Indiana Tribüne, Volume 30, Number 11, Indianapolis, Marion County, 5 September 1906 — Page 4
Jnvian Tribüne, S September i06.
Jndiana Tribüne. Heraugldn von der ntedg T. Indianapolis, Ind. Harry O. Thndinm .... yräfideut.
Geschäfts loca l: No 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269. Tcrd t the Port Office ot Indianapolis a econd dass matter. Teutscher Pretz Verein des Westens gegründet. In Davenport, Ja., haben deutsche Zeitungsleute aus Iowa, NebraSka und South Dakota eine Zusammenkunft abgehalten und den Deutschamerikani schen Preß'Verein deö WeftenS begründet. Der neue Verein hat eine Anzahl Beschlüffe angenommen, darunter fol gende Proteft'Erklarung gegen die Ver jchürfung der bestehenden Einwände rungSgesetze: ..Ter Deutsch-amerikanische Preß Verein deSWeftenS ist der Ueberzeugung, daß die bestehenden Gesetze zur Siege, lung der Einwanderung, wenn richtig durchgeführt, durchaus genügen, um nicht wünschenSwerthe Elemente von unserem Lande fernzuhalten. Eftila nose Maßnahmen, wie sie in der jetzt dem ttongreffe vorliegenden LodgeGardener.Bill enthalten find, inSdeson dere der sogen. BildungSteft und die Erhöhung der Kopfsteuer von 82 auf 15, tonnen nur dazu führen, wirklich WünschenSwerthe Einwanderer abzu schrecken. Unser Land bedarf aber noch für absehbare Zeit gerade den Maffenzufluß von Arbeitern, die be sühigt und gewillt find, die groben Ardeiten zu verrichten. AuS diesem Grunde empfiehlt der Deutsch amerikonische Preßverein des WefteS ent schieden, nur solche Kandidaten für den Kongreß zu unterstützen, die als Geg. ner von Bestrebungen, wie sie die ge nannte Bill enthalt, anzusehen find. Wenn der Ausruhr auf Cuba noch lange anhält, wird auch mit unS die Ruhe aufhören. Leider ist Präsident Palma nicht der Einzige, der glaubt, in Cuba Herr der Situation zu fein. Die kubanischen Insurgenten scheinen von züher Raffe zu sein; je mehr die Regierung weglügt, desto zahlreicher werdm sie. Fünfzehntauseud neue Gesetze wer den alljährlich in der iUnion erlassen. Da ist schon keine Fluth mehr, das ist die Sintfluth selber. Der Frömmler Hipple rührte Sonntags grundsätzlich nichts an als sein Gesangbuch. So sagten seine Freunde. Aber fremdes Geld wird er wohl auch Sonntags angerührt haben. denn Sonntags lief er am wenigsten Gefahr ertappt zu werden. Die September Dividende der Großkorporationen beläuft sich dieses Jahr auf 37,200.000 Dollars. Da von entfallen auf die industriellen Groß betriebe rund 22 Millionen. 5 Millio nen mehr, als im September 1905, auf die Eisenbahnen 14,840.000 Doll. Die American Tobacco Co." zahlt eine Extra.Dividende von über zwei Millio nen Dollars. Der von einer jungen Russin in einem Jnterlakener Hotel verübte Mord ist ein neuer B:weiS dafür, welche ge führliche Verwirrung die revolutionäre Propaganda in den Köpfen dieser kaum dem Backfischalter entwachsenen Geschöpfe angerichtet hat. Von ihren Verführern gedrängt, haben sie fich in den Wahn hineingelebt, sie müßten morden unter allen Umständen, und da schießen sie nieder, was ihnen gerade in den Weg kommt. Wahl und zweck loS, dem Charakter der terroristischen Schreckenswirthschaft entsprechend. Harry Schonsield, 504 0. St. Elair Straße, wurde ebenfalls fein Fahrrad gestohlen. Heute feiert der Gaftwirth John BeyerSdorfer, 1536 Süd ka: Straße, seinen 38ten Geburtstag, zu dem alle seine Freunde eingeladen find. I u l i u H e r d e r t, Ro. 1214 Prospekt Str., beklagt den Verlust sei neö Fahrrades. Dasselbe wurde von einem Liebhaber vor dem NewVork La den gesehen, welcher damit von bannen fuhr. DaS Rad war ewe Lenor Marke.
Concurrenz von Juven und SchWN
den in Palästina. Tie zionistische Bewegung unter den Juden des Erdkreises bewirkt seit Jahren, das; aus verschiedenen Ländern kräftige Juden nach Palästina auswandern, während früher meist nur fromme jüdische Greise hinkamen, um dort zu sterben. Ein sachkundiger behauptet njl sollende: In jedem der letzten Jahre seien in Palästina neue jüdi sche Colonien gegründet worden; es gebe davon schon über 30, und die Zeit trage nur dazu bei, sie zu ver mebren und auszudehnen. Ter dritte Theil des eigentlichen Palästina sei wieder jüdischer Boden geworden. Im Jaffadistrikt seien 40 Prozent des Landes in jüdischen Händen und in dem Bezirk von Tiberias nicht weniger als 75, während auch weite strecken des Ostjordanlandes wieder unter jüdische Cultur kommen. Tie Juden seien so sehr darauf aus, wie der in den Besitz des Landes zu ae langen, daß sie sich bemühen. Alles anzukaufen, was auf den Mark: kommt. Nun giebt es aber bekanntlich schon seit mehr als vierzig Jahren schwäbische christliche Kolonien in Palästina, gegründet von frommen schwärmerischen württembergischen Protestanten, die sich in und bei Haifa, Jaffa und Jerusalem ansie delten und mit zähem Fleiß blühende Schwabendörfer schufen. Jetzt aber haben sie stark mit jüdischer Acker bau und Weinbauconcurrenz zu rechnen. Xieje Schwaben beschlossen vor einiger Zeit, Land zu einer neuen Kolonie für ihre heranwachsenden Kinder zu kaufen, aber die jüdischc Eoneurrenz zwang sie, von ihrem Vorhaben abzustehen. Aus Tchleswig'Holstei. Der Vorstand des dänischen MäklerVereins für Nordschleswig hat einsammig oeMossen, den Landtagsabgeordneten Hans Peter Hassen als Kandidaten sur den Neichstaqswahlkreis üadersleben - Sonderburg aufzustellen. Dlese Entscheidung lst kem Sieg der Unversöhnlichen. Hanssen bat seit Ende 1902 eine Politik derAnnäherung an Deutschland befürwortet. Seine Ausitellunq steht auch iniorcrn mit der Iessenschen Politik in Widersvruck. als diese von einer Vereinigung zweier parlamentanscher Vertretungen in einer Hand nichts wissen wollte. Seitdem die Staatsregieruna eine Aenderung in der Ausweisungspolitik und in derOptantenfrage einleitete, hat Hanssen seine Haltung geändert und sogar das Mißfallen des Retters von Flensborg Avis wiederholt erregt. Dan nack dem ginn -derAnnäherung zwischen Deutsch land und Dänemark bei Hanssen Entgleisungen vorgekommen sind, ist unbestreitbar; vieles erklart sich aus seiner iahrelanae beftiaen Qvvosition. Sein Organ, der Hejmdal, hat deutlich bekundet, daß er einer mildern Praxis Verständniß und guten Willen entgeqendrinat. Ende 1902 schrieb der Hejmdal: Der Zeitpunkt für eine AnNäherung zwischen Dänemark und Deutschland ist günstiger, als er seit langem gewesen ist. Deutschland bat jetzt einen Reichskanzler, der unzweifelyan mit aller Kraft einen Versuch in dieser Richtung unterstützen wird. Wir hoffen, daß Kronprinz Frederik der letzige dänische Konig machte damals seinen ersten Besuch am Berliner Hof in Berlin die Ueberzeuauna aewlnnen wird, daß ein Annäherung möglich ist. Zeitigt die Reise dies Ergebnih, so wird sie auch die Interessen der nordschleswigschcn Bevölkerung fördern." Diese Erkenntniß hat auf die HanssenschePolitik seit 1902 einen starken Einfluß ausgeübt. Dazu schreibt die Kölnische Zeitung: Ob Hanssen der krassere Feind des Deutschthums von Haus aus ist, wollen wir unerörtert lassen. So viel steht fest: er besitzt den Willen, einzulenken, und er weiß das Entgegenkommen der Regierung zu schätzen. Das muß auch sein schärfster Gegner berücksichtigen. Hanssen hat die Stärke un--serer Regierung erfahren, und als erster Vertrauensmann seinerPartei liegt es jetzt in seiner Hand, dieBevölkerung. soweit sie zur schärfsten Tonart gehört, für die neuen Dinge zu gewinnen und die Lostrennungspolitik aufzugeben. Hanssen ist am 21. Februar 1862 zu Nordermühle im Kreise Sonderburg als Sohn eines Mühlenbesitzers geboren. In jüngern Jahren lebte er lange in Dänemark und schloß sich der Linken an. Seinen demokratisch-liberalen Standpunkt hat er seitdem nicht verleugnet, aber auch nicht verhindert, daß sein Blatt und seine Anhänger mit der Sozialdemokratie liebäugelten. Seit 1896 gehört er als Vertreter des Wahlkreises Apenrade - Sonderburg dem Landtage an. Vorher erwarb er den Hejmdal. den er zu einem recht einflußreiche Organ der Dänenpartei gemacht hat." In Trebitsch in Mähren wurde in der städtischen Sparkasse da: Fehlen von 70,000 Kronen festgestellt. In einer von der Sparkassendirektion veröffentlichten Mittheilung wird bekennt gegeben, daß der verstorben Sparkassensekretär Franz Prehal diesen Betrag defraudirt und sich dazu in einem hinterlassenen Schreiben besannt hat. Die Unterschlagungen Prehals reichen 35 Jahre zurück. Infolge deS Bekanntwerdens der Defraudation erfolgte ein Ansturm auf die Trebit scher Sporkasse.
Süddeutsche na Deutfeyland'S Wasserkante. Ein vortrefflicher Gedanke freu Stuttgarter höheren Schulbeamteu ist es, von Zeit zu Zeit Ausflüge der Zöglinge dortiger höherer schulen nach der deutschen Meeresküste, nach deutschen Kriegshäfen und großen Seestädten zu veranstalten, um den jungen Leuten richtige un'd genauere Begriffe vom deutschen See- und lotteii-Wesen zu verschaffen und so ihre deutsche Vaterlandskunde zu er weitern und ihr deutsches Vaterlandsgefühl zu vertiefen. Weniger von idealem und pratti schern Nutzen sind wohl die Massen, ausflüge süddeutscher Mitglieder des deutschen Flottenvereins nach der Wasserkante". Nach vorliegenden Berichten will es uns scheine, daß, hauptsächlich auch in Folge der übertriebenen, von den großen Schiffsgesellfchaften von Bremen und Hamburg auf dem Wasser nah auf dem Lande bewiesenen öitft frcundschaft, zuviel der kostbaren Zeit der erwachsenen Ausflügler durch Banketiren verloren geht. Tech fanden die letzten dieser Ausflügler bei einer derartigen am fünften August fich tief in die Nacht hinein er streckeiiden, äußerst feuchtfröhlichen Festlichkeit in der Nähe von Bremerhaven Zeit zu zwei allerunterthä. nigsten" Telegrammen, die wir hier folgen lassen: btnn sie betonen die ernsteren Zwecke der Ausflügler. Das Telegramm an den Schwa benkönig lautet : In Erkenntniß der großen Bedeutung einer starken Flotte für Handel und Gedeihen unseres Vaterlandes bringen 554 würt tembergische Mitglieder des FlottenVereins Ew. Majestät als ihrem allerhöchsten Protektor an Bord des prächtigen Tmpfers des Norddeutschen Liloyd Kaitser Wilhelm II." allerunterthänigst begeisterte Huldigung dar." Auf dies Telegramm ging noch während der Tafel eine
freundliche Antwort des Honigs ein. Das Telegramm an den deutschen Kaiser lautet: In begeisterter Stimmung über Teutfchland's EiltWicklung zur See und in Erkenntiß der dringenden Nothwendigkeit einer starken Flotte zum Schutz von Handel und Industrie bringen 554 Mitglieder des Flottenvercins aus allen Ständen und Gauen des Schwabenlands Von ihrem Ausflug zur Was serkante an Bord des herrlichen Norddeutschen Lloyddampfers Kaiser Wilhelm II." Ew. Majestät alleruntertänigste Huldigung dar." Einen ernsten und würdigen M schluß fand aber diefe Fahrt nach der Wasserkante weiter drinnen in Nord deutschland auf festem Lande. Aln 9. August ans der Rückreise besuchten nämlich die meisten dieser Auöflügler Friedrichsruh uud die dorti.' Gruftkapelle Bismarck's. Adolf Köhler von Göppingrn. der Veranstalter dieser Fahrt, l)tcj eine tiefempfundene Ansprache und legte Namens der Sektion Schwaben des deutschen Flottenvereins einen mächtigen Lorbeerkranz am Sarg Bismarck's nieder. In weihevoller Stimmung verließen die Theilnehmer die Ruhestätte des großen Reichsschöpfers. Der Besuch der Geretteten von CourriereS in Herne hat zu einem bemerkenswerthen Zwischensall geführt: In einer in Herne abgehaltenen Versammlung, in welcher Neny und Pruvost-Vater über die Schreckenstage in den Gruben berichteten, kam es zu einem seltsamen Zwischenfall. Der Franzose Berthou, der fünfundzwanzig Tage in der Tiefe eingeschlossen gewesen war, erhob sich nach Nenys Vortrag und rief in die Versammlung hinein: Ich bin gekommen, um den deutschen Rettern zu danken. nicht aber, um mich für 75 Pfennig Eintrittsgeld wie ein Thier sehen zu lassen!" Dann verließ Berthou unter allgemeiner Verblüffung den Saal und lief spornstreichs in sein Hotel. De:. Gesundheitszustand der Geretteten .äßt viel zu wünschen übrig. Bei allen stellen sich, wie die Rh. Wests. Z." schreibt, kleine Schwächen ein, sobald sie nur die geringsten Anstrengungen machen. Berthou erwähnte u. Anderem, daß er am 22. Tage nach der Katastrophe noch zwei lebende Pferde angetroffen habe, von denen das eine angekettet gewesen sei, während das andere herumrannte und, von wahnsinnigem Hunger gepeinigt, nach ibm geschnappt habe. Erst ein befehlender Zuruf seinerseits habe es zurückgescheucht, indessen hibe er sich doch hinter einer Luftthür verkriechen müssen, da das Thier immer wieder auf ihn eingcdrungen sei. Nach Meinung und Versicheuna der Geretteten ist in der Grube von Courrieres der Brand noch Nicht geloscht. Man lst Mit der Eindämmunq des Feuerherdes beschäftiqt. In unmittelbarer Nähe der Gluthstelle liegen noch etwa 30 Leichen, an die man der Hitze wegen nicht herankom men kann. 5 m Naturtheater au Rheinsberg gelangte Rudolf von Gottschalls historisches Schauspiel Der Spion von Nyeinerg" zur Austuhruna. Das Stück, das eine Evisode aus Friedrichs des Großen Jugendzeit behandelt, interessirte in der äußerst v n gelungenen uno ulmmungsoouen &ax stellung ungemein.
TippelSltrchiana".
Unter der Ueberschrift Tivvelskir. chiana" veröffentlicht die Zeitschrift Öaute und Leder" einen Artikel, der augenscheinlich von einem Fachmann herrührt, der in das Treiben der Firma lppelskirch und öes Majors Fischer überaus gut eingeweiht ist. Den Angaben des Blattes entnehmen wir: ,,n der ttolonialoerwaltung ist es ein offenes Geheimmß, daß man an den obersten Stellen allerseits mit klaren Augen darüber hinwegsah, wenn Nippel, der brave Tippcl, statt seiner eigenen Produkte, wie es die Satzungen vorschreiben, die Waaren aam anderer Leute auf dem kolonialen Verwaltungsamt zur Ablieferung brachte. Der kleine Fischer stand in solchen Zeiten auf dem Kasernenhofe und schnauzte die Mannschaften an. In den Stuben fertigten die Subalternen. die von nifcht nischt verstehen", die Lieferungsverträge mit der Klausel eigene Fabrikate , und un vofe luocn Die ammenaaer von dem Maulwerk des Herrn Majors wohl behütet, von Lohschen Fabrikwagen Tippelskirchsche Geschirre ab. Was ist nicht einmal geschehen, das ist zur Regel geworden. Und inzwischen erließ Kanzler Bülow ahnungslos seine ubmisslonsoorschriften, die über die Vergebung staatliche Ordens genau das Gegentheilige von dem vorsckrieben, was Tippelskirch und Fischer miteinander tontrahirten. Aber die Gesetze werden ja sehr oft nur für den Plebs gemacht. Und so kamen die alten Heereslieseranten nach und nach m die Predulie licher odinirte und Tippel nahm die Aufträge auf und gab sie-weiter. Die Firma war zahrelang nichts als ein Maklerhaus. Bis dann das Projekt der eigenen Her. steuung", ver Fadrrkbau in der Lehrterstraße, auftauchte. In der UsedomStrane hat man rn doch blon vro forma etwas Waaren selbst hergestellt. Watz Tippelkirchs ihre Geschäfte verstanden, wird kein Zweiter bestreikn. Sie haben an den Massen von Kolonialstiefeln 3 Mark und 20 Pfennig pro Paar verdient, ehnsvännerPferdegeschirr, die sie selbstverständlich kauften, brachten ihnen statt des Einkaufspreiscs von zirka 900 Mark 2000 Mark und darüber. Da brauchte es nicht zu wundern, wenn der JahresVerdienst derer von Tippelskirch in die Millionen ging. Was brauchte man da mit lumpigen 100,000 Mark, die Fischer gerade brauchen konnte, zu knausern! Die Verträge mit dem sonst so schnauzigen Major rentirten sich, und wo andere Leute Stiefelsohlen durchliefen, um für ihren Betrieb einen Auftrag zu erhalten, da hielt bei Tippelskirch das einfache Entretenne. das Aushalten eines preußischen Majors. die Tüchtigkeit" der Firma bei gesunden Formen. Es ist ein Spaß, wie leicht mitunter die Geschäfte sind. Man soll sie nur mit den richtigen Persönlichkeiten anfassen." .Und an dieser Firma war der jetzige preußische Landwirthschafts-Minister und ist noch heute seine Familie mi: 40 Prozent des gestimmten Kapitals betheiligt. Legationsrath Dr. Bumill? ebenfalls mit 40 Prozent u. s. w. Herrn v. Tippelskirch selbst gehören nur 5 Prozent. Das große Haus, das er trotzdem fübrte, beweist nur, wie gut das Geschäft ging. Wegen eines eigenartiaen Betruqeö hatte sich nach dem Wiener Fremden blatt der Agent Adolf Lukesch vor dem Landesgericht in Salzburg zu verantWorten. Er gab sich als Vertreter eine: hervorragenden Photographen - Firma aus, die ihre Thätigkeit auch auf die Provinz erstrecken wolle und die namentlich das Gebiet des künstlerischen Porträts pflege. Lukesch erschien mit Vorliebe bei älteren Damen, denen er mit überzeugendem Redeschwall die Zusicherung gab. sie durch künstlerische Retouche um mindestens 10 Jahre jünqer zu' machen. Er ließ sich einen entsprechenden Vorschuß geben, machte sofort eine photographische Aufnahme und sagte bic Einsendung der fertigen Bilder binnen wenigen Tagen zu. Di; zahlreichen weiblichen Kunden warteten aber vergebens auf die Photographien. Einer der zu verjüngenden Damen fiel nun eines Tages die eigenthümliche Form des photographischen Apparates auf. Sie ging, während Lukesch den Kopf unter das schwarze Tuch steckte. kurz entschlossenes ihn zu und machte die überraschende Entdeckung, daß der phtographische Apparat aus einer ZiehHarmonika bestand, auf deren Vorderfeite ein kleines Perspektiv angebracht war. Lukesch. der von der Kunst des Photographirens auch nicht das Mindeste versteht, hatte diese Ziehharmonika bei allen seinen Aufnahmen" ve?wrt. Bei der Verhandlung kam er glin. flich davon, weil viele der betrogenen Damen sich dem St. 'fverfahren nicht anschlössen, um nicht zu dem Schaden auch noch den Spott z:' "aben. Das Urtheil lautete auf vier '.'nate Kerker. ZurVerleihungdes Malteserordens an die Königinnen Margherita und Elena fährt man : Schon der frühere Großmeister des Ordens wollte vor zehn Jahren der Königin Marcherita eine Aufmerksamkeit erweisen, aber Papst Leo 13. verbot kategorisch die Ehrung der Gattin des Usurpators". Der neue Großmeister, Fürst Thun-Hohenstein nahm nunmehr das Projekt wieder auf, und der neue Papft willigte sofort ein
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