Indiana Tribüne, Volume 30, Number 3, Indianapolis, Marion County, 27 August 1906 — Page 7

Jndiano Tribüne, 27 August iOö.

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s Tyrann Ehre l I 0 m m tt A o von A X .fi. ubPW6ki

(Fortsetzung.) Und in diesem Gefühl neigt er stet über ihre Hand, die immer noch in bt seinen liegt, und küßt sie ein paar Mal hinter einander. Sie zittert vor Schreck an allen Gliedern. Und weil sie absolut nicht weiß, was sie in der ungewohnten Hilflosigkeit anfangen soll, erhob sie ihre Stimmt und schrie mit vollen Lungen über den (VW , , PC C V Platz hm, aus dem die beiden Jungen, Warn ihres Befehls, auf und nieder gingen. Franzi Schnatterer Gret' kommt her! Aber sehr, sehr fix. Ihr sollt den ätzten Kugelhupfen essen." Otto Hüssinger lächelt still vor sick hin. Von dem Kugelhupfen war . fY Y I langst kein einziges Brockchen mehr zu sehen. Aber die bebende Mädchenhand gab er nun frei. - - s- I I 111 X, Vt T v. i i ii u V 1 1 C l er Frauenklub der Aufgeklär-f-,atl W-tSnttri Tni I 1 ten" hatte heute wiederum eine oer uviicyen conaisstJungen. zu oenen weidlicye &att jCDen Standes herzlich willkommen geheißen 1m X mm CV . A 1 f ..uhf.44.jkl louiucu. in yui icu c.tl,u, grauen, o in oer Hoffnung, eiwaNeues zu hören, hierher gekommen wa ren, und ein paar lustiger Spottvöge! chen, die aus dem zu erwartenden Stoff Material für Komik und Lacherfolqe zu schlagen hofften, füllten den Saal. (ine arop.e. itarnnochiae ame von mittleren Jahren stand auf der Rednerbühne. Einstweilen begnügte sie sich noch damit, ihre Lippen durch einen Trunk frischen Wassers für die zukünftigen Strapazen geschmeidig zu erhalten. Sie hatte ein scharfes, mirkantes Profil, kurz geschnittenes Hc.ar und kluge Augen, sehr viel Fesselndes, aber seqr wenig Weibliches im toen-iit. Sie redete nachher von hohen, gewaltigen Diwzen, mit denen die meinen der Anwesenden nichts anzufangen wußten, ur wenige von denen, ausschließlich die in den vorderen Neiden saßen und den oberen Zehntausend angehörten, fesselte der Vortrag. Was hatten den auch die um das tägliche Brot Ringenden darnach zu fragen, ob dem weiblichen Geschlecht der Besuch der Börse erlaubt und ob zuletzt doch noch das Wahlrecht durchgebracht werden würde. Sie fühlten sich von dem Thema, das ihnen so fern ab lag, bedrückt. In dem unbestimmten Bewußtsein, jemand zu finden, der für sie eintreten wollte. waren it gekommen. Menschliches wollten sie, warmes, Entgegenkommen, eine barmherziges Hano. me ne aufhob, rvenn eine oder die andere aus ihrer D!itte, auf dem rauhen Arbeitwege strauchelte. Das hier verwirrte sie nur. Es mochte ja sehr gelehn und sehr schön ausgedrückt sein, aber für sie patzte es nicht. Sie waren dadurch wieder um eine Hoffnung ärmrr ge worden und hatten doch blitzwenig ubng. Xa.ot ucy Das Nicht langer ge fauen. jjitilchivcitcrn. jagte Du harte, energische Stimme der Rednerin. Wi: tm immeilernoes roMveteMianai klang es nq oen ?aal. W zur chiaail zuiammen ruft, eym ucy m w sh n I oaeegen auf: eigl iynen. oarz yr w r r i fkY eine Macht seid, viel größer und einflutzreicher als sie. Wißt Ihr denn überhaupt, wem außer Euch nu? nock der Besuch der Börse die Wahrnehmung des eigensten Interesses ver boten ist? Betrügerischen Bankerottenren und gemeinen Verbrechern! Ja. ja so ist', und da scklagen sie nun die Hände zusammen und schreien, wenn wir unser Recht zu sichern versuchen .Ihr sollt unsere Gefährtinnen, die Mütter unserer Kinder und dadurch die Stützen des Staates sein.' tiösten sie uns. wenn unser Geist aufzuweichen oroyt. Wir muyen ihnen daraus entgegnen: .Wenn Ihr uns mit jenen auf eine Stufe stellt, so müßte es in Wahrf .' i f r rvi qzu lammeriim um uniern 'amnums und Euern Staat bestellt sein. Kommt doch mit der Wahrheit heraus. Wer wie wir so viel Demüthigung. Knecht schaft und Sklaventhum ertragen hat, erträgt auch Euer wirkliche Gesicht.' Os C 3 in .iu..3 f . r .. 2 , .3.ft Aber, es ist etwas besonderes, weshalb sie uns fernhalten. Sie fürchten unser Uebergewicht." Eine Bewegung entstand im Saal. Die Sprecherin quittirte mit sichtlicher Genugthuung darüber. Sie wußte, was sie ihnen mit der stolzen Rede gegeben hatte, denn ihr Bruder war der ersann gewesen unv oer vernanoiiaz auf die Effekte. Sie wartete ein Weilchen, ehe sie. scheinbar ermattet, fortfuhr: Ich werde nachher eine sorgfältig ausgearbeitete Petition im Saal herumgehen lassen. Es bedarf nach diesen Ausführungen wohl nicht mehr des Hinweises, daß es die Ehrenpflicht jeder Einzelnen ist. unser gerechtfertigtes Bestreben mit ihrem vollen Namen zu unterstützen." Dann nickte sie ein paarmal mit den: Kopf, trank den Rest des Wassers und verschwand. Die meisten btx ZuHörerinnen hatten rothe, verlegene Gesichter. Ein paar

fesche, niedliche Ladenmädchen kicher-

ten ungenirt. Was sie blos mmer mit der Börse wollte." lachte die eine von ihnen, soll uns mal erst's Geld zum 'Neinthun verschaffen, die lump'ge Börse ist nachhr '& noRtrrffp " Tie nächste und letzte Rednerin war - VVVfV em Programm nach die Frau Professor Altcak aus Dresden. Sie sah nnm nnnp-M n s rmt yioraanaetm am J " J " ' ' 7 53 i I Podium aus. Mild, barmherzig und sehr alt. und dem Alter gesteh: man ja auch noch in der heutigen, moben:en Zeit den weiten Blick zu. Tarf ich mir einige Worte zu dem Vorbergesagten erlauben?" begann sie slicht.Eigentlich stehe ich mit etwas ganz anderem auf dem Programm. Aber d7.s muß Zeit bis ,;um nächsten Mal baben. Heute möcht' ich erst den ängstlichen, verwirrten Ausdruck, den das soeben Gehörte auf manches GeVVl'Vll VVUVttk. Ull MlUllUA - 7l -g. ' f(f,rieftn 6at t einen ,UD,t m., hoffenden umwandeln. .Ich bin eine alte Frau, der das Leben viel aeaeben. aber noch mehr genommen bat, nur den Blick nickt für das, wad noth thut. Das liegt meiner Ansicht nach auf einem ganz andern Felde, als uns Fräulein Doktor 'UH i., .i - : uii, 1 iuuivui - 9mmJL nrnUrn 0:nsth,n ,srtr . mJLL .fo ' Ht,r ffnsinn.n omiifrnh ?s nMünh V laviUiUVH v f. i . v i - , xr r i Vntrtrt Vnir fr 31t r sTrSftssirr!nn0rr Wafnfnfnrt in fct !M?l nrnrrng i V. L i l I l fcC l k I IV IM V VV MMIIVIMVI V ' w ,.;;; ; schicken, immer noch als etwas Wunc ! rw-i v . k.'VII . 1 UVIVUtUI lil .'kW W in derschönes. sich dem Manne, der ihnen diese Selbstständiakeil nimmt, unterzuordnen. Es ist nur ein sehr aerinaer Prozentsatz von geistig auserwählten M 2 - Frauen, die m salicher ufsajiung der un einmal bestehenden Naturcesew sich bedrückt und beeinträchtigt fühlen. Zu diesen rede ich heule nicht. Dazu bin ich nicht wissend genug. Für jene andern für das Gros des Mittel ftanbeä erhebe ich meine Stimme. Für sie mutz eme Reform geschaffen werden. An erste? Stelle rrcrite ich meine Worte an alle anwesenden Mütter. ..Macht Eure Töchter fest, ehe Ihr ne aus lauerm Hauie ziehen latzt. ver bergt nickt ängstlich die Sünde und Folgen jhen' von', vor ihnen, sprecht zu allem, über das sie fallen könnten. Unterweist sie mit Liebe und Geduld. Vertagt ihnen nicht hart näckig jene kleinen, unschuldigen Vergnugungen, die zur Jugend gehören wie die Blumen zum Frühlina. Seid ibnen Sckn?e'tern und Freundinnen. hßetet mit ihnen, aber lacht und scherzt auch wiederum zur gegebenen Zeit und sorgt dafür, daß der Glaube kein chreckbild für sie werde. Und fällt 'rotzdem mal eine, so bitte ich Euch. Ihr Schwestern der besitzenden Klasse, übt Barmherzigkeit. Meint Ihr etwa. daß b:t Verachtung bessere? O nem, die macht hart und trotzig. Ich habe einmal ein Mädchen gekannt, die umgekehrt iit auf dem Wege des Lasters, in dessen Mitte sie stand, weil eine alte, vornehme ?rau. bei der sie vordem in dienst aewesen war. über sie bitterlich geweint hat. Die Menschenhern sind seitdem Nickt anders worden. Sie sind noch genau so verzweifelt, genau so zerschlagen, genau so liebebedürftia. w:e vordem. Thu Euch zusammen Macht ihnen das Umkehren leicht und die brennende Scham gelinder! Ihr thut ein Gotteswerk. Ja Ihr thut auch ein modernes, sensationelles, wenn Euch das alt?, heilige Wort stören soll;?. Ihr erhebt die Frauen zu einer Macht, die der des Mannes gleich kommt, sie sogar noch überflügelt. SVnn nu3 hr reinen ftrrmenvri r för-ft der Mann den Salt und seine ' rno-ralische und physische Kraft. M ' "i ' v meine, das wi? damit der vornehmne Aufgabe unseres Lebens gerecht werden." Lautlos still war es im Saal nach diesen Worten. Man merkte, daß sie so manche im Innersten getroffen hat ten. Auch Emmi Brandbuber. die al Begleitung d?r alten Frau Helmer der zehnten Reihe saß. Diesmal hatt:nicht nöthig gehabt, ihren Mund aufzuthun. Was die erste gesagt hatte. oax jhr zu boch und zu fernab, als daß sich ihr innerliches Gifttopfchen des wegen in Wallung versetzte. Die Wort? er alten, lieben Dame aber unter schrieb sie sämmtlich. Sie hätte u ih' gn iin ibr die 5ände dafür küssen möaen. so schön undkluq fand sie alles. . i I 9 J ' ' ws ibr Mund aesorochen hatte. Als sie endlich m's Frei- hinaus kam und Frau Helmer sorglich in ein? geschlossene Droschke gepackt war. drebte sie sich ein vaarmal auf den H.en herum, ehe sie weiter gina. Das I - . . war idre ublicve Bewegung, wenn ior etwas ernsthaft im Kovf herum IpuZte. Sie überlegte, ob sie noch zu Frau Annette 5üssinaer hinaus fahren sollte. Tie lete Elektrische aini noch lange nicht, und eZ würde der Schwerleidenden sicherlich eine große Erleichterung gewahren, noch c;r.r..ai oor rer Nach! umgebettet zu werden. Seit einiger Tagen gin es sehr schlecht mit ihr oVr ßnrif -r.it Ciitiftr hen JfSiiT V MIV. . mm .V f w - - " singers durch Kota Fiedler kennen ge lernt hatten, w.'.r dishe.- täglich zu ih: gekommen. Konnte er ihr freilich di' alte Bewegungsfreiheit auch nicht px rückzaubern. so verstand er och mi sterhaft, die Athemnoth ur oa kume stärker werdende Angstgefühl zu lin dern. Seit gestern war er für ein paa: Wochen verreist. Er hatte das ganzc Jahr angestrengt gearbeitet und bc durfte dringend einer völligen Aus svannuna. Im Sommer war er dies mal nicht dazu gekommen. Di' schwer: Tvvhusepidemie nahm die Kräfte aUr.

Aerzte scharf in Anspruch. Es wan ihm als eine Pflichtlosigkeit erschienen, in dieser Zeit von seinem Posten zu aehen. Sein junger, eifriger Vertrete? 1 . . . ... .

konnte ihn bei Frau Annette nicht erl,i,,n iMissensckattlich vielleicht, aü i nnmohrnffpn Kiaenschoit Trost und Beruhigung durch die bloßc Geaenwart zu svenden. nicht. Dazu finttt er innM nock nn zu wenia Sterbebetten aestanden. ??rau Sünmaer mintp hwir Woroen bitterlich, als die übliche Stunde heran kam und statt ' I des alten, freundlichen Gesichts, in dem zwingender Ernst und Schalkhaftigkeii neben einander wohnten, das energische Antlitz des jungen Mediziners mit den zahlreichen, grellrothen Durchzieheru in dem Rahmen der Thür erschien. Kurz entschlossen, durch das Bild der unglücklichen, hilflosen Frau gezwungen, fuhr Emmi Branayuber zur Maximilianstratze. Es war gut, daß sie der innerlichen Stimme gehorcht hatte, denn mit rau Annette Hüssinger ging es zum Ster den. Still und anspruchslos, wie ihr Leben gewesen war, wurde auch ihr Tod. Als Emml Brandhuber in ras Zimmer trat, san sie aufreckt, von vielen Giin imtrftiifet im sW. Kie bat'e die !öanb auf den Kovf ibres E n?ien i v T7" . 7. mUM der Vor ibm Laaer kniete, hmm; msff, 4 ifcr iiuiu viuiivi;vn vwuv nv vj.i Mutter sterben leben. Mit stillem Grauen dachte sie an jene Nacht zu rück, die kein Ende nehmen wollte. E? war ein angstvolles Klammern an das spärliche Fünkchen Leben bis zum letz ten Augenblick gewesen. Ein verzwei selier -mrei. es m verlanaern. ein Zurwchr sehen" qeaen daö Fortm. sen. um der unmündigen Kinder halber. Hier qab es keinen Kmps. Nur ein Lächeln. Ein zufriedenes Stillsein, daß sie noch so lange bei ihrem Sohne hatte bleiben dürfen. Keinerlei Auflehnung, keine Angst ror dem Tunkel oder dem Licht. ?rnii .üfsrnripr teilt dkis Mäd chen, das ibr in der schweren Zeit der Schmerlen ' so treulich beiaestanden Schmerzen so treulich beigestc hatte, dessen reinen, gesunden Kern si: mit den bellen Augen, welch: die Nähe der Ewigkeit bereits schärfte, erkannt hatte, kommen fab, nahm sie die kraftlose Hand vom Haupte ihres Einzigen herunter, um sie ihr entgegen zu strecken Aber sie gehorchte nicht mehr ihrem Willen. Da winkte sie so lange bitt mit hn Ys,mer? tt (5mmt Brandhuber Msftt nslen ihrem Hunnen stand, Wie still das alles war und wie fried- , . v u 1 ' lich. In der Ecke dampfte, wie an jedem andern Tage, der Kaffee durch die Tülle der braunen Steingutkanne. In der Röhre prasselten die Bratäpfel, die bisher die Abendmahlzeit der Kranken ausgemacht hatten. Alles wie sont, und doch bereitete sich ein Menschenleren, oas sunsunooreiiZig Jayre in diesem Raume gelacht und geweint hatte, auf die Ewigkeit vor Otto." fagte sie plötzlich ganz leise, wie alt bist Tu eigentlich?" Achtundzwanzia, Muttel. Ja, ja, s' Zeit zum Nestlibauen, mein Jung', hohe Zeit. Und Sie, Emmi, wie alt?" Neunzehn vorbei. Frau Hüssinger." So, so. und der Franzi. der Bruder, sieht auf eig'ncn Füßen, net?" Ja. seit an paar Wochen braucht er nzx mehr von mir. Und Sie können auch allein durchkommen. Emmi, qam gewiß. Aber es taugt für an Mädel nix. dazu, Otto?" Was meinst Ter nickt. Der größte Schmerz, den ein Kind durchzumachen hat, nimmt ihm den Atbem und damit die Worte. Sein Blick sucht Emmi Brandhubers erblaßtes Gesicht. Er hat alle Taae an das ocdat. was die Mutter soeben andeutet, aber er batte um ibretw llen Z r ' 1 I noch nicht darüber sprechen mögen. Er . . , wollte einen einzigen Blick aus ihren Augen haben, aus den klaren, reinen Sternen, die immer fest, geradeaus in's Leben blickten. In diesem Augenblick waren sie zu Boden gesenkt. Da rang sich doch ein Laut aus seiner übervollen Brust. Fräulein Emmi," sagte er müh sam, Haben's gehört, was mein Mut tel sagt?" Gewiß doch, aber sprechen's weiter drüber." ne: I glaub', i könnt' leichter einschla fen, wann i müßt', daß Ihr beid' Euch zusammen gefunden hattet. . kl r w , Uno rnnrnaer tricv zärtlich uer vie sttrn oer 'iuner, aus oer in gro l t . c rw-i i mm. ßen. hellen Tropfen die unbewußte 9snrsi vor dem letzten Minae stnd (5r ryrtm ilrm rS itS UUtt. u, f.;. iiumiii mit yuiiu uuu iijit jit uui jitiic trennenden yluaen. Du weißt ja gar net, Mutter, ob sie mich will." Emmi Brandhuber hätte schreien mögen, br stolzes, heißes Genibl, das sie ein oan?es ?kahr lana heimlich f.ii i.rcy herum gelragen oarle, wurm hier aufzedcckt. Das Scheue. Heiligt flog mit einem Mal davon. Die Augen der Menschen entweihten es. Und wenn es auch Multcraugen waren Aber sie konnte sich nicht dagegen auflehnen. Gegen Sterbende muß man weich sein und nachsichtig. Den Le benden kann man ja von der Qual, die er um der Theuersten den letzten Wunsch nicht unerfüllt zu lassen aus sich nahm, nachher wieder lösen. ouens memen uno, Emmi?" sagte die matte, röchelnde Stimme wei-

ter. Ein Flehen liegt in den zittern- rg die Bauerswittwe Maria Wahlden Tonen .Sagen s ia! tab. Sie war bis ,u ihrem LebenS-

yar nazerlicy oas nämliche Vt; me m möglichst schnell öu WUWV B Vi'ivv VillKIlli. IIUJ lllLUi IIUUI

nger quälen zu lassen. S neigt stumm den Kopf, der so viel Lasten und Entbehrungen getragen hat. die lhr in diesem Augenblick alle so klein HM . A-sjC.-! i r

'"g seinen, ann icgi ik lhre Hand in die des Mannes, dem ihr Her; gehört. Und dennoch wein sie. daß sie ihn wieder freigeben wird und muß. weil sie das hier nicht ausnutzen ax rouocs cymcyzen geyr oei mesC: i c em Geoanien ourch ihr Herz, (sie Im . I . i- L " C . ÜUl W armer oenn jemals zuvor. Als Frau Annette öüssinaer bereitfünf Tage unter dem Hügel mit den wenigen, billigen Epheukränzen schlief, saß Emmi Brandhuber in ihrem ein fachen Stübchen und schrieb den schwersten Brief ihres Lebens. Sie war immer für die Klarheit und Wahrhaftigkeit gewesen, und konnte das Dunkle, Ungesunde, das in ihrer.' Verhältniß zu Qtto Hussinqer lag. nicht länger schweigend ertragen. Sie litt unausivrecklicke Qualen dabei Damals, am Sterbebett seiner Mutter. war ihr kein anderer Ai.swea aeblie ben. als die gebotene Hand anzunehmen. Sie glaubte der alten Frau, die immer gut zu ihr gewesen war. diesen lekten Tienst erweisen M müssen. Und v o , . ..jc nainnn want wux uuu; lhres Sohnes Will'' untergegangen 5etzt aber war es endlich 3dt. die - - wrjf r Opmfreudigkelt bereite zu schieben und unerbittlich wa'w zu sein. Sie tauchte die Feder ein und schrieb ohne Besinnen : Lieber Herr Hüssinger! Sie mögen sich gewundert haben. daß Sie mich bei Ihren wiederholten Besuchen, die mir jedesmal durch meine Wirthsleute mitgetheilt wurden, niemals zu Hause anirafen. Ich bin nämlich erst ganz spät Abends heim gekommen, weil ich meinte, daß das. was wir mit einander zu besprechen haben, sich leichte? und friedlicher auf schriftlichem Wege abmachen läßt. Wir verstehen uns doch dann. Sie waren ! immer ein guter, braver Sohn, und das wollten Sie auch bis zu letzt sein. damit der Mutter das Sterben leicht würd?. Aus eben demselben Grunde sagie auch ich nicht .Nein.' Nun schläfi sie a aber und Sie haben auf nichts mehr Rücksicht zu nehmen. Nicht wahr. Sie kannten mich auch darin und wußten genau, daß ich keine ron denen bin, die ein in der Herzensnoth gegebenes Versprechen ausnutzen wird? Wir Ha bcn uns beide in der schweren Krank I t o ! 4.: ji . i v yeiivzen g.unviicy rennen ge erni llNl' wru.n woai unicr i:euen tanq eine freundliche Erinnerung an einander behalten. Trotzdem braucht man sich noch lange nicht zu heirathen. Ich habe mit diesem Briefe bis heute gewartet. weil ich wollte, daß sich Ihr Innere' erst ein wenig beruhigen sollte. Und nun will ich Ihnen .adieu' iaa:n. gir wollen uns nach sie e mcl'r wiedersehen. Es ist besser so. Alles Glück, das jemals einem Men schen zu theil geworden ist, wünsche ich Ihnen, so recht aus vollstem, tiefstem Herzen heraus. Emmi Brandhuber. Tann schob sie den Bogen in rzTi Umschlag und trug den Brief in den Kasten. Geschlafen hat sie aber, in der Nacht darauf, nicht. Otto Hüssinger hat ihren Wunsch, daß sie sich hinfort nicht wiedersehen wollen, doch nicht erfüllen können. Am nächsten Tage, ganz früh um die tundc. von der er weiß, daJ sie sich:' anzutreffen ist, steht er vor ihr, in der. I I r n . r. i i. r ' rr ' yeuen siuocyen, oas iroiz iciner mfachheit, mit den blüthenweißen Vor hängen und den brennend rothblübcnden Geranienstöcken am Fenster, so ine Zartes und Mädchenhaftes hat. S'7 hebt me Hand zum Herzen empor un wir) vlaN. Trotzoem will )K Mil einen I i Vf Y zwori uoer m? ngeleaen. i r it r tortduickcn. arer ihr fällt lems ein. Lachen will sie, um es ihm recht leicht zu machen, aber e? kommt nur ein eigenthümlich alucksendes Geräusch. das erschütternd wirkt, aus ihren Munde. ..Emmi." fraat er bei, er. warum thaten's mir das?" Sie schweigt. Daß auch Sie spielen konnten mi dem Heiligsten, was der Mensch hat das bätt' s net q'glaubt." Sie richtet sich stolz empor. Sie ist plötzlich gar nicht mebr klein und un bedeutend. Ein Weib ist sie. das rbcr dem Gut. das ihr kostbarstes gewesei ist, schützend die ?ände gebreitct hält. I hab' net gespie't. I hab', ae 'wunden von der $vW?"H des Tode? net and??s können. JcM hab' Ailt V0? d?M IstNOÜN. ItCN LctCN O&NC I "J . .. Lieb' und Vertrauen, vor der Lug die. ohne unsere Schuld, zwischen uni getreten ist." I fr net gelogn. Swmi. S wayr an Gott uver un? wonr. i oair auch ohne mein Mutter gesprochen vielleicht an weniges später, aber ar svrochen bätt' i." Das dmken's jetzt, Herr Hüssinger. weil i Ihnen leid thu', weil Ihr gules Hert mit Ihnen durchrennt und we meinen, Sie müßten dem Waisenkind, das Ihr Muttel gepflegt hat, etwas arg Liebes anthun." Er packt sie hart am Arm. (Zort etzung folgt.) m wrt$ ÖOn 102 Iah . ?n ; o,, M Neaens mbt rfftto besuchte fleißig die Kirche ttttb ' die Zeituug.

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