Indiana Tribüne, Volume 30, Number 17, Indianapolis, Marion County, 12 September 1906 — Page 7

Jndiana Tribüne, 12 September 1906

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(Schluß.)

Aber noch wußte sie nicht, was er damit sagen wollte. Auch dann noch nicht, als sie ihn heimbrachten, kalt und starr, mit der Schußwunde in der linken Schläfe. Ein Todter und dennoch ein Lebender in ihrem Herzen, weil er in der zwölften Stunde ihr die Liebe gegeben hatte, nach welcher ihre sehnsüchtige Seele seit frühester Kindheit Verlangen trug. Auch Jürgen stand vor einem Räthsei, als man ihn um die Mittagszeit aus dem Dienst heimrief. Daß der Schuß aus dem Gewehr des Vaters in dem Augenblick, als er über einen Graben sprang, losgegangen sein sollte und ihm den Tod gegeben, klang wohl glaublich für die Herren. die der Leiche das Geleit gaben, aber unglaublich für feinen Sohn, der wie kein anderer die fast übertriebene Vorsicht und Pedanterie des Verunglückten in dieser Beziehung kannte. Einem so alten Jäger und todtsicheren Schützen passirt ein derartiger Unfall nicht. Dem lag die Absicht zugrunde. Nur die Ursache verstaub n nicht. Wie kam ernt solche Herrennatudazu. welche die Gegenwart nach ihrem Willen zu thun gezwungen hat und die Zukunft mit dem gleichen Mittel erobert hätte, die unter der Gnadensonne der kaiserlichen Huld steht, all das mühsam Erworbene, Schritt für Schritt Erkämpfte, hin zu werfen wie eine Bagatelle? Und als er das dachte und sein Hirn mit immer neuen Fragen zermarterte, schlug die alte steife Säulenuhr hellen Schlages die erste Nachmittagsstunde an. Ein wenig später brachte der Diener den Abschiedsbruf des Todten mit der Erklärung. Sie sind nicht daran gestorben, wie sie anfangs meinten. Sie haben sieb durch die Verzweiflung zur Klarheit empor gerungen, die gutmachen will und kann, was menschliche Schwäche und Sünde gefehlt haben. Wer darf darüber sein Urtheil sprechen? Sie gewiß nicht. er Todte steht vor Gottes Gericht. Xrci Tage gingen in's Land, seitdem die Leiche der Erde übergeben ist. Viel Ehrbeweise, viel tröstliche Worte und noch mehr äußerer Schmuck hingen damit zusammen. Der Wille des Geschiedenen erfüllte sich. Niemand unter dem prächtigen Gefolge ahnte, daß der Hügel, der sich in stolzem Prachtgewand neben dem des Grafen hmerk von Liederstett. des vor ornßig Jahren zu Trautenberg versterbenen Kommandeurs, wölbte, von rechtswegen unter die Reihe ohne Kreuz und Stein an der Kirchhofsmauer gehörte. Unter den unzähligen Spenden, die sich auf seinem Grabe zu einem Berge aufthürmten, ragt unter allen an Schönheit und Riesengröße der vom Regiment gestiftete Lorbeerkranz heraus, mit der Inschrift auf dem Gold der Schleife: Er hat Großes geleistet. Ihm war

Größeres als Ziel gesteckt. Aber des Größten ist er theilhaftig geworden durch den Willen seines Gottes, indem er den ewigen Frieden empfing. So ist das Größere, das ihn erwartete. in dem Größten und Erbabensten versunken. Sein Andenken wird bleiben." In Hohen-Litzen sind sie beim Einfahren der Weizengarben. Die Halme erscheinen wie starkes, gesundes Rohr und die Aehren sind schwer voll gol denn Körner. Hoch bepackt schwanken die Erntewagen durch das Scheunenthor auf die Tenne. Die Sprossen der Leitern neigen sich stöhnend und die Räder ächzen unter der gesegneten Last. Das warme, fruchtbare Erdreich hat diesmal reichlich heraus gegeben, was an Schweiß. Arbeit und nützender Kraft hinein gesenkt wurde. Tarenberg ist den ganzen Tag auf dem Gaul. Kaum, daß er sich eine Stunde Mittagspause gönnt. Auck von dieser nimmt er nur für die Rübe und Stärkung seines Körpers die kleinere Hälfte der ausgesetzten Zeit. Der andere Theil gehört der todtkranken Schwester. Es ist eben Erntezeit. Zeit der Erfüllung und Reife. Auch für sie. Die Frucht wartet, und die Hand deö Todes streckt sich langsam qum Pflücken aus. Nora ist rührend genügsam in all ihren Ansprüchen. Sie selbst treibt Hans Weddo auS dem Krankenzimmer wieder in den Sommertag voller Gluth und Arbeit hinaus, wenn er in zarter Rücksichtnahme für sie nicht sogleich dem Ruf der Dienftglocke folgt. Aber er geht gern. In der bis zur Erschöpfung gethanen Pflicht liegt die Rettung vor Weltcerachtung und Menschenhaß. Heute geht es besonders heiß her. Es gilt, bis zu dem Sinken der Sonne von dem reichlichen Segen zu bergen, so viel nur irgend möqlich ist. denn das Werterglas steht trf und der Regenvogel schreit. Der alte Verwalter beaufsichtigt das Abladen in die Tässc. Tarenberg ist draußen auf dem Felde. Die Garben fliegen aus den ftftgefügten Stiegen auf die blitzenden Zm-

ken der Forken. Im unermüdlichen Auf und Nieder. Als wenn Gold und Silber ..Haschen" spielen, bis die Fuhren voll geladen sind. Dann wirft der Aufstaker dem Rosselenker Peitsche und Leine in kühnem Bogen zu. Die Fahrt beginnt. Hü hott treckt a n." Lanzsam und widerwillig die ersten Bewegungen. Die Räder werden tief in das lockere Erdreich hinein getrieben, und die Gäule sind nicht mehr so willig wie am Morgen. Während draußen das Leben und der Wille in fliegendem Pulsschlag glühen, sieben auf der Diele des HohenLitzener Schlosses zwei zitternde Menschen. die noch nicht wissen, wie sich ihr ferneres Leben gestalten wird. Deren Muth untergegangen und erloschen ist in der brennenden Frage, was ihnen die nächsten Stunden bringen werden. Jürgen und Adda von Wackrenhusen. Es ging nicht anders. Sie mußten kommen. Der Macht, die sie schob, konnte niemand Widerstand leisten. Auch Adda nicht. Beugen, demüthigen. klein sein!" befahl der Gerechtigkeitssinn. Sich erniedrigen und im Staube liegen, wenn die Gequälten es als Sühne verlangten. Aber die Liebe, die nicht stirbt, kauerte im Winkel und fagte in gläubiger Hoffnung: Ich bin ewig. Auch in ihm. Und meine Macht ist die Güte." Jürgen stand an einem der hohen Bogenfenster und starrte hinaus, des Augenblicks in heißer Ungeduld und athemberaubender Angst wartend, der Tarenbng heimbringen wird. Adda hatte sich sofort in das Krankenzimmer führen lassen, um ihr, die sie Dirne" genannt hatte, den Schwesternamen zu geben. Wie heilig so ein Sterbezimmer ist! Rings umher loht die Sonne, brennt und verbrennt. Hier ist Schatten. Draußen kämpfen sie m Schweiß und Noth um das Stückchen tägliche Brot, hier ist der Sieg, der Sättigung und Reichthum gibt. Tie Todtkranke hebt den Kopf ein wenig von dem weißen Linnen, als sie Schritte hört. Die alte Wirthschafterin. die Adda hinauf geleitet hat. entfernte sich sogleich wieder. Add wollte mit der da drinnen allein sein. Nun sind sie allein. Nur die Veraanendeit ftebt neben ihnen und sieht f auS traungen, glanzlosen Augen vorwurfsvoll an. Nora hat die Nahende erkannt. In ihr ist kein Zorn und keim D:rachtung mehr. Zitternd streckt sie Adda die abgezehrten Hände entgegen. In diesem Augenblick sieht sie so unirdisch und weltentrückt aus. als sei sie bereits gestorben. Adda kann nicht sprechen. All das Zurechtgelegte liegt auf ibrem Herzen, aber über die bebenden Lippen will es nicht. Nur ein tr?ckeneS Schluchzen kommt aus ihrer Brust. ?ttcht wetnen:" lagt die Krame unendlich milde. Da wirft sich Adda mit beiden Armen über sie und verbirgt ihre Augen in dem Kissen. Kannst Du mir das Wort verzeihen das schreckliche Wort?"

fragt sie stammelnd, und all das. was

ich Hans Weddo angethan habe? Nora will das gesenkte Haupt empor richten und in die Augen der Bittenden sehen, aber dazu reicht ihre Kraft nicht mehr aus.

Dir ist längst verziehen." sagte sie

flüsternd, steh auf! Ich möchte Deinen Mund küssen. Und den Kuß gib

weiter! Deinem Bruder, denn ich habe

ihn sehr geliebt."

Sie weiß gar nicht, daß sie der ein

stigen Feindin das traute Tu" gege-

ben hat. Sie fühlt nur, daß sie bald scheidet und Frieden machen muß, so

lange sie noch hler ist. Die weichen, zärtlichen Worte neh men den Druck von Addas Herz.

Sie richtet sich emvor und schiebt den

Arm unter Noras leichten Oberkörper.

dann neigt sie ihr die Lippm entgegen un küßt sie. Und flüstert ihr Worte

in das Ohr. deren Sinn Nora nicht

verstehen kann: ..Ich bringe Dir Deines Vaters Ab

schiedsgrüße." Danach sagt sie ihr, was gesagt werden muß. Jürgen wartet immer noch. Endlich hört er den festen, bedächtigen Schritt, den er so gut kennt. Tarenberg hat sich nicht Zeit genommen. um irgend eines Unbekannten willen, der es nicht einmal für nöthig hielt, seinen Namen heraus sagen zu lassen, die Toilette zu wechseln. Bestaubt und gebräunt tritt er ein. Unwillig, daß man es wagt, ihn einfach in dieser arbeitsreichen Zeit vom Felde heim zu rufen. Jürgen steht im Hintergrund. Dämarig und kühl ist eS in dem großen Raum. Das bunte Glas der Bogenfenster dämpft das grelle Sonnenlicht. Hans Weddos Augen sind geblendet von den Strahlen, die draußen leuchten, ie Gegenstände hier drinnen erscheinen ihm im ersten Augenblick wie ein riesiges Nebelmeer, in dessen Fluthen vereinzelte Blutstropfen umher tanzen. Da stürzt Wachenhusen vor. Alles vergessend, was er eigentlich sagen wollte, bis auf das Wort, das in seine Seele hinein gebrannt ist. Vergib mir Hans Weddo!" Tarenberg taumelt zurück, als habe er einen Schlag erhalten. Wie konlmst Du hierher? Geh fort von meiner Schwelle.'".

Laß mich bleiben! Ich entweihe Ifc

Dir nicht. Ich komme als ein Bittmder, als einer, der um die alte Freundschaft und um die alte Liebe bettelt." Wer rief Dich?" Deine Schwester." Nora sie hat ?" Die Wahrheit enthüllt, so weit fr ihr bekannt war. Ein anderer hat sie ergänzt. Du hast das Reckt des Hass auf diesen andern und auf uns, die wir seine Kinder sind. Und ich habe die Pflicht. Dir den Namen von Noras Vater zu sagen." Tarenberg schüttelt den Kopf. Das ist nicht mehr nöthig. Ich kenne ihn bereits. Ein Zufall hat ihn mir enthüllt. Dem Vater. Er wär.' weiter verschwiegen geblieben, wenn ihn nicht selbst das Geheimniß gedrückt hätte. Weiß er. daß Du bei mir bist ?" Er ist todt. Hans Weddo. Eine harte Sühne für einen, der im Glück stand. Todt freiwillig gegangen?" Ja. Tu wußtest also und hast aeschwiegen, trotz allem, was wir Dir angethan hatten. Tu hast uns nicht zerschmettert mit der Nachricht, nicht Deine Rache gekühlt wie groß bist Tu und wie gut! Sieh, ich liege vor Dir auf den Knieen. Ein Wort begehre ich. Ein einziges Wort, das Dein Herz spricht. Ich habe auch ge litten. Hans Weddo. Ich lieote dac Mädchen, das meine Schwester wie die Deine ist ich mißgönnte sie Dir. So schlecht war ich. So toll und wild, daß ich alles vergaß, unsere Freundschaft und Liebe. Und doch habe ick nach Dir und Deiner Güte gelechzt. Ich habe Dich geliebt, indem ich Dich hschimpfte, ich hätte mein Herz zerreißen können, als ich das Deine traf. Und dennoch Dich lödten mögen." Da öffnet Hans Weddo dem Heim gefundenen die Arme entgegen und zieht ihn an sein Herz. Als sie sich von einander lösen, sind ihre Wangen mit Thränen benetzt. Zwischen ibnen liegt eine heilige Stille. Sie denken beie an Adda und wagen doch nicht, ihren Namen auszu sprechen. Der eine, weil seine starke, tiefe Liebe noch nicht vergessen kann. bah sie Re n sick? warf. Der andere, weil er nicht weiß, wie er Hans Weddo am besten auf ihr Hiersein vorbereiten soll. Da ist eS plötzlich, als ob von oben her, wo die Kranke liegt, ein Schrei ettönt. Sie halten den Athem an und hörchen hinauf. Noch einmal klingt azdämpft ein ähnlicher Laut an ihr Ohr. Da stürzt Tarenberg die Treppen empor. Wenn das der Tod wäre! Jürgen folgt ihm. Es wird am besten so fein, wie es das Schicksal lenkt." denkt er bei sich. Als erster betritt Hans Weddo d?

Raum. Er taumelt zurück. Er schlägl die Hände vor das Gesicht. Adda. Im Arm die Sterbende. Seine Adda! Und doch nicht mehr die Seine! Er konnte wohl dem Manne, der die Ehre reinzuhalten hat. den schweren Irrthum rerzeihen. nachdem er sein Unrecht einsah und Vergebung wollte. Dem Mädchen aber, dem er die ganze Liebe und Innigkeit seines Herzens hingab, die an ihn hätte glauben müssen, wenn auch die andern alle zweifele ten, und die sich doch von seiner Seele losriß und seine Liebe zertrat, die darf er nach alledem nicht mehr an sein Herz nehmen. Aber hier bleiben, an ihrer Seite stehen, wie ein Fremder Das kann er auch nicht. Jenes wie dieses geht über seine Kraft. Am besten ist es, er flieht, weit fort, an einen Ort, an dem er ihre flehenden Augen nicht mehr sieht. Da zuckt die Sterbende in Addas Armen empor. Hans Weddo wo bist Du komm zu mir!" Er will nicht, und er muß dennoch Die Macht, welche die Gegenwart des Todes auch auf die Lebenden ausübt, zwingt ihn. Sie lächelt ihn an. Ihre Lippen formen Worte, denen der Laut fehlt.

Da neigt er sich tief zu ihr herab. Seine Wange hat dabei Addas Hand gestreift. Sie zucken beide zusammen. Vergib ihr, Hans Weddo!" fleht der blasse Mund der Sterbenden dicht an seinem Ohr. Er kann noch nicht. Seine Liebe und sein Stolz peinigen einander mit scharfen Dolchstichen. Und doch ist die Liebe tausendmal größer und mächtiger, denn sie wird ewig sein. Da fühlt er seine Hand ergriffen. Addas Lippen pressen sich in heißer Abbitte darauf, ihre Thränen netzen sie. Nun mutz sein Stolz doch sterben. Es wäre für sein zuckendes Herz zu viel der Qual und Entsagung, wenn er nach di:sem einsam bleiben wollte. Er richtet den dunkeln Kopf der Geliebten von seiner Hand empor und legt ihn an sein Herz. So stehen sie regungslos bei einem der. Heimlich schleicht der Tod heran und breitet seinen Schleier über ihr Glück. Jürgen, mein Bruder." klingt es wie ein Hauch von Noras Lippen zu dem weinenden Mann, der abseits steht. Warum weinst Du? Ist es nicht so am besten? Nun kannst Tu Deiner Schwester wenigsten .Lebewohl' sagen." Er geht zu ihr. Er stammelt etwas. Ver ge bung!" Sie lächelt. Jürgen es war ja mein einziges Glück." D,e Minuten schleichen. Der Tod

naht. Was hat Schwester Ulrikes cm V m . ' . .

jmno einu gesprochen? Selig sind, dre Heimweh haben, denn sie werden nach Hause kommen." Nun ist sie zu Hause. In Zürgens Armen hinüber geschlummert m das Reich, das voller Seligkeit ist. Adda und Hans Weddo knieen an ihrer Seite. Die Sonne sinkt. Die Dämmeruna kommt. Aber nach der Nacht voller Dunkelbe:t und Thränen wird die Sonne wiederum aufgehen, und aus der Liebe, die verzeiht und verstebt. den Baum werden lassen, unter dessen Schatten das künftige Tarenberg'sche Geschleckt zu einem starken und gesunden heran wächst. Ende.

Tie deutsche Bernfteingewinnnng ist nach amtlichen Berichten anscheinend in einem bedenklichen Rückgang befindlich. Im Jahre 1905 ist die Bern, steingewinnung durch Bergbau im Samlande noch ungünstiger ausgefallen als im Jahre 1904. und zwar blieb, obgleich die Förderung blauer, bernsteinhalti.er Erde eine gleich große war wie im Johre 1904 und auch die Betriebskosten dieselbe Höhe wie im Vorjahre erreichten, die Ausbeute von Rohbernstein um rund 16.000 Kg. zs gen 1904 zurück, und auch die Qualität zeigte einen weiteren Rückgang. Es konnte daher der Bedarf des Auslandes in Rohbernstein zur Bernsteinwarenfabrikation leider nicht voll gedeckt, immerhin aber wenigstens den deutschen Fabrikanten nahezu die gleich grof.e Menge wie im Vorjahre überwiesen wurden. Von den Königlichen Bernsteinwerken werden in der Gewinnung und Bearbeitung des ,.samländischen Goldes" im letzten Jahre beschäftigt: 1. in Palmnicken und Krartepellen in den Bernsteinwerfen, den Fabriken. Werkstätten und Sortierraumen als Beamte. Steiger. Aufsehcr. Bergleute. Handwerker. Arbeiter und Arbeiterinnen rund 680 Personen; 2. tn den Sortiersälen und in der Preßfabrik in Königsberg bei dem Sortiren und Bearbeiten des Bernsteins rund 170 Personen; 3. in der Hausindustrie inKönigsberg rund 260, zusammen 1110 Personen.

Vom Schafhirten turn Minister. Der letzte Herzog von Eelle. Georg Wilhelm (czestorben 1705). ritt eines Tages über die Heide und traf einen Jungen, der die Schafe hütete, bitterlich weinend am Wege sitzen. ..Junge, warum weinst Du?" redete ihn der Herzog an. Weil mir's nicht zum Lachen ist!" erwiderte der Knabe kurz. Hat Dir der Wolf ein Schaf geholt?" ,.Dah er mir keins gebracht hat. könnt Ihr Euch wohl denken." Junge, Du bist ein Schelm!" ..Herr, es ist noch nicht Abend, Ihr könnt auch noch einer werden." Der Herzog, dem in der weiteren

Unterredung die Schlagfertigkeit und

der aufgeweckte Smn des Knaben gefiel, sorgte dafür, daß er auf seine Kosten die Schule in Eelle besuchen konnte.

Hier übertraf Hinrich Meyer bald alle

feme Mitschüler. Nachher lrctz ihn der Herzog noch studiren und reisen, und machte ihn schließlich zu seinem Minister, der er bis zum Jahre 1705 ge-

blieben ist. Eines Taaes haw der Her zog bemerkt, daß sich Mever gegen Nie dere anmaßend und frisch benahm

und er beschloß, ihm diese Unart abzugewöhnen. Bei einem Gastmahle ver-

anlaßte der Herzog heimlich, bau. bei-

Ministers Tischnachbarn ihm heftig

zutranken. In trunkenem Zustande wurden dann dem Meyer auf Befehl des Herzogs die Kleider eines Heideschäfers anoezogen, und er auf dik Heide hinausqefahren. wo man ihn ab. setzte, und Schäferstock. Ranzen u. s. w. bei ihm hinlegte. Als der Minister Morqens erwachte, hielt er das Ganze zuerst fiir einen Traum; als er aber die Kleidung, alles, was dabei lag und stine Umgebung bemerkte, wußte er. wie der Herzog das meinte. Wie er ging und stand begab er sich zu seinem Herrn, der ihn auf seine Bitte wieder in Gnaden annahm, nachdem er ihm noch eine gründlich? Lektion übn sein Betrnaen rrthrW brrHe

Die zum R e i f w e r d e n bestimmten Gurken werden des schnelleren Reifens wegen auf ein Stück Glas oder Schiefer, oder auf einen planen Stein celeat. Eifersüchtiger Greis. Der 58jährige Schiffverlader Peter Renard in Tacoma, Wash.. hat auf offener Straße Selbstmord begangen, nachdem er vergeblich versucht, die 17jährige Emma Fox und ihren Begleiter, Robert Eorey. auf den er eifersüchtig war, zu ermorden. Renard hatte fünf Jahre lang im Hause der Eltern Emmas gewohnt und während dieser Zeit ängstlich darüber gewacht, daß ihr kein Verehrer zu nahe kam. Als Eorey mit ihr ausging, legte sich Renard mit einem geladenen Revolver in den Hinterhalt, und sowie die Bciden bei ihm vorbeipasstrten, feuerte er fünf Schüsse auf sie ab. Nur einer traf, und zwar verwundete er das Mädchen leicht an der Schulter. Der eifersüchtige Alte aber benutzte die letzte Kugel in seiner Waffe, um sie sich selbst in den Schädel zu jagen. Er blieb auf der Stelle todt.

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