Indiana Tribüne, Volume 30, Number 18, Indianapolis, Marion County, 13 September 1906 — Page 5

Jndiana Tribüne, 13 September 1906

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Juternrbau Zeit-Tabelle.

I. XL T. System. I, rast Sonntag, den 20. Mai 1906. Züge verlassen Indianapolis. M un cie & Marion Division, awrence, Fortville, Pendleton, Anderson, Korktown, Muncie, Riddletomn, Alezandria, Gummitville. Fairmount. Gas City, JoneS ooto und Marion. 4 00 5 05 6 00 7 05 00 9 05 10 00 11 00 11 05 12 00 Vm. Bm. Bm. fim, Bm. Vm. Vm. Vm. Vm. Mttz. 1 05 Nm. 2 00 Nm. 3 05 Nm. 4 00 Nm. 5 00 Nm. 5 05 Nm. 00 Nm. 7 05 Nm. 8 00 Nm. 9 05 Nm. 11 30 Nm. Limited. Log an Sport Peru Division. Tarmel, NobleSville, Cicero, rcadia, Atlanta, Tipwn, okomo, Galvefton, Watton, Logansport. Miami, Bunker Hill, Peru und Elwood. 5 00 Bm. 1 45 Nm. 5 45 Vm. 3 00 Nnt. 7 00 Bm. 3 46 m. T 46 Vm. 6 00 N. 9 00 Vm. 5 45 Nm. 46 Sm. 7 00 Nm. II 00 Bm. 7 45 Nm. 11 46 Vm. S 00 Nm. 1 00 Nm. 11 30 Nm. Limited. Zug um 11:30 AbendS der Jndian -LoganSport 'Dwision geht nach Peru statt LogcmSport. Neue spezielle Bedienung nach Ft. Wahne. Aüge verlassen Indianapolis um 7KX) und 11:00 Uhr BormittagS und 3.00 und 7:00 Uhr Nachmittags, machen die Fahrt nach st. Wayne in 4 Swnden und 40 Minuten. euer Zug Marion Flyer Verläßt arion 7:65 BormittagS und 1:66 Nach ittagS ; Verläßt Indianapolis 11:00 Bor tttagS und 5:00 Nachmittags ; hält bloS in nderson und Alexandria an. Anschließende Linien erreichen Dayto, vhio, Ft. Wayne, Huntington, Wabash, fontaine, Swayzee, Greentown, Hartford Airy, Montpellier, Bluffton, Winchester, Anion City, Greenville, O.. und Zwischen, Rationen. Uracht und Paffagier, Osfice Termin Wartezimmer. Telephon M 176. Indianapolis & Eafiern. mtted Züge fürRichmond und allen Wunkten in Ohio, welche verbunden find mit ektrischen Linien, 'um 3.-10 und 11:10 Bor, MagS, 2:10 und 5:10 Nachmittags und :10 AbendS. Locale Züge für Richmond md Zwifchenftationen von 6:00 Uhr Vor, ittagS an und dann jede Swnd, auSge ommen die Limited Zeit, bis 8:00 Abend (7:0 Uhr Abend auSgelaffen). Letzter Zug ach Sreenfield um 11:30 Uhr Abends. Indianapolis & Martinsville. Erste Morgen-Car um 5:10 Uhr Morgen. Dann von 6:30 Uhr Morgen jede Swnde oi 11:30 Uhr Abend: ausgenommen die Vwnden 8:30 und 10:30 Uhr Abend. Indianapolis Coal Traction Co. Aüge laufen stündlich von Indianapolis & Vlainneld von 5:00 llyr Morgens o UM Uhr Abend ; ausgenommen die Swn, den 8:00 und 10:00 Uhr Abend. Indianapolis & Northwestern. Züge laufen stündlich von 6:00 Uhr Mor, gen bi 8:00 Uhr Abend. Anschluß in Lebanon für Thorntomnund.CramfordSville. Der Zug um 10:00 UhrMendS fährt bloS bis nach Lebanon. Der Zug um 11:30 Uhr AbendS fährt bis ach Frankfort, Anschluß in Lebanon für ErawfordSville ; derselbe fährt in der Sonn, tag Nacht blos bis nach Lafayette. Limited Züge für Lafayette fahren ab trat 8:10 und 11:10 Uhr Morgen, und 2:10, 6:10 Nachmittags und 7:10 AbendS. Für ErawfordSville um 10:45 BormittagS und 4:26 Nachmittag. 4 "I AM F0B W0MM 5V" T Water Motor WashingMachrnes Cor. Noble and Michigan New Phone 11,9 Maas Bros. Reinhold Stark, Haus-, Schilder-, .und Fresco-Maler,

Holzmalerei, ( Graining meine Spezialität, o. 40 Weft Raymond Str. Reu Telephon 733.

Civildienft.Prnfnngen.

Am 10. Oktober wird ein Examen für Deputy Shipping Clerk und Kom miffar abgehalten, Das Salär variirt zwischen $7&0 und $900 per Jahr. Da Examen besteht in Buchftabiren. Rechnen. Briefschreiben, Schönschrei. den. Abschreiben, praktische Fragen und den Anfangsgründen der Buch, führung und Kontoführung, sowie Er. fahrung. Da die Pflichten meistens auf Schiffen und Ankerplätzen zur Aug. führung gelangen, ist eö von Nutzen, wenn Applikanten Draußenarbeit ühn licher Art gewohnt find. Am selben Tage wird auch Examen für Handwerker (einer, der in allen Fächern bewandert ist) abgehalten. Salär S900. Die Stelle ist in der Western Navajo Agentur, Arizona. Kein wissenschaftliches Examen wird verlangt. Weitere Information ist durch H. K. Milhouse, den hiesigen Sekretär, zn erhalten. Dritter Stock im PoftofficeGebüude. erlange keine Vorrechte. Tom McCoy. ein früherer Bankier aus Renffelaer, arbeitet im Zuchthause zu Michigan City im Binderzarn. Departement, wo er Säcke zubindet. David Sherrick arbeitet auf der Farm derselben Strafanstalt; er hofft, daß das Supreme. Gericht seinen Fall um. stoßen wird. Beide Männer find laut Aussagen der ZuchthauSbeaten gute Gefangene, welche nie Anlaß zur Klage geben und die auch nie irgmd welche Vorrechte verlangen. ftene Inkorporationen, Folgende Gesellschaften erwirkten beim StaatS-Sekretür ihre Jncorpora tionöpapiere: Geyser Oil Tank Company", Fort Wayne; Capital 450,000; Direktoren, AuguftuS Bowser, Henry A. Wiese und Charles S. Fair. Rice Hardware Company". Lo. gansport; Capital $12,000; Directo. ren, Charles W. Ness, John W. Guard und Henry M. Melton. Conneröville. Frau CniS Funk aus Waterloo Township wurde heute sofort getödtet, ihr Gatte liegt in schwer verletztem Zustande darnieder. Beioe waren nach der Stadt gewesen, als unterwegs die Pferde vor einigen Radfahrern scheuten, durchbrannten, und den Wagen eine tiefe Böschung hin ab schleuderten. Hartford City. Die Her. cules Torpedo Company, welch? ihre Anlagen in der Nähe unserer Stadt hat, gedenkt dieselben durch Anbau einer Dynamitfabrik zu vergrößern. Eine große Anzahl Leute werden Be schüftigung finden. Wenn d ie O f e n s ch w ä r z e statt mit Wasser, mit Essig angerührt wird, so erzielt man in kurzer Zeit einen tiefschwarzen Glanz. Teppichoeen dauerhaft zu machen. Wenn man Teppibesen wöchentlick einmal nur zwei Minuten lan in kochendes und gleich darauf in ganz kaltes Wasser taucht, so werden sie so fest und dauerhaft, daß sie doppelt so lange aushalten, als die nicht in dieser Weise behan delten. Daneben kehren sie besser und beschädigen die Teppiche wrmger. Flecke auö Steppdecken werden beseitigt, indem man die Deden zuerst in lauwarme: i SeifenWasser wäscht, darauf in kaltes, weiches Wasser legt und sie über Nacht darin beläßt. Am nächsten Tage ringt man die Decken möglichst trocken und hängt sie auf. Dte Enden, tn denen noch lange Feuchtigkeit zurückzubleiden pflegt, müssen wiederholt von Zeit zu Zeit ausgerungen werden. Sehr wichtig aber ist vor allem, daß man die Decken, während sie so allmählich trocknen, oft mit einem c satten Stock oder Brett tüchtig klopft. Auf diese Weise bewirkt man nämlich, daß die Watte aufquillt und sich nicht der filzt. Ferner sollen die Decken mehrmals von rechts nach links, und ebenso von oben nach unten gewendet werden. Denn dadurch verhindert man, datz nach der Wäsche jene häßlichen. sie so oft entstellenden Wäschestreifen zurückbleiben. Befestigen von Messerklingen. Zum Befestigen von Messerklingen mache man aus fein pulverisirter Bleiglätte und gereinigtem Glycerin einen Brei, den man auf den losgelösten Theil schmiert; diesen steckt man nun schnell in den Griff, da der Kitt rasch erhärtet und nur in weichem Zustande bindet. Aus dem gleichen Grunde mutz man auch den überflüssigen Brei, der oben herausquillt, sofort abwischen

Die lchtc Wache

Skizze aus dem Secmannsleben Von ' Soinrici, Säcker kvavvaaaaaaaaa''h sCL& dhu't doch nich! Nee, cd 3t, dhu't doch nich!" Und Kapitän Vanstrup schlug mit bei fernst auf den Tisch, dak die Gläser tanzten und der Bierschaum umherspritzte. Dar is nix mehr zu dhun oder nich dhun Du hast unnerschriewen! Unn wat vor'n Awwkaten affgemacht is, dai is!" sagte Karl Hansen und brachte mit der flachen Hand dieselbe Wirkung hervor, wie sein Gegenüber mit der Faust. Sie saßen am Fenstertisch in der Schenke Good Hope." Hansen guckte Vanstrup mit kalten, entschlossenen Blicken an, Old-Vanstrups Augen aber richteten sich verschwimmend auf die Brigg, die draußen am Bollwerk festlag. Beholl' Dein Geld, Karl, unn laß mir meine Brigg!" Warum?" Darum! Eck kann an Land nich läwen unn nich sterwen!" Unsinn! Dir is der Koopschilling to klein!" Karl Hansen!" Vanstrups Augen trockneten sofort unter der Gluth. die drohend in ihnen aufstieg. Bin eck so'n Geldsack?" . Na, warum willst upp einmal nich? Führen kannst de Brigg nich mehr, weil's de Gicht in alle Knochen hast, alt genug über siebzig bist auch, daß Dich zur Ruh setze kannst, unn verkoopt hast se mir vor Notar unn Zeugen. Morgentags kriegst Du den Koopschilling auf Heller unn Fennig unn denn is de Brigg meine! Mein Faden is uht!" Ja, ja! unnerschriewen hab' eck führen kann eck dat Schip oock nich awwer. Karl an Land kann eck nich läwen unn nich sterwen tyrf eck Dir!" Wie ein Jammerschrei rang sich das aus dem Herzen des alten Mannes, der durch das Fenster nach oem Schaff ymuoersah, wie jemand, dessen Liebstes im Sterben liegt. Karl Hansen packte das Mitleid: er dachte daran, wie er sein würde, wenn er auch einmal nicht mehr könne." Hcc', Old-Vanstrup." sagte er und legte seine Hand auf des alten Seebären Arm; hör mal! de Mannschaft is geheuert, die Ladung liegt parat bei acht Tagen soll die Brigg unner eget gey'n fahr' mit!" Als wat?" Als wat? Alö wat Du willst meinswegen als Vergnügungspassa- - - " Magier? Wo eck all' die Jayren Kaptein war? Nee!" Na. öwerschlap Di dat! Qet Wird Nacht, unn eck will man noch 'ne Wach' upp't Schip besorgen. Upp de Brigg?" 2a!" Nee! Hüüt is dat noch meine Sach'; bis morgen is de Brigg ja woll noch mein Ementyum! ..Dat is se! Awwer eck will Tir ja man blos 'ne Sorg' affnehneymen. Hüüt is dat noch meine Sorg'!" All reight! Du hast ja awwer memano. Eck weer' sülwst Wach' Hollen!" Du? Schlap Di leewer ut!" An Land? Nee. Karl! die Iefct Nacht bliew' eck upp'm Schip!" sagte er rauy. Dann, wieder weich werdend fuhr er fort: Se war ia meine Welt de Brigg, eck dacht' immer, mitehr to Grund to gehn unn nu soll eck sterwen wie'n Fisch, der kein Wasser nich yar: mtt, Karl, nee! Eck dhu't nich Good Nacht!" Mit dem dicken Gehstock polternd hinkte er hinaus, über das Bollwerk hinweg und über die Vlanke. die die Brigg mit dem Lande verband. Die Plante flog aufklatschend in's Wasser und Vanstrup verschwand in der Lücke die zu seiner Kajüte führte. Eck kann doch nich ganz unn gar gegen den Wind." knurrte Karl Hansen. als ihm der Wirth zur Good Hope" den neubestellten doppeltstie wen" Groa brachte. Old-Vanstrup kann Een'n leid dhun," meinte der Wirth, ,,'t geht 'm to nah', dat er nich mebr fahren soll'" Der Wirth hatte Recht: es ging ihm nahe, sehr nahe! Und er konnte über den Abschied von seinem Schiff nicht hinwegkommen. Unten in seiner Koj, saß er auf dem Bettladenrand, da Gesicht in den schwieligen Händen m graben, die Ellbogen auf die Knie qt stützt. Droben knarrte das Takelzeüa und die Wellen plätscherten in der ewig anen 'l'elodie außen gegen die Schiffs wand. Das sollte er nun zum letz tmmal hören?! Nee. eck kann nich eck kann mch!" schluchzte er. Upp'm Wass bin eck geboren, upp'm Wasser will eck sterwen! Awwer " er richtete sich aus und neb die Kme nut den Händen die verdüwelten Knochen, die meu tern." Mühsam erhob er sich. Die sonst so energischen, wettergebräunten Züge er 1ch,enen im truren Licht der Koien lampe schlaff und fahl: wie zerrissen Segelfetzen nach einem Swrm hingen o welken öaare um seine Schläfen.

Wahr is dat io wadr. ea vm 'n

Wrack 'n Wrack !" Dabei sank sein.Kopf immer tiefer, seine sonst noch gerade Gestalt nahm eine gebückte Hal tung an. und plötzlich schien ihn ein Schwindel zu erfassen, denn er mußte, trotzdem er sich auf den Stock stützte, sich mit der freien Hand an dem Klavviisch festhalten. Müde schweiften seine eingefallenen Auzen von unten herauf in dem engen Raum umher, an jedem Stück ein Weilchen haftend, wie um Abschied zu nehmen von alledem. was ihm durch jahre langen Gebrauch theuer geworden war. Hier sollte nun ein Anderer Herr sein, ein Anderer auf dem Schiffe schalten und walten, wie es ihm beliebte. wo feit Jahren nur sein Wille gegolten? Ein Anderer sollte diese Dinge alle benutzen, die er hier um sich sah feine Instrumente, seine Karten, den Kompaß ? Knüpfte sich nicht an jedes ein Stück Erinnerung? Waren sie nicht "bic Zeugen seiner wenigen Freuden, seiner vielen Sorgen, seiner Angst und Noth in mancher sturmvollen Nacht? Und nun sollte er sie fortgeben ! Es kam ihm wie ein Sakrilegium vor. War es nicht besse?, er zertrümmerte sie alle, ehe er sie einem Anderen überließ? Heftig keuchte seine Brust, und wie in einer augenblicklichen Aufwallung schlug er plötzlich mit dem Stock um sich ein Poltern, ein Klirren, das Futteral mit dem Fernglas fiel herab und riß die Theemaschine um. Er hob mchts auf und ging hinaus. Der große Raum, der sonst so vielerlei Waaren barg, war fast ganz leer nur in der Nähe des Vordersteven standen ein paar Kisten und Fässer und eimge Gerätschaften. Vanstrup leuch tete mit einer Laterne umher, deren Licht in dem durch die offenen Luken verursachten Luftzug unheimlich flakkerte und den alten Mann gespenstisch beleuchtete. Er hatte wieder eine gerädere Haltung angenommen, sein Gesicht zeigte einen entschlossenen, ja sinsteren Ausdruck, die Lippen waren zusammengekniffen. Aber die Gesichtsfarbe war grauaelb. pergamentartig. Ganz anders erschien es. als vorhin. Er stampfte im Raum umher und setzte den Stock so fest auf.doß sich die eiserne Spitze bei jedem Schritt ein trenig in die Bodenplanke bohrte; wenn er aber einen Nagelkopf traf, gab es einen besonders harten Laut. Plötzlich zuckte er zusammen, bückte sich und griff nach feinem Bein. Ein Fluch fuhr ihm durch die Zähne. Tat Wrack kann nich 'mal 'n Zua verpragen." murmelte er. Dann schloß er die Luken. An den Spanten waren Haken: an einen hängte er die Laterne. setzte sich auf eine leere Kiste und rieb fein Bein Gicht nennen se dat! de Düwel is dat!" Als die Schmerzen etwas nachließen, gab er seinen Gedanken weiter lauten Ausdruck. Unnerschriewen iS unnerschriewen und Ool-Vanstrup war sein ganz langes Läwen lang ein Mann von Wort! Awwer diesmal soll der Duwel Wort Hollen der Düwel eck nich! Nee, eck nich! All' die Jahren war die Brigg meine ja! Awwer eck kann se nich mehr fuhr'n nich eine Fahrt mehr! Unn morgen morgen soll eck an Land an Land upp immer! Upp immer!" Er schüttelte schluchzend die Fauste. Wie lang' wird dat dauern lang' nich. denn is die Fahrt öwerhaupt ut unn dann packen se den ollen Vanstrup in so'n engen Kasten unn graben 'm ein in'n Sand! Nee! Nee! Eck geh' nich von mein Schip! Eck nehm' dat Geld nich! Lieber lieber soll !" Er sprang auf! Da war eine Theertonne, ein kleines Gefäß daneben. das schon öfter zum Theeren gebraucht war. Er schöpfte es voll, ergriff emen langstieligen großen Pinsel und begann. die Schiffswand im Raum zu theeren. Nicht gleichmäßig. Er fuhr haftig, immer und immer wieder ein tauchend, mit dem Pinsel quer über die Planten, so daß der Theer in Strömen herabfloß und kurze breite Rinnen auf dem Boden bildete. Er zeichnete so nur riesig große, unregelmäßige, schwarze Flecke; in die Ecken, die von Spanten und Planken gebildet waren, kam wenig oder nichts. Als nur noch ein Rest in der Tonne war. warf er sie um. daß der Theer auslif. In der Kiste war Strod - er zerrte es heraus und suchte die Kiste zu zerbrechen doch mußte er erst ein Beil aus der Rüstkammer holen. Er brachte gleich d?n Werkzeugkasten mit. Als die Trümmer der Kiste das Stroh deckte, langte er nach der Laterne. Er triefte von Schweiß nach der ae habten Anstrengung, seine Glieder zit terten, seine Lippen bebten, und als er sich jetzt aufrichtete und den Arm nach der Laterne hob, sauste es ihm in de Ohren, flammte es vor feinen Augendann wurde es Nacht um ihn . Langsam dämmert fein Bewußtsein auf. Er findet sich lang ausgestreckt im Raum liegen Arm und Wange in emer Theerlache. Was war mit ihm? Wie kam er ? Was wollte er doch? . . . Aha Vorwärts! Er setzt sich auf, er will sich erheben, aber seine schmerzenden Glieder sind steif. Auf allen Vieren schleppt er sich zum Werkzeugkasten, faßt ihn und schleift ihn kriechend neben sich her ois zum Eingang in den Kieraum. Von da unten gähnt ihm die schwarze Nacht

entgegen er mutz die Laterne yavenl Er kriecht zurück, erst zu seinem Stock, dann zur Laterne. Er ist dabei wieder warm geworden, und der Versuch, sich an der Spante aufzurichten, gelingt. Du mußt Old-Vanstrup Du mußt!" murmelt er dabei, beholl Dein Geld, Karl eck eck beholl' meine Brigg. Eck unn mein Schip wir gehören tosamen!" Jetzt fällt das Licht wieder voll aui

fein Gesicht. An der einen Seite flat rern die weißen Haare herab, an der anderen kleben sie im Theer fest, der das Gesicht besudelt hat. Der Greis sieht entsetzlich aus! Die Auaen sind ganz tief eingesunken, aler sie funken unheimlich aus ihren Höhlen hervor: die Augenbrauen scheinen noch einmal so buschig als sonst zu sein, die Backenknochen stärker, die Nase länger. Wir gehören tosamen wir gehö ren tosamen!" Er taumelt mit der Laterne weiter. Jetzt klettert er stöhnend und ächzend in den Kielraum hinab, nimmt die La terne, dann den Werkzeugkasten und stellt beides unten hin. Wir wir gehören tosamen!" Aus dem Kielraum dringt eigenthümliches Quietschen und das Geräusch von splitterndem Holz lange, lange. Dann Keuchen, Stöhnen, dazwischen unverständliches Murmeln. Das Quietschen beginnt wieder, das kratzende Holzsplittern. Dann nach einer neuen Pause ein paar diimpfe Schläge, jeder von einem ächzenden Laut begleitet und nun ein Rauschen und Plätschern, als dränge das Wasser ein. Die Laterne erscheint wieder über dem Eingang zum Kielraum, darauf Vanstrups Kopf. Er ist unkenntlich Schweiß und Theer haben ihn so entstellt. tosamen wir gehören tosamen!" Es macht Vanstrup viel Mühe, wieder in den Raum zu kommen; aber er kann sich nicht aufrichten, er sinkt zu Boden. So hockt er neben der Laterne seine Hände sind blutig, zerschunden seine Brust arbeitet mit Anstrengung, die Lunge athmet stoßend, röchelnd. Dazwischen das Gurgeln und Plätschern von unten her und das Gemurmel des Alten. Eck eck holl' de Wach' Karl! Eck Hüüt is de Brigg noch mein'! Hüüt! Hüüt bin eck noch Kaptein! Eck führ' se! Eck unn mein Schip wir bliewen tosamen! tosamen!" Wieder versucht er aufzukommen es geht nicht! er hat den Stock im Kielraum gelassen. Er kriecht Ein Stückchen noch ein Stückchen die Laterne zieht er mit! Er will nach dem Bug, an den Theer, das Strich. Aber die Glieder wollen nicht jede Sehne versagt! Einen Schritt ist er noch davon weiter kommt er nicht! Wir bliewen tosamen!" Und unten plätschert es. gurgelt und rauscht es. Eine Weile liegt er wie ein Todter da, die Arme über den Kopf hinausgestreckt; dann krümmt er sich zusammen. Langsam langsam kommt er zum Sitzen. Er murmelt, murmelt öffnet die Laterne und wirft sie so auf den Strohhaufen. Sie kommt gerade nahe genug, daß ein paar Halme in die Flamme reichen sie sengen, glimmen da! jetzt flackert ein Flämmchen, da noch eins! Und nun lodert es hell auf! Vanstrup liegt auf dem Bauche, stützt die Hände auf und starrt erhöbenen Hauptes mit weitaufgerissenen Augen in die Flammensäule, die immer größer wird und schon die Deckbalken leckt. Er kreischt auf. Em schriller, durchdringender Schrei, vor dem er selbst erschrickt. Plötzlich scheint ihm die 5?aft wiedergekehrt er springt auf, er will fliehen. Feuer! Feuer!" ruft er laut. Er macht einige eilige Schritte, dann taumelt er. Ist es die alte Schwäche wieder, oder der dicke Rauch, der ihn umwallt? Da ein Fall ein Aufspritzen des Wassers unten im Kielräum Kapitän VanftrupS letzte Wache ist zu Ende! ... Müßiggang ist aller Laster Ansang." An dieses Sprichwort dürfte der preußische König Friedrich WilHelm I. bei dem Erlasse gedacht haben, durch den er im Juni 1723 allen Bürgerstöchtern, Handwerkerfrauen und Hökerweibern," die auf öffentlichen Märkten ihre Waaren feilhielten, befahl, die unbeschäftigte Zeit zum Wolle- oder Flachsspinnen, Nähen oder Stricken" zu verwenden. Ein Sondererlaß für das Hökerweibervolk" besagte, daß es in der Woche ein Pfund Wolle zu spinnen, widrigenfalls jedoch das doppelte Marktgeld zu zahlen habe. Man sieht, auf welche Einzelheiten sich die weise Fürsorge des Soldatenkönigs erstreckte. Marunr er da noa? kragt? Fremder (zu einem vorübere'lenden 14jährigen Straßenjungen): M, Fritz Du, Fritz, kommt hier auch die Elektrische von Gohlis vorbfi?" I u n g e : .Woher wissen Sie denn, daß ich Fritze heeße?" Fremder: Das habe ich errathen!" Junge: Nun, so kenn Se ooch rathen, ob hier de Gohlisscr Elektrische vorixikonunt."

Gefchäfts-Kalender.

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