Indiana Tribüne, Volume 30, Number 16, Indianapolis, Marion County, 11 September 1906 — Page 4

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Jndiana Tribüne. etaulfltatten von dn uUttbtta . Indianapolis, Ind.

hnrtz 0. Thndin Präfident. Veschäftslo.a l: No. 31 Süd Delaware Straße. TELßPHONE 269 Knt.r.d at the Pott Office ot Indianapolis a econd dass matter. Aus der Vundeshauptftadt. ES ist ein wahres Glück, daß auch die Gelehrten fich hin und wieder zu inen Pflegen, denn sonst wäre man wieder um eine schöne Hoffnung ärmer. Keine von der Bundesregierung in Angriff genommene Kulturarbeit hat fich größeren Beifalls zu erfreuen ge habt und keine war auch (so glaubte man wenigstens allgemein) don grüßerem Erfolge begleitet als die Urbar machung der Wüsteneien im Westen durch Berieselung. Man gab fich der Hoffnung hin, daß die hierfür verwen deten Millionen gut angewendet seien und dadurch, daß sie daS anbaufähige Areal deS Landes vergrößerten, fich vielfach verzinsen würden. Und jetzt kommt da ein Gelehrter auS dem fernen Westen, Professor Samuel Fortier von der Universität California u.ld erklärt dem National Irrigation Congreß in Boise, Jdaho, daß von den 150,000,000, die in den Weftftaaten alljährlich für diesen Zweck verausgabt würden, gut DreivierteZZoder 35 Millionen ein. fach weggeworfen feien. Wenn das wahr wäre, so müßten unsere Wash ingtoner Experten fich sehr verrechpet haben und da wäre eS wohl doch beffer an der Unfehlbarkeit des Herrn Profef for gelinde Zweifel zu hegen. Die große Flottenrevue, die vor einigen Tagen Lvor deMzPrüfidenten statt gefunden, dürste diesen mit verzeih lichem Stolz erfüllt haben, denn der Ausbau unserer Kriegsflotte zu ihrer gegenwärtigen achtungSgebietmden Stärke ist zum großen Theil die Folge seiner auswärtigen Politik, die nur dann logisch haltbar war, wenn fie fich auf eine für alle Zwecke hinreichende Seemacht zu stützen vermochte. Aber e ist sehr zu hoffen, daß mit dieser Machtentfaltung die Flotte Uncle Sam'S ihren Höhepunkt erreicht haben möge, daßZman in Zukunft der Küsten Vertheidigung größere Aufmerksamkeit schenke, statt ungezählte Millionen in schwimmende, Ornamente zu stecken, die in erster Linie mehr für Offensiv als Defenftv-Zwecke bestimmt erscheinen. Die Ber. Staaten können der Welt in den Künsten und Segnungen des Frie denS als Beispiel dienen, im Einklänge mit den Grundsätzen unserer großen Staatsmänner von Washington bis Lincoln. Die Rolle des militärischen Lehrmeisters! können wir getrost Ande ren überlasten. Unter den verschiedenen Reformen, welche Bryan, seitdem er wieder hei mischen Boden betreten, befürwortet, ist wenigstens eine der alle Bürger ohne Unterschied derlPartetangehörig keit zustimmen können. DaS ist der Borschlag den langenZZwischenraum, der zur Zeit zwischen der Erwühlung und den Amtsantritt eines Kongreß reprüsentanten liegt, auf ein Minimum zu verkürzen. Thatsächlich ist kein Sinn darin, Leute imNovember 1906 zu erwählen, die erst im Dezember 1907 ihr Amt antreten werden. Erst lich findet dadurch der in den Wahlen fich kundgebende VolkSwille erst sehr verspäteten .Ausdruck und darf auch nicht vergeffenlwerden, daß nicht wieder gewühlte Reprüstntanten während de Jahres, das fie noch im Amte bleiben, fich aller Verantwortlichkeit ent bunden fühlen und um so leichter un gebührlicher .Beeinfluffung zugänglich few möchten. Viel vernünftiger ist daS Wahlsystem in England, wo daS im Januar erwählte House of Com monS bereits am 1. Februar feine ge setzgeberifche Thätigkeit antrat. Bo kranken Sultan, der an chro nischem Nierenkatarrh und Schrumpf nieren leiden soll, berichtet da Neue Wiener Tageblatt-: Seit dem Tode de vor mehreren Jahren verstorbenen Leibarztes Mavrogheni hatte der Sul tan wohl noch Leibärzte, die den Titel führten, aber behandeln ließ er fich von ihnen nicht, aus Furcht, von ihnen dergiftet zu werden. So wurde denn Abdul Hamid, sein eigener Leibarzt. Er suchte einige medizinische Kmntniffe zu erwerben, studierte mehrere populäre

französische Werke; auch ließ er das Buch von Bock ..Vom kranken und gk' funden Menschen" für fich ins Tür. kische übersetzen. Seine Hauptnahrung besteht in Milch. Daß die fortwährenden Aufregungen während seiner Stegierungözeit das Nervensystem des Sultans stark in Anspruch genommen haben, ist begreiflich, ebenso, daß der Sultan seit Jahren an Schlafloftgkeit gelitten hat. Jetzt soll eö ihm wieder beffer gehen.Aus den Genchteo.

Tcheidungsklagen. Rose Ella Woodruff strengte gegen ihren Gatten George T. Woodruff eine Klage auf Scheidung an. Der Bund wurde am 18. März 1877 geschloffen und das Paar lebte bis zum 29. Aug. 1906 zusammen. Grausame Behand. lung und Trunksucht find die Gründe der Klage. Sie fordert $2000 Ali mente und die Bezahlung von AI 50 Advokatengebühren. Fern M. Staff strengte gegen ihren Gatten Joseph A. Staff eine Klage auf Scheidung an. Die Ehe wurde am 21. April 1905 geschloffen und daS Paar lebte bis zum Jahre 1906 zu sammen. Grausame Behandlung und böswilliges Verlaffen find die Gründe der Klage. Sie fordert ihren Müd chennamm Fern May Davidson wieder führen zu dürfen. Howard Griffith verklagte seine Gattin Alice Griffith auf Scheidung. Dieselben veiheirathetm fich am 28. Jan. 1901 und lebten bis zum 10. Sept. 1905 zusammen. Der Klage gründ ist grausame Behandlung. Alonzo Smith verklagte seine Frau Minnie zSmith auf Scheidung. Die Ehe wurde am 19. Jan. 1896 geschlos sen und die Verbeiratheten lebten bis zum Oct. 1904 zusammen. Grausame Behandlung. Trunksucht und Pflicht vernachlüsfixung find die Gründe der Klage. Kriminalgericht. Der Wirth Pat orcoran erlaubte am Sonntag zwei Personen feine Wirthschaft zu betreten und Karten zu spielen. Für dies Vergehen wurde er zu $20 und Kosten verdonnert, welches eine Gesammtsumme von 864.90 auS machte. Eorcoran wurde ebenfalls an geklagt, eine SlotMafchine zu halten und geistige Getränke am Sonntag verkauft zu haben. Die erste Anklage wurde vom Richter abgeschlagen und die zweite Beschuldigung wurde für die Zukunft vorgemerkt. Schadenersatzklagen. Louise Eurry verklagte die Jndiana polis Traction & Terminal Co. auf 815,000 Schadenersatz. Die Klägerin wnrde angeblich durch die Schuld und Nachlässigkeit von Angestellten der Ge sellschaftZ beim Auöfteigen aus einer Ear zujBoden geschleudert und erhielt beim Sturze schwere Verletzungen. Auf diese .Verletzungen begründet fie die Klage. Hermann Warrenburg strengte ge gen die Indianapolis Traction & Ter minal Company eine Klage auf 81090 Schadenersatz an. Der Klüger wurde am 23. Juli 1906 laut eingereichter Klage durch die Schuld und Nachlässig keit der Angestellten der Gesellschaft von einem Straßenbahnwagen über fahren und schwer verletzt. Auf diesen Verletzungen begründet er seine Klage. Polizeiliche. Der S p e c i a l.P o l i z i st A. Wilson nahm gestern Joseph Brown von Chicago, Jll., in Haft und erhob eine Anklage auf ttleindiebftahl gegen ihn. Brown wird beschuldigt, Krebse gestohlen zu haben. Eine Beschuldigung einen gefälschten Check in Zahlung gegeben zu haben, brachte gestern Abend Nel fern W. Reynolds, Colonialwaaren Händler von Fort Benjamin Harrison hinter Schloß und Riegel. Reynolds miethete gestern ein Fuhrwerk von Harry Rosenthal, er gab ihm ein Check auf 83 lautend in Zahlung, Zahlbar in der Merchant National Bank. Als Rofenthal den Check in der Bank re prkfenttrte, erhielt er den Bescheid, daß das Konto von Reynolds erschöpft sei. Rosenthal machte der Polizei eine dies bezügliche Meldung, worauf Reynolds verhaftet wurde. Die Verhaftung wurde von Kapitän Bray und dem Polizisten McJntire vorgenommen. ChaS. BaaSke'S Südseite Kneipe, 1291 Süd aft Str.

Pröservirmittel nicht erlaubt.

Chemiker Barnard giebt seine Ansicht fund. Sekretär Wilson von der Ackerbaubehörde hat vom Staats Chemiker Barnard eine Antwort auf die ihm un terbreiteten Fragen, das Nahrung, mittelgesetz betreffend, erhalten. Herr Wilson glaubt nicht, daß Prä servirmittel angewendet werden sollen, mit Ausnahme der natürlichen, un schädlichen, wie Zucker, Salz. Sal peter, Gewürze, Rauch, Essig zc. Ungesunde Pröservirmittel sollten nicht gebraucht werden. DaS Vermischen der Nahrungsmittel mit Boric Acid, sul phurösen Säuren, Benzoic Acid oder den Salzen derselben, sowie auch mit Fluoriden, welche ja alle der Gesundheit schädlich sind, muß auch die Nah. rungSmittel äußerst gesundheitsschädlich machen. Kein Maximum oder Minimum kann für den Gebrauch derartiger Gifte festgesetzt werden, da die einem gesun den Menschen unschädliche DofiS einem Kranken gefährlich werden kann. Der Chemiker ist der Anficht, daß schädliche Mittel völlig verboten sein sollen, da fich Regeln für den Gebrauch derselben nicht aufstellen lassen. Nah. rungSmittel, die sich ohnedem präservi ren lassen, mit Präservirmitteln zu vermengen, sollte seiner Anficht nach gleichfalls nicht erlaubt sein. Farbstoffe, um dem Eingemachten eine künstliche naturgetreue Färbung zu geben, sollten nicht gestattet sein, wenn dieselben zur Hintergehung der Kunden angewendet werden. Unschädliche Farbstoffe in Jce.Cream und Fruchtgelees, sofern dieselben auS schließlich zur Verschönerung in Anwen dung gebracht werden, könnten erlaubt werden. In solchen Füllen werden die Sachen für'S Auge mehr anziehend, ohne daß man den wahren Character derselben hinter dem Farbstoffe zu der bergen gedenkt. Shortridge Hochschule. Schüler, welche Englisch V zu neh. men gedenken, melden fich wie folgt: Familiennamen, beginnend mit A bis G incl., in Zimmer 3 Familiennamen, beginnend mit H bis P incl., in Zim mer 5; Familiennamen, beginnend mit O bis Z incl., in Zimmer 19. Schüler, welche Englisch VI zu nek men wünschen, melden fich wie folgt: Diejenigen, deren Familiennamen mit A bis L incl. beginnend, anfangen, in Zimmer 4; Familiennamen, beginnend mit M bis Z incl., in Zimmer 1. Schüler, welche Englisch VII zu neh men gedenken, meld? fich wie folgt: Familiennamen, beginnend mit A bis H incl., in Zimmer 9, Familienna men, beginnend mit I bis Z incl., in Zimmer 7. Schüler, welche Englisch Vlll zu nehmen gedenken, melden fich in Zim mer 9; Schüler, welche Englisch VI vollendet haben und noch nicht Englisch VII und VIII gewählt haben, melden fich in Zimmer 10. Für Schüler, welche mit den Räum lichkeiten der Schule nicht vertraut find, wird bemerkt, daß die Zimmer 1 bis einschließlich 36 fich in dem neuen Ge büude, Eingang von der North.Straße, befinden. Die Zimmer 37 bis 70 lie gen im alten Gebäude, Eingang von der PennsylvaniaStraße. Sollten Schüler irgend welche Schwie rigkeiten haben, die richtigen Zimmer zu finden, sollen fie fich an den Genül fen im Bureau wenden. Schüler und Eltern können fich auch Freiheit nehmen, die Lehrer auf den ornooren nacy oen zimmern zu fragen. Wie schon bekannt gemacht, werden die Aufnahmeprüfungen in den Zim mern 3 und 4 von 3.30 bis 9.30 Dienstag Morgen den 11. September abgehalten. Keiner kann mehr nach 9.30 Uhr ohne specielle Erlaubniß des Direktors geprüft werden. KeinZProgramm der einzelnen Schu len wird vor dem 24. September ge wechselt werden, ausgenommen dasselbe zeigt fich alö Widerspruch oder als fehlerhaft. Bauerlaubnißschein e. H. L. Whitehead, HolzWohnhauS, No. 2536 Rord Alabama Str., veran schlagt auf $3200. John Barn, Wohnhaus, 17 Oxford Str., ilOOO. Frau Barnhtll, Laden, Southeaftern und Keyftove Ave., $800. Eugene Weathers, Wohnhaus, St. Clalr Str. und Hamilton Ave., 2500.

Nachrichten aus Jndiana.

R i ch m o n d. Superintendent Bai. ley von der Rtchmond Polizei langte gestern mit Herbert Eschenfelder, an geblichem Checkfälscher und der 16Zahre alten Elfie Enbody hier an. Eschenfelder hatte fich nach St. Jqnace, Mich., begeben und hatte das Mädchen mitgenommen. Während der Reise holte er wiederholt seine große Geldrolle hervor, dieselbe den Mitrei. senden zeigend. Das Mädchen gab er als seine Frau aus. Beinahe 8800 wurden in seinem Besitze gefunden. Alle soll er durch gefälschte Checks hiefigen Banken abgenommen haben. V i n c e n n e S. A. T. Thaw, ein Angestellter der hiesigen Telephone Kompanie, wurde gestern beim Span nen von Drähten schwer verletzt, doch glaubt man, daß er mit dem Leben davonkommen wird. Der Mann hatte nämlich einen mit 2300 Volt geladenen Draht angefaßt und war nicht im Stande, denselben loözulaffen. Man onnte den Rauch des brennenden Flei cheS deutlich von der Straße aus sehen. Fünf Minuten dauerte es, ehe der Strom abgedreht werden konnte, und dann fiel Thaw vom Posten herab, fich die rechte Hüfte brechend und zugleich fich schwere Verletzungen am Kopfe zu ziehend. Neue Jncorporatione. Folgende Gesellschaften erwirkten beim StaatS-Sekretär ihre Jncorpora tionSpapiere: CitizenS' State Bank of Orland, Jndiana: Kapital $25,000. Prüfidmt: John F. Shurman; Kasfirer: Abram E. Yoder. Logan Club", Caß County. Di rektoren: Paöquale La Parte, Muffoni Wattonio und John Delsonto. ..Dunkirk Club", Caß County. Di rektoren: Angello Vitello. Antonio Vi tello und Zamarchi Gracono. Baß Lake Jmprovement Affocia tion". Baß Lake. Direktoren: Joseph B. Goodall, George Peterson. Christian B. Stange. Robert I. Loveland. MoseS A. DiltS und T. Eleve. John B. C o r u m . Anwalt der Lake Erie & Western Bahn, hat der Behörde für öffentliche Arbeiten ein Schreiben unterbreitet, in welchem er die Meldung macht, daß die Koste n der Hochlegung der Geleise an Maffachu setts.Avenue um 87000 höher zu stehen kommen, als man in den Voranschlägen vorausgesehen hatte. Er ersucht des halb die Stadt, ihren Antheil von 2231.43 zur Begleichung dieser Mehr ausgäbe beizusteuern. Stearin und Glycerin. Die Stearinkerzen haben zwar durch die modernen Beleuchtungsmittel viel an ihrer praktischen Bedeutung eingebüßt, find aber keineswegs ganz verdrängt worden und werden wohl auch immer einen gewissen Werth behalten. Aber schon die heutige Generation kann es kaum noch ermessen, welcher Dienst durch die Entdeckung des Stearins und ihre Ausnutzung der Menschheit geleistet worden ist. Dieser Entdeckung, die wir dem französischen Chemiker Chevreul verdanken, mußte eine andere vorausgehen, deren Bedeutung erst später erkannt wurde: die im Jahre 1779 von dem deutschen Ehemiker Scheele gemachte Entdeckung des Glycerins. Indem Cheuoreul, der, beiläufig erwähnt, in demselben Jahre (1786) das Licht der Wett er blickte, in welchem Scheele starb, das Glycerin durch die Verseifung von Fettstoffen herstellte, kam er zu der Entdeckung des Stearins, dessen Verwenduna zu Kerzen das alte Talg licht allmählich verdrängen sollte. In der gewöhnlichen Bedeutung ist übrigei Stearin nicht das Steartn der CPmiker, sondern unreine Stearinsäure, und diese ist es auch, die bei der Fabrikation von Stearinlichten gebraucht wird. Für feine Entdeckung erhclt Cheveul den vom Marquis v. Arge.teuil gestifteten Prei' von 12, 000 Fr., den er aber selb,'.' zu einer großmüthigen Stiftung ber.'.tzie. während er sich mit dem Ruhr...' eines Gelehrten begnügte, der aus iner erfolgreichen Arbeit keiuen klingenden Gewinn ziehen will. Nicht anders hatte er es bereits bei seinen für die Industrie vno so folgenschwerer Wichtigkeit gewordenen Untersuchungen und Erfindungen in Bezug auf die Benutzung der Farbstoffe gemacht. U m s ch w u n g. Besucher: Sagen Sie doch. Sie malten früher so reizende Stilleben, sind Sie davon ganz abgekommen?" Maln: Allerdings, seit ich verheirathet bin. fühle ich mich mehr zur Darstellung von Kriegsbildern angeregt.

...Diamanten... ein Kaufmann in der Stadt führt einer .'ch großen Vonath von

Diamant:.

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t 13 Söord Illinois Str. rlr Af MM I n P e st besteht eine Hei. rathsjtiftung, deren Zinsen 600 Kro nen betragen. Die dortigen Blätter theilen nun die merkwürdige That sache mit, daß diese Stiftung Heuer schon zweimal ausgeschrieben war, daß sich aber keine Bewerber gemeldet haben. Der Magistrat, der die Hei rathsstiftung zu verwalten hat. überlegt nun, ob er die 600 Kronen, die er bisher nicht an den Mann und die Frau bringen konnte, nochmals ausschreiben oder für bessere Zeiten" so Gott will 1907 zurückstellen soll. Einer, der seine Familie nicht blotzstellen will, stand vor einem Pariser Gericht wegen Diebstahls und Vagabondage. Die BeHorden sind nicht imstande, die Jdentität dieses Menschen festzustellen. Man weiß nur, daß er im Jahre 1905 in Toulon unter falschem Namen verurtheilt ist, und daß er auch jetzt seinen wahren Namen nicht angiebt. Alle Versuche, ihn zur Lüftung seines Geheimnisses zu bewegen, scheiterten. Er begnügte sich mit folgender Bemerkung: Ich bin Rentier, weiß nicht, was Arbeit ist, und habe nie gearbeitet. Ich habe ein Absteigequartier in Paris; aber ich will meine Familie nicht compromittiren, ich bin ein Gentleman. Das Gericht verurtheilte den Gentleman zu sechs Monaten Gefängniß unter dem Namen Etienne Michel mit einem Fragezeichen. Die Luftschifferin Elvire Wilson ist unweit Wohldorfs bei Hamburg verunglückt. Sie stieg bei ungünstigem Wetter mit einem korblosen Ballon von etwa 600 Raummetern auf. Die Luftschifferin stand auf einer Strickleiter, von der sie sich in den Ballonring schwang und sich dort festhielt. Der Ballon hatte an dem gewitterschwülen Tage schlechte Tragkraft, sodaß er niedrig dahinschwebte; sie suchte dann bald zu landen. Man sah deutlich den Anker herabhängen. Ein plötzlicher Windstoß hob den Ballon jedoch, der bald in den dunklen Wolken den Augen der Zuschauer entschwand. Dann senkte er sich schnell, stieß mehrmals auf, hob sich dann zwei- oder dreimal sprungweise wieder und ging nieder, wobei er etwa 2030 Meter weiterflog und blieb dann liegen. Die Luftschifferin lag etwa 20 Meter vom Ballon entfernt auf der Erde, athmete noch schwach, dann ging ein Zucken durch den Körper, und alles war vorüber. Der Tod war eingetreten, sie hatte außer einem schweren Schädelbruch sich das Genick gedrochen. Beim Herrenschnhmacker. Lehrling (dem vom Meister immer die Stiefel cm den Kopf geworfen werden): Ach, wär' ich doch zu einem Damenschufter in die Lehr' gegangen!" Remhold Stark, Haus-, Schilder-, .und Fresco-Maler, Holzmalerei, ( Graining meine Spezialität. No. 4V West Raymond Str. Neuer Telephon 9733. Dr, L l VM Deutschn Thin.rzt Office: Schellhouse'kLeih-Stau 3X8 es dsh Ct. Telephone: Reu, Ss lt. Maln u. Wohnung : lfili üd eridi tre Reun 'Ph,e

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