Indiana Tribüne, Volume 30, Number 17, Indianapolis, Marion County, 12 September 1906 — Page 6
Jndlana Tribüae, 12. September 1906
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Enkel MaX. Bon Zoe. diV Sturm von Fragen brach I08, als Mama, auf die Veranda tretend, einen Brief zeigt: 2a Neueste! Onkel Max kommt!" Mer ist denn Onkel Max? Dein jüngster Bruder? Wie all ist er? Sieht er dir ähnlich?" Die ungeduldigen Frager abwehrend, zog Mama eine Photographie aus dem Umschlag: 0 sieht er jetzt aus." Fünf Augenpaare hefteten sich neugierig darauf. Es war mit einem Male mäuschenstill... bis Rose, die Siebzehnjährige, vorlaut dazwischenrief: Ist der Onkel aber schön!" Mit flinken Fingern hatte sie das Bild erwischt, während die Mutter einiges aus dem Brief vorlas. Datz der Onkel schon lange den Wunsch hatte, die kleine süddeutsche Heimathstadt wiederzusehen, dah sich immer neue Hindernisse dazwischen schobeil, und daß er nun endlich den Plan verwirklichen und ein paar vergnügte Wochen in Paffau verleben will. Der Schluß gefiel den Kindern am besten. Ein paar vergnügte Wochen! Famvs, daß der Onkel sich die Ferien ausgesucht hat! Er überrascht sie, als sie insgesammt an der Verschönerung des Fremdenzimmers arbeiten. Wie ein täglicher Gast wirft er die Reisemüde in einen Winkel und küßt die Gesellschaft einen nach dem andern herzhaft ab. Als Rose an der Reihe ist. hält er verdutzt inne und schiebt sie armweit zurück. Wer sind Sie, mein schönes Fräulein? Etwa die süße, kleine Puppe, die vor zehn Jahren auf meinen Knieen herumrutschte und dicke Thränen weinte, weil der Vater sie zur Schule angemeldet hatte? Ich erinnere mich dessen ganz genau. Jetzt aber" ein überraschter Blick gleitet an Rose empor zehn Jahre sind doch eine Spanne Zeit! Die langen Zöpfe hängen nicht mehr im Nacken, sondern bilden ein prächtiges Diadem." Geh und sorge für Erfrischungen", drängt die Mutter, und du, Maxe, mußt mir von deiner Frau und deinen Kindern erzählen. Warum haft du sie nicht mitgebracht?" Dem Knaben wurden Seebäder verordnet", sagte er ausweichend, meine Frau ist mit ihnen nach Rügen gegangen." ' Und du brachtest es über dich", fragt die Schwerer zögernd, dich von ihnen zu trennen?" Er sucht dem prüfenden Blick zu entrinnen, indem er gleichgültig hinwirft: Wir sind es gewohnt. Meine Geschäftsreisen halten mich oft monatelang im Ausland fest." Und um dem peinlichen Verhör ein Ende au machen, fügt er ein bißchen spöttisch hinzu: Solche patriarchalischen Zustände wie hier findest dn in der Großstadt nicht, da schleift sich der Begriff Ee" ab, da lebt man ganz friedlich nebeneinander." Kopfschüttelnd betrachtet ihn die Schwester. Aber nicht, wenn man eine Liebeshrirath geschlossen hat wie du! Ich habe deine ersten Briefe wohl aufbewahrt... sie waren voll von Glück... voll reinsten Glücks! Ist
es zwischen euch anders geworden?" Er schiebt laut den Stuhl zurück und streckt die Arme aus. um tiefer zu athmen. Nur keine Gewissensfragen! Gib mich jetzt frei, ich habe den Jungens eine Ruderpartie versprochen." Ich rudere dich. Onkelchen", ruft Rose im Vorbeieilen, löst das Boot von der Kette und springt hinein. Ihre Stimme hat einen zutraulichen Klang, und die strahlenden Blicke, die unter den langen Wimpern zu ihm hinüberhuschen, verrathen ihm. daß sie ihn nach Backfischart ein bißchen anhimmelt. Das erquickt ihn förmlich. Denn in ihm steckt ein gut Stück Sybarit. der sich am wohlsien fühlt, wenn weiße Hände ihn streicheln und schmeicheln. Von Natur schroff, ist er der gefügigste Mensch, wenn man sich um seine Liebe müht. Und merkwürdigerweise hatte er eine Gattin gewählt, die diese Kunst nicht verstand, richtiger: nicht verstehen wollte. Mit weiblichem Scharfblick erkannte sie zwar ihres Mannes Schwäche, fürchtete aber, sich zu erniedrigen, wenn sie seinen egoistischen Regungen nachgab. Und je heftiger sie im Laufe der Zeit aneinander geriethen, er in semer empfindlichen Art. sie in ihrer klaren Einfachheit je kühler der Ton allmählich zwischen ihnen wurde. . . im gleichen Maße wuchs die Macht, die sie über ihn besaß. Träumst du. Onkelchen?" flüstert Rose zu ihm hinüber. Es klingt etwas Enttäuschung hindurch, sie hatte sich die Bootfahrt mit Onkel Max lustiger gedacht. Auch den Begrüßungskuß ist er ihr schuldig geblieben. . . und sie würde wirklich ganz still halten... Lächelnd schaut er sie an bei dem Gedanken: Das hübsche Kind will ein wenig bewundert werden. Da träume ich zu den Bergen hinüber, anstatt ihr zu sagen, daß sie ein xtu zendes Defregger - Köpfchen hat, rund und frisch wie auf den Tiroler Bildern.-
Das reizende Mädel ist wie sein
Schatten hinter ihm. Wo er steht, huscht das helle Kleid vorüber, und wenn er sich umblickt, sieht er den hübschen Kops mit dem dunklen Flechtenkränz. Er streichelt ihr manchmal das heiße Gesichtchen, richtet es am Kinn doch, um in die strahlenden Au. gen zu sehen, ober druckt vernoylen ihre kleine Hand und zieht sie flüchtig an seine Litzpen. Als gereifter Mann darf er ja mit dem Feuer spielen! Allmählich wird er unsicher. Aus dem Scherz droht Ernst u werden. Er kann nicht immer gleichgültig bleiben, wenn das heißblütige Geschöpfchen so dicht an ihm vorbei streicht, daß ihre Kleiderfalten ihn berühren. An einem frühen Morgen, während im Hause noch alles schläft, treten sie leise aus ihren Zimmern, nicht verabredet, sondern von einer maanetischen Kraft angezogen. Weißi du auch, Rose", lächelt er sie verheißungsvoll an, daß ich dir noch nicht einen einzigen Kuß gegeben habe?" Ob sie es weiß! Die Stille des Morgens... die Heimlichkeit des Augenblicks. . . er reißt sie an sich und beugt sich über sie, bis ihr unter seinen Küssen der Athem vergeht. Um sich aufzurichten, muß er ihre Arme von seinem Halse lösen. Da schnellt sie wie eine junge, wilde Katze empor und wirft sich ihm mit rascher Biegung an den Hals. Ruhig, Kind", bittet er. Ich weiß ja. daß du mich lieb haft, aber wir müssen Rücksichten nehmen. . . setz dich dort drüben hin, nimm dir ein Buch oder eine Arbeit."... Sich in den Stuhl zurücklehnend, wehrt er dem Gedankensturm, der über ihn hereinbricht. Dieses rassige, junge Ding zeigt ihm, was zu seinem Temperament paßt: Sonne! Glutb! Und soll er für immer darauf verzichten? Weil er gekettet ist? Dich von Elsa trennen?" denkt er zögernd, während er zu seinem Stäbchen emporsteigt. Noch zittert jeder Nerv in ihm. dock aus irgend einvm Winkel huscht es phantomhaft und streicht mit kühler Hand über seine Stirn. Noch brennt das Blut in seinen Schläfen. . . aber die Wehmuth klopft mit leisem Finger an eine Stelle seines Herzens, wo er schwach ist: Wart ihr nicht vollkommen glücklich im ersten Jahr eurer Ehe? War es nicht ein seliger Liebesrausch? Bis eure Blicke sich schärften und ihr die gegenseitigen Fehler erkanntet. Trifft sie allein die Schuld an der Entfremdung? Weil sie das Kleinliche haßte uni wie ein stolzes Weib geliebt sein wollte! Nicht Spiel. zeug in den Händen des Mannes Freund. Kameradin! Vom Fenster aus sieht er das Felsenland zwischen Jnn und Donau und die Berge am anderen Ufer. Eine prächtige Scenerie im hellen Licht der Frühsonne. Das Heimathlicht löst weiche Regungen in ihm aus, die lange geschwiegen hatten: Wenn er versucht hätte, in ihren Charakter einzubringen. . .Wenn er sich nicht schroff aufgelehnt. . . sie im Jähzorn beleidigt hätte!. . . Vorüber!" lächelte er resignirt. Mechanisch greift er nach den Zeitungen und blättert darin, ohne zu lesen. Es dauert lange, ehe die unruhigen Gedanken sich sammeln und an einer Stelle haften, über welche die Blicke schon mehrmals hinweqflogen: Dicht bei Hiddensee kollidirte ein von Rügen kommender Segler mit einem Dampfer der Linie Trelleborg. Sieben Personen ertranken, darunter Frau und Kinder eines Berliner Fabrikbesitzers, der sich zur Zeit auf einer Erholungsreise in Süddeutschland befindet." Er liest den Passus noch einmal. Und noch einmal. Bis er den Wortlaut auswendia weiß, bis er anfängt zu begreifen! . . . Wenn es seine Frau und seine Kinder wären! Wenn er alles auf einen Schlag verloren hätte! Ihm ist, als schwanke der Boden... als kämpfe er gegen Sturzwellen. Mit einem Rest .von Energie rafft er sich aus. Zum Telegraphenamt. Wenige Minuten später fliegen am Draht ein paar Worte von Süden nach Norden. Wie wird die Antwort lauten? Er hat alle Möglichkeiten erwogen das Schlimmste und dann wieder das Wunderbare: die Rettung! Wenn sie noch lebten und er sie in wenigen Stunden erreichen könnte! Klopft es? Der Bote mit der Antwort? Es ist Rose mit einem frischen Strauß für die Vasen. Sie verzieht das Mündchen zum Schmollen, toä rend sie flink durch die offene Thür schlüpft. Warum läßt du mich so lange warten? Ich rudere heute nicht. Mir steht der Sinn nicht danach, ich habe beunruhigende Nachrichten erhalten." Armer Onkel", schmeichelt die klei ne Verführerin und zieht geräuschlos die Thür hinter sich zu, laß mich bei dir bleiben ... dich tröfter?.Mit derselben katzenartigen Ge wandtheit. die ihn heute Morgen frap pirt, schnellt sie auf und hängt sich an seinen Hals. Er besten sich mit einem einzigen Griff, schiebt sie fort und geht an den Schreibtisch zurück Ein Nrauenvorträt ist es. in dessen
Andltck er stch vernett. eine noiae, vor.
nehme Erscheinung mit fein profilirten Zügen, nicht berückend schön, aber von jener Ruhe, jenem Adel, der der Abglanz eines reichen Innenlebens ist. Rose späht über seine Schulter und studirt das Bild Zug um Zug. Sie fühlt sich so klein daneben. Sei nicht böse, daß ich dich störte", sagte sie abbittend. Versöhnt reichte er ihr die Hand, ohne sie anzusehen. Stunde um Stunde schleicht hin. ohne ihm Gewißheit zu bringen, und seine Hoffnung gleicht nur noch einem sckwacben Flämmcben. ?laft füblt er sich versucht, an em Fatum zu glauben. Er hat den Faden schon entwirrt, während er noch über der Lösung nachsann. Es hat alle Hindernisse aus dem Wege geräumt. Nun kannst du in vollen Zügen genießen, wonach du dich sehnst: Sonne! Gluth!" Aber die tiefe Falte auf seiner Stirn sieht aus wie ein schroffes Nein!" Man bringt ihm einen Eilbrief... Elses Handschrift. Er tastet sich nach der Tischkante und betrachtet die charakteristischen Schriftzüge, deren Form so leicht und doch so korrekt ist. Verwirrt läßt er das Blatt sinken, denn was sie ihm schreibt, ist so neu klingt wie eine große Offenbarung: Sind wir nicht Thoren Du und ich daß wir uns um das höchste Glück betrügen?.. Denn je ftiller es in unserer Ehe wurde, je kälter wir uns mit den Blicken maßen, um so heftiger brannte in meinem Herzen die Sehnsucht, Dir wieder das zu sein, was ich Dir einst gewesen. Diese Gedanken schwirren mir durch den Kopf, während die Todesangst noch in meinen Gliedern zittert. Ein Wunder war es, daß man uns im letzten Augenblick auf ein Rettungsboot riß und an Bord eines schwedischen Dampfers brachte. Willst Du nicht zu uns kommen und bei uns bleiben?" Es ist das erstemal, daß sie ihn ruft. Wie heimliches Sehnen klingt es aus dieser Frage und weckt ein Echo in seinem Herzen. Denn unter der kalten Gleichgültigkeit, mit der sie sich umpanzerten, schlummerte die Liebe und streckt erwachend die Arme aus. Ein elastischer Schwung ist in ihm. Eine aus dem Herzen quellende Fröhlichkeit! Betrübt aber schauen die anderen drein, als sie hören, daß Onkel Max abreisen will. Heute schon? Warum?".... Meine Frau wünscht es." Das setzt allen weiteren Fragen ein Ziel. Wie gehorsam der Onkel ist". denken die Kinder, die Siebzehnjährige aber schlägt die Augen nieder und erinnert sich an das Bild, das sie in seinen Händen gesehen. Freundlich richtet der Onkel ihren Kopf in die Höhe: Gelt, Rose, dir schicke ich von Berlin aus eine lanae Kette aus blassen Korallen, wie sie die Modedamen tragen. Magst du?"... Er sieht sie vor Freude erröthen und lächelt vor sich hin. Getröstet! Zum Abschied drückt er ihr einen kräftigen Kuß ans die Lippen. Einen richtigen Onkelkuß. Bis Stralsund ist ihm Else entgegengekommen. Sein Blick fliegt über die Menschenmenge, die den Perron füllt. Dort in dem Gewühl sucht er sie nicht, sondern abseits wie es ihre Art ist. Mit Entzücken betrachtet er sie. ihre schlanke, biegsame Gestalt in Hellem Üeinenkleide! Auf ihren Waogen blüht ein frisches Roth, dad die belüft dorthin geyaucht. und in den Augen liegt ein warmer, inniger Glanz. Sie drücken sich die Hände, ohne ein Wort zu sprechen. Ein ftummes Fragen ist zwischen ihnen, ein tiefes Versprechen. Dann führt er sie fort, indem er seinen Arm zärtlich in den ihrigen legt. Ihm ist, als ginge er mit seiner Frau auf die Hochzeitsreise. Unbewußter annlvaliömus. Als Slatin-Pascha, der jetzige Generalinspektor des Sudans, der bekanntlich zwölf Jahre vom Mahdi gefangen gehalten wurde, noch Gouverneur von Darfur war und mit allen Kräften gegen die wachsende Macht des Mahdi ankämpfte, gingen ihm einst auf einem schrecklichen Marsch die Vorräthe auö, und er hatte den ganzen Tag nichts gegessen. Als er so im Halbschlaf in seinem Zelt lag, glaubte er zu hören, daß seine Männer atzen. Er rief einen und fragte ihn, was sie gefunden hätten. Oh," erwiderte dieser, wir haben ein paar Hühner entdeckt." Du Schurke, dann brrnge mir sofort ein Stück davon," sagte der Pascha. Sie reichten ihm in der Dunkelheit etwas Kaltes, und er fimj sogleich an hineinzubeißen. Nach ein paar Sekünden aber begann er sich zu fragen, welches Stück vom Huhn er wohl erwischt hotte. Er zündete ein Streichholz an und sah zu seinem Schrecken, daß es ein Stück von einer menschliehen Hand war, der Hand einer Leiche, oie seine Männer auSgegraben hatten. Da er fiel ihm ein. daß sich unter seinen Leuten mehrere Neger befanden, die einem menschenfressenden Stamm, den Niam-Niam, ang?-hörten.
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Inland I -H"1-1"I-H-W"H"I!"I' Mord wegen einer Tasse Kaffee. Ein Vincenzo Lopo in New Aork tat dieser Tage seine Frau getödtet. weil sie sich geweigert, ihm eine Tasse Kaffee zu machen, und als er be-. griff, was für ein furchtbares Verbrechen er begangen, jagte er sich eine Kugel durch die Brust. Trauung im Kahn. Aus romantische Art wurde dieser Tage ein Fräulein Silberwise in Elizabeth. N. I., in die Rosenfesseln geschmiedet. Tic !rauungsceremonie fand nämlich aus einem Boote im Pine Hill-See statt und nur einige Freunde des Paares und ein Friedensrichter, der den Eheknoten schürzte, waren anwesend. Belohnter D i e b st a h l. Um seine Familie vor dem Hungertode zu bewahren, hatte ein John Robinson in Marion, Ind., eine Quantität Butter gestohlen. Der Richter, dem er zur Aburtheilung vorgeführt wurde, gal dem Delinquenten $5 und erklärte, da in einem solchen Falle die Strenge des Gesetzes nicht in Anwendung gebracht werden dürfe. Warf sein Kind aus d e m F e n st e r. In Cincinnati. O., warf dieser Taze ein gewisser Thos. McKenna sein dreijähriges Kind aus einem Fenster im dritten Stockwerk seiner Wohnung und stürzte sich fettfl hinaus. Das Kind blieb auf der Stelle todt und McKenna starb auf dem Wege nach dem Hospital. Man vermutbet, daß der Mann plötzlich wahnsinnig geworden war. M u t h i g e Greisin. Die 104 Jahre alte Frau Mary Dean in Rochester. N. welche, trotz ihres Alters, einer merkwürdigen geistigen und körperlichen Frische sich erfreut, erhielt jüngst den unerwünschten Besuch von Einbrechern. Allein die Frau war der Situation gewachsen; sie ergriff eine brennende Lampe und schleuderte sie gegen die Bmschen, welche erschreckt die Flucht ergriffen. Kinder vom Blitz g etroffen. Als nach Schluß einer Sonntagsschule in Decatur. Jll.. die Kinder des Regens wegen im Eingange warteten, schlug der Blitz in das Ge bäude und über ein Dutzend Kinder wurden theilweise durch den Blitz und zum Theil infolge der entstandenen Panik verletzt. Einem Knaben riß dei Blitz die Kleider und Schuhe vom Leib-: und verletzte ihn lebensgefährlich. Aussätziger wird nicht d e p 0 r t i r t. Die Bundesregierung hat von allen auf Deportation bezüq lichen Schrirten gegen den am Aussatz erkrankten Syrier George Rossi, welche: von eme? Stad: nach der andern ge schickt worden war, weil keine den Kranken sich aufhalsen lassen wollte abgesehen, da die Einwanderungsbe Horde festgestellt hat. daß der Mann länger als vier Jahre hier weilt und daß die Krankheit hier erst zum Aus bruch gelangt ist. nachdem er bereite zwei Jahre hierzulande ansässig war Die Behandlung des Aussätzigen wird den Geiundheitsbehorden von WestVirginien zufallen, woselbst der Mann sich gegenwärtig aufhalt. Periodisch wahnsinnig Ein gewisser August Schultz in Miner County. . D.. wurde von einem merkwürdigen Leiden befallen. Er wurde plötzlich genau um 11 Uhr Nachts tob süchtig und mußte über Nacht einaesperrt werden. Am nächsten Morgen machte der junge Mann einen vollkommen normalen Eindruck und man lieh ihn deshalb mit seinem Vater nach Hause gehen. Aber genau um 11 Üb? Nachts wurde er wieder tobsüchtig un!konnte erst mit Hilfe mehrerer Manneüberwältigt und in das Gefängniß gebracht werden. Er wurde auf seine? geistigen Zustand hin urttersucht und auf Grund dieser Untersuchung in eir Asyl für Geisteskranke gebracht. In der Badewanne todtgebrüht. Während der Abweienheit ihrer Mutter kletterten die beider. alteren Kinder einer Frau Orlinsky in New Kork, die vierjährige Lena n der zweijährige Benny. in die c.--wanne und Lena drebte das heiße Was se? an. Als dem Mädchen das Wasie: zu heiß wurde, kletterte es aus de: Wanne heraus und stef zu der Naöarin, welche Lena trocken anzog. De: kleine Benny war inzwischen hilflos tr de? Badewanne zurückgeblieben. 9Ri die Nachbarin ihn entdeckte, war er so verbrüht, daß eine Ambulanz requirir. werden mußte, welche den Kleinen naef einem Hospital transportirte. wo e: bald nach seiner Aufnahme starb. Von New Mexiko nach Peru zu Roß. Ein junger Mil. waukeer Namens Ray Toussaint hat eine Tour zu Pferde von New Mexiko nach Peru unternommen. Gegen den 1. Januar 190? gedenkt sein Vater mit ihm in Lima. Peru, zusammen zu treffen. Von dort aus beabsichtigt er ein. Reise nach Süd-Aftika und alsdann nach Indien anzutreten. Obgleich de: junge Toussaint noch nicht einmal seine Mündigkeit erreicht hat. so hat er doch schon beträchtliche Strecken in Alaska und in Meriko durchreist. Er besitz? große Sprachkenntnisse und Gewandt heit, die ihm bei seinem gewagten Unternehmen eine nothwendige Stütze sind. In seiner Begleitung befindet sich lediglich der ehemalige Koch eines Klubs in der Stadt Mexiko.
Juterurban Zeit-Tabelle.
I. U. T. System. I rat Sonntag, den 20. Mai 1906.; Züge verlassen Indianapolis. M un cie & arion Division. Sawrence, Forwille, Pendleton, nderson, Horktoivn, Vtuncie, Middlewmn, lexandria, Vummitville, Fairmount, Gas Eich, Jones ?oro und Marion. 4 00 6 06 6 00 7 06 00 9 05 10 00 11 00 11 05 12 00 Vm. Bm. Bm. Bm. m. Bm. Vm. Bm. Vm. Mttgi. 1 06 Rm. L 00 Rm. 3 06 Nm. 4 00 Rm. 6 00 Nm. 6 06 Rm. 00 Rm. 7 06 Nm. 5 00 Nm. 9 06 Rm. 11 30 Nm. Limited. Logansport St Peru Division, annel. NobleSville, Cicero, rcadia, Atlanta, Tipton, Kokomo. Galvefton. evalton, Logansport, Miami, Bunker HUl, Heru und Elwood. 5 00 Vm. 1 45 Rm. 5 45 Vm. 3 00 Rm. 7 00 m. 3 46 Rm. 7 45 Vm. 5 00 R. 3 00 Vm. 5 45 Rm. 46 Bm. 7 00 Rm. 11 00 Bm. 7 45 Rm. U 45 Bm. 9 00 Rm. 1 00 Rm. 11 30 Rm. Limited. er Zug um 11:30 bendS der Jndian i,-LoganSport jDivision geht nach Peru statt LoganSport. Reue spezielle Bedienung nach Ft. Wahne. Aüge verlassen Indianapolis um 7:00 und .1:00 Uhr Bormittags und, 3:00 und 7K uhr Nachmittags, machen die Fahrt nach Ft. Wayne in 4 Stunden und 40 muten. euer Zug Marion Flyer Verlaßt arion 7:66 Vormittags und 1:66 Roch ittags ; Verläßt Indianapolis 11:00 Bortttags und 6:00 achmittags ; hält blos in Underson und Alexandria an. Anschließende Linien erreichen Dayw, Ohio. Ft. Wayne, Huntington, Wadash, sontaine. Swayzee, Greentown, tzartsord Tito, Montpellier, luffton, Wincheft, Union City, Greenville, )., und Zwischen MHMMU Fracht und Passagier, Office Termins artqimmer. Telephon M 176. Indianapolis & Eaftern. mtted Züge fürRichmond und all unkten in Ohio, welche verbunden find mit ettrischen Linien, 'um 8:10 und 11.10 Bor tags, 2:10 und 6:10 Nachmittag und s:I0Xbnd. Locale Züge für Richmod id Zwischenstationen von 6:00 Uhr Bor mittags an und dann jede Stunde, ausge mnnmen die Limited Zeit, biö 9:00 bends iTOO Uhr bends auSg klaffen). Letzt Zug ,ach Greenfield um 11.30 Uhr Abends. Indianapolis & MarttnSville. Crste Morgen-Car um 5:10 Uhr Morgens. Dann von 6:30 Uhr Morgen jede Stund ott 11:30 Uhr Abend: ausgenommen die Stunden 8:30 und 10:30 Uhr Abend. Indianapolis Coal Traction Co. Züge laufen stündlich von Jndianapott ach Plainfield von 5:00 Uhr Morgen bi 11:00 Uhr Abends ; ausgenommen die Stirn den 8:00 und 10:00 Uhr Abends. Indianapolis & Nortywcstcrn. Züge laufen stündlich von 6:00 Uhr Mor. gen bi 9.00 Uhr Abend. Anschluß in Lebanon für Thorntonm und.EramfordSviUe. Der Zug um 10:00 Uhr Abends fährt blos bis nach Lebanon. Der Zug um 11:30 Uhr AbendS fährt bi nach Frankfort, Anschluß in Lebanon skr GrawfordSville ; derselbe fährt in der Sonn tag Nacht blos bi nach Lafayette. Limited Züge für Lafayette fahren ab u 8:10 und 11:10 Uhr Morgen, und 2:10. 6:10 Nachmittag und 7:10 Abend. Für krawfordsville um .10:45 Vormittags und 4:26 Nachmittag. Nemhold Start, Haus-, Schilder-, .... und .... Fresco-Maler, Holzmalerei, ( Grataing meine Spezialität. 0. 408 Weft Ranmond Str. .Neuer Telephon 973. Karstadt Bros, Dampf- Färberei und Reinigungsanft ult. Supt.Offi,: 1435 N. Illinois Gtr. rauche 49 Virginia Ave. 206 Jndiana Ave. 218 . Illinois. Seite Vdonts..
