Indiana Tribüne, Volume 30, Number 23, Indianapolis, Marion County, 19 September 1906 — Page 4
Jndtan Tribü.ie, 19. September 1006
Jndiana Tribüne. Hnaulgeaeb von der Gtlba Es. Indianapolis, Ind. Harry O. Thndinm Präfident.
eschiftSloealt No. 81 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 6. Rattrad &t thc Post Office of Indianapolis as itcond das. matter. Wohlmeinende Absichten unseres Präsidenten. ES liegt bis jztzt kein Grund vor, irgend welchen Argwohn betreffs der Stellungnahme unserer Regierung in der kubanischen Frage zu hegen. Man darf sagen, daß Präsident Roosevelt in seinem Schreiben an den cubanischrn Gesandten Quesada dem amerikani schen Volk auö der Seele gesprochen hat, wenigstens der übergroßen Mehr heit unsere Volke, die von dem auf richtigen Wunsche beseelt ist. unserem Nachbarn an der südöstlichen Ecke un lereZ Landes trotz seines jüngsten dummen Streiche volle Gerechtigkeit widerfahren zu lagen. So darf man daher auch die Mission mit welcher auf deS Präsidenten An, ordnung KriegSsekretür Taft betraut ist, als eine friedliche betrachten, wel cher einzig das Ziel vorliegt, Frieden nd Ordnung auf der Insel wiederher zustellen. ES läßt sich nicht vorher sehen, ob dieser Zweck mit guten, aber ernsten Mahnworten erreicht weroen kann, oder ob bc bei ZwangSmatz regeln angewendet werden müssen. Letztere Möglichkeit ift von unserer Re gierung ins Auge gefaßt worden, wie sich aus den Bewegungen von Heer und Flotte ergiebt. Aber trotz unserer eifrigen Vorbe reitungen für ein gewaltsames Ein greifen hängt es von Kuba allein ab, ob eS zu einer Intervention kommen wird. Dies hat Präsident Stoofevelt in seinem Schreiben an Senor Ouesada in feierlichen Worten dargelegt und damit der jungen Republik die Mög lichkeit belasten, selber ihr Heil zu tu wirken. Angesichts der Betheuerungen un sereS Präsidenten von der Ehrlichkeit und Uneigennützigkeit unserer Absichten sollten jegliche Verdächtigungen der stummen. ES ift durchaus unverant wortlich, die Sache so zu verdrehen, als ob thatsächlich der Annektionöplan schon fix und fertig ausgearbeitet fei, und die amerikanische Regierung nur auf die Gelegenheit 3 zu seiner Intervention warte, um den Annektionöplan zur Ausführung zu bringen. Aber wun dern kann man sich nicht, wenn solche Verdächtigungen nicht nur unter un serem eigenen Volke sondern auch im Auslande Glauben finden. Die nämlichen Seilte, die jetzt an der Spitze un ferer Regierung stehen, haben ihr Theil mit dazu beigetragen, daß man nicht allerorten ohne Weiteres felsenfestes Vertrauen in unsere Wone setzt. Von dem Tage an, da die Regie rung in Washington sich der impe rialiftischen Expansionspolitik verschrieb, ging ein gut Stück des Ver trauen?, das man bis dahin in unS gesetzt hatte, vetloren und eS fragt sich, ob wir alles, was wir in jenen wildm Jahren an Vertrauen eingebüßt, schon wieder erlangtlhaben. Man müßte sogar jenen Pessimisten in ihrem Miß trauen beistimmen, wenn eS nicht offen kundig wäre, daßljene Imperialistischen Tmdenzen, die wenig zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden wußten, nicht mehr populär find. Man darf es unberufen sagen, daß hierin eine Ernüchterung in unserem Volke einge treten ift. Für einstweilen gelüftet eS uns nicht mehr nach Ausdehnung unseres TerrttorialbefitzeS und zwar ift der Grund der nämliche wie bei jedem anderen Katzenjammer; wir haben mehr davon genoffen, als wir vertragen konnten. Von einer Annektion von Euba zu reden, während wir in den Philippinen die Kinderkrankheiten jedweder ttolonialregierung durchzu machen haben, muß mehr als gewagt erscheinen. Die wohlgemeinten) Worte unseres Präsidenten um Wahrung des Friedens find an das kubanische Volk gerichtet. Wenn eS zu unterscheiden weiß zwischen Gutem und Bösem, zwischen dem, was ihm zum Heile gereicht und was sein Schaden sein muß, wird es die Mah nung, die ew Freund ihm in schwerer Stunde zugeschickt, nicht außer Acht lasten. Aber eö find auch Bürger unseres eigenen Landes, welche diese Worte angehen. Nicht find hiermit
jene Aufrührer von Profession gemeint, wie die kubanische Junta sie zusammen führt hat, deren einzig Streben bei diesem Rühren ift, die Waffer zu trü den, um im Trüben fischen zu können. Auch an jene unserer eigenen Patrioten, die im Dienste des Zuckertrusts oder anderer Korporationen eine gewaltsame Annektion der Insel Euba herbeiführen wollen, mögen diese Worte unseres Präsidenten gerichtet sein. Der Einfluß dieser Elemente bildet die einzige Gefahr für ein Wiederaufleben der imperialistischen ExpansionStendenzen . Solange unser Volk sich von diesen Tendenzen freihült, steht eine Annektion der Insel Tuba nicht zu befürchten. Keine Administration, wäre sie sonst auch noch so populär, könnte es wagen, mit einem Annektionöplan an die Oeffentlichkeit zu treten, wenn das Volk von weiteren Expansionsprojekten nichts wissen will, wie eS gegenwärtig der Fall zu sein scheint.
9lu der Bundeshauptstadt. ES ift von Interesse, die AuSlassun gen anzumerken, welche von demokratischer Seite nunmehr über die natio nalpolitische Situation gemacht werden. Ein hervorragender südlicher Demokrat, welcher seit 1896 einer der konsequentesten Verehrer Bryan'S gewesen, äußerte sich in folgender Weise : ES scheint mir kaum ein Zweifel darüber zu Herr schen, daß Bryan die Präfidentschafts Nomination nicht will, wenn er sich auch dadurch geschmeichelt fühlt, daß er von vielen Seiten als der logische Kandidat für 1908" auf den Schild gehoben worden ift. Aber die Staats konvente. in denen er gebuhmt worden. und die privaten Erklärungen für Bryan datiren alle zurück in die Zeit vor seinem Erscheinen im Madison Square Garden, und Bryan hielt diese Rede, trotzdem er vor den Folgen gewarnt wurde. Die Senatoren Bacon. Bailey, Eul berson und andere bekannte Demokra ten hatten ihm dringend davon abge rathen, die EisenbahnVerftaatlichung zu proklamireu. Seine Antwort dar auf war ein freundliches Lächeln, und die Versicherung, er habe sich die Sache gründlich durchdacht, und da er das BerftaatlichungS Projekt für unumgänglich halte, so ziehe er vor, feiner Ueberzeugung zu folgen. Mir ift eS daher zur Gewißheit geworden, daß Bryan der Anficht ift, eS fei nothwen dig. den Roosevelt'schen Radikalismus zu übertrumpfen, um ein Jssue" z bekommen; wolle die Partei ihm darin nicht folgen, nun gut, dann möge sie sich nach einem anderen Kandidaten umsehen, der von Roosevelt 1908 geschlagen werden würde. Ich glaube, Bryan hat absichtlich dieses Programm in New Jork entwickelt, um es der großen Mehrzahl der Demokraten un möglich zu machen, ihn zu nominiren, weil er die Nomination nicht will, auf der anderen Seite aber sehr wohl fühlt, er könne dieselbe nicht ablehnen, nachdem sie auf dem Konvente vollzogen worden. Um besseres Matrosenmaterial zu bekommen, wirbt sich der Bund seit eini ger Zeit seine eigenen Schiffsjungen zur Ausbildung an. In den sechs ersten Monaten dieses Jahres nahmen die drei Marineschulftationen der Bundesflotte 5387 Schiffsjungen an. Bon diesen wurden 2646 in Newport, 2153 in Norfolk und 533 in San Francisco angeworben. Hinsichtlich der Defer tionen steht San Francisco mit 12 Prozen- an der Spitze, eö folgt Norfolk mit 6 und Newport mit 4 Prozent. Die große Zahl der Desertionen in San Francisco wird damit erklärt, daß verschiedene junge Leute, die sich im Weften hatten anwerben lasten, darauf gerechnet hatten, nach dem Osten gesandt zu werden, und der GeftellungS ordre nach San Francisco einfach nicht Folge leisteten. Von den Schiffsjunge, welche während der sechs Monate angeworben wurden, find bereits 1849 als Leichtmatrosen. 873 als Kohlenzieher und 63 als Handwerker, Schrei der oder Musiker den im aktiven Dienst stehenden Schiffen zugewiesen worven; 287 wurden als ungeeignet und uner wünscht, 77 wegen körperlicher Dienst u taug lichkeit und 19 wegen schlechter Führung entlasten. Eine Convention der nationalen Vene-r Fabrikantenvereinignng trat geftnn hier in Sitzung. Byron C. Quinley, der seiner zeit durch seine gerichtlichen Verfahren gegen die EonsumerS TaS Trust So. bekannt wurde, wurde in Kingston, Mast., ta einem AutomobilUnfall ge tödtet.
Hefter die v runglütte Ballonfahrt der Luftfchifferin Elvira Wilson berichtet die Vossische Zeitung" aus-
jährlicher folgendes: Der Klub Han nsvera hatte aus der Eldmsel Peute ein Familienfest veranstaltet. Als Hauptanziehunz war ein Ballonaufstieg der Luftshifferin Elvira Wilson angekündigt, die seit längerer Zeit abwechselnd mit dem Luftfchiffer Paul Wilson von der Peute aus Ballonfahrten unternommen hatte. Dieser letzte Aufstieg der Luftfchifferin war von vornherein nicht sonderlich vom Glücke bezünstigr. Der Ballon war nicht ganz gefüllt, das Wetter war ungünstig, zu Gewittern neigend, die Luft schwer und der Wind kam stoßweise aus dem Westen. Dr Aufstieg wurde mit dem Ballon Meteor, der ungefähr 600 Kubikmeter Gas faßt, unternommen. Eine Gondel oder einen Korb hatte der Ballon nicht, die Luftfchifferin stand auf einer Strickleitet, von der aus sie sich später in den Ballonrinz schwang, wo sie sich festhielt bei stürmischem Wetter eine äußerst gefährliche Fahrt. Als Abends gegen 7 Uhr die Luftschiffen, umringt von einer großen Zuschauermenge, das Zeichen zi'm Loslassen der Taue gab, erhob sich der Ballon nur langsam und schwebte dicht über die Häupter am Elbdeich hinweg mit der Richtung auf die neue Elbbriicke. Um Über die Brück hmwegsliegen zu tönnen, mußte Miß Elvira schon dort Ballast auswerfen. Die Aeronautin versuchte, da ihr das Gefährliche ihrer Lage bekannt war, schon jetzt zu landen, und warf den Anker aus, um irgendwo festzuhacken. Man sah deutlich den Anker an einer langen Leine herabhängen. Ein plötzlicher Windstoß hob jsdoch den Ballon mit großer Schnelligkeit wieder xn höhere Regionen und bald war in den dunklen Wolken den Augen der Nachschauenden entschwunden. Der Ballon nahm die Richtung über die Stadt nach Barmbeck, Ohlsdorf, Wohldorf. Bei Ohlstedt versuchte die Luftfchifferin auf einem freien Felde zu landen. Es war genau 7 Uhr Abends, die lange Strecke wurde also in einer knappen Biertelstunde zurückgelegt. Personen in der Nähe sahen, wie sich der Ballon schnell senkte, dann aber sich zweioder dreimal wieder erhob, wieder nk verging, etwa 20 bis 30 Meter weiterschleifte und dann liegen blieb. Als die Leute bei dem Ballon angekommen waren, war das Unglück bereits geschehen. Die Luftschifferin lag in einer Entfernung von etwa 20 Metern vom Ballon auf der Erde. Sie machte noch einige Athemzügeein Zucken ging durch .ihren Körper, dann war alles vorüber, der Tod war eingetreten. 2 hatte außer einem Schädelbruch bei dem mehrmaligen heftigen Aufschlan des Ballons, verursacht durch den heftigen Wirbelwind, auch das Genick gebrechen . Es war ihr nicht mehr möglich gewesen, zu den Umstehenden, die sich um sie bemühten, noch ein Wort zu sagen. Wie das Unglück entstanden ist, konnte noch nicht genau aufgeklärt werden. Wahrscheinlich ist es der Luftschifferin bei öem plötzlich einsetzenden heftigen Winde nicht mehr gelungen, das große Reißventil, das den Ballon von oben bis unten öffnet, zu ziehen. Miß Elvira Wilson, das ist ihr Künstlername, hat nur ein AI tcr von 22 Jahren erreicht. Schon seit ihrer frühesten Jugend hat sie der Aeronautik das größte Interesse entgegengebracht, und schon im Alter ron 14j Jahren unternahm sie ihren ersten Ballonaufstieg. Seit etwa zwei Iahren ift sie mit dem Luftschiffer Paul Wilson verheirathet; beide stammen aus Berlin. Bor etwa 14 Tagen hatte das Luftschifferpaar den 500. Aufstieg unternommen. in Schweizer als Zuluhäuptling. In Natal hat man die Entdeckung gemacht, daß einer der rebclljschen Zu-lu-Häuptlinge ein Schweizer namens Duby ist. Jetzt heißt er Ndube und war einer der eifrigsten Anhänger des rebellischen Oberhäuptlings Bambata. Duby stammt angeblich aus dem Berner Oberlande und war in seinemDorfe als Rausbold gefürchtet. Im Iahre 1893 war er genöthigt, aus dem Lande zu fliehen, weil er in einer Prügelei seinen Gegner schwer verletzt hatte. Er kam nach Sü'daffrika, gerieth in Durban wegen Betrugs mit der Polizei in Konflikt und floh zu den Zulus, wo er die Tochter eines kleinen Häuptlings heirathete und nach dessen Tode selbst Häuptling wurde. Während des Burenkrieges kämpfte er gegen die Engländer, und beim Ausbruche der Unruhen schloß er sich Bambata an, mit allen Kriegern seines Stammes. Die Haut der Mutter. Das Kind eines Geschäftsmannes in Meran, Tirol, erlitt in früher Jugend im Gesichte starke Brandwunden. Damit das Kind nicht verunstaltet bleibe, entschlossen sich die Eltern, es overiren zu lassen. Die erste Operation war geglückt, die zweite wurde jedoch wegen eingetretenen Scharlaches gänzlich vertitelt. Nun sollte noch eine dritte Operatiyn erfolgen. Da das Kind durch die überftandene Krankheit aber zu schwach war, um das erforderliche Stück Haut zur Auflage auS eigenem Körper entnehmen zu lassen, ließ sich die Mutter des KinöeS am Arme den nöthigen Santkcrppen berauöfchneiden. Mutter und Kind genügen rasch.
Der Bräutigam im öwenkäfig. Indische Blätter berichten von der That eines englischen Soldaten, die ihresgleichen sucht. Es war in dem indischen Städtchen Iapulpur, wo die Royal ield Artillery steht. Einer der tapfern Tomniys war schon seit längerer Zeit mit einem Mädchen verlebt, und er konnte öic Braut nur deshalb nicht heirathen, nett ihm wie ihr auch die allergeringsten Mittel zu einer so kostspieligen Sache, wie das Heirnthen ist, fehlten. Vor einigen Wochen erschien in Japulpur der Zirkus Warrcn, der ein ungewölmhch
schönes und reichhaltiges Löwenma terial besitzt. Um der Japulpurer Garnison und den Einwolmern et was Besonderes zu bieten, hatte der Direktor öfentlich verkündigen lassen, daß er demjenigen 500 Rupien ($200) auszahle, der gesonnen sei, im Löwenkäfig seiner beiden wildesten Löwen während der Abendvorstellung einen Clike Walk zu tanzen. Er selbst und zwei der Wärter wollten in der Nähe des Käfigs bleiben für etwaige Notvfälle. Abend um bend füllte ein sensationslüsternes Publikum den Zirkus, und der Direktor machte glänzende Geschäfte, und Abend um Abend erließ er umsonst die erwähnte Aufforderung an dasPublikum. Aber siehe da, eine Abends meldete sich plötzlich einer der anwesenden Sul daten zu dem Wagniß, uyd dem erfchrockenenTirektor blieb nichts übrig, als den Bewerber anzunehmen, woll' te er sich nicht vor dem Publikum blamiren. Der Soldat aber war jener verlobte Tommy, der wohl denken mochte: Sein oder nicht sein, heirathen oder nicht heirathen. In groß, ter Selenruhe betrat der tapfere Bri te den Käfig und tanzte tadellos kor rekt sein Cake Walk zu Ende, trotz des ununterbrochenen empörtenKnur rens der Bestien. In Teutschland würde dieser eigenthümliche Held wohl in verschärften Arrest kommen, der unerschrockene Brite aber wird in Indien gefeiet und bewundert, und was die Hauptsache ist. er wird in den nächsten Wochen seine Braut heimführen. Sin Bigamist strikvricflich verfolgt. Seitens der Wiener Behörden wurde ein Steckbrief hinter dem eyeinaligen Bankdeamten Max Paltzec aus Berlin erlassen. P., oer bei der Berliner Bank für Handel und Gewerbe als Buchhalter angestellt war, "atte im Dezember 1903 zum Nachtheile seiner Firma zwei Kreditbriefe über insgesammt 70.000 Frank gefälscht und war dann nach Erhebung des Beträges mit seiner ihm erst kurz zuvor in Wien angetrauten Frau nach Paris geflüchtet. Bon dort wandten sich die Eheleute später na Wien, ihrer gemeinsamen Heimath, wo Paltzer bald darauf in einem Hotel verhaftet und nach Berlin ausgeliefert wurde. Seine Ehefrau wurde außer Berfolguna gesetzt, da sie von den Fälschungen ihres Mannes keine Kenntniß hatte. Der ungetreue Beamte wurde zu 18 Monaten Gefängniß verurtheilt, eine Strafe, Die er inzwischen in Plötzensee verbüßt hat. Bor einiger Zeit hat nun Frau Valerie Paltzer beim Wiener Landesgericht die Ehescheidungsklage gegen ihren Mann anhängig ge macht. Hierbei stellte sich heraus, daß Paltzer schon seit dem Jahre 1894 verheirathet ist. und zwar mit einem Fräulein L. Coppie in Carlerbi in Belgien, die gegenwärtig noch am Leben und dort ansässig ist. Beide Eheleute sino nicht gerichtlich geschieden. Auf Grund dieser Thatsache hat die Wiener Staatsanwaltschaft einen Steckbrief hinter Paltzer erlassen, dessen Aufenthalt unbekannt ist. der sich aber warscheinlich nach Amerika gewandt haben dürfte. Das vervollsomknnete Tuen. Das famose Duell des Grafen ?tegrier mit dem General Andree bietet den französischen Blättern noch immer Stoff zu heiteren Betrachtunqen, So veröffentlicht der GU Blas" folgendes neue Reglement sür das vervollkommnete Duell nach den Grundsätzen des Generals Negrier": .,1) Wenn man einen Gegner zum Duell herausgefordert hat, so darf man ja nur eine Pisiole mitnehmen, um den Wagen nicht allzusehr zn beschweren. 2) Die Pistole wird der geforderten Person übergeben. 3) Diese steckt sie in die Tasche mit der Erklärung: Ich werde sie dem Artilleriemuseum schenken." 4) Der Fordernde wendet sich darauf zu dem Geforderten und sagt zu ihm: Berzeihen Sie bitte, daß ich Sie gestört habe." 5) Worauf der attdere erwidert: Aber ganz im Gegentheil. Ich bin entzückt, daß Sie mir Gelegenheit gegen haben, Sie zu sehen." 6) Der Fordernde setzt die Unterhaltung in munterem Tone fort. Der Geforderte desgleichen. 7) Die Gegner grüßen sich zeremoniell. 8) Der Fordernd jaat: Wollen wir nicht einen fletnei; ?,kör nehmen?" 9) Aber der Geforderte 'ällt ihm ins Wort: Pardon, gestatten Sie mir . . ." 10) Diese Diskussion dauert sehr lange. 11) Bis zu dem Augenblick, wo der Hauvtzeuge alle Welt mit den Worten versöhnt: Gut, so wird jeder für sich bezahlen." 12) Die beiden Gegner verlassen darauf den Kampfplatz, indem sie vor sich hinmurmcln: Hüten wir uns vor allem vor den Photographen!" N. B. Für die Degenduelle gilt genau dasselbe Reglement, nur daß der Duellant, der den einzigen Degen erhält., ausruft: Das wird eine entzückende Hutnadel für meine Frau sein!"
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