Indiana Tribüne, Volume 30, Number 12, Indianapolis, Marion County, 6 September 1906 — Page 6
Jndiana Tribüne, September 1906
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Europäische Nachrichte.
'MroVinz Kessen-Wassa) Kassel. Der am 22. Juni 1881 zu Leipzig geborene Kuhschweizer Franz Löwe hat sich in der ftiilda unweit der freien städtischen Vadeanstatt ertränkt. Die Leiche des Lebensmüden, welcher sich die Beine zusammengeöunden hatte, wurde unweit des Thatortes gelandet und durch die Polizei nach dem Fritvhos überführt. Löwe scheint sich wegen Nahrungssorgen das Leben genommen zu haben. A b t e r 0 d e. Den Landwirth Heinrich Stöber von hier traf ein schwerer Unglücksfall beim Holzfahren vom Meißner. Der schwerbeladene Wagen kam an abschüssiger Stelle ins Rollen. Stöber. der den Wagen bremsen wollte, fiel unglücklicherweise zu Boden und wurde überfahren. Der behandelnde Arzt stellte drei Rippenbrüche und andere ernste Verletzungen fest. D i e m e r 0 d e. Feuer zerstörte das Wohnhaus des Schuhmachers 5?riedrick Art. An der Staatseisenbahnbrücke wurde von Schiffern die Leiche emes Madchens aus dem Main gelandet. Die Gelandete ist die seit einigen Taaen verminte Tochter des Schneidermeisters Aumüller aus der Wielandstraße. Grossenritte. Ew schweres Unalück ereiqnete sich hier. Der Dachdecker Gottliel, Kilian kehrte von l. nr i t.-.i n ! i. i t..l oer Äroeil 9110, Iiurzie aoer ucim Aufstieg zu seiner Wohnung von der Treppe herab. Der Sturz führte leider den Tod des unglücklichen Mannes herbei. H a n a u. Beim Baden ertrank im Main der Brauerbursche Rackel und in der Kinzig der Conditor Vorwerk von hier. Rinteln. Seit längerer Zeit vermißte man den Sergeant Karch von der 2. Compagnie des JnfanterieregimentS 184 w Hameln. Kürz, lich ist die Lei.-he des Karch aus dem neuen Hafen Hierselbst gelandet worden. Wasenberg. Durch eine explodirende Petroleumlampe erlitt die Ehefrau des Gastwirths Heinrich Schäfer hier lebensgefährliche BrandWunden. Einige in der Gastwirthschaft anwesende Männer, welche der Frau zu Hilfe eilten, zoaen sich ebenfalls erhebliche Brandwunden zu. Wtesbaven. Em Liebespaar von hier hat gemeinsam im Rhein den Tod gesucht und gefunden. Der 21 Jahre alte Kommis Ernst Huton und die im gleichen Alter stehende Gouvernanre Elrse Zimmermann mietheten sich in Schierstein einen Kahn und fuhren auf den Rhein hinaus. Seit dieser 3eit wurden beide vermißt, bis man oei Eltville beide Lnchen fand. Sie erhielten dort ein gemeinsames Grab. Was die beiden jungen Leute in den Tod getrieben, tft unbekannt. Ztlitteröerrtsche Staaten. Braunschweig. Die ArmenPfleger des ersten städtischen Armenbezirks veranstalteten kürzlich zu Ehren ihres Bezirksvorstehers, des Kaufmanns Friedrich Münster, der auf eine 80jährige Thätigkeit als Armenbezirks - Vorsteher zurückblicken konnte, eine Festlichkeit, bei der Münster ein Gruppenbild der Armenpfleger des erften Bezirks überreicht wurde. B ü n d h e i m. Tischler Plock aus Schlewecke. der auf dem Fedde'schen Sägewerk hier Holz schneiden ließ, leistete dem Säqemüller freiwillig Hilfe, kam dabei der Säge zu nahe, die ihm vier Finger der linken Hayd abschnitt. Dessau. Dem Generaldirektor Dr. Jng. Wilh. von Oechelhäuser Hierselbst wurde der rothe Adlerorden dritter Klasse verliehen. H a r z b u r g. Der Großherzog von Oldenburg hat dem hiesigen Badecommissär. Rittmeister Dommes. das Ehren - Ritterkreuz mit silberner Krone des Oldenburger Haus- und Verdienstordens verliehen. Langender g. Vom hiesigen uniformirten Schützencorps konnten Hauptmann Hemmann. Tambourmajor Schmidt. Feldwebel Gläßer und Oberjäger Kaiser und Franke ihr 25jähriges Jubiläum als Mitglieder des uniformirten Corps begehen. Als Auszeichnung wurde ihnen eine Ehrenmedaille überreicht. R e i s l i n q e n. Vor einiger Zeit wollte der 45 Jahre alte Landwirth Wilhelm Bode mit einem Tesching nach Sperlingen schießen. Infolge Unvorsichtigkeit entlud sich die Waffe, die Kugel drang Bode in die linke Schläfe. Der Schwerverletzte wurde in das hiesige Krankenhaus gebracht, wo er bald darauf gestorben ist. S ch l e i z. Dieftr Tage starb nach kurzem 5drankenlaer der pensionirte Bllrgerschul-Oberlehrer Franz Schorr im 82. Lebensjahre. Schöninaen. Erbänat aufaefunden wurde hier im Elm der frühere Arbeiter Voges, der zuletzt m Schöppenstedt wohnhaft war. In einem zurückgelassenen Schreiben gibt er als Grund des Selbstmordes schlechten Geschäftsgang, sowie ein schweres Nervenleiden an. Stadtoldendorf. Der Arbeiter Stille aus Schorborn zog letztens hier nach voraufgegangenem Wortstreite sein Messer und stach den löjährgen Arbeiter W. Müller aus Golmbach in den Unterarm, so daß
Adern und Sehnen durchschnitten wur-
den. B a l l st e d t. Der hiesige Zeitungsausträger Faber. den man seit einiger Zeit vermißte, wurde todt in dem Geholz Wewinde" aufgefunden. Reben der Leiche lag eine leere Flasche. ScrcHlen. Dresden. Vor Kurzem feierte hier der katholische Pfarrer Johannes Braunstein sein goldenes Priesterjubiläum. Er befindet sich seit 3 Jahren m Pension. Aue. Beim Baden verunglückt ist der 12jährige Sohn des hiesigen Stationsassistenten Buchstädt. Noch nicht genügend abgekühlt, sprang er in die Mulde und verschwand sogleich, ohne wieder emporzukommen. Erst am Geßmer'schen Wehr wurde der Leichnam aufgefunden. Jedenfalls war der Knabe vom Schlage getroffen worden. Borsdorf. Ein bedauerlicher Unglücksfall creiynete sich ZÄrzlich im hiesigen Orte beim Abdecken des Daches eines neu errichteten Wohnhauses, indem der in Leipzig-Neustadt, KirchStraße 83, wohnende, 30 Jahre alte Dachdecker Paul Geißler infolge eines plötzlich überkommenen Schwindelananfalles vom Dache herabstürzte. Der Mann, der komplizirte Unterarm- und Unterschenkelbrüche davongetragen hatte, wurde nach Anlegung von Nothverbänden in das Leipziger Stadtkrankenhaus gebracht. E l st r a. Beim Baben ertrank hier der 14jährige Sohn des Schneidermeisters Scheibe. Fremdiswalde. Hier feierte unlängst der GutsauSzllgler Patzsch mit seiner Ehefrau das 50jährige Ehejubiläum. Das Jubelpaar erfreut sich trotz des hohen Alters noch guter Gesundheit. Patzsch steht im 80., Frau Patzsch im 75. Lebensjahr. H a l s b a ch. Hier brannte das Wohnhaus des Wirthschaftöbesitzers Zweigner nieder. Es liegt zweifellos Brandstiftung vor. Leipzig. Letztens starb hier im 81. Lebensjahre der Prokurist der Firma F. A. Brockhaus, Bernhard Siegfried. Am L November d. I. wäre der Verstorbene 50 Jahre bei der Firma F. A. Brockhaus thätig gewesen. Lang. ch. Das zweijährige Kwd fcfc Sesigen Gutsbesitzers Petschner stürzte in den Brunnen des Schreiber'schen Gehöftes und ertrank. Es war das einzige Kind der Petschnerschen Eheleute. Ossig. Gutsbesitzer Franz Lehmann stürzte in seiner Scheune von einem Ballen hinab auf die Tenne und erlitt emen Schädelbruch, sowie mehrmrligen Bruch der Kinnlade. S ch a n d cr u. Der seit längerer Zeit hier vermißte Bürgerschul lehrer Emil Bach wurde kürzlich aus Königs keiner Flur als Leiche auf der Elbe chwinnnend in stark verwestem Zutande aufgefunden. Der Leichnam tourte nach der Friedhofshalle in Königsstein gemacht. Aittau. Der 15 Jahre alte Spirmereiarbeiter Plesky in der hiesigen Schmitt'schen Spinnerei, der eine V, . d. . . r r . .. 4 . ' it 1Nlli.teyenDe 'caanne lauoerre, gerlero mit dem epfe in eine andere Maschine und erlitt lebensgefährliche Verletzung gen. Kessen-Scrrrnllcrdt. Darm stadt. Kürzlich feierte der Handschuhmacher Konrad Gärtner aus Arheilgen sein 25jähriges Arbeitsjubiläum bei der hiesigen Firma Georg Zorn. Das 25jährige Jubiläum seines Bestehens beging kürzlich der Gesangverein Harmonie" unter zahlreicher Betheiligung hiesiger und auswartiger Vereine. Bingen. Der 27 Jahre alte Sckafsner Geora Valm aus Waldalgesheim wurde im Bahnhöfe Bingerbrück von einem Schnellzuge übersahren. Der Kopf wurde ihm vollständig vom Rumpfe getrennt. Gießen. Letztens stürzte cm dem Neubau des Bauunternehmers Winn in der Grafenstraße der 16 Jahre alte Maurerbandlanaer Phil. Adolph aus Klein - Linden 3 Stockwerke tief in den Hof; er blieb mit zerschmetterten Gliedmatzen bewußtlos liegen. Man , ' c , , x. lrug iyii iN 0le miu, luv et iau) iui zer Zeit an den schweren Verletzungen starb. Mainz. Beigeordneter Bürgermeiste? Dr. Schmidt, dessen Amtsdauer demnächst abläuft, wurde auf 12 Jahre wiedergewählt. W öl l stein. Ein Mädchen aus Tiefenthal, das vor längerer Zeit durch einen Mahlburschen derart mißhandelt wurde, daß seine Ueberführung m's Krankenhaus Alzey erfolgen mußte, ist seinen Verletzungen erlegen, ohne daß es seit dieser Zeit zum Bewußtsein zurückgekehrt war. Der Thäter, der seither im hiesigen Haftlokal inhaftirt war, hat letztens seinem Leben durch Erhängen in seiner Zelle ein jäbes Ende aemacht. In den Ozeanen sind bisher 82 verschiedene Elemente nachgewiesen worden. Die Lieblingsblume der Exkaiserin lZugenie von Frankreich ist das Veilchen. Im ersten Drittel der Tertiärzeit lebten Urpferdchen von der Größe eines Fuchses. In vierzehn öffentlichen Schulen der Ver. Staaten ist noch kein Schulzwang eingeführt. Eine einzige Kokospalme liefert im Jahre mehr als 500 Pfund PalmenCafi der 1-5 Äucker enthält
Im Armenhaus von Jackson Countq, Wis., stnd $1500 gefunden worden, und zwar in Gold. Der Fund wurde beim Niederreißen des alten Gebäudes gemacht. Es wirft sich jetzt die Frage auf: Wem gehört das Geld? Das County, F. B. Dell und Sam Lund, welch letztere das Gebäude kauften, werden alle Anspruch darauf machen. Man glaubt, daß das Gold einem vor einigen Jahren verstorbenen Insassen. James Gallagher, gehört hat. Er war excentrisch und man weiß, daß er sehr sparsam und in seine Goldstücke verliebt war. Er hatte Verwandte im Osten des Staates. Die Polizei, - Kommissäre von San Franciseo haben dieser Tage angeordnet, dall alle Schanklokale, die seit der Wiedereröffnung nach dem Brande um acht Uhr Abends geschloffen werden mußten, wieder bis zur Mitternachtsstunde offen fein dürfen. Von Mitternacht bis 6 Uhr Morgens müssen alle Wirthschaften nach der ursprünglichen Polizei - Verordnung geschlossen sein. Daß die Polizei - Kommissäre es ernst meinen, zeigt die Thatsache, daß in der letzten Sitzung wegen OffenHaltens über die Polizeistunde hinaus die Schankgerechtsame mehrerer Wirthe widerrufen wurden. Die Entziehung der Lizens für ein Lokal, welches feit Jahren ein notorisches Tingeltangel war, bestätigt auch die schon früher geäußerte Absicht der PolizeiKommissäre, solche berüchtigte Lokale in der Stadt nicht wieder aufkommen zu lassen. Verrufenen Tanzhallen und den Dives" wollen die PolizeiKommissäre dadurch den Todesstoß geben, daß sie für solche Lokale keine Schanklizensen bewilligen. Aber vom Sonntagszwang sind alle anständigen Wirthschaften frei. Aus dem Jahresbericht des Vorstehers des staatlichen Berg-bau-Departements von Pennsylvanien James E. Roderick für das Jahr 1905 ergiebt sich, daß Pennsylvanien bezüglich des Bergbaues des Landes noch immer an der Spitze steht und fast die gesammte Hartkohle und 30 Prozent der Weichkohle producirt. Die gesammte KohlenProduktion Pennsylvaniens während des Jahres 1905 stellt bei den Gruden die Summe von etwa $350,000,000 dar und an den Vertheilungspunkten gegen $650,000,000. Die Produktion an Hartkohlen belief sich auf 73,647.020 kleine Tonnen und die an Weichkohlen 119,361,514 kleine Tonnen. Bei der Produktion der Hartkohlen kamen 644 Personen um's Leben und bei der der Weichkohlen 475. Der Bericht zeigt, dah in der Zeit vom Jahre 1881 bis zum Jahre 1905 einschließlich 4425 Bergleute und 2422 Hilfsarbeiter in Pennsylvanien um's Leben gekommen sind, und daß mehr als die Hälfte dieser Unfälle auf Nachlassigkeit, Gleichgültigkeit, Leichtsinn und Unwissenheit seitens der Opfer zurückzuführen waren. Der Bericht empfiehlt die Einführung eines gleichförmigen Anstellungsgesetzes, wonach Knaben, welche zur Arbeit zugelassen werd?r. mindestens 14 Jahre alt sein müssen. Nach dem bestehenden Gesetz dürfen in den Weichkohlengruben Knaben von 12 Jahren beschäftigt werden, in den Hartkohlengruben aber nur solche von minbestens 16 Jahren und bei Außenarbeiten solche von mindestens vierzehn Jahren. Große Geistesgegenwart legte der 15jährige Charles Morris von Camden, N. I., an den Tag. Ohne sein Eingreifen wäre wohl Frl. Lee, Tochter von Howard Lee, in Camden, vor den Augen lhrer Mutter und jüngeren Schwester, die nichts für die Rettung des Mädchens thun konnten, ertrunken. Lee besitzt ein Landhäuschen in Blackwood amMorgan's Lake, auf der dem Badestrand gegenüber liegenden Seite. Lee's älteste Tochter, 26 Jahre alt, hatte anfangs der Saison mit einem jungen Manne eine Wette abgeschlossen, daß sie bis zum Ende derselben im Stande sein würde, über den See zu schwimmen, trotzdem sie vorher überHaupt nicht schwimmen konnte. Es ging aber langsam mit dem Schwimmenlernen und sie machte nur geringe Fortschritte. Eines Sonntagss Morgens fuhr sie mit ihrer Mutter und ihrer jüngeren Schwester, alle im Badeanzüge, in einem Ruderboote von ihrem Häuschen über den See nach dem Badeplatze. In der Mitte angelangt, wollte sie einmal sehen, ob sie es nicht doch fertig bringen könnte, wenigstens die Hälfte des Sees zu durchschwimmen. Sie ließ sich in das Wasser gleiten und begann zu schwimmen. Sie kam aber nicht weit, da verließen sie schon der Muth und die Kräfte und sie begann hilflos herumzuplätschern. Ihre Mutter und Schwester konnten ihr nicht helfen, sie waren wie gelähmt vor Schreck. Die Schwester schrie um Hilfe. Am Strande badeten mehrere Männer, aber keiner konnte schwimmen und keiner hatte die Geistesgegenwart das kleinen Charles Morris. Dieser sprang in ein Boot und ruderte nach der Stelle, wo das Mädchen schon mehrere Male untergegangen war. Nun langten seine Kräfte aber nicht, die mit dem Wasser Kämpfende in das Boot zu ziehen. So hielt er ihr ein Ruder hin und hielt sie damit über Wasser, bis weitere Hülfe kam.
Durch
Siehst Du, Frau, hier im Blatte wird in einem begeisterten Artikel über den Rettich gesagt, daß nach alter Anschauung sein Genuß auch heiter mache!" So? Na, Willibald, komme Du mir aber nicht mit der Ausrede vom Stammtisch nach Hause!"
Moderne Dienstboten Madame (zur neuen Köchin): . . Also, wenn ich einmal klingle, kommen Sie, und wenn ich zweimal klingle, das Dienstmädchen!" Köchin: Und wie oft soll ich klingeln, wenn Ich die gnädige Frau zu sprechen wünsche?" E i n Schwerenöther. . . Wenn ich nicht Mädchen wäre, möchte ich Husarenleutnant sein!" Ganz unnöthig, mein Fräulein auch so sind Sie genug unwiderstehlich!" Nicht abzuschrecken. Reisender (der eben hinausgeworfen wurde, am Telephon): Bitte, hier Veilchenduft & Co. Bemerke eben, daß ich auf der Treppe bei Jhnen mehrere Muster verloren habe. Vielleicht machen Sie doch noch 'mal einen Versuch, sehen sich die auf der Treppe verlorenen Muster an und bestellen mir danach etwas. Jedenfalls werde ich mir heute Nachmittag wieder erlauben, nachzufragen!" Gewaltmittel. A. : Warum gehen Sie denn nur mehr um den Pulverthurm herum spazieren?" V.: ..Weil ich mir das Rauchen abgewöhnen will!" Visitenkarte. Gauner (als er sich für den Freispruch beim Vertheidiger bedanken will, ihn aber nicht zu Hause trifft im Corridor einen Ueberzieher mitnehmend): So, damit er wenigstens weiß, daß ich da war!" Protest. Du sollst ja aus Deinem Club herausgeschmissen worden sein?" Im Gegentheil ich bin der Einzige, der noch drin ist alle Anderen sind ausgetreten!" Häuslicher Krieg. Sie: Das ganze Vermögen, überhaupt alles, was da ist, habe ich eingebracht! Oder sag' einmal aufrichtig: was hast derm Du gehabt, bevor Du mich geheirathet hast?" Er: Meine Ruh'!"
schani.
Fatal. A.: Ich höre. Sie haben sich eine vorzügliche diebessichere Vorrichtung angeschafft; darf ich mir diese einmal ansehen?" B.: Die ist mir letzte Nacht leider gestohlen worden!" Schlau. . . . Siehst du, liebe Freundin, diese Soldatenbilder habe ich deshalb hier aufhängen lassen, damit meine Köchin ihren Geliebten nicht in die Küche bringt, denn sie fürchtet natürlich, daß dieser die SoldatenBilder für seine Nebenbuhler halten Würde!" Monolog. 's Leben g'freut mi schon gar nimmer! . . . 's is nur a' Glück, daß mi no der Schnaps g'freut!" Aus der Jnstruktions stunde. Unterofficier: . . . Das Gewehr ist die Braut des Soldaten . . damit will ich aber nicht gesagt haben, daß Ihr es schlecht behandeln dürft!" Stoßseufzer e i n e 8 schwäbischen Sommerfrische - Gastwirthes. Jetzt dann i so en schöne Saal baut für Grafe und Barone, und koi Sau goht nei!" Keine Regel ohne Ausnahme. Allee schon da gewesen!" Lächerlich Ich war doch noch nicht da!" Kathederweisheit. Professor: Meine Herren, große Staatsmänner wollen auch geboren sein!" Auch eine Erklärung. ..Papa, was ist denn eigentlich Philosophie?" Mein Kind. Philosophie ist dasjenige Ding, das vernünftigeLeute verrückt und die Verrückten vernünftig macht." Der feudale Pantoffelhelb. Aber, liebe Frau, bedenke doch, daß sechzehn Ahnen sich im Grabe umd'ehen bei der Behandlung, die du mir angedeihen läßt!"
