Indiana Tribüne, Volume 30, Number 10, Indianapolis, Marion County, 4 September 1906 — Page 4
JnMana Tribüne, September 1906
Indiana Tribüne. Hnauvdeu von der uted,g . Indianapolis, Ind. Karry O. Thudium .... Präsident.
Geschäfts loca !: No 31 Süd Delaware Straße. telcphone ntared a: the Poit Office ot Indianapolis aa econd claat matter. Aus der VundesHauptstadt. Die frühere Freundschaft zwischen Teddy Roosevelt und Sm GomperS hat einen argen Riß bekommen und das Haupt der Aederation of Labor scheint eS, nachdem sein Programm vom letzten Kongreß nur sehr theilweise berücksichtigt wurde, darauf an gelegt zu haben, der Administration so viele Verlegenheiten als nur möglich zu bereiten. Darauf scheint auch die vor einigen Tagen beschlossene Union! flrung der PoftclerkS im ganzen Lande hinzuzielen. Organisatoren der Ame Sican Federation of Labor hatten feit Monaten alles sorgfältig vorbereitet, und als sie Anfangs der Woche mit ihrem Plane der National Federation gf Poftofftce ClerkS vor die Oeffentlich. keit traten, war die Sache schon so weit gediehen, daß gleichzeitig die Begrün dung der ersten sechs Zweige dieser na tionalen Körperschaft in Chicago. Mil. waukee, San Francisco, Nashville. LouiSville und Salt Lake City als satt accompli" verkündet werden konnte. Die Thatsache, daß die neue Verbindung dem Einflüsse deö Gom perS'schen ArbeiterbundeS ihr Entstehen verdankt, lüßt vermuthen, daß sie in Zukunft auch in politischer Beziehung dem rbeiterpapfte zu Willen sein werde. Die Administration nimmt vorläufig von der Gründung dieser National Fe deration of Post Office ClerkS keine Offizielle Notiz, bis das Orakel von Oyfter Bay fich darüber ausgesprochen hat. Eine privat gestellte Frage, ob in der Gründung der Föderation etwas Unrechtes oder Ungesetzliches liege. mußte von Mitgliedern der Adminiftra tion schlankweg verneint werden. Man gab zu, daß der Regierung kein echt zum Einschreiten zustehe. Die Poftbe. amten wollten fich über die Angelegen, heit überhaupt nicht äußern, weil innert die Gründung deS Verbandes nicht offiziell bekannt ist und fie die Ziele der Bewegung nicht kennen. General Postmeister Eortelyou sagte, daß man der Organisation, falls fie den Zweck habe, den Dienst zu verbessern, nichts in den Weg legen würde, man würde indessen einschreiten, falls fich heraus stellen sollte, daß die Föderation dazu gebraucht werden sollte, der Regierung Verlegenheiten zu bereiten. Man mag mit dem blinden Eifer nicht einverstanden sein, mit welchem von Anbeginn unter dem Einflüsse un fereS impulsiven Präsidenten an'S Werk gegangen wurde, um der Welt zu be weisen, wie schnell unter amerikanischen Händen die Erde am PanamaKanale fliegen werde; aber ebenso wenig ist die Art und Weise zu billigen, in welcher seitens der Arbeiterverbünde versucht wird, der Regierung die Hände zu bin den, das begonnene Werk zur AuSfüh rung zu bringen. Millionen Dollar find auf die Vorarbeiten verwandt worden. waS SanitätSmaßregeln und Verpflegung anbetrifft, ist anscheinend AlleS gethan worden, und soll nicht das bisher Erreichte wieder verloren gehen, kann das begonnene Werk nicht dem Stillstand überlassen werden. DeS halb ist eine entsprechend große Arbei terschaar anzustellen, welche dem Klima auf dem JfthmuS gewachsen und zuver lässig genug ist, um weitere Störungen zu vermeiden. Wohl ist der weiße Ar better und speziell der nordamerikani sche, der leistungsfähigste und beste feiner Art, aber das Klima der Tropen sagt ihm nicht Zzu. Bis jetzt hat er auch keinerlei Neigung bewiesen, fich in genügender Anzahl af dem JfthmuS niederzulassen, um selbst Hand an das große Werk zu legen, dessen Vollendung otx Welt gegenüber ein Monument der Thatkraft der großen Republik bilden soll. Hat nun der Arbeiter unseres Lan des. der ganz und garnicht für das Erdschaufeln begeistert ist, und diese Beschäftigung gern dem italienischen Einwanderer überläßt, seine Neigung kundgegeben, daS Dreckfliegen- am Panama Kanal nicht zu fördern, sollte er auch Die Regierung nicht mit Pro testen heimsuchen, wodurch diese ver hindert werden soll, für entsprechenden
Ersatz zu sorgen. Einem, der ganzen Welt zum Nutzen gereichenden Werke den GarauS mit dem Argumente machen zu wollen, wenn wir eS nicht thun wollen, so soll eS auch kein Anderer, Fremder, ist kindischer Natur, und würde unS. falls eS von Erfolg beglei tet fein sollte, der Lächerlichkeit der gan zen Welt gegenüber preis geben. In der Arbeiterwelt des Landes scheint man denn auch, wenn nicht alle An zeichen trügen, fich jetzt dieser Anficht anzuschließen. DaS wäre unter den Umständen daS Vernünftigste, denn wenn auch das amerikanische Publi kum gern bereit ist, allen gerechten Verlangen der Ardeiterverbände zu ent sprechen und ihnen dabei wirksame Hülfe zu leisten, so hat es doch schon öfters den Beweis geliefert, unbillige Forderungen erfolgreich zurückzuweisen. AuS dem literarischen Bureau deS demokratischen Kongreß KomiteS in Washington ist ein Dokument hervor gegangen, dessen fich jeder anständige Demokrat im ganzen Lande schämen wird. Der Versaffer dieses Doku mentS, welches den Präsidenten Roose velt in der unfläthigften Weise angreift, ist der Sekretär des KomiteS. ein texa nischer Zeitungsmann Namens EharleS A. Edwards. Er bedient fich einer Sprache, die wohl selbst dem Mistgabel Senator Tillman zu starker Tabak sein würde. Er nennt den obersten Beam ten der Nation einen Lügner, einen Fakir, einen politischen Intriganten. An einer Stelle heißt eS wörtlich: ..DaS ist der Grvnd, warum die Wahrheit nicht gedruckt wurde über diesen politischen Fakir, der vom Schwanzende eines Wagens mehr Seife verkaufen könnte, als irgend ein Fakir, den ich je gehört oder gesehen habe. In einem anderen Satze spricht der Verfasser von den idiotischen Lakaien, welche im Auftrage des Präsidenten eine Dame an den Füßen aus dem Weißen Hause geschleppt hätten. Der Präsident, so heißt eS weiter, stecke mit jedem Trust im Lande unter einer Decke. Der Washingtoner Preßvertre ter, welcher in'S Weiße HauS gehe,
müsse fich einen Zeugen mitnehmen. um nicht am nächsten Tage vom Prüft dmten Lügner genannt und von seiner Zeitung gefeuert" zu werden. Herr Roosevelt habe mehr gelogen und intri guirt, als alle seine Vorgänger zusam mengenommen. Einmal habe er einen Nigger an seinem Tische gehabt und eS nachher abgeleugnet. ES sei Zeit, daß dem amerikunischen Volke einmal ein Licht über diesen Fakir aufgesteckt werde. Jeder Zeitungsmann in Washington denke ebenso wie er. der Ver faffer, allein keiner wage eS. offen her auszukommen, aus Furcht, daß seine Zeitung ihm den Stuhl vor die Thür setze. Und dieses Schriftstück wird nun vom demokratischen Kongreßkomite in's Land geschickt als ein Argument für die Nothwendigkeit der Erwählung eines demokratischen Kongresses. Sollte aber Herr GriggS, der Vorsitzer deS Ko. miteS, vielleicht Bedenken tragen, die literarische Arbeit seine Sekretärs, die. wie wir zu seiner Ehre annehmen wollen, ohne sein Wissen entstanden ist, der breiten Oeffentlichkeit zu über geben, so sollte das republikanische Kongreßkomite dafür sorgen, daß eS in sämmtliche Distrikten deS Landes zur Vertheiluug gelangt, denn, wo dieser schamlose Angriff auf die persönliche Ehrenhaftigkeit unseres Präsidenten gelesen wird, da sollte das demokra tische Votum zusammenschmelzen wie der Schnee unter den Strahlen der Märzsonne. Dem Generalquartiermeifter Amt fehlt eS an genügendem, kompetenten Personal. DaS ift seit lange anerkannt worden, und der spanische Krieg, so wie die verschiedenen Kampagnen auf den Philippinen und die Expedition nach Peking 1900 haben praktische Jlln. ftrationen dafür geliefert. Der Kongreß suchte fich in dilliger Manier dieses Problems zu entledigen, indem bei der ArmeeReorganisation die Bestimmung getroffen wurde, daß Linienoffiziere aus Termine von vier Jahren an die StabScorpS abgeordnet werden sollten, umzulernen-. DaS hat-keine Besse rung herbeigeführt, im Gegentheil. Durch den Wechsel find erfahrene Leute durch unerfahrene ersetzt worden, die an ihren neuen Pflichten wenig Jnter esse nahmen, weil fie in ihrer Würde als Linienoffiziere es für gar nicht ranggemäß hielten, fich mit so unange nehmen Dingen wie BekleidungS'Affairen etc. abzugeben. Das Quariiermeifterwisen, Hand in Hand mit) dem Kommissariat, sollte von oben herab systematisch bis in die
Bataillons oder Kompagnieformation
hinab organiftrt werden, so daß eS automatisch arbeitet, wie in anderen Armee.Organisationen, z. B. der deut, schen und der nach ihrem Muster eingerichteten japanischen, die fich im jüng. ften Oftaftatischen Kriege so vortrefflich bewährt hat. ES ift wohl einerlei, ob ein englischer oder amerikanischer Schneider die Hosen zuschneidet, wenn nur genug Hosen da find, so bald fie gebraucht werden. ES ift ferner gleich gültig, ob ein Offizier den Titel Quar tiermeifter oder Kommissariat-Offizier führt, wenn nur die Vorräthe, mit welchen die Soldaten im Felde ernährt und bekleidet werden sollen, von ihm ohne Kompetenzkonflikte mit einem an deren Offizier anderen Titels, zu rich tiger Zeit an den richtigen Ort befördert werden. Reorganisation, ein neues, besseres System ift gewiß vonnöthen. Viele werthvolleOsfiziere des Quartiermeifter amteS werden abkommandirt. um Bauten zu leiten. Das können Viele auch sehr gut thun, aber für die Kontrolle militärischer Bauten find die Inge nieurosfiziere da; gewöhnliche Civil Baumeister würden wahrscheinlich eben so gut, wo nicht besser sein. Wenn eS aber durchaus Quartiermeifter mit mi litärischem Range sein müssen, so braucht dieses StabScorpS eben mehr Offiziere, welche in den anderen Bran chen von Grund auf Erfahrung be fitzen, so daß jede detachirte Militär Organisation von der Division herab bis zum Regiment oder Batasllon für fich sorgen kann, respective einen kompe tenten Fürsorger nebft kompetenten Assistenten hat. Dann werden solche Kuddelmuddel unmöglich sein, wie sie im spanisch-amerikanischen Kriege an der Tagesordnung waren, wo Quar tiermeifterSamt, Kommissariat und Ho fpitalcorps sich fortwährend in den Haaren lagen, weil jedes feine Sachen allein und zuerst befördeit haben wollte, zur gloriosesten Konfusion deS ganzen Transportwesens, welche 1898 zu der trostlosen Stagnation bei Tampa führte, als die Expedition nach Cuba abgehen sollte. Dankbarkeit. An dem Begräbnih eines KriegsVeteranen in einer kleinenStadt nahm außer dem Kriegerverein mit snner Fahne auch das Offiziercorps des Bataillons theil. Der Sarg war mit Kränzen geschmückt und am offeneu Grabe wurden die üblichen drei Salven abgegeben. Am Tage nach dem Begräbnih kam die Wittwe des Invaliden zum Bataillons-Comman-deur. um sich für die Theilnahme des Offiziercorps am Begräbniß zu bedanken. Der Herr Major wollte ihr noch einige tröstende Worte sagen, sie wehrte aber ab, mdem sie äußerte: Ach. Herr Major, Sie glauben garnicht, wie ich mich über alle die Ehren, die meinem Manne zutheil wurden, gefreut habe. Ich kann wohl sagen, der gestrige Tag war der schönste meines ganzen Lebens. . Abgeblitzt. Bummel: Geh'. pump' mir 20 Mark! Rummel: Recht gern bei wem? Ver frühere Reisebe -gletter deö Herzogs von Orleans. Graf Lntiew. batte sich dieser Tage vor der zweiten Kammer deö Brüsseler Cirn'lgerichts wegen der eigenthümlichen Weise zu rechtfertigen, mit der er fremdes Kapital zur Befriedigung seines ForschungsdrangeS" zinslos im Reiche deS Negus Menelik und anderwärts pfacntV. Eine Gruppe belgischer Finanzleute hatte dem russischen Grafen im Jahre 1898 Srr wirtbschaftlichen Erschließung der equatoriawrovinzen die aanz ansehnliche Summe von 1,800,000 Franl ant Verfügung gestellt, da er ihnen eine reiche Ausbeute als Eraebniß setner projtMrten. freilich kostspieligen Ervedition ins Innere AbessinienS versprochen hatte. Für die Ekpedrrion warb Leontiew nicht weniger als 102 senegalesische Soldaten, drei französische und zwei russische Unteroffizlere an und hielt mit dieser stattlichen Truppe eilten wahrhaft komalichen Einzug in die ätbiomschen anoe. Won viiid er o! Jahre, kaufte für 300,000 Frank Skfenbem. scmdte ein Ladung adessmischer Stoffe und Schmucke nach Brüssel und kehrte dann, nachdem der Mammon aufgebracht war, friedlich nach Petersburg heim unter urttcklassung eines Ungarn, der sich wttQpxtottntut nannte, aber nur noch 86 Theresien, thaler, etwa 200 Fr besatz, nebst etlichen Slftnbeinwaaren, Waffen und einigen Hüuflew BiehS. Die GesellTJLtl. - i ' Afjt TlA. i. Köaji zur wxrijnaujmro uiw mou striellen Erschtteßung der Aeauato rialprovwzen muhte Ücmidiren und verlangte mm vom Grafen Leontiew die Summe von 1 Millionen zurück. Das Gericht hat ihn zunächst zur Zadluna von 64,000 Fr. verurtheilt. die übrigen Anprilche der Gesellschaft werden noch durch Sachderändige geprüft.
Pfropsengeschmack."
n Eine du,q Schimmelpilze hervorgerfee Erkrankung des Korkes. Der unangenehme, sogen. Pfropfengeschmack," der sich am Jnhalte'einzelner Weinflaschen bimerkbar macht, wird wohl meist einer Nachlässigkeit beim Verkorken zugeschrieben. Nun aber haben Untersuchungen des französischen Bakteriologen F. Borda ergeben, daß der eigenartige Pfropfengeschmack auf einer durch Schimmelpilze hervorgerufenen Erkrankung des K?''kes selbst beruht. Die Krankheit ist unter den Korkeichen ziemlich verbreitet und führt den Namen Gelbfleckigkeit." Da sie sich nur an solchen Stellen der Korkeiche zeigt, die dem Regen zugewendet sind, so scheint die Feuchtigteit ein wichtiges Wlomeiti für ihr Zustandekommen zu sein. Auf der Oberfläche der Rind: befinden sich, wie auf der anderer Gegenstände auch, stets Dauerformen von Schimmelpilzen, die mit dem R?en dann tiefer eindringen, bis sie zu dem tiefgclegenen ..weiblichen" Kork gelancm, btx sich im unteren Theil der Bäume vorfindet. Aus diesem weiblichen" Kork werden aber die Pfropfen gemacht. Es ist leicht möglich, daß ein noch ganz gesund aussehender Kork doch bereits schon tnftgirt ist, so daß sich. wenn er im Flaschenhalse sitzt, an ihm m MloflttNgkm zeigt und der sslascheninhalt Pfropfengeschmack bekommt. Dieser Geschmack tritt am schnellsten und intensibsten am Weine auf, weniger stark am Wasser, bei dem er, je nach der Menge die in ihm gelösten Stoffe, bald mehr, bald minder bemerkbar ist. Bei der Wichtigkeit, die die Verhütung des Pfropfengesch'mackes" für die ganze Korkzucht und Weinkultur hat, hat Dr. Bordas auch nach Mitteln gesucht, die es ermöglichen sollen, die Gelbfleckigkeit entweder ganz zu unterdrucken oder doch vom weiblichen Korke fernzuhalten. Da der am oberen Tbeil des Baumes befindliche Kork keinerlei Verwendung findet und deshalb ruhig zerschnitten werden kann, so schlägt Bordas vor, an seinem unteren Ende durch Einschneiden eine rings um den Baum herumgehende Rinne anzubringen, die das Masser aufnimmt, ableitet, und so verhindert, mit dem tiefer liegenden Kor' in Berührung zu kommen. Außerdem erweist sich die Sterilisation (am besten durch sirönienden Dampf und im luftleeren Raum) als ein sehr gutes Mittel, um in bereits fertig geschnittenen Korken befindliche SckK-.melpilze abzulodten. Der Farmer und die Industrie. Es mag noch bei vielen Personen die Ansicht vorherrschen, daß die Ver. Staaten vorzugsweise ein ackerbautreibendes Land sind, aber die statistischen Zahlen sprechen dagegen. Im Jahre 1880 belief sich der Werth unserer Ackerbauprodukte auf $2,212,000,000, der bis zum Jahre 1300 auf $3,764,000,000 gestiegen war, was ein Wachsthum von 70 Prozent in 20 Jahren bei einer Bevölkerungs-Zunahme von 52 Prozent ergibt. Tagegen war aber das Produkt unserer Industrien im Jahre 1880 schon auf $5,369.000,000 angewachsen und im Jahre 1900 auf $13,069,000,000. In dem Zeitraum von 20 Jahren ist hier also eine Steigerung von 142 Prozent zu verzeichnen. Kurz gefaßt bedeutet dieses, daß der Aufschwung der Industrien in dieser Periode zweimal so groß war, wie derjenize des Ackerbaues. Im Vergleich mit der Bevölkerung von 1880. zu welcher Zeit auf je einen Kopf der Bevölkerung an Ackerbauprodukten $44 kamen, waren es in 1900 $49. gegenüber $107 an Jndustrie-Er-Zeugnissen in 1880 und $170 in 1900. Im Jahre 1880 betrug die Ausfuhr von Ackerbau-Produkten 83 Prozent, in 1900 nur 61 Prozent und 50 Prozent in 1905. während der Export von Jndustrie-Erzeugnissen von 12 Prozent in 1880 auf 31 Prozent in 1900 und 36z Prozent in 1905 stieg. Im Jahre 1905 betrug beispielsweise die Ausfuhr von amerikanischen AckerbauProdukten $15,000,000 weniger a$,in 1900. Genaue Zahlen betreffs der verflossenen sechs Jahre liegen nicht vor, aber es ergibt sich aus Allem, daß die Industrie in diesem Lande schnellere Fortschritte macht, als die Landwirthschaft. Russische Bräute. In Rußland werden die Trauungen bei Kerzenlicht stets im Salon der Brautmutter vollzogen. Der Ceremonie folgt dann ein Schmaus, hierauf ein Ball und endlich ein Abendessen, bei dem gewöhnlich verschiedene seltsame althergebrachte Gebräuche geübt werden. Eine Hauptrolle spielt dabei ein Atlaspai 'offel angeblich einer der Brau: 1 '7 aber nur als Trinkgefäß dient. Thtsächlich wird ein neue" Pantoffel mit Wein gefüllt, und dieser kreist r.::ter den Freunden des Bräutiga-, die daraus alle ans das Wohlerger :: der Braut trinken. Das soff, altem L tu -ben nach, dem neuvermählten Paare Glück bringen. Die Ostbahn von Mexiko wkr auf der Strecke Texico-Rio-Puerto eine Entfernung von 270 Meilen eine werthvolle Schotterung aufzuweisen haben. Der Schotter soll nämlich für $2 Golderz per Tonne enthalten. Da etwa 4500 Tonnen Schotter für eine Meile nöthig sind, würde demnach jede Meile der Bahn strecke einen Golderzwerth von $9000 revräsentiren, oder einen solchen von 52.430.000 für die 270 Meilen.
Excurfionen m BIG F0UR ROUTE Donntag, den 9. September.
Lawrencebnrg n. Aurora $1.50 Rundfahrt Eprzialzug r erläßt Jndianavolik um 7 Ubr Morgen. Sietourfahrt von urora um 7 Uhr den,.
C. ? & P. Exkursionen Sonntag, 9. Sept. $2 00 CIN0I2OATI DECATITR $1.50 " SfSSjSÄ.-" Jeden en,aq A .r . Sp,,ialzug führt um 7 Uhr ,rgens ab. Re. Jei Speziaizua-. .3 vhr Morgen sr toursahrt vcn Decatur 6.30 Uhr dends. Ham'ltkn und Einctnnati. um 7 Uhr Morgen, in Rnshvillk. Connerville und vamiiton an. m nächsten Sonntag wird die oodman haltend. Retourfahrt von incinnati e.30 Uhr Kavelle von Decatur ihren iShrllchen Muftk bend. Wettkamps abhatten.
äistii m
London im Lichte der Statistik. Ew Beamter des Londoner Graf schaftsraths. der dem Statistischen Amte der Riesenstadt angehört, hat vor Kurzem ein Werk über London deröf fenklicht, dessen statistische Zusammen stellungen einen Begriff von den ge waltigen Gröhenoerhältnissen der englischen Hauptstadt zu geben vermögen. Die Grafschaft Lorrdon. die aus der alten City hervorgegangen ist und sich nach allen Richtungen ausgedehnt hat und heute über 100 Vororte, Dörfer und Nachbarstädte umfaßt, bedeckt eine Oberfläche von 30.176 Hektar. Auf diesem Gebiete wohnen über 4 Millionen Menschen, d. h. fast 14 Prozent der Gesammtbeoölkerung von England und Wales. Die Bevölkerung der Grafschaft hat sich im Laufe eines Jahrhunderts auf das Fünffache vermehrt, von 959.000 im Jahre 1801 auf 4,536.000 im Jahre 1901. Unter ' diesen sind 621.180 Wähler zum Parlament und 715.751 Wähler zu den Gemeindewcrhien. wobei daran zu erinnern ist, dafl m England nicht das allgemeine Stimmrecht besteht. Das größte London", o. h. der Polizeibezirk London, der außer der Grafschaft noch 149 Kirchspiele umfaßt und einen Kreis mit einem Radius von 24 Kilometer bedeckt, hat jetzt eine Gesammtbevölkerung von 7,113,560 Seelen. Interessant ist es. die Bevölkerungsbewegung in dieser Riesenstadt zu be obachten. Im Jrhre 1906 wurden mcht weniger als 39.586 Ehen geschlössen, d. h. im Durchschnitt 17 pro Tausend; es wurden 129,325 Geburten, d. h. 27,9 pro Tausend, und 74.990 Todesfälle, d. h. 16,9 pro Tausend, gemeldet. Besonders auf die letztere Zahl weisen die Londoner mit einigem Stolz hin, da diese Sterblichkeitsziftr eiye der niedrigsten in den Hauptstädten der ganzen Welt ist. Dabei ist zu bemerken, daß in dieser Statistik die Zahl der Kinder unter einem Jahr 18.600 beträgt. Immer von Neuem erfüllen die Zahlen, die den Verkehr der Weltstadt darstellen, mit Staunen. Natürlich können sie nicht vollständig sein, und die hier angeführten Ziffer beziehen sich nur auf die beiden wichtigsten Omnibus - Gesellschaften und auf einen Theil der Eisenbahn - Gesellschaften. Die Eifenbahn beförderte 298,638,750 Passagiere, die Tramways 433,731,880, die Omnibusse 288,965,214; das sind zusammen 1,021,335,844 Passagiere. Man kann also im Allgemeinen sagen, daß jeder Einwohner von London und der dazu gehörigen Gemeinden 200 Mal im Jahre eines der öffentlichen Transportmittel benutzt hat. Im Post- und Telearaphendienst sind 46,216 Personen, davon 38.650 Männer und 7.557 grauen, beschäftigt; es wurden befördert 727.200.000 Briefe. 166.000,000 Postkarten, 163,200,000 Packete und Cirkulare, 33,700,000 Zeitungen, 17.391.000 Stück Eilgut. 6,472,657 eingeschriebene Briefe. 219,215 eingeschriebene Packete, 916,744 Expreßbriefe. 28,364,000 Telegramme. Dazu ist zu bemerken, daß bei diesen stattlichen Zahlen nur von den Briefen und Packeten die Rede ist. die von der ..General Post Office" ausgeliefert wurden, und nicht von denen, die durch sie versandt wurden. Die 27,098 Schiffe, die im Laufe des Jahres 1901 in den Hafen von London einliefen, hatten einen Gefammttonnenqehalt von 17,073.852 Tonnen. Ausgelaufen sind in demfelben Jahre 27.471 Schiffe mit 16.251.474 Tonnen. Während des Iahres 1905 sind in London 59.464 Personen im Gefängniß gewesen. Mehr als 5,200 verschiedene Gegenstände wurden in öffentlichen BeforderungsMitteln veraessen. Die Stadt hat im Ganzen etwa 8000 Straßen, die eme Gesammtlänqe von 3,391 Kilometer haben; ihre Unterhaltung kostet etwa 11 Millionen Dollars im Jahre. Die Londoner Polizei, die ein kleines Heer von fast 16.000 Personen umfaßt, erfordert tm Ganzen einen Aufwand von etwa 8 Millionen Dollars im Jahre. Ebenso viel gibt der Londoner Grafschaftsrath jährlich für seine Parks und Garten aus, die insgesammt eine
$1.25 $1.00 Rundfahrt pezialzug verläßt Jndiauavoli 7.3g Uhr Morgen. Sietourfahrt von Terre Haute nm 7 Uhr Abend. 324 W. Maryland. rfiNasfige Zamilicnwasche. ..... Beide relevhonk SOS Oberfläche von 1.778 Hektar bedeckn. Man zählt in London 6,684 Branntweinläden; die winzige Zahl schließt jedoch nicht alle Bars ein, die in London noch zahlreicher sind als in Paris. Im Jahre 1905 wurden 60.899 Indiorbuen verhastet, weil sie in der Trunkenheit auf öffentlichen Wegen Aergerniß hervorgerufen hatten. Das Britische Museum, das die meisten Besucher unter den Londoner SehensWürdigkeiten zählt, wurde in einem Jahre von 954.551 Personen besucht, das Viktoria, und Albert - Museum von 848,969. Diese letzteren Ziffern geben fedoch nicht die ganze Zahl, da di: Controlle über den Museumsbesuch in London nur sehr flüchtig ausgeübt wird. Europäisches epMenle Wechsel, CreditSriefe, Postanweisungen, auf alle Städte Europas. Schiffsscheine von und nach Europa. n- und Verkauf ausländischen Geldes. n No. 35 Süd Meridian Str. jtterchants National Bank. ie haben ohne Zweifel schon Leute gekannt die Ihnen die vertrauliche Mittheilung machten über ihre bittere Enttäuschung wegen ihres langsamen Vorwärtskommens in der Welt, im Vergleiche mit manchen ihrer Freunden und Nachbarn, deren Einkommen nicht größer und in manchen Fällen sogar geringer ift Wäre die genaue Situation beider Parteien bekannt, so würde sich wahrscheinlich erweisen, daß Derjenige welcher vorwärts kommt ein Spar Conto mit dieser ftarken Gesellschaft besitzt, zu dem regelmäßige wöchentliche oder monatliche Depositen gemacht werden. Es ist weise gehandelt tm Spar Conto zu besitzen. Beginnt yeute. THE INDIÄN4 TRUST COMPANY, apital $1,000,000.00 Ueberschuß 325,000.00 INDIANAPOLIS BREWIN6 CO. Düsseldorfer. . DaS Bier, welches auf der Weltausstellung zu St. Louis den Preis erhielt als Der Welt Standard Für Vollkommenheit In Pittts und Quarts, Flaschen Tep't. Tel. 578 und 690 Indianapolis Brewing Co. Hr. 1. H. facter Deutschn Ttnn.r,t Cfflcc: Schellhouse'iLeih-Llall 38 ft .d.sh t. Te!evdone: Rku UM It. 9i litt. Wohnung : im W.Ufpn Im. Neuer '$femu
ttette baute Greeneaftle
Frenze
Brotne
w
