Indiana Tribüne, Volume 30, Number 19, Indianapolis, Marion County, 14 September 1906 — Page 7

Zndiana Tribüne, 19 September 1906

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Der Fluch der bösen That 5 O (sin Vornan drr groken VOtit von Gregor Samarow 4. 4. 4 (Fortsetzung.) Das ist die Macht des Geldes' sagte ein anderer der junqen Herren, die Alles gewinnt und auch dem Alter gewährt. todl eigentlich der Jugend gehören sollte." Sie sind aber glücklich miteinander," erwiderte der erste der beiden Offiziere, der alte Bärenftein trägt seine Frau auf Händen und gewährt ihr jeden Wunsch.Bah." sagte der Andere lachend, ein solches Glück gleicht dem grünen Tannenbaum im Winterschnee." Das flüchtige Gespräch wurde durch den Eintritt in den Empfangssalon unterbrocher. und die junqen Herren eilten, nachdem sie die Dame vom Hause begrüßt, dem Tanzsaa! zu. in welchem bereits die zweite Fansare geblasen wurde. Der junge Graf Ezechiel war. nachdem er die Baronin Bärenftein seiner Mutter zugeführt hatte, zur Seite getreten und schien in tiefe Gedanken derfunken, seines Amtes zu vergessen, das in der That auch überflüssig wurde, da fein Bruder eben die letzte der Damen heranführte. Seine Blicke hafteten wie gebannt auf der schönen Frau, welche neben der Gräfin stehen geblieben war. Sie hielt die Augen fortwährend zu Boden gesenkt, aber sie schien seine Blicke zu fühlen, denn leise seufzend und mit fast unmuthiger Miene wendete sie sich ab und trat zu einer Gruppe von Damen, die sie vor ihm Kerbarg. Da erklang durch die Räume die Jntroduction zu einem Strauß'schen Walzer. Der oberstkommandirende General der Garnison führte die Gräfin nach dem reich in Weiß. Gold und Dunkelroth dekorirten Tanzsaal. Die übrigen Damen folgten und nahmen ihre Plätze auf den an der Langseite befindlichen Diwans ein. Die ganze junge Welt drängte den lockenden Tönen nach, um sich zum Tanz zu gruppiren. während die alteren Herren in den Seitenzimmern die Whisttische aufsuchten und ihre Partien arrangirten. Zu diesen gehörte auch der Baron Bärenstein, dem das lange Stehen unbequem war und der die gemüthliche Ruhe am Whisttisch mit guten Bekannten vorzog. Er trat, ehe er die behagliche Zurückgezogenheit aufsuchte, zu seiner Frau, welche zu zögern schien, dem jungen Grafen Ezechiel zu folgen, der ihr die Hand bot, um sie m den Tanzsaal zu führen. Geh. meine Liebe, geh." sagte er, Du hast ja unserm jungen Freunde Dein Versprechen gegeben, und Dein Unwohlsein wird wohl vergehen, wenn Tu erst in den Kreisen der fröhlichen Jugend bist." Er nickte ihr freundlich zu und verfchwand in dem matt erleuchteten Seitenzimmer. Frau von Bärenftein hatte zögernd ihre Hand in die des Grafen gelegt, der den Uebrigen langsam folgte, und. sich zu ihr neigend, sagte: Was vrstimmt Sie, Mathilde? Zürnen Sie mir bereuen Sie das Versprechen, das Sie mir gaben? Es ist doch wahrlich nicht viel, mir einen Tanz zu gewähren, wie Sie es mit jedem Fremden thun würden. Für mich ist es freilich viel, denn es gibt mir die Gelegenheit, mit Ihnen in der großen Gesellschaft einige Augenblicke allein zu fein Ich habe versprochen, was ich nickt hätte versprechen sollen," erwiderte sie mit zitternder Stimme, nachdem Sie mir gesagt, was Sie nicht sagen hnf ten, und was ich noch weniger hätte anhören dürfen, und darum wäre es besser für mich gewesen, zu Hause allein zu sein, als mit Ihnen in der großen Gesellschaft." Bedürfte es der Worte?" fragte er vorwurfsvoll, um Ihnen zu sagen. waS Sie doch längst wissen mußten, daß ich " Schweigen Sie." unterbrach Sie ihn schnell, indem ihre Hand m der seinen zitterte wiederholen Sie nicht, was ich vergessen will als eine Verirrung. Eine Wiederholung müßte ich als eine Beleidtgung empfinden. Sie waren über die Schwelle des Tanzsaales getreten. Zahlreich sich um sie drängende Herren verhinderten eine Fortsetzung des Gesprächs. Einige junge Offiziere eilten heran, um den Grsfen zu suchen, der als der älteste Sohn des Hauses den Ball zu eroffnen hatte. Er führte die schöne Frau an die Spitze der zum Tanz angetretenen Paare und beaann den Walzer. Die Uebrigen folgten, und der animirte Tanz gab den Beiden, nachdem sie ihre Tour gemacht, wteder die Gelegenheit. w der Graf Ezechiel gesagt hatte, tn mitten der q-oßen Gesellschaft allein zu sein. Eine Beeidigung " sagte er. das unterbrochene Gespräch wieder aufnehmend, als er die junge Frau zu einer Gruppe von Orangenbäumen geführt hatte, welche eine unmittelbare AnNäherung der übrigen Paare verhin derte eine Beleidigung soll es fein, wenn ich Ihnen sage) datz ich Sie liebe.

und daß diese Liebe mein ganzes Lebn ausfüllt bald mit dem höchsten Glück, bald mit dem tiefsten Schmerz?" Und was wäre es sonst?" erwiderte sie, die Auen mit drohendem Blick zu ihm aufschlagend. Sind Ihre Worte Wabrl-eit was sollen sie dann bedeuten? Wissen Sie doch, daß ich durch unauflösliche Bande an die heiligsten Pflichten gebannt bin. Und wenn Ihre Worte einen Widerhallen meinem Herzen finden könnten, so toarr das, bei Cott. ein Unglück für Sie und für mich. War aber das. was Sic mit gesagt, eine jener galanten und gedankenlosen Lügen, wie sie den Herren so leicht von den Lippen fließen, so sollten Sie mich für ein solches Spie! ?u hoch bail?n." Und da? thue ich bei Gott. Matbilde!" rief er mit innigbewegtem. Ton. meine Worte sind die Wahrheit, die bo?e '.:nd reine Wahrheit." Um so schlimmer, wenn ich da? qlauben müßte, denn noch einmal muß ich Si fragen, was ein solches Befenninin dann bedeuten soll? Eine Liebe olme Hoffnung muß in den Tiefen des Herzens verschlosskn bleiben, wenn sie ertraaen werden und nicht den Frieden der Seele und die Kraft der Pflichterfüllung zerstören soll Sie hal-en von unlösbaren Ban-

deu gesprochen, Mathilde," rief er mit einem feurigen Blick, vor dem sie zitternd die Augen niederschlug solche Bande gibt eö nicht! Tie Liele kennt keine andern Fesseln, als die sie selbst in heißer Gluth geschmiedet, sie zersprengt jede Scheidewand zwischen zwei Herzen, die für einander geschaffen und bestimmt sind nur der Tod kann die Herzen scheiden für die irdische Zeit. Ueber uns ist der Tod noch nicht Herr, uns gebort das Leben, die Jugend und die Hoffnung!" Haltcn Sie ein, um Gotteswillen. halten Sie ein!" rief sie entsetzt zurückschaudernd. Wissen Sie nicht, daß für meine Kirche das Band, das mich fesselt, unlösbar ist?" Nein, nein." sagte er, noch näher zu ihr herantretend, die Liebe betet nur zu dem Gott, der sie in dem Menschcnhcrzen erweckt und trägt ihren Himmel in sich seilst. Kein Bekenntniß oer Lippen kann sie zwingen, und Gott bl.'itt ein und derselbe Urquell aller Liebe, ob wir in dieser oder jener Form zu irrn beten. Ich gebe di? Hoffnung nickt auf. ich werde meine Liebe nicht in die Tiefen meines Herzens begraben, wenn Sie mir nicht faqen. daß meines Herzens Quäl Ihnen aleichgiltig ist, daß Sie kein Verständniß für mein Gesühl haben. Darum muß ich Sie fragen, immer wieder fraien. ob mich ein Jrrwabn täuscht, wenn ich glaube, daß unsere Herzen für einander geschaffen sind, daß Sie in dem rniinren gelesen baben. auch ehe ein Wort über meine Lipven trat?" Tole Fraae zu beantworten wär? ein Verbrechen." fazte sie zitternd, mit leiser Stimme, eine solche Frage zu stellen bab:n Sie nicht das Recht." Tie Tour war wteder an den Beiden. Er schlang seinen Arm um sie. und Uxt schwebten leicht und anmutbia über das Parkett hin. S-z schien einer Stütze zu bedürfen. l?r umschlang sie fester mit seinem Arm und drückte ihre Hand, als ob er sie nie wieder von sich lassen wolle. Es war. als ob diese stumme Sprache seiner Liebe wärmer zu ihrem Herzen dränae. als es seine Worte ver mochten. Sie schmiegte sich in oer Be wegunq d?s Tanzes, in der sich Beid? noch mebr als vorher inmitten der aro ßen Gesellschaft miteinander allein be fanden, immer inniger in seinen Arm und als sie. wie von seinem feurig au ihr ruhendn Blick gebannt, die Auge? zu ihm auf'chlua. da las er in denselben wohl ei-e andere Antwort als vor her. und kaum den Boden berührend schwebten Beide wie im seligen Traum dabin, die Tour noch einmal um den ganzen Umkreis des Saales verlän gernd. Als sie wieder auf ihren Platz zurückaekommen waren, bob sich die Brust der sch!)ne.t Frau in tiefen Athemzügen. Sie schien erschöpft, und auch er stand eine Zeit lang schweigend neben ibr. Dann aber beugte er sich zu ihr herab und sprach immer seu riaer, immer lebhafter zu iyr, uno diesmal mußte sie wohl nicht so davor zurückschrecken, seine Worte zu hören zuweilen rutien sich ihre vom Tan geratheten Wangen noch dunkler, ein glückliches Lächeln spielte um ihre Lip pen, und in ihren flüchtig zu ibm auf blickenden Augen schimmerte ein warmes Licht. Als der Tanz beendet war und er '? zu den seine Mutter umgebenden Da men zurückführte, ließ sie sich ermüde auf den Diwan zurücksinken und blieb eine Zeitlang, wie träumend, allein, bis sie gezwungen war. sich mit anderen neben ihr Platz nehmenden Damen zu unterhalten. Sie nahm keinen Tanz mehr an. setzte sich zu den älteren Damen und erklärte il,re zuweilen bemerkte erstreutheit mit der leichten Unpäßlichkeit. die sie fast am Ausgehen verhindert hätte. Graf Ezechiel kam erst zu ihr wieder heran, um sie zum Souper zu führen. Sie nahm zwar feinen Arm. aber in ihrem fast vorwurfsvollen Blick schien das Licht, das denselben vorher erwärmt hatte, erloschen zu sein, und sie wußte jedes, ohnehin schon schwierige, vertrauliche Wort zu verhindern und stets mtt einer ihr sonst fremden Lebendigtnt eine allgemeine Unterhaltung

unter der an dem kleinen Tische ver-

einigten Gesellschaft zu unterhalten. Das Fest nahm seinen Verlauf, und die ganze Gesellschaft schien von der zu Ende gehenden Saison einen besonders heiteren und fröhlichen Abschied nehmen zu wollen. Im Kotillon. den Graf Ezechiel mit seinem jüngeren Bruder zu führen hatte, brachte er der Baronin Bärenstein, welche nahe bei seiner Mutter saß, ein Bouket von zarten Frühlingsblumen eine Aufmerksamkeit, die nicht weiter auffallen konnte, da die junge Frau eine ausgezeichnete Stellung in der Weli einnahm und mit dem gräflichen Haufe freundschaftlich alliirt war. Sie nahm da? Blüthensträuschen mit einem kurzen Dankeswort, versagte aber den Tanz, da sie zu erschöpft sei ohne auf seinen bittenden und vorwurfsvollen Blick zu achten. Als endlich die Gesellschaft auseinander ging, mußtie der Graf Ezechiel noch in seinen Zimmern die ihm näher bekannten Herren empfangen, wie man es von ihm gewohnt war und erwartete. Bei einer Cigarre und einem Glase bayerischen Bieres oder Punsch wurden die einzelnen Personen der Gesellschaft und die kleinen Ereignisse des Abends noch einmal durchgesprochen in harmlos lustiger, oft aber auch mit boshaftem und schonungslosem Witz, und auch der alte Baron Bärenstein mit seiner jungen Frau, die so gar nicht zu hm passe und viel zu schade für ihn ei, entging der spöttischen Erwähnung nicht. Er muß wohl eifersüchtig sein, agte ein Tragoneroffizier lachend, daß er seiner schönen Frau das Tanzen verboten hat sie hat mir wahrlich von Herzen leid gethan, als sie so sichtbar gelangweilt unter den alten Damen als Mauerblümchen dasaß. Mit Dir. Ezechiel. durfte sie wohl, als dem Sohn des Hauses, eme Ausnahme machen, und da konnte man wohl sehen, daß sie mit Passion und ganz vortrefflich tanzt ich habe Dich darum beneidet, denn auch ich habe mir bei ihr einen Korb geholt." Das ist die alte Geschichte, sagte ein junger zierlicher Husar, indem er das kleine Bartchen drehte. ..welche ich einmal in einem Gedicht gelesen habe. von dem alten König, der ein junges Weib nahm, und von dem Pagen sie mußten beide sterben, sie hatten sich gar zu lieb so heißt es da, wie ich glaube. Nun es müßte ganz reizend sein, den Dienst des jungen Pagen bei der schönen Fru von Bärenstein zu thun, aber ob ich darum sterben möchte, das weiß ich doch nicht." Ezechiel hatte sich abgewendet, um die Bereitung einer neuen Punschbowle, welche ein Diener gebracht, zu überwachen. Das Gespräch nahm bald eine andere Wendung. Die Gesellschaft begann müde zu werden, und die Herren gingen einer nach dem anderen fort. Unter den Letzten befand sich der junge Leutnant von Braunau. Er war lunger als Graf Ezechiel, aber doch mit ihm in besonders herzlicher Freundschaft verbunden. Ezechiels ernstes Wesen wurde sympathisch berührt durch die Lebensfrische seines jungen Kameraden, und dessen sprudelnde unzechörbare frohe Laune hatte ihn in der letzten Zeit zuweilen erfrischt und ihm in seinem schmerzvollen Ringen mit der immer feuriger aufflammenden Liebe Muth und Hoffnuna wiedergegeben. Als die letzten Gäste fortgingen, zögerte Braunau noch etwas, indem er seinen Säbel suchte. Die Uebrigen bemerkten das nicht. und er blieb mit Ezeckiel allein. Ich muß noch mit Dir sprechen," sagte er schnell die Thür schließend. wahrend die Anderen draußen die Treppe hinabstiegen. Was hast Du?" fragte Ezechiel. Du bist mir heute schon den ganzen Abend verändert vorgekommen. Du siehst trübsinnig aus und hast auch hier unier uns stumm dagesessen und keinen Deiner Dir sonst so geläufigen bos haften und oft indiskreten Witze gemacht. Was ist Dir geschehen? Bist Du etwa verliebt. Du. der Du sonst nicht genug über die Thorheit der Liebe zu svottcn wußtest? Dir," erwiderte Braunau, will ich es gestehen. Die Liebe rächt sich, und es ist nicht jedem beschieden, mit kalter Ruhe, so wie Du. an den reizendsten Schönheiten vorüberzugehen, die doch alle so gern geneigt wären, das terz des künftigen Majoratsherrn von teinkirchen in Flammen zu setzen. Die kleine Komtesse Jda Rothenfels. die Koustne der Frau von Barenstein, hat es mir angethan. Ich habe erst dar über lachen und kaum daran glauben wollen, aber wahrhaftig, der Pfeil sitz mir fest im Herzen, und ich kann den Widerhaken nicht wieder entfernen. Darum." fagte Ezechiel mit einem fast wehmüthigen Lächeln, hast Du mit ihr im Kotillon so sorgfältig hinter einer Orangengruppe Deckung genommen und sie r m MO v isie? erwwerre Braunau. nun ich glaube, sie ist gutmüthig genug, um mich nicht zu einem Toqqenbura wer den zu lassen. Doch das ist es nicht was mich so niederdrückt, ich werde Dir das Alles einmal ausführlich er zählen, wenn ich dazu noch im Stande sein werde," fugte er mit tiefem Ernst d ihm sonst fremd war, hinzu, denn letzt ist es eine ganz andere und be Gott, recht schwere Sorge, die mich quält und w der ich bei Dir Rath suchen rnu.

..Nun. was ist es." fraate Ezeckiel.

Tu siehst ia wahrhaftig aus. als ob ein ernstes Unglück Dich bedrohte?" feo i t es auch." erwiderte Braunau mit schwerem Seufzer fast irccic ich mich, es Dir zu sagen, aber Du bist der Einziae. der mir ratben und helfen kann, da wir immer gute Freunde, nicht blos im gewöhnlichen Sinne des Wortes, gewesen sind.ibana aewiN." fiel Ezechiel ein. indem er ihm herzlich die Hand drückte, nno wenn ich rathen und helfen kann. 0 darfst Du auf mich zählen." Nun denn." rief Braunau. ..es wird mir schwer, es zu bekennen, aber ich bin leichtsinnia. recht leichtsinnia aewesen in meinem Leben das erste Mal und yofscntlich auch das letzte Mal. Du weißt, daß ich grundsätzlich keine Karte anrühre, aber neulich im Klub habe ich ich rethoren lassen, mich am Svie' zu betheilien ich war erreat. id; glaubte das Glück erzwingen zu können. das mir auswich, und ehe ich recht zum Bewußtsein kam, hatte ich zehnaiytno Thaler verloren und ?!rc.r an cn Sohn des Bankiers Eolnfeld, der ich. wie Tu weint, auf den Svorts man spielt." C web. mein armer Freund " agte Ezechiel, ..das ist böse, recht bofr! Aler da muß ja ein Ausweg gefunden werden. Dein Vater ist ja, wenn es ihm auch nicht ganz leicht werden mag, m der Lage, die Sache zu erledigen Du mußt ihm ein offenes Bekenntniß machen willst Du, so bin ich bereit, die Vermittelung zu übernehmen, er wird " Er wird die Summe bezahlen," sagte Braunau, aber er wird sehr zormg sein und das mit Recht und was noch schlimmer ist, viel schlimmer, er ist von Jugend auf nahe befreundet mit dem Grafen Rothenfels, er wird Mit ihm davon sprechen, und jede Hoffnung wird für meine Liebe verloren sein. Rothenfels ist sehr streng in solchen Sachen und schätzt, so reich er ist. den Werth des Geldes sehr hoch ich werde ihm vielleicht ohnehin schon als eine wenig glänzende Partie sür seine Tochter erscheinen. Eobnfeld freilich würde warten, davon bin ich ganz überzeugt, aber ich würde von ihm abhängig fein, ein Wort von ihm könnte mich vernichten " Das darf nicht sein." rief Ezechiel, icy hasse diese reichgewordenen mit Gold überfirnißten Geldprotzen, und wenn es nach mir ginge, würden sie niemals in die Gesellschaft aufgenommm werden." Ich habe ihn um acht Tage Frist gebeten," sagte Braunau, das ist bei einer größeren Summe natürlich und erklärlich." Aber weiter darf es nicht gehen," unterbrach ihn Ezechiel, da muß man ernstlich nachdenken was zu thun ist." Das habe ich gethan sagte Braunau, ich habe mit einem Geldmann, der solche Geschäfte macht, aber tm Allgemeinen für anstandiger als die Anderen und für keinen Halsabfchneider gilt, gesprochen und ihn gebeten, mir die Summe auf einen Wechfel zu leihen, der auf ein Jahr lang prolongirt werden soll. Bis dahin werde ich die Sache mit meinem Vater vielleicht ordnen können, dem man nie mit plötzlich dränqenden Dmgen kom men muß. Bis dahin kann ich vielleicht auch mit meiner Herzensangelegenheit im Reinen sein, und dann wird sich die ganze Sache auch vielleicht leichter ordnen lassen. Nun und Du bist zu Stande gekommen?"

.Nein!- seufzte Braunau. er hat mir wohl versprochen das Geschäft zit machen, aber er verlangt eine zwei."? Unterschrift und kaum wage ich es auszufprechen die Deine. Er weiß ja. daß Du ihm als künftiger Majoratsherr sicher bist, und wird dann wohl auch niemals drängen." Ezechiel senkte nachdenklich den Kopf. Ich habe solche Geschäfte noch niemals gemacht" sagte er. Hat mein Vater mich auch nicht glänzend gestellt, so bin ich doch immer ausgekommen und habe jede Verlegenheit vermieden. Es ist. ich sage es Dir offen, ein schwerer Entschluß, aber." fuhr er mit inniger Herzlichkeit fort, die Freundschaft verlangt auch ernste Beweise, die mehr sind als Worte. Ich bin bereit, für Dich zu thun, was ich für mich felbst nicht thun würde, eS ist mir peinlich, die Erbschaft meines VaterS in Rechnung zu ziehen, die mir, so Gott will, so spät als möglich zufallen mag. Aber, ich begreife es. daß der Mann wohl in mir eine Sicherheit erblickt. Wir werden ja späterhin wohl Mittel und Wege finden, die Sache zu ordnen nur eins verlange ich von Dir gib mir Dein Ehrenwort, nie wieder zu spielen." Ich gebe es Dir von ganzem Herzen ich wiederhole damit nur ein Gelübde, das ich mir selbst schon geleistet!" Gut also, morgen wollen wir das Geschäft abmachen ünd jetzt kein Wort mehr darüber Braunau fchloß den Freund in feine Arme und sagte mit thränenden Augen: Wenn Du eines Tages mein Leben von mir forderst, so wirst Du mich bereit finden, es für Dich einzusetzen verzeih mir, 0 verzeih mir. daß ich mit einer solchen Bitte zu Dir gekommen bin!" Zu wem solltest Du denn sonst gehen." sagte Ezechiel lächelnd. Du hafinir bewiesen, daß Du mich frr Deinen wahren, für Deinen besten Frnmd hältst.(Fortsetzung folgt.)

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