Indiana Tribüne, Volume 30, Number 27, Indianapolis, Marion County, 24 September 1906 — Page 4

Jndtan Tribüne, 21 September 1906.

Indiana Tribüne. Httaulgelben von der GtMN T. Indianapolis, Ind.

varry C . Thudmm , , Prifident. Vescdäf tö loca lt 9lo, 31 Süd Delaware Strahe. Telephone . .ntred t the Port Office ot Indianapolis m Mcond clai matter. nnerions-Gelüstc. X te kubanische Situation wird im n verworrener und zeigt ein sehr ern fteS Geficht. Vorausgesetzt, daß die hier einlausenden Stimmungsbilder der Lage entsprechen. E ift unverkennbar, daß die Agitation zu Gunsten der Annexion der Insel in den letzten Tagen ganz erheblich an Kraft gewonnen hat. Sie wird hauptsächlich vor Washington au betrieben, aber bis jetzt läßt sich nicht erkennen, ob sie ihren größeren Rückhalt in Militärkreisen oder unter den Vertretern der Geschäfts, und Fl nanzwelt hat. ' Man kann deshalb nur hoffen, daß der Präsident seine ruhige Objektivität, die er bisher der Angele, genheit gegenüber an den Tag gelegt hat, auch sürderhin bewahren wird. Er hat den Kubanern feierlich Freiheit und Unabhängigkeit gegeben, und ohre die zwingendsten Gründe sollte daran nicht gedeutelt werden. Diese Gründe liegen jetzt noch nicht vor. Die vermittelnde Thätigkeit des KriegSsecretärS Taft hat erst begonnen, und so lange sie nicht zu einem offenkundigen Mißerfolg geführt hat, ift eS zu früh, auch nur die Mög lichkeit einer bewaffneten Intervention ernstlich in Betracht zu ziehen. Die kommt immer noch früh genug, für die Kubaner sowohl wie für die Bereinig ten Etaatm. Ä Männer, nicht Heuchler braucht Amerika. Kanzler Day von der Universität Syracuse im Staate New Vork hat einen UkaS erlaffen, demzufolge den Studenten, die in irgend einer Form Tabak rauchen, alle Vergünstigungen des Institutes, die Ermäßigung der Kollegiengelder eingeschlossen, fortan entzogen werden. Durch einen ühnli chen Erlaß wurde den Studenten im vorigen Jahre bei Strafe der AuSschlie ßung der WirthShauSdesuch verboten. Nun ist sowohl I übermäßiges Rauchen wie gewohnheitsmäßige Kneiperei für junge Leute, die sich auf einen Lebens beruf vorbereiten, kein Vortheil. Aber schließlich find Studenten auch keine Kinder, und wenn sie ab und zu ein GlaS Bier trinkm oder zwischen dem Studium eine Pfeife rauchen, dann gehört das ganz gewiß nicht zu Verbre chen, die nach Day'fcher Methode ge ahndet werden müssen. Auch hier ist zu unterscheiden zwischen einem erlaub ten Genuß und dem Uebermaß Desselben . ES ift durchaus nicht wünschevS werth, daß die jungen Leute an unse n Universitäten zu Muckern und licht scheuen Temperenzlern erzogen werden. DaS Land braucht Männer, die sich als solche sühlen ffgelernt haben, nicht Knechte, die sich an jeden Unterrock hän gen. Kanzler Day ift einer der ge treueften Vasallen John D. NockefellerS und seiner Sippe, und anscheinend möchte er aus der feiner Leitung unter stellten GeifteSwerkftätte am liebsten eine Rockefeller'sche Sonntagsschule ma chen. Dementsprechend würden natür lich auch die Resultate sein; Erziehung? producte, bei denen Unnatur, Heuchelei und Rückftändigkett Gevatter gestanden. Pflege des Volksliede. Eine Zeit lang hatte eö den An schein, alSZ ob das Volkslied, das Er. zeugniß stillerer und innerlicherer Zet ten, im Zeitalter der Maschine verlöschen sollte. Der Vorgang war in allen Kulturländern der gleiche. DaS schlimmste der Uebel lag noch nicht ein mal darin, daß Gassenhauer aller Art dem schönenIaltmBolkSliede gefährliche Konkurrenzßmachten. Die große Masse 'dieser Sassenhauer kommt und geht ja mit dem Tage, manche bleiben freilich; aber schließlich', war Marlborougn s'en va-t-enj guerre" ursprünglich auch nur ein Gassenhauer. Weit ge fährltcher war die ausgesprochene Verachtung oder doch Unterschützung deS schlichten alten Volksliedes, oie sich ge. btldeter oder halbgebildeter Klassen zu bemächtigen begann. Ein besonders sprechendes Symptom dieses Borganges bildete da Verhalten der deutschen Münnerchö. Jene ergreifenden deut scheu Volkslieder, wie .Zu Straßöurg

auf der Schanzt, jene übermüthigen Weisen, wie Zu Lauterdach hab' ich mein' Strumpf verlor'n", waren den Münnerchören nicht kunstreich, nicht raffinirt genug; sie zogen ihnen fade moderne Machwerke vor, die ihnen Ge legenheit zu akrobatischen Ehorkunft. stücken und zu jenen endlosen Wieder, holungen und Variationen ärmlicher Grundgedanken Gelegenheit gaben, durch die der Münnerchorgesang allmählich lächerlich zu werden anfing Zu rechter Ze,t setzten indeß vor zehn bis fünfzehn Jahren die Stimmen ein. die gegen die Vernachlässigung und Verachtung deS Volksliedes nachdrückli chen Einspruch erhoben, und diese Beftrebungen fanden eine wirksame Un terftützung durch den deutschen Kaiser, dem bei den von ihm veranstalteten Eängerwe:tstreittn die Unnatur des deutschen EhorgesangeS gleichfalls un angenehm aufgefallen war. Bor drei Jahren setzte er eine Kommission ein. welche die Herausgabe eines Volks Liederbuches für Männ?rchöre oorberei ten sollte. Ihr Leiter war der als Kenner und Sammler alter deutscher Volkslieder hochangesehene Freiherr von Liliencron. Diese Kommission hat unter Mitwirkung der elften muftkali schen Autoritäten ihre Arbeiten nun mehr so weit gefördert, dl.ß vor einigen Wochen der Druck deS Werkes begonnen werden konnte und man auf seine AuS gäbe Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres hoffen darf. DaS Werk wird in dem weltbekannten Musikverlage von C. F. PeterS erscheinen und dank dem gemeinnützigen Entgegenkommen aller Betheiligten bei würdiger AuSftat tung besonders wohlfeil im Preise sein. ES wird 600 Chöre enthalten, von de nen reichlich zwei Drittel in dieser Form zum ersten Male erscheinen werden.

Daß die Spanier seiner Zeit nicht die allein Schuldigen auf Euda waren, läßt sich aus den jetzigen Zustünden daselbft leicht erkennen. Für die Dauer von zehn Jahren ift der Genuß von Opium in China verboten. Da werden sie es dort wohl, wie unse Temperenzleuchten. im Fläschchen in der Rocktasche herum tragen müssen. Im republikanischen KampagneBuche wird durch Zahlen unleugbar die interessante Thatsache nachgewiesen, daß die Farmer für chre Produkte hö here Preise erhalten und die Arbeiter dafür weniger zu bezahlen brauchen. Geologen in Alaska wollen Beweise dafür gefunden haben, daß vor undenklichen Zeiten Asien und Amerika da oben zusammengehüngt haben, und daß wahrscheinlich Asien ursprünglich von Amerika aus bevölkert worden sei. Sollte das vielleicht dazu dienen die Darwin Theorie zu kräftigen? Die mei' ften Affen hat es ja nachweislich in ältesten Zeiten in Eentral-Amerika gege den. Bor einigen Monaten setzte die New York, New Haven und Hartford Eisenbahn.Gesellschaft ihre Fahrpreise auf zwei Cents für die Meile herab und gleichzeitig ermäßigte sie di Frachtsätze für den Kohlentransport nach den NeuEngland Staaten. Nach den aufgestellten Berechnungen Hütte die Gesellschaft im Personenverkehr sich auf einen Ausfall von dreiviertel Millionen Dollars gefaßt machen üf fen, und im Frachtverkehr war eine Mindereinnahme von etma 150,000 Dollars in Aussicht gestellt worden. Nach den bis heute vorliegenden Siefultaten aber werden wever in dem einen noch in dem anderen Verkehrs zweigeAuöfülle zu verzeichnen sein. Trotz der Herabsetzung der Fahrpreise und der Frachtsätze find die Einnahmen de deutend höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, und allem Anscheine nach wird die Gesellschaft einen sehr günstigen Jahresabschluß erzielen. In folge deS billigen Fahrgeldes hat der Personenverkehr ganz bedeutend zuge nommen und dasselbe gilt vom Fracht verkehr. Dadurch ift die befürchtete Mindereinnahme reichlich ausgeglichen worden; eine Erfahrung übrigens, die man bet derartigen Versuchen faft regelmäßig gemacht hat. Die größte und passendfteVuSwahl von Schnitt bluwe und vlumenftücke f ft alle freudigen und trau rige Greignifft. ir find jederzeit gern bereit bei der Auswahl behnlfiich zu tzei. erterman ras. . 241 Stoff, ve. Tel. 54.

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V Humoreske von Karl Pauli. Sie hatten ihn anfangs alle ganz gern gehabt, wenn er auch log und aufschnitt und alles besser wußte als die anderen, mein Gott, er war noch ein so junger Mann, und dann, er kam frisch vom Regiment, das frischte so alte Erinnerungen auf, stellte alte Beziehungen wieder her, und dann bedachten sie auch, mit welchen Hoffnungen jeder bei der Kriminalpolizei eintritt, jeder denkt doch, wenn er kommt, daß dann ein ganz anderer Geist in das Ganze fahre, deshalb vergaben sie ihm auch seine Renommisterei, sein Schimpfen auf alles, was Dienst hieß, auf die verrottete Wirthschaft, wie er alle Vorschriften nannte und sein ewiges Hinweisen auf die Zeit, wenn er einmal etwas zu sagen haben werde, dann sollte alles ganz anders kommen. Aber mit der Zeit fiel er ihnen doch auf die Nerven, jeder hatte doch nach einer gewissen Zeit eingesehen, daß das alles nicht so schnell zu ändern roar, tbtx hatte sich mit dem Dienst ausgesöhnt, und eingesehen, daß eö schon so wie eö war. am besten sei, er nicht, das verstimmte, zuletzt verlangt man doch von jedem Menschen eine gewisse Dosis Einsicht, aber die schien hier ganz zu fehlen. Und dann war besonders ein Wort, mit dem er sich unbeliebt gemacht hatte, trotzdem eS in der ersten Zeit auch sehr belacht worden war, eine Redensart, die er bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit anbrachte. Spaß macht Freude!" lautete das geistreiche Bonmot. Und wenn er sich so. nachdem er den größten Blödsinn ausgekramt, siegesbewußt in seinen Stuhl zurücklegte und, indem er sich im Kreise umsah, mit den Blicken eines Manneö, der sagen wollte, na. was sagt ihr Jnsektenseelen zu meiner Weisheit? und sein Spaß macht Freude" hervornäselte, dann konnten weniger sanft angelegte Gemüther schon der Wunsch packen, ihm eins hinter die Ohren zu geben. Jedenfalls konnte das nicht so weiter gehen, der Mann mußte, sollte er einst ein tüchtiger Beamter sein, noch erzogen werden. Er mußte erst einmal gründlich reingelegt werden, dann würde er schon anders werden. Die Gelegenheit sollte sich bald finden. Es war in der Schütze'schen Weinstube. Dort fand sich jeden MoLgen zum Frühschoppen ein Kreis von Beamten der Kriminalpolizei an einem Stammtisch zusammen. Auch Egon von Thurm, so hieß der Held diese? Erzählung, war dort täglicher Gast, und gerade an diesem Tische, wo er am ersten den Mund hätte halten sollen, kramte er seine Weisheit auö. Ja. da staunten ihn alle ob seiner Weisheit an. so meinte er. Spaß macht Freude! Aber, wie gesagt, Hochmuth kommt vor dem Fall. Eines Tages sollte seine Uhr ablaufen. Man sprach von der Arbeijs-. Überlastung der Kriminalpolizei. Jedermann erkannte an, daß die Kriminalpolizei wirklich zu stark in Anspruch genommen sei, daß die ihr zur Verfügung stehenden Mittel unzureichend seien und daß sie besonders mehr Beamte benöthige als eingestellt seien. Nur Thurm war natürlich anderer Meinung. Ueberbürdung! Ueberbürdung!" näselte er im ausgesprochensten Gardeleutnantsjargon, wenn nur die Beamten sich du. Arbeit besser einzutheilen verstünden, aber das kennt man eben nicht. Ich sollte mal was zu sagen haben, sollten mal sehen, meine Herren, wie das flecken würde! Spaß macht Freude!" Die Beamten sahen sich kopfnickend an. dahin muhte es kommen, das mußte sich der junge Schnösel, der im Beruf noch nicht einmal lau geworden war, erlauben. Aber nur einer der Herren fand sich bemüßigt, eine Antwort zu geben. Na. wissen Sie, lieber College, wenn Sie so ein Mittel gefunden haden, das d:e Arbeit verkürze und erleichtert, dann wenden Sirs doch zur Probe in Ihrem Bureau an!" Thu ich ja. thu ich ja!" schnarrte der Angeredete, was meinen Sie. wo fände ich sonst drei Stunden Zeit zum Reiten. Tennis, Rudern, ohne welche Beschäftigung doch hute nur der geistige und sociale Prolet auszukommen imstande ist. Spaß macht Freude!" So. so. das thun Sie?" sagte der erste wieder. Also, Sie haben ein Mittel erfunden, die Arbeitszeit möglichst abzukürzen! Ach, da könnten Sie uns doch aber einen rechten Gefallen thun und uns mit diesem Mittel bekannt machen, oder wollen Sie sich ein Patent darauf geben lassen?" Durchaus nicht!" näselte Thurm, durchaus nicht, ich will die Herren sehr gern, wenn es Sie interessirt, mit meiner Methode, ich nenne eö meine Methode, bekannt machen. Sehen Sie mal, wenn ich jetzt meine Akten bekomme, dann lese ich sie eben durch, mache ein Heichen darauf und gebe sie dem Schrerber. Sie, Sie machen ewen langen Sununs, dtttiren und weiß Gott, wa noch! Ich nicht. Soviel muh der Sckretber alletne wissen. Spaß macht Freude. Aber die Hauptsache kommt noch, hat der Schreiber die Sache gemacht und

bringt mir kfc XUtn zur Unterschrift. i.-rj . . .

ju uiller,cyreioe icy mcyt etwa jede einzelne gleich, sondern ich erledige erst alle und lege sie beiseite, bin ich fertig, dann unterschreibe ich immer eins nach dem anderen, ohne nur noch einen Blick darauf zu werfen, das geht wie's Bretzelbacken, und Sie können mir glauben, das spart ganz ungeheuer viel Zeit! Spaß macht Freude!" Hm." sagte einer, das kann ich mir nicht denken, daß dabei so viel Zeit erspart wird, und zweitens, hat diese Methode doch ihre große Bedenklichkeiten. Wie kann man etwas unterschreiben, was man nicht eben gelesen? Da kann ja der Schreiber Gott weiß was für ein Papier dazwischenschieben." Da haben wir ja eben den Zopf und die Schwerfälligkeit, was soll denn noch kommen. Vor einer Viertelstunde habe ich die Sachen in den Händen gehabt, da werde ich wohl noch den Inhalt einigermaßen kennen. Auch habe ich stets die letzte Seite vor Augen." Das will wenig sagen!" rief wieder einer dazwischen. Auf der letzten Seite steht doch gewöhnlich bloß: dem und dem Polizeiamt zur Ausführuna!" Ja, natürlich, einarbeiten muß man sich, und über die nöthige Jntelli genz muß man auch verfügen, aber dann ist die Methode unübertrefflich! Versuchen Sie's nur. meine Herren, und Sie werden sich alle überzeugen! Spaß macht Freude!" Aber seine Worte fanden heut keinen Widerhall, es lachte auch nie mand, wie man wohl sonst zu thun pflegte, wenn er eine seiner unhaltbaren Aeußerungen mit der tödtlichen Unverfrorenheit aufstellte, die ihm eigen war. Die Herren fühlten sich verlebt, ihnen, den alten Praktikern gut Lehren zu geben und auf solche Weise, das ging ihnen ein wenig über die Hutschnur. Man brach deshalb bald auf. Nur einige blieben zurück, welche alsbald zusammen rückten und leise tuschelten und lachten, überhaupt ein sehr heiteres Gespräch führten, in welchem übrigens auch der Name von Thurm mehrere Male mit steigendem Effekt genannt wurde. Vier Wochen waren seit jenem Vormittag in's Land gegangen, wieder sitzen die bekannten Herren zusammen, wieder führt Thurm das große Wort und renommirt wieder schrecklich von seinen Leistungen auf dem Gebiet der kriminalistischen Thätigkeit, da tritt plötzlich ein Polizeileutnant in's Zimmer. Er ist mit den meisten der Herren bekannt und 'Ivird von allen Seiten begrüßt. So kommt eö, daß er sich, ehe die Vorstellung der fremden Herren erfolgt, bereits im Gespräch mit dem ältesten Inspektor befindet. Er hat sich direkt an ihn gewandt und fährt jetzt nach der Begrüßung fort: Es ist mir sehr lieb, daß ich Sie hier treffe. Herr Inspektor, ich möchte einmal Ihre Meinung über eine recht eigenthümliche Verfügung, die mir heute Morgen zugegangen ist, hören, ich würd?, dieselbe für eine Fälschung halten, wenn nicht alles aufs Haar stimmte, auch um einen Scherz kann es sich nicht handeln, denn es ist alles vorschriftsmäßig, und doch weiß ich nicht, was ich davon denken soll. Er hatte ein Aktenstück aus der Tasche gezogen und reichte es dem Insvektor, der kaum einen Blick hineingethan hatte, als er in lautes Lachen ausbrach. Hm!" rief er, das ist allerdings merkwürdig, hören Sie mal meine Herren i Todesurtheil!" las er. Hiermit wird verfügt, daß der frühere Leutnant Egon von Thurm, jetzige Kriminalanwärter. der wegen Bevorzugung einer gewissen Methode", die sich als sehr gefährlich herausgestellt hat. des Todes fchuldig befunden worden ist, denselben nunmehr erleiden soll. Der Verurteilte ist auf einer Kuhhaut zum Richtplatz zu schleifen und er allda durch Abschlagen des Hauptes vom Leben zum Tode zu bringen." So. hier ende! das Blatt, auf der andern Seite steht aber: Zur sofortigen Ausführung dem 567. Polizeirevier überwiesen: gezeichnet: Hier hob der Lesende die Stimme zu schriller Höhe gezeichnet Egon von Thurm, Kriminalanwär ter." Großes feierliches Schweigen. Thurm hatte schon bei der Verlesung des Aktenstückes, als sein Name genannt wurde, ziemlich peinlich berührt, daaesessen. jetzt, da man ihm das Schriftstück vorlegte und er sich üb zeugte, daß er den Unsinn wirklich selbst unterschrieben hatte, blickte er verlegen vor sich hin und l rach in ein gezwungenes Lachen aus. Hä. hä. hä. lachte er. Hähäbä! lachte die ganze C-sell schaft, worauf sie sich Den ihren E'.'zen erhoben und einstimmig riefen: Spaß macht Freude!" Thurm soll seine Methode nie wie der angewendet haben. Der Pantoffelheld. Fürchten Sie Gewitter im Freien, Herr Huber?" Nein, ich fürchte sie bloß zu Hause!" Pariert. Lehrer: Du, Moritz, für Deine Frechheit verdienst Du Prügel." Morid: Nu. Herr Lehrer, geh' ich zur Schule, um zu verdie-nen?"

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Eine Bärengeschichte aus den Catskillbergen im Staate New Dort wird von P. I. O'Ryan, dem Prinzipal" oder Vorsteher einer öffentlichen Schule Groß-New Yorks, erzählt. Gegen das Ende der Schulferien hin stieg sein Töchterchen Nora O'Ryan mit ihrer Freundin May Underhill den Slide Mountain. einen der höchsten Berge der Catskills. hinan, als die zwei Mädchen uncrwartet auf einen großen braunen Bären stießen. Sie erhoben ein Geschrei des Entsetzens und liefen rückwärts, ihren Bekannten, den Schulmännern James Kane und EUwood Grimm, entgegen. Sobald die Herren die Hülferufe hörten, eilten sie vorwärts und trafen eben noch ein. als Meister Petz seine Pranken auf Frl. Underhill zu legen versuchte. Die Männer schlugen mit ihren Gebirgsstöcken derartig auf den Bären ein, daß er die Flucht ergriff. Ein hinzukommender Herr Nicoll begab sich sofort auf die Jagd, folgte der Spur des Braunen und erlegte ihn eine Stunde nach dem Vorfall. Di beiden Mädchen aber, die das Aben teuer zu bestehen hatten, fielen von einem Wernkrampf in den anderen und mußten in einer Kutsche nach ihrem Sommerfrische - Quartier gebracht werden. Vor einem Vierteljahrhundert wohnte im unteren Theile von Williamsburg, N. Y., ein Anwalt, Namens Henry Greata, der ob seines sonderbaren Wesens ziemlich bekannt war. Seine Kanzlei befand sich am Broadway, und hier schlug er auch sein Heim auf, wenn ihm die Geldmittel wieder einmal ausgegangen. was nicht selten der Fall gewesen sein soll. So lange seine Börse gefüllt war, lebte Greata, ein Cana, dier von Geburt, auf großem Fuße in dem Wall House". einem zu damaliger Zeit wohlbekannten Hotel; wenn der letzte Dollar verausgabt und der Rausch verflogen war, zog sich der Sonderling von aller Welt zurück. Eines Tages verschwand Greata, und man hörte und sah nie wieder etwas von ihm. Das war vor nunmehr 17 Jahren. Dieser Tage nun erhielt Hülfs-Polizeiinspektor Croß einen Brief aus Salem, Mo., in welchem der dort ansässige Advotat Ellert Foung um nähere AuSkunft über einen gewissen Henru I. Greata" ersucht, dem eine große Erb schaft zugefallen sei. Ob e5 der Polizei gelingen wird, den Berschwundenen nach so langer Zeit aufzuspü ren, bleibt vorläufig abzuwarten. Vielleicht ruht Greata längst in kühler Eröe Schooß

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