Indiana Tribüne, Volume 30, Number 5, Indianapolis, Marion County, 29 August 1906 — Page 4

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Jndtana Tribüne, 99. August 1906

Indiana Tribüne. Haus,ede von der utrabctfl TB. Indianapolis, Ind.

Hmrrtz O. Thndinm Präsident. efchiiftSloealt No. 31 Süd Delaware Straße. telaphone 69. K urred rnt the Post Office ot Indianapolis as econd dass matter. Das neue Frachttarif-Gesetz Das Höchftwichtige neue Frachttarif Gesetz ift gestern in Kraft getreten. Durch dasselbe wird die Machtvollkom menheit der Kommission für den zwi fchenftaatlichen Verkehr bedeutend er wettert und eS wird von derselben ad hängen, ob das neue Gesetz die gewünschte Wirksamkeit ausüben wird. Denn unter der bisherigen Commis fion sind nur allzu oft die Bestimmungen deS BundeSverkehrSgefetzeS ein tod ter Buchstabe geblieben und eS fragt sich nur ob die vielen Rabattfrevel so lange ungestraft Hütten geübt werden können, wenn die Commission die ihr schon bisher zugestandene Macht geltend gemacht Hütte. DaS neue Frachttarif Gesetz ift insseinem Wesen nur eine ErWeiterung deS schon bestehenden und als seine wichtigste Bestimmung wird die angesehen, wonach der Commission die Macht verliehen wird, auf erhobene Be schwerde hin, nach gehöriger Prüfung deS Sachverhaltes, die Fracht nach Recht und Billigkeit festzusetzen. Sicherlich bedeutet diese Befugniß eine wichtige neue Prärogative der Commission und eS steht außer Zweifel, daß die Com Mission mit der rechten Ausübung die ser Macht viele Ungerechtigkeiten im Handelsverkehr beseitigen kann. Es wird fichZdald nach Inkrafttreten deö Gesetzes'zeigen, ob die Commission mit ihren etwaigen Frachttarif'Berord. nungen sich Geltung verschaffen kann und ob nicht durch daS Gesetz auSdrück lich vorbehaltene Recht der richterlichen Revision aller angeordneten Tarifsätze die Wirksamkeit der Commission auf diesem Gebiete zweitweilig oder sür im mer gelegt werden wird. Doch selbst wenn dieS letztere eintreten würde, so kann die Commission mit den ihr son ftig verliehenen Machtvollkommenheiten die schlimmsten Schäden beseitigen, die bisher unserem',BerkehrSwesen angehaf tet haben. Und ;' dies waren vielleicht nicht so sehr die übermüßiz hohen Frachtsätze, als die unterschiedlichen Frachtsätze, welche die Eisenbahnen den verschiedenen Frachtsendern Knchnet. Mit einemZ Worte, die BunsVer. kehrScommisfion hat eS jetzt in der Hand, für immer jeglichen Rabatt im BersandtgeschüftZund jegliche Bevorzu gung des einen Versenders zum Nach theil des andern abzuschaffen. Hierin erwartet daS Publikum unter der neuen Ordnung der Dinge nicht minder eine durchgreifende Besserung als in der Normirung deS Frachttarifs selber. Gerade hierin muß die Commission nach ihrer erfolgten Reorgani ftrung sich eines anderen Wandels als bisher befleißigen, denn eS ift nur allzu wahr, daß die früheren Mißbrauche au diesem Gebiete nicht hätten einreihen können, wenn die Commission die ihr durch Gesetz verliehene Machtvollkommenheit zur Entfallung gebracht hätte. Thatsächlich sind schon unter den beste henden Gesehen alle die in letzter Zeit aufgedeckten Rabattfrevel und andere ungerechte Verkehr? - Discriminationen strafbar gewesen und vom Tage ihrer Gründung an.hat die Commission die Macht zur Unterdrückung der meisten solcher Frevelbeseffen. Nicht nur die Macht, sondern auch die Pflicht! Wie sie dieser nachgekommen ift, hat sich gezeigt. Wollte die neue Commission eS mit der Erfüllung ihrer Pflichten nicht ernster nehmen, so würde das Publikum von den wohlthätigen Bestimmungen deS unter so großen Wehen zur Welt gekommenen neuen Gesetzes wenig der spüren. Wenn ich die deutsche Sprache als die reichste, biegsamste und brauch, barste der Welt preise und die deutschen Bücher schütze als die reichsten und edel ften, rede ich nicht wie einer, der blind lings lobt oder nichts andere kennt. Ich habe in zweil Erdtheilen gelebt, in fünf Sprachenßmeine akademischen Studien und Prüfungen gemacht, in drei Sprachen Bücher, und Zeitung? Aufsätze verfaßt. Dabei habe ich stets die deut, sche Sprache bevorzugen müssen." So urtheilt ein französischer Gelehrter über die deutsche Sprache.

In viele Wechselblättern fanden wir die Notiz, daß die alle Burg bei Caub am Rhein durch eine FeuerS brunft, durch einen Blitzstrahl verur sacht, zerstört worden sei. Kein wahres Wort davon. Einige zertrümmerte Dachschiefer ift der ganze Schaden, den die Burg erlitten hat. DaS haben die deutschen Zeitungen schon vor 14 Ta gen gemeldet.

Ein ahrer Pfuhl von Korrupt tion ift in den Regierungsdepartements des fernen AloMa aufgedeckt worden. Die Beamten spekuliren dort mit den von der Regierung importirten und auf Kosten derselben gezüchteten Rennthie ren ganz offen zwecks eigener Bereicherung. Merkwürdig! Wenn es sich darum handelt, die Regierung zu be schwindeln, dann kann selbst die EiseS luft Alaskas die Füulniß nicht unter, drücken. In Onkel SamS" Regie. rungSdepartementS im arktischen Alaska stinkt es ganz ebenso wie in denjenigen der tropischen Philippinen. Bei Gelegenheit der gräßlichen chilenischen Erdbebenkatastrophe ift un ser Präsident einigermaßen aus der Rolle gefallen. Jr einer Proklamation fordert er zur Unterstützung der schwer heimgesuchten Städte auf. In der richtigen Erkenntniß, wie dort rasche Hilfe Noth thut, spricht er die Hoff. nung aus. daß die Bewohner der Ver. Staaten der vom Unglück ereilten Schwefterrepublik zu Hilfe kommen. Man kann nur wünschen, daß die Aufforderung des Präsidenten recht bereit williges Entgegenkommen findet; aber warum hat er so entschieden die Hilfe deö Auslandes abgelehnt, die bereit willig dem unglücklichen San Iran cisco angeboten worden war? Sicherlich theilt die ganze zivilisirte Welt die Entrüstung, die der Zar in einem an den Premierminister Stoly pin über das gegen diesen gerichtete At tentat Ausdruck gibt. Und diese Ent. rüftung wird sich nur noch steigern, wenn immer wieder neue Attentate ge meldet werden wie gestern daS Attentat gegen den Warschauer Generolgouver neur. Aber so sehr man den entsetzlichen TerroriSmuS verdammen und seine Opfer beklagen muß, die Verantwortung muß im letzten Grunde die russische Regierung selber tragen. Rufe nach Rettung. Gebete um Hilfe, wie sie bereits feit einem Jahrhundert aus oer Tiefe der russischen Volksseele aufge stiegen find, wurden durch daS Geknat ter der Gewehre und das Donnern von Geschützen unterdrückt. Nun gilt die Propaganda der That! Und wie tief die Volksseele erregt ift, davon gibt Zeugniß der Haß und die Mordgier, die selbst zarte Mädchen ergreift. Die russische revolutionäre Bewegung hat schon seit dem Jahre 1873 den Weg des TerroriSmuS betreten. DaS ift freilich nicht der Weg, auf dem Rußland sich zu neuem Leben entwickeln kann. Der bekannte Deutschamerikauer Lieber von Indianapolis, welcher seit einer Reihe von Jahren als Konsul in Düsseldorf weilt, kommt in einem in den Cousular Reports" mitgetheilten Berichte auf den Uebelftand zu fpre chen, über den schon viele unserer Kon sule geklagt haben. Er beschwert sich nämlich über den Mangel an Prompt heit bei den amerikanischen Exporteuren, sowie über die häufig geradezu liederliche Verpackung der Waaren, welche von Amerika nach seinem KonsU' lar.Diftrikt geschickt werden. In einem Falle kamen in einer Sendung von Whiskey 17 Prozent der Flaschen als Scherben an, weil die Kifte. in der sie sich befanden, nicht genügend mit Stroh ausgefüllt war. In einem anderen Falle langten zwei Stahlherde, welche aus einer Fabrik in Lorraine, Ohio, stammten und im September 1905 von dort abgeschickt worden waren, erst im Mai dieses Jahres in Düsseldorf an und zwar in einer solchen Verfassung, daß die Firma, welche sie bestellt hatte, sie nach einer Gießerei schicken mußte, wo volle zwei Drittel der gußeisernen Stücke von neuem hergestellt wurden, was nicht allein beträchtliche Unkosten verursachte, sondern für die amerikani sche Fabrik auch! den Verlust eines gu ten Kunden nach sich zog. Die Herde waren nicht mit Bolzen befestigt, son dern so lose verpackt, daß sie durch jeden Stoß, der die Kisten unterwegs traf, in direkte Mitleidenschaft gezogen wer. den muhten. Wenn wir. so schließt Konsul Lieber seinen Bericht, unseren Exporthandel vergrößern wollen, so müssen wir mehr Gewicht auf prompte Beförderung und gute Verpackung legen.

Allerlei kleine Depeschen.

28. August. Was man in Italien vor einem Menschenalter, ja vielleicht noch vor einer Dekade für unmöglich gehalten Hütte, ift Thatsache geworden. Ein Jude Namens Riva ift gestern Unter richtSminifter des Königreiches geworden. Der erfte Froft wird aus den Nie derungen von Iowa gemeldet. Man glaubt nicht, daß die Maisernte Echa den leiden wird. In Cedar RapidS und Crefton sank daS Quecksilber auf 40 Grad, was im August feit 15 Iah ren nicht dagewesen ift. Auch in Charles City trat leichter Froft ein. Bei Lillie Falls, N. Y.. wurde Joyn Molenar, ein Oefterreicher, aus dem Wege von Verwandten nach Hause. von einem Italiener, wie er sterbend aussagte, durch einen Schuß tödtlich verwundet und verschied bald nachher im Hospital. Der Mörder ift nicht ermittelt. Durch eine Explosion eine Kese selö geriethen heute Abend 15 großKerofindehülter in der Nähe von Beau mont. TexaS, in Brand. Das Feuer breitet sich auS und man befürchtet sehr große Verluste. Walter Wellman, Führer der Polar.Expedition. verläßt in dieser Woche die Insel Spitzbergen und kommt nach Amerika, da er die Luftschiffreise nach dem Nordpol in diesem Jahre wegen deS rauhen Wetters nicht mhr unternehmen kann. DaS FlotteN'Department inWash. ington, D. C., beschäftigt sich jetzt mit der Frage, ob die Marine-Offizierc die Weltsprache Esperanto" lernen sollen. Diese neue Weltsprache soll man in fünf Monaten bei einftündiger täglicher Uebung leicht erlernen können. Allerlei fftYS HauS. ZusammengetrockneteGesäße schnell wasserdicht zu machen. Wenn ein Gefäß sehr trocken geworden ist, so kann es das Wasser, das zum Aufquellen hineingegossen wurde, nicht halten, und man muß das Eingießen oft wiederholen, ehe man seinen Zweck erreicht. Man kommt aber damit sehr bald zustande, wenn man das Gefäß zuvor mit Stroh oder schlechtem Heu vollstopft, oben einen Stein darauf legt und nun das Gefäß mit Wasser anfüllt; denn wenn nun auch das Wasser wieder abläuft, so bleibt doch das angefeuchtete Stroh zurück und befördert das Aufquellen deö Holzes in kurzer Zeit. O e l. Es empfiehlt sich, in die Oelflaschen von Zeit zu Zeit eine Prise gewöhnliches Kochfalz zu thun. Man hat dann, da Kochsalz die fast in jeder Art von Oel befindlichen Spuren von Feuchtigkeit anzieht, über demselben stets klares Oel und schützt dieses zugleich vor dem Ranzigwerden. Hafergrütze für Kinderernährung. Sehr viele Kinder vermögen die Kuhmilch nicht zu verbauen, und an deren Stelle ist Hafergrütze zu empfehlen. Entweder gibt man dieselbe allein, oder 2 Theile Hafergrütze und 1 Theil Milch. Gibt man sie allein, so ist es nöthig, daß man sie mindestens y2 Stunde kocht und danach durch ein Sieb gießt mit ein wenig Zucker und bei älteren Kindern mit etwas Butter anrichtet. Gegen Ungeziefer bei Lachtauben. Um Lachtauben von Ungeziefer zu befreien, säubere man zunächst den Raum, worin diese Vögel gehalten werden, gründlich von der Ungezieferbrut, bringe dieselben inzwischen anderweitig unter und be stäube mit Insektenpulver. Auch gebe man den Vögeln täglich in der MittaLsstunde Badewasser. Bei einem alten schwachen Vogel ist es nothwendig. daß an dem Hinterkopf, Nacken und Schultern, überall, wohin er mit dem Schnabel nicht gelangen kann, mit verdünntem Glycerin (1:10 Wasser) bepinselt und dann mit bestem Insektenpulver überpustet wird. Zum Kitten von Glas, so daß es seine Durchsichtigkeit behält, wendet man Gelatine an. Sie wird in Erläasäure bei mäniaer Wärme aelöst und dann auf ore ruchneuen aufgetragen, worauf die Theile fest aufeinander zu pressen sind und an einen trockenen Ort einen Tag lang der Ruhe überlassen werden. Blutflecke in Weißzieua vertreibt man erfolgreich mit heißer Chlorlösung und Nachwaschen in warmen Wasser. Die Morgenmilch der Kühe ist reichlicher, aber auch wässeriger als die Abendmilch, erstere enthält mehr Kasein, letztere mehr Rahm. Uebrigevs findet die Scheidun deS FetteS von der Flüssigkeit schon im Euter statt. Hieraus ergiebt 'ich, daß man beim Melken selbst verschieden fetthaltige Milch erhält. Die zuerst abgemolkene Milch ist am fett ärmsten, während die letztgemolkenen Partien den größten Reichthum an Fett enthalten.

Nnter frern Tckiutz eine Vr!ar,n.

Herr Ferdinand Bolle, Rechnungs bfottta bei einer Pariser Exportdant, versilberte einesTages für 150.000 Dr. checks, die auf verschiedene fremde Namen lauteten, theilte seiner Geliebten, der bildschönen Antoinette Bigouville, mit, daß er eine reiche Erdscyait gemacht habe, und fuhr mit ihr nach ttorfu, in dem angenehmen Bewußtsein, daß es zwischen Griechenland und Frankreich keinen Auslieferungsvertrag gebe. Durch einen Brief, den die Bigouoille an eine Freundin nach Paris geschrieben hatte, erfuhr die Pariser Po.izei den Aufenthalt des Pärchens. sogleich kamen zwei französische Kriminaloeamte nach Griechenland und beerten von der Regierung, baß Bolle und die Bigouville ausgewiesen und auf ein nachbarliches Staatsgebiet gebracht würden, wo sie hart eines bestehenden Vertrages mit Frankreich verhaftet werden könnten. Die griechische Regierung kam diesem Wunsche nach und ertheilte der Polizei in Korfu einen entsprechenden Aufrrag. Als man jedoch das Paar ausheben wollte, fand man das Nest leer. Bald stellte es sich heraus, daß der Korfiater Vonzeikommissär dem Bolle von der behördlichen Verfugung rechtzeitig Nachricht gegeben hatte, und alsbald wuß:e man, daß dies das Werk der schönen Antoinette war, die den Diener der Gerechtigkeit bestrickt hatte. Der Polizeikommissär wurde seines Amtes enthoben. Sein Nachfolger verstand es. durch Geld und Liebe bestochen, Bolle und seine Freundin sechs Monate lang vor der Verfolgung der griechischen Regierung und der französischen knminalbeamten zu schützen. Schließlich aber wurde die französische Regierung energisch, und der letzte Tag des Frie--v sx:- r; v? . rv ? v , oens jcnien sur uie tfiucaamge angebrochen zu sein. Doch in Korfiatet Polizei wußte Bescheid und übergab die Verfolgten dem Schutze eines alten berüchtigten Banditen auf dem Berge Paowcrator. Nach einigen Monaten hatte der Bandit seinen Schützlingen die ganze Barschaft abgeknöpft und erklärte, daß er sein Protektorat unmöglich unentgeltlich ausüben könne. Nun entschloß sich Bolle, wieder nach Korfu zurückzukehren. Dort aber hatte man ihn noch nicH vergessen. Ein neuer Polizeikommissär saß im Amte und verfügte sogleich die gewaltsame Einschiffung des Pärchens auf einem Dampfer, der in Brindisi anlegen mutzte. Bolle aber hatte kein Rettungsmittel 'nehr. Sein Geld war im Besitze seines Schutzherrn vom Berge Paotonator. und die Reie bei -'.-'-önen Antoinette versagten diesmal vollständig. Und so kam Herr Bolle von Brindisi nach Paris ins Gefängniß. Die Judenhctze in Odeffa. Die Russische Korrespondenz verbreitet folgende Meldung aus Odessa vom 24. Juli: In Ergänzung meiner Mittheilung über den hier herrschenden Schrecken theile ich die Worte mit. die der Generalgouverneur Kaulbars der jüdischen Abordnung gegenüber gebraucht hat. Er sagte, alle Juden seien Revolutionäre; wollten sie Ruhe, so müßten sie ihre Jugend zwingen, keinen Antheil an der Freiheitsbewegung zu nehmen. Die Erwiderung, die Gesammtheit könne nicht für die Handlungen einzelner haften, ließ er nickt gelten. Die Soldaten und das russische Volk, erklärte er. seien empört über die Revolutionäre, und wenn er selbst die Soldaten zurückhalten könnte, so sei es ihm doch unmöglich, das Vulk im Zaume zu halten. Wenn es gelungen ist, den gestrigen Pogrom im Keime zu ersticken, so ist das der Haltuitsl der Matrosen und Sappeure zu versinken, die rundheraus erklärten, sie würden alles Gesindel. das gegen Bürger sich vergehe, niederschießen. Heute waren verschiedene Tumulte m der Stadt, bei denen eine Anzahl Personen gctödtet und verwundet wurden. In einer Vorstadt, wo Juden wohnen und sich Kosakcnkasernen befinden, kamen größere Unruhen vor. die einen sehr gefährlichen Charakter anzunehmen drohten. Die Juden flohen in das jüdische Hospital. Durch das Dazwischentreten des Generalgouverneurs Kaulbars und bei Stadtältesten Karangoww wurde die Ruhe vorläufig wieder hergestellt. Ter (fcl des Königs. Aus Christian! wird ein amüsan ter Vorfall berichtet. König Eduard fanfcie vor einiacr Zeit seinem kleinen EnkÄ. dem Kronvrinzen Olaf von N -wegen, einen Ejel als Seschel. Da Thier wurde der besonderen Ob mit de Kapitänö des Dampfers Monte-Bello" anvertraut. Als die ser vor Ckristiania eintraf, lirr; u an einem Mast das ianal Ek ' und an dem anderen Mast das :Ma! ..All-riakt" aufhellen. Nach den slhv sei ris ten liat jedes Leuchthaus die Sig nale beantworten. Ter iuuntan wartete und wartete, erhielt aber keine Antwort, trotzdem er das schöne 2uv nal mehrfach wiederholte. An Land anaekommen, beschwerte er sick, übe: diese Vernachlässiauna von Seiten bc Leuchthurmwächters. Tiefer wurde sofort an das Telephon geruien und mit Rede aenellt. lr erklärte im Tonc gerechter Entrilswng, daß der Kapitan ihn schwer beleidigt habe, und haft er alaube, von Beleidiaunaen keine Notiz nehmen zu müssen.

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Nach den Plänen des Nudolf - Virchow - Krankenhauses in Berlin beabsichtigt die Stadt Genua ein neues Krankenhaus zu errichten; ein Beweis für den Beruf, den die gigantische Anlage bereits besitzt, noch ehe sie völlig vollendet und ihrer Bestimmung übergeben ist. Eine aus drei Aerzten bestehende Commission, welche die Stadt Genua zum Studium der modernsten Hnlanstalten entsandt hatte, hat über die jüngste Schöpfung der Berliner Stadtgemeivde einen so anerkennenden Bericht er stattet, daß der Präsident der genuefischen Krankenanstalten sich an den dortigen deutschen Gmeralconsul mit dem lZrsuchen wandte, die (Entwürfe des großen Krankenhauses zu erhalten, da sie für den Neubau in Genua Verwendung finden sollen. Es ist übrigens ein merkwürdiger Zufall, daß gerade ein Krankenhaus, das Rudolf Virchows Namen trägt, in Italien eine Nachbildung erfahren soll. Ist doch kein deutscher Gelehrter mehr als er dort gefeiert worden, und den Ehrendoktor der Universität Bologna betrachteten die Italicner gleichsam als einen der Ihrigen. Schwere Anklagen gegen einen Deutschen Namens Mathieu Gammersbach wurden in London von einer jungen Holländerin, die sich Dina Montyn nennt, vor dem Polizeigericht von Westminster erhoben. Fräulein Montyn, eine auffallend hübsche Erscheinung, kam vor acht Jahren als 18jähriges Mädchen, ohne ein Wort Englisch zu verstehen, nach London, machte alsbald die Bekanntschaft des Gammersbach und wurde von diesem bei einer älteren Freundin in Pimlico untergebracht. Gammersbach, jetzt ein Mann von etwa 40 Jahren, hatte damals ein Korsettgeschäft in Shaftesbury Avenue und ließ sich bei dessen Betrieb anfangs von der Montyn helfen. Da es nicht gehen wollte, gab er es auf und verlegte sich in der Folgezeit ausschließlich auf die schamloseste Ausbeutung seiner jungen Freundin, die er zu einem liederlichen Lebenswandel anhielt. Den Ertrag steckte er zum größten Theil in seine eigene Tasche, so daß er in den beiden letzten Jahren für über 1000 Pfund Sterling preußische Konsols kaufen konnte. Als letzthin infolge einer Erkrankung der Montyn das schnelle Tempo ihrer Erwerbsfähigkeit nachzulassen schien, ließ er sich ein anderes junges Mädchen aus Köln kommen, um dieses demselben Schicksal zuzuführen; es wurde jedoch von der Montyn gewarnt und kehrte nach Deutschland zurück. Aus Rache für diese Durchkreuzung seiner Pläne kkutalisirte Gammersbach die Montyn immer im erhörter, bis die Unglückliche sich Ezließlich an die Polizei wandte, die ren Peiniger verhaftete. Nach Anhörung der Montyn vertagte der Dichter die Sache, um weitere Ermittlungen anzustellen.

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