Indiana Tribüne, Volume 30, Number 7, Indianapolis, Marion County, 31 August 1906 — Page 7
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Tyrann Ehre
Dtttan von 6. i u b 0 iu 0 k t (Fortsetzung,) Ms Tarenberg nach zehn Minuten von der Instruktion des Burschen wieder hinein kommt, schläft Jürgen ganz fest. Er breitet sorglich die Decke über ihn und zieht den linken Fenstervorhang zusammen. Dann steht er ein Weilchen nachdenklich still und betrachtet das Gesicht des Freundes mit dem lieben, übermüthigen Ausdruck, den sogar das Elend des Jammers nicht vollständig verwischen kann. Es war kein Zug darin, der ihm fremd gewesen wäre. Wie ein offenes Buch lag Wachenhusens Seele allzeit vor seinen Augen. Es stand viel Kraft, gesundes Urtheil und jene innerliche Anständigkeit auf deffen Seiten, um derentwillen er ihn zuerst lieb gewann. Nur die milde, abgetönte Ruhigkeit fehlte ihm noch. Er wer Brausekopf, ein leidenschaftlicher Draufgänger, aber das würde sich geben, sobald er eine weiche, geliebte Frauenhand fand, die ihn richtig lenkte. Tarenberg riß sich gewaltsam von feinen Gedanken los und begann mit der Arbeit. Es galt die Berechnungen des Hohen-Litzener Baumeisters zu prüfen, der mit dem Neubau der Tagelöhnerkaten nahezu fertig war. Der Winter erwies sich der Arbeit günstig. Die wenigen gelinden Frosttage, die der December gebracht hatte, erfuhren bis jetzt keine Wiederholung. Die Luft war feucht und warm, als ginge man dem Lenz entgegen. Wachenhusen mochte vielleicht zwei Stunden geschlafen haben, als Tarenberg zu der bereit gestellten Kaffeemaschine schritt und ihren Docht entzündete. Das war die einzige Arbeit, die er Stümecke niemals anvertraute. Di? bläulichen Zünglein der Flamme wärmten emsig das blanke Metall. Bald verrieth ein Brausen und Zischen im Innern, daß das Wasser in Wallung gerieth. Von d:m gleichmäßigen Durchsickern der Tropfen, die mit feinem Klingen anschlugen, erwachte Wachenhusen endlich. Er rieb sa t Auge und streckte sich mit dem wohliaen Belagen, das die langsam wiederkehrende Gesundheit gibt. Jetzt fühle ich mich kannibalisck, wohl, Alter," frohlockte er. Seine Arme dehnten sich an die Sammetwände des Lehnstuhls, und die Hände griffen in jubelndem Uebermuth tief in die Polster der Seitenlehnen hinein. Narni," faate er erstaunt, als ihm dabei ein weicher Gegenstand zwischen die Finger gerieth. Einen Augenblick betrachtete er ihn mit kritischem Blick, dann schwenkte er ihn in der Luft herum. Es waren zwei zierliche Handschuhe, weich und elegant, wie sie Damen der guten Gesellschaft zu tragen pflegen. Sieh doch blos mal. Alter, wie kommen denn die Dinger in Dein Reich?" Tarenberg war dunkelroth geworden. Sie gehörten Nora. Er selos hatte sie ihr damals von den zitternden eiskalten Händen gestreift, weil ihr die Kraft dazu fehlte. Nachher dachte er nicht weiter an sie. Sie waren einfach vergessen und allmälig in die Polste gerutscht. Einen Augenblick suchte ei nach einer Erklärung. Es fiel ihm aber nichts Gescheites ein. Wachenhu sen sah ihn scharf und fragend an dann senkte er plötzlich den Blick. Er schämte sich seines Verdachtes. Wie kann man nur so etwas Gemeines den ken. Er kannte doch seinen alten treuen Hans Weddo wahrlich gut ge nug in diesem Punkt. Und wenn er ihn gar nicht gekannt hätte dafür war doch Adda seine Braut. Solche unmögliche Phantasien kommen alle mal nach dem verflixten Genuß de Alkohols," schalt er innerlich voller Ingrimm und schleuderte die Dinger rn weitem Bogen von sich. arenderg hielt es danach nichj mehr für nöthig, auf Jürgens Frage zu antworten. Er hätte ja einfach sagen können, daß er nichts von ihrem Dasein gewußt häte, daß sie jedenfalls fcor Hohen-Litzer. mit gewandert sein moch ten oder was es sonst an billigen Ausreden gab. Es wäre aber die erste bewußte Unwahrheit gegen den Freund gewesen, und dazu konnte er sich nicht entschließen. Sie lagen zudem ja jetzt auch friedlich im Winkel. Er maß ihrem Wiedererscheinen gewiß nur so viel Bedeutung bei, weil sie ihn an das Schreckniß jenes Abends und der darauf folgenden Nacht gemahnten. Wachenhusen kam mit keinem Wort aus sie zurück. Er trank vergnügt seinen Ras fee, brannte sich eine Havanna an und sagte nach der dritten Tasse: Weißt Tu, Hans Weddo, Du ßrav test eigentlich Dein Samariterwerk damit krönen, daß Du mich jetzt zur Bochwirthschaft hinaus begleitest. Ich soll für meinen alten Herrn die Jagd auf dem Stadtfelde um das Inspektorhaus herum, die morgen zur NeuverPachtung kommt, ansehen. Eventuell reflektirt er nämlich." Du hast wohl gänzlich in Deinen süßen Träumen vergessen, daß ich noch vor dem Mittag bin?" Befinde ich mich vielleicht in sattem Zustande, mein Lieber? Wn essen
eben draußen in der Bewirthschaft.
Die Alte macht einen famosen Eierkuchen und bessere Bratfischc, wie sie Euer Kasinoladislaus jemals zustande bringen wird." Trotzdem mutz ich streiken, Jurgen. Ich habe red) sehr viel zu arbeiten. -?reh mal her! Das alles mutz zur nächsten Post erledigt sein. Außerdem noch die Beantwortung von zwei wich--tigen Fragen, die mein Verwalter stellt. Er will wissen, wie ich über einen Beitritt zur Raaschener GenossenschaftsMolkerei und die Anschaffung einer Drillmaschine denke." Na, dann laß Dich nur recht genau über diese wichtigen Sachen aus, Hans Weddo. wenn Du mrr Derne Gegenwart nun doch mal nicht schenken willst. ; t is f f - IM uona.Nl Dante ten x;tr für ogrs und Gastfreundschaft bestens, und was ich noch fragen wollte: Hast Du Du vielleicht während meines Schlafes einen Chartreuse zugelegt?" Raus." saot Tarenberg lachend und schob den Unverbesserlichen zur Thür hin. Wachenbusen nahm im Sturmschritt die Treppen und ging durch die weiche, regenschwere Luft über die Wiesen in der Richtung des Jnspektorhauschens weiter. Er wollte doch lieber, bevor er sich die Vraifische und die Einsicht in die Schietzliste leistete, die als Auswels Übe? die Ergiebigkeit der Jagd in der Bachwirthschaft ausliegt, die Größe des Jagdreviers ausschreiten. 14. Kapitel. Weg über die Wiesen war J5ß feucht und schlüpfrig. Wachenhusen sprang deshalb mit kühnem Satz über den Graben auf das weite Moor hinüber. Er hoffte den Rrchtsteia, den sie rm Sommer bxnutzten, auch jetzt trocken zu finden. Er theilte sich an dieser Stelle und führte rechts ab in die Heide, links über das Jnspektorhaus zum Stadtfelde hm. Zuerst hatte es wirklich den Anschein, als ob Wachenhusens Vermuthung richtig sei. Er lachte bereits den vorsicktigen Freund aus. der ihm dringend von der Benutzung dieses Abkürzungsweges abgerathen hatte. So war er immer. der alte treue Kerl. Ein wenig Weisheitskrämer. noch mehr Pedant und ein gut Tbeil Pessimist dazu. Aber trotzdem der beste, famoseste Kamerad und der zuverlässigste Freund, der auf der ganzen Welt eristirte. Ihm war jetzt, nachdem die frische Luft den Rest des dumvfen Drucks von seinem Hirn genomnien hatte, so weltstürmend und leicht zu Muth, beinahe erwartungs froh. Seine tolle, junge Kraft, die während des langweiligen Dienstes der letzten Monate, der so gar kein Austo ben erlaubt hat:c, beinahe eingerostet war, regte sich wieder. Wohin mit dem Ueöerschuß, der partout an die Ober fläche wollte. Er stürmte mit langen Schritten weiter. Da lag ja schon bah Jnspektorhaus vor seinen Augen und damit der Anfang des stadtil chen Jagd reviers. dem sein Besuch galt. Das dunkelnde Gewölk am Himmel, da feuchte, dunstschwere Nebelschleier aus die Erde herab sandte, die wehenden Riescnlüchern gleich über dem Moor schwebten, hatte sich auseinander geschoben. Ein helles, blaues Auge guckte neugierig heraus, geradcwegs in Wachenhusens junges, erhitztes Gesicht. Offenbar gefiel es ihm. Denn es wurde größer und erstaunter und eine Fülle schimmernden Lichtes war plötzlich darin. Wachenhusen achtete nicht mehr auf den schmalen Steg. Er sah nur das goldene Lachen in den Wolken und freute sich wie ein Kind darüber. Ter Sonnenstrahl fuhr in sein Herz hinein und entzündete jenes andere blendende Licht, das sie die Sehnsucht nach der L'.ebe nennen. Er wußte jetzt, als das tolle, heiße Krastvewuhtsein in ihm forderte. Als er ernsthaft nachzudenken begann, wie er ihm zu seinem Recht verhelfen könnte und alle Madchcn seiner Bekanntschaft an sich vorüberziehen ließ, kam die Prosa und vertauschte das goldene Lachen und die große Sehnsucht mit der elenden Alltäglichkeit. Er trat fehl und versank mit seiner linken Körperhälfte in die weiche, moorige Masse, die hart an den höher gelegenen Fußsteig grenzte. Was nun? j Mühsam krabbelte er heraus und versuchte den Schlamm mit dem Taschentuch zu entfernen. Im Nu hatte es sich in cinen pechschwarzen Lappen verwandelt. olv.t daß er auch nur ein bisch:n sauber geworden war. Sein rechtsseitiger Mensch sah sehr anständig aus. aber wo blieb er mit dem linken? Hätte er wenigstens den Mantel angezogen, aber der war ihm viel zu heiß und zu schwer gewesen. Nun hatte er's. In diesem Zustand in die Stadt zurüct? Um keinen Preis? Dazu war es oic' zu hell. Die fünfunddreißig Minuten bis zur Bachwirthschaft dauerten ihm zu lange, denn er füblte. wie die Masse durch das dicke T'.!ch sickerte und langsam an seinem Körper herum kroch. Oder gar bis zum Einbruch der Tunkelheit hier, wo er stand, Häslein hinter dem Kohlblatt" zu spielen, das paßte ihm erst recht nicht. Großer Bimbam! Es war wirklich zum Tollwerden. Wenn wenigstens das Jnspekwrhäuschen bewohnt gcwesen wäre! Halt! Hatten sie gestern Abend im Kasino nicht irgend eine dunkle Geschichte erzahlt von von ja, das wußte er heute Nicht mehr Es war nämlich zwischen der vierten und fünften Flasche gewesen. Aber wo eine Geschichte war, mußte doch auch nothgedrungm ein Held sein. Und die-
sen woure er letzt in Anspruch nehmen. Wasser, Seife, ein paar Besen und al-
tes Lappenzeug würde er ja wohl haben, selbst wenn er nur ein ganz gewohnlicher Sterblicher wäre. Schwester Ulrike fchlief hinter den grünen Jalousien in einem der Vorderstübchn den siechenden Kopfschmerz aus. der sie seit einigen Tagen quälte. Sie hatte sich lange gegen ein Ausruhen am Tage gewehrt. Aber es half ihr nicht. Nora machte sie mit Schmeicheln und Drohen doch zuletzt gefügig. Nun saß sie an dem Bett der Schwester. Es war ihr etwas Süßes. Ungewohntes. für einen Menschen sorgen zu dürfen. DaS tiefe Frauengefühl, das sein größtes Gluck w der Hingabe der Kräfte für die anderen erblickt, erwachte in ihr. Nachdem regelmäßige Athemzüge von hem Schlummer der Leidenden Kunde gegeben hatten, erneute Nora noch einmal den Umschlag und schlich dann auf den Fußspitzen aus dem Zimmer. Jetzt saß sie in dem traulichen Hinterstübchen und hielt em Buch rn den Handen. Jbr feines Köpfchen war tief gesenkt und die langen, dunklen Wimpern warfen leichte Schatten auf die rosigen Wangen. Nur die Flechtenkrone, die früher fo stolz die Stirn gekrönt hatte, war der Krankheit zum Opfer gefallen. Dichtes, krauses Gelock umgab sie statt ihrer mit flimmerndem Schein. Sie wußte nicht, wie schön sie war. Und gerade diese Ahnungslosigkeit tx" ,it die Lieblichkeit und den unbe xbliehen Reiz ihres Gesichts un griff dem Mann, der sie von draußen her, dicht unter ihrem Fenster stehend, aufmerksam betrachtete, mit starker Hand an das Herz. Jürgen von Wachenhusen war diese? Mann, der über ihrem Anblick den Zweck seines Kommens völlig vergaß. Wie oft stand sein Empfinden beim Anblick einer besonders schönen Frau in hellen Flammen. Aber es war im,mer ein ganz anderes Gefühl gewesen. Nicht fo wie das heute. Das hier benahm ihm den Athem und erstickte das sieghafte Bewußtsein, das sonst regelmäßig mit der Bewunderung zugleich gekommen war. Um ihr möglichst nabe zu sein, schob er seine schlanke Gestalt noch dichter dem Fenster zu.' Ein dunkler Schatten fiel drinnen Plötzlich auf die weißen Blätter des Buches in Noras Hand. Sie hob erschreckt das Haupt. Gleich darauf sprang sie mit einem Jubelschrei von ihrem Sitz empor. Sie sah nicht das fremde Gestcht. sie sah mit die bekannte blaue Muto und die ge liebte blaue Uniform. Geliebt, weil sie Hans Weddo trug. In iyren dunk len, schwermüthigen Augen leuchtete hell die Wiedersehensfreude. Sie riß da? Fenster auf und jauchzte mit ihrer wa chen, jungen Stimme bm Namen des sen. der ihr bis jetzt der Theuerste war in die letzten, zitternd umher irrenden Sonnenstrahlen hinaus, doppelt er freut über sein Kommen, weil er dies' mal länger wie sonst fern geblieber war. Hans Weddo guter, lieber Han Weddo wie schön ist es, daß Dr wieder da bist!" Der Mann am Fenster hob die Au gen und sah sie voller Entsetzen an. Hans Weddo hatte sie gesagt. Gro ßer Gott! Was sollte das heißen?" Mit einem Schrei fuhr sie zurück. Es war ja gar nicht ihr Bruder. Ein ganz anderer ein Fremder, den st? zuvor niemals gesehen hatte. Was wollt.' der? Wachenhusen war blaß bis in du Lippen hinein geworden. Hans Wed do," murmelte er vor sich hin. Hatlc er sich nicht verhört? Nein! So hattc sie gesagt nicht anders gejaucht hatte sie, wie man nur einem, den man lieb hat, entgegen jubelt. Und dennoch es mußte ein Irr thum sein! Gab es nicht mindestens fünfhundert blaue Umformen in Trautenberg? Mußte es denn gerade ein Offizier sein, den ste Hans Weddo hieß? Konnte sse die Uniform nicht ebenso verwechselt haben wie das Gesichi? Trug nicht jeder einfache Soldat dic blaue Farbe in Tuch des Rocks und in der Mütze? Die feinen Unterschiede merkt sich ein Mädchen nicht, wenn sie nicht gerade ein Soldatenkind ist. Aber er wollte sie trotzdem fragen Sofort! Auf der Stelle. Er hatte das Rccht dazu. Ein h?ilizes Recht das ihm die Freundschaft und bai Wahrenmüssen" der schwesterlic.?' Ehre gab. Wenn doch die kleinen Handschuhe nicht in den Tiefen des Lehnstuhles ge Wesen wären! Er dachte nicht mehr an sem Aussehen. Jnm war alles andere außer die cm einen, vollkommen ajcitf giltia. Eine Todesangst würgte ihn an der Kehle. Wenn Tarenbcrq das tbun konnte wenn er seine Schwester verrathen und um das Heiligste betrogen, wenn er seine Freundschaft und sein kindliches Vertrauen mit Füßen getreten und dies junge hmi verdorben hatte dann wehe ihm! Aber es war ja Unsinn. Verrückt heit! Sein Hans Weddo was wollte er blos mit dem scheußlichen Verdacht Er wollte sie nicht mehr fragen Das süße, junge Ding ängstigen i dem Häßlichen. Unreinen, das sie viel leicht gar nicht verstand pfui, über ihn. Das wäre Sünde gewesen. Sünde an der Reinheit, denn wer solche Augen hat, weiß nicht, was Schmutz ist. Aber er mußte es doch! Er erstickte
onft daran. Hohnlachte da nickt ie-
mand? Müssen? Das ist also Deine gerühmte Freundschaft. Dein Verraucn, mit dem Tu Dich so oft gebrü'tet hast? Ein feines Vertrauen, das bei deia ersten kleinen Stoß, den der tückisch? Zufall ausführt, zusammen'icht. Nein er wollte es doch nickt un. Weder heute, noch moraen. noch emals w der Zukunft. Er wurde ganz uylg. itn Frösteln ging durch seinen Körper und gemahnte ihn an das. was hn hierher geführt hatte. Langsam schritt er durch das anaclehnte Thor, auf den Steinflur des orrams dann klovfte er an die nächste Thür. Er will versuchen, sich zu säubern, von allem, was in ihm und an ihn- ist. Ein Weilcten wartet er auf das übliehe Herein." Es bleibt aus. Da orucn er, ohne die Aufforderung, die Messiugklinke herunter und steht gleich Daran aus der Schwelle, dicht vor der cvian?en, schonen Gestalt. Wie verängstigt ste aussieht! Der Kavalier in ym. ines anerzogene und stetia trainirte Höflichkeitsgefühl, half über die eigenthümliche Situation hinweg. Er verneigt sich tief vor ihr und agt. seine Stimme gewaltsam zum scherzen zwingend: Ich bitte tausendmal um Ver?.cihung, wenn ich Sie vorhin durch mein plötzliches Auftauchen erschreckt haben sollte. Ich bin nämlich in's Moor geraty?n und wollte Ihre gutige Hilfe in Anspruch nehmen. Darf ich mir ein paar Utensilien zum Reiniaen ausbiten? Leutnant von Wachenhusen. sent er. einem augenblicklichen Zrrange folgeno. ymzu. Cr muß den Eindruck beobachten. den sein Name auf sie ausüben wird. Tenn wenn es doch Hans Weddo wäre. ann läge die Vermuthung nahe, daß r ihr gelegentlich von ihm gesprochen hat. Da war der höllische Svuk schon wieder. n ihrem schmalen, lieblichen Gesicht zuckt kein Muskel, als sie den Namen hon. feie neigt leicht das Haupt und chreitet an idm vorüber. Sicher und vornehm in jeder ihrer Bewegungen, wie eine Dame der guten Gesellschaft. So nabe. daß er sie hätte fassen können, wenn er wollte. Ach und er wollte so gern. Auf die Kniee häte er sie zwingen, ihr di? Wahrheit herauspressen und sie tödten mögen, wenn sein Verdacht sich rechtfertigte. Aber er bätte sse auch in seine Ar reißen und ihr mit tausend süßen Worten das Häßliche, Unwürdige abouien können. Was war nur mit ihm aesckehen? Vielleicht fieberte er. Der schwere Aauch gestern Nacht, der leere Zeigen heute, dies stetig zunehmende Frostgetuiil und dabei die Muth nn herzen. Ja. ja das würde es sein. Als er endlich mit dm ReiNigungswerk zu Ende war. acht er noch einmal zu ihr hinein. Wie ein Schuljunge steht er vor ihr. blutübergosscn. zitternd, nicht mehr wissend, was er eigentlich hat sagen wollen. Nora sieht ihn stolz und kühl an. Durch diesen Blick reißt er sich zusammen. Haben Sie Tank, gnadiges Fraulein." stößt er mühsam hervor. Tann acht er einige Schritte näbcr zu ihr heran und läßt den Blick auf ihr ruhen. Ein heimliches znterncccGlücksempfinden liegt zwischen ihnen. Ihr Blick wird weich und sehnsüchtig. ..Ich möchte gern wissen, wem ich zu Dank verpflichtet bin." sagte cr endlich ganz langsam. ..Wozu?" fragt sie leise dagegen. Da loht der alte Argwohn wieder in ihm auf. Sollten Sie einen besonderen Grund haben, Ihren Namen gerad? vor mir zu verheimlichen?" Warum? Ich sehe Sie heuie'zum ersten Mal. Bisher wußte ich nia t das Geringste von Ihnen. Muß man denn allen Leuten sofort sagen, wer man ist? Kann man wenigstens sein llreienstes nicht für sich allein bebalten?" Er sieht sie erstaunt an. Wie bitter das aus dem jungen Mun klingt! Sein Ton wird weich und flehend. Aber wenn ich Sie nun recht herzlich darum bitten würde." beginnt er von neuem. Sie überlegt einen Augenblick. Ter Generalarzt hat die Frist irres Hierbleiben? freiwillig gekürzt. Noch fünf Tage un sie verschwindet für imircr aus' dieser Gegend. Kon"'e es vi?lle:ck,, irgend welche un'-!Ngenchi"? Folgen für HanZ Wed? heben, wenn einer seine? Kameraden tl)-;:n Namen kannte? Nein das konnte es nicht. Niemand hnk ihre Zusammengehörigkeit. Viel mehr müsste eS dic 'eugierd.' heraus fordern und irgend ein Unrech' Dcnmitjea las sen, wenn sie ihn hartnäckig totschwieg. Nora Siedler," sagt sie darum zögernd.
Er sicl-t sie immer r.o6 an. Irre Blicke beweine:: sich und kommen nick wieder von einander lo,-. Es ist gleich einer Flamme zwischen ihnen, die unruhig hin- und herlobt, weil d:r sich bemübt. ihr Leuchten einzudämmen. Wa5':nhusens iucn ilttN von ihr ab. denn cr fühlt. baT; cr sich nicht mehr straff in der Gew.-.lt bat. An einem kleinen glitzernden Gegenstand bleiben sie plötzlich haften. Ein Messer ist's, das oben auf der silbernen Scheide mit dem preußischen Adler und darunter mit d:m verschlungenen Namenszuz des Besitzers geschmückt ist. (Fortsetzung folgt.)
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