- und St. Wolfgangstraße wurde der Hausdiener Dörg durch einen Postwagen vom Dreirad gestoßen und überkayren, wobei er schwere Verletzungen erlitt. Auf einem Neubau stürzte der Bauarbeiter Grupka aus dem 1. Stockwerk hinunter und verletzte sich so schwer, daß er bald darauf starb. Ein Opfer ihrer Schwerhörigkeit wurde die 67jährige Wittwe Josephine Kipulska aus der Jnvalidenstraße 34. Die Greisin war im Begriff, in der Jnvalidenstraße den Fahrdamm zu überschreiten, und gewahrte infolge ihrer Schwerhörigkeit nicht das Herannahen einer Droschke. Sie wurde überfahren und schwer verletzt. Potsdam. Vor kurzem verschied hier im 86. Lebensjahre der Generalleutnant z. D. Otto von Förster. Charlottenburg. Vor den Augen des Vaters überfahren und lebensgefährlich verletzt wurde die dreijährige Tochter des Arbeiters Kühne aus der Gardedukorpsstratze 13 hierselbst. Das Kind, das an der Hand seines Vaters den Friedrich. Karl - Platz überschritten hatte, riß sich plötzlich los und lief direkt in einen Marktwagen hinein, der der Kleinen über die Brust und den Unter rollte. Havelberg. Hier wurde das der Frau Henriette Hellwig gehörige, am Salzmarkt gelegene Wohnhaus ein Raub der Flammen. Die Ursache des Brandes konnte nicht ermittelt wer-den.
Polynestscher Ninaldo. Sck,rklkenotk,aten und Kde eines tta rcttcn in Teutsch-?moa. Man schreibt aus Apia, DeutschSamoa: Als eines Abends ein Pflanzer aus Salnafata sich auf eine zwei Stunden entfernte Nachbarplantage begab, um dort eine Ziege zu taufen, brach der Samoann Sitivi in sein Haus und stahl unter anderem einen Revolver. Er will in den Busck' flüchten und fordert seine Frau auf, ihn zu begleiten. Da die Frau sich weigert, schießt er sie erst durch den linken Arm und. als sie sich wehrt, in die Brust. Torfqenossen finden die Frau, packen sie in ein Boo! und fahren sie zu einem Arzt in Apia. Sitivi überfällt das Fahrzeug, aber seine fünf Kugeln verfehlen Schiff und Besatzung, denn die Bootsleute waren behende genug, beim ersten Schuß die Lichter zu löschen. Der Arzt stellt die Frau wieder her; seitdem lauerte ihm Sitivi auf Schritt und Tritt auf. Di? Farmer, die ihr Vieh vermißten, fanden es nach langem Suchen tief im Busch an starke Bäume gebunden. Sitivi hatte es gestohlen, nur um sich an der Qual des langsamen Vcrschmach tens der Thiere weiden zu können. Nach all diesen und ähnlichen Unthaten von seiner Aiga (der Dorfgenossenschaft) ausgeliefert, arbeitete Sitivi seit Anfang 1906 mit Ketten beladen in Apia am Straßenbau. Sein Vetragen war tadellos; er zeigte sich willig und fleißig, klug und umsichtig, flocht Matten und Kokosblattkörbe. erstieg die höchsten Palmen, kurzum, er war ein ausgezeichneter Arbeiter, trotz seiner Ketten. Er würde aber noch viel mehr leisten, so sagte er, wenn man ihm nur die so schweren Ketten abnehmen wollte. Er denke gar nicht mehr an's Davonlaufen; er wisse ja doch, daß man ihn wieder einfangen oder daß seine Aiga ihn wieder auslieferr. werde. Sitivi saß Nachts in Einzel haft im Polizeigefängnih Apia. Mit einem Meißel hatte er sich plötzlich frei gemacht und war entflohen. Schon nach wenigen Tagen verwundete er einen Geometer mit einem Speer, denn noch besaß er keine SchußWaffe; aber schon zwei Tage später feuerte er auf einen auf seiner Veranda sitzenden Bautechniker. Dann kam die Schreckensnachricht, ein Pflanzer sei auf seiner Pflanzung in Faleasin von Sitivi erschossen worden. Die Polizei, die wegen der beschränkten Etatsmittel lange gezögert hatte, setzte endlich bei der allgemeinen Aufregung eine Belohnung von 1000 Mark auf die Einbringung des Mörders aus. Als hierauf das deutsche Kriegsschiff .Kondor" im Hafen von Apia eintraf, konnte die Verfolgung des Verbrechers nachdrüölich eingeleitet werden. Die Samoaner aus den Dörfern an der Nordküste von Upolu wurden aufgeboten und bewaffnet. Es nahm aber eine volle Woche, bevor es zwei jungen Samoanern gelang, den Verbrecher im Urwald zu stellen und nach kurzer Gegenwehr zu erschießen. Die Temperatur in den Hüten. Um zu ermitteln, welche Temperawr in den verschiedenen Kopfbedeckungen herrscht, hat ein Engländer eigenartige Untersuchungen angestellt. Ein Mann von normaler Größe und Gewicht, der als Versuchsobjekt diente, saß in der Sonne in 106 Grad Hitzc und trug je eine Viertelstunde hindurch eine Kopfbedeckung, in der an der Innenseite ein Thermometer angebracht war. Dabei ergab sich, daß ein Pa-. namahut 88.25 Grad Wärme enthält. Ein ovaler Strohhut von der Art, die man mit einem Kniff" in der Mitte trägt, hatte 90.50 Grad, ein flacher steifer runder Strohhut 92.75 Grad. Letztere Art Hüte besteht wegen der Billigkeit aus gröberem Stroh, wodurch Gewicht und Wärme gesteigert werden. Im Cylinderhut herrscht eine Temperatur von 101.75, im runden Filzhut eine solche von 106.25 Grad, aber eine Segler- oder Nachtmütze mit Schirm enthielt nicht weniger als 113 Grad Wärme. Ueberraschend ist die verhältnißmäßig geringe Temperatur in dem Cylinderhut. der somit keineswegs so unpraktisch ist, wie behauptet wird. Theure Enten. In Crookston, Minn.. wurde ein Italiener wegen Schießens von Wildenten während der Schonzeit verhaftet und zur Zahlung einer Geldstrafe von 550 verurtheilt. die auch von seinen Freunden gleich für ihn erlegt wurde. Der Wildaufseher hatte den Italiener schon lange im Verdacht der Wilddieberei und schlich ihm auf seinen Streifzügen durch den Wald so lange nach, bis er ihn endlich auf frischer That ertappte. Von einem Hamster erschössen. Ein George Adams in Waterbury. Conn.. begab sich dieser Tage mit seiner Frau und zwei Farmarbeitern auf die Jagd nach einem Hamster, der viel Schaden angerichtet hatte. Man füllte die Höhle des Tbieres mit Wasser; der Hamster versuchte, sich durch Schwimmen zu retten, aber Adams stieß ihn mit dem Gewehrkolden zurück. In der Todescrngst packte der Hamster zu und ergriff den Abzua des Gewehres; der Schuh krachte und traf Adams in den Maaen, eine todtliche Verletzung verursachend. Mareirr RdenNart. Was sagen Sie zu den Zeichnunocn von meinem Jungen?" Die berechtigen entschieden zu den schlimmsten Befürchtungen."
Meik Habersack'A Achreivebrief.
o.46S. Veobrier Mister Edithor! Wisse Se. mit das Baue is es doch so e kwiere Geschicht. Ich hen hardlie gestart un sin die Geschicht schon iwwerdrüssig. Alle halwe Stund kommt einer von die Workingmänner gelaufe un will sell wisse un daS wisse. Jwwer alles muh ich Jnformehschen gewwe un ich sin nor froh gewese, daß ich so gut in das all geohftet gewese sin. Ich hen das Lumder gekauft un die Brickstein un den Weitwasch un die Trimmings un w Fäkt ,ich hen zu einigem getend. For so ebaut sechs Dag hen ich gar nit nach die Latt gehn könne, bikahs der Mister Mehr Hot von Morgens bis Obends in die Zittiehahl erumgefoßt un do kann mer doch nit gut fortgehn. Off Kohrs wann er nit in die Affis is, dann is es auch for mich kein Juhs zu stehn. Well, also den Weg is es komme; ich hen nit fortgekonnt, awwer ich hen doch for schuhr gewußt, daß alles in en gute Schehp gemacht wer'n deht. Am Samstag Obend kommt der Christ un sagt. Seh Meik, Hot er gesagt, ich sin draus uff deine Latt gewese, awwer ich muß sage, das gibt t sonniges Haus; so ebbbes hen ich in mei ganzes Lewe noch nit gesehn." Newwer Meind, hen ich gesagt, do brauchst du gar nit driwwer zu worrie, du duhst ja das Haus nit bilde, es is mein Haus un wann du es nit gleiche duhst, dann macht das auch nicks aus. Die Hauptsach is, daß ich es gleiche duhn. Bei Gasch, ich hen mich geärgert, daß mich der Kunne Vorschrift mache will, wo es doch gar nit sein Bißneß is. Es braucht mich keiner in die Bildinglein ebbes zu sage. das is grad wo ich die annere noch ebbes tietsche kann. Well, der Christ bot sich nit so leicht abfertige losse. Er Hot mich gefragt, seit , wann ich das Haus nit mehr gesehn hätt UN Hot gesagt, ich besser deht emol hin gehn; er deht jo nit viel von das Baue verstehn, awwer er wißt doch so viel, daß in e Haus auch e Diehr sein müßt, sonst könnt mer nit inseit, un Fenster, sonst könnt mer nicks sehn, wann mer drin wär. Ach geb mich e Rest, hen ich gesagt, denkst du denn ich sin e Rindvieh, daß ich nit emol die erschte Prinzippel von das Häuserbaue wisse deht? Meind du nur dein eigenes Bißneß un loß das Bilde mei Sorge sein. Do is der Christ fort un ich hen mein Meind uffgemacht, daß ich am nächste Dag, wo Sonndag war, doch emol in guter Zeit enaus gehn wollt, for nach alles zu gucke. Sell, hen ich denn auch gedahn un aus e Distenz hen ich zu mich gedenkt, der Christ Hot Widder emol Nonsens geschwätzt; das Haische guckt gut zu mich, soweit mer nach die Frehm wo erseht da stehn duht. tschosiche kann. Wie ich klohs bei komme sin, do sin ich e wemg suspisches geworde. Bei Galle hen ich gedenkt, do is ja schuhr genug keine Diehr dran. Ich hen hinne un vorne geguckt, awwer es is keime Diehr do gewese. Un wie ich noch weiter geguckt hen, denke Se nur emol an, do sin ja auch keine Windersch gewese! Well, do sin ich awwer zu den Karpenter gelaufe. Sin Sie krehsig? hen ich ihn angeschnautzt, wisse Se nit soviel, daß in e Haus Diehre un Fenster belange? Denke Sie die Piebels krawwele dorch den Schmohstäck odder den Schimmennie in das Haus? Do Hot er gesagt: .In die erschte Lein komme Se mich nit so sonnig; wann ich e Haus baue, dann krieg ich en Plän gefornischt, wo ich nach &eh, un wann ich dann en Misftehk mache, dann sin ich riespannisbel. Sie hen sich awwer ihren Plan selbst gemacht un wann Se mich auch nur e einziges Fenster an den Plän zeige könne, dann freß ich das Haische. Wann ich ein von meine Leit for Jnformehschen zu Jhne geschickt hen, dann hen Se geäckt, als wann mir all c Latt von darn Fuhls wäre. Unner die Zirkumstenzes hen mir nicks annerschter duhn könne, als stricktlie nach den Plän gehn. Ganz espechjiellie so, weil Sie doch immer damit gebloht hen, daß Ihm Niemand in die Bildinglein ebbes sage könnt. Ich hen ihn ruhig zugehört un ich muß sage, ich hen ihn gar nit so viel blehme könne, ich sien schuhr genug e wenig arig independent gewese. awwer das hen ich doch nit sage derfe. Es is immer gut. wenn mer die Leit e wenig bloffe kann; wer das nit kann, der kommt nit weit. For den Riesen hen ich gesagt: Wenn ich zu en Tehler gehn und losse mich e Suh! mache un sage ihn ecksäcktlie wie ich fe hen will, duh awwer von die BottenS un die Schlief? nicks menschene, wenn jetzt so en Tehler her geht un geht hin un macht mich du Suht mitaus BottenS un mitaus Schlief, tschost bekahs ich hab se nit gemen-
schent, wie rufe Sie so en Tehler? E Kalb' oder en Schofskopp? Ich will Jhne sage, wie ich ihn rufe, ich rufe ihn e kameelografisches Rinnozeroß, das is was ich ihn rufe. Un jetzt will ich Jhne noch ebbes sage: wann nit mitin e Woch die ffrehm so aefickst is. daß Diehre ün Fenster dran sin. dann is Jhne Ihre Guhs gekocht. So lang ich ebbes in die Zittie-Ettministred-sehen zu sage hen, kriege Se kein Bil-ding-Permit mehr, Sie kriege iwwerHaupt das Priffeletsch entzöge zu lewe. Jetzt sage Se kein Wort mehr, ich meine was ich sage." Domit hen ich ihn stehn losse un sin fort. Jetzt will ich emol sehn, waö er duht. Bei Galle, in die Bildinglein. do kann mich keiner e 5 for e U vormache, do hen ich Ecksperienz. Mit beste Riegards, Juhrs trulie Meik Habers ack, GSkweier un Scheriff von Appel Jack. Hotte Terrer Kauntie. Bereit in diesem Jahre wird nunmehr auch in Sachsen mit dem Bau einer elektrischen Vollbahn begonnen werden. Es handelt sich um die Bahn Limbach-Waldenburg-iÄöß-nitz, die von einer hierzu bereits gegründeten Aktiengesellschaft gemeinschaftlich mit der ebenfalls elektrischen Schmalspurbahn Hohenstein - Ernst, thal - Gersdorf - Oelsnitz ausgeführt wird. Diese Schmalspurbahn, die mit 5500 Volt einphasigem Wechsel ström betrieben ne.'den wird, soll bereits im nächsten Frühjahre theilweise dem Betriebe übergeben werden. Für die Vollbahnftrecke Limbach-Walden-burg-Gößnitz hat sich der sächsische Staat das Recht gesichert, sie später zu übernehmen. Jedenfalls kommen so die sächsischen Bahnoerwaltungen in die Lage, wenn auch indirekt, gleichfalls Erfahrungen mit dem elek irischen Betriebe von Vollbahnen zusammeln, so daß sie später, wenn sich der Betrieb als rationeller gegenüber dem jetzigen System ergibt, jedenfalls die sächsischen Bahnen in elektrische Vollbahnen umformen werden. A n d e n sechs schweizerischen Universitäten waren im Sommer dieses Jahres 1518 Frauen immatrikulirt, und zwar 486 in Bern. 399 in Lausanne, 343 in Genf. 276 in Zürich und 14 in Basel; in Freibürg werden Frauen nicht immatriku. lirt. sondern nur als Hörerinnen zugelassen. 1378 von diesen immatrikulirtcn Frauen waren Ausländerinnen und nur 140 Schweizerinnen; unter den ersteren war wieder Rußland am stärksten vertreten, mit nicht weniger als 1247 Frauen, neben 40, die auf das Deutsche Reich und 87, die auf die sonstigen Staaten entfallen. Erheblich üher die Hälfte derimmatrikulirten Frauen. 973 gehören der medizinischen. 333 der philosophischen. 174 der naturwissenschaftlichen und 36 der juristischen Fakultät an. Von den 140 immatrikulirten Schweizerinnen studiren 96 Philosophie un 27 Medizin, ebenso von den 44 deut schen Frauen 29 Philosophie und II Medizin, von den 1247 Russinnen dagegen studiren 908 Medizin. Außer den immatrikulirten Frauen sind dann noch 675 Frauen als Hörerin nen zugelassen, so daß also die Gesammtzahl der studirenden Frauen 2193 beträgt. Etneeigenarttge Kmos, legung" so sagt man in Süddeutschland hat dleser Tage die Reisenden des von Feldkirch nach Bregenz und von Feldkirch nach Buchs fahrenden Zuges in große Aufregung versetzt. In Feldkirch übergab eine elegant gekleidete Dame einer neben ihr im Schnellzug nach Bregenz sitzenden Frau ein kleines Kind mit der Bitte, es einen Augenblick zu halten, da sie einen kurzen Ausgang machen müsse. Der Zug fuhr indeß ab, ohne daß die Dame wiederkam, und trotz aller mit dem unvermeidlichen Aufsehen gemachten Nachforschungen konnte keineSpur von ihr entdeckt werden. Man fluchte der Rabenmutter" und die betrefsende Frau übergab in Bregenz das Kind der Polizei. Abends stand jene Frau auf dem Bregenzer Bahnhofe, als sie plötzlich die Dame entdeckte, welche ihr das Kind übergeben hatte. Beide Frauen stürzten sofort aufeinander los und beide riefen nach der Polizei. Die Dame beschuldigte die ?!rau der Kindesentführung, diese beauptete. erstere habe das Kind auszusetzen versucht. Schließlich klärte sich die Sache zur allgemeinen Befriedigung auf; die Mutter war in Feldkirch in den ebenfalls abfahrtsbereiten Zug nach Buchs eingestiegen und hatte in diesem voll Angst ihr Kind gesucht und angenommen, die Frau, der sie es anvertraut, hätte das Kind entführt. Sie reiste sofort nach Feldkirch zurück und machte die Anzeige bei der Polizei, die nach Bregenz telephonische Weisungen gab und dabei erfuhr, daß dort das Kind eingetroffen war. Die Mutter reiste sogleich nach Bregenz. wo sie das verloren geglaubte Kind in Empfang nehmen konnte, nachdem sich das Mißverständniß aufgeklärt hatte. ModernesKennzeichen. Gattin (eines bekannten Dichters, zum Arzte): Ach, Herr Doktor, leugnen Sie nicht länger, mit meinem Manne steht es gewiß recht schlecht! ...Heute ersucht mich schon die siebente Zeitschrift um seine Photogra-phie!
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