Indiana Tribüne, Volume 30, Number 15, Indianapolis, Marion County, 10 September 1906 — Page 4

Jndta Tribüne, 10. September 1006.

Jndiana Tribüne. Haugkbe von der utrabcf a . Indianapolis. Ind. Harry O. t&uöiura . PrKfident. VeschäftSlocal: No 31 Süd Delaware Straße. TELflPHONE 9. E nUred t the Pott Office ot Indianapolis at ccond clait matter. Präsident Hill über unsere wirthschaftliche Jukunst.

Hr. I. Hill, Prüfioent der Great Northern Eisenbahn, hat vor der Mi.i nesota Etate.Fair'Affociation eine Rede gehalten, in der er die Einwanderung und ihre Zukunft behandelte. Er sagte: In zwanzig Jahren müssen wir weite ren 50 Millionen Menschen Unterkom men und Arbeit geben, und um die Mitte dieses Jahrhunderts werden wir w den Ber. Staaten annähernd zwei und ewhalb Mal soviele Menschen ha den wie jetzt. Keine Nation der Erde sei je vor eine ernstere Frage gestellt worden, als fie uns die Einwanderung stelle. Wie sollen wir für unsere Kin der mit Wohnungen und dem täglichen Brod sorgen? Die sorglose Bert bei' lung der öffentlichen Lündereien. seine Vertheilung unter die Landgierigen, die Beiseitesetzung von Weidelandereien haben einen großen Theil deS nationa len Eigenthums absorbirt. Nur die Hälfte deS Privatlandes wird bebaut und das bebaute Land erzeugt nur die Hälfte von dem, was eS erzeugen könnte, ohne an Fruchtbarkeit abzunehmen. Was 'oll aus uns werden, wenn unsere Bevötterung in 20 Jahren auf 125 Millionen und vor der Mitte dieses Jahrhunderts auf mehr als 20 Mil lionen angewachsen ist? Wo sollen die leben? WaS sollen fie treiben? BiS da hin werden unsere Mineralschütze fo nahe erschöpft sein, daß die davon ab hüngigen Industrien auf eine unterge ordnete Stellung rücken, und unsere Träume von der Eroberung der Welt Märkte werden platzen wie eine Seifen blase. Die Hundertmillionen ?'woh ner China's und Japan's mit ihren Nachahmungstrieben und ihrer Fähig keit, moderne Maschinen zu verwer then. mit ihren enormen Borrüthen an Eisen und Kohle, den billigen Arbeit kräften find bereit, sich die Märkte der Zukunft zu erobern. ES ist eine ma thematische Thatsache, daß wir unter gegenwärtigen Verhültniffen in zwan zig Jahren keinen Bushel Waizen mehr für den Export übrig haben werden. Sollen und wollen die kommenden Mil lionen in die Fabriken gehen? Aber wohin wollen wir in dieser Welt deö Wettbewerbs verkaufen? Wer soll die Löhne zahlen? Die ganze Industrie steht still, wenn nicht gezahlt wird. Herr Hill malt da ein düsteres Bild unserer wirthschaftlichen Zukunft. Grau in grau. Die Sache ist aber in Wirk lichkeit gar nicht so gefährlich, wie fie hingestellt wird. Von vornhenin ist in Frage zu stellen, ob fich die Bevölke rung der Ber. Staaten in dem Maße vermehren wird, wie uns Herr Hill vor rechnet. Die Einwanderung der letzten Jahre hat uns allerdings alljährlich rund eine Million Einwanderer ge bracht. Wie groß aber die Rückman derung Elngewanderter ist, darüber liegen verläßliche Zahlen nicht vor; ebenso wenig darüber, wie viele Ameri kaner auswandern, z. B. nach Eanada und Mexico. Und wenn die ArbeitS und Lebensbedingungen in den Ber. Staaten nicht mehr verlockende find, wenn fich Arbeitsgelegenheit nicht mehr so reichlich bietet, wie bisher, dann flaut der Einwandererftrom bald von selbst ab; eS findet, jwie das schon der schiedentlich vorgekommen, eine starke Abwanderung statt. DaS große Ge biet der Ber. Staaten ist mit europüi schen Ländern verglichen, noch dünn bevölkert. Deutschland, ein gut Theil kleiner alö.Texaö, und mit vielen recht unergiebigen Gebirgsgegenden, ernährt über 60 Millionen Menschen und pro sperirt dabei. Belgien liefert ein noch üöerzeugenderes Beispiel. ES ist in den Ber. Staaten noch so viel andau fähiges Land, daß die Ledenömittel Frage auf lange Zeit hinaus noch keine Sorgen zu machen braucht. Herr Hill mahnt, in unserer Land Wirthschaft konservative und ökonomi sche Methoden einzuschlagen und die Landwirthschaft in den Bordergrund der nationalen Jntereffen zu stellen. Nicht Industrie und Handel dürften die einzigm Formen unserer fortschreiten den Thätigkeit sein oder werden. Der Landwirthschaft müsse ihre gebührende Stellung w der Nation werden, und

der Zug in die Städte werde aufhören. Wie das durchzuführen sei. verrath uns Herr Hill nicht; allein die Sache wird sich mit der Zeit schon selbst reguliren. Herr Hill steht zu schwarz in der von ihm angeschnittenen Frage. Andere Probleme werden der Nation früher mehr Kopfzerbrechen machen, als die UebervölkerungS'Frage.

Versicherung gegen Bank VUite. Zwei der größten BürgschaftS.Ge. ellschaften, die Fidelity Sasualty Company" und die American Bon ding Company- in Amerika, haben einen neuen Geschäftszweig eingerichtet; die Versicherung von Bank'Depoftten gegen mancherlei Unfälle- deS Bank geschüfts. Eir.eclki ob die Bank auf natürlichem- Wege zusammenbricht, oder durch die Betrügereien deS Prüft denten, durch die Flucht deS KafftrerS u. dgl. m. gegen eine kleine Prämie bezahlt die BürgschaftS'Gesellschaft dem geschädigten Einleger den vollen Betrag seines Guthabens in der Bank und tritt damit in seine Rechte und Ansprüche gegenüber der schuldneriichen Bank ein. Ein recht chaakterischeS, echt ameri kanischeS Unternehmen. Ein Seiten stück zu den BerficherungS Gesellschaf. ten gegen Diebe und Einbrecher. Nur handelt ftch'S im vorliegenden Falle um Diebe von innen und um Aus brecher.Diese absolute, immer auf'S Neue zu Tage tretende verbrecherische Unzulänglichkeit der staatlichen ttontrol.Be Hürden trügt die Hauptschuld an den fich erschreckend vermehrenden Füllen von Bank'Unterschleisen jeder Art; und auch an dem wachsenden Unbehagen großer sparender und geschüftStreiben der Kreise, an ihrem steigenden Miß trauen bezüglich der Sicherheit ihrer Einlagen. Mit der Sicherheit unserer Geld, inftitute wird es nicht besser werden, bis mit den pflichtvergessenen und be trügerischen Beamten derselben auch deren Helfershelfer, die staatlichen Bankinspektoren, auf eine Reihe von Jahren in die gestreifte Jacke gesteckt werden. Wilhelm Busch sagt : Der Gicker und der Gackerich betrachten und fixi ren fich"; so steht eS zwischen Rebellen und RegierungS'Trnppen auf Cuda auch. Der Keim, oder der Bacilluö des Rheumatismus soll von einem New Yorker Professor entdeckt worden sein. Leider sagt der gelehrte Herr nicht, in welcher Sorte Wein oder Bier er den selben gefunden hat. aft solides Silber hat man in der NipisfingAder in Eanada gefunden, und dieser Fund ist einer der reichsten seit vielen Jahren. An dem Punkte, wo man die Ader entdeckte, war fie 13 Zoll breit und nach 50 Fuß verbreiterte fie fich allmählich auf fünf Fuß. Durch Massenverhastungen sucht der Ezar den FreihettSgeift in Rußland zu ersticken. Vergebliches Bemühen! Die Intellektuellen haben die russischen Arbeiter und Bauern so erzogen, daß dieselben fich dem Joche des Ezaren und seiner Großfürsten Klique niemals wieder ganz unterwerfen werden. An Stelle des bei der ErdbebenKatastrophe zerstörten TurnheimS in San Francisco ist bereits ein neues eingeweiht. Die neue Turnhalle ist auf einem Theile des Grundstücks des Turnvereins erbaut worden, welches bei dem Erdbeben zerstört wurde. Die neue Turnhalle ist sehr zweckmüßig ein gerichtet und ist von Holz erbaut. Ihre Außenwände find mit feuersicherer Wellblechverkleidung und die Innen wände mit glatter Holzverkleidung der sehen. König von Island" nennt fich auch noch der König von Dänemark, der außerdem noch die Titel König der Wenden und Gothen, Herzog von SchleSwig.Holftein , Storman, Dith Marschen, Lauenburg und Oldenburgführt. Die isländische Bevölkerung verlange diesen Titel, heißt eö, da ihr kaltes Reich sonst durch Nichts reprü fentirt wird. DaS neue Königthum, welches von einem dünischen Minister, mit dem Wohnfitze in Raytjavik, der Hauptstadt JSland'S, regiert wird, ist übrigens das einzige in Europa, das keine Soldatei, hat. Sottlieb Leukhard t, Die gemüthliche Ecke", Eck.' Noble und Market Et?.

Einbrecher

Wieder bei der Arbeit. Ein frecher Einbruch wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag in dem Haufe von John R. Wilfon. 1308 Central Ave., verübt. Die Diebe öff neten ein Vorderfenster deS Hauses und gelangten so in daS Innere desselben. Auf DiebeSsohlen durchstöberten fie daS ganze HauS, wobei eine goldene Uhr mit schwerer goldener Kette, ein Paar goldene Manschettenknöpfe, eine werth volle Borftecknadel, drei Taschentücher und 86.15 in baarem Gelde in ihre Taschen wanderten. Ein schöner Schirm wurde ebenfalls mitgenommen. Der Borfall wurde der Polizei mit getheilt, welche eifrig bemüht ist, den Schlupfwinkel der Gauner ausfindig zu machen. Ein geradezu haarsträubender Gau nerfireich wurde in der Wohnung von George L. Maas, 2321 Broadway. ausgeführt. Zwei Kerle kamen gestern zu der Thür von George L. Maas und baten um etwas zu essen. Nachdem ihnen dasselbe gereicht war, verfolgten fie ihren Weg und verzehrten die Eß Waaren mit Wohlbehagen. Nach ge raumer Zeit sah man die Burschen wieder in der Nähe deS HauseS und zwar an einem Fenster, welches fie zu öffnen versuchten. Sie wurden aber verjagt, bevor fie ihr Werk vollendet hatten. Wahrscheinlich wollten die Kerle die freundliche Bewirthung mit einen' Diebftahl vergelten. Auch nach dieser: sauberen Gesellen wird von der Polizei gesucht. Shortridge Hochschule. Am Mittwoch um 8.30 Uhr morgen? werden fich die Schüler zum Eintritt in die Shortridge Hochschule wie folgt in den Klassen Zimmern melden : .Schüler welche im letzten Juni in English 1 nicht creditirt waren in Zim mer 66. Schüler welche vom 8. Grad mit Empfehlung für Eredit in nglish eintreten, melden fich wie folgt : Diejenigen, deren Elternname mit A bis G inclufive beginnt, werden fich in Zimmer 60 melden; diejenigen, deren Namen mit H bis Q inclufive anfan gen, melden fich in Zimmer 55; diejeni gen, deren Elternnamen mit R bis Z inclufive anfangen, melden fich in Zim mer 68. Schüler, welche vom 3. Grade ohne Empfehlung für Credit in English 1 in die Hochschule eintreten wollen, melden fich wie folgt : Diejenigen, deren Familiennamen mit A bis M inclufive anfangen in Zimmer 37, diejenigen, deren Fami liennamen mit N bis Z anfangen in Zimmer 38. Schüler, welche Eredit in der Hoch, schule. Englisch I haben und denen Eng lisch H zugetheilt wurde, melden fich wie folgt: Mit Familiennamen, an fangend mit A bis D incl , in Zimmer 42; Familiennamen beginnend mit E bis I incl., in Zimmer 44; mit Fa miliennamen beginnend mit K bis O incl., in Zimmer 48; diejenigen, deren Familiennamen mit P bis Z incl. an fangen, in Zimmer 49. Schüler, welche Englisch 1H zu nehmen gedenken, melden fich wie folgt: Familiennamen, beginnend mit A bis E incl., in Zimmer 24; Familiennamen. beginnend mit F bis K incl , in Zimmer 33; Familiennamen, begin nend mit L bis R incl., in Zimmer 34; Familiennamen, beginnend mit S bis Z incl., melden fich in Zimmer 35. Schüler, welche Englisch IV zu neh men wünschen, melden fich wie folgt: Diejenigen, deren Familiennamen mit A bis F incl. anfangen, in Zimmer 16; Familiennamen, beginnend mit G bis N incl., in Zimmer 17; Familien, namen, beginnend mit O bis Z incl., in Zimmer 13. Fayetteville. Alva Eallahan erschoß hier feinen Nachbar und Mie ther John Walter. Eallahan wurde nach der Bedford Jail gebracht. Eal lahan ist ein bekannter Lehrer im In dian Creek Township, 34 Jahre alt. hat Frau und zwei Kinder. Schon seit .'zwei Wochen bestand zwi schen beiden Männern ein Zwist, der daraus entstand, daß Eallahan den Walters in Verdacht hatte, Zaun pfähle zerkleinert und als Brennmate rial verwendet zu haben. Walters hin (erläßt Frau und 7 Kinder. Frau Leah Kaussman, erst kürz lich verheirathet, fiel in einen Brunnen im Keller ihrer Wohnung in Elysburg, Pa., und ertrank. Ihr Gatte fand die Leiche etwas später.

Dan Traume uweNsn

wahr werden, mußte William Wylkening von Brooklyn zu seinem grofcen Leidwesen erfahren. Er und seine Frau hatten sich unlängst zum ommerautentyatt nach Jersey begeben, wo sie etwa einen Monat bleiben wollten. Die Gattin aber hatte dort einen üblen Traum gehabt, der besagte, daß während ihrer Abwesen heit etwas aus dem Brooklyner Heim verschwunden sei, und dies lieh ihr keine Ruhe. Sie kehrten zurück und musterten alle Räume, die jedoch in bester Ordnung waren; auch derGeldschrank schien unberührt und das Ehepaar lachte bereits darüber, wie man eines nichtssagenden Traumes wegen die Vergnügungstour habe aufgeben können. Wylkening öffnete dann aber Abends seinen Geldschrank und da gewahrte er, daß Träume doch manchmal keine Schäume sind. Es fehlten acht $100- und zwei $50 Scheine, im Ganzen $900. Eine Einbrecher - Bande, die in den letzten Wochen Süd-Brook-lyn unsicher gemacht und dort zahlreiche Raubzüge ausgeführt hat, ohne von der Polizei abgefangen werden zu können, hat es neuerdings auf Plünderung der Gotteshäuser abgesehen. Vier Kirchen in Süd-Brook-lyn wurden von dem Gesindel heimgesucht, das die Opferstöcke ihres InHalts beraubte und auch andere Werthsachen fortschleppte. In der Presbyterianer - Kirche in der Prospect Aoenue hausten die Räuber wie Vandalen; sie zertrümmerten das Altargeländer, brachen die hübschenMessingbeschläge von der Kanzel ab und zerstörten dann den Mechanismus der Orgel. Was nicht niet- und nagelfest in dem Gottesbaus war. wurde als Diebesbeute mitgenommen, und in den anstoßenden Räumlichkeiten der Sonntagsschule ließen die Einbrecher .'benfalls ihre Spuren zurück. Auch in der Methodisten - Kirche in der 6. Avenue übten sie ihr lichtscheues Gewerbe aus, beschmierten die Altarbibel mit Kreide und erbrachen die Armenbüchsen. Die Reformirte Kirche in der 12. Straße und die St. JohnsKirche in der 21. Straße sind die beiden anderen Gotteshäuser, in welche eingebrochen wurde. Der Aufschwung der Eisenerz - Industrie im Staate Minnesota wird durch folgende Nachricht aus Duluth illustrirt: Die Duluth, Mis. sabe & Northern Bahn, eine der großen Erzbahnen der Stahlkorporation in diesem Staate, hat Anaebote für die Lieferung von 1500 neuen StahlerzWaggons von einer Tragfähigkeit von je 100,000 Pfund, 60 Waggons mit einer Fassungsfähigkeit von je 80,000 Pfund, 50 anderen Waggons, 25 Kühlwaggons und 14 Lokomotiven ausgeschrieben. Diese Lieferungen sollen anfangs des nächsten Frühjahrs erfolgen. Es wird erwartet, daß diese Bahn im Laufe der nächsten Saison 12 Millionen Tonnen Erz an die Docks in Duluth abliefern wird, während die Gesammtlieferung in diesem Jahre 10 Millionen Tonnen betragen wird. Im kommenden Jahre wird die Missabebahn über 6200 Erzwaggons und 86 Lokomotiven verfügen und außerdem och rollendes Material für den allgemeinen Verkehr. Die Duluth & Jron Range - Bahn hat Angeböte für den Bau von 700 StahlerzWaggons und einer Anzahl von neuen Lokomotiven und anderer Waggons ausgeschrieben. Die Great Northern Bahn hat bereits 1000 neue Waggons bestellt. Als voretwa acht Monaten der Syrier Adjek Hamajon als Zwischendecks - Passagier im New Aorker Hafen landete, fiel den Zollbeamten die Sorgfalt und der Eifer auf. mit welchen der Neuankömmling über drei alte, schmutzige Matratzen, die ihm während der Reise als Bettstatt gedient hatten, wachte. Niemand schöpfte indeß Verdacht, und nur zum Scherz trat einer der Zollbeamten an den Mann aus dem Syrierland heran und erklärte ihm, er werde vermuthlich den Inhalt der Matratzen vorweisen müssen. Bei dieser Nachricht traten dem Einwanderer dicke Tropfen der Angst auf die Stirn, und er benahm sich so nervös, daß nunmehr wirklicher Verdacht im Herzen des Jollbeamten rege wurde und er die Oeffnung der Behälter anbefahl. Anstatt der erwarteten Lumpen und Roßhaare fand man folgende Dinge vor: 195 Pfund wollener. handgewebter syrischer Spitzen, 39 PfundRohwolle und einen orientalisten Teppich. Der arme Adjek wurde regen versuchten Schmuggels verhaftet, später aber gegen $: 000 Bürgschaft, welche ein Landsi'iann des Arrestanten für ihn stellte, erraffen. Die Sachen wurden confiöcirt und auf öffentlicher Auktion losges.Mgen. Derselbe George Shaony, der die Bürgschaft gestellt hat. erstand sie zum Preise von $1200, während der hochgegriffene Schätzungswerth der Bundesbeamten inclusive Zollgebühren $1276 betrug. Da Adjek obendrein verschwunden, und somit die Bürgschaft in Höhe von $1000 verfallen ist. kosten Herrn Sbaony die Artikel $2200. Die Zollinspektoren zerbrechen sich vergeblich den Kopf, warum Shaony sich in diese großen Ausgaben, die dem Werth der Sachen gänzlich unanc'messen scheine, gestürzt hat.

Es giebt nur emm einzig wirllichm Soda Cracker," well chatsächlich nur emer eMrt der so zu Jhnm gelangt als ob er ebm aus dem Ofm käme. Andere verlieren ihren Werth nachdem sie der Luft ausgesetzt sind, indem sie Feuchtigkeit in sich auf. nehmen und sich mit Staub an. sammeln.

Der iwiMichei Soda Cracker" ist Uneeda Biscuit welches durch sein geschütztes Packtt frisch

und rem erhaltm NATIONAL BISCUIT

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(5in fizilianisches EisenbahnidyN, das die deutschen Vizinalbahnzustände der Fliegenden Blätter" beinahe noch in den Schatten stellt, berichtet der römische Stampa". Fuhr da friedlich und gemächlich ein Personenzug von San Carlo in der Richtung auf Palermo. Auf einmal sieht ein am Fenster sitzender Passamer, wie aus einem anderen Wagel7ein Mann über Bord" springt und im nahen Graben verschwindet. Nun Alarm im ganzen Zuge das heißt, der Entdecker der Katastrophe zöge ja gern die Nothleine, wenn es nur eine solche gäbe, dafür erheben alle Reisenden ein Geschrei, bis der Lokomotivführer es hört und den Zug halten läßt. Voll der gräßlichsten Ahnungen es konnte sich doch nur um einen Selbstmord oder ein Unglück handeln verlassen alle Beamten uno Passagiere d?n Zug, um den Leichnam des Äermsten aufzusuchen. Da sehen sie eine dunkle Masse kauern, die sich offenbar zu erheben strebt ... Er lebt! Er lebt!" tönt es jubelnd aus aller Mund. Und er lebte wirklick, der gute sizilianische Bauersmann, der aus rein vorübergehenden, physiologischen Gründen, die keinen Aufschub duldeten, aus dem Zuge gesprungen war. in der Absicht, die Räderschnecke nachher wieder einzuholen . . . Eine Gemüthlichkeit, die man selbst auf der gemütblichsten schwäbischen und bayerischen Sekundärbahn vergeblich suchen würde. in Feind dcS TreibundeS. Am Telegraphenamt des Bahnhofs in Genua erschien dieser Tage ein gut gekleideter Mann mit distinguirteni und bescheidenem Auftreten. Er vcr. langte ein Tepeschenformular und übergab dem Beamten alsbald das folgende Telegramm zur Beförderung: An S. M. den König Eduard von England. Senden Sie sogleich 200,000 Mann Bestärkung an seine Kgl. Hoheit Vattenbcrg, Genua, Ita Um, dazu 60 Kriegsschiffe und vier Millionen Pfund, die ich bei der ..Vanca d'Italia" in Genua behebeu werde. Die Todesstrafe für jeden, der ein Hinderniß in den Weg legt. Ich bitte um schnelle Antwort, da ich mich noch heute Seiner Majestät dein König Viktor Emanuel in Rain vorstellen muß. Gezeichnet: S. Kgl. Hoheit der Herzog von Battenberg." 3r Mann wurde begreiflichenveise ins Irrenhaus gebracht. Er behauptete, vor drei Jahren wegen eilies Jugendstreichs den Titel eines Her zogs von Battcnberg verloren zu ha ben, daß er ihn jedoch llrch Venrnrt. lung der europäischen souveräne wieder erhalten habe. Er sei Italiener seiner Ueberzeugung nach, obgleich in Paris geboren, und er habe die Absicht, mit Englands Hilfe einen Krieg gegeil Oesterreich zu führen, um Trieut und Triest für Italien zurück zucrobern. Krssore Sürgs5iakt. Lebemann: S wollen mir also auf mein Gesicht nichts mehr borgen?" G eldverleiher: Nein, höchstens auf das Ihrer Braut."

bleibt. COMPANY

t hihi vf tyiuptu -cuiiuvi vvh uo.od ohi i t g,gknder 324 SB. MarylanZ. rftklaffkge Aamilienwafche. Beide ZtUt ton! Europäisches Dgartmü. Wechsel, Creditdriefe, Postanweisungen, auf alle Städte Europas. Schiffsscheine von und nach Europa. n- und Verkauf ausländi scheu Geldes. n ! No. 35 Süd Meridian Str. Merchants National Bank. Dr, L H acter Deutsch Ihier.rzt Ofst: Sckellhousk'SLeid Stall SS8 Sft dsh t Telephone: Reu. UM It. Vtaw im. Wohnung : 1424 Zuf TOmhtn kr., euer 'hone 688. Die Danmark.ExpedUion. Vus Trangisvaag sind die ersten Nachrichten von der Tanmark-Expedi. tion hier eingetroffen. Bis Krederikshavn, wo wegen der Ueberlastung des Schiffes Kohle ausgeladen wer den mußte, herrschte Wind, dann aber das prächtigste, warme Wetter. An Bord herrscht die gehobenste Ztm mung. Ten Anlatz zur ersten oisiziel len Feier gab der Geburtstag d?$ Botanikers Lundager, der mit einem aus vier Gängen bestehenden Tiner mit Punsch des Abends und mit Tan gefeiert wurde. Dieser konnte jedoch nicht lange dauern, da die Eskimo Hunde über diesen fo ungewohnten Anblick ein fürchterliches Wehgeheul anstimmten. Tie Aufregung unter ihnen aber wurde noch größer, als in Trangisvaag 68 andere Fskimo-Hun de an Bord kamen. Acht Tage hatte dort der grönländische Katechet Brön lund die Ankunft deS Schiffes erwar tet, um sich mit zwei Landsleuten und den Hunden der Erpedition anzu. schließen. Brönlund hatte mit dem Heiden Osakrak, wie erinnerlich. Whp lius'Erichsen auf seiner Grönlands tour und nach Kopenhagen zurückbe gleitet. Dor ansptttttfKVsUe St?wiegersotrn. Gehst Du schon. Mariechen?" Ich muß nach Haufe. Wenn mein Mann kommt, will er zu essen haben." Ja, das ist auch fo einer; wenn der nicht jeden Tag essen und trinken kann, dann ist ihm g.ar nicht wohl."

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