Indiana Tribüne, Volume 30, Number 11, Indianapolis, Marion County, 5 September 1906 — Page 5

s September 1906

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Jutcrnrban Zeit-Tabelle. I. U. T. System. 'S Äraft Sonntag, den 20. Mai 1906. Züge verlassen Indianapolis. Runcie & Marion Division, awrence, Forrville, Pendleton. ndnson. Aorttown, Muncie, Middletown, lezandria. ummitville, Fairmount. Gas City, JoneS voro und Marion.

4 00 5 05 6 00 7 06 00 9 05 10 00 11 00 11 06 12 00 Lm. Bm. Vm. Bm. Vm. Bm. Vm. Bm. Vm. Mttg. 1 06 Rm. 2 00 Rm. 3 06 Nm. 4 00 Rm. 5 00 Nm. 5 05 Nm. 6 00 Rm. 7 06 Nm. 8 00 Nm. 9 06 Rm. 11 30 Rm. Limited. gganövort 5: Peru Division. Garmel, RobleSville, Cicero, rcadia. AUanta, Tipton, Äolorno, Galvefton. alton, Logansport, Miami, Bunker Hill, Peru und Elwood. 5 00 Dm. 1 45 Nm. 6 45 Vm. 3 00 Rm. 7 00 Vm. 3 45 Nm. 7 45 Vm. 5 00 R. 9 00 Bm. 5 46 Nm. 9 46 Bm. 7 00 31m. -11 00 Vm. 7 45 Rm. 11 46 Vm. 9 00 Nm. 1 00 Nm. 11 30 Nm. Limited. Dn Zug um 11:30 Abend der Jndiana i-Loganport iDwision geht nach Peru statt LoganSport. Neue spezielle Bedienung nach Ft. Wayne. Aüge verlassen Indianapolis um 7HX) und il:0 Uhr Vormittag und. 3:00 und 7:00 nhr Nachmittags, machen die Fahrt nach It. Wayne in 4 Swnden und 40 Minuten. euer Zug Marion Flyer Verlaßt Marion 7:55 Vormittags und 1:56 Nach ittagö ; Verlabt Indianapolis 11:00 Bor mittag und 5:00 Nachmittags ; hält bloS in nderson und lexandria an. nsch ließende Linien erreichen Dayto, Dhio, Ft. Wayne, Huntinaton, Wabash, afontaine. Swayzee, Greentown, Hartford Atty, Montpellier, luffton, Winchester, Union City, Greenville. O., und Zwischen Kationen. Kracht, und Passagier. Office Termin artezimmer. Telephon M 176. Indianapolis & Eaftern. nuntted Züge fürRichmond und allm Wuntten in Ohio, welche verbunden find mit ktrischen Linien, 'um 8:10 und 11:10 Bor. mittags, 2:10 und 5:10 Nachmittag und S:10 Abend. Locale Züge für Richmond id Zwischenstationen von 6:00 Uhr Vor. ittagS an und dann jede Stunde, ausge ommen die Limited Zeit, bis 9:00 Abend THX Uhr Abends ausgelassen). Letzt Zug ach Greenfield um 11:30 Uhr Abends. Indianapolis & MartinSville. Erste Morgen-Kar um 5:10 Uhr Morgen. Dann von 6:30 Uhr Morgen jede runde m 11:30 Uhr Abends; ausgenommen die Stunden 8:30 und 10:30 Uhr bendö. Indianapolis Coal Traction So. Aüge laufen stündlich von Indianapolis - .... C . V ach Plamfteld von ö:uu uyr orgrn v 11:00 Uhr Abends ; ausgenommen oie run den 8:00 und 10:00 Uhr Abends. Indianapolis & Northwestern. üae laufen stündlich von 5:00 Uhr Mor, gen bi 9.00 Uhr Abend. Anschluß in Lebanon für Thorntown und.CrawfordSville. Der Zug um 10.00 Uhr .Abends fährt blo bis nach Lebanon. Der Zug um 11:30 Uhr Abend fahrt bi ach Frankfort, Anschluß in Lebanon für ErawfordSville ; derselbe fährt in der Sonn tag Nacht blos bis nach Lafayette. Limited Züge für Lafayette fahren ab um 8:10 und 11:10 Uhr Morgen, und 2:10. 6:10 Nachmittags und 7:10 Abends. Für ErawfordSville um 10:45 Bormittags und 4:25 Nachmittag. EDWARD W. MESSMER 1025 Madifon ve. euer ZL 96M Alleiniger Agent der berühmten Williams Pumpen N0 TRIX" "TO FIX". Sarantirt eine Holzpumpe au tifen gemacht.' Reparaturen an Pumpen werden prompt und billig aukgefÄhrt. Reparaturen un Häusern wie Einlegen neuer Rinnen oder Anbringen neuer dslutzrbhren au Zmn der galvaniftrtem Eisen werden ,u ,eder Seit gemacht. Karstadt Bros. Dampf Färberei und Reinigungsanftalt. Haupt. Office: 1435 . JllinoiS Str. Branche: 49 Virginia Ave. 205 Jndiana ve. 218 St Illinois. ......Beide Vhone

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Unsere amerikanischen Wölfe. Die Wölfe Nordamerikas gehören

ganz verschiedenen Gattungen an: Der graue Wolf, auch Waldwolf (Timber wolf) und mit dem spanischeu Namen Lobo genannt, ist vom europäischen Wolf kaum genug verschieden, um eine eigene Art zu bilden, hat aber eine Reihe von Unterarten, eine weiße am oberen Mtfsouri. eine schwarze in Florida, eine röthliche in Texas, aber die vorherrschende Farbe ist grau. Er war über das ganze Festland verbrntet. und selbst im Osten findet man ihn noch, z. B. in den Adirondacks. recht haufig in Jndiana erst Ende Mai d. I. wurde aus dem nördlichen ?stldiana. eine Stunde Eisenbahnfahrt von Chicago, der Fang von fünf Wölfen gemeldet. zahlreich in Michigan. Minnesota und weiter westlich. ftut Zeit der Büffelherden pflegte er diesen zu foloen und zurückgebliebene kranke Thiere anzugreifen, nicht aber. auch nicht in Rudeln, große Herden zu belästigen. Wenn er in Rudeln jagt, wird er natürlich auch dem Menschen sehr gefährlich, obgleich wir nie gelesen haben, daß ihm Menschen zum Opfer fielen.Großen Schaden richtet er im fernen Westen ai f den Rinderund Pferdeweiden an, und allgemein wird geklagt, daß er sich eher vermehrt, als vermindert, besonders da in den Waldreservationen nicht gejagt werden darf. Eine weit größere Landplage ist aber der kleine amerikanische Wolf, der zwischen Fuchs und grauem Wolf an Größe in der Mitte steht, der Coyote, den wir mit dem Schakal vergleichen können. Seinen spanischen Namen hat er wohl in Mexiko bekommen, von wo aus der amerikanische Wortschatz ja in dem größten Theil des Felsengebirges mit aaMtei chen spanischen Ausdrücken bereichert wurde. Seine Heimath ist von Costarica bis hinauf zum 60. Breitegrad, und im südlichen Theil der Vereinigten Staaten reicht er ostwärts bis zum Mississippi. Am besten gedeiht er in den weiten Prärien, woher er auch der Präriewolf heißt, und im großen Becken der Rocky Mountains. Er ist schmutzig grau, mit vollem Pelz und spitzigem Gesicht. Vom Coyote gilt es besonders, daß die vorschreitende Civilisation ihn nicht vertrieben, sondern ihm nur neue Felder für seine räuberische Thätigkeit eröffnet hat. Er war vorher im wcsentlichen auf Hasen, Präriehunde uno zahlreiche andere kleine Nagethiere der Prärien angewiesen, obwohl er natürlich auch auf Antilopen, Rothwild und selbst auf Büffelkälber jagte. Jetzt hält er sich mit Vorliebe an Haushüöner und höher hinauf an june Waller und Füllen, ganz besonders aber an Schafe. Was für ein Landschaden er ist, beweist das Beispiel von Kansas, wo im 5Zahre 190304 19,514 Cvyoten-Skalps bei der Staatsregierung eingeliefert wurden, da der Staat einen Dollar Prämie zahlt. Eine Schrift des Landwirthschaftsministeriums in Washington, Coyotes in their economic Relations" (Washington 1905) sagt, in einem Dutzend anderer Staaten sei die Plage ebenso stark. Allerdings stellen sie auch zahlreichen Ernteschädlingen nach, wie eben angedeutet, und da sie bei Nacht in die Landstädte kommen, machen sie sich auch als Straßenreiniger verdient, sind aber selbst dort ihres entsetzlichen Bellens wegen gründlich verhaßt. Besonders werden sie den Hühnerställen und in noch viel höheremMope den Schafherden gefährlich.Jn den Südstaaten sind es die unzähligen Hunde, die die Schafzucht stellenweise unmöglich machen, da dort jede Farmerfamilie ein ganzes Hunderudel hat: im Westen erschweren die Coyotes die Schafzucht, und da überall eine Vermehrung dieser Plage gemeldet wird, so ist trotz der guten Wollpreise uno trotz dem wachsenden Verbrauch an Lamm- und Schaffleisch ein merklicher Rückgang in der Schafzucht zu verzeichnen. Von allen Raubthieren räumen die öoyotes am meisten unter den Schafen auf, weil sie zahlreicher sind als die anderen und das ganze Jahr über sich in der Nähe der Hevden aufhalten. Der Durchschnittsverlust wird auf 5 v. H. der Herden berechnet, geht aber stellenweise bis zu 20 v. H. Dazu ist der Coyote ein äußerst kluges Thier, das die Spur des Menschen leicht wittert und deshalb sich durch Fallen oder vergiftetes Fleisch nur schwer unschädlich machen läßt. Deshalb werden gerne Wolfstreiben unternommen, ähnlich dem Hasentreiben im amerikanischen Westen. Die Wolfstreiben sind jedoch mehr ein Sport und eine Art Volksfest, während bei einem Hasentreiben buchstäblich Tausende von Opfern getödtet werden, werden bei einem Wolfstreiben vielleicht ein Dutzend gejagt, selbst wenn die versammelte Menschenmenge tausend Köpfe stark ist. Im deutschen Reichspoftdienst sind 263.517 Personen angestellt. DiePriesterunddie Mönche in Italien haben ein längeres Leben als die anderen Bewohner dieses Landes. Fünfuirdsrebzig Prozent . von ihnen erreichen vas siebzigste und viele von diesen noch ein weit höheres Le-bensjahr.

Sin Genie. dumoreike von Karl Ettlinger (München). Ludwig ?" wiederholte mein Freund Theo herausfordernd und schlug mit der Faust auf den Tisch. Ludwig ist ein Lump, wie er im

Buche steht!" Bitte, ruinire die Möbel meiner Hausfrau nicht!" wies ich ihn zurecht. ,,Du thust Ludwig Unrecht! E. ist ein Genie!" .Oho! Ich danke für solche Genies! Er ist mir dreihundert Mark schuldigl" .Dir auch? Ein großartiger Kerl! Aber doch ein Genie! Wie der Mensch es fertig bringt, immer neue Pumpe aufzunehmen, das ist mir ein Räthsel. Es muß angeborenes Talent sein! Der eine hQt Talent zur Musik, der andere Talent zum Dichten, dieser zum Malen, jener zum Schauspielern. Ludwig hat Talent zum Pumpen!" .Und wir Talent zum Angepumptwerden. Ich habe einmal für den Kerl meine goldene Uhr versetzt. Ein Andenken an meinen Großvater... Sie ist futsch!.Noch gar nichts. Mich hat er noch ganz anders hineingelegt. Damals in Paris." .Nanu? Was war denn das? Erzähl' doch!" .Mit Vergnügen. Du weißt, ich war in meinem Leben nur ein einziges Mal in Paris. Drei Wochen lang. Viel habe ich nicht von Paris sehen, denn es fehlte mi an stadtkundigen Freunden. D:e einzigen Menschen, die ich in der Millionenstadt kannte, waren Ludwig und ein gewisser Friedrich Hengler; ich konnt? den letzteren von der Malschule her. ein netter Kerl, unheimlich anständig. Ein bischen Streber. Ich wollte erst ein paar Tage aufs Gerathewohl in Paris herumbummeln und dann Friedrich aufsuchen. Zu Ludwig hätten mich keine zehn Bierbrauergäule gebracht. Ich stand nämlich ein bischen .über's Kreuz" mit ihm. Bei unserem letzten Zusammensein in Berlin hatte ich ihm wegen seiner Schuldenmacherei gewaltig den Marsch geblasen und ihm versichert, von mir bekäme er keinen Pfennig mehr. Den Marsch hatte er geduldig mit angehörl und nur die Schlußbemerkung gemacht, er sei vollkommen unmusikalisch. Die Versicherung hingegen nahm er mir übel, er ging und ward nicht mehr gesehen." Theo lachte. Ach Gott, wie oft habe ich dem Menschen schon erklärt, er bekäme von mir nichts mehr! Und doch wächst sein Konto bei mir beständig!" ..So geht es auch mir! Also hör' zu. Am zweiten Vormittage meiner Anwesenheit in Seinebabel saß ich ahnungslos auf dem Boulevard in der Taverne Gruber. Ich trank mein Bier und versuchte den ..Matin" zu buchstabiren. Nachdem ich mich gründlich davon überzeugt hatte, daß meine französischen Sprachkenntnisse keinen Heller werth waren, wollte ich zhlen und gehen. Zum Zahlen kam ich denn auch an jenem Tage gründlicher. als ich es gedacht hatte. Als ich mich nämlich erheben wollte, stand plötzlich Ludwig vor mir. streckte mir beide Hände entgegen und rief freudig: Aber das ist ja großartig! Du in Paris! Junge, das war mal ein I gescheidter Gedanke von dir, deinen alten Freund Ludwig m Paris zu besuchen!" An ein Entkommen war nicht zu denken. Wir machten also zusammen einen kleinen Bummel und tauschten alte Studienerinnerungen aus. Man kann Ludwig nicht böse sein, der Mensch besitzt einen zu unverfrorenen Humor. Ich lachte Thränen, als er mir seinen virtuosen Geniestreich von dem Modell erzählte, dem er nicht nur das Honorar schuldig blieb, sondern auch noch am Ende der letzten Sitzung fünf Mark abzupumpen verstand. Das ist nun anders geworden." fügte Ludwig ernsthaft hinzu, ich habe dem alten Leben entsagt. Ich arbeite massenhaft. Werde sogar im Salon ausstellen. Landschaft bei Svres! Ich glaube, sie ist sehr gut!" Als er mein mißtrauisches Augenzwinkern bemerkte, fing er an, sich zu entrüsten. Du glaubst mir wohl nicht?" Nun ja, eigentlich kann ich es dir ja nicht übel nehmen. Du kennst den neuen Ludwig noch nkcht, den ich angezogen habe. Aber vielleicht willst du dir mein Atelier ansehen. Hast du Zeit?" Das ist das einzige, was ich habe! Ist es weit?" .Nicht so schlimm!" Wir marschirten durch eine Reihe mir unbekannter Straßen dem Mont-martre-Viertel zu. Ludwig markirte den Fremdenführer: Das ist das bekannte Kabarett l'Enfer. Nebendran le Ciel. Das da die berüchtigte Kneipe Rat mort. Soll sehr toll sein! Ich war noch nicht drin! Ich kann dem Zeug keinen Geschmack mehr abgeMinnen!" Meine innere Hochachtung vor Ludwig stieg. Auch sein Aeußereö hatte gegen früher bedeutende Fortschritte gemacht. Er trug sogar Manschetten. Endlich waren wir am Ziel anaelangt. Ein recht netteS Atelier, ein bischen unordentlich, aber die Ordnung ist nun mal Ludwigs schwache Seite. .Je unaufgeräumter mein

Atelier, desto aufgeräumter bin ich

selbst!" pflegte er zu sagen. Ich bewunderte die Spuren seines Fleißes. Er hatte enorme Fortschritte gemacht, das war nicht zu leugnen. Besonders fesselte mich eine Aktstudie. .Ach. laß doch den Kitsch!" meinte Ludwia. .Publikumsgeschmack !" Trink lieber einen Cognak!" Der Cognak war gut. Ludwig nöthigte mich, drei Gläschen davon zu trinken. Gläschen hatte er nämlich aucy. Thatsächlich! .Nun, wie gefällt dir meine Landschaft?" fragte er stolz, die Staffelei näher rückend. Ich finde sie, offengestanden, ein bischen akademisch!" .Das verstehst du nicht, mein Lieder! Sonst wird sie nicht im Salon" angenommen." Das leuchtete mir ein, und ich ließ mich beruhigt auf die Chaiselongue nieder. Ludwig kramte eine Cigar renschachtel hervor und offerirte mir einen Glimmstengel. Ich hätte eine Bitte an dich!" meinte er. Siehst du, ich will das Bild im Salon ausstellen. Aber mir fehlt der Rahmen. Und ich habe augenblicklich kein Geld mir einen zu leisten. Die Farben und die ewigen Fahrten nach Svres haben mir heidenmäßig viel gekostet! Kannst du mir nicht neunzig Francs leihen?" .Ich dachte, du machst keine Schulden mehr?" .Thue ich auch nicht. Aber die Anmeldefrist für den Salon läuft in drei Tagen ab. und wenn ich bis dabin mein Bild nicht hingeschickt habe, ist die ganze Arbeit umsonst gewesen. Und ohne Rahmen kann ich das Bild nicht gut hinschicken, das mußt du doch einsehen!" Und hast du keinen alten Rahmen?" Alten Rahmen! Das Bild muß einen neuen, einen individuellen Rar men haben! Ich werde mir doch nicht durch einen stilwidrigen Rahmen das ganze Bild verderben! Geh, sei kein Frosch und hilf mir aus der Verlegenheit! Ich bin überzeugt, das Bild wird verkauft werden, und ich verspreche dir, sobald ich das Geld habe, sollst du sofort deine neunzig Francs zurückbekommen!" Ich überlegte und gab. Ich mochte nicht daran schuld sein, wenn Ludwig um seinen Erfolg kam. Neunzig Francs schienen mir zwar ein bischen viel für einen kleinen Rahmen, aber schließlich ist mancher künstlerischer Erfolg noch theurer erkauft worden. Als ich die Treppe herunterstieg, bereute ich schon ein wenig meine Gut Herzigkeit. Aber die eigentliche Reue kam erst später. Drei Tage nach dem Besuch bei Ludwig lief ich meinem anderen Pariser Freunde, Friedrich Hngler, in der Parisiana" in die Hände. Er freute sich wie ein Schneekönig über das Zusammentreffen und schleppte mich sofort nach seinem Atelier. .ES lst nicht gar so weit," drängte er, im Montmartre-Viertel." Abermals ging es am l'Enftr und Ciel vorbei, abermals am Rat mort. Hier sind wir!" erklärte Friedrich am Ende unserer Wanderung. Wu standen vor demselben Hause, in dem sich auch Ludwigs Atelier befand. ES amüsirte mich, daß da der Zufall meine beiden Freunde in ein und das selbe Quartier verweht hatte. Friedrich ließ mich eintreten. Ich sah mich um ja, was sollte denn das bedeuten das war ja Ludwigs Atelier! Da stand die Staffelei mit der Landschaft. da die Aktstudie, die Chaiselongue Nimm doch Platz!" unterbrach Friedrich meinen etwas wirren Gedankengang und holte die mir wohlbekannte Cognakflasche und die Cigarrenkiste herbei. Ich war mir immer noch nicht klar, was diese Komödie vorstellen sollte. Sag mal, sind wir hier in deinem Atelier?" fragte ich. Friedrich fchaute mich verdutzt an. Natürlich, wo denn sonst?" Und diese Landschaft?" Habe ich gemalt. Sie hat mir übrigens viel Verdruß bereitet. Ich wollte sie nämlich im Salon" ausstellen. Aber da kam ein Bekannter von mir. ein gewisser Ludwig Kuntz. und hat mir den Rahmen abgepumpt. Er versprach zwar, ihn rechtzeitig wieder zurückzubringen, aber es ist ihm gar nicht eingefallen. Er hat nämlich den Rahmen versetzt. Vor acht Tagen ist nun die Anmeldeftist für den Salon" abgelaufen, ohne daß ich mein Bild hinschicken konnte " Bis hierher hatte Theo aufmerksam zugehört. Jetzt begann er plötzlich mit beiden Handflächen wie besessen auf seine Knie zu schlagen und zu brüllen: Ein Genie! Der Kerl ist unbezahlbar! Ein Genie!" Wer ist ein Genie?" erkundigte sich mein Cousin Heinrich, der in diesem Augenblick in's Zimmer trat. Ach. ein Bekannter von uns. ein gewisser Ludwig Kuntz." Mein Vetter wandte sich mitzmuthig ab. Bitte, sprecht diesen Namen nicht aus!" sagte er. Ich kenne nämlich auch einen Ludwig Kuntz. einen sogenannten Kunstmaler. Der Lump hat mich rn Magdeburg um dreihundert Mark geschröpft, die ich bis heute trotz aller Anstrengungen nicht habe wiederbekommen können .

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READ me ABOFE AGAjS Das Geheimniß der Wünschelruthe Daß die Entdeckung von Wassn nnt Hilfe der sogenannten Wünschelruthe keine Hexerei ist, wie man früher anzunehmen pflegte, sondern aus einer wissenschaftlichen Basis beruht, haben unlänast der Geh. Admiraliüiiörath G. Franzius in Berlin al Vraktiker und Baurath Beyerhaus in Koblenz als Theoretiker nachzuweisen versucht. Der Erstgenannte berichte: über die Auffindung einer unterirdischen Rohrwasserleitung im Chamonix - Thal am rechten Ufer der Arve, die seine frischgeschnittene Weidenruthe ihm verrieth. Es stellte sich heraus, daß das Wasser in den Fluß sich ergoß. Wenn man nun das am Rohrende angeschraubte Mundstück mit dem Finger verstopfte, so daß der Lauf des Wassers zum Stillstand kam, versagte die Wirkung der Wünschelruthe sofort, um sich gleich wieder einzustellen, wenn man den Abfluß freigab. Herr Franzius schreibt: Jetzt besitze ich in dieser und einigen anderen Leitungen ein ausgezeichnetes Laboratorium und bedauere nur, daß nicht alle die Herren, welche sich im Laufe des letzten Jahres über den Wünschelruthen - Rummel" so ereifert haben, zur Stelle sind. Vielleicht würde mancher denken: O, wenn du doch geschwiegen hättest." Baurath Beyerhaus führt die auffällige Erscheinung auf den beträchtliehen elektrischen Spannungsunterschied zurück, der zwischen de? stets positiv geladenen Luft und der negativ geladenen Erde besteht. Der Leitungswiderstand der hohen Luftschicht einerseits und der mächtigen Erdschicht andererseits ist es, der das längere Bestehen einer hoch gespannten, positiven Elektrizität in großer Höhe der Luft und einer entsprechend hoch gespannten negativen Elektrizität in der Tiefe der Erde ermöglicht. Da nun erwiesenermaßen trockene Erde ein weit schlechterer Leiter ist als Wasser, so ist klar, daß Wasser, an begrenzter Stelle vorhanden, vermöge seiner überlegenen elektrischen Le:tungsfähigkeit höher gespannte negative Elektrizität aus der Tiefe in die Nähe der Erdoberfläche bringen und in der darüber liegenden Luft durch Influenz eine Steigerung in der Positioen Spannung erzeugen muß. Daß nun nach dem sogenannten Wünschelruthenverfahren nicht nur das Vorkommen von Wasser überHaupt, sondern insbesondere von gutem, frischem Wasser im Gegensatz zu schlechtem, abgestandenem Wasser aufgespürt werden kann, erklärt sich folgendermaßen: Bekanntlich ist Wasser im Allgemeinen um so reiner und besser, aus je größerer Tiefe es kommt, und je reger die Strömung ist. Wasser, das aus Gegenden stammt, die in größerer Tiefe unter de. Erdoberfläche liegen, bringt aber höher gespannte Elektrizität mit, und zwar um so größere Mengen, je reger die Strömung ist. Solches Wasser wird also an die darüberliegende Erdschicht immer neue Elektrizitätsmengen von höherer Spannung abgeben und so den Verlust durch Ausstrahlung oder Ausgleich mit der positiven Luftelektrizität fortwährend wieder ersetzen, so daß über solchem Wasser eine viel merkbarere elektrische Spannung vorHanden sein muß als über stillstehendem Wasser. Da erfahrungsgemäß elektrischeSpannungen nicht ohne Einfluß auf den thierischen und menschlichen Organismus und besonders auf das Verhalten der Nerven und Muskeln sind, so liegt es nahe, daß Wechsel in der Größe der elektrischen Spannung von hierzu veranlagten Naturen empfunden werden. Und es ist nicht einzusehen, warum dies nicht durch die mit Wünschelruthe bezeichnete Vorrichtung zum Ausdruck gelangen soll. Die unzähligen Cifter n e n, mit denen Neu-Südwales seine Schafweiden bewässert, fassen durchschnittlich ie 200.000 Hektoliter.

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