Indiana Tribüne, Volume 30, Number 7, Indianapolis, Marion County, 31 August 1906 — Page 1
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Erscheint jeden Nartxmittag. !- Jahrgang 30. Indianapolis, Ind., Freitag, 31. August 1906. No. 7. I I : '
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Gewaltige
Demonstration zum Empfang William Jennings Bryan veranstaltet.
Hunderttausende detheiligen sich an derselben.
Bryan's Rede im Madison Square Garten mit tosendem Beifall aufgenommen.
William JenningS Bryan.
Hunderttiufende begrüßen Wm. 3 Bryan. New York. 30. Augufl. Faft möchte man glauben, daß die Stadt New Jork in diesen Tagen der Sitz eines demokratischen National-KonventS sei. und daß William I. Bryan der Auserkorene fei, den die Partei auf den Schild erheben wolle. Bryan, der ge. ftern auf dem Nordd. Lloyddampfer Prinjeß Irene" von einer Reise um die Welt zurückkehrte, auf der er mit gekrönten Häuptern und den Elite Kreisen der ersten Nationen der Welt in persönliche Berührung gekommen und Ehren genoffen hat. wie fie wohl kaum einem einfachen Bürger deö ame rikanischen Volkes, dem nicht die ge ringfte äußerliche Machtstellung ein irgendwie in die Augen fallendes Re lief giebt, zu Theil ge morden find, ist augenblicklich der Mann deS TageS, und in so hervorragender Weise greift das Getriebe, daS sich in diesen Tagen in der ersten Stadt deö Landes ab pielte. in das Leben ein. und mit so! cher intensiven Spannung erwarteten alle Gemüther den Verlauf der nächsten Tage, daß diese Woche mit vollem Rechte als BryanWoche bezeichnet wer den kann. Nachdem Herr Bryan mit seiner Fa milie auf die Privatyacht Jllini" ge. ftern bei Ankunft des Dampfers Prinzeß Irene" transferirt worden war. fuhr die ganze Gesellschaft nach Staple ton. Staten Island, wo in der Villa des Herrn Nixon ein Souper servirt wurde. Gegen 1 Uhr, nachdem ein kurzer Empfang abgehalten war und der Staten Isländer deutsche Gesang verein Herrn Bryan ein Ständchen gebracht hatte, verließ die Bryan'sche Familie wieder die Insel und begab sich an Bord der Yacht Jflini". auf der die Nacht zugebracht wurde. Nachdem alle Vorbereitungen getrof fm und Herr Bryan mit mehreren her. vorragenden demokratischen Politikern über das Empfangdprogramm für heute Abend konfertrt hatte, fuhr Nach
mittags die Yacht die New Yorker Bay
hinab und legte um 4 Uhr an der Battery" un. Der amtirende Mayor der Stadt New York. Herr McGowan. empfing Herrn Bryan bei der Landung mit einer kurzen BegrüßungS Ansprache und daS nach Tausenden zählende Volk im Battery.Park brach in stürmische, langanhaltende Will kommenSruke aus. wobei auch die Dampfpfeifkn der im Hafen liegenden zahlreichen Dampfer nach Kräften mit wirkten. I Bereitstellende Equipagen wurden von der ganzen Gesellschaft bestiegen und unter Hurrahrufen der Menge fuhr man nach dem Victoria. Hotel, Broad way und 27. Straße, wo das Empfangscomite mit Herrn Bryan eine Stunde später anlangte. Ur.ge fähr 20.000 Perssnen erwarteten in und vor dem Hotel Herrn Bryan und nur mit großen Schwierigkeiten war es möglich, diesen und seine Familie in's Hotel, ohne gestoßen und zerquetscht zu werden, zu bringen, aber zuletzt bahnte die Polizei einen Weg und Herr Bryan ging bis zur Treppe, wo die Volks menge ihn stellte und eine Ansprache verlangte. Herr Bryan lüftete seinen Hut und bemerkte, daß er am Abend sprechen werde und ging in seine Ge mächer, wo ein einftündiger Empfang stattfand. Nachdem er mit seiner Familie und wenigen Freunden zusammen gespeist und fich eine Stunde lang ausgeruht hatte, fuhr er nach dem Madifon Square Garden, wo er die Bühne be trat und von Mayor Johnson von Eleveland dem Kopf an Kopf stehenden Publikum vorgestellt wurde. Die Bei' fallöbezeugungen der Volksmenge dauerten faft eine Viertelstunde. Um halb sechs Uhr Abends wurde der Madifon Equare Garden schon für das Publikum geöffnet und innerhalb einer Stunde waren die großen Räum lichkeiten bis auf den letzten Platz ge. füllt. Jeder Besucher erhielt vom Empfangscomite eine kleine amerika
nifch- Fahne und der Eindruck, den diese 20.000 schwingenden Fahnen bei
Begrüßung deö Herrn Bryan machten, war im höchsten Grade erhebend. Meh rere hundert Polizisten hielten die Ord nung aufrecht und fünfzig Feuerwehr leute waren im Saale vertheilt, um im Falle eines Unglücks sofort einschreiten zu können. Um 8 Uhr, als Herr Bryan noch nicht anwesend war, wurde die Ver sammlung von Hrn. Harry W. Walker im Namen der Sommercial TravelerS Anti'Trust-Liga mit einer Ansprache eröffnet, worauf Gouverneur Folk von Missouri daS Wort erhielt und den Mayor Johnson von Eleveland zum Vorfitzenden der Versammlung vor schlug. In demselben Augenblick be trat William Randolph Hearft den Saal, dem eine grandiose Ovation ge bracht wurde. Johnson wurde ein stimmig zum Vorfitzenden erwählt, wo rauf AuguftuS Thomas eine kurze An spräche hielt. Um 8 Uhr 40 Minuten erhob fich Herr Bryan von seinem Sitze und betrat die RednerTrtbüne. Ein Pandümonium erfolgte: Hurrahrufe. Beifallsklatschen, Trampeln mit den Füßen. Schwenken der Fahnen, Tau sende Hüte wurden in die Luft gewor. fen, usw., dauerte faft 15 Minuten. Während dieser Zeit verbeugte fich Herr Bryan unaufhörlich und beschwichtigte mit Handbewegunzen den Beifalls stürm, worauf er seine große Rede be gann, die fortwährend von tosendem Beifall unterbrochen wurden. Nachdem Herr Bryan fich mit einigen Worten für den freundlichen Empfang bedankt und über seine zweijährige Reise um die Welt gesprochen hatte, sagte er: ..DaS Erfte, was ich mit nach Hause bringe, ist eine Botschaft des Friedens aus der Alten Welt. Die amertkanische ArbitrationS'Methode macht bei allen Völkern große Fortschritte, und 26 Nationen, welche auf der Jnter Parlamentarischen Union in London Ende Juli vertreten waren, erklärten fich mit unserer ArbitrationSJdee voll ständig einverstanden. In Bezug auf unsere Handelspolitik kabe ich gefunden, daß unsere Nation ihr Ansehen durch unser verfehltes Ex periment bei der Kolonifirung der Phi lippineN'Jnfeln eingebüßt hat. Eine längere Reife durch diese Inseln hat mich überzeugt, daß wir die Bevölke rung derselben so schnell als möglich ebenso behandeln sollten, wie wir die Eubaner behandelt haben, indem wir denselben ihre Freiheit und ihre Selbstftündigkeit zurückgaben. Bei mehreren Völkern Europa? ift das legislative Departement der Regie rung schneller bei der Hand, die öffent liehen Wünsche des Volke? in Betracht zu ziehen, als bei uns. In England zum Beispiel wird daS Ministerium aus den hervorragenden Mitgliedern derje nigen Partei ernannt, welche gerade am Ruder ift, und neue Gesetze werden dem entsprechend sosort berathen und ange nommen. Während unser legislatives System viele Vortheile zeigt, so ift dasselbe doch in einem Punkte defekt, nämlich, unser Congreß tritt erft dreizehn Monate spater zusammen, nachdem deffen Mit glieder erwählt find. Während dieser 13 Monate herrscht hier im ganze Lande eine Ungewißheit über die ein zuschlagende Politik, die auf die Ge schäfte eine schädliche Wirkung ausübt. Würde es nicht vortheilhafter fein. wenn durch ein konstitutionelles Amen dement der Zusammentritt deS neuen CongreffeS bald nach den Congreßwah len bestimmt und die zweite Session eines jeden Eongresses kurz vor den Neuwahlen vertagt wird? Solcher Wechsel in der Gesetzgebung würde nich allein das legitime Handelsgeschäft für dern, sondern auch den Wünschen deS Volkes mehr entsprechen. Ich kehre mehr überzeugt als bevor von der Wichtigkeit der Abänderung der WahlMethode der BundeSfenato ren zurück. In allen Ländern, die ich bereift habe, tritt die Nothwendigkei der Annäherung der Regierung an da Volk immer mehr zu tage. In den Ver. Staaten tritt ebenfalls der Wunsch de? BolkeS immer mehr zu tage, daß
die Bundeö'Senatoren von dem Volke
n naher Zukunft erwählt werden müs en. Die Einkommen Steuer, die in un erm Lande als ein sozialistischer An griff auf die Reichen angesehen wird, ift von den konservativsten Völkern der Al enWelt eingeführt worden. Im FiS alsyftem der europäischen Länder bil det die EinkommenSteuer eine Rang fteuer, bei der die reichsten Personen die höchsten Abgaben bezahlen müssen. Ich glaube, daß auch unser Volk bald ein onftitutionelleS Amendement vertan gen wird, welches die Einführung einer olchen gerechten Steuer gesetzlich durch etzt. Ich komme jetzt auf den wichtigsten Abschnitt meiner Rede zu sprechen, nämlich über Kapital und Arbeit. ES st ebenso wichtig, daß wir Frieden im eigenen Hause haben, als daß wir mit unseren benachbarten Nationen in Frieden leben, und Frieden ift nur dann möglich, wenn er auf Gerechtigkeit be ruht. Indem ich schiedsrichterliche Ausgleiche bei Zwiftigkeiten zwischen großen Korporationen und ihren Ar beitern befürworte, glaube ich. damit die höchsten Interessen der drei daran betheiligten Parteien die Arbeit geder, die Ardeiter und daS allgemeine Volk zu vertheidigen. Der Arbeit, geber hat nicht das Recht mit seinen Arbeitern zu verfahren, wie es ihm be liebt. Die häufig gehörte Frage: Kann ich nicht mein Geschüft leiten. wie ich eS wünsche", so muß ich ent schieden darauf antworten, daß der Ar bettgeber kein Recht hat, seinen Arbei tern ihr Anrecht anständig zu leben, ihre Freiheit und ihr glückliches Dasein zu verkümmern, oder gar gänzlich zu neh men. Um diese meine Stellung klar zu machen, brauche ich nur auf die Bergwerks Sicherheitsgesetze, die Fa. brikgesetze, usw. hinzuweisen." Betreffs der Trusts und Korpora tionen, sagte Herr Bryan, daß er ver langen möchte, daß dieselben eine Bun deöLizenS haben sollten, bevor fie fich am Zwischenftaatlichen'Handel bethei ligen dürfen. Diese Heilmittel ift einfach, leicht zu erhalten und doch wirkungSvoll. Nachdem er dann noch über Eisenbahnraten, SozialiSmuS, Pluto kratie und über mehrere andere ein schneidende Fragen deS öffentlichen Le benS in den Ver. Staaten gesprochen hatte, schloß Herr Bryan seine Rede, indem er sagte: DU demokratische Partei ift nicht der Feind deö Eigen thumS oder deS EigenthumSrechteS: fie ift. im Gegentheil, die beste Vertheidi gerin Beider, weil fie die menschlichen Rechte vertheidigt, und die Menschen rechte find die einzig: Grundlage auf elcher Eigenthum und Eigenthums rechte sicher ruhen können." Nach Beendigung seiner Rede verließ Herr Bryan, mit fortwährenden Bei fallöbezeugungen überschüttet, den Saal und hielt im Freien vor einer kolossal großen Volksmenge eine An spräche, worauf er per Automobil in's Hotel zurückkehrte. Hier wurde er von Herrn Wm. R. Hearft auf's Freund schafllichfte begrüßt. Morgen, den 31. August, wird Herr Bryan Nachmittags in New Haven und Abends in Bridgeport Reden hal ten. Fröhliche Seimkehr. ElSworth Morgan, Hinterhaus 526 Oft Miami Straße, der nach längerer Abwesenheit von der Stadt gestern zum ersten Male den heimathlichen Boden betrat, war gestern Abend ein Gast des Schließers in der Polizeiftation. ElS worth wird auch Richter Whallon heute seine Aufwartung machen, der höchst wahrscheinlich den so lange von hier fortgewesenen Bürger unserer Stadt in passender Weise empfangen wird . ElSworth soll nämlich seine Wieder kehr dadurch zu einem Familienfeste haben gestalten wollen, daß er mit sei ner besseren Hülste Krakehl hatte und nach Aussagen seiner Frau soll er sogar ernstlich in Erwägung gezogen haben, ob nicht vielleicht einige Freu denschüsse am Platze sein würden. Thätlicher Angriff und Bedrohen mit tödtlichen Waffen lauten die gegen ihn erhobenen Anklagen.
Vergrößerung der Polizeimacht
Wird für daS nächste Jahr verlangt merden. Obgleich die Koftenvoranfchlüge der einzelnen städtischen Departements, die dem Controlleur unterbreitet worden, bisher noch nicht der Oeffentlichkeit preisgegeben wurden, läßt fich doch be züzlich des vom Polizeichef eingereichten Berichtes errathen, daß die so sehr ver langte Vergrößerung der Polizeimacht mit in die Betriebskosten des neuen JahreS eingerechnet wurde. Von den hundert weiteren Polizisten, welche Ehef Metzger gern hätte, um den Bestand der Polizeiforce dahin zu bringen, wie er der Größe der Stadt gemäß eigentlich fein sollte, dürften wohl kaum mehr als 65 bewilligt werden. Diese Bewilli gung würde dann die Force auf etwa 250 Mann bringen. Die ExtraAuS gaben, welche der Stadt hierdurch er wachsen, würden fich auf etwa 60,000 belaufen. DaS schon vor längerer Zeit zur Sprache gebrachte Projekt der Sub Stationen würde in einem solchen Falle wohl noch etwas auf fich warten lassen. Die Polizeimacht bedarf dringend der Vergrößerung, so daß eine Verwirklichung des Projektes sehr zu wünschen wäre. Der Pleafant Run Ad zugskaual. In der Versammlung, welche zwi schen den GrundeigenthumS-Befitzern und der Behörde öffentlicher Arbeiten stattfand, gelangte das, Projekt deS Pleafant Run Abzugskanals zur Sprache. Eine Anzahl der Eigen thümer, durch deren Land der Kanal seinen Weg nimmt, waren bereit, der Behörde gegen Vergütigung da Recht des Durchganges zu gewähren, während andere fich nicht entschließen konnten. Die Kosten für Grundstücke im Di strikte des Kanals werden fich auf etwa etwa $8 belaufen, während die Grund stücke, durch welche der Kanal seinen Weg nimmt, etwa $45 zu zahlen ha den. Die Behörde gedenkt den Letzte ren für das Wegerecht die Kosten der artig zu erleichtern, daß auch hier der Preis auf 88 zu stehen kommt. Gegen solche Besitzer, welche inner halb der gegebenen Frist nicht zum Ent schlusse kamen, wird wahrscheinlich das CondemnirungSverfahren angewendet werden. In Kollision mit einem Automobile. Zieht L. Stein sich erhebliche Verletzungen zu. An der Nord Illinois Str. nördlich von der Vermont Str., kollidirte gestern Nachmittag der 515 Oft New York Str. wohnhafte L. Stein mit einem des WegeS kommenden großen Automo bile. Stein, der fich erhebliche Ver letzungen zuzog, wurde in'S Hospital gebrächt. Wie verlautet, befand fich Stein, der ein Rad fuhr, auf der unrechten Stra ßenseite, als er mit dem Auto, in wel chem fich Frau L. B. Eummingö be fand, kollidirte. Stein wurde zur Erde geschleudert und gerieth unter die Rüder des schweren Automobils. Frau EummingS, welche ihr Gefährt sofort zum Stillstand gebracht hatte, leistete dem Verwundeten die erfte Hülfe und half ihm. ohne darauf zu achten, daß ihre eigenen Kleider vom Blute völlig ruinirt wurden, unter Beihilfe von Paffanten unter dem Auto hervor. Stein, dessen Verletzungen schmerzlicher, aber nicht unbedingt gefährlicher Art find, wurde von den Hospitalärzten untersucht, doch läßt fich über die Schwere seiner Verletzungen zur Zeit noch wenig ermitteln. A r b e i t e r, die mit dem Abbruch eines Wohnhauses in der Nähe der Pape Motor Werke beschäftigt waren, fanden, als fie den Fußboden auf rissen, das Skelett eine Kindes in einer Kiste vor. Dasselbe hatte an scheinend schon Jahre auf seinem Fund orte gelegen. .
Gefaugeue anSgebroch. F r a n k f o r t, 31. Aug. Sechs Gefangene find heute früh aus dem hie figen Gefängnisse entkommen, indem fie fich ein Loch durch die Decke bohrten, und aus dem oberen Stockwerke mittels Eisenftangen ein Loch durch die Mauern brachen. Mittels eines aus Bettlaken zusammengeknüpften SeileS gelangten fie nach unten. Angeblich sprangen vier der Flüchtlinge auf einen nach In dianapoliS fahrenden Zug, die zwei an deren wurden südlich von der Stadt gesehen. S u l l i v a n, 31. Aug. AuSwür tige Hilfe ermöglichte eS heute früh sechs der Gefangenen aus der hiesigen Jail zu entkommen. Man glaubt, daß diese Arbeit von draußen besorgt wurde und daß dieselbe Person WS Gefängniß hinein kroch und die Schlösser absägte. Wollte Ruhe habe.
Paultne Boyar, eine Farbige, wurde heute von den Radlerpoliziften im Sta tionShause abgeliefert. Die Frau war im Hause ihrer früheren Arbettgeberin Frau Wright, 625 Oft 10. Straße, erschienen und hatte fich trotz aller Ge genreden entkleidet und zu Bette gelegt. Pauline. die unter dem Wahne labo rirt. daß fie eine reiche Verwandtschaft besitzt, wird auf ihren Geisteszustand untersucht werden. Terre Haute. DaS kleine Kind deS Buchdruckers Herbert Alman hatte einen Unfall, welcher demselben wahrscheinlich daS Leben kosten wird. DaS Kind ift gerade in dem Alter, wo eS auf dem Floor auf Händen und FS ßen herumkriechen kann. Ein Zuber, mit heißer Lauge gefüllt, stand in der Küche und in diesen fiel daS Kind in einem unbewachten Augenblicke. Ob wohl die Mutter sofort daS Kind her auszog, hatte eS fich derartig verbrüht und verbrannt, daß an seinem Aufkam men gezweifelt wird. Der Bater eilte sofort nach seinem an Eruft Ade. bele genen Hause und Dr. Speers wurde sofort gerufen, um womöglich den Säugling zu retten. E o l u m b u S. Albert W. Pyatt, ein Farmer hiesiger Umgegend, soll an geblich irrfinnig dadurch geworden sein, daß er fich als einen Detectiv ansah, dem die Lösung deS SchüferMordfalleS übertragen wurde. Er bewaffnete fich mit einem Revolver und verbrachte tagelang mit dem Durchstöbern seiner Farm, wo fich seiner Anficht nach, der Mörder versteckt hielt. Die Nachbarn erhoben Beschwerde und eine Konmis fion trat in Sitzung, doch konnte Pyatt, der auf einer frischen Führte war, nicht aufgefunden werden. Ernst B r i e r , ein Marion County Milchhändler, wurde vom Be amten Alexander verhaftet und unter Anklage gestellt, minderwerthige Milch verkauft zu habm. eivildienft-Prüsnngen. Am 26. und 27. September werden Eivildienft'Examen hier abgehalten. Verlangt werden ein Wissenschaft licher Assistent in analytischer Chemie im AckerbauDepartement. JahreS gehalt 51200. Ein Assistent, welcher Erfahrung in der Pathalogie der Pflanzen befitzt. Gehalt 51000. Ingenieure im Quartie?meifterDe partement. Gehalt 59001200. Pack meifter im Quartiermeifter De partement. 5540 und Rationen. Waffenmeister im Quartiermeifter Departement. 5900. Artisten im hygenischen Laborato rium. 51400. Herr H. K. Milhouse, hiesiger Se cretär der Behörde, wird bereitwilligst weitere Auskunft geben. Vierter Stock. PoftofficeGebüude. Ehaö. Baaske' Südseite Kneipe. 1291 Süd Eaft Str.
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