Indiana Tribüne, Volume 30, Number 16, Indianapolis, Marion County, 11 September 1906 — Page 6
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Lnrstzaische Nachricht.
ZsrcVinz 'Aofen. Posen. Der 42 Iah alte Schuhmacher Lewandowski von hier hatte sich nach Golencin begeben. Dort stieg er auf einen Lindenbaum, um Blüthen zu pflücken, stürzte ab und brach das Genick. Er war sofort todt. Agenau. Kürzlich wurde der im Alter von 83 Jahren verstorbene Diftriktscommiffär a. D. Weitze, Mitbegründer des Ofimarkenvereins und des Verschönerungsvereins und Mitschöpfer und Erhalter der in den legten Jahren entstandenen prächtigen Promenadenwege. Alleen und Anlagen. auf dem evangelischen FriedHofe beerdigt. E l s e n h e i m. Bei einem Gewitter äscherte ein Blitz das ganze GeHöft des Landwirths Kaczmarek ein. Kaczmarek hatte weder die Gebäude noch sein Mobiliar versichert. Jeschewo. Auf dem Torfstich in Smuschewo ist der Arbeiter Dobrzycki von hier, ein Familienvatn, beim Spielen mit einem geladeneu Gewehr ums Leben gekommen. Das Gewehr, ein alter Vorderlader, hatte er mit zur Arbeitsstätte gebracht. Hier hat er. sein Arbeitsgenosse und ein etwa 14jähriger Arbeitsbursche wieverholt Kupferhütchen aufgesetzt. Dabei hat sich das Gewehr entladen, wobei der Eigenthümer den Schutz aus nächster Nähe in den Kopf bekommen hat, so daß der Tod sofort eingetreten ist. Meseritz. Den Herren August Baehr und Joseph Janrsch war es vergönnt, ihr 50jcrhriges Jubiläum als Schneidermeister zu stiern. Das Leiser Crostsche Ehepaar konnte die goldene Hochzeit begehen. R a w i t s ch. Kürzlich waren es hundert Jahre, daß die Baude-Wind-mühle in Friedrichsweiler sich in ununterbrochenem Besitz der Familie Baude befindet. Mancherlei Bedrängniß, Kriegsstürme und Theuerung vermochten es nicht, die Eingesessenen von ihrem Besitz zu verdrängen. R o g a s e n. Dem Gymnasiallehrer Rohlapp Hierselbst ist aus Anlaß seines Uebertrittes in den Ruhestand nach 30jäbrigem Wirken an der hiesigen Anstalt der Rothe Adlerorden 4. Klasse verliehen worden. Es wurde ihm in Gegenwart der Schüler in der Aula deö Gymnasiums durch Direktor Dr. Dolega überreicht. Schleusen u. Auf schreckliche Weiser verunglückte der Eisenbahnschaffner Fenski von hier auf der Fahrt nach Kulmsee. In der Zj ähe der Station Nawra fiel er so unglücklich vom Wagen herab, daß er überfahren und ihm dabei der Kopf vomRumpf getrennt wurde. Zlotnik. Ueberfahren und auf der Stelle getödtet wurde auf dem hiesigen Bahnhofe der Bahnwärter Messerschmidt aus Suchylas. Er war mit dem Anzünden der Abschlußsignale beschäftigt, kam auf dem Rückwege zur Station einem in diese einfahrenden Personenzug zu nahe, wurde von diesem erfaßt und vollständig zermalmt. Provinz Kachle. Magdeburg. Kürzlich warf sich die 22jährige Dienstmagd Minna Bühring von hier, die in Groß-Chü den diente, unter einen Schnellzug. Das Mädchen wurde auf der Stelle getödtet und verstümmelt. Der Beweggrund zu der Verzweiflungsthat war Furcht vor Bestrafung wegen Dienstverlassens. Annaburg. Maler Hinze zog sich in der hiesigen Steingutfabrik eine Blutvergiftung zu, die seinen Tod herbeiführte. Das plötzliche Dahinscheiden des beliebten Mannes, der erst 30 Jahre alt und seit Pfingsten verhenathet war, wird allgemein betrauert. Bitterfeld. Die kürzlich verstorbene Frau Rentiere Weber hat otm hiesigen Bürgerheimfonds ein Vermächtnih von 12,000 Mark unter der Bezeichnung Karl Johann Weber Stiftung" überwiesen. Ferner stiftete die Verstorbene für das Diakonat 3000 Mark. Elsterwerd a. Amtsrath Müller Hierselbst, früher Pächter der Domäne Krauschütz, wurde in der Nähe der Elsterbrücke von einem durchsahrenden Automobil überfahren und anscheinend lebensgefährlich verletzt. Der alte Herr, ein mittlerer Siebziger, wurde zunächst in seine Wohnung übergeführt. G e i s l e b e r.. Bei einem Gewitter wurde der mit einem Heufuder vom Felde heimkehrende Sohn des Gastwnths Windolph vom Blitz erschlagen. Eine ftrau Kaufhold, die dabei stand, wurde durch Blitzschlag gelähmt. Klein F u r r a. Von einem polnischen Bergarbeiter, der ihn mit einer anderen Person verwechselte, wurde der Bergmann Liebau erstochen. Beide hatten in einer Gastwirthschaft einem Tanzvergnügen beigewohnt. Der Mörder wurde auf dem Hofe der Gastwirthschaft, wo er in tiefem Schlafe lag, verhaftet. Mühlberg. Weil ihm seine Lehrzeit nicht gefiel, steckte der 14 Jahre alte Schmiedelehrling Düker das HauS seines Meisters in Brand, wodurch zwei große Anwesen eingeäschert wurden.
In dem altmärkischen
Stadtchen Calbe a. d. Milde hat sich ein Liebesdrama zugetragen. Der soeben vom Militär entlassene Sohn des Landwirths Bahrs unterhielt mit einem Molkereimädchen ein Liebesverhältniß, das seine Angehörigen nicht billigten. Sie überschütteten ihn häufig mit heftigen Vorwürfen, so daß der junge Mann aus dem Leben zu scheiden beschloß. Er bestimmte aber auch seine Geliebte, mit ihm in den Too zu gehen. Nach einem Tanzkränzchen promenirten beioe an den Ufern des Flüßchens, wobei ihnen der Gedanke kam, an die Verwirklichung ihres unseligen Planes zu gehen. Sie umwanden sich mit dem Ballschawl desMädchens und spranqen in die Fluth. Als sie versanken, riß das Mädchen sich aber von dem Ballschawl los u. rettete sich an das Ufer. Als die Nachbarn den Körper des jungen Mannes aus den Fluthen zogen, war der Tod bereits eingetreten. Ein ernster Ueberfall auf einen Wachtposten hat sich dieser Tage im Bessunger Walde bei Darmstadt ereignet. Der am dortigen PulverHause aufgestellte Posten bemerkte um Mitternacht im Gebüsch mehrere Männer, die er in der Dunkelheit nicht näher erkennen konnte. Auf seinen dreimaligen Anruf antworteten sie nicht, dagegen wurden zwei Revolverschüsse auf ihn abqefeöert. Kurze Zeit danach wurde aber der Soldat von Strolchen überfallen und zu überwältigen versucht, während gleichzeitig auch von der anderen Seite zwei Manner mit brennenden Fackeln erschienen und sich anschickten, den Zaun vor dem Pulvermagazin zu übersteigen. Den zur Hilfe gekommenen Solvaten aus der Wachtstube gelang es, durch Abgäbe scharfer Schüsse die sechs bis acht Strolche zu vertreiben, die ihrerseits mit Revolvern feuerten. Erst bei Tagesarrbruch zogen sich die Angreifer ganz von dem Platze vor dem Pulvermagazin zurück. Infolge dieses Ueberfalls war am anderen Tage die Wache durch einen Unteroffizier verstärkt und ein Doppelposten aufgestellt worden. Die Strolche erschienen auch am nächsten Abend wieder, und zwar meist mit großen Hunden, zogen sich aber angesichis der militärischen Verstärkung bald m den Wald zurück. Eine versteckteBranntweinbrennerei. die mit außerordentlicher Schlauheit angelegt war, ist auf eine anonyme Meldung nach langem Suchen von der Verwaltung der indirekten Steuern mitten in Paris entdeckt worden. In der Rue Julien-La-Croix in der Vorstadt Belleville. nur einige Schritte von dem Polizeikommissariate dieses Viertels entfernt, hatte sich der Weingroßhändler Perraud im dritten Stockwerke seines Hauses diese großen Gewinn abwersende Brennerei angelegt. Der Eingang zu den Räumen, in denen diese .Industrie" betrieben wurde, war außerordentlich schwierig, da man nur durch eine öesfnung im Fußboden, die kaum für einen Mann zu passireu war, hineingelangen konnte. Von allen Seiten war diese Brennerei dicht ummauert, sodaß man von außen und auch von dem Innern des Hauses nicht das Geringste von ihc zu bemerken vermochte. Man fand dort ein bedeutendes Material, aus dem hervorging, daß der Betrieb ein sehr schwunghafter war. Die Höhe der Steuerdefraudirungen ließ sich sofort nicht einmal annähernd abschätzen, man nimmt aber an, daß Perraud den Staat und die Stadt um mehrere Millionen geschädigt haden könnte. Er mußte jedenfalls sofort eine Caution von 40,000 Francs erlegen, während die versteckte Arennerei natürlich sofort abgerissen wurde. Einige Herren aus Salzburg unternahmen kürzlich eine Tour auf den Großglockner. Als sie in die Nähe des Glocknerhauses kamen, bot sich ihnen ein seltsamer Anblick dar. Vor dem Hause standen fünf Fahrräder und In der Stube saßen fünf Herren aus Straßburg, die die Bes etzung des Großglockners mit dem Fahrrade durchführen wollteil. Die fünf reichsbeutschen Herren waren zu Rad von Berchtesgaden über den Hirschbühel, Saalfelven, Zell am See. Brück - Fusch, Ferleiten bis zum Fuße der Trauneralm gefahren. Dort nahmen sie fünf Träger, die die Räder über die Pfandlscharte zum Glocknerhaus trugen. Die Bergfahrer hatten irgendwo in einer Zeitung gelesen, daß der Fahrweg auf den Großglockner bereits beendet sei. Umso größer war ihre Enttäuschung, als sie' sehen mußten, daß erst ein Theil des neuen Weges vollendet ist, und auch dieser ist natürlich für Radfahrer nicht geeignet. Vier Herren sahen denn auch die Unmöglichkeit einer Radfahrpartie auf den Großglockner ein, nur einer wollte sich von seinem Plan nicht abbringen lassen und die Abfahrt vom Gloänerhaus bis Heiligenblut mit dem Rade durchsetzen. Selbftverständlich mußte er sich aber schon nach wenigen Metern zum Aufgeben der lustigen Fahrt bequemen. Die Herren beauftragten nun wieder ihre fünf Träger, die Räder nach Heiltgenblut zu tragen, wohin sie dann zu Fuß folgten. Neben dem Schaden brauchten die wackeren Straßburger natürlib auch für den Svott nickt ! zu sor;,en.
Allerlei för'S Haus.
Rhabarberpflanzen dürfen nicht zur Blüthe gelangen, vielmehr müssen die Blüthenstiele gleich nach Erscheinen herausgebrochen werden. Rhabarber, welcher blüht und gar Samen zur Reife bringt, wird in seiner Entwickelung geschwächt und gibt im Frühjahr darauf weniger Blattstiele. Paragon" ist diejenige Sorte, welche stets unftuchtbar bleibt. Filzhüte frischt man aus, wenn man sie mit einer Lösung von Ammoniak, kohlensauremNatron oder mit Sodawasser bestreicht. Doch muß dies vorsichtig, am besten mittelst eines reinen Schwammes gemacht werden, welchen man vor dem Bestreichen gut ausdrückt, damit der Hut nicht zu naß wird und die Formen verliert. Um Bronzen glänzend zu erhalten, wasche man sie von Zeit zu Zeit-mit Schwamm und warmem Seffenwasser, trockne sie gut ab und poliere sie mit den bekannten rothen Metallpoliertüchern, die seit längerer Zeit in Haushaltungsbedarfsgeschäften usw. verkauft werden; Putzpulver darf natürlich nie verwendet werden. Eine gute Methode, Bettfedern zu reini gen, ist die folgende: Man thut die Federn in einen leeren Waschkessel und erhitzt denselden gelinde und vorsichtig, daß die Federn nicht anbrennen. Die Feuerung wird mäßig fortgesetzt und die Federn beständig umgerührt, bis sie reichlich durchhitzt sind. Die Unreinigkeiten entfernen sich dabei in Dunstform, und die Federn quellen auf und werden wie neu. Ein anderes Mittel ist: Man bringt die Federn in ein Faß, übergießt sie mit Seifenwasser und rührt sie gehörig um, preßt sie darauf mit der Hand einzeln aus und thut sie in ein anderes Faß, um noch einmal warmes Wasser darauf zu gießen. Wenn man die federn dann in der Sonne oder in einem warmen Zimmer getrocknet hat. sind sie gleich neuen zu achten. Zum Einfetten der Pferdegeschirre gebrauche man nie Thran, weil dieser an Wundstellen leicht Entzündung verursacht. Geeignete Fette sind Kammfett, reines Schweinefett und Vaseline. Noch besser aber ist eine Schmiere, welche durch Zusammenschmelzen von gle:chen Theilen Leinöl und grüner Äife auf gelindem Feuer entsteht. Namentlich jene Theile des Geschirres, welche den Leib des Thieres berühren, sind oft und gut zu fetten. Cigarrenasche entfernt weiße Flecke, welche dadurch entstanden sind, daß man heiße Gefäße auf polirte Gegenstände gestellt hat. Man lasse die Cigarrenasche eine Weile liegen, dann nehme man einen Kork, den man über einer Flamme hat ankohlen lassen und reibe recht tüchtig über die mit der Asche bedeckte Stelle. Dann wäscht man sie mit klarem Wasser ab, reibt mit einem Leder trocken und polirt schließlich mit einem wollenen Läppchen, welches mit Petroleum etwas angefeuchtet ist, nach, um wieder Glanz herzustellen, Topfgewächse, die in geheizten Räumen stehen, sind mindestens einmal wöchentlich mit lauem Wasser zu besprengen. Den Staub von den Blättern beseitigt man vorher mit einem weichen Pinsel. Besonders bei Palmen und Blattpflanzen trägt eine solche Erfrischung ungemein viel zur gedeihlichen Entwicklung bei. Zum Begießen verwende man ausschließlich stubenwarmes Regen- oder Flußwasser. Gegen Nachtschweiß trinkt man vor dem Schlafengehen kalten leichten Thee aus Salbeiblättern. auch ein Glas Milch mit Beigabe von einem Löffel Kognak ist sehr gut gegen angeführtes Uebel. Angeschnittener Schweiz er käse hält sich sehr gut. wenn er in ein mit Salzwasser getränktes Tuch eingeschlagen und dasselbe immer feucht gehalten wird. Dadurch wird das Schimmeln und Austrocknen verhindert. Knopflöcher der Kragen und Vorhemden zu schonen. Es kostet viel Mühe und Fingernägel, Hemdenund Manschettenknöpfe in steife Knopflöcher zu bohren. Dieser Uebelstand ist schnell beseitigt, wenn man die Knopflöcher auf der Rückseite etwas anfeuchtet. Man hebt mit dem Finger einen Tropfen Wasser aus dem Wasserglas und betupft damit das Knopfloch, läßt das Wasser einziehen und kann nun leicht die Knöpfe einstecken, ohne das Aussehen der Vorderseite zu beeinträchtigen. Beim Herausnehmen der Knöpfe hat man es noch bequemer, da man dann nicht so sparsam mit dem Wasser zu sein braucht. Die Knopflöcher werden durch dieses Verfahren sehr geschont. Abgeblüht, in Töpfen getriebene Hyazinthenzwiebeln sind an einem luftigen, frostfreien Ort aufzubewahren. Im Frühling nehme man die Knollen aus den Töpfen und breite sie zum Trocknen auf Drahtsieöen oder Brettern aus. Sind sie genügend trocken, so entfernt man die daran vorhandenen todten Theile und hängt sie in Netzen auf. Im Spätherbst werden die Knollen alsbald gepflanzt, wo sie im kommenden Lenz nochmals einen hübschen Blüthenflor entfalten.
Vange
Dame: .Die kleine Comtesse wäre eine Frau für Sie, Herr Ban. Die ist so sparsam, daß sie alle ihre Hüte und Kleider selbst macht.Lebemann: .Hm! Das wäre allerdings nicht so übel. Nur möcht' ich noch wissen, ob sie so sparsam sein muß oder bloß sein will . . .!!"
Bon der Schmiere. Heldenliebhaber: .In dem überall geflutten Trikot kann ich doch heut' Abend unmöglich den .Don Carlos" spielen!?" Direktor: .Ach, daS geht schon . . . flechten Sie halt an geeigneter Stelle ein, daß man mit der Zahlung Ahrer prinzlichen Apanage für dies Jahr noch im Rückstände wär'." Eine gebildete Köchin. Professor der Philolog i e: .. . Sie waren zuletzt bei dem Botaniker Staubfaden in Stellung haben Sie sich da etwas zuschulden kommen lassen?" Köchin: .Bewahre! Ich wollte nur umsatteln, weil ich mehr zur Philologie neige!" Gütige Frauen. .Unsere Männer feierten ja an einem Tage Geburtstag?" .Ja! Was hast Du denn dem Deinen gegeben?" .Ich habe ihm eine Ansichtskarte mit dem Interieur des Gasthauses gegeben I wo er immer gerne hin möchte." .Und ich habe dem meinen den Hausfchlüssel in Chocolade anfertigen lassen," Eine gute Seele. AeltererHerr (allein im Coup6 mit einem Hochzeitspaar): .Soll ich vielleicht 'n bischen Tunnel spielen?" Angenehme Beschäftigung. .Was treiben Sie denn den ganzen Tag in diesem öden Nest?" .Na, meine Kinder kraxeln auf dem Düngerhaufen umeinander, meine Frau sitzt in der Näh' und hält sich die Nase zu. ich sitz' am Fenster und schimpf' über den Geruch und meine Aelteste malt's Ganze." Guter Rath. Feldwebel (die sehr kleine Gans betrachtend, die der vom Urlaub zurückkehrende Rekrut mitgebracht hat): .Das nächste Mal geh' lieber etwas später auf Urlaub, damit die Gans noch a wea'g wächst !"
Frage.
Betrachtung. Junges Mädchen (das wegen seiner Liebschaf, ten von der Mutter eine Ohrfeige kriegt): .Ach, mir scheint, für mich ist Amor der Gott der Hiebe!" Verstänonißvoll Theaterkassirer: .Nun. Herr Maier. waö wünschen Sie Schönes?" .Haben Sie nicht noch ein passendes Plätzchen auf heute Abend für meine Schwiegermutter? Unter uns: Sie hört ein bißchen sehr schwer Theaterkassirer: .Hier, da nehmen Sie Nummer siebenundsiebzig, da sieht sie auch nicht viel!" Auch ein Kündigungsgrund. Pfleger (in der Sitzung) : .Unsere Gemeindekasse wird immer leerer. Es gehen keine Strafgelder mehr ein!" Mooöhuber: .Dös kommt daher, weil d' Leut' vor unser'm neuen Polizeidiener so arg Angst haben, daß y gar nix Strafbares mehr anfangen!" Bürgermeister: .Js dös wahr? . . Nacha werd' i' dem Kerl glei' wieder kündigen!" Bescheidener Anfang. Hausfrau: .. . . Nun sind Sie schon beinahe ein Jahr bei uns. Lene und noch immer keine Spur von Umgangsformen!" Magd: .Kommt schon noch, gnä' Frau an' Umgang hab' i' schon Aus dem Gerichtssaal, dichter: .Sie sind des Diebstahls von Wild und Geflügel beschuldigt; was haben Sie zu Ihrer Rechtfertigung vorzubringen?" .Es ist halt ein Unglück, daß meine Frau früher Herrschaftököchin war. da kann sie nur so feine Sachen kochen!" Trofi. Dichterling (als der Redakteur seine Manuscripte aus dem Papierkorb sucht) .Entsetzlich! Und eö waren doch so tiefe Gedanken!" Redakteur: .Ah so. dann werden sie vielleicht ganz unten sein!" Höchster Pflichteifer. Gemeindewächter: .Du. Burgermon sta, den Rodler hon i' o'g'fongt. wal a olli niederfahrt!" Bürgermeister: .Scho' guat, Simmerl, ode konnft 'S eahm beweis'n?!" Gemeindewächt: .A, i' war g'scheit; damit daß a ' net ableugnet, hon i' an' selba überfohre' loss'n!"
