Indiana Tribüne, Volume 30, Number 20, Indianapolis, Marion County, 15 September 1906 — Page 7
Jndiana Tribüne, IS September 1906.
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i Der Fluch 5 der bösen That 1 ?m omn US der qroft.cn wklt von 5 IZZ wcaor umurom ;i 0 w i IHHHIHMWIII i . . (Fortsetzung.) Braunau ging bald. Kr war an fciW um noA iraend ein anderes leichtes Gespräch zu führen. und drückte beim Abschied nur stumm seines Freundes Hand Ezechiel sah ihm mit schmerzlichem Blick nach. Zwischen ihm und der Sehnsucht se nes .firnens." saate er. siebt nur hif TOnlf? ernes leicktsinniaen Auenblicks ihm habe ich die Hoffnung wieder geben können, und er wird sein s&liirf finn an.VT wie tausend Mal höher und unüberwindlicher ist die Scheidewand, die mich von meinem Glück trennt! Und doch gebe ich es nicht auf, doch will ich kämpfen und rinnen 7N te frnAfon ßnmhfm-rtci zu erobern, der allein meinem Leben Werth geben kann. Sie liebt mich - - . i . o. ich habe es heute ge ehen. sie liebt rntA ,rnS f,in tnSr, eS Vnenn i fre den Fesseln überließe, die auch ihre Seele in den Staub zu qualvoller Erstarrung herabzieben müssen und sie ist dock aesckaffen. um alücklick au sein und glücklich zu machen Noch lange ging er, in tiefe Gedanken versunken, auf und nieder, ehe er sich in sein Schlafzimmer zurückzog. Der Festabend, der ihn mit sv viel Bilanz uno juoemoer roonmien um geben, hatt die ringenden Gefühle sei n v , (v i nes Herzens zu einem feuen uniicqiub ... ... f.n. rifjt..c. gebracht, oer irni vor einen Mweren Kampf stellte, aber auch mit Muth und Hoffnung erfüllte. 2. Kapitel. m nächsten Morgen war der alte Ist Graf Hakenstein trotz der lange ausgedehnten Festlichteit nach seiner Gewohnheit schon früh auf und eifrig an seinem Schreibtisch mit der Durchsicht von Aktenstücken und Rechnungen beschäftigt. Erschien heiter und zufrieden zu sein. Der Tall C (Yrt P , war glanzeno uno oyne ciNlon verlausen, ie ganze (öeieuichas: oer fetaDt uno oer weiten ttreie oes lanogelegenen Adels hatten ihm gewiermaßen ihre Huldigung dargebracht uno sein Haus als den Mittelpunkt der vornehmen Welt anerkannt. Auch die Rechnungen und Berichte über den Betrieb und die Erträge seiner großen Herrschaften und Grubeni p r rr l werte uverrrasen noch leine rwartungen, uno er verreunoelc sich immer mehr mit dem Rath femes alten Anwalts, so daß er mit zufrieden schmunzelnder Miene aufstand, als der Kammerdiener ihm meldete, daß die Gräfin ihn zum Frühstück erwarte. Er fand seine Gemahlin allein in ihrem Salon. Ihr ältester Sohn pflegte nur aunersi lenen zur ruystücksstunde zu erscheinen, da er häufig schon frühen dienst hatte, vtx iungere Graf Balduin hatte stch entschuloigen lanen, oa er nach oer ourchianzten Nacht noch der Ruhe bedürfte. Ich sehe," sagte die Gräfin, als ihr Gemahl ihr die Hand reichte, daß Du mit unserem Fest zufrieden bist es war jedenfalls die Perle der diesjahrigen Saison, und weder die 5tronenburgs noch die Groningen sind im Stande, unser Haus zu überbieten." Der Gras rosteteich aus dem 5toylenbeclen eine oanichnitte unv lagte: &ie uno zürnen geworoen, oas klingt ja ganz hübsch und macht sie eitel und hochmüthig. so daß sie es wohl veyuchen mochten, von oren oerao aus uns zu oiiaen. aoer sie rennen den Werth des Geldes nicht, sie verstehen es nicht, zu erhalten noch zu . 4. . mi i (W n C vermeyren uno auch nichr, mir ÄNitano auszugeben. Vt)t örer mge avcr , . c vn i v I machen ou Stellung in oer lUim. V beiden ersten verstehe ich. und das dritte uderlaye ich Vix. Er hatte seine Brotschnitte tadellos gebräunt, trank eine Tasse Thee, dic seine Gemahlin ihm bereitete, und i r- i 1 1 i' i ' r c i r.rr.tl leonic sich ocyagiich in semen eynsenel Zurück. Ich bin in der That zufrieden." sagte er. es war ein guter Tag gestern, Das gelungene Fest danke ich Dir zumeist. Aber k ist gestern auch ein guter Rath gekommen guter Rath ist theuer, sagt man. aber er ist dock viel werth, und wenn er wirklich das Rechte trifft, so übersteigt sein Werth immer den Preis." eoarssi u oes naiys. rragie me Gräfin lächelnd, ich glaube, daß Tu aus eigenem Entschluß wohl immer am besten und richtigsten gehandelt has" T . . r ä .. ! 4. newin.. erwioerre er. ich lann W l m v W W woyl lagen, oasz ich. oyne Mich zu ruywen. ernen klaren Blick und ein gesunoes uriyeil yave. aoer geilern yai C jf , w rfmich ooo) mem aiier Piamann uve?boten. Tu weißt ja. wie sehr mich der l., t z. il .r or .i juiucuimiiiuc Plvzc mu untxm mti--ter Otto vernimmt Mein Gott ja," fiel die Gräfin seufzend ein, das ist eine sehr widerwarnge uno unangeneyme (aa?e, ote mir auch ost die gute Laune verdirbt es ist für alle, die uns beneiden, ein recht gefundener Stoff zu allerhand böswilligen Reden darüber, daß die beiden Linien unseres Hauses verfeindet sind, und sich um eine Geldfrage streiten, daö wirft einenSchatten auf
unser Haus und untergräbt das Fun-
dament unserer Stellung. ,Nun," sagte der Graf, lndem er die Hände rieb, Du sollst bald von dieser Sorge befreit werden. Mem Entschluß ist gefaßt, ich will der Sache ein Ende machen. Zugestehen kann ich den Anspruck des Grafen Otto mcht warum . a nr mnr vu iuy Vltiwii vjvv vn v- vMvfru, den dos Glück mir zugewendet, weil es möglich gewesen Ware, daß deVtheil ihm hätte zufallen könIch werde mem Recht fest hklten. Dann aber werde ich em Opfer bringen, um mich mit Otto zu oernianoigcn wie c mir . u.m r rathen, und wie er es wohl bei seiner Geschicklichkeit auch durchführen wird." O, welch ern Gluck! rief rne Grafw. So willst Du also dennoch die ruocn, vic er ueuuiptiuvi, amuugeben?" ."Nem, sagte der Graf die Hände ibend, das will ich durchaus nicht, dann wurde ich ja fern Recht anerkennen, ich will aber um jeden Vorwurf zuruauweiien uno meme oermanviWaTincne qrnming zu oeirasiigen ihm einen Antheil an dem Glucksfall gewähren, der Mir ohne mem Zuthun und Wissen zugefallen ist. Ich habe wir einen Ueberichlag gemacht und - . . 1- - ' m A. I I II 4 - A A 4 . . k 4 . - j fe vcnie iom jmn mmim zu gen 5Zwei MilliONLN," rief dtt GrafiN, das ist in der That eine wahrhaft fürstliche Gabe. Vielleicht, fuhr sie . . S. 1 - 1. 3 u a I 4a - ' m sori, mvu,te w 3 will über die Sache mcht han deln," erwiderte der Graf, dies An gebot wird er annehmen ich bin dessen qewiß. Er ist ja reich, wozu meine Verwaltung und Vormundschaft sehr viel beigetragen hat aber die Summe hat immerhin größeren Werth oiirnr rtnt tmrnrntn nrnneren ' ur:n für ihn als für mich, und dann. ffi.tfp n smnnielnd hintu, als ob der Gedanke ihm unwillkürlich aus die Lip. ' 0 1-7 u . . ven träte. ..ist e ne einmaliae Absindüng, und wenn sie noch so anständig ist, immer ein gutes Geschäft für ein ans weite abre binaus rentables Obirf ' ' w$u mußt es wissen," sagte die Gräfin. ..ick kann ia Deine Berechnunacn nickt vrüfen. die Dick bisher nock niemals aetäusckt haben, jedenfalls n ich außerordentlich glücklich über s;erc Wenduna. die Alles wieder in das richtige Gcletsc brinat. Der Schatten ü0!1 unserem Hause wird verschwinden, und jedermann wird Deine großwüthige Handlung anerkennen müssen. Der gute lamann hat Dir allerdings einen vortrefflicken Rath aeaeben." ch werde ihm dankbar dafür sein," fagtc der Graf, indem er die Augen zufammen kniff doch sein guter Ratb hat auck in mir nock einen, wie ick laube. aut:n Gedanken erweckt." nahm noch eine Tasse Thee und .' . ' 1. . sagte mit einem forschenden Blick aus seine Gemahlin Ottos Tochter ist jetzt sechzehn abre alt " Und einige Monate," widerte die Gräfin, erstaunt über diese plöliche Frage. Und." fuhr er fort. ..Ezeckiel ist vierundzwanzig, das paßt im Alter vortrefflich zusammen." ie Gräfin sah ihn groß an. Welcher Gedanke," rief ste, Du hältst das für möglich nach dieser langen und leider so erbitterten Entfrem düng, daß die Beiden " ..Warum nickt." saate der Graf. ..ir Folge meines Anerbietens, dessen Höh? Du selbst für anständig und groß wüthig erklärst, wird eine Versöhnuna stattfinden, und da meist Alles in dr Welt nicht halb geschieht, so wird auck eine Annäherung folgen. Wäre es da unnatürlick, wenn dieselbe durch eine Familienverbindung besiegelt würde. Ich denke, sowie der Vergleich geschlos seit ist. Otto einzuladen, und da! yebrige wird dann Deine Sache sein die Frauen haben ja eine gewandte Hand, um solche Fäden zu knüpfen, und Deine Hand ist dazu gewiß so geschzt. wie nur irgend eine in der Welt." Aber wenn die Beiden, die sich ja ' ' gar nicht kennen, sich nicht zu emanoe finden?" ..Warum sollten ste nickt, wenn D: sie ernstlich zu einander führen willst? Kzeckiel siebt aut aus. und die kleine Klara soll auch, wie ich gehört, seh. . ". ' 'J ' .. ' ' hübsck geworden sein. Es wäre ein? vortrefflicke Partie, denn ich glaube fast, daß Klara das einzige Kind bleiben wird, wenigstens ist eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür vorbanden und dann dann würden die zwei Millionen, die ich als Entschädigung biete, immerhin gut angelegt sein." Die Gräfin sah ihn verständnißvoll zn. 'Wahrlich." sagte sie. während ein listig zufriedenes Lächeln um sein Lippen spielte Tu verstehst es. den zuten Rath Plamanns meisterhaft zu ergänzen ja. ja. es wäre nach allen Seiten hin ein wirkliches Glück, wenn alles so ginge." 3 O .Es aebt alles, wenn man es richtia anfaßt," sagte der Graf, und ich sehe icöt ein, warum das nicht gehen soll. ' . wenn Tu eS verstehst, aus einer nütz lichen Familienkombinalion eine roV - . . mantijche Herzensangeiegenyeit zu machen." Auch die Gräfin lächelte. Sie schien Vertrauen zu der ihr zugewiesenen Rolle zu aewinnen. aß gchh also." sagte der Graf, indem er sick erhob. ..meine Vorbereitungen treffen wenn der Augenblick gekommen ist. sollst Du Dein Werk beainnen. 5tä bin aewrk. Du wirst den richtigen Weg finden ud Freude daran hab, die. RomaiMk.lZUrKlugheit
zu verbinden. Wenn das immer ge
schähe, würde die ganze Welt zufriedener sein und manche tragischen Konflikte erspart werden, mit denen sich die Menschen quälen, weil sie Liebe und Vernunft nicht miteinander zu vereinen verstehen, wie es Gott sei Dank, bei uns der Fall ist." Die Gräfin reichte ihm die Hand, die er fast zärjich an seine Lippen drückte, und blieb ganz mit den Gedanken, die das Gespräch in ihr angeregt hatte, beschäftigt, in ihrem Zimmer zurück, wahrend er zu seiner Arbeit zurückkehrte, um alle an ihn gelangten Berichte und Anfragen mit großer Klarheit und Präzision zu erledigen. Nachdem er einige Zeit diese Arbeit fortgesetzt hatte, welche ihn durch die Resultate seiner Spekulation besonders befriedigen mochten, da er ganz vergnügt lächelnd mit dem Kops nickte, trat sein Sohn Balduin zu ihm ein. Der Graf hob drohend den Finger auf und sagte: Du hast lange geschlafen das ist eine schlechte ßigenschaft ich halte mich an den Grundsatz: ,Time is money,' und in einer Stunde zu langer Ruhe kann man viel versäumen und viel verlieren. Doch heute habe ich Dir keinen Vorwurf zu machen. Du hast ja nicht blos die Nacht zu durchwachen gehabt, sondern auch noch tanzen müssen, und in Deinem Alter sind ja die Nervenfasern noch nicht so zah wie m dem meinigen. Ich muß jetzt ausfahren, Du kannst mir einige Sachen w lgtg "'reckt aeleat habe. nach mern Narwvemerrungen expedirm, sie find eilig, und ich möchte sie nicht gern dem Sekretär überlassen. da sie der Diskretion bedürfen .Ich werde mich gleich nachher daran machen," erwiderte Balduin, und bin Dir herzlich dankbar, daß Du mir das Vertrauen zeigst." Du hast ja Geschick und Interesse für meine Geschäfte." erwiderte der Graf, indem er seinen Sohn mit Wohlgefallen ansah, was bei Ezechiel zu meinem Bedauern nicht der Fall ist. Freilich hat er ja auch genug mit seinem Dienst zu thun, und zweien Herrn kann man nicht dienen." Ich bin in der That beute Morgen recht müde gewesen." sagte Balduin, dcssen bleiches Gesicht die Spuren der Nachtwache zeigte, die Anstrengungen waren recht groß, ich mußte noch mehr tanzen als sonst, da Ezechiel sich auf fallend zurückhielt und nur das Noth wendigste that, um die Pflichten zu erfüllen, die uns als Söhne des Hauses obliegen die Gesellschaft muß ja doch immer animirt sein, und ich freu? mich, daß es mir gelungen ist, eine all gemeine angeregte Stimmung zu erhalten." Ja. ja." erwiderte der Graf. ind:m er Mißbilligend den Kopf schüttelte Ezechiel hat etwas Träumerisches. Gleichgiltiges, was mir nicht gefällt einen idealen Aufschwung nennen sie das," fuhr er mit spöttischem Lächeln, die Achseln zuckend, fort, und halten es wohl für fehr geistreich und vor nehm, während es doch weiter nichts ist. als eine Vernrung oder eine Träg heit des Geistes. Das bat freilich nicht viel zu sagen, wenn es sich darum han delt, bei dem Ball die Honneurs zu machen, obgleich es auch da nicht gut ist, denn wenn man etwas thut, so muß' man es ganz thun. Schlimmer freil:ch wäre es, wenn solche träumerisch ideale Verirrung von ernstem Lebenslauf abwendete. Ich werde doch," fagte er halb vor sich hinsprechend, Ezechiel n'cht zu lange bei dem Regiment lassen, er wird da immer dazu geführt, mit Verachtung auf den sögenannten Materialismus, wie sie sagen, herabzublicken, und heutzutage müssen wir, wie der englische Adel, auch Gt schäftsleute und geschickte Rechner sein wenn wir über die Macht des Gel OZ'J gebieten wollen, die uns allein auf der Hohe erhalten kann, gegen die man 007 allen Seiten Sturm läuft." Ja." sagte Balduin. der die letzten Worte seines Vaters, die mcht direl an ihn gerichtet waren, überhört zu haben schien ich war gestern recht un geduldig, und hätte Ezechiel wohl eiwas über seine Gleichziltigkeit gegen die Gesellschaft gesagt, wenn ich als jüngerer Bruder dazu das Recht gehabt hatte. Freilich, fuhr er mi einem durch die gesenkten Augenlider halb verhüllten Blick sort. der die Ähnlichkeit mit seinem Vater beson ders deutlich hervortreten ließ frei lich war er sehr in Anspruch genom men. da seine ganze Aufmerksamkei sich auf einem einzigen Punkt zu ver einigen schien." So?" sagte der Graf, der nock) einige Nap ere fluchtig durchaeblätter I hatte, aufhorchend. Auf einen Punk konzeninrt was ist denn das ge wesen, ich habe das nicht bemerkt gestern Nicht und auch sonst noch nie mals." Mir ist es schon lange nicht ent gangen," fuhr Balduin fort, indem er ein wemg die Stimme dämpfte und sich noch naher zu seinem Vater neigte daß Ezechiel einer Dame ganz beson dere. ja fas' ausschließliche Aufmerk samkeit zuwendet gestern aber würd dies mehr als sonst bemerkbar, ja viel leicht etwas zu auffallend." Die Augenbrauen des Grafen zogen sich unmuthig zusammen. Aufmerksamkeit für eine Dame er?" fragte er, er scheint mir doch bis jetzt wenig Sinn für weibliche Reize gehabt zu haben. Und welche von den Zungen Damen war es? Zu den jungen Damen darf man
sie wohl eiaentlick nickt recknen." er
widerte Balduin, obwohl sie den Iahren nach noch iuqendlich aenua sein muß ich möchte nicht indiskret sein, da uxt ganze Sache wohl des Geheimniffes bedarf." Von Indiskretion ist mir aeaenüber keine Rede." sagte der Graf in befehlendem Ton. Du meint dnfc ick ' ' " - - u ' U niemals über etwas unvorsicktia spreche, aber ich wünsche doch Alles zu wissen, was in meinem Hause vorgeht." Du hast Reckt, mein Vater." erwiderte Balduin, und ich darf vor Dir nichts verberaen. was ick aeseben zu haben glaube Ezechiel hatte nur Blicke der Aufmerksamkeit für die Baronin Barenstem." Die Baronin Bärenstein'" rief der Graf, das ist eine Thorheit, das könnte zu bösen Verwickelungen führen. Und Du glaubst Deiner Sache gewiß zu sein?" Ganz gewiß." erwiderte Balduin, sie hatte Unväßlickkeit voraesckükt und mit niemand aetanzt. auch mit mir nicht, obgleich ich sie dringend darum bat. Die Beiden standen wahrend des ersten Walzers in einer Grotte von Orangenbäumen, und ihr Gespräch muß sehr feurig und bewegt gewe cn sein, vielleicht auch etwas tragisch, denn ich sah, wie sie mehrfach die Farve wechselte, und ihre Blicke spra chen fast ebenso deutlick als es di? Worte gewesen sein mögen, die freilich Niemand hören konnte. Ich war in der That besorgt, daß auch Andere etwas davon bemerkt haben möchten. Nachher hat sie sich immer zurückgehalten. aber da ich einmal zu beobachten angefangen, so bemerkte ich wohl, daß yre Blicke sich häufig begegneten, uno daß sie dann jedesmal aussahen, als ob zwischen ihnen irgend etwas vorgegangen sei,. das sie Beide tief bewegte. Der Graf schüttelte den Kops. Und Tu glaubst." sagte er. daß das wirklich Ernst sein könnte tc: ihm oder gar bei ihr?" Ich muß es glauben " erwiderte Balduin. ich halte Beide nicht für angelegt zu einer leichten Kourmachcrei." Ja, ia." sagte der Graf smster, das ist nicht seine Art und das wäre eine schlimme achc " flüsterte er vor sich hin, die meine Pläne durchkreuzte. Wenn Tu recht gesehen hast," fuhr er dann nach kurzem Sinnen fort, so könnte das zu einem Eklat führen. den ich zwischen Bärenstein und unserem Hause nicht will. Ich hoffe, daß Tu Dich getauscht hast, aber ich will wissen, wie die Sache steht sprich mit Niemand sonst darüber, auch mit Deiner Mutter nicht, aber verfolae Deine Beobachtungen weiter und theile mir mit, wenn Du etwas Weiteres bemerkst, damit sich da nicht etwas entwickelt, das bei Ezechiels Charakter gefährlich wenden kann." ..Ich werde thun, was Tu befiehlst," erwiderte Balduin, aber ich bitte. Dich, nicht zu glauben, daß ich eine leichtsinnige Indiskretion begangen habe. Es ist ja freilich möglich, daß ich mich täuschte, aber ich hielt es für meine Pflicht, Dir meine Besorgniß mitzutheilen, denn " Du hast recht gethan," sagte der Graf, indem er aufstand und seinem Sohn einige bei Seite gelegte Aktenstücke reichte ich muß in meinem Hause wie in meinem Geschäft klar sehen. Hier erledige diese Sachen und, noch einmal, sprich mit Niemand über das, was Du mir gesagt." Er befahl seinen Wagen, und Balduin trug die Papiere fort, um den ihm ertheilten Auftrag zu erfüllen. In der hellen Mittagssonne des zeitiger als sonst eingetretenen Vorfrühlings zog die ganze Stadt nach dem etwa eine Viertelmeile weit außerhalb gelegenen Rennplatze, um das erste Rennen in diesem Jahre zu sehen, das besonders interessant werden mußte, da es durch die Gunst der Witterung zu einer Zeit stattfinden konnte, in welcher noch die ganze Gesellschaft vom Lande anwesend war. Die vornehme Sportswelt war gespannt auf einige neue Pferde, welche zum ersten Mal vorgeführt werden sollten. Die Damen freuten sich, ihre allerneuesten Straßentoiletten zu zcigen, wozu sie auf dem Parkett keine Gelegenheit hatten, und die Bewunderung ihrer Verehrer zugleich mit dem Neide ihrer Nebenbublerinnen zu erwecken, und die übrige Einwohnerschaft der Stadt drängte sich dem glänzenden und bewegten Schauspiel zu, bei welchem sie die ganze haute volee" sehen und kritisiren konnte. (frort etzung folgt.) Un vermuthete Diebes" beute. Vor einem Haue m Berlin hielt ein Wagen, der mit Wäsche in SäSen und Körben schwer beladen war. Das sah ein Langfinger, und ehe die Begleiter vom Austragen und Einsammeln zurückkehrten, fuhr er mii oem Gejpann aus unv oavon. mm iboch n'ubt nssjiimeiK Denn vlönlick begann es sich in der Wäsche unheimlich zu regen. In einem der Körbe lag unter Wäschestücken wohl gebettet ein fünfjähriger Knabe, der eingeschlafen war. Als dieser rwachte und den fremden Menschen auf dem Bock sah. schrie er aus Leibeskräften. Der Dieb, der nun ieden Auaenblick seine Entlar vung voraussehen mußte, ließ die Beute t 1 c n '1 fr . nn 5 tl im sliH uno sloy. Äie Ponzei naqm hert WnrtPtr mit hr piaennrHntn Die. " -v.vjv. w O " besbeute in Verwahrung, bis die EigenXt.ll a. IC juincrin iyn aoqoire.
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