Indiana Tribüne, Volume 30, Number 3, Indianapolis, Marion County, 27 August 1906 — Page 4
Jndian Tribüne, 7. August 1006.
Indiana Tribüne. Hnawb von btx tttbt . Indianapolis, Ind.
Kantz O.THndm .... Prifident. efchäftSlocalt No. S1 Süd Delaware Strahe. Telephone s. E-.tered t the Post Office ot Indian.peli as econd cl.as matter. Der Terrorismu in der deutsche sozialdemvkra tischen Partei. Der Besuch der deutschen Zourna - listen in England Hat für die deutsche sozialdemokratische Partei die unange nehme Folge gehabt, daß auf die in ihrem Zentralvorftande seit 10 Jahren gehandhabte Willkürherrschaft eine ManneS auch die gerade in neuem Auf. schwunge besinnlichen Sozialiften und Arbeitervertreter Englands aufmerk, sam gemacht wurden. In Deutschland waren ja die heftigen Auftritte zwischen dem Parteidiktator Bebel, der im Alleinbefitz der .reinen" sozialistischen Lehre zu sein vorgiebt, und den jünge ren Sozialdemokraten, die durch prak. tische Betheiligung an der Gesetzgebung und Verwaltung das Wohl der Arbeiter fördern wollen, längst eine stehende Erscheinung der sozialoemokratischen Parteitage. Man bemerkte, daß der Kampf sich in den Spalten der sozial demokratischen Zeitungen in der rohe ften Sprache und erbittertsten Leiden schaftlichkeit fortsetzte. Selbst die Re dakteure deS Vorwärts", des den tralorgansoer sozialdemokratischen Partei Deutschlands", gingen vorüber gehend von der Parteileitung zu der Opposition der Revisionisten" über. Dennoch hat Bebel das Heft in der Hand behalten; wenigstens äußerlich haben die Wortführer eines mehr zeit gemäßen, politisch ernst zu nehmenden realifirbaren Parteiprogramms sich im mer wieder unterworfen. Man müßte die Parteidisziplin, die Männer wie Bernstein und Göhre trotz der ihnen widerfahrenden Behandlung in der Gefolgschaft BebelS festhielt, be wundern, wenn man nicht wüßte, daß ibre ganze politische Existenz darauf beruht, als .Genoffe" anerkannt zu werden und dadurch den Schein für sich zu haben, als ständen die drei Millionen sozialdemokratischer Stimmen der letzten ReichStagSwahl hinter ihnen. Bebel wußte ganz gut, daß die von ihm so oft angewandte Droh ung: wer nicht für mich ist, der fliegt auS der Partei", einstweilen noch ihrer Wirkung sicher ist. Eben weil er selbst kein positives Programm hat, sondern immer nur in altgewohnter Leiden schaftlichkeit gegen die bestehende Ord. nung wüthet, in dem Wahne seiner Jugend befangen, als müßte nach dem gewaltsamen Umsturz ganz von selbst eine von allem Zwang und Elend freie Welt hervorgehen, kann er als der ent schiedenfte Bannerträger, wie ein Ro beSpierre, die Girondisten unter den das Wort nehmenden Genoffen" über winden. Er glaubt trotz seiner 66 Jahre an daS Zusammenstehen und die Augen denden deS internationalen Proleta riatS". Weder die Schandthaten der Pariser Kommunarden, noch die Meu chelmorde der russischen Revolutionäre machen ihn an dieser Auffassung irre. Aufftachelung zum Haß gegen die an gebliche Privilegienherrschaft, Verächt, lichmachung alle? Autorität außer der seinigen, ist die Thätigkeit, die er von allen Genoffen verlangt. Ganz richtig hat der geistreiche Ire Bernhard Shaw an ihm bemerkt, daß er immer wie von der Kanzel herab Moralpredigten hält und in der Freude tugendhafter Ent rüftung schwelgt. ?immer ist er aus der Suche nach einem Skandal oder auch nur einem Skandülchen, daS er in fulminanter .Rede ausnutzen kann zu der verallgemeinerten Anklage, mit der er auf dieMaffen wirken will. Hat er einen ihm passenden Vorgang zu solcher Strafpredigt gefunden, dann geht die Hetze mit neuem Muthe weiter und die Blätter, auf die er Einfluß hat, ma chen dann ihrem Jubel in dem bekann ten AuSspruch Luft: Die Sozialdemo. kratie hat doch ein Schweineglück." Dann Bebel wieder im Reichstag eine durch die Parlamentsberichte in ganz Deutschland verbreitete Rede halten, deren Kraftstellen bei allen Moralisten im Lande Eindruck machen und ange hende Worthelden zur Nacheiferung an spornen müssen. Da Bewußtsein, für da Wohl der jetzt lebenden Generation deutscher Ar
beiter ins Parlament berufen zu fein, ist den sozialdemokratischen Abgeordne
ten Bebel'scher Richtung und besonders ihm selber schon gänzlich verloren ge gangen. Den Arbeitern im Kampfe deS Daseins zu helfen und sie vor Wirth, schaftlichen Nothständen zu bewahren. überlassen sie der Regierung und den Arbeitgebern; nur bei L ohnftreitigkei ten suchen sie die Arbeiter zum Aeußer. ften zu Hetzen, um sie anS sozialdemo kratische Lager zu bannen. Bebel sieht seine Aufgabe darin, die sozialdemok-a. tische Parteimaschinerie, die nun einmal besteht, mit allen Mitteln zusammenzu hatten. Arbeiter, die ihre StandeSin tereffen in den Vordergrund stellen, Redner, die einen praktischen Gedanken verfechten, VolkSwirthschaftler, die ein neues Programm ausarbeiten, find ihm von vornherein unbequem, weil sie eine Spaltung innerhalb der Partei hervorrufen und leine revolutionären Drohungen bei Seite setzen könnten. Fanatische, charakterlose und über ein volles Register derber Schimpfwort Literaten find ihm liebere Mitarbeiter als Männer mit einem warmen Herzen für das Arbeiterwohl, die sich zu pofi tiver Mitarbeit an der Gesetzgebung bereit finden lassen könnten. Die Epi gonen von Marx kämpfen unter BebelS Führung im Namen der deutschen So zialdemokratie einen chimärischen Agi tationökampf für das internationale Proletariat. Von Jahr zu Jahr stärkt sich natür. lich in der Partei selbst die Opposition gegen diesen selbstherrlichen Führer, der die Ideale der Vergangenheit verficht. Der Zusammenprall auf den jährlichen Parteitagen wird immer heftiger. Der Vorwärts", das offizielle Parteiblatt, hat neuerdings schon Gegenerklärungen einiger von Bebel getadelter Genoffen" gebracht, die an Schürfe deS Tones nichts zu wünschen übrig ließen. Die sozialdemokratischen Gewerkschaften ha ben sich gegen daS von der Parteilei. tung ausgehende Drohen mit dem Mas senftreik verwahrt. Bebel verliert all mählich auch bei seinen eigenen Krea turen an Autorität, weil die Unfrucht barkeit seiner Methode einleuchtet und die ewige Wiederholung übertriebener Angriffe ermüdet. Besonders störend für BebelS Politik, den Zündstoff der Revolution aus allen Ländern aufzu sammeln, bis schließlich von dem aner kannten Führer der Funke angelegt wird, ist die unbestreitbare Thatsache, daß die sozialistischen Parteien deS Aus landeS bereits einen anderen Weg ge gangen finb. Millerand und JaureS in Frankreich. BurnS und tteir Hardie in England legen den überkommenen sozialistischen Utopien nur den Werth bei, gelegentlich als Phantasiespiel an die Wand gemalt zu werden; als Di rektiven deS Handelns und als Hemm schuh der Parteientwickelung benutzt sie nur der Idealist Bebel. Ganz richtig hat Shaw den Unterschied zwischen der rein negierenden deutschen und der prak tischen englischen Sozialdemokratie be zeichnet: in England hat BurnS einen Minifterpoften angenommen und Keir Hardie arbeitet mit ihm zusammen; wenn man Bebel vorschlüge, daS Deut sche Reich zu regieren und Singer zum Kanzler zu machen, so würden sie es aus Prinzip" ablehnen. Die englischen Arbeiter und die aus ihrenReihen hervorgegangenenAbgeord neten im Parlament haben sich um die Berufserklärung der Sozial Demo. cratic Federation" in Battersea gegen den Verrüther an seinem Stande" John BurnS gar nicht gekümmert und find, wie die neuesten Gesetze über Ge. merkSftreitigkeiten zeigen, sehr gut da bei gefahren. Jh'. begabter Vertreter Mac. Donald muß sich von dem doktri. nären Proletarieranwalt im Vor würtö" einen Rüffel gefallen lasten, weil er den sozialen Kampf als Mittel zur Verbesserung der Lage der arbei tenden Klassen auffaßt, statt mit Bebel an dem Umsturz der ganzen Gesell. schaftSordnung zu arbeiten, deren Grundstein der Kapitalismus ist. Der Hohn in der Antwort deS Labour Leader", daß die Frage, welches der richtige Begriff vom Wesen der mensch lichen Gesellschaft sei, gar nicht zur Disposition siehe und daß eS in der Politik auf den Willen mehr ankomme als auf den Verstand, trifft die deut sche Sozialdemokratie sehr hart. Die Pflege der reinen", von Marx über kommenen Lehre, ist BebelS Leben, zweck, nicht weil der die Wissenschaft liche Theorie retten oder die Welt ver bessern will, sondern weil er nur als Hüter dieser weltverlorenen Tradition sich jüngeren Kräften gegenüber als Diktator der sozialdemokratischen Par tei halten kann. Solange die Sozia
listen in Frankreich und England noch nicht politische Erfolge erzielen könn ten, galt Bebel in Deutschland auch als anerkanntes Oberhaupt der Jnter nationalen rbeiterverbrüderung. Die sen Nimdu haben ihm die jyngften Controversen entzogen. ES bleibt ab. zuwarten, wie lange sich die Revifio niften unter den deutschen Sozialdemo, kraten den TerroriSmuS deS tempera mentvollen Doktrinärs Bebel und sei ner selbstsüchtigen Gehilfen gefallen lassen werden. Der Einfluß der sozial demokratischen Parteileitung aus die an der Spitze des Zentralverbandes der Gewerkschaften stehenden Genossen " hat bereits einen schweren Stoß er. litten.
Die Demokratie von Obio hat Bryan indossirt. Die Demokratie von Illinois hat das Gleiche gethan. That, sächlich haben schon so viele Staaten sich für ihn erklärt, daß er bereits als no. minirt gelten kann. Diese Begeifte rang ist eigenthümlich, da sie nur rein persönliche! Art sein kann. Die wich tizften Principien die Bryan früher vertrat; gelten in seiner Partei sür ab gethan. Niemand spricht mehr von Silberprägung; wie aber der erkorene Führer sich zu anderen Fragen veryält. weiß Niemand. Polizeiliches. Eine Anklage aus Großdieb stahl brachte gestern Gay Kuble von Terre Haute hinter das eiserne Gitter. Derselbe soll vier Meilen südlich von der Stadt ein Pserd gestohlen haben. Er wurde von einem gewissen I. H. Pierson dabei erwischt, der ihn nach einer langen Jagd dingfest machte und nach der Stadt expedirte. wo er von der hiesigen Polizei in Gewahrsam genom men wurde. Den Wirthschaften wurde gestern von der Polizei wieder eine be sondere Aufmerksamkeit geschenkt. Die Folge davon war. daß sünf Wirthe den Weg zur Bafiille antreten mußten, da ihre Wirthschaften offen gefunden wurden und sie sich dadurch gegen das Nicholson.Gesetz vergangen hatten. Die Namen derselben sind: Martin Hohl, Georgia Str. in der Nähe von Noble Str.; Thomas N. Veit, 1322 West Washington Str.; William Tecken berg, 1197 River Ave.; JameS Wolf. 401 West Washington Str.; JameS M. JoneS, 30. Str. und Kanal. Gott lieb Leukhardt, Die gemüthliche aV, Ecke Noble und Market Str. ras und Schneider. Erst vor wenigen Tagen fiat Herr Clemenceau, der französische Minister des Inneren, in einem scharfen Er lasse dem Polizeipräfekten von Paris Lepine anbefohlen, dafür Sorge zu tragen, daß der alte schöne Brauch des sogenannten Passage ä tabac" unter drückt werde. Man versteht darunter die von den unteren Organen der Po lizei mit historischer Treue gepflegte Tradition, jeden wegen Randalirens oder sonstigen Unfugs von der Straße auf die Wache gebrachten Staatsbür ger zunächst einmal nach allen Regeln der Kunst gründlich zu verprügeln. Eine kleine Geschichte, die soeben aus Paris berichtet wird, zeigt aber. bn& eS nicht an Fällen gefehlt hat, in denen die Rollen vertauscht wurden, und der tapfere Polizeimann es war. der die Prügel von der Hand des Misse thäters erhielt. Ein junger Mann der besten Pariser Gesellschaft, der Vicomte Dves de Monti de RezS hatte von seinem Schneider einen neuen Rock erhalten, der seiner Ansicht noch durchaus nicht paßte. Immer wieder ging er zu ihm hin, um etwas daran auszusetzen. Bis schließlich dem toarferen Schneidermeister die Geduld riß und er seinem anspruchsvollen $hm den erklärte, er möchte sich künftig für die Bekleidung seiner werthen Person einen anderen Lieferanten suchen. Statt aller Antwort versetzte der junge Graf ihm einen regelrechten Borerstoß vor den Brustkasten. Nun schickte der Schneider nach einem Schutzmann. Als der Mann des Ge setzes den Laden betrat, um den heiß, blütigen Aristokraten zur Wache zu führen, fiel dieser über ihn her und bläute ihn so jämmerlich durch, daß er eine Reihe von Tagen dienstunfä hig im Bette bleiben mußte. Seine vorgesetzte Behörde stellte nun Straf antrag wegen Körperverletzung gegen den gräflichen Rowdy, und die Ver Handlung vor Gericht, die jetzt statt gefunden hat, endete damit, daß öer Vikomte de Monti de Rezö eine sehr empfindliche Buße auferlegt erhielt. Er wird auf einen Monat ins Gefängniß wandern, 200 Frank Strafe und außerdem eine Entschädigung von 1,000 Frank an den unglücklichen vertobackten" Schutzmann zahlen müssen was ihm jedenfalls nur reazr geianeyr. '
Des Kaisers Vierter. in HohenzaUernprin, al, etttntutütt am,, rikani scher Stuet. Nach dem Kronprinzen Wilhelm, dem Prinzen Eitel Fritz und dem Prinzen Adalbert beginnt nun auch der vierte Sohn des Kaiserpaares, Prinz August Wilhelm, allmälig in der Öffentlichkeit hervorzutreten. Der am 29. Januar 1887 geborene Prinz ist nach dem im preußischen Königshause geltenden Herkommen bePrinz August Wilhelm. reits anderthalb Jahre majorenn und hat seitdem als Leutnant im ersten Garde-Regiment zu Fuß behufs praktischer militärischer Ausbildung gestanden. Im Herbst dieses Jahres soll er die Universität Bonn beziehen und, im Gegensatz zu seinen Brüdern ein mehrjähriges gründliches Studium durchmachen, das ihn auch nach anderen Hochschulen führen wird. Mit ziemlicher Bestimmtheit wird versichert, daß Prwz August Wilhelm später auch eine amerikanische Universität besuchen soll. Seine erste öffentliche Funktion übte der Prinz aus. als er vor Kurzem gelegentlich der Feier des 450jährigen Bestehens der Universität Greifswald seinen Vater vertrat. Fahncnschwknkcn. Vigcnarttgkr mittelalterlicher Brauch der Rvcmpev Tchüyengilde. Je reicher wir Menschen von heute an neuen Erfindungen aller Art werden, je ärmer werden wir an alten übernommenen und überkommenen Bräuchen. Alle anerkennenswerthcn Bemühungen, sie uns zu retten, halten ihr Absterben nicht auf. Darum kann man es gar nicht froh genug begrüßen, wenn man solch einem altehrwürdigen Tie Fahne fliegt empor. Brauch, wie es das Fahnenschwenken ist. noch in seiner ganzen Ursprunglichkcit begegnet. Nur noch in einer einzigen deutschen Stadt, dem kleinen Krempe in Schles-wig-Holstein, ist es zu finden, und es ist dort ein besonderes Verdienst der Schützengilde, daß diese eigenartige Kunstfertigkeit uns noch vor Augen geführt wird. Seit dem Gründungsjahr der Gilde, das ist seit 1541, haben die Kremper Schützenbrüder nicht von ihrem alten verbrieften Recht gelassen, zwei Fahnenschwenker zu unterhalten, db alljährlich bei dem Schützenfest auf de:. Marktbaus vor dem Rathhaus ihre Kün,:e zeigen. In kleidsamen Historismen Kos!:'.men üben sie den Brauch; ein Pensen der Fahne begrüßt die Zuschaue, mit einem eigenartigen Maisch in .ngsamem Schritt beginnen die Uebungen, wobei die Fahne taktmäßig über dem Kopf geschwungen wird. Immer schneller und schwieriger werden die Bewegungen, um den Körper, um die Beine, unter den Armen werden die Fahnen hindurchgeschwungen, hoch in die Luft, schließlich mit gewaltigem Ruck hö(er als die Häuser geschleudert und geschickt wieder aufgefangen. Eine Vermuthung führt dieö Schwenken auf militärischen Ursprung zurück, vielleicht wurde es zur Kurzweil nach Kampf und Sieg in den Feldlagern aeübt.
Der einzige Speffe-Artikel aus Weitttt zubereitet welcher durch und durch nahrhaft ist, bleibt doch der Soda Cracker," aber der einzige ,Soda Cracker" von dem dies mit Wahrheit behauptet werdm kam ist Uneeda Biscuit
Der einzige Soda Cracker" in Wissenschaftlicher Weise zubereitet. Der einzige Soda Cracker" in jeder Hinsicht geschützt. Der einzige Soda Cracker" der immer frisch, knusperig und rein ist. Der einzige Soda Cracker" der immer gut 1 1 bleibt.
j in einem
feuchttgneltdlchten Packet.
NATIONAL BISCUIT. COMPANY
FRENCH STEAM DYE WORKS inc. Deutsche Eigenthümer. Jndiana'S größte und bestbekannte Kunst - Färberei und Reinigungs - Anstalt für Damen- und Herren-Kleider, Gardinen, Teppiche, Straußfedern, Vorhänge etc. 47-Eircle 47 115-. Pennsylvania tr. ll5 ewe Telephone. Reben raad Opern Hau.
Letzte Michigan Cxmrsion $1000 Rundfahrt 30 Tage liitirt BIG F0UR ROUTE Samftaa, 1. September, werden Fahrkarten zur obigen Rate verkauft nach M ackinaw City, Cheboygan, Grayling. Mullett Lake. Toplnabee, Gadlord. Jndian River, TaweS City, lpena, Au Gable, Greenbufh und Frankfort. 51.00 mehr nach St. Jgnace und Mackinac Island. Man spreche in der TickebOffice, 1 Ost Washington Str. für Einzelheiten vor.
Märkischer Wei. Vom märkischen Wein erzählt eine alte Staats'- und Reisegeographie. Unter Anderem heißt es: In Chur und Mark Brandenburg will es mit dem Weinbau eben nicht diel sagen. Er wird max in der Mittelmark, als zu Frankfurt, Berlin, Wriezen, Spanbau, Potsdam. Werder, Wittenwalde. Zossen, Teupitz (wo er die Hauptnahrung ist), Rüdenitz u. s. w. und in der Neumark zu Landsberg an der War the. Wäperitz, Neuwedel und einige nahe bei Küstrin gelegenen Orten, ingleichen in dem Herzogthum Crossen und Züllichau (wiewohl es da fast wei ter nichts als guter, ja der beste Weineffig ist) ziemlich getrieben; in der Uckermark hingegen, in dem größten Theil der Neumark, auch in der Altmark und Priegnitz will es damit nicht fort, ob man gleich ehedem viel Versuche gemacht hat. Der Anfang vom Weinbau soll zu Zeiten Albert des Bären in der Mark gemacht worden fein; die Weinberge zu Treuenbriezen sollen die ersten gewesen sein, welche Churfürst Friedrich I. angelegt, welche aber der 30jährige Krieg gleich anderen rmnirt und zu Acker gemacht. Der Weinbau bei Potsdam rührt mehrentheils von Churfürst Friedrich Wilhelm dem Großen her, welcher an Potsdam besonderes Wohl gefallen fand und die Berge in der Umgebung mit guten Reben versah, wes halb auch zu jener Zeit der Potsdamer Wein in großer Achtung stand. Er war sowohl des Ortes, al der Güte nach dem Werder'fchen Wein am nachsten, der einen angenehmen Geschmack hatte und als einer der besten in der ganzen Mark Brandenburg gehalten wurde. Der Werder'sche Wein wurde häufig nach Hamburg verhandelt, wobei der Weißwein den Vorzug hatte, weil der rothe Werder'sche angeblich Kalk enthielt. Auch das Werder'sche Obst stand schon damals m gutem Ansehen." Von den Weinbergen bei Königö walde in der Neumark wurde gerühmt, daß das dortige Gewächs an Geschmack reinem BuraMnoer und keinem Pontack etwas nachgebe, auch keine Schärft habe wie die anderen märkischen Weme. Die märkischen Weinberge litten sehr viel durch einen strengen Winter im Jahre 1740. um welche Zert neue Weinberge bei Reppen angelegt wurden. Ein herrlicher Weinberg und Lustgarten soll an der nördlichen Seite von Pots dam gewesen sein, der 1742 angelegt wurde. Noch sei bemerkt, daß zu Frankfurt a. Q. aus frischem Most durch Hinzufügen von weißem Senf ein angenehmer Mostrich gewonnen wurde, der weit und breit berühmt war unld uf viele Meilen bis nach Leipzig, Breskru nd anderen großen SiäÜen verschick wurde.
staubfreien
(j!ÜH5Ü&5 DWLW? Wechsel, Creditdriefe, Postanweisungen, auf alle Städte Europas. Schiffsscheine von und nach Europa. An und Verkauf auslöudi scheu Geldes. Frenzel Mm, No. 35 Süd Meridian Str. Merchants National Bank. F. J. Hack & Co. Sans- und Schilder Maler. eorationS- nd AreSeo Malerei. Scenerie , Sftaffirang. ...26 Kentucky Avcnue... ReueS Televbon 1726. GrbB&ie Schönheit. Erster Passagier: J&o ein Eisberg ist eigentlich doch ein ganz Herrscher Anblick!" Zweiter Passagier: 3& sonderö wenn man noch bedenkt, daß das Pfund am Lande jetzt fünf Pfen. nige kostet
