Indiana Tribüne, Volume 30, Number 22, Indianapolis, Marion County, 18 September 1906 — Page 6

Jndiana Tribüne, RS September

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Unsere Pormannensöhne.

Was Schweden, Tönen und Norweger in den Ber. Staaten zu bedeuten ha den. Die Ueberdeutschen und Lieb, linge deö Amerikanerthums. Unser Land da zweitwichtigste Scandina vierheim. Nordlandskinder in Ge schichte und Sage Amerika. Der traurige Hauptheld des jung sten großen Bankkrachs in der Gartenstadt ist einNorweger: aber schwerlich wird irgend ein Amerikaner ge neigt sein, mit Paul . Stensland's Schuldconto die skandinavische Rasse mit zu belasten, obwohl dies vermuthlich im Falle mancher anderen Nationalität mehr oder wenig gehässig geschehen würde. Erst jüngst hat wieder ein hervorragender amerikanischer Schriftsteller gesagt: Wenn die ganze Bevölkerung der drei skandinavischen Länder mit Sack und Pack auswandern und an unsere Gestade kommen würde, sie würde mit offenen Armen aufgenommen werden. Und er that diese Aeußerung im selben Athemzuge, m totU chem er alle die Einwanderungs - Beschräntungen guthieß. In der That, die Normannensöhne oder doch die Bewohner der ehemaligen Normannenländer, deren Ruhm sogar in vorgeschichtliche Zeiten sagenhaft zurückreicht sind in besonderem Maße erklärte Lieblinge des Amerikanerthums geworden; in erster Linie die Schweden, aber nicht viel weniger auch die Norweger und Dänen. Die Eigenschaften, denen sie diese Beliebtheit verdanken, sind vielleicht nicht sämmtlich als Vorzüge zu nehmen, wenigstens nicht bedingungslos. Man geht wohl nicht fehl, wenn man zu diesen Eigenschaften neben tüchtigem Arbeitsgeist, gesunden Sinn im Allgemeinen und den Tugenden eines soliden Lebenswandels auch jenen schmiegsamen Conservatismus zählt, der sogar mit den Vorurtheilen der maßgebenden Elemente durch Dick und Dünn geht und mitunter womöglich noch bigotter sein will, als diese selber! Man könnte wohl in dieser Beziehung Vergleiche ziehen zwiscbn Schweden in Amerika, schottischen Hochländern in England und Kosaken in Rußland. An Ausnahmen fehlt es natürlich auch darin nicht . Ein amerikanischer Politiker hat einmal in einem Loblied auf die Deutschamerikaner gesagt, dieselben paßten so vollkommen in die amerikanischen Culturverhältnisse, wie ein Nagel in das zugehörige Loch. Er wurde vielleicht den Skandinaviern, wenn er zur Zeit von ihnen gesprochen hätte, dieses Zeugniß in noch entschiedenerem Maße ausgestellt haben, da es unter ihnen nicht so viele Kicker" giebt, wie unter unseren lieben Deutschcn, deren Fügsamkeit glücklicherweise auch ihre Grenzen hat! Doch wie dem auch sei, gewiß ist, daß unsere Skandinavier im Ganzen genug bedingungslose Vorzüge und Verdienste aufweisen können, durch welche sie die Beliebtheit und Achtung, deren sie sich bei uns erfreuen, redlich verdienen. In der großen amerikanischen VölkerHarfe, welche ja aus mancherlei malten besteht, sind sie eine der reinstklingenden, am besten mit demGrundton harmonirenden und dauerhaftesten. Und wir Deutsche dürfen uns neidlos freuen über das Ansehen, zu welchem es die Skandinavisch - Amerikaner gebracht haben, und dürfen ihrem Werdegang hierzulande mit 6csonders angelegentlichem Interesse nachgehen. Sind es doch germanische Bruderstämme, sogar solche, die sich verhältnißmäßig sehr unverfälscht erhalten haben! Man hätte fast Lust, sie Ueberdeutsche zu nennen. Niemand kann heute mehr mit Bestimmtheit sagen, wie frühe schon Skandinavier auf dem NordamerikaNischen Continent aufgetreten sind. Unsere norwegischen Mitbürger erklären stolz, Amerika sollte eigentlich Eriksonia" oder Neu - Norwegen" heißen, da ja L e i f E r i k s o n mit 35 anderen Norwegern beinahe 500 Jahre vor Columbu Amerika entdeckt habe, und weiterhin noch mehrere Colonien Norweger sich in dieser neuen Welt von ihnen Winland oder Glücksland getauft niedergelassen hätten. Auch auf den ersten weißen Säugling, welcher je in Amerika geboren wurde, erheben die Norweger Anspruch, und sie wissen sogar seinen Namen zu nennen: Snorro. Die ersteren Angaben sind zweifelsohne; für die allgemeine Welt freilich hat diese Amerika - Entdeckung jahrhundertclang keine Bedeutung erlangt. Es giebt übrigens Nicht - Skandinavier, welche an noch viel ältere Normannen - Expeditionen nach Amerika glauben und auch die berühmten Vorgeschichtlichen Gbirgsklippen-Be-wohner (cliff dwellers ) des Sudwestens kühnlich für Normannen er klären. Doch damit stehen wir wenn auch manche auffallende Umstände zur Unterstützung dieser und ähnlicher Theorien beigebracht worden sind schon mit beiden Füßen im Dämmerland der Geschichtssage, das nur für den Alterthumsforscher als gelegentliches Ausflugsgebiet von nachbarlicher Bedeutung ist, vielleicht auch dem Romandichter dankbare Besckjäftigung bieten kann. Kehren wir mit einem Rie enprung unmittelbar in die rauschende Gegenwart zurück. Hier begegnen wir einigen Thatsa-

chen, welche sensationell genug sind, daß sie keiner Ergänzung durch die Phantasie bedürfen. Man darf neben den drei skandinavischen Ländern, welche als solche amtlich anerkannt sind, getrost die Ver. Staaten als das vierte bezeichnen, ja eigentlich soen p schon an z weiter Stelle kommen, wenigstens was die Volkszahl anbetrifft! Denn es leben in den Vereinigten Staaten mehr Skandinaoier, als in Norwegen und in Dänemark. Nahezu 3 Millionen Ist gegenwärtig unsere skandinavische Bevölkerung stark, während Norwegen, trotz starker Vermehrung seiner Bevölkerung in neuerer Zeit, nur eine Kleinigkeit über 2 Millionen Einwohner hat, und Dänemark rund 2,200,000. Sonach kommen die Ver. Staaten als Heim der Nordlandssöhne gleich nach dem großen Schweden, dessen Gesammtbevölkerung etwa 4,920,000 beträgt. Alles in Aljem, kann man sagen, daß gegenwärtig jede vierte Familie dieser nordischen Rasse unter dem Sternenbanner lebt und meistens gut gedeiht. Nirgends außerhalb itj rer alten Heimath fühlen sich die Skandinavier so vollkommen zuHause. wie bei uns, sei es in wogenden Westlichen Getreidefeldern oder in großstäötischen Maschinenfabriken! Wenn man aber fragt, in welchem Staat der Union sie sich am allerwohlsten fühlen, so kann die Antwort nur lauten: In Minnesota, dem Land derzehntausend Seen und der größten Mehlmühlen der Welt, dem Lande, das in vielen Beziehungen die Nordlandskinder an die schönsten Partien Skandinaviens erinnert und dieselben noch durch den ergiebigeren Boden übertrifft, wo die hohen Weißsichtenwälder ragen, und die MesabaMinen dem ehernen Zeitalter den großartigsten Tribut bringen! Man könnte Minnesota geradezu das gelobte Land der Skandinavier nennen, wie Palästina das gelobte Land der sraeliten war, natürlich in entsprechend verändertem Sinne für die nordischen Verhältnisse. Sie

selber rühmen kem auswärtiges Land höher als dieses, und können nicht genug sein ehrliches Klima preisen, in welchem der Sommer stets ein wirklicher Sommer, und der Winter ein wahrer Winter ist; sie sind entzückt von seinen Naturschönheiten und von seinen unübertrefflichen Gelegenheiten für alle Arten Bethätigung ihrer Rasse. Kurzum: Minnesota ist ein Skandinavier - Paradies wie kein anderes unter GotteS Senne außerhalb der ursprünglichen Heimath selbst, die natürlich den höchsten Tribut der Verehrung erhält, welcher sich in den jährlichen Massenbesuchen um die Weihnachtszeit so schön um AuSdruck bringt! In Minnesota sitzen die Schweden und Norwegen dichter, als irgendwo anders in Amerika; ungefähr die Hälfte unser:? skandinavischen Bevölkerung ist hier, und sie hat zum Wachsthum dieses Staates, der sechsmal so groß wie Dänemark ist, vor fünfzig Jahren kaum 6000, weit hin verstreute Einwohner hatte und heute beinahe die Volkszahl von Norwegen erreicht., überaus viel beigetragen, unbeschadet der Verdienste von Deutschen und anderen Ansiedlern. Nicht blos in rein materieller Beziehung ist das Emporblühen dieses Staates ein großartiges. Die Thatsache z. B., daß er 16 Millionen Dollars in seinem öffentlichen Schulfonds hat, spricht so eindrucksvoll, wie nur irgend etwas, für seinen Fortschritt, und mit Stolz sprechen die Skandinavier davon, fast als wäre es ausschließlich ihr Werk. Man muß ihnen übrigens lassen, daß sie als Masse und im Einzelnen stets sehr viel für Bildungszwecke übrig gehabt haben. Will man einzelne Städte in den Ver. Staaten als skandinavische Hauptquartiere hervorheben, so gebührt unter den Großstädten außerhalb Minnesotas Chicago, Omaha und Brooklyn. N. I., die Palme. Aber das idealste amerikanisch - normannische Heim ist doch Minneapolis. auf welches die ganze amerikanische Nation nicht minder stolz ist, als die Skandinavier, und würdig reiht sich daran seine Schwesterstadt St. Paul. So sehr die Skandinavier im Amerikanerthum aufzugehen, wenigstens als vollwerthige Bestandtheile desselben anerkannt zu werden bestrebt sind, so bilden sie, namentlich die S ch w eden, hinwiederum gerne Colonien für sich selbst. Eine Menge schwedischer Colonien in vielen Theilen unseres Nordens ließe sich namhaft machen; ein heute selten genanntes, aber wichtiges Klein - Schweden, ist z. B. im Staate Maine, in dem gedeihlichen County Aroostook, zu finden. Weit im Msten hat dttStadt Seattle ebenfalls eine bedeutende Schwedencolonie. Um einige kleinere Städte zu erwähnen, so sind Rockford, Illinois, und Jamestown, N. Y., fast ganz schwedisch! Ein wenigstens im Ganzen großes schwedisches Contingent weist auch der Staat Kansas auf, und nicht minder der östliche Staat New Jersey. Manche alte Schwedencolonien auch, wie diejenige in Delawäre, haben mit der Zeit ihre besondere Individualität verloren. Im Ganzen ist unser Schwedenthum allein über 1,300.000 Köpft stark. Man bedenk, was das heißen

will, da Schweden selber, daö skandwavische Hauptland, nicht viel mehr als 4,900,000 Einwohner hat. Die Gartenstadt enthält heute nächstStockHolm mehr Schweden, als jede andere Stadt der Welt, und in der Stadt New York sitzen schon nahezu 50,000. Die Schweden waren auch in geschicktlicher Zeit unter den ersten CoIonisatoren Amerikas. Viele heutige Bewohner der Stadt der Bruderliebe haben vielleicht die Thatsache vergessen, daß Philadelphia ursprünglich eine schwedische Gründung war und Wicaco hieß; aber ga: manche Grundeigenthums - Urkunden können noch daran erinnern. Viele einzelne hervorragende Persönlichkeiten, die am Webstuhl unserer Geschichte eifrig mitgewirkt haben, bat das Schwedenthum ans gegeben. Als die bedeutendste derselben wird wohl ziemlich einstimmig John Ericsson anerkannt. Durch seine Modelle der Schlachtschiffe Princeton" und Monitor" wurde er epoche-

machend für den Flottenbau der ganzen Welt. Vielleicht würde sein Name ohne unseren Bürgerkrieg nur in Fachkreisen viel genannt werden; und doch war sein militärisches Verdienst nicht fein größtes. Ericsson war in der ganzen Welt der Mechanik einer der bedeutendsten Pfadfinder, und seine Erfindung deö Schrauben-Pro-pellers z. B. rief einen Umschwung in der ganzen Schiffahrt hervor. In etlichen seiner Ideen war er selbst unserer Zeit noch voraus! Ueberhaupt sind die SchwedischAmerikaner, wenn sie sich nicht als Landbauer hervorthun, namentlich als Ingenieure und Maschinentechniker groß und sind auch als Masse in diesem Wirkungskreis sehr stark vertreten. Zu den hervorragendsten Mitarbeitern des Eisenkönigs" Andrew Carnegie gehörten die Schweden P. T. Berg, der Walzwerk - Erfinder, und Emil Swensson, eine der großten Autoritäten unseres Landes betreffs des Baueisens. Unter den zahlreichen schwedischen IngenieursClubs in den Ver. Staaten hat derjenige in New York allein mehr als o00 Mitglieder. Während die Schweden stets frohgemuthe Arbeiter sind und auf der Leiter der lschäftsthätigkeit hoch stehen, haben die schwedischen Geschäftsleute hauptsächlich der eisernen Beharrlichkeit und Sparsamkeit ihre Erfolge zu verdanken; das g ä moelnde Element, ein so großer Krebsschaden unserer Zeit, ist bei ihnen äußerst wenig vertreten! Unaefähr zwei Drittel so zahlreich wie die Schweden sind die unabhängigen, hochstnnigen Norweger in den Ver. Staaten. Sie sind die Normannensöhne im engsten Sinne. Was immer sie zum amerikanischen Leben einer fernen Vergangenheit beigetraaen haben mögen, innerhalb der englisch - amerikanischen Civilisation beginnt ihr Auftreten ziemlich spät. Die erste beträchtliche Zuwanderung in die Ver. Staaten fällt in das Jahr 1825; damals kamen 63 sogenannte Schaluppenleute" unterFührung von Hans Larsen an unsere Gestade. Sieben bis neun Jahre später siedelte sich eine Norweger - Partie in Texas an, und eine andere in der Nähe von Rochester, N. Y. Heute ist Wisconsin ein Haupt - Lieblingsstaat der Norweger. In der Politik und in der Welt der Wissenschaft ist unser Norwegerthum gut vertreten. Als seine drei hervorragendsten Vertreter im amerikanischen öffentlichen Leben können gelten: Knute Nelson, einer der Bundessenatoren von Minnesota, der als Kind nach Amerika auswanderte, seine geschäftliche Thätigkeit als Zeitungsjunge in Chicago begann, sich im Bürgerkrieg auszeichnete, schon im Alter von 25 Jahren in der Gesetzgebung von Minnesota saß und im Alter von 50 Jahren Staatsgouverneur wurde: der erste amerikanische Gouverneur skandinavischen Geblüts. Ferner Nils Hangen, ebenfalls als Kind nach Amerika gekommen, der seine Laufbahn mit einer Axt und einem Wörterbuch begann und derzeit einer der hervorragendsten öffentlichen Charaktere Wisconsins ist; und Andrew E. Lee, welcher zwei Termine hindurch der populistische Staatsgouverneur von Süd - Dakota war. Ein Nelson hat sich auch geschäftlich im besten Sinne des Wortes einen Namen gemacht: nämlich N. O. Nel son in derLuvwigsstadt, welcher weithin durch seinen Plan bekannt wurde, den Haupttheil seiner Profite unter seinen Kunden und Angestellten zu vertheilen, damit er kein Geld anhäufe, für das er keine Verwendung habe. Erst letztes Jahr brachte er wieder über hunderttausend Dollars zu? Vertyellung. Wir haben mindestens ein Halbdutzend bedeutende norwegische Ge lehrte, darunter Storm Bull von der University of Wisconsin", Leonhard Steineger vom Smithson'schen Inst! tut in Washington (der ein Dutzend geschätzte Bücher über Thierkunde verfaßt hat) und die hervorragenden Theologen Laur Larsen lJowa), Hen rik Gundersen (Chicago) und Emil G. Lund (Minneapolis). Der erste Norweger aber, dessen Kunstgenie die Bewunderung der ganzen amerikanischen Nation hervorrief, war der Violin - Virtuose O l e Bull. Er kann insofern zu dem Norwegisch - Amerlkanerthum.gerech.

ner meroen, als er m oen er. sraaten heirathete und sein meistes Geld hier einheimste, auch einmal der Besitzer von nicht weniger als 200 Qua dratmeilen Landes in Pennsylvamen war, wo er ein Klein - Norwegen" zu gründen gedachte. Doch hatte der große' Künstler kein Talent dazu, in einem geschäftlichen Wirkungskreis .die erste Violine zu spielen", und so zerschlug sich der letztere Plan. Das kleine Dänemark hat uns immerhin über 400.000 Bürger gegeben, d. h. so viele wie die ganze amerikanische Bevölkerung des Staates New Hampshire ausmacht. Diese An?,abe mag für Manche überraschend ein; denn die Dänen wohnen eben nicht in größeren Gruppen beisammen sie treten unter den skandinavischen Völkern am wenigsten heerdenweise" auf. An vielen Oertlichkeiten aber sind

sie bahnbrechend aufgetreten worauf schon allein dje Thatsache deutet, daß es in den Ver. Staaten lö Postämter mit dem Namen D-mm!" giebt. In der amerikanischen Jugendgeschichte kommen nur wenige Dänen vor, ausgenommen den berühmten Capltän Bering, den Erforscher und Namenspathen der Meeresstraße zwischen Alaska und Asien (im Jahre 1741). Auch die Dänisch - Amerikaner haben der Wissenschaft und der Kunst gar manchen Meister gegeben. Wir haben drei hervorragende dänische Professoren, die sämmtlich mit dem Bundes - Ackerbau - Departement in Verbindung stehen, nämlich: Niels E. Hansen (Autorität auf dem Gebiet der Baumpflanzung). August Busck (großer Jnsektenkenner) und H. T. Holm (welcher zur dänischen Nordpol - Expedition von 1882 gehörte). Die zahlreichen dänischen Bühnen- und Musikkünstler sind allermeistens in der alten Heimath geblieben; aber ein Dänisch - Amerikaner, der einen bedeutenden Namen hat. ist Carl Busch von Kansas City. Dem bildhauerischen Genie des New Forker Dänen Johannes S. Gelert wird wohl Jeder Anerkennung zollen, welcher das Denkmal des weltberühmten Märchendichters Hans Christian Anderson in der Gartenstadt gesehen hat. Unter den dänisch - amerikanischen Schriftstellern ist Jacob Riis weitaus der bedeutendste und verdienstvollste. Manche andere haben über die Armen der Großstädte geschrieben; aber Keiner hat damit einen solchen Einfluß hinsichtlich Besserung ihrer Lage erzielt, wie Riis! Vielleicht der bedeutendste dänischamerikanische Geschäftsmann ist Niels Poulson, Präsident der Hecla Jron Works". Im Uebrigen läßt sich bei den Dänen wenig über dieses Kapitel sagen, und in ihren Unterhaltungen ist eines der Worte, welche man am wenigsten hört der Dollar. i tefdetrüvter. Eine Berlinerin erzählt folgendes Erlebniß: Eines Sonntags trafen wir auf dem Oohlsdorfer Friedhofe einen alten Mann an einem schon halb verfallenen Grabe bitterlich weinend. Nach drei Stunden kamen wir an derselben Stelle vorüber und noch immer saß dort der Alte in derselben trostlosen Verfassung. Voller Theilnähme trat mein Bruder hinzu und versuchte zu trösten. Unwirsch wurde er zurückgewiesen. Erst dann hörte der Alte auf zu jammern, als er von meinem Bruder aufgefordert wurde, mit uns ein Glas Bier in der nahen Wirthschaft zu trinken. Auf dem Wege dahin wurde er zutraulich und sagte: Nun will ich Ihnen auch anvertrauen, wer in dem Grabe liegt: (geheimnißvoll) Meiner Frau ihr erster Menn. Und wäre der nicht gestarben, dann hätte sich mir der Drache nicht an den Hals gehängt! Und wenn ich eö ga? nicht aushalten kann, dann gehe ich an sein Grab und weine mich satt!" Unsere Stimmung war dahin! Königsloos ist d or ne nreich. Das weiß jedes Kind. Am bedauernswerthesten aber sind die Könige ohne Land. Sie haben nur Pflichten, kein Recht, wie die Kartenkönige. Da ist das Schützenkönigthum schon ein ander Ding. Auch die Storkower in Pommern haben einen Schützenkönig. Einen herrlichen, zielsicheren Helden mit Falkenaugen und kraftstrotzender Reckengestalt. Wir hoffen, daß er so aussieht, gesehen haben wir ihn nicht, wissen nicht einmal, ob er wirklich schießen kann. Das wissen nämlich nicht einmal die Storkower. Warum? Weil die Storkower Schützengilde auf Grund eines Verbotes des Amtsvorstehers nicht schießen darf, weil der Schießstand nicht in Ordnung ist. Nun ist das mit einem Königthum ohne König eine mißliche Sache. So trat nach berühmtem Muster das Schützengildenstorthing in Storkow zusammen und berieth lange und gewissenhaft, woher ein neuer König zu holen sei. Und der Weiseste unter ihnen sprach: Bei den Wahlen giebt es immer Reibereien, Neid und Streit, überlassen wir einfach die Sorge um einen König dem Schicksal." Sprach's und holte einen Knobelbecher aus der Tasche. So haben denn die Storkower sich ihren Schützenkönig ausgeknobelt

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I.. .. .. .. aViilu,..tMt't.Vitii,M..V Zur Linderung der Schmerzen bei Brustbeklemmung und Brustkrämpfen (Asthma) empfiehlt ein Arzt das Eintauchen der Hände in heißes Wasser, wodurch die Kranlen in sehr vielen Fällen bedeutende Erleichterung erzielt haben. Dieses einfache Mittel hat sich schon mehrfach bewährt. Um Glas in jeder Richtung zu brechen umwinde man das Glas in der Richtung wie es brechen soll mit einem ungcdrehten Flachs- oder Hanffaden, der mit Terpentin getränkt ist, brenne ihn unter langsamem Umdrehen des Gla'es ab. gieße, wenn er abgebrannt ist, etwas kaltes Wasser über die Stelle, worauf der Bruch sogleich erfolgen kann. Kalte Rothwein-Sauce. Man verrührt eine Obertasse guten Rothwein mit zwei gehäuften Eßlöffeln fein gestoßenen und durchgesiebten Zucker und zwei Eßlöffeln Johannis-beer-und Himbeergelee oder frisch ausgepreßtem Fruchtsaft in einer Porzellanschüssel so lange kalt, bis sich die Sauce etwas bindet, und gibt sie zu kalten Puddings. Flammeris und dergleichen. Porzellan reinigt man mit etwas scharfem Salzwasser. Man reibt es mit angefeuchtetem Kochsalz so lange, bis die Flecken verschwinden. Porzellangeschirr, welches selten im Gebrauch ist, bekommt oft Staubflecken, welche sich so festsetzen, daß man ße selbst durch Sodawasser nur sehr schwer rein erhält. Sind Streifen in den Gegenständen, so muß man diese mit pulverisirter Kreide ausreiben. Um verblichene Schriftzüge wieder leserlich zu machen, feuchtet man das Blatt zunächst mit Wasser an, taucht sodann einen Pinsel in eine Lösung von Schwefelammonium und fährt mit diesem an den Zeilen entlang. Die Schrift tritt alsdann scharf hervor und bleibt so, falls sie auf Pergament geschrieben war. Auf schlechterem Papier verblaßt die Schrift mit den Jahren, doch kann das Verfahren mehreremal wiederholt werden. Kanarienhähne unterscheidet man schon am Aeußeren von den Weibchen. Die Hähne sind intensiv gelber resp. dun!ler gefärbt, namentlich um die Schnabelbasis, auf dem Scheitel und an der Kehle, sie haben auch einen etwas breiteren Kopf, stolzere Haltung und kräfrigere Bauart. Das Weibchen ist stets blasser, zeigt um den Hals einen weißlich schimmernden, verwaschenen, kaum bemerkbaren Ring und auf de: Kopfe eine blaßgclde, statt hochgelbe Platte. K r a u t k l ö ß e. Man schneidet die zarten, inneren Blätter eines grotzen Krautkopfts von den Rippen, wirft sie einige Minuten in kochendes Wasser, kühlt sie dann ab und hackt sie fein, worauf man sie mit reichlicher Butter und Salz weich dämpft und erkalten läßt. Tann mischt man Pint süßen Rahm, zwei ganze Eier und zwei Eigelb, noch etwas Salz, Muskatblüthe und Weizenmehl oder geriebene Semmel dazu, daß sich feste Klöfce daraus formen lassen, kocht sie in Salzwasser, übergießt sie mit brauner, in Butter gerösteter Semmel und gibt sie zu Entenbraten, Rauchfleisch. Schinken etc. Reine Stuben decken. Stuendeckcn, die vom Rauch schmutzig geworden sind, kann man leicht wieder rein machen, wenn nur keine Fettflecken darin sind. Von grobem, billigem Schwarzbrot wird die Rinde so vom Laib abgeschnitten, daß an derselben das eigentliche Brot nur etwa & Zoll dick mit anhaftet. Nun schneidet man die Rinde in längliche Vierecke und reibt damit die Decke ab, was sie oft, besonder wenn das Brot nicht zu weich war. so schön macht, als wäre sie neu. Vesonders Rauch von Zimmeröfen und Tabak läßt sich auf diese Weise entfernen. Waschkörbe und Reisekörbe lasse man unten mit Leisten versehen, damit sie nicht glatt auf den: Boden stehen und beim Hin- und Herschieben leiden. Um die hineingelegte Wäsche gegen Staub und Regen zu schützen, thut man gut, den Deckel mit Ledertuch oder ähnlichem undurchlässtgem Stoffe zu überziehen. Noch Uu ser ist es, wenn der Korb inwendig mit solchem Stoffe ausgeschlagen ist. Feucht gewordene Körbe lasse man alsbald trocknen, da das Weidengeflecht zur Fäulniß neigt und dann schwarze Stellen erhält, die den Farbstoff an di? Wäsche abgeben. Helle Kleider im Krank e n z i m m e r. Es dürfte nicht allgemein bekannt sein, daß diejenigen, welche im Krankenzimmer schwar? oder dunkle Kleiderstoffe tragen, für Ausdünstungen und vielleicht auch für Krankheitsbazillen mehr empfänglich sind, als diejenigen, welche helle Stoff: tragen; denn Ausdünstungen und üble Gerüche werden von der dunklen Farbe leichter aufgesaugt, als von der hellen. Davon kann man sich leicht überzeugen, wenn man einen bellen und einen dunklen Stoff fünf Minuten lang dem Tabakrauch aussetzt, so wird man finden, daß der dunkle Stoff stärker riecht und den Geruch länger behalten wird, als der helle. Bei einer ansteckenden Krankheit muß man also im Krankenzimmer reine schwarzen oder dunklen Stoffe tragen.

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