Indiana Tribüne, Volume 30, Number 6, Indianapolis, Marion County, 30 August 1906 — Page 7
Jndiana Zkribüne, 30 August I
I Tyrann Ehre $ X 11 o m st X O von Ä X K. nvowski ?
(Fortsetzung.) Als er an Hans Weddos Schreibtisch das Rezept gegeben hatte, stand er noch ein wenig kor ihm still und legte die Hände auf seine Schulter. Schwer und fest lagen sie da. als wollten sie das Haupt, das so stolz und schuldlos in die Welt sah. durch den kraftvollen Druck herunter zwingen. Es gelang ihnen aber nicht. In dem vornehmen Greisenantlitz des gesuchten Arztes wetterleuchtete es plötzlich. Die Edelleute werden immer seltcner." sagte er langsam und schüttelte den jungen Offizier ein wenig. Tarenbergs Augen hielten den langen Blick, dem etwas wie Verachtung beigemischt war. aus. ohne mit den Wimpern zu zucken. Der Schein trügt, Herr Generalarzt," entgecnete er ruhig. Jenes Mädchen und mich verbindet nichts weiter als ein trauriges Gebeimniß. um d?ntwillen ich Varmberinkeit an ihr üben will uno mutz. Itthr varr ich Ihnen nicht sagen. Ich bitte Sie inständigst, über ihre Gegenwart in meiner Wohnung nichts verlauten zu lassen. Sie kennen die Trautenberger ja länger und besser wie ich. Es würde viel zugedichtet werden, wenn sich die Oeffentlichkelt dieser Sache bemächtigte. Das darf nicht sein. J6 für meine Person fürchte den Klatsch nicht, aber es ist jemand da, Herr Generalarzt, den ich vor dem Unreinen und Häßlichen bewahren l lochte. Die lange Nacht hat mir die Ueberzeugung gegeben, daß dies meine Pflicht ist. nämlich, das Mädchen, das ich lieb habe. Und ihretwegen kann ich Ihnen auch getrost in die Augen sehen und auf mein Ehrenwort versichern: Zwischen der da drinnen und mir ist und wird niemals etwas geschehen, über das ich zu erröthen nöthig hätte. Und nun möchte ich Sie recht von Herzen bitten, mir in der nächsten schweren Zeit, der wir doch fraglos entgegen gehen, nicht nur der helfende Arzt, sondern der gütig helfende, väterliche Freund zu sein, denn ich kann in dieser Angelegenheit keines Andern Rath er bitten, als den Ihren, Herr General-arzt.-Tarenberg denkt heute anders über das alles, wie gestern. Als sie zu ihm kam, schnitt ihm ihr Jammer zu sehr in die Seele. Er wollte ihr eine Art Genugthuung verschaffen, indem er die Vorsicht außer Acht ließ. Er baute felsenfest auf Adda und Jürgen von Wachenhuscns Vertrauen. Aber er vergaß trotz desselben die kleinen Nadelstiche. denen ihr Stolz dadurch naturgemäß ausgesetzt war. Es war seine Aufgabe, daß er sie verhinderte. Der alte Arzt gab ihm herzlich die fcir (Sie glauben gar nicht, Tarenberg, welchen Stein mir Ihre Wore vom Herzen gewälzt haben. Auf meine Verschwiegenheit und Hilfe können Sie rechnen. Und was Sie da vorhin sagten von Fräulein Fiedlers Ueberführung in das leer stehende Jnspettorhäuschm, läßt sich hören. Ich komme Abends mit meinem Koupee vorgefahren, bringe die Königstetter Pflegeschwester, die ich auf 'längere Zeit mir per Telephon vom Mutterhause ausbitten werde, mit. und der Umzug geht, ohne daß jemand etwas merken wird, von Statten. Mein Diener und Kutscher ist absolut diskret. Gleich nachher schicke ich unsere alte Gemeinde schwester. für deren Verschwiegenheit ich mich ebenfalls verbürgen kann, zu der Patientin, denn sie wird im Lauf des Tages sehr unruhig werden. Sie, lieber Tarenberg, besprechen mit dem Eigenthümer des InspektorHauses alles Nothwendige. Ihr gin fall war wirklich gut. Es ist besser, daß wir sie da draußen ganz in der Einsamkeit haben, denn mit dem, was Sie vorher, allerdings sehr zart, andeuteten, hat es seine vollste Richtigkeit, blos ich drücke das ein wenig derber aus. Die Kleinstädter sind ausnahmslos großmäulig, sage ich. Aber unsere Trautenberger sind auch noch obendrem. giftmäulig. Deshalb kommt allemal bei ihrem Tratschen etwas Gefährliches heraus." 13. Kapitel. wei Monate sind seitdem in's Land gegangen. Das Fieber, das Noras zarten Körper so scharf anfaßte, hat sich schließlich ausgetobt. Da draußen, in dem einfachen Häuschen, lebt sie mit der sanften, jungen Schwester, deren eigenes Wünschen in der barmherzigen Nächstenliebe untergegangen ist. gleichsam in einer abgeschlossenen Welt des Friedens. Kein lauter Schall von außen her wagt sich an sie heran. Eine behagliche Rekonvaleszentenstimmung schwebt über dem Krankenzimmer. Nora hat sich noch niemals 'so glücklich gefühlt wie in diesen Tagen. Sie hat empfunden, daß sie für den Bruder nicht nur das lästige Lebewesen ist, das er um der menschlichen Humanität willen nicht ohne Hilfe sterben lassen durfte. Aus seinem angstvollen Blick hat sie die Liebe heraus gelesen, die zittert, weil sie fürchten muß. Fürchten. daK. das .irrende Flämmchen, das sich
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müde gesehnt und gezuckt hat. verlö-
chen wird, ohne daß zemanö sein Licht begehrte. Täglich, sobald der Abend nahte, ist er in der schweren Zeit zu ihr gekommen, hat an ihrem B:tt gesessen und ihr von tausend kleinen Dingen, die drauszen in der lauten Welt vorgingen, erzählt. Zuerst hat sie freilich nur den Schall seiner Worte gehört, ohne ihren Binn zu verstehen, und seme Nahe wie etwas Wohlthundes, Körperloses emPfunden. Damals schlief ihre Seele md ihr Geist ruhte aus, von den Qualen der licktlosen Tage, die weit zurücklagen. Die Vergangenheit war überwunden. Er mußte nun für die Zukunft Kräfte sammeln. Durch die lichte, freundliche Gegenwart, zu der sie jetzt erwach: war, führte em langer, freundlicher Weg zu dieser Zukunft hinüber. Und auf diesem Wege stand Hans We'oo mit seiner treuen, zielbewußten Manneskraft und half ihr über alle Unebenheiten hinweg, damit sie sich nicht weh that. Er kam jetzt, nachdem die Gefahr gänzlich vorüber war, und sie den ganzen Tag bereits außer Bett zubrinaen durfte, seltener, aber doch mindestens drei- bis viermal in der Woche. Er schenkte ibr damit Stunden reichen Glückes, an deren Erinnerung sie zehren w'irde. Alles, was sie an tiefem, reinen Gefühl besaß, gehörte ibm. Sie hatte in der Zeit ihrer Krankheit daö Verängstigte, das früher in ihrem Weseu lag. abgestreift. Ihre Kindheit war zu Ende. Früher ließ sie sich schiebcn, gedankenlos folgend, weil sie zu müde zum Widerstand war. Heute schob sie sich ihr künftiges Leren so zurecht, wie es ihr am besten dünkte. Sie wollte Schwester werden. Es war keine augenblickliche Begeisterung, wie sie manchmal in diesem Alter kommt, um bei dem ersten, völligen Aufgebenmüssen" des eigenen Ichs zu verfliegen. Sie hatte es lange mit Schwester Ulrike überlegt und lange gezögert, ehe sie dem Bruder ihren Entschluß mittheilte. Nun sie es aber gethan hatte, war auch ein fester Wille und eine heilige Begeisterung zu dem Werke der Barmherzigkeit in ihr. Tarenberg billigte ihren Vorsatz durchaus. Daran meinte sie zu erkennen, daß sie mit ihm das Richtige getroffen habe. Der Generalarzt hatte sich dahin ausgesprochen, daß eine weitere, fünfwöchentliche Pflege zu ihrer völligen Herstellung genügen werde. Es war ihm durch persönliche Beziehungen zu Schwester Ulrikes Oberin gelungen, deren Bleiben bis zum Ablauf dies?r Zeit zu erwirken. Nora sollte dann, unter Aufsicht und Anleitung der jetzigen Pflegerin, in das Königstetter Mutterhaus probeweis eingestellt w'rden. Der Sanitätsrath Dunker, der inzwischen längst wieder nach München zurückgekehrt und durch Tarenberg über alle Vorgänge der letzten Zeit unterrichtet war, hatte endlich ebenfalls seine Zustimmung zu dem Plan gegeben. Leicht ist es ihm Nicht geworden. Die Verantwortung, die er damit auf sich nahm, erschim ihm zu groß. Frei lich hielt er cs nicht für abgeschlossen. daß die übergroße Zartheit seines Mündels durch die Krankheit vermin dert sein könnte, indem ihr Körpernach der reichlichen Absonderung von schad lichen Stoffen sich nunmehr wider standsfähiger allen äußeren Einwir kungen gegenüber erzeigte. Für so ab solut sicher, wie das sein Trautenber ger Herr Kollege hinzustellen beliebte $alt es ihm aber noch lange nicht. Er kannte die Nora Fiedler doch aus der Wiege her &b hatte sie allzeit als ein überaus interessantes Objekt mit schar fen Auzen beobachtet. Dabei hatte er inehr und mehr die Ueberzeugung ge Wonnen, daß die große, leidenschaftlich! Seele des damaligen Kindes auf Ko sten des zierlichen Körpers erstarkte. Die Kleine besaß zu viel Innerlichkeit Dagegen hatten alle Eisenpräparate und Solbäder Nichts geholfen und oe: Abdomi,.alis." mochte er auch zehn mal im Stande sein, eine Umwälzung im Organismus herbeizuführen, würde es ckuch nicht gekonnt haben. Er schrieb das Hauptverdienst an dem ihm von Tarenberg geschilderten Aufblühen viel mehr der sie umgeben den Sorgfalt und Liebe zu, deren sie so lange gänzlich entbehrt hatte. Schließlich aber gab er, trotz der ernsthaften Bedenken, seine Einwilligung. Er war ein alter Mann, der nicht mehr so starr wie früher auf seinem Willen beharrte Ging die Sache schief, konnte er immer noch einschreiten aber er sollte nicht dazu kommen. Das kleine Häuschen, in dem seine Schwester gestorben war, erwarb er Die Zimmer der oberen Etage genügten ihm als Wohnung vollständig und in der unteren richtete er eine Klmik ein, die er dereinst dem einzigen Neffen, der zur Zeit sein Assi,tentenjahr absol virte. hinterlassen würde. Neugierig war der alte Dnnker niemals gewesen. Aber er hätte doch gar zu gern aewußt. wie Nora unterge bracht war, jnd ob eine wirklich geeignete Kraft zu ihrer Pflege zur Verfügung stand. Die letzte Frage konnte mit gutem Gewissen oemht werden. Schwester Ulrike hatte mit ihrem hingebenden Samariterwerk ihrer Schutzbefohlenen einen wahrhaft aroßen Dienst geleistet. Sie war niemals müde geworden, die tausend Wünsche der Kranken mit immer gleicher Bereit Willigkeit zu erfüllen, wie sie auch nicht erlahmte, die zahlreichen Fragen nach dem künftigen Beruf zu beantworten Nur das Heranschaffen des Unterhalt
tes aus der Stadt hatte ihr zu viel
Mühe gemacht. Sie ließ, namentlich in der ersten Zeit, die Patientin ungern allein und vernachlässigte so die Pflege ihres eigenen, durch die anstrengenden Nachtwachen geschwächten Körpers. Mieder war es der Generalarzt Wiedenhöfft. der einen Ausweg fand. Sein alter Diener mußte täglich den nothwenmaen Vorrath in das InspektorHäuschen schaffen. Und er that es gern, weil Tarenbcrg ihn reichlich dafür ohnte. So hätte man also meinen können. daß die Trautenberger nicht das Geringsie von dem Stück Leben, das sich. wenig entfernt von ihnen, abspielte, merkten. Tarenbcrg war dessen auch eben so sicher, wie der Generalarzt. Sie kannten ebe:. beide die Trautenberger doch noch nicht lange und gründlich genug. Der Wachtmeister 5irse von der 5. Batterie hatte nach dem Wort gethan: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei. Er nahm also ein Weib, dessen hauptsächlichste Vormittagsbeschäftigung darin bestand, vorsichtig mit der Hand die Gardine zurück haltend, auf die Straße hinunter zu spähen. Dabei hatte sie gemerkt, daß der Wagen des Generalarztes jeden Morgen um zehn Uhr die Raaschener Chaussee hinunter fuhr. Der Umstand, daß er fast regel. manig nacy einer halben Stunde zurückkehrte, bewies ihr, daß er weder auf dem Stadtgut noch auf einem der Nachbardörfer, dessen erstes sieben Kilometcr entfernt lag, zu thun haben konnte. Von ihrem Fensterplatz aus übersah sie nicht nur das letzte Haus, sondern noch ein Stück der schnurgeraden Raaschener Pappelallee. Der Wiedenhöfftsche Wagen fuhr jedesmal links ab und benutzt den Landweg, der über das Jnspektorhaus nach der Buchener Heide führte. Also konnte er nur einen Patienten in diesem haben. Der Versuch, über dessen Person irgend etwas in Erfahrung zu bringen, bildete hinfort den Inhalt ihrer Nachmittage. Sie fühlte plötzlich das dringende Bedürfniß, spazieren zu geben. Warum sollte sie ihm nicht nachgeben? Wenn man sich die beste Modenzeitung halt und gut angezogen ist, eine stattliche Figur und kein häßliches Gesicht hat, thut man den Leuten einen Gefallen. wenn man sich ihnen zeigt. Nebenbei soll die Bewegung im Freien auch noch ogar gesund sein. Ihr erster Gang galt der zerfallenen Sckmiede und dem Jnspektorhaus. Ein Ausdruck arger Enttäuschung erschien auf ihrem Gesicht, als sie ihr Ziel erreicht hatte. Grau und ein wenig vernachlässigt lag es vor ihr und machte mit seinen herunter gelassenen Jalousien den Eindruck völliger Unbewohntheit. Die Frau Wachtmeister war aber nicht nur ein? stattliche Frau, sondern auch eine gründliche. Sie begnügte sich als solche nicht allem mit der Ansicht der Vorderfront, fondern ging langsam um das Häuslein herum, durch die angelehnte Seitenthür des Staketzaunes auf den Wirthschaftsbof an den Brunnen. Wenn sie sich hier, scheinbar in der Absicht, einen Trunk zu erlangen, an der Stange, die den Eimer hielt, beschäftigte, würde sie geradewegs in die Küche und die Zimmer sehen können, die früher dem Steueraufseher Satt und dessen Familie als Schlafräume gedient hatten. Sie triumphirte. Ihre natürliche Klugheit, die nicht in nützliche Bahnen gelenkt, auf dem Gebiet der Aufspürungen bereits die schönsten Erfolge zu verzeichnen hatte, behielt auch diesmal recht. In der Küchenthür stand, in der schlichten Tracht der Diakonissinnen, eine Schwester und wusch irgend etwas. Frau Hirse ging, ohne die geringste Verlegenheit zu zeigen, auf sie zu und bat um ein Glas Wasser. Mir ist plötzlich unwohl geworden, und ich bitte wegen der Belästigung vielmals um Entschuldigung," setzte sie noch hinzu, denn sie wußte, was sich geborte. Bitte." sagte die junge Schwester kurz und beeilte sich, ihr das Gewünschte zu holen, dabei sorgfältig die Thüre hinter sich zuschlagend. Frau Hi'.se spielte, als sie zurückkehrte, die Wehmüthige. Ach, Schwester, ich kenne das. Wenn man einen Kranken zu pflegen hat. wünscht man alle anderen in's Pfefferland, stimmt das nicht?" Ja," sagte Schwester Ulrike noch kürzer und nahm das Glas zurück. Frau Hirse war innerlich über das taktlose Benehmen der Sanftausseben den empört, aber äußerlich lächelte sie weiter. Geht es Ihrem Kranken jetzt besser, Schwester?" fragte sie fehr freundlich. ,.Es thut mir so leid. Ich sehe nämlich täglich den Arzt heraus fahren und nehme deshalb Antheil an seinem Ergehen." Ja," sagte Schwester Ulrike wieder, aber diesmal eiskalt und bitterböse. Sie durchschaute jetzt den Zweck dieses Unwohlfühlens" vollkommen. Dann hob sie ihre Wäsche aus dem Eimer heraus und schwenkte sie so heftig hin und her, daß sich ein feiner Sprühregen auf Frau Hirses neuen Sammethut ergoß. Die merkte aber nicht das Geringste davon. Ihre Augen hingen wie gebannt an den zierlichen Strümpfen, die Schwester Ulrikes Hände, in heller Empörung über die Aufdringlichkeit der Fremden, immer heftiger bearbeitetcn. Die Entdeckung war unendlich wertyvoll. er. ... .. n : : l c . n. m . -uincnucuniyu iicimic dum
mer Sternmarke 1 extra fein
5a??ttpreis mindestens drei Mark und iinfzig Pfennig." stellte sie fest. Der Schwester konnten sie nicht gehören, dazil waren sie viel zu fein und zu klein, die taxirte sie, nach den breiten Lederschuhen, in denen ihre Füße stecken, mindestens auf Manneraröße. Also die Geschichte war interessant und des näheren Eingehens werth. Adieu. Schwester." saate sie vlönlich sehr eilig, und reckt aute Besserung Ihrer Patientin!" Sie legte auf vas letzte Wort einen aanz besonderen achdruck. Tanke." hat Schwester Ulrike aber nicht gesagt, dazu war sie viel zu böse. Am nächsten Taae aab ftrau Wachtmeister Hirse einen Damenkaffee, der eigentlich erst im Marz fallig war. v3i? kamen aber trotzdem alle. Die FrauProvinzialbaukassenverwaltungssistent die ??rau Reaierunassuvernumerar die Frau Reg-nzentsschrei-ber und die kleinen, schüchternen Seraeantensrauen, die auf Gartenstuhlen sitzen mußten, weil die guten, bequemen schon sämmtlich ihre BeNimmuna batten. Sie drückten sich zwar schrecklich, aber es war doch wieder sehr, sehr interessant bei der Frau Wachtmeister. Erstens überhaupt und zweitens insbesondere, wegen der Patientin im InfpektorhauS mit der kleinen Strumpfnummer und dem geheimnißvollen Zauber, den die Gastgeberin aus gewissen nicht weiter dargethanen Gründen noch nicht gänzlich enthüllen durfte. So viel wußten sie heute schon. Ganz richtig war die Sache nicht. Jrgend etwas und irgend jemand lag dahinter verborgen. Aber sie verließen sich ganz auf die Hirsen. Die dunkle Geschichte war jetzt wirklich in den allerbesten Händen. Das meinten auch die Männer, als sie Abends davon hörten. Drei Wochen später ist es. Taren berg kommt soeben aus dem Dienst nach Hause, legt den Mantel ab und will es stch bequem machen. Er ist hundemüde und hungrig dazu. Aber er soll sich der ersehnten Ruhe nichi lange freuen. Kaum hat er in dem Lehnstuhl Platz genommen, da naht, in der Gestalt seines Freundes, die Störung. Blaß und überwacht sieht sein munteres Gesicht aus. Er stöhnt zum Erbarmen. Hans Weddo. mir ist jammervoll zu Muth," sagt er zerknirscht und f ält sich mit beiden Händen den Kopf. Darum bin ich direkt vom Dienst zu Dir heraufgesprungen. Hast Du nicht irgend ein Mittelchen, damit der niederträchtige Kater endlich sein Mauen läßt?" Tarenberg lacht und drückt Jürgen von Wachenhusen in denselben Lehnstuhl, auf den er an jenem Schreckensabend vor elf Wochen Nora getragen hat. Nein, Jürgen, höchstens eiskaltes Wasser." Der macht eine Bewegung entsetzter Abwehr. Brrr um Gottes willen. Blo5 jetzt nichts mehr in den übervollen Magen hineinpumpen!" Wer spricht denn von innerlicher Anwendung, mein Lieber? Den Kopf hast Du reinzustecken, und dann fülle ich Dir mit der Kanne immer so allmälig, über den Brummschädel weg. nach, biö wir das Unthier ersäuft haben." Jürgen stöhnt verzweifelter. Was habe ich da gesagt nichts mehr trinken? Das bezog sich natürlich nur auf Dein elendes Wasser. Ho Du vielleicht zur inneren Erwärmui,' einen guten, alten Kognak im Haus?" Tarenberg wird ernstlich böse. Wenn Tu noch einmal diese Frage an mich stellst, lege ich Dich beim näch sten Skat rein, daß Dir Hören und Sehen vergeht." der hast Tu ein Pulver? Irgend was. Mi:iränin. Antipirin oder meinetwegen Ehinin ich balte das Rumorcn nämlich länge? nicht mehr aus." Nichts gar nichts kann ich Dir geben, nur den guten Rath: Versuche zu schlafen? Es ist jetzt zwölf Uhr. Zwei volle Stunden gebe ich Dir Frist. Ich schicke Stümecke zu Deinem alten Herrn mit der gehorsamen Meldung, daß sein Einziger gestern wieder einmal, mit Verlaub zu sagen, über die Strange geschlagen wäre und stch ihm daher in seinem jetzigen, jämmerlichen Zustande nicht unter die Augen traute. Ich babe zu arbeiten und Dein Schloß stört mich al'olut nicht d.bci." Wachenl"?sc:i liegt ties in dem weichen Pcl'r. Etwas wie Wohlbehagen uberZonmt itp. Wenn Tu mich behalten willst und Deinen Stümecke schickst, natürlich mi? verändertem Wortlaut in der Melduna. nur damit sie nicht etwa mit dem Mittag auf mich warten, fo wäre ich Dir furchtbar dankbar." J (Fort etzung folgt.) Scl?lcndo ö:r?c. Geschiedener: Ich begreife nicht, daß manche Mä'.er am Junggesellkuleben Gefallen finden können, ohne jemals vheirathet gewesen zu sein." Festtag. K o m m i s (zum anderen): Warum ist bei Euch geschlossen?" Die Frau meines Chefs ist durchgebrannt, da haben wir alle einen halben Tag frei gekriegt!"
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