Indiana Tribüne, Volume 30, Number 15, Indianapolis, Marion County, 10 September 1906 — Page 1

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Triliüne.

fnn Tage und B fTv.. ntiN Vw, v v iV fromikicxsbiatt lOi per Woche. öonntagsblatt 10- Wr Mome. Wj . -.- Erscheint jeden Neuinntttag. Jahrgang 30. Indianapolis, Ind., Montag, 1. September 1906 No. 15.

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Schwere Kampfe. Havana ohne militärischen Schutz

H a v a n a , 10. Sept. Schwere Kämpfe zwischen loyalen Truppen und Insurgenten werden als noch im Gange gemeldet, und das Ende ist sehr im Zweifel. Die Kämpfe find in der Nähe von Consolation Del Sur, Provinz Pinar Del Rio, im Gange, doch find die Verbindungen unterbrochen und keine Informationen find zu erhalten. Laut den ersten Nachrichten waren die NegierungStruppen anfangs fteg reich, aber obgleich zurückgeschlagen, halten die Insurgenten dieselben um zingelt. Die Lage von Sol. AvaleS und Gen. Diaz ift äußerst kritisch. Die ersten Siege der Loyaliften find darauf zurückzufahren, daß dieselben ftch im Besitze der aus den Ber. Staaten eigeführten Schnellfeaergefchütze mit amerikanischer Bedienung befanden. Als der Panzerzug angegriffen aiurde, ge lang es mit deren Hilfe den Angriff ab zuschlagen. Avale mit 300 Mann Infanterie und 400 Mann Artillerie griff die Jn surgenten später im Stücken an, und eS gelang ihm ftch durchzuschlagen und sich mit Diaz und den Amerikanern imter Webster zu vereinigen. Den Loyaliften fehlen NahrungSmit tel und die Insurgenten hoffen diese! den aushungern zu können. Havana. mit Ausnahme der Polizei und Boluntüre, ist ohne Schutz und ein Angriff derJnsurgenten wird befürchtet. Furchtbare Natnrgctoalt Zerstört einen ganzen Kreis. T i f l i s. Nußland, 10. Sept. Die Stadt Tiflis wurde durch eine Erdlawine heimgesucht, welche von einem benachbarten Berge abstürzte. Der KreiS ttwareli ist faktisch von der Karte gemerzt. Etwa 250 Personen wurden lebendig begraben. TifllS liegt in TranSkaukafien, etwa 150 Meilen nordwestlich von den Baku Oelfeldern, in der Mitte zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meere Ohne Warnung brach plötzlich die hoch emporragende Bergspitze ab und stürzte als halb durchweichter Lehm, Sand und Steine hs Thal, fast den ganzen Kreis verschüttend. Etwa 60 Leichen wurden soweit aus dem 60 Fuß tiefen Chaos aukgegraben. Vi-le Heerden und die gesummten Erndten find zerstört. Männerchor Tameuverein. Am kommenden Freitag veranstalten die Damen des Männerchor ihre monat liche ttartenpartie unter Leitung von Frau Victor Jose, asfiftirt von den fol genden Damen: Frau Julius Frick. LouiS Adam. Sibilla NiliuS. . I. M. Balz. W. A. Gregor. Frl. Anna Wiegend. .. Emma Veagle. i Henry Wcickert. f Heute Vormittag ist in seiner Woh nung. 738 Oft Market Str., Henry Weickert, ein bekannter Deutscher im Alter von 75 Jahren gestorben. Der Verstorbene betrieb in früheren Jahren ein Bäckereigeschüft, war aber seit meh reren Jahren durch einen erlittenen Schlagfluß theilweise arbeitsunfähig geworden. Er war ein Mitglied der Körner Loge No 1 I. O. K. of P , unter deren Auspizien die Leichenver brennung am Mittwoch abgehalten wird. L e S l i e Ward, Nord Salifor nia Str., angeklagt den Mordangriff auf Hully Johnson ausgeführt zu ha Den wurde vom Sergeanten Scheigert verhaftet. Beide find Neger. Bert A y e r S, farbig, der vor einer Woche etwa, einem Zimmergenos sen einen Revolver stahl, wurde durch Detektiv Aurtz abgefaßt, alS er Denselben versetzen wollte.

Ein feiger Angriff. Srau durch einen Steinwurf verletzt. Der greiser, angeblich ein Neger, leider ent komme.

Ein halber Mauerstein, der gestern Abend kurz nach 9 Uhr daS Fenster eines von Niverfide heimkehrenden Straßenbahnwagens durchschlug. Frau Hazel Shore. 601 Oft Pratt Straße, erheblich verletzend, richtete unter den Passagieren begreiflicher Weise eine Panik an. Frauen schrieen und sprangen von ihren Sitzen, und Männer liefen zur Thür, um den Missethäter abzufangen und zu bestrafen. Der Waggon war dicht mit Paffa gieren besetzt und fuhr mit ziemlicher Geschwindigkeit daher, als plötzlich das Wurfgeschoß die Fensterscheibe durch. schlug und die am Fenster sitzende Frau Shore am Hinterkopfe traf. Die Getroffene fiel sofort bewußtlos vornüber, und wurde von anderen Passagieren in Obhut genommen, fpä ter nach dem Hospitale gesandt, ver bunden und von dort in ihre Wohnung befördert. Der feige Angriff wurde in Nähe der Walnut und Lock Str. gemacht, und mehrere Passagiere glauben, in dem Schurken einen Neger erkannt zu ha den. Die sofort zur Stelle gerufenen Poli zei, konnte soweit leider den Halunken dem eine extra Tracht Prügel neben seiner anderen Strafe wohl von Stat ten kommen würde, nicht ausfindig machen. StaatS-Sftekg Wird heute formell eröffnet. Heute öffnen sich die Thore der StaatsauSftellung, der 55. seit dem Bestehen derselben. Sie wird in Größe und in Anzahl der Ausstellung Objecte alle früheren Bemühungen der StaatSAckerbaubeh0rde weit übertreffen, und wird sich daher auch schon auS diesem Grunde noch größerer Popula riiät erfreuen, wie je zuvor. Alle Theile deS Staates und auch andere Staaten haben ihre besten Pro Dutte und industriellen Erzeugnisse zur Stelle gesandt, um für die diesjährigen Preise, welche besonders generös auöge fetzt wurden, zu konkurriren. In allen Departements werden die Preisrichter bis spätestens Dienstag früh an der Arbeit sein. Leo StevenS, der Luftschiffer, wird eine der Haupt. Attraktionen für die Ausstellung bilden, und falls sich das Wetter günstig zeigt, wird er mit dem selben täglich Fahrten veranstalten und stets zum Anfangspunkte zurückkehren. Er erhält 1500 für jeden Aufstieg. Mehrere Mufikbanden, unter diesen die berühmte Weber'sche Kapelle, sorgen für die Mufik. Auch die Pferderennen werden sich als vorzüglich erweisen; der Nennplatz ist jetzt in feinster Verfassung und wenn das Wetter günstig bleibt, lassen flch außerordentliche Leistungen erwarten. Die Wettrennen nehmen täglich, Punkt 1 Uhr ihren Anfang. So find denn alle Vorbereitungen bestens getroffen und beendet und ein Elfolg, größer wie derselbe noch je verzeichnet wurde, kann nicht auöblei den, wenn der Wettermann ein Sin sehen hat und unS auch für die Aas ft-llung ein prämienwertheS Wetter bescheert. Unfall. G. C. Weaver. an der Prospekt Str. wohnhaft, wurde Montag Bor mittag in der Chandler Maschinenfa brik durch einen herabfallenden Eisen block I getroffen. Er erlitt einen Bruch des linken Beines. Die Ambulanz unter Dr. Ritter vom Diöpensarium brachte den Verletzten in'S Diakonissen HoSpltal.

Das Waisen.Feft.

Line vieltausendköpfige Menschenmenge betheiligt sich an dem selben. viele auswärtige Gäfte.

Schon früh am Morgen gab'S gestern im Waisenhause ein fröhliche Geflüster und frohe Sehnsucht unter den kleinen Pfleglingen, die alle in freudiger Er Wartung ihrem Festtage, ihrem eigenen Festtage, entgegen sahen. Frohe Sehnsucht nach all' den schönen musikalischen und anderen Genüssen, welche ihrer warteten; freudiges Erwarten natürlich, ihren Gasten zu zeigen, daß es ihnen auch gelingen werde, ihre Nummern auf dem Programm zufrie denftellend auszufüllen. Daß ihnen dies vollkommen gelang, zeigte das von allen Seiten gespendete Lob. Schon früh am Morgen erschienen die Gäste, welche sich an dem Feste zu betheiligen gedachten, und als um 10i Uhr das Programm mit dem Fest Gottesdienste offiziell eröffnet wurde, da war es eine große und stattliche Ber fammlung, welche dem EröffnungS grüß des Herrn Pastor PeterS lauschte. Der brausende Gesang der Bersammlung, welcher nach Schluß der Begrü ßungörede angestimmt wurde, machte einen gewaltigen Eindruck und war eine würdige Einleitung zu dem von Herrn Pastor I. A. Reller gesprochenen Gebete. Hierauf trug der Shor der Ztonskirche eineS seiner herrlichen Lie der. Herr Pastor H. Vltz folgte in einer theilweise statistisch gehaltenen Vorlesung. Dann trugen die Waisen kinder eiaen mehrstimmigen Gesang vor. Derselbe zeigte, daß ihnen ein guter Gesangsunterricht ertheilt wird. Herr Pastor Bornholt, hielt dann die Festrede. Er betonte, daß der Zweck der. Anstalt nicht so sehr der sei, Kinder, nachdem dieselben auf Ab wege gerathen, wieder auf den rechten Weg zurückzuführen, wie dieselben da von abzuhalten, auf unrechte Wege zu gerathen. Seine Rede machte auf die Theilnehmer einen großen Eindruck. Nach einem weiteren GesangSvortrage deS Kirchenchores der ZionSgemeinde, welchem Herr Pastor PeterS mit einem Gebete folgte, sang die Versammlung den schönen Chocal: Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut". Der vorgenommenen Kollekte wurde reichlich bei gesteuert. Mit einem Segensspruche wurde dann der Feftgotteödienft be schloffen. Um 2 Uhr Nachmittags wurde das Nachmittags Programm mit einem Vortrage der City Band eröffnet. Die sem folgten die Waisenkinder mit einem Gesänge, der reichlichen Beifall fand unv verdiente. Mayor Bookwalter wurde hierauf von Herrn Joseph Schaub der Ber sammlung als englischer Redner vorge stellt. Herr Bookwalter antwortete lächelnd, daß er nur der englischen Sprache mächtig sei, und daß er stch aus diesem wichtigen Grunde wohl hüten werde, in irgend einer anderen Sprache seine Anrede zu halten. Der Redner erledigte stch seiner Aufgabe in gediegener Weise, lobte daö edle Werk des Waisenvereins und der Damen deS selben und machte während der Rede die Bemerkung daß er stch reich schützen würde, wenn einer der strammen und gutgenährten Jungen sein eigener wäre. Mit Mädchen aber sei er reich, lich versehen. Die Rede des MayorS wurde mit großem Beifall belohnt.

Was steht dort draußen an der Thür betrübt, Und schsut so bang zum Waisenfeft hinein? Es ist ew Kind! O komm, komm doch herein! Hast keie Mutter mehr? Hast keinen Freund? Komm iier herein, wir wollen Beid's dir sein. Tritt ein, denn heute soll zu Himmelshöh'n Doch hier kein Kind einsam, vergessen fleh'n Und Kitzder dürfen heut' hier gar nicht meinen, Ist'S euer Fest doch, ja das Fest der Kleinen.

Nach einem von der Eity Band ein gefügten passenden Bortrage betrat Herr Wm. RieSS die Rednertribüne. Derselbe wurde von Herrn Albert Sahn, der Versammlung vorgestellt. Herr IliieSS. der zum dritten Male als deutscher Redner beirr Waisenfefte ge. aonnen wurde, erledigte stch seiner Aufgabe in glänzender Weise. Er wieS auf den Ursprung deS Vn eins hin, betonte den Edelmuth und die Fürsorge der Gründer und Erhalter des Vereins, die unermüdliche Thätig, keit der Mitglieder desselben und er wähnte, daß die dem Vereine zugeflossene reichliche Unterstützung ein Zei chen der Anerkennung Seitens der deut ichen Mitbürger und anderer sei, nicht nur gerechtfertigt, nein auch verdient. Zum Schlüsse lobte er den Opfermuth und die rege Thätigkeit der deutschen Frauen, welche mit Rath und That US ins Kleinste stets für den Verein zu schaffen u. wtrken bestrebt seien. Möge die Sonne, die heute so schön am Him mel leuchtet, niemals über diest'n Heime untergehen!" schloß Herr RieSS seine mit großem Beifalle aufgcnom' mene Rede. Dann folgte der Liederkranz unter seinem Dirigenten Kar! Riegner mit dem ergreifenden Liede Erinnerung". Mehrere von der City Band vorgetra gene Stücke, der Gesang der Waisen kinder und das vom Liederkranz vor getragene Böglein im grünen Wald" beschlossen den vom Musikpavillon auS zum Vortrage gelangenden Theil des Programmes. Eine der Glanznummern der Ciiy Band war das Intermezzo aus Cavalleria Rufticana" von MaScagni, welches Herr Henry Sprengpfeil auf dem großen Röhren-Glockenspiele vor trug. Das Stück erfreute sich solch großen Beifalles, daß sich die Kapelle veranlaßt sah, dasselbe, um dem Wunsche des applaudirenden Publikums zu genügen, dreimal zu wieder holen. In anderen Theilen des WaisehauS Platzes waren Verkaufsbuden aufge schlagen, welche sich alle eineS guten Zuspruches erfreuten. DaS große und geräumige Eßzimmer fand später am Abend volle und wohlverdiente Anerkennung. Nach Schluß deS offiziellen Pro. grammS entwickelte stch ein reges Leben, denn viele Freunde des Waisenhauses hatten ftch durch das dumpfe Grollen des in der Ferne vorüberziehenden Ge witters bis dahin vom Besuche zurück halten lassen. Sobald aber die paar Tröpfchen Naß gefallen waren und stch der Himmel zu klären begann, dann eilten auch sie zur Stelle, um ihren An theil am Feste zu nehmen und ihre An erkennung in praktischer Weife zum Ausdruck zu bringen. Die Musikkapelle trat einen Rund marsch durch die WaisenhausGründe an, alle die verschiedenen VerkaufSbu. den mit einem Ständchen zu beehren. Der Liederkranz, der ftch. wie über all, der allgemeinen Gunst erfreute, wurde immer von neuem aufgefordert feine herrlichen Weis erschallen zu lassen, was denn auch der Dirigent den vielen Freunden der Sangesbrüder bewilligte. So hatten selbst die Nachzüg.

ler keine Gelegenheit ftch über Abwesen heit von Unterhaltungen zu beschweren. Wie viele Personen an dem Feste theilnahmen läßt ftch schwer abschätzen, da viele aus Furcht vor Regen die Flucht ergriffen, mehr aber noch nach dem kleinen Regen angepilgert kamen. Immerhin ist 5000 keine zu hoch ge griffene Zahl. Auch viele auswärtige Gäfte sah man auf dem Waisenfefte. Eine besonders starke Delegation war von Eincinnati herüber gekommen, unter diesen etwa 60 Vertreter deS dortigen Waisenvereins. Herr Ernst H. Faust aus Paleftine. Ehrenmitglied des hiesigen Waisen Vereins, war wie alljährlich, auch in diesem Jahre anwesend. Der schon bejahrte Herr ist trotz seine Alters immer zur Stelle wenn'S gilt das Waisenfeft mitzufeiern. Die verschiedenen KomiteS hatten alle Hände voll zu thun um den an sie gestellten großen Anforderungen zu ge nügen. Dieselben zeigten ftch ihrer Aufgabe völlig gewachsen, und alles ging glatt und prompt von Statten. Das Fest war ein Erfolg, auf den der Waisenverein und die mit den ArangementS betrauten KomiteS, vor allem aber die Damen, mit Recht ftolz sein können, und auch der finanzielle Ersolg, der ja zum Unterhalte deS Waisenhauses beigefteuect wird, wird völlig zufriedenstellend ausfallen.

, ' Kriegerische Stimmung Herrschte Samftag unter Negern vor. In der Nacht von Samftag auf Sonntag schien es eine Zeit lang, als ob der ttriegögott Mars seine Schrecken in Indianapolis loSgelaffen hätte: Keilereien auf einem halben Dutzend Stellen fast zu ein und derselben Zeit, und einige derselben sogar recht ernst liche. Weiß der Kuckuck, woher all' die Streitsucht kam. Da war der Kampf zwischen den Syriern und den Konftablern in Haughville; eine Keilerei an der Süd Alabama-Straße; mehrere kleinere Af fairen, die nur eines schwarzen Auge? als Sühne bedurften, und dann noch zwei Negerkümpfe, welche anscheinend nicht mit Faustschlügen und blauen Augen beizulegen waren. Einer der verletzten Neger ist JameS Abernathy, 1104 NordSenate Ave., ein Sprößling des Riger-ThaleS, der mit einer tiefen Schnittwunde in der Office eines Arztes erschien, um ftch zu sammennähen zu lassen. Wie er zu seinen Verletzungen kam, will Abernathy nicht ftch zu erinnern im Stande sein. Er weiß nur, daß eö ein ihm unbekannter Rassengenosse gewesen. Hully Johnson, ein anderer Neger, der gleichfalls einen Riß wegbekommen, wurde später ins Verhör genommen. Hully hatte ein etwa besseres Gedächtniß. Wer ihn geschnitten wußte er zwar auch nicht, doch erinnerte er ftch genau, daß er mit seinem Angreifer sich in ein Argument eingelassen hatte und daß ihm der Gegner in dem Wortgefechte dann zur Bekräftigung seiner Aussagen mit dem Messer eine Kerbe einschnitt, die Hully eine Zeitlang nicht vergessen wird. Die Polizei ist auf der Suche nach den beiden Messerhelden, um festzustellen, in wieweit ihre kriegerischen Anfälle berechtigt waren. Einbruch. Ein nächtlicher Besucher hatte sich gestern in die Wohnung von Wm. Strebe, 2227 College Avenue eingeschlichen. Er wurde jedoch von Frau Strebe entdeckt, welche zufällig ihre Räumlichkeiten im oberen Stock auf l suchte, bevor er irqend welche Sachen an stch gebracht hatte. Aus die Hülferufe der Frau nahm der Gauner schleunigst Reißaus. Sie konnte nicht angeben, ob eö ein Schwarzer oder Weißer gewesen ist. .,, Persoal-Nottze. D r. B u r k h a r d t und G e m a h l i n, werden nach einer vtermonatlichm Abwesenheit, Ende d'eser Woche wieder zu Hause eintreffen.

Nachrichten aus Jndiana. R i ch m o n d. Der Polizei-Super intendent telegraphlrte heute von Sault St. Marie, Mich., daß er den 22 Iahn alten Herbert Eschenfeldert und deffm Braut, die 16 Jahre alte Elfte Enbady, verhaftet habe. Eschenfelder hatte hier von der Erfteu und vonl der Zweiten Nationalbank auf werthlose, gefälschte Wechsel 8000 ergaunert. Fort Wayne. Die Aufnahme des Thatbestandes in der WirthschaftsPrügelei mit tödtlichem Ausgange, von welcher wir gestern einen Bericht brachten, nahm eine unerwartete Wendung. ES wurde festgestellt, daß daS Leben AugSberger'S hätte gerettet werden können, wenn er nicht vier Stunden lang im Hofe ohne ärztliche Hülfe gelegen hätte, und ferner wurde festgestellt, daß der Wirth ftch selbst mit einem Todtschlüger an der Prügelei betheiligte. Ob er vielleicht direkt dadurch am Tode AugSberger'S schuld ist, konnte noch nicht festgestellt werden, jedoch ist eS wahrscheinlich, daß er selbst einen Schlag auf den Kopf AugSberger'S führte. D u g g e r. Hier wurde der Bremser A. H. Herrick von der Jndiana Southern-Bahn beim Bemühen, einen Waggon von einemZNebengeleise weg. zubringen, augenblicklich getödtet. Herrick hatte eine Stange gebraucht, um den Waggon wegzustoßen. Diese war ihm entglitten und er dadurch zwischen den Waggon und den ganzen Frachtzug, an dem flch jder abzutrennende Waggon befunden hatte, gefallen. Der Waggon rannte zurück und dadurch wurde Herrick zu Tode gequetscht. Der Verunglückte war 28 Jahre alt, ledig und in Mattoon, Jll.. zu Hause. Die Leiche wurde nach Sullivan gebracht, um später nach Mattoon überführt zu werden. F o r t W a y n e. Die lutherische Kinderfreundgesellschaft der Missouri Synode feierte gestern im Eoncordia College Grove ihr jährliche Stiftungsfest. Der Gottesdienst begann um 2 Uhr Nachmittags. Der EmmauS Männerchor unter Direktion deS Herrn Prof. Hahn trug mehrere Lieder vor und DafelerS Orchester begleitete den Gesang. Der Frauenverein der Kindergefellschaft sorgte für Erfrischungen. Da Herr Pastor Herzhold nicht kommen konnte, hielt Herr Pastor WambSganS

von der EmmauS Gemeinde die Festpredigt. Die Gesellschaft hat im derflossenen Jahre für 23 Kinder ein gute christliches Heim gefunden. I e f f e r s o n v i l l e. In Jeffer. ionville erregte gestern ein Gerücht großes Aufsehen, daß der frühere Präsident Hemy H. WyterS von der Bank von SellerSdurg, der geflüchtet war, nach dem man ihn der Unterschlagung an geklagt hatte, in Jeffersonville gesehen worden sei. Der Flagmann E. H. Miller von der Pennsylvania Bahn behauptet, daß WaterS am Donnerstag an der Neunten und Spring Straße von einer Car gesprungen sei und sich mit ihm unterhalten habe. Von Jeffer sonville hat sich der Mann darauf angeblich nach Selleröburg begeben, aber die Wahrheit an der Sache bleibt ab zuwaren. N t w A l d a n y. ES ift möglich, fcs$ M Blkann in hn nAftn VOn. -r v -twwt M., ... v.. iiuuyi.w vv waUv. zu all den eplanten, elektrischen Bahnen noch eine weitere erhält. Dieselbe wird sich den Fluß entlang von EvanSville her erstrecken. Beim Staatssekretär in Indianapolis hat ftch die EvanSville und Eannelton Traction Co. inkorporiren lassen, und diese dürfte einen Theil deS Systems bauen, das die Verbindung mit New Albany und LouiSville herstellen soll. Zu den Inkorporatoren gehören Mitglieder der Tennis Sonftruction Co., welche in den letzten Jahren in der Umgegend so stark an Bahnbauten enzagirt war. Die anderen Herren find in der EvanSville und Eaftern Traction Co. interesftrt, die jetzt eine Linie von Newburg nach Rockport baut. In Rockport plant die neue Gesellschaft den Anschluß an die SvanSviller Linie.

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