Indiana Tribüne, Volume 30, Number 9, Indianapolis, Marion County, 3 September 1906 — Page 1
lldinna Tribune ; Tac:.' iiuö fropmaasblatt I . lO- per Woche.
Sonntagsblatt 8 1 lOoPrr Woche. 5
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' Erscheint jeden Vacknnittag. &. ' Jahrgang 30. Indianapolis, Ind., Montag, 3. September 196, No. 9.
Paul Stcnsland gefangen. Chicago, 3. Sept. Eine Spezialdepefche der Tribune" meldet, daß Paul O. StenSland, Präsident der Milwaukee Ave. Staatsbank in Tan gier. Moroeco, ergriffen wurde. StenSland wurde um 3 Uhr MorgenS durch den Aeprüsentanten der .Tribune- und Asfiftenz StaatSan walt Harry Olsen von Chicago, in der englischen Poftoffice verhaftet. Er ver sprach friedlich nach Amerika zurück zu kehren. Ein Cabelgram an Staatsanwalt Barbour bestätigte die Verhaftung.
ArbeiterTag, Viele Vergnügen auf dem AusftellungSplatze Die Parade der Arbeiterorganisa tionen am Montag Morgen war eine der größten derartigen Demsaftrationen welche noch je in dieser Stadt gesehen wurde. Man schätzt, daß über 10,. 000 Leute an derselben sich betheilig, ten. Die Parade marschirte in acht Divisionen, und etwa ein dutzend Mu fikapellen sorgten für die nöthige Musik, die Frauen und Mädchen Unionen de theiligien sich in Kutschen. Schon gleich nach Mittag ergoß sich eine wahre Völkerwanderung nach dem AuSftellunzSplatze, und alle Anzeichen deuteten an, daß die RachmittagSfeier sich eine großartigen Besuche erfreuen ird. Viele Unterhaltungen werden dort den Besuchern geboten. Ein Bat tle Stoyal-, in welchem sieben Ne ger gegen einander loSgelaffen wer den, bis einer derselben Sieger über die anderen sechs bleibt; ein Ballonaufftieg; ein Wettlaufen zwischen Negerjungen (diese müssen auf ein Faß zulaufen, ihre Schuhe hineinwerfen, dieselben wieder heraussuchen, anziehen und 50 VardS zum Ziele laufen). Trapez. Vorstellungen und andere Unterhaltun gen werden vorgeführt. Folgendes ttomite hat die Leitung der Festlichkeit in Händen : Präsident EharleS Koster. Preßmen'S Union; Vize.Präfident, Frank Jared, Beer Bottler'S Union; Sekretär. Everitt W. McGinniS, Typogiaphical Union; Schatzmeister, John W. Mad. den. PlaftererS' Union; Sergeant at ArmS. Frank Kenney. PlumberS' Union; Groß Marschall, William Vornholt, Iran MolderS' Union; Assistent . Groß Marschall, Albert Miller, Horse Shoer'S Union. Merkwürdige Persönlichkeit. Zum Leichenbeftatter Hizer. No. 1220 OIiverAvenue kam am Samstag ein Jüngling im Alter von 19 Jahren, der sich als Inspektor der elektrischen Lichter ausgab. Trotzdem Herrn Hizer die Sache nicht recht geheuer aussah, führte er den Fremden, seine Bewegungen scharf beobachtend, im Hause herum, damit derselbe seine Jnspizirung vor nehmen konnte. Schon bei der Bestch ttgung der zweiten elektrischen Lampe merkte der HauSeigenthümer, daß der angebliche Inspektor von der Sache keine blaffe Ahnung hatte, ließ ihn aber sein Werk vollenden. Kurz nachdem der junge Mensch, der anscheinend nichts Gutes im Schilde führte, da HauS verlaffen hatte, erfuhr Herr Hizer. daß die Gesellschaft überhaupt keine Jnspizirung der Lichter vornehmen laffe. Der Vorfall wurde sofort der Polizei gemeldet, welch nach dem Burschen Ausschau hält, um ihm sein unlauteres Handwerk zu legen. Personal-Notizen. Dr. H. O. P a n tz e r, ist von seiner Besuchsreise nach Dakota zurückge kehrt. Herr Henry Glattfelder und Frau sind nach einer zweimonatlichen Besuchsreise nach der Schweiz und Deutschland, wieder zu Hause ange langt. EhaS. BaaSke'i Südseite Kneipe, 1291 Süd Eaft Str.
Die Schwabenmekagerie
Ungerechter Weise der Ruhestörung verdächtigt. In Verbindung mit dem Eannftat ter Volksfest, welches ja allen Schwa ben extra Arbeiten auferlegt hat, möge hier erwähnt sein, daß einer der Poli zeisergeanten, der nicht nur dem Na men, sondern auch der Abstammung nach ein Schroab ist, gleichfalls sehr be. schäftigt ist. Er ftudirt zur Zeit (so wird nämlich in aller Stille gemunkelt) höhere Katzen, lehre und Hühnerologie. Nicht, um in der Schwaden Menagerie heute etwa als Thierbändiger aufzutreten, fondern um einige ihm vorgelegte Fra gen in inteligenter Weise beantworten zu können. Gestern erschien nämlich in der Po. lizeiftation eine Frau, die sich in bitterer Weise übet die Untugenden des KatzengeschlechteS, welches Friedfertige Bürger oftmals die ganze Nacht hin durch wach hält, beklagte, und die vom Sergeanten Nath einholen wollte, wie sie sich dieses Uebel vom Halse zu schaf. fen habe. Der Sergeant erklärte der Frau, daß leider er ihr die Lösung die seö Räthsels nicht geben könne. Die Frau entfernte sich. Bald darauf er schien eine andere Frau, welche zu wis sen wünschte, was man für Siepreffa lien gegen Hähne anzuwenden habe, welche des Morgens früh vor TageS grauen schon die Nachbarschaft aus dem Bette krähten. Auch hier konnte der Sergeant keine Auskunft ertheilen. So soll er sich entschlossen haben, die nöthigen Vorstudien zu machen, um gegebe nen Falles zu Diensten stehen zu können. Die Bemerkung eines Beiftehenden, daß die Thiere, welche die Nachtruhe der Nachbarschaft in solch frivoler Weise störten, vielleicht aus der Schwabenme nagerie de Tannftatter Volksfestes ans gebrochen wären, erwieS sich bei nähe, rer Untersuchung seitens des Bericht erftatterS. als völlig unbegründet, und das Schwabenkomite meldet, daß die Menagerie vollzählig vertreten sein wird. Neuer Abzugskanal Trur den nordöstlichen Stadttheil. Die Pläne für den Brightwood Ab. zugSkanal, der von den Bürgem deS NordoftenS der Stadt schon lange ge wünscht wurde, nähern sich der Voll endung. Laut diesen wird der neue Kanal eine Länge von etwa 3 Meilen haben und wird derselbe in der Nähe der 30. Straße in den Fall Creek münden. Laut dem vom Asftftent'Jugenieur Brown eingereichten Berichte würden jetzt etwa 672o städtische Grundstücke aus dem Abzugökanale Vortheile ziehen, sobald eine vor dem Stadtrathe schwebende Ordinanz angenommen ist, werden etwa 12,000 Grundstücke be lastet werden können, so daß sich dann die Kosten für anstoßende Grundstücke auf etwa $60 bis 70 pro Stück, für Grundstücke innerhalb des Distriktes auf etwa $15 pro Stück stellen werden. Soldat finrzt vom Pferde. Wird besinnungslos aufgehoben. Mit Blut bedeckt, welche ihm auö Nase und Mund entströmte, wurde gestern Abend Orwell Hartman, ein Soldat im Fort Harrison Quartier. meifterDepartement, an der Ecke der 34. und Illinois Str. aufgehoben und mittels Ambulanz nach dem Hospitale gebracht. Hartman. der auf einem Pferde saß, war mit einem des Weges kommenden Buggy kollidirt, das Pferd scheute und der junge Mann fiel so unglücklich, daß er eine Zeitlang be finnungSloö war. Eine angestellte Untersuchung ergab, daß seine Ver letzungen nicht ernstlicher Natur find. Gottlieb enkhardt, Die gemüthliche Gcke", Scke Noble und Market Str.
Beranda-Kletterer
Giebt wieder eine Schaustellung. Kurz nach 9 Uhr gestern Abend, wurde die Polizei nach dem Hause von Frank Weeler, 904 Nord Meridian Straße gerufen, wo ein Veranda Klet terer bei der Arbeit gewesen war. Nach dem Verschwinden desselben wurden 2 Revolver, 1 goldene Uhr mit einer alterthümlichen werthvollenKette.015 in baarem Gelde und 1 Brosche mit Per len besetzt, welche Eigenthum einer Frau Frau E. Ball war, die als Be. such in dem Hause weilte, vermißt. In geübter Weise hatte der Bursche die Ve randa an der Seite des HauseS erklet. tert und war durch die offenstehenden Fenster in das Innere geschlichen. Schränke und Kommoden wurden in geräuschloser Weise schnell durchwühlt und die werthvollen Gegenstände ver. schwanden in den Taschen. So wurde Zimmer nach Zimmer durchwandert, wo jedesmal eine große Verwüstung zurückgelassen wurde. Nachdem die Taschen voll waren, verschwand der un. angemeldete Besucher, jegliches Ge räusch vermeidend auf demselben Wege, auf dem er ohne bemerkt zu werden, gekommen war. Als die Familie sich zur Ruhe begeben wollte, wurde die Arbeit deS ungeladenen GafteS entdeckt und die Polizei alarmirt; von dem Spitzbuben war jede Spur der. schwunden. ollidirte mit Strakenbahn. Pferd getödtet, Fuhrmann verletzt. In Kollifion mit einem Straßen bahnwagen wurde gestern Abend der 6174 Oft Court Str. wohnhafte Com. misfionöhündler N. S. Grim erheblich verletzt, während das Pferd augenblick lich getödtet wurde. Grim. der an der Washington Str. westlich fuhr, versuchte in der Nähe der Neew Jersey Str. die Straßenbahnge. leise zu kreuzen, bemerkte aber einen vom Osten daherkommenden Straßen bahnwagen nicht, und die Kollifion er folgte, ehe eö dem Montormann ge lang den Waggon zum Stillstand zu bringen. Das Pferd, welches den Hauptschlag auszuhalten hatte, wurde etwa 10 Fuß in die Luft geschleudert, fiel auf den Kopf und blieb in sterbendem Zustande liegen. Grim wurde vom Sitze geworfen und zwar mit solcher Gewalt, daß er in ärztliche Behandlung gegeben werden mußte. Der Wagen wurde nur leicht beschädigt. September Wetterbericht. Dem Durchschnitt der letzten 35 Jahre entnommen. Für den Monat September hat das hiesige Wetterbureau folgenden Bericht ausgestellt, welcher in den Berichten der letzten 35 Jahre zusammengestellt ist. Derselbe ist nicht als eine Prophe. zeihung des Wetters im Voraus anzu. sehen. Die mittlere Temperatur während dieser Zeitdauer betrug 65 Grad. Den wärmsten September hatten wir in 1331, wo die Temperatur einen Durch schnitt von 74 Grad aufweift, während der kälteste September. 1379 die Durch schnittötemperatur von 60 Grad zeigte. Die höchste SeptemberTemperatur wies der 6. Sept. 1899 mit 93 Grad auf, die niedrigste Temperatur. 30 Grad, hatten wir am 30. Sept. deffel ben Jahres. Der DurchfchnittS.FeuchtigkeitS.Nie derfchlag betrug 8.31 Zoll. Den feuch testen September wies das Jahr 1895 mit 7.46 Zoll auf, während der trockenste September in 1891 nur 0.66 Zoll brachte. Durchschnittlich hatten wir während der 35 Jahre der Beobachtungen im September 12 wolkenfreie Tage, 11 theilweise bewölkte Tage, 7 bewölkte Tage. Die Windrichtung ist vorwie gtnd aus dem Süden.
Aus deutsche ereiue.
Bierbrauer Unterstütz u n g SB e r e i n. Im Bierbrauer UnterftützungS'Ver ein kamen gestern nur Noutinegeschäfte zur Erledigung. Die Versammlung erfreute sich eines guten BelucheS, und eine gemüthliche Nachfeier beschloß die. selbe. 24 er Unterstützung S V e e r e i n. Die 24er hatten nur trockene Routine Geschäfte auf der Tagesordnung ge. ftern. Eine informelle Nachsitzung be schloß die Versammlung. Bücker Gegrns. Unterst ü tz u g SV e r e i n. Vor gut besuchter Versammlung wurden die KonfittutionSVeränderun gen gestern 'zum ersten Male verlesen. Ein Kandidat wurde zur Aufnahme vorgeschlagen und ein Kandidat wurde zur Mitgliedschaft zugelassen. Die Herren Bernhardt Thau und Fred. Haunß. welche von ihrer Deutsch landreise zurück find, luden den Berein zum Schluß zu einer gemüthlichen Nachfeier ein. DeutscherUnterftützungS Bund. Obiger Verein hielt gestern seine regelmäßige GeschäftSversammlung in der Columbia Halle ab. Zwei vorgelegte Krankenberichte wurden erledigt. Der Gehalt deS Sekretär wurde erhöht, sodaß derselbe jetzt dieselbe Bezahlung erhält wie der Schatzmeister. Zwei Kandidaten wurden vorgeschlagen. Im Uebrigen kamen nur NoutineGeschüfte zur Erledigung. Zum Schlüsse wurde der Bericht an die Hauptverwaltung ausgestellt. Schwäbischer Unterst ü tz u n g SB e r e i n. Trotzdem alle Schwaben voll zu thun hatten, um die nöthigen Vorbereitngen Vorbereitungen zum Cannstatter Volksfest zu einem würdigen Abschluß zu bringen, war die gestrige Versamm lung in der Germania Halle gut be sucht. Die einzelnen Komiteö berichte ten, daß alles in bester Ordnung sei, und daß man dem großen Tage ruhig entgegensehen könne. Nachdem die Vereinsgelder eingesammelt waren, trat die Vertagung ein, um jedem Schwa ben noch Gelegenheit zu geben, sich hier und da nützlich zu machen, oder durch Ruhe sich auf die Strapazen des heuti gen Festes vorzubereiten. G ä r t n e r-V e r e i n. Die gestrige Versammlung de Gärt nerVereinS, welche in der Germania Halle abgebalten wurde, erfreute sich eines recht guten Besuches. Die Ein ladungen vom WaisenVerein und vom Schwäbischen Unterftützungö Verein zum Cannstatter Volksfest wurden dan kend angenommen. Der Verein be. schloß, sich an beiden Festen zahlreich zu betheiligen. Ein Kandidat wurde als Mitglied aufgenommen. Da die ou. tine'Gefchüfte erledigt waren und keine weitere wichtige Angelegenheiten vor lagen, so trat Vertagung ein. Pfälzer Unterftützungö. Verein. Im Pfälzer Verein gelangte gestern der Bericht der Sitzung deS StaatSver. bandeS deutscher Vereine in Fort Wayne zur Verlesung. Die dort gefatzten Be schlaffe wurden genehmigt und gutqeheißen. Sine Einladung zum Sann statte? Volksfest wurde entgegengenommen, und der Besuch zugesichert. Ein Mitglied wurde aufgenommen. Herr Peter Hammerle führte seinen Schwa ger. Hern Paul Gegner aus Ludwigs. Hafen ein, der auf seiner großen Eon cert-Zither eine Anzahl deutscher Lieder u Gehör brachte. Herr Gegner, der rft kürzlich aus Deutschland hier an langte, hat die Eigenthümlichkeit der deutschen Vortragsweise noch unver fälscht sich bewahrt und erndtete wohl verdiente Applaus. Eines seiner Lie der: ..DaS Waisenkind am Heilig Abend" trieb allen Anwesenden die Thränen in die Augen und machte einen derartigen Eindruck auf die Zuhörer, daß er daS Lied auf Wunsch wiederho len mußte. Mehrere der neuesten deut schen Lieder gelangten zum Bortrage
Jahresversammlung Des Deutschen Allgem. Protestantischen Waisen Vereins.
Präsident Henry Stedtfeld eröffnete die Sitzung, nnd legte der Versamm lung seinen Jahresbericht vor. Ein günstiger Stand des Vereins, ein ständiges Vorwärtsschreiten deffel. ben ist aus dem Bericht zu ersehen. Bon den Mitgliedern find während deS letz ten JahreS 12 durch den Tod adberufen. Neue Mitglieder wurden 20 in den Verein aufgenommen. Der Präsident dankte allen Gönnern des Vereins, welche sich im letzten Jahre um denselben verdient machten, den Herren Pastoren Peter? und Schory für ihre Hilfe, den Pastoren der reformir. ten Gemeinden für die übersandten Kirchen und Kinderschriften, den Mis ftonSblättern, der Taubstummenanstalt und der Gutenberg Co. Dem Haus arzte Dr. I. Buehler, dem Zahnarzte, dem Augenarzte, sowie auch dem Apo. theker Herrn Mueller sprach der Prüft fident gleichfalls seinen Dank aus. Auch dem Krauenverein, für feine finanzielle Hilfe, sowie dem Publikum im allge meinen dankte der Präsident. Der Waisenvater Henry F. Xoesener berichtete einen auS gezeichneten Gesundheitszustand unter den 37 Knaben und 34 Mädchen, wel che zur Zeit sich in der Anstalt deS Ver. eins befinden. Er berichtete über die Ausflüge nach Garfield Park zum Waldfeft der St. Johanne Kirche und über den Ausflug nach Wonderland Park, wo die Waisen unentgeltlich auf. genommen wurden. Die Straßen bahn Comp. sorgte für freie Beförde rung. Er ladet zum Schlüsse alle zur Theilnahme am JahreSfefte am 9. September ein. Finanz-Bericht. Sekretär Lorenz Willhoff berichtete: Gesammt-Einnahmen $3852.06 Gesarnrnt-Ausgaben 34,649,51 Bleibt an Hand $ 1,202.57 Schatzmeister Henry Rüffe reichte ei nen gleichlautenden Bericht ein. Beide Berichte wurden durch den Komite Bericht der Herren Carl H. Balö und Chas. D. Broecking be. glaubißt. Der F r a u e nB e r e i n. Die FinanzSecretärin, Frau Louise Rathert, und die Schatzmeifterin, Frau Friederike Reiffel reiazten gleichfalls Berichte ein. Kassenbestand am 1. Sept. 1905. . .tz 474.20 Einnahmen des Jahres 886.21 Summa $1360.41 Ausgaben 780.53 Bleibt an Hand tz 579.88 Folgende stehende KomiteS werden im kommerden Jahre die VerwaltungS brauchen deS Waisenhauses und deS Wallendere ins unter sich haben: Stehende Comites. Finanzen Fred. I. Mack, Julius F. Reinecke, Präsident, Secretär und Schatzmeister. Ausgebundene Kinder Henry C. Prange, I. P. C. Meyer, Henry LenS mann, Präsident und Lorenz Willhoff. Dienstboten Henry LenSmann und Frank Lindemann. Schule und Bibliothek Henry Bake meyer und Henry Xüsse. Spezereien und Tischgeschirr Frank Lindemann, LoutS Brand und Wm. Maschmeyer. Verbesserung und Möbel Henry Pauli, LouiS Beermann und Joseph H. Schaud. Feuerung und Licht Julius Neinecke und Henry Bakemeyer. Kranke I. P. K.Meyer und Henry Prange. Vieh und Fütterung Louis Beer mann und Fred. I. Mack. Ackerbau und Gartengeräthschaften Wm. Maschmeyer und Lorenz Will hoff. Schuhe und Kleidung Joseph H. Schaub und Albert Sahm. Vermächtnisse LouiS Brand und Henry Pauli.
Eine Einladnng der Schwabenver
eine zum Cannstatter Volksfeste wurde entgegengenommen. Ein Schreiben lief ein vom Pionier verein, in welchem der Empfang der Einladung zum Waifenfefte bestätigt und Betheiligung zugesichert wurde. Das Feft.Comite reichte seinen Be richt gleichfalls ein, aus welchem er fichtlich ist, daß alle Vorarbeiten für den 9. September beendet find, so daß es am wohlverdienten Erfolge nicht fehlen wird. Nachrichten aus Jndiana. B l u f f t o n. Die Stadträthe kauften eine ASphaltAnlege, bestellten eine Waggonladung California AS phalt und werden jetzt die Straßen der Stadt selber repariren lassen. M a d i s o n. Sonftabler JameS M. Hermfty ist aus Dupont zurückge kehrt. Frl. Kate Faulkner, die er im Hause ihrer Schwester Frau Willoughby verhaftete, war bei ihm. Sie gestand, ihr neugeborenes Kind im Ofen ver brannt zu haben und giebt den Namen einer bekannten Person als Vater und Mitwisser an. M t. V e r n o n. B. O. Henby, Redakteur einer hiesigen Arbeiterzei tung, hat in seinem Blatte eine For derung an John D. Röche, den Redak teur des .Democrat", erlassen. In seiner Forderung, welche etwa eine Spalte einnimmt, fordert er Redakteur Röche auf, die Waffen und den Kampf platz zu wählen. Die Feindschaft entspann sich daraus, daß Henby aus der Office deS Demokrat" hinauSgewor fen wurde. Underwood. Hier ist Melwin Richey seinen Brandwunden erlegen, welche er in der O. Valley Einmache fabrik erlitten hatte. Er war Inge nieur in der Fabrik und früh am Mor gen wurde ein Behälter Gasolin in die Fabrik gebracht, der mehrere Stunden in der Sonne stand. So bildete sich Gaö darin und als Richey den Pfropfen löste, platzte der Stoff heraus, ergoß sich über feine Kleider und blendete ihn, indem er ihm in die Augen drang. Halb finnlos lief der Mann in den nahen Maschinenraum und vor dem Kessel geriethen die Kleider in Brand. Eine lebendige Fackel, raste Richey aus dem Gebäude, stürzte aber bald zu Bo den. Andere Angestellte richteten einen Schlauch auf den Brennenden, doch wurde der Mann vom Kopf bis zu den Füßen förmlich geröstet. New A l b a n y. John Tegart und EhaS. W. Poutch, die am Don nerftag Nachmittag als Mitglieder de ArbeitSrathS von New Albany durch den Stadtrath abgesetzt wurden, be Häupten, daß ihre Abfetzung illegal, und sie noch im Amte seien. Samstag Nachmittag begaben sie sich in Beglei tung ihres Anwalts, EhaS. L. Jewett, in die Stadthalle, und um ins MayorS Bureau zu gelangen, wo die Sitzungen des Arbeitsraths stattfinden, pasfirten sie das des StadtschatzmeifterS. An der Thür zwischen beiden Bureaus stand ein Blaurock, der Poutch zurückstieß und beiden befahl, draußen zu bleiben. Die beiden Abgesetzten hielten dann Kriegs rath ab und pasfirten eine Resolution, die sie zweistimmig" annahmen. In derselben heißt eS. daß der gestrige Tag dazu bestimmt gewesen sei, R?monftran zen gegen die Affeßments für die Ab zugSkanäle entgegen zu nehmen. In folge eines Einhaltsbefehls vom Har rison KreiSgericht verschiebe jedoch .die besagte Behörde" die Entgegennahme der Remonftranzen auf den 13. Sep tember, um zwei Uhr Nachmittags. Beide Herren haben die Abficht, dm Blaurock ThoS. E. Spencer, der fie aufhielt, auf je $1000 Schadenersatz dafür zu verklagen. DaS MayorS Bureau ist jetzt beständig von Polizei besetzt, und daS geht bis morgen um Mitternacht so fort, wann der Termin der alten Stadtdeamten erlischt. Ex Mayor Grose war auch gestern nicht aufzutreiben und er soll sich nicht in der Stadt befinden. Der neue Arbeitsrath, dessen Amtsperiode morgen um Mitter nacht zu Ende geht, hielt gestern gleich wohl eine Sitzung ad.
