Indiana Tribüne, Volume 30, Number 21, Indianapolis, Marion County, 17 September 1906 — Page 4

Jndtana Tribüne, 17. September 1906

Jndiana Tribüne. Hnangegkdn vo der uUnbctfl GO. Indianapolis. Ind. Harry O. Thadium .... .Iräfident. GeschiftSloealt 0 31 Süd Delaware Straße. telbphone ss.

tered at thc Post Office ot Indianapolis , ccond dass matter. Alle Haben fie recht. Die in der letzten Woche abgehaltene StaatSkonvention der Republikaner des Staates Ohio erinnert an den weiland preußischen Kronprinzen, der eine Gerichtsverhandlung besuchte. Nach Anhörung der Rede des klügerischen Anwalts sprach Königliche Ho heit zustimmend: Der Kerl hat recht!" Als dann der Anwalt des Verklagten feine Rede gehalten hatte, rief Königliche Hoheit wieder zustimmend: .Der Kerl hat auch recht!" Und als dann Einer deS prinzliches Gefolges die Be merkung sich erlaubte, daß Kerls doch nicht beide recht haben könnten", wandte sich Königliche Hoheit huldvoll zu ihm mit der freudigen Zustimmung; ..Nun haben Sie wieder recht!" Die Platform der Ohioer Republi kaner lobt freudig den Präsidenten Roosevelt, der sa wacker für das Gesetz gegen die Eisenbahnen und anoere volköthümliche Gesetze gestritten; und lobt gleich freudig und herzlich die bei den Ohioer Bundessenatoren Foraker und Dick.Z die ihm dabei nach Kräften Knüppel zwischen die Beine geworfen haben. Mit gleicher Wonne schließt fie den Präsidenten und schließt fie seine besagten Widersacher an'S Herz. Im Brustton kder Ueberzeugung ruft fie: Roosevelt. der Truftbekümpfer, hat recht!"; und gleich überzeugungsvoll, gleich zustimmend ruft fie: Foraker und Dick, die Zruftvertheidiger. haben recht!" Nicht gerade in diesen Worten, aber doch im Sinne dieser Worte. Ihm", dem Präsidenten, sagt die Platform, gebührt da Hauptverdienft für die lange Reihe wohlthätiger Gesetze, die im letzten Kongreß zur Annahme ge langt find." Wir find stolz auf seine Führung." Und von den Geg ern besagter wohlthätiger Gesetze wird gesagt; Besonders herzlich und ohne Rückhalt sprechen wir unseren auögezeichneten Senatoren Joseph Benson Foraker und Charles Dick unsere Be lodung und Zustimmung aus." ES gibt Leute, die das wunderlich finden; auch - unwürdig. gefinnungS lumpig sogar. Und einige besonder dünnhäutige Parteiorgane haben sich beeilt, die Sache so darzustellen, als sollte die Belobigung und Zustimmung (approval and endorsernent) nicht dem Handeln der Belobten gelten, son dern nur der .Begründung ihres Han delnS, wie solche Herr Foraker in sei ner neulich''mitgetheilten UnabhängigkeitSerklärung" niedergelegt hat. Die Senatoren werden nicht gelobt sagt ein Blatt weil sie dem Präsidenten widerstritten haben, sondern eS wird ihnen nur das Recht zuerkannt, nach ihrer Ueberzeugung zu stimmen. Kaum braucht gesagt zu werden, daß mit dieser Vertheidigung gefährliches Glatteis betreten wird, ganz abgesehen von ihrer Unvereinbarkeit mit dem Wortlaut der Platform. Wenn Je mand thut, waS Andere für falsch und schlecht erachten, so mögen die Andern ja zugeben, daß er berechtigt war zu seinem Thun; aber eS wird ihnen nicht einfallen, ihn um den HalS zu fallen und ihm' Belobigung und Zustimmung auSzusprechen. Und Überdies: wenn in der politischen Kampfführung Leute nicht mehr nach ihren Werken, sondern nur nach ihrem Glauben beurtheilt werden sollten; nicht mehr nach dem, waS fie thun.! sondern nur darnach, ob fie'S auf! Grund ihrer Ueberzeugung gethan haben, wohin kämen wir? Ha den Demokraten nicht etwa auch ihre Ueberzeugungen? Und was würde aus der alleinseligmachenden republikani schen Partei und ihrem GlaubenSbe kenntniß, wenn fie jede Ueberzeugung gelten lasiert wollte? So seltsam eS berührt, wenn die Ohio'er Platform den Präsidenten be lobt wegenlgewiffer Gesetze, die er bet fügt, undZdann im selben Athem Leute belobt wegen Bekämpfung dieser Ge setze; und sosnahe dabei der Gedanke liegt, daß die Bewunderung und Ber ehrung der Politik deS Präsidenten keine sehr aufrichtige sein kann, wo fie Partei nimmt für erklärte Gegner die ser Politik der republikanische Par

teikonvent wußte trotzdem ganz genau waS er that, als er Hurrah schrie für die Platform: und den Plan eines KickerS" verwarf, der den Roosevelt feindlichen, Korporation? feindlichen Senatoren rmr eine minder herzliche" Anerkennung ausgesprochen haben wollte. Und Wenn'S die Masse der KonventSmitglieder nicht gewußt hat, so WUßtm'S die Führer, die Berfaffer der Platform. Roosevelt hat recht! Und Foraker und Dick haben ebenfalls recht! Denn Roosevelt ist Republikaner und Foraker und Dick sind Republikaner also müffen fie recht haben! DaS ist der Sinn und Inhalt der Platform. Und es wird damit kein anderer Grundsatz verkündet als der, auf den heute die ganze republikauifche Partei gestellt und auf den ihre ganze Politik gestimmt ist: der famose Grundsatz, zu dem die ganze nationale Parteifüh

rung und zu dem auch Herr Roosevelt sich bekennt : der Grundsatz Stand pat!" Nur keine Störungen, keine Neuerungen, keine Reformfchwachheiten! Nur nicht zugeqen, daß eö in oder an der republikanischen Partei etwas gibt, das getadelt werden könnte. AlleS was ist, ist gut, wenn die republikanisck: Partei regiert. Und die republikan?,che Partei ist der Urquell alles Guten! m in Xcr Anfang vom Ende der Rebellion. Der Aufstand in Cuba, der von Woche zu Woche fein Aussehen verändert hat, ist abermals in eine neue Phase getreten und scheint sich dem Ende zu nähern. daS schon vor längerer Zeit allgemein erwartet wurde und welches durch den Druck der Ereigniffe geboten erscheint. Die Entsendung von Kriegsschiffen aus den Vereinigten Staaten zum Schutz von Leben und Eigenthumöin tereffen der ausländischen Geschäfts welt kann leicht der Anfang vom Ende sein; der Schlußakt dieses kleinen RevolutionSdramaö. bei welchem unnöthig viel Pulver verknallt wurde, könnte darin oeftehen, daß die Administration von Washington für nothwendig befindet, abermals die Verwaltung der Insel, deren Bevölkerung sich als un fähig zur Eelbftregierung erweift, selber in die Hand zu nehmen. Die Ankunft von Kriegsschiffen auS dem Lande Onkel Sam'S bewirkte eine gründliche Wandlung in dem Gang dortiger Ereigniffe. Auf die Vorstellung Präsident Palma'S, daß er nicht für die Sicher heit ausländischer Geschäftsleute in cu banischen Hafenstädten garantiren könne, wurden umgehend Truppen von unseren dort eingetroffenen Kriegs schiffen gelandet, auf telegraphische Weisung von Washington aus aber wieder bis auf wenige Mann zurück gezogen. Auf die Insurgenten, die sich als die Partei der Liberalen" bezeichnen, hat diese Truppenlandung einen so großen Eindruck gemacht, daß fie dem Befehlshaber des Kriegsschiffes Den ver" daS Anerbieten gemacht haben, die Waffen niederlegen zu wollen, wenn ihnen ein gerechtes Verhör versprochen wird. Der Tod des Prinzen Albrecht bietet wieder eine vorzügliche Ge legenheit für die Welfen zu weiteren Protesten. In unser geliebtes Deutsch über tragen läßt sich der Begriff Roaft. beef" also ganz treffend mit Suppen' fleisch" wiedergeben. Es ist keineswegs die Absicht Onkel Sam'S in Cuba zu interveniren. aber die Geschichte zeigt, wie leicht er sich dazu gezwungen sehen kann. Die Saiserin-Wittwe von China hat jüngst ein paar unehrliche Bank beamte köpfen laffen. Es ist doch ein beruhigendes Gefühl, in einem fortge fchrittenen Lande und unter ziviliftrten Leuten zu wohnen. Konsul Schumann in Mainz berichtet an das Staatsdepartement in Washington, daß die Aussichten auf eine gute Weinernte in Deutschland sich rasch verringert haben. Bis Mite Juli erschienen die Aussichten als glänzend. Seitdem hat aber rascher Wechsel von extremer Wärme und kühlem Wetter den Weinbergen gescha det, zumal da unmittelbar danach die Redenkrankheit Peronospera auftrat und sich mit so unwiderstehlicher Schnelligkeit):auSbreitete, daß sich die dagegen angewendeten .Schutzmittel als wirkungslos erwiesen.

Die Rooinson nsel.

Dem großen Erdbeben, das kürzlich Cile und insbesondere Valparaiso hermgesucht und dort so viel Unheil verursacht Hut, ist auch die sogenannte Robrnson-Jnsel" zum Opfer gefallen. Sie ist von der Meeressläche, über die sie hervorragte, spurlos verschwunden. Durch vulkanische Kräfte roar sie entstanden, durch vulkanische Kräfte ging sie zugrunde. Ihr Untergang wird in der ganzen Kulturwelt, bei Alt und Jung Intereffe und vielleicht Wehmuth erregen. War sie doch der angebliche Schauplatz der Abenteuer Robinson Crusoes, dessen Schicksale der Engländer Desoe in einem Buche schilderte, das beispiellosen Erfolg in der ganzen Welt hatte. Die Robinson-Jnsel gehört zu einer Gruppe von drei vulkanischen Inseln, die unter dem Sammelnamen Juan Fernanvez bekannt sind und in der Entfernung von 609800 Kilometer von der chilenischen Küsi? im Stillen Ocean liegen. Die Inselgruppe gehörte politisch zur Provinz Valparaiso und war meist unbewohnt. Eine Zeitlang, besonders in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, war sie Deportationsort und mit Sträflingen besetzt, später wurden die Inseln an Viehzüchter verpachtet, die große Rinderheerden dort hielten. Eine jetzt 200 Jahre alte Beschreibung der Insel sagt von ihr: So lieget selbige im 33. Grad 30 Minuten südlicher Breite und ist von einem Spanischen Lootsen dieses Namens (Juan Fernandez) Anno 1585 entdecket worden. Es hat daö Land 2 Hafen, davon einer Juan Iernandez, der andere la Rescario genennet wird, ist 12 Frantzösische Meilen im Triangul groß, und hat neben sich noch eine andere kleine Jnsul. ohngefehr einer Frantzösischen Meile im Begriff. Fische sind allda in groher Menge, als nur zur besten FischZeit in Terreneuf (Newfoundland) immer seyn mögen. Piemento ist schön Bau-Holz zu schiffen, und in abundance; aber es reistet leicht, ehe es recht trucken wird. Kohl. Rüben, Kreß, Petersilien. Portzel, Lauch und andere Kräuter finden sich häuffig benebenst einem andern medicinischen Gewächse, dem Mutter-Kraut nicht unähnlich, welches eine balsahmische Krafft an sich hat. See-Hunde kommen im Novmber am Strande, um sich zu paareu. zu welcher Zeit sie sehr botzhafft, sonst aber leicht zu tödten sind, da man denn ihre Felle höher als unsere Ottern hält. Benebst diesen, gibt es auch See-Löven daselbst, roth ehe nach Mr. Salkirks Bericht, bißweilen 20 und mehr Fuß lang sind, einen Löven Kopf und solche starcke Haar am Knebelbart haben, daß man Zahnstöcher daraus machen könnte. Diese Bestien kommen zu Ende des Junii am Lande, und verweilen daselbst biß im September, welches die Zeit ihrer Brunst ist, da sie nicht von der Stelle kommen, sondern allezeit beständig a.lff einem Platz (dafern man sie nickt verstöhret) ohne Nahrung wegliegen. Man machet eine große Quantit Trahn aus ihrem Fleisch, welches theils zum Rösten gut fit. Ihre Haut ist dicker als eine 5chsen-Haut. und ihr Haar kurtz und grob." Diese Beschreibung stammt aus einem in Hamburg herausgekommenen Flugblatt. In Jahre 1719 ließ der Engländer Defoe die beiden ersten Bände seines Robinsonbuches erscheinen. Schon im Jahre 1720 kam in Deutschland die erste Uebersetzung heraus, aber sieben Jahre früher bereits war in Hambürg das Flugblatt erschienen, das die Abenteuer des Mannes schildert, der für Defoe das Vorbild des Robinson Crusoe geworden ist. Der Inhalt des Flugblattes, das außer dem Titel noch sieben engbedruckte Seiten Text hat, ist nicht original, er entstammt vielmehr den: Reisebericht des Engländers Woodes Rogers. Den spanischen Erbfolgekrieg von 17011714 wollten die E.rgländer kräftig für sich ausnützen, indem sie in der amerikanischen Südsee. der bisherigen Domäne der Spanier, festen Fuß zu fassen suchten. England stand auf feiten des Deutschen Kaisers gegen Frankreich, und Ludwig XIV. kämpfte nicht nur für die bourbonische Dynastie in Spanien, sondern auch ür den französischen Handel in den panischen Colonien. Diesem franzöischen Handel suchten die Engländer möglichst Abbruch zu thun und entsenkten daher zahlreiche Kaperschiffe in die Südsee. Die Kaufleute von Bristol rüsteten im Jahre 1708 zwei solche Schiffe. Herzog" und Herzogin" genannt, auö und vertrauten sie dem Capitän Woodes Rogers an. Am 2. Februar 1709 erreichten diese Schiffe die Insel Juan Fernandez. die nach den allgemein verbreiteten Nachrichten unbewohnt sein sollte. Die Schiffe Pflegten aber hier Wasser zu nehmen, da sich Quellen auf der Insel vorfanden. Als nun am Abend des 2. Februar Boote von den Kaperschiff fen zur Insel wollten, bemerkten sie plötzlich aus ihr ein starkes Licht. Da sie fürchteten, die Insel habe unterdeß eine spanische Garnison erhalten, kebrten die Boote an Bord zurück. Es wurden darauf einige Kanonen- und Musketen-Schüsse auf den Schifftn gelöst, aber von der Insel ber erfolgte keine Antwort. Am nächsten Tage setzte man Boote mit Bewaffneten aus, die sich mit aller Vorsicht der Insel

näherten. Sie brockten von kbr einen

in Ziegenselle gekleideten Mann mit, der sich Alexander Salkirk oder Sei kirk nannte und vier Jahre und einige Monate auf der Insel einsam gehaust hatte, da ihn sein Capitän dort auösetzte. Woodes Rogers erzählt w seinem Schiffsjournal: Er war daselbst von Capitän Stradling, Commandeur deö Schiffes Cinque Ports", hinterlassen worden. Salkirk war auf diesem Schiffe Steuermann. Er erzählte, daß er von Largo in der schottischen Landschaft Fife gebürtig und von Jugend auf zur See gefahren sei. Die Ursache dieses seines Unfalls sei ein Zwist mit dem Capitän gewesen; da auch überdem das Schiff leck gewesen, babe Selkirk lieber anfangs auf der Insel verbleiben, als weiter mitsegeln wollen, wie er aber hernach seine Meinung verändert und mitzufahren derlanget, habe ihn der Capitän nicht wieder annehmen, sondern aus Rächsucht da zurücklassen wollen Die Erlebnisse Selkirks während seiner vierjährigen Verbannung schilderte Woodes Rogers in seinem Schiffsjournal, und im Druck seiner Reisebeschreibung nimmt diese Schilderung 14 Seiten ein. Aus diesem dürftigen Material hat Daniel Defoe sein Meisterwerk geschaffen. Drahtlose Telegraphie in den Alpen. Wer von Unterstehen in derSchweiz her über die saftgrünen Matten gegen Rigi-Scheidegg hinauf wandert, steht auf der höchsten Kuppe, unmittelbar vor dem langgestreckten Kurhausbau, zwei mächtige, fünfzig Meter hohe Holzmasten in die Lust emporragen. Zwischen beiden ist ein weit ausgedehntes, fächerförmiges Drahtgebilde eingespannt, das von den Spitzen bis zur Bodenfläche herunterreicht; es sieht von weitem aus wie ein riesiges Spinngewebe. In allernächster Nähe davon, gegen Süden, und mit dem Drahtgebilde in leitender Verbindung, steht ein flachdachiges, einstöckiges Blockhaus, worin eine Menge der sinnverwirrendsten Instrumente und Apparte aufgestellt sind, aus denen ab und zu ein heftig knallendes Geräusch herausdringt, das von wunderbar intensivem, weißblauem Funkensprühen begleitet ist. Der unkundige Laie, der sich vor dem Stacheldrahtzaun des geheimnißvollen Laboratoriums befindet und die darüberstehende Inschrift buchstabirt: Achtung, lebensgefährlich, 50,000 Volt Spannung!" ist anfänglich ganz verdutzt, und weiß sich über die merkwürdige Einrichtung keinen befriedigenden Aufschluß zu geben, bis ihm später zum Nachtisch bei der Tablc d'hote ein freundlicher Gelehrter die kuriose Geschichte so gut als möglich etwas näher erläutert: . . . Wir stehen vor der Station für drahtlose Telegraphie, die mit einer ganz ähnlich gebauten im Fort Stöckli ob Andermatt Distanz 44 Kilometer eben ihre funkentelegraphischen Signale wechselt. Das Experiment gelingt ausgezeichnet; im Blockhaus befinden sich Benzinmotor und Dynamo, die einen Wechselstrom liefern, der auf 50.000 Volt transformirt wird und damit ein Erregersystem speist, dessen gewaltige Schwingungen dai obengenannte luftige Drahtleitergebilde benutzen und dann in langen elektrischen Wellenzügen durch den Aether zur Schwesterstation auf dem Fort Stöckli hinausgleiten und dort, entsprechend aufgefangen, die gewünschte Zeichengebung im HörtelePhon oder am bereitstehenden Morseapparat auslösen. Beide Stationen sind von der Gesellschaft für drahtlofe Telegraphie in Berlin erbaut und arbeiten zusammen in der luftigen Höhe recht gut; selten nur, unter ungewöhnlichen Verhältnissen der Witterung, treten vorübergehende Störungen auf, d. h. es setzt die Nachrichtenübertragung zeitweise aus. Hier und da soll es auch vorkommen, daß die Station auf RigiScheidegg noch in den Hörbereich der transatlantischenRiesenstaton Poldhu in Südengland fällt; letztere übermittelt Nachts zwischen 12 und 2 Uhr ihre funkentelegraphischen Signale an die auf dem Meere befindlichen Dampfer; von diesen Signalen werden nun zeitweise, bei günstigen atmosphärischen Verhältnissen und entsprechender Abstimmung der Wellenlängen, kürzere oder längere Serren in einer Entfernung von über 1000 Kilometern auf der Station Rigi-Schei-degg noch deutlich miterhalten. G in Farmer N a m en Z Louis Blum in Werden. Jll.. besaß einen Durham-Stier, der infolge seiner Bosheit zum Tode otr:ictfjtlt worden war. Ein Fleischer imens Soltermann sollte die Executioi- vornehmen. Soltermann ritt auf die Wiese, wurde aber sofort von dem Bullen angegriffen, der Pferd und Reiter auf die Hörner nahm, wobei das Pferd getödtet und dem Reiter das rechte Bein gebrochen wurde. Ein Nachbar wurde von dem wüthenden Thier auf einen Baum gejagt, auf dem er drei Stunden sitzen mußte. In der Zwischenzeit widmete der Stier dem Hause seine Besitzers seine Aufmerksamkeit. DaS Hilfegeschrei der Familie lockte schließlich an dere Nachbarn herbei, welche die tott thende Bestie erschosse?u

Ebenso wie der Theekessel die Idee zu einer Dampfmaschine gab, so war der gewöhnliche Soda Cracker" einfach der erste Schritt zur Entwickelung der vollkommenen Weltspeise Uneeda Biscuit. Eine Speise welche den beschäftigten Menschen mehr Geisteskraft und Muskel giebt welche dem Kinde eben solche Nahrung giebt wodurch es zu einer starken Natur heranwächst welche selbst dem Kranken solche Verpflegung giebt wodurch er Kräfte und die beste Gesundheit wiedererlangt.

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