Indiana Tribüne, Volume 30, Number 26, Indianapolis, Marion County, 22 September 1906 — Page 4

Jndtana Tribüne, SS September 1906

Indiana Tribüne. H?augtgldn von der Gntdt,g G. Indianapolis, Ind. Harry O. Thudin .... Präsiden t.

VeschaitS loca l: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269. itred Kl the Pott Office ot Indianapolis a econd das matter. Die Toziaivemofratie in den europäischen Parlamenten. Der Antheil der Sozialdemokraten an den gesetzlichen Körperschaften der europäischen Staaten ift sehr verschie den. Während in Dünemark und in Deutschland lj5 der ParlamentSfitze der Sozialdemokratie gehören, hat fie in der Schweiz nur wenig über 1 $ro zent der Mandate inne. Außer in Dünemark und in Deutschland haben nur noch in Belgien und Frankreich die Sozialdemokraten mit 18 bezw. 13 Pro zent mehr als 10 pEt. der Parlaments fitze. In den anderen konstitutionellen Ländern Europas schwankt der Pro zentsatz zwischen 7 und 3 Prozent. Nimmt man die europäischen Groß ftaaten für sich, so ergibt sich, daß nur Deutschland und Frankreich einen ftar km sozialistischen Einschlag in ihren Parlamenten haben. Die Ursachen aber find in beiden Ländern sehr der schieden. In Deutschland ift die hohe Zahl sozialistischer Abgeordneter (79 unter 397 ReichStagSmitgliedern) vor allem auf das rein demokratische Wahl recht zurückzuführen, das viel auSge dehnter ift, als in den meisten anderen Ländern. Dazu kommt, daß die bür gerlichen Parteien in Deutschland sich gegenseitig auf'S leidenschaftlichste be fehden, waS natürlich der Sozialdemostatte zu gute kommt. Dazu kommen endlich der Doktrinarismus und die poMische Sentimentalität, Eigenschaften, die den Deutschen noch von früheren Zeiten her anhaften und die ebenfalls der Sozialdemokratie viele Anhänger zuführen. So läßt fich die große Zahl sozialdemokratischer Abgeordnetensitze in einem Lande erklären, das an sozialer Fürsorge für die Arbeiter weit voran steht; hatten doch beispielsweise die deutschen staatlichen Arbeiterverftcherungen schon vor mehr als JahreSsrift ein Vermögen von über 1500 Millionen Mark. In Frankreich ift die Sozialdemokra tie eine Macht im Parlamente, weil erstens das radikale und revolutionäre Wesen den Franzosen im Blute liegt und weil zweitens Frankreich ganz im Gegensatze zu Deutschland einer der sozial rückständigsten Staaten ift. Bei seiner großen Wohlhabenheit und dem natürlichen Reichthum seines Bodens wäre eS den Franzosen viel leichter ge wesen. ihren Arbeitern soziale Fürsorge angedeihen zu lassen und ein sozial ge rechtes Eteuerwesen einzuführen, als es in Deutschland der Fall gewesen ift. Die französischen Politiker aber und die Sozialdemokraten selbst verstehen eS so vorzüglich, fich an tönender, freiheit lichen Phrasen zu berauschen, daß ihnen der Gegensatz zwischen den schönen Worten von. der Gleichheit und der in Frankreich thatsächlich außerordentlich großen sozialen Ungleichheit und Unge rechtigkeit nicht zum Bewußtsein kommt. Darum find die sozialen Gesetze immer wieder hinausgeschoben worden, ohne daß die französischen Sozialoemokraten dieser Verschleppungspolitik ernstlichen Widerstand entgegengesetzt Hütten. edland' Bewässerung. Die Regierung hat bis jetzt eine Auf Wendung von 841,000,000 für die Be WÜNLrungSarbeiten'vorgesehen. Dieses Geld wird für Errichtung von Stämmen und anderen zur Aufsammlung von Waffer für ausgedehnte Bezirke nö tbiaen Einrichtungen verwandt. Der Erlös auS dem Verkauf der bewäffer ten Landereien soll dann zur Erneue rung deS FondS und in der Folge zur Verbefferung und Bewässerung weite rer Oedländereien benutzt werden. DaS ift jedenfalls weife gehandelt, denn das ganze Unternehmen trägt doch immer hin noch den Stempel des Versuchs und bedarf der Bestätigung durch den Erfolg. Auch anläßlich der kubanischen Wirren hält man eS in Washington mit dem Prinzip: Si ik ptcem, para bellarn. Jetzt fehlt! nichts mehr zu einer ordnungsmäßigen Fleischtnspektlon, als tüchtige Beamte, die fie durchführen.

verschiedene lagen über die Zustände auf ElliS Island haben den Präsidenten Roosevelt ver anlaßt, den Regi.rungSbeamten I. B. ReynoldS mit einer Untersuchung darüber zu beauftragen. Herr Rey noldS hatte bekanntlich auch die Schlachthäer in Chicago inspizirt und sein Bericht war die Ursache der später unternommenen Schritte gewesen. Er begann seine Untersuchung auf ElliS Island, während der Ein wanderungS - Kommiffär Watchorn abwesend war. Die dem Präsidenten zu Ohren gekommenen Beschwerden beziehen fich auf die Behandlung armer Einwanderer. Die American Expreß Co. hat daS Privilegium, die auSlün dischen Münzen der Einwanderer in amerikanisches Geld umzuwechseln; der Präsident soll eS für nöthig halten, dieses Wechselgeschäft einer gründlichen Prüfung zu unterziehen. Andere Be schwerden c n an. daß viele Einwan derer länge., als erforderlich, auf der Insel zurückgehalten werden und daß ihr Gepäck nicht in Wünschenswerther Weise befördert wird. Vermuthlich wird die Untersuchung rasch den be stehenden Uebelftänden ein Ende machen.

Die Pullajanen find wieder zersprengt. Aber immer bleibt noch zweifelhaft, ob bei ihnen die Centrifugal oder Centripedalkraft schließlich siegen wird. An Tuberkulofis leidet die Hälfte der erwachsenen Bewohner der Erde. So behauptete eine Rednerin vor dem Kongreß der Homöopathen. Die ganze andere Hälfte muß fich also in die üb rigen Krankheiten theilen. Wenn man aus der vielseitigen Bethätigung des ttriegSsekretürS Taft einen Schluß ziehen darf, so würde das Amt eines stellvertretenden Präsidenten einem dringenderen Bedürfniß ent sprechen, als daS eines Vice Prüft denten. Nach den Angaben der Kölnischen Zeitung" wird daS neue deutsche 19.000 TonneN'KriegSschisf das Gegenstück zum britischen Dreadnaught" sech. zehn große Kanm en tragen, während der britische Konkurrent derer nur zehn hat. DaS Kaliber der Mordgeschütze ift kleiner, obgleich ihre enorme Länge 45 Fuß eine außerordentliche Tragweite garantirt. Die Geschosse werden 280 Pfund schwerer sein als irgend welche bis jetzt in Deutschland, und 97 Pfund schwerer als die vom .Dreadnaught" benutzten. Unfälle. John Cardell, 1909 Nord Senate Aoenue, wurde gestern bei der Arbeit an der Ecke der Uljio und Pennsylva nia Straße von der Hitze übermannt und stürzte zu Boren. Beim Sturze zog er sich eine Verletzung im Geficht zu. Derselbe wurde per Ambulanz nach'seiner Wohnung gebracht. Frau William F. Elark von No. 112 West 13. Straße. Gattin des Redakteurs der Patriotic Pha. lanx", zog fich beim Sturze von einem Straßenbahnwagen eine Gehirnerschüt terung zu. Sie hat fich jedoch so weit erholt, daß keine ernsten Folgen be fürchtet werden. Polizeiliche. Die Radler Polizisten Ber. nauer und Kitzmiller nahmen gestern Arthur M. Beck, 1927 Columbia Ave., fest, um ihn auf feinen Geisteszustand hin untersuchen zu lassen. Derselbe fiel in einem Wuthanfall über die Möbel in seinem Hause her und demolirte, was ihm unter die Finger kam. Als die Polizei erschien, suchte er fich auf einem leerstehenden Grundstücke in der Nähe seines Hause zu verbergen. In der Polizeiftation wurde er wegen Irr finn gebucht. Auf ein'en VerhaftSbefehl, wel che der Thierschutzbeamte, Al Smith erwirkt hatte, wurde gestern Wm. A. Henderson, 3620 Northwestern Ave. verhaftet. Derselbe wird beschuldigt, ein Pferd zum Fahren gebraucht zu haben, welche er nicht genügend ge pflegt hatte. Mary Burie, 16 Jahre alt, 22 Wo odl an n Avenue, welche vor eini gen Tagen ihre elterliche Wohnung flüchtig verlassen hatte, wurde gestern in Columbus, Ohio, feggenommen und nach Indianapolis zurückgebrocht.

Grundeigenthums Uebertragungen. Mary S. Jzor an Elizabeth I. Cle land, Lot 6, Equare 12, Lincoln Park Aodition. 40.03 bei 141.35 Fuß, der

beffert, Westseite von Pennsylvania Straße, nördlich von 23. Straße. 84500. Merritt A. Potter an David M. Bye, Lot 136, Morton Place Addition, 40 bei 153.5 Fuß, verbeffert, Westseite von New Jersey Str., südlich von 21. Straße, $8000. Georg C. Goerke an ttatharyn M. Quinn, nördliche Hülste von Lot 298. West Park Addition, bei 137 Fuß, verbeffert Südoft.Ecke von Addison und Vermont Str , $2055. Pearson Mendenhall u. A. an die Marion County Realty Company, Lot 96 in I. Fletcher'S Eubd. tn Thell von Oak Hill, 45 bei Fuß. derbes sert, Oftseite von Roosevelt Aoe.. süd lich von Arrow Ave.; LotS 1 bis 27. 30, 33, 39 bis 37. 89 bis 95, 97, 98 und 99, Hazelhurft, 35 bei 114 Fuß jede, vacant. östlich von Keyftone Ave. nördlich ton der Gürtelbahn; LotS 10, 13 und 14, Block 4, Bruce Baker Add., 41 bei 140 Fuß jede, verbessert, Oftseite der Columbia Ave., südlich der 22. Str.; Lot 20, 21. 23. 25, 26. 29 und 36 in Fountain Square, va cant, Südseite der Morris Str., weft lich von Shelby Str. 642,800. Asher B. AdamS, Trustes, an ThoS. B. O'Connell, LotS 27 und 28 in Johnson'S 2. Weft Indianapolis Add, 71 bei 134 Fuß. verbessert, südwestliche EckeZ Lee und Miller Str.; eine Lot 33;bei)153 Fuß. verbessert. Oftseite der Sheffield Ave., nördlich von How ard Str. und Lot 4 in M. Johnson'S Ad), in Weft Indianapolis, 34 bei 135 Fuß, verbessert. Westseite der Belmont Ave., südlich von MorriS Straße. Hl, 130.73. Thomas B. O'Connell an CitizenS Bank, Earmel, Ind.. dieselben Tracts; ebenso Lot 378, McCarty's 9. Weft Add., westliche Seite von Silber Ave., nördlich van Belt Str.. $5,115. Margaret E. AdamS an Ivan F. Watson u. A.. Lot 122, Keyftone Park Add.. nördliche Seite von Con greß Av.nue, östlich von Räder Str., 62,400. George Palmer an William F. Seibert u. A.. Lot 11, Waldon'S Een tral Avenue Addition, westliche Seile von Central Avenue, südlich von Ly. Str.. 1,500. Plesey I. Cowager an William F. Rasener, Lot 53, Johnson'S Oft Ohio Str. Add , westliche Seite von tteyftone Ave., $2000. Richard Merrick an Levi P. Harlan, LotS 4 und 5 und Theil von Lot 3, Metzgers Jrvington Add., südliche Seite von Washington Str., westlich von Arlington Ave. 82000. Benjamin A. Richardson, an ChaS. Martin, LotS 29 und 30. L. Fletcher 1. od., 100 bei 165.6 Fuß, westliche Seite von Martindale Avenue, südlich von 15. Str. $2050. Cehtral Trust Co.. Truftee, an Hy. G. Dcckwiler, Theil von LotS 12 und 13, Martindale & Co. Add., 89.1t bei 299 Fuß, westliche Seite von Penn sylvania Str., nördlich von 40. Str. $1780. William S. Rieh an Roy C. HaaS, Lot 137, Douglaß Park Add., 35 bei 132.4, westliche Seite von New Jersey Str,. nördlich von 21. Str. $950. John H. Elliott an Mary C. Egan. Lot 6, Lee'S Subd.. Lot 15, Hender. son'S Add., 40 bei 176 Fuß. verbessert, Oftseite Capital Ave., südlich von 19. Straße. $5,500. Mary C. Egan an Carrie B. Elliott, Lot 23. Allen'S Subd.. dieselbe Add., 30 bei 164.6 Fuß. verbessert. Westseite Senate Ave., nördlich von 20. Straße. $3,000. Herbert E. V. Andrews an Camp bell H. Codb. LotS 11, 12 und 13. DaviS Subd., Theil Brookstde. 120 bei 135 Fuß, vacant, Oftseite Depot Str., nördlich von 21. Straße. $525. Char. O. Lowry an Harvey Coonse, Lot 123, Englewood Add.. 45 bei 140 Fuß. vacant, südöstliche Ecke Washing ton und Tozedo Str. 81.275. Eliza T. Edwards an William H. Hufton, Lot 105, Northwestern Park Addition, 40 bei 128.25 Fuß. vacant. Nordselte der i. fett., ottltch von Dye Str. $600. Joseph W. Lunt an Louis ttoß. Theil von Block Tk, MorriS' Oak Hill Addition. 3.913 Acker, vacant, südlich von Roosevelt Ave., östlich von Rural Str. $5750. John Wocher an Margaret I. Lin denberg, LotS 1 bis 4, Wocher'S Oak Hill Subdiviflon. 120 bei Fuß, va cant, Nordoftecke Cherbrook Ave. und

Fernway. $1600.

Neue Inkorporationen.

Folgende Gesellschaften erwirkten beim StaatsSe!retür ihre Jncorpora tionSpapiere: Red Rock Bottling Companys. Terre Haute; Capital $2,000; Direc toren: John Crawford. Richard R. Armstrong und Charles W. Lynn. National SaleS Company". fto komo; Capital $10,000; Directoren: I. M. Cosler. W. E. Behymer und F. M. Wilfon. Strubler Computting Scale Co., Elkhart; Capital. $5,000; Direktoren, Charles C. Strubler. Charles B. Broderick. Jr., Harry Miller. Jacob Winer und John L. Moran. Sanitary Felt and Mattreß Com pany, South Bend, Capital. $55,000; Direktoren, August Nelson, John Tho mag, David Miller. Jacob Kenz und Dudley M. Hureley. Sure Pop Company, Terre Haute, Capital 15.000; Direktoren Hal H. Dronberger, O. I. Thompson. Ro land Dronberger. George L. EvanS und Charles M. Dronberger. Peter M. Martin. Huntington. Präsident der Ohio und Western Lime Company, eine $1, 000,000 Ohio Cor poration, hinterlegte im Staate Jn diana $100,000. O. P. Friburg, Sekretär der Lafayette Telephone Co., erhöhte das Ca pital der Gesellschaft um $50,000. Bauerlaubnitzschein e. Thomas Murphy. Wohnhaus, Brook fide Ave., westlich von Parker Ave., 51100. Frau Mary E. Haller, Wohnhaus, Parkdiew. nahe New York Straße. 32870. Frau Manie. Re paraturen, Ecke 11. und BellefontaineStraße, $200. C. A. Darnell, Wohnhaus. Beville Ave., nahe St. Clair Str., $1000. T. H. Adam. Reparaturen. 633 Blake Str., $1300. O. L. HaftingS, Wohnhaus, 920 Weft 33. Straße, $2500. I. A. Stevenson, 563 Oft Washington Str , S500. Thomas I. Hamilton. Repa raturen, 2241 Dearborn Str., 3175. H. C Joung, Wohnhaus, Oxford, und 11. Straße, 31700. C. Houtzer, Wohnhaus. Bradbury, 3500. Eine Art studentischer Maulkorbzttxing soll in Jena, der Hochburg akademischer Freiheit , eingeführt werden. Die ehrsamen Bürger Saale - Athens, die in frü here Jahrzehnten und Jahrhunderten sich eines höchst gesunden Nacht schlafts erfreuten, sind allgemach auch nervös geworden und wollen sich ihre Nachtruhe nicht durch verspätete antaten stören lassen. Auf ihre Emgaben und Beschwerden bei der Poli- . C & 9 W r l ii aciucyuii oin jouen in ZUlllNsl ant studentischen Commerse, falls sie von Gesängen und sonstigen Veranstal wngen dealettet sind, um 12 Uhr Nachts beendet sein, eine Maßreael. die sogar auf die Verbindungshäuser Anwendung finden soll. Ob sich die T - o r rmn r . langessioyen MUsensoyne vtel an diese neue, die akademische Freiheit beschränkende Bestimmung kehren werden, bleibt dahingestellt. Unter den Beispielen weiblichen Heldenmuths, von denen englische Blätter berichten, steht obenan die edle That eines 17 Jahre alten Dienstmädchens, das mit drei Km dern im oberen Stockwerk eines Hauses schlief, als im Erdgeschoß Feuer ausbrach. Vater und Mutter der Kinder retteten sich durch einen Sprung in die Straße, wo sie un verletzt ankamen. Das aus dem Schlaf aufgeschreckte Dienstmädchen trug die zwei jungen Kinder durch den Qualm in die Straße hinab und eilte zur Rettung des älteren die zwei Trepven hinauf, die schon brannten. Mit oem Kind in den Armen erreichte sie die Straße, aber die Kleider wa ren ihr am Körper verbrannt. Unter fürchterlichen Schmerzen ist sie im Spital gestorben, qlücklich im Be wußtsein. daß die Kinder, die sie noch vor ihrem Tode besuchten, heil waren. Eine köstliche chinesische F r u ch t. Eine Obstart. die in F)ina sckon seit 2000 wahren atiM wor den sein soll, ist die ..Pomelo." ein citronenartiqe frucht, ! :e als das Er zeugnis einer Kreuzung der Weinbeere und der Orange beschrieben wird und die schätzbaren Eiaenschaften beider ver einigen soll. Die besten Pomelos der Welt sollen aus einem beschränkten Thale in der Näbe einer großen chine siscben Stadt, aus Chang Chew stam men. as landeinwärts von Amory liegt, und dem fremden Handel noch nicht geöffnet ist. Die Sommerzeit ist in breitn Thale sehr warm und etwas feucht, und der Winter bringt niemals strengen faost. Der Pomelo wird ?u wnlen auch Chinesische Brotfrucht"

aeaanni.

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Diamanten...

1 1 t Kein ausmann in der Stadt führt

Diamanten.

W CARL L. ROST, jjjggjg; ?.

13 Nord Illinois tr.

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"""" C. H. & D. Ercursiouen 1 Sonntag, 23. Sept. $2.00 CINCIfflSATI DECATÜR $1.50 Rundfahrt Rundfahrt $ 1.15 Hmii,pn. $1.00 ushviv und ,nnttvto. Jeden Sonntag Abfahrt des TPtiialzugeS um 7 Ahr Morgens . Spezialzug fährt um 7 Nhr M,rgen ab. Re. Retonrfahrt von incinnati .so Uhr bend. tourfahrt den Decatur e.0 Uhr bend.

E5)ife8 Industrien. Tie wirthschaftlichcn Zustände der Republik und deren Regierung. icsZgco artell kgang deS ckerbanes und seine Ursachen-Erz- und Kohleniudu ftrie rZetaUrcichthnm in dcn Klüssc Un sichcrheit im Land. Die Republik Chile verdankt ihr wirthschafiliches Emporkommen in den letzten drei Jahrzehnten hauptsächlich ihrer Salpcterindustrie, an der sehr viel deutsch Kapital betheiligt ist. Während früher, hauptsächlich infolge von Uebererzeugung in der SalPeterindustrie die Preise häufig so gedruckt wurden, daß von Verdienen gar nicht mehr die Rede sein konnte, sind heute seit ungefähr drei Jahren 99 v. H. aller Tesitzer von Salreterwerken zu einem Kartell, der combination salitrera" vereinigt, um Erzeugung und Preise in gemeinsamem Interesse zu regeln. Da nun einerseits der Verbrauch in stetem Steigen begriffen ijt, außer in Europa besonders in den Ver. Staaten und in Japan, da anderseits Chile das einzige Land ist, das für die Salpetererzeugung in Betracht tommt, so kann man sich leicht denken, daß die glücklichen Besitzer von Salpeterwerken glänzende Geschäfte machen. Eine Zeitlang befürchtete man, daß die abbaufahigen Gebiete bald erschöpft sein würden; jedoch haben neuere Untersuchungen gezeigt, daß auf Jahrzehnte hinaus noch reichliche Mengen vorhanden sind. Es ist interessant, zu beobachten, wie der Salpeter, der so manchem Privatmann, in erster Linie den Ausländern, zu Geld und Reichthum verholfen hat, Chile selbst zum Fluch geworden ist. Bis zum Jahre 1879. d. h. ehe Chile durch den pazifischen Krieg mit Peru in den Vesil der Salpeterprovinz Tarapaca kam, war es ein wohlhabendes und für südamerikanische Verhältnisse gut regiertes Land, wo Ackerbau in großem Stile betrieben wurde, der be: der Fruchtbarkeit des Bodens und den günstigen klimatischen Bedingungen reiche Ernte abwarf. Aber in demselben Maß. wie die Salpeterindustrie stieg, ging der Ackerbau zurück, da die Landarbeiter in den Minen höhere Löhne erhielten, und die Großgrundbesitzer, di? die Regierung in den Händen hatten, aus ihr genügende Einnahmen zogen, so daß sie sich nicht um die Bebauung ihrer Ländereien zu kümmern brauchten. Zu den Industrien, die. außer der Salpeterindustrie, für Chile von Wichtigkeit sind, gehören noch die Erz- und Kohlentndustrie. Silber, das in der spanischen Kolonialzeit in großen Mengen ausgeführt wurde, wird heute weniger gewonnen, dagegen sehr viel Kupfer, Borax und neuerdings auch Gold. Letzteres findet sich besonders in den Flüssen und Niederungen des äußersten Südens bei Punta Arenas und im Feuerland. Ein für Chile sehr wichtiger Erwerbszweig ist in letzter Zeit sehr in Aufnahme gekommen: die Viehzucht. Die hohen Fleisch- und Wollpreise in Chile wie auf dem Weltmarkt, sowie die Erkenntniß, daß die kaum bewohnten Südprovinzen und die dem Festlande vorgelagerten zahlreichen Inseln trotz des im Winter dort herrschenden rauhen Klimas sich ausgezeichnet zur Viehzucht eignen, haben bewirkt, daß in den letzten Jahren eine ganze Reihe Gesellschaften entstanden sind und von der Regierung meilenweite Länderstrecken für ein Butterbrot gepachtet oder gekauft haben, um dort Schafund Rindviehzucht im allergrößten Maßstabe zu treiben. Die bisher erzielten Erfolge sind nicht schlecht,, emzelne Gesellschaften, die schon lange arbeiten, haben sogar glänzende Geschäfte gemacht. Chile könnte heute in wirthschaftlicher Beziehung alle anderen südamerikanischen Republiken in den Schatten stellen, wenn es keine so jämmerliche Regierung besäße. In der gesummten Verwaltung herrscht eine Bestechlichkeit sondergleichen; die einzige staatliche Einrichtung, die sich verhällnißmähig

einen solch großen Vorrath von

lvoo otel i gegenSbee. 324 W. Maryland. Erftklasfige Zamilienwasche. .... Beide TelevbonI gut bewährt, ist das Heer, das von deutschen Offizieren organisirt wurde und zum Theil auch heute noch von solchen geleitet wird. Trotz der großen Einnahmen schließt das Budaet jährlich mit einem auf Millionen sich beziffernden Fehlbetrag ab. Die Unsicherheit für Leben und Eigenthum ist in gewissen Provinzen so groß, daß die für das dünn bevölkerte Chile so wichtige Einwanderung in den letzten Iahren ganz in's Stocken gerathen ist. Die Bostock'schen Menagerie in London hat die Stelle der Lö.ixnbändigerin mit einem Wochengehalt von 100 DoUar ausgeschrieben. Dazu mtU deten sich nicht weniger, als 67 junge Damen, die an einem betreffenden Tage nach der Coney-Jnsel gebracht wurden, um eine Prüfung in Bezug auf ihren Muth in einam Lomenkäfig zu bestehen. Sie alle waren äußerlich zuversichtlich un!d zeigten keine Spur von Angst, so lange wie die Fahrt dauerte. Als sie aber ersucht wurd-n, einen Revers zu unterzeichnen. ind:m sie Herrn Bostock erklären sollten, daß sie keine Schadenersa'.ansprüche stellen und ihn Don aller Verantwortung freisprechen, falls die Begegnung mit dem Löwen unliebsame Folgen für sie haben isollte, traten 27 von der Mit bewerburog zurück. Nsun andere Damen verschwanden von der Bild'läche, als 's die Löwen brüllen hörten. Aber 31 besaßen doch Muth genug, ven Löwenkäfig zu betreten. Um nun ihren Muth weiter auf die Probe zu stellen, wurde eine lte, sehr mür rische Löwin in den Käfig eingelassen. Sie knurrte und einige der Damen wuvden ohnmächtig, vier andere wurden von der Löwin zu Boden gestoßen und nur drei zeigten Gegenwart und Furchtlosigkeit und wurden für geeignet befunden, den ausgeschriebenen Posten zu übernehmen. Ghe jedoch die endgültige Entscheidung getroffen wird, müssen die drei jungen Damen, alle New Aorkerinnen. eine Woche lang täglich vor dem Publikum im Löwenkäsig erscheinen unid in Gesellschaft 5?s Königs der Thiere in dem Käfig fünf Minuten verweilen. Eine der Ben?.'r berinnen. Miß Keller, erklärt, sie fürchte sich vor nichts, was geht und springt, nur vor denn, was kriecht, und für 100 Dollar Wochenlochn mehr s.i sie bereit, ihren Kopf in den Rachen des Löwen zu stecken. Europäisches epartemezü. Wechsel, Creditdriese, Postanweisungen, auf alle Städte Europas. Schisssscheine von und nach Europa. Nn- und Verkauf ausländischen Geldes. No. 35 Süd Meridian Str. Mrcnate National Bank. Flaier & fiiciiw, Lcichenbestatter... o. 320 Nord Illinois Striche, Beide Telephone 641. Das Indianapolis Krematorium. Oeffentliche Ambulanz. Privat apelle. Damen SMn. Deutsche Bedienung.

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