Indiana Tribüne, Volume 30, Number 13, Indianapolis, Marion County, 7 September 1906 — Page 6

Jndzana Tribüne, 7. September imhi

Möbel, Teppiche, Ofen und tzausausftattungen. Das neuefte und vollständigste Lag dn Stadt. Die mäßigsten Preise, welch je für Waaren erster Klaffe verlangt wurden. Ein Besuch in unserem Ver laus lokale wird sich für Sie bezahlen. Sie werden zuvorkommende Behandlung erhalten. WILLIG'S 141 Weft Washingi Str.

Beachten Sie unser Schaufenster für Montags oder Freitags Bargains. LEO LAND0, lOMr 142 R. Pennsylvania Str, Hauptquartier für Brillen Operngläser MT Brillen werden nach den besten etboden den Augen angepaßt. üMiche Augen werden schmerzlos inseiest. F. J. Hack & Co. Sans- und Schilder Maler. -corationS- und AreSeo Malerei. Scenerie Sftaffirnng. ...26 Kentnckh Avenue... Neues Televbon 172. Jacob Aierdorf's ' ...Taloon... Jlo. 885 Maffachusetts Atze. Meine Freunde und Bekannten, sowie de Publikum im Allgemeinen find freundlichst eingeladen, mich in meinem neuen Lokale p besuchen. Weiner Lunch orgens und chmttts. Per Schcib's Wirthschaft lk to R" nde der Brightwood Straßenbahn Lint. Alle durstige Seelen find willkom Aerzte. Stm. r,t bet UnlverfiätS?l,nik in Wien und kaNerl, tlitür.Arzt Spezialitat: Geschlechts uud Hautkrankheiten OMce : Van Vorhis Gebäude. 120 Cft Ohio Str. Epreqftunden: 9-11 B.. 2-4 Nm.. 7-S Abend. New Telephons : Office 444. Wohnung 973. Dr. Carl Q. Winter Deutscher Arzt. behandelt alle akute und. chronische' rankhette,. Sveziell Rheumatismus, Rectum und grauen-Krankheiten. Dffice : 14 weft Ohio Straß. Office. Stunden : 1011 Bm. 34 R. Sonntags : 9.3010.30 Bm. Tel. neu 4. Wohnung : 1250 Madiso venne Telephone , Alt. 2025. Neu, 9282. Dr. Paul F. Martw, Vraktifcher Arzt ad hirnrg. Sprechstunden: n.oo 12.30 2.30 4.00 täglich Sonntag: Auf Verabredung.' Willoughby Gebäude. 4 orb eridt trHe Tel., Main 4414.' ohnung: 12 NordZNemLJerset, Str. Telephon: Maln: New . Dr. J. A. Sutcliff nnd.Arzt, ntiAlt&ts, Urin nndÄeetn Ilranklseiten. OMtt j 155 OK Wartet Stt. Tel. 9 Ntunden: 9 bi 10 Uhr . ; 1 6il 4 Uhr Nm

SlStehj. jJfrfis ''-

(Lnropaische Nachrichten.

-Wyern. München. Hier wurde beim Blochplatze nahe der Station Mmersendling der Taglöhner Joseph Kunzinger. als er unter der geschlossenen SHranke durchschlüpfte und das Geleise noch überschreiten wollte, vom uqe überfahren und sofort getödtet. Kürzlich stürzte sich der 31jährtge Anwaltskanzlist und Pianist Robert Or.Urr in ,iem Anfllll VON UIIVIVIV ... w " 1 Schwermuth in die Jf, nachdem er ; vorher seine KleldungSstuae aogeg, hatte. Die Leiche ist gefunden. Augsburg. Der Heizer Karl Purucker wurde von einer in's Maschinenhaus fahrenden Lokomotive zwischen Cylinder und Thorpfosten gedrückt, wobei ihm der rechte Oberschenkel gequetscht wurde. Er wurde in's Krankenhaus eingeliefert und tst dort gestorben. G e i s e l w i n d. Hier entstand bel . einer Tanzmusik eine große Rauferet, ; und der 18jährige Sohn des Handelsagenten Batz wurde als Urheber des j Streits hinausgeworfen. Er eure heim, holte seine Zwillingsbüchse und lauerte vor der Wirthschaft den Heimkehrenden auf. Die ersten, die heraustraten, zwei an dem Streit vollständig unbeteiligte Bauernsöhne, streckte der Elende meuchlings durch wohlgezielte Kopfschüsse nieder. Der eine der Ermordeten, Namens Mahr, wollte in einigen Wochen Hochzeit maehe. Der andere heißt Götz. Beide sind die einzigen Söhne angesehener Großbauern. Der als sehr streitsüchtig bekannte Mörder wurde durch Gendarmen aus dem Bette geholt und verhaftet. H a r l a ch i n g. Kürzlich wurde auf einem Fußweg zwischen hier und Menterschwaige der verheirathete, 52 Jahre alte Agent Joseph Stroblberaer an einem Baum erhängt aufgefunden. Das Motiv zu dem Selbstmord ist nicht bekqnit. Sonthofen. letztens fand der hiesige Ortspolizeidieier den 50jährigen Sattlermeister Jäger aus Oberstdorf auf einer Wiese liegend, wie er sich den Schädel mit einem schweren Hammer zu zertrümmern suchte. Der Schwerverletzte wurde bewußtlos in's Hospital gebracht. Er war Gemeindediener und Sekretär in dem von sächsischen Touristen und Sommerfrischlern vielbesuchten Oberstdorf. Jäger ist offenbar dem Wahnsinn verfallen. Weitzenstadt. Vor einiger Zeit fand man in dem nahen BödlaßDürrnbera das elfjährige Töchterchen des Fabrikarbeiters B. Wunschelmeyer gräßlich zugerichtet todt im FIde vor. Württemberg. Stuttgart. Die bei der Firma F. Wirth Söhne, Hofmöbelfabrik hier, beschäftigten Beizmeister Hermann Mäckle und Schreiner Georg Ehrhardt feierten vor einiger Zeit ihr 2Sjähriges Arbeitsjubiläum. Beiden Jubilaren wurde von dem Seniorchef der Firma, Kommerzienrath Wirth, an ihrem Ehrentage mit einer Ansprache ein reiches Geldgeschenk überreicht. Asperg. Als das 6jährige Söhnchen des Bäckers Wyrich auf die in den Herd eingelegten Holzkohlen Erdöl gießen wollte, explodirte letzteres und das arme Kind stand sofort in Flammen. Den fürchterlichen Brandwunden ist der Knabe nach kurzer Zeit erlegen. Auch die zur Hilfe herbeieilende Mutter erlitt bei dem Versuche, das Feuer zu ersticken, Verletzungen. B a ck n a n g. Vor einiger Zeit ver unglückte ein junger Gerber Namens Holzwarth dadurch, daß er einen Arm in eine Maschine brachte. Bald darauf ist der Bedauernswerthe im Katharinen - Hospital zu Stuttgart seinen Verletzungen erlegen. D e i l i n g e n. 5Nirzlich beging der Postbote Schneckenburger das Jubiläum seiner 50jährigen Zugehörigkeit zum hiesigen Kirchenchor, wobei er von mehreren Seiten mit Geschenken bedacht wurde. Der Jubilar gedenkt seine Tenorstimme auch fernerhin in den Dienst des Kirchengesanges zu stellen. Gönningen. Hier hat sich der Fuhrmann Hörmann aus Furcht, daß er wieder die erst vorKurzem verlassene Heilanstalt aufsuchen müsse, in seiner Scheune erhänqt. I s n y. Letztens hatte der 45 Jahre alte Thomas Wenqle als Civilcondukteur einen Arrestanten von hier an's Amtsgericht Wangen einzuliefern. Unterwegs wurde Wengle mehrmals von Ohnmachtsanfällen betroffen, doch brachte er den Mann unter viel Mühsal bis an das Thor des Gerichts; dort aber brach Wengle, von einem Gehirnschlag betroffen, zusammen. M ö g l i n g e n. Beim Fensterreinigen verlor die 22 Jahre alte Bertha Pflugfe'lder das Gleichgewicht und stürzte aus dem zweiten Stock auf die Straße. Schwere innere Verletzungen führten bald darauf den Tod herbei. Oedheim. Der König hat bei dem siebenten lebenden Knaben des Kilian Keicher dahier die Pathenstelle übernommen und das übliche Geschenk übersenden lassen. Spaichingen. Der 65 Jahre alte, ledige Schreiner Lorenz Rees stürzte so unglücklich von einem Heuwagen, daß er das Genick brach. Tübingen. In der hiesigen medizinischen Fakultät habilrtirte sich Dr. A. Basler, Assistent am physiolo fischen Institut.

Waden. Karlsruhe. Der Großherzog hat den Kanzleisekretär bei der Oberrechnungskammer Gduard Hauger, seinem Ansuchen entsprechend, unter Anerkennung ferner langlährtgen treugeleisteten Dienste' wegen vorgeschrittenen Alters und körperlicher Leiden in den Ruhestand versetzt und ihm bei diesem Anlaß das Verdienstkreuz vom Zähringer Löwen verliehen. B r u ch s a l. Der frühere natio-

nallrberale Landtags - Abgeordnete ! Bahnhof - Restaurateur Ferdinand Keller ist gestorben. Der Verstorbene war eine angesehene, beliebte Persönlichkeit. Er war lange Jahre Obmann des Bürgerausschusses, Bezirksrath, Mitglied der Kreisdersammlung, Vorstand der Ortskrankenkasse und des Gemeinnützigen Vereins. F r e i b u r g. Germanist Professor Kluge von hier wurde von der Akademie in Gent zum Ehrenmitglied ernannt. Hier hat sich aus unbekanntem Grunde der Studirende der Rechtswissenschaft Ernst Sonnenschein aus Düsseldorf erschossen. Heidelberq. Hier trank beim Baden an der neuen EisenbahnHücke der 25 Jahre gltt Taglöhner Adam Trutasch. Keys. Der Pionier Knobel stürzte vom 3. Stockwerk aus dem Fenster auf den Kasernenhof und erlitt so schwere Verletzungen, daß er, in's Lazareth nach Straßburg verbracht, starb. Der Verunglückte stand im 2. Dienstjahre. Langenschiltach. Bei einem Gewitter schlug der Blitz in das mit Stroh und Schindeln bedeckte Anwesen des Landwirths M. Hildebrand im nahen Zinken Vogte und äscherte es ein. 14 Hühner fielen dem Feuer zum Opfer. Der Schaden, welcher nur theilweffe durch Versicherung gedeckt ist, beträgt etwa 15,000 Mark. ' Mannheim. Peter Reitz ans Felsen feierte kürzlich sein 25jähriges Dienstjubiläum als Schiffsführer bei der hiesigen Dampfschleppschiffahrts Gesellschaft. Sankt Georgen. Vor einiger Zeit wurde das mit Stroh und Schindein bedeckte Anwesen des Landwirths G. Hewzmann im nahen Zinken Ecke (Gemeinde Brigach) infolge Blitzschlages mit vielen Geräthschaften durch Feuer zerstört. Der durch Versicherung gedeckte Schaden beträgt etwa 14,000 Mark. Wynpfrz. Cpeyer. Bei der Eisendakmbrücke Sveyer Schwetzingen fiel der 6 Jahre alte Knabe des Fabrikarbeiters Bürkelbach in den Speyerbach. Obwohl der Kleine durch Fischer alsbald aus dem Wasser gezogen wurde, blieben die angestellten Wiederbelebungsversuche ohne Erfolg. Der verunglückte Junge hatte sich mit Angel vergnügt. A r z d e i m. Bürgermeister I. Bernhard von hier wurde in seiner Wohnung erhängt aufgefunden. Fischbach. Im nahen Steinbruche wurde derMitte der 30er Jahre stehende Steinbrecher Johann Gerber von hier von einer etwa 200 Centner schweren Steinwand buchstäblich zermalmt Hördt. Der Nachtwächter Jak. Schröck war bei dem Müller Baumann am Dreschwagen beschäftigt und gerieth dabei mit dem linken Fuß so unglücklich in das Werk, daß chm der Fuß bis zum Knöchel vollständig zerfetzt wurde. Kaiserslautern. Privatier Moses Becker und dessen Ehefrau Babette feierten das seltene Fest der goldenen Hochzeit. Ludwigshafen. Das 6 Jahre alte Söhnchen des Fabrikarbeiters H. Tbeis in der öartmannstrake aerietb unter das vorbeifahrende tfugnoen des Fuhrmannes Baumann. Das Rad ging dem Knaben über den Kovf und verletzte ihn lebensgefährlich. Obermoschel. Hier feierte der frühere Wagner und jetzige Privaimann Jakob Boppel dieser Tage se:nen 100. Geburtstag in voller geistiger und körperlicher Rüstigkeit. O b r i g h e i m. Beim Turnfest in Colgenstein stürzte der 18 Jahre alte Georg Sacmann von hier vom Reck und erlitt einen dreifachen Armbruch. Zweibrücken. Der Gärtner gehilfe Franz Krüger von hier hat in Saarbrücken in einem Hause am Schloßplatz Selbstmord verübt, indem er mit einem Revolver zwei Schüsse auf sich abfeuerte, die den sofortigen Tod herbeiführten. Das Motiv, das den erst 18 Jahre alten Mann zu dem verzweifelten Schritt getrieben hat, ist unbekannt. SksaßLothringen. Straßburg. Wegen Ungehorsams gegen einen Dienstbefehl, wodurch das Erschießen des Musketiers Brüll vom 99. Regiment in Zabern auf dem Scheibenstande veranlaßt worden ist, verurtheilte das hiesige Kriegsgericht den Einjährigfreiwilligen Referendar Andres, den Leiter des Anzeigedienstes, zu vier Monaten Festung, den Unteroffizier Boldt zu drei Monaten Gefängniß. Der Unfall entstand durch falsche Signalisirung. Der die Aufsicht führende Leutnant wurde freigesprochen. Busendorf. Die Enthüllung des Denkmals für den Zollwächter Mouty, der in der Nacht vom 23. zum 24. Juli 1870 als erstes Opfer des Krieges fiel, nahm den würdigsten Verlauf.

Wilhelm uud Edward. Der Besuch des Königs Edward von England bei dem Kaiser Wilhelm h.it stattgefunden und, den bis jetzt vorlie--genden Meldungen nach zu schließen, einen nach jeder Richtung hin bsfriedigenden Verlauf genommen. Vemerkenswerth ist, daß die deutsche Presse, trotz der ausfallenden KUHle, mit der sie die Anmeldung des Besuches aufgenommen hatte, den König mit ausgesuchter Höflichkeit und Achtung begrüßte. Das entspricht vollständig dem Verhältnisse, in dem sich die beiden Nationen zur Zeit gegenüberstehen. Kein Staatsmann und kein verständiger Bürger in Deutschland oder England wünscht die beiden stammverwandten Völker in einen Krieg 'verwickelt zu sehen, von herzlicher Freundschaft ist aber auch noch keine Rede. Man ist auf beiden Seiten des Kanals kühl bis an's Herz hinan und nicht in der Laune, sich von Stimmungen nutzloser Weise zu leidenschaftlichen Aeußerungen hinreißen zu lassen. Es ist nachgerade den Beiden klar geworden, daß andere minderwerthige Völker aus der Entfrem dung und Spannung zwischen den beiden großen germanischen Reichen Nutzen ziehen. Thatsächlich gibt es für denjenigen,

der mit politisch sicherem Blick die gegenwartlge mternationale Lage mustert, kaum einen einzigen Streitpunkt zwischen Deutschland und Englano, der eines Schuyes Pulver werth wäre. Es haben sich in jüngster Zeit auch in beiden Ländern gewichtige Stimmen erhoben, die zur ruhigen Vernunft mahnten nd darauf hinwiesen, daß trotz dem scharfen Wettbewerb auf wirthschaftlichem Gebiete gute Veziehungen zwischen den Völkern herrschen könnten und im wohlerwogenen gegenseitigen Interesse auch herrschen sollten. Die gegenseitigen Besuche, die deutsche und britische Abordnungen einander abstatteten, trugen sicherlich dazu bei, manche der schwebenden MißVerständnisse zu heben, und von da Monarchenbegegnung erhoffte man, daß sie die letzten 'dunkeln Wolken am politischen Horizont verscheuchen münde. Wie weit letzteres gelungen ist, muß die Zukunft lehren, müßige Spetulatromn sind werthlos. Die beiden Monarchen werden die Oefsentlichkeit nicht in die Geheimnisse ihrer Politk einweihen, und auf die Meldungen der pezialkorresponÄenten", die das Gras wachsen hören, ist bekanntermaßen kein Verlaß. Jedenfalls zeigt der Besuch als solcher aber an, daß es dem Könige Edward erwünscht lst, mit seinem karser lichen Raffen wieder auf freundschaftlicherem Fuße zu stehen, als in den letzten Jahren. Das wäre immerhin ein Gewinn. Denn gerade unter den der Lonidoner Regierung nahestehenden Blättern befinden sich einige der ärg sten Brunnenvergifter uwd Lärmmacher gegen Deutschland. Wenn es dem Könige Edward und seinen Rathqebern somit ernstlich darum zu thun ist, in Frieden und Freundschaft mit dem Deutschen Kaiser und dem Deutschen Reiche zu leben, so müssen sie diesen Henereien nnd Giftmicheleicn ein Ende machen. Die deutsche Presse hat der englischen, durch iden würdigen, achtungsvollen Ton, den sie dem koniglichen Gaste gegenüber anschlug, ein gutes Berspiel gegeben. Ocr Dldcn der Ehrenlegion. Sie Gründung dieses einzigen Militär- un, EivilverdicnstordeuS in Frankreich. Der Orden der Ehrenlegion, welchei Major Alfred Dreyfus nach semer Re Habilitation verliehen worden ist, wurdc am 19. Mai 1802 gestiftet. Er wurdt im Laufe der Zeit mehreren Aenderun gen unterworfen. Nach dem Sturze Napoleons III und der Errichtung der Republik erhiel der Orden, der infolge des Krieges von 1870 sehr reich lich ausgetheil 1 iI.Sa 1SbV - lUUlUt, WWWMf um eine neueOr ganisation. Du D e k 0 r a t t 0 r, trägt jetzt stat des Bildes des Kaisers das dei Republik mit der Umschrift: Re publique Fran caise" (franzo sische Republik) und der Jahres zahl 1870, au der Rückseite ryr rw t r l er. . r m p reww. zwei Fahnen mi der Umschrift: Honneur et Patrie" (Ehre und Vaterland). Es gibt jetzt fünf Klassen deö Or dens der Ehrenlegion mit streng normtrter Anzahl von Diplomen. Dre Fünftel der Anzahl in den verschiede nen Graden wird an Militär-, der Res an Civilpersonen gegeben. Ausländer können den Orden auch erhalten, zählen aber nicht mit. Der Orden der Ehrenlegion, welcher den Militärinhabern eine den verschie denen Klassen entsprechende jährlich Pension eintragt, ist der ernztge gegen wärtig in Frankreich bestehende Mili tär-und Civilverdienstorden. Außer dem Orden der Ehrenlegion besteht für die Armee die Armeemedaille, welche an 40,000 Personen ausgegeben werden darf und jährlich den einzelnen Jnba bern 120 Francs ($24) Pension ein bringt. Die Kosten der Ehrenlegion betragen jährlich 7,000,000 Francs.

.

Verliebte.

Junge Braut (zu dem Freunde ihres Bräutigams): Nun, sehe

ich so aus, wie mich mein Bräutigam Doch nicht ganz, dazu fehlen Die Brautwerbung. (Eine phyfiognomische Studie.) Meine Tochter wollen Sie heirathen, Herr Flinserl? Nun, ich habe nichts dagegen aber ich mache Sie darauf aufmerksam, daß sie nicht Zehntausend, sondern Zwanzigtausend mitbekommt jedoch unter der Bedingung, NW. daß ich mitziehe!" I n der Verlegenheit. Vater (streng): Was hast Du jetzt gemacht? Wie stehst Du aus?" Willi (stotternd): Ich habe Klavier eübt." Vater: Und warum sind Deine Hände so schwarz?" Willi: Ich habe nur auf den schwarzen Tasten geübt! Jnnggesellen -Monolog. .DaS Heirathen hat zwei Seiten eine gute und eine schlechte! Eine gute, daß man nicht allein ist, und eine schlechte, daß man zu zweien ist!" Merkwürdige Beleid ig u n a. Also. NachtwächterMaier, der Herr da hat Sie beleidigt. Was hat er Sie gescholten?- Was er g'sagt hat? A sauberner Nachtwächter bin hat er g'sagU"

a ?

H-S

i

' - i 5 Ihnen beschrieben hat?" hnen noch ein Paar Flügel! Modern Was, Du hättest monatlich 250 Mark Einkommen? Unglaublich!' Wie fängst Du denn das an?" Sehr einfach! Pro Monat hab' ich 110 Mark Sarär. Dann bezahl' ich meinen Miethzins mit 40 Mark nicht macht 150 Mark; bei der Milchfrau und beim Krämer bleib' ich schuldig macht 30 Mark, somit 180 Mark; auch den Metzger bezahl' ich nicht macht 40, demnach 220 Mark; und 30 Mark pump' ich monatlich meinen Freunden ab daher in Summa 250 Mark Einkommen pro Monat." Ein toleranter Skeptiker. Sind Sie musikalisch, mein Fräulein?" Ich spiele Klavier." Nun, das ist ja noch kein absoluter Gegenbeweis." Kleines MißverstSndn i ß. Die Firma Gebrüder Feichtelberger erhält von ihrem Reisenden stets sehr unorthographische, schlecht stilisirte Briefe. Nach Ihren Briefen zu schließen", schreibt ihm eines Tages u. A. der Prinzipal, scheinen Sie das Gymnasium nicht besucht zu haben " worauf ihm der Reisende umgehend antwortet: Wenn Se glauben, daß da is 'was zu machen, werd' ich 'mal hinoeh'n!" Eine Seltenheit. . . . . Viel zu studiren scheint mein Neffe nicht, denn ich war ytfi schon zu allen Tageszeiten hier und habe ihn niemals dabei angetroffen!" Soll ich Ihnen vielleicht mal telegraphiren, wenn er g'rad' dabei ist?" Verunglückter E i nw a n d. Fräulein (kokett): Ich werde niemals heirathen." Herr: Aber Sie werden doch keine alte Jungfer bleiben wollen?" Galgenhumor. Raubmörder (zu feinem Vertheidiger): Herr Doktor, daß Sie bei der Verhandlung ja nicht den Kopf verlieren sonst verlier' ich den meimn auch!" Der besorgte Beter. Ich habe mich über Sie erkundigt, Herr Baron aber die Auskunft tft so miserabel ausgefallen, daß ich Jhnen nur die Hälfte der Mitgift geben kann, die ich Ihnen versprochen hat-fc!"