Indiana Tribüne, Volume 30, Number 1, Indianapolis, Marion County, 24 August 1906 — Page 4
Jndtan Tribüne, 9. Augufl 19062
Jndiana Tribüne. Hnaug,tbn voa dn tb,g G. Indianapolis, Ind. darry O. Thndium .... Präsident. es Aast iocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269
Bntrd t the Pott Office ot Indianapolis ai cond cla.a matter. Das Jubilä, der etcin kohleu-Juduftrie. Eine glänzende internationale Feier wurde am 26. Juli in der Royal Institution in London zu Ehren von Sir William Perlin, dem Entdecker der er ften Kohlentheerfarbe, veranstaltet. ES sind gerade 50 Jahre her. daß der da malö e rft 13jührige Student der Ehe mie William Henry Perkin bei dem Versuche, Ehinin künstlich herzustellen, die folgenreiche Entdeckung machte, die einen der wichtigsten Wendepunkte in der Entwickelung der chemischen Wiffen schaft und der chemischen Industrie be deutet. Chemiker und Industrielle aus Amerika. Frankreich und besonders ahlreich aus Deutschland vereinigten sich mit den Mitgliedern der englischen Chemischen Gesellschaft und englischen Staatsmännern, um dem Manne zu huldigen, der die Fackel angezündet hat, um in die dunkelen inneren Regio nen des Moleküls zu leuchten". Der Jubilar kann auch den uhm in An spruch nehmen, die praktsche Bedeutung seiner Erfindung gleich richtig erkannt und trotz seiner Jugend schon vor 50 Jahren die erste Fabrik zur Herstellung on Steinkohlensarben begründet zu aden. Trotzdem die erste Erfindung in Eng land gemacht und die erste Fabrik eine englische war, ist die Theerfarbenindu ftrie heutzutage eine fast ausschließlich deutsche Industrie geworden. Man hat berechnet daß mehr als vier Fünftel des Gesammtbedarfs aller Industrie landet an Farbstoffen in deutschen Fa briken hergestellt werden. Da lag bei dieser Festlichkeit die Frage nahe, wie eS gekommen, daß, wie der Kriegs minister Haldane sagte, daS Centrum der KohlentheerJnduftrie und aller ihrer Produkte, und. was schmerzlicher ist, die vielen Millionen, die dabei der dient wurden, nicht in Großbritannien blieben, sondern nach Deutschland ka men"? An Unternehmungsgeist und praktischem Sinne fehlt eS doch den Engländern sonst nicht, während man a!S typisch sür die deutsche Vorliebe für die Theorie das Beispiel der Profeffo. ren Gauß und Weber anzuführen pflegt, die den von ihnen erfundenen elektrischen Telegraphen von der Universität zur Sternwarte in Göttin gen leiteten und nicht weiter! Ader so einfach stehen sich Theorie und Praxis in den komplizirteren Zwei gen menschlicher Thätigkeit nicht gegen über. Der Jubilar wieg selbst darauf hin, daß eS in der chemischen Industrie vor Allem auf originale Untersuchun gen ankommt, die immer neue Resul täte zeitigen müffen. Profeffor Arm ftrong führte weiter auS, daß moderne Farbwerke im Wesentlichen ein für kommerzielle .Zwecke eingerichtetes La boratorium großen Maßstabes darftel len und daß der Fabrikant eS mit den verborgensten wissenschaftlichen Proble men zu thun hat. Der Geist der For. schung, der an deutschen Universitäten herrscht, mußte der Industrie zu Hülfe kommen, um so ungeheure Erfolge zu erzielen. Trotz der Maßnahmen, die die mglische Regierung im Jntereffe der indischen Indigopflanze? getroffen hat, ist die Fläche in Bengalen, die mit Indigo bepflanzt ist, .weniger als halb so groß als vor zehn Jahren; ja in ganz Indien ist die Anbaufläche um 66 Prozents zurückgegangen. Dagegen ist die Ausfuhr künstlichen Indigo von 87,000 Doppelzentnern des Vorjahres auf 110,00jDoppelzentner im Jahre 1905 gestiegen. ES wird also schließ lich dahinikommen, daß auf dem Welt markte der.natürliche Indigo durch den künstlichen verdrängt werden wird, wie der Krapp bereits durch das Alizarin verschwunden ist. Die deutschen Theer farbenfadriien konnten 1905 im Durch schnitt eineZDividende von 25.73 Pro zent auszahlen (gegen 22.57 Prozent des Vorjahres). ES ist jedenfalls ohne Beispiel, daß sich eine chemische Entdeckung von so großer praktischer Tragweite erweift. wie Perkin'SZglücklicher Fund. Ebenso ist eS eint seltenes Glück, daß ein Ent decker sein 50jährigeS Jubiläum in solcher Frische und Kraft feiern kann, wie der Barer der Theerfarbenindu ftrie.
etts und Landleben für Kinder.
Wie daS Stadtleben verderblich auf die Menschen wirkt, dafür haben ärzt liche Untersuchungen, die an 10.000 Schulkindern in New York vorgenom men wurden, einen erschreckenden Be weis geliefert. Von jenen 10,000 Kindern Glie dern der kommenden Generation leiden 35 Prozent an Herzkrankheiten, 20 Prozent an Rückgratsfehlern, 27 Prozent find tuberkulös, 60 Prozent find blutarm und 15 Prozent leiden an irgend einer Art Neurose. Der Pro zentsatz für jede Art der genannten Krankheiten wurde nach voller Summe der Untersuchten berechnet, so daß also viele Kinder offenbar gleichzeitig an mehreren der genannten Uebeln leiden. In manchen Schulen ergab die Untersuchung. daß weniger als 20 Pro zent, in einigen sogar kaum zwei Pro. zent der Schulkinder absolut normal an Körper und an Geist waren. Bei einer Untersuchung von 63.000 Schulkindern, die 1.749 Klaffen in 150 Schulen angehörten, fand man, daß 58 Prozent in ihren Studien hinter der verlangten Durchschnittsleistung zurück bleiben, und 25 Prozent überhaupt nicht bezüglich des LernenS mitkommen konnten. Eine Untersuchung von Kindern in Landschulen ergab dagegen ungleich günstigere Verhältnisse. Von 500 Zöglingen in Landschulin litten nur 5 Prozent an Herzfehlern. 8 Prozent an Tuberkulose und 12 Pro zent an Blutarmuth. Das Verhältniß von Neurose (angeborenen Nervenfeh lern, meiftentheilS Uebeln, durch die sich Sünden der Eltern an den Kindern rächen) war freilich bei den Landkindern dasselbe wie bei den Stadtkindern, nämlich 15 Prozent. Jedenfalls zeigt der allgemeine Unterschied in der Gesundheit zwischen Stadt und Landkindern klar, wie ungeheuer schädlich das Zusammen maffen der Menschheit in den Groß ftüdten ift. Wenn in der Beziehung nicht bald Abhülfe geschafft wird, muß unsere Nation schnell zu einer Nation von Krüppeln und Siechen Herabfinken, und eine solche Nation ift sehr bald dem Untergange geweiht. Kleines Revolutiönchen auf Cuba. Vielleicht ist'S aber gar nicht so bSS ge meint. Man denkt sich dort oft nichts Schlimmes bei solchen Veranftaltun gen. ES ift vielleicht nur, um nicht aus der Uebung zu kommen. In Großbritannien wird immer mehr Whiskey und immer weniger Wein getrunken. DaS ift auch eine Statistik, aus der man etwas lernen kann. Früher hieß es, daß man die Civilisation einer Nation an dem Ver brauch der Seife meffen könne. Rich tiger vielleicht würde eS fein, zu sagen, daß man die Wohlfahrt und Civili sation einer Nation an dem Quantum von Bier und Wein erkennt, den fie konsumirt. Nur die armen und ver kommenen Nationen müffen sich mit Schnaps begnügen. Trefflich sarkastisch und für die Frauen sehr wenig schmeichelhaft wird im Pariser GU Blas eine spiritifti sche Sitzung, wie folgt, geschildert: Im Hintergrunde deö SaaleS steht man die etwas unbestimmten Umrisse des Geistes des Verstorbenen. Mit zitternder Stimme fragt die Wittwe: Bist Du eö, August V Ja, ich bin es." ..Bist Du glücklich. August ?" .Ja, sehr glücklich." Glücklicher als zu der Zeit, wo Du mit mir lebtest V Das will ich meinen." Wo weilst Du denn, August ?" In der Hölle !" Der amerikanische BiceKonsul Rob. S. AtkinS in Valparaiso, Chile, in fvrmirte heute daS StaatS-Departe ment in Washington, D. C., über die durch daS Erdbeben verursachten Ver lüfte. Im amerikanischen Konsulat ift AlleS zerstört worden. Auf Verlangen des Sheriffs Stough von Fremont County, Wyo.. hat heute Gouverneur Brooks die Compagnie B. der StaatSmiliz von Lander nach der Shoshone Reservation befohlen, um Ordnung und Rilhe unter den neuen Ansiedlern aufrecht zu erhalten. Schiffsnachrichle. New Jork: LaTourame" nach Havre, Barbarossa" nach Plymouth, Cherbourg und Bremen.
Grundeigenthums - Uebertragungen.
Railroad Men'S Building & Sa vingö Association an Anna E. Barclay, Lot 29. Marlette Park Add., 35 bei 140 Fuß, verbessert, Westseite High land Place, nördlich von 21. Straße. 52300. State Plaza Company an William M. Weaver, Lot 73, State Plaza Add., 40 bei 100 Fuß, vacant, Oft seite Parkview Ave. nördlich von Ohio Straße. 1950. Manford D. Vontz an Laura E. Berger. nördliche Hälfte von Lot 40. Burton u. A. Park Place Add., 50 bei 266 Fuß verbessert, Westseite Illinois Str., südlich von 29. Str. $7.000. Arthur V. Brown an Solomon I. Weft. Lot 209 Weft Park Add.. 33 bei 137 Fuß. verbessert. Westseite Addison Str. südlich von New York Str. tz2, 200. Fred Cline an Kate M. Sutton, LotS 22 und 23, Square 1, Nichols North Park Add., 80 bei 120 Fuß, vacant, Westseite Delaware Str., süd lich von 30. Str. $1500. Charles Lichtenberg an Charles E. Ferree, Lot 106, Picken u. A. Oft Washington Str. Add., 35 bei 137.3 Fuß, verbessert. Westseite Beville Ave., südlich von New York Str. 32000. South Park Land Company an Frank E. Dorsey, Thel von Lot 68, South Park Addition, 31s bei 100 Fuß, verbessert, Südseite von Park way Ave., östlich von Elmwood Str., 2035. OSkar L. Huey an JameS E. Fultz, Theil von Block A, Merritt Place Addition, 150 bei 150 Fuß, vacant, Oftseite von Miley Ave., nördlich von Michigan Str., $1050. August Wiese an Charles I. Sher man, Theil von Lot 12, Square 4, Fletcher's Northeast Addition, 20.3 bei 140 Fuß. verbessert, Oftseite von Co lumbia Ave., südlich von 17. Straße. $750. David A. BoSwell an Edwin F. Shideler. Lots 76. 93, 97. 104. 103, 112, 116 und 102, FlemingS 4. North Park Add., östlich von College Ave., südlich von 13. Str., und LotS 59. 77, 82, 33 und 97, Grandview Add., Cornell und McPherson Ave., südlich von 29. Str. $5000. Boulevard Land Co. an William W. Peake, Lot 86. Boulevard Park Add.. 40 bei 130 Fuß, westliche Seite von Delaware, südlich von 29. Str., 8650. Frank C. Ashinger an John W. Bussey, Lot 229, State Square Add.. 40 bei 11.46 Fuß. östliche Seite von Harlan Str.. südlich von Southeaftern Ave. $1600. Joel H. Moorman an Bertram Day. Theil von Lot 35, Julian'S tt. Eub divifion, Jrvington, 50 bei 135 Fuß, vacant, Oftseite von Audubon Road, nördlich von Univerfity Ave., $550. Roy C. Shaneberger an Charles S. Lockwood, den halben Antheil von Lot 6, Theil von Lot 16 und Lots 17 und 13, Coe'S Suddivifton, Square 41, Verb., Oftseite der New Jersey Str., nördlich von Market Str. 820,000. William Low Rice an Edwin W. Dunlavy. LotS 177 und 173.Rosemont Addition. 70.35 bei 95.55 Fuß. Verb., Westseite der Warman Ave., südlich von Victoria Str. 82700. Guaranty RealtyZCompany an Phi lip Kiley, LotS 2 bis 5 Edgewood Add. westlich von Central Aue., südlich von 46. Str., $3,000. Wilhelmina Hermann an Edward Hermann :c., Lot 25, Fleming'S North Park Addition, 41 bei 131 Fuß, vac., Weseite von College Ave., südlich von 30. Straße, $600. Jume I. Brady an August Doyer, Lot 6, AyreS Süd Meridian Str. Ad dition. 30.75 bei 120 Fuß. vacant. Oftseite von Meridian Str.. fftdlich von Carson Str., 8900. William Fox an TheopfiiliuS Price, Lot 95, Milligan'S Brook Park ddi tion, dreieckiges Stück, verbessert, Weft. feite von Ottawa Ave., südlich von Brookfide Ave., 1000. Central Trust Co. Truftee an Wm. C. Lockman, Theil Lot 12, Martin dale Co.'ö Add., 96.4z bei 299 Fuß, Westseite Pennsylvania Str. nördlich von 40. Str., vacant. 82,500. Henry I. Brown u. A. an Matilda Brown u. A., Theil von Sectionen 32 und 33, Township 15, Range 5, 302.44 Acker. Franklin Township. $28.750. Mathilda Brown u. A. an Charler A. Brown, Theil Section 32 und 30, Township 15, Range 5 und Theil Sektion 25, Township 15, Range 4, 71.9 Acre, Franklin Township, $10,951.
Kamps gram Stechmücken.
Tie Farbe leidung al bwehrmttt qcqu Kliegenftiche. Die merkwürdige Thatsache, daß die Stechmücke durch die Far'be der Kleidung in der Wahl ihrer Opfer stark beeinflußt wird, ist schon 1841 von Spencer beobachtet worden. Dieser konstatirte, daß ein loses Gespinst weißer Fäden, welches er vor seinem fjer. ster aufgehängt hatte, die Mücken- tue. wirksamer zurückhielt als ein solche aus schwarzen Fäden. Auf Madagaskar bemerkte Joly, daß die Mücke sich viel lieber auf schwarzer Erde als auf weißen Sandflächen aufhalte und daß sie sich eher auf schwarzen Schuhen und Kleidern, als auf weißen niederlassen. Die Eingeborenen Madagaskars befestigen sogar Stücke schwarzen Stoffes an der Decke ihrer Hütten, um me Mücken dorthin zu ziehen. Weiter konstatirte Joly, daß ein hellgelber Hund weniger von den Mücken gepeimgt wurde, als ein schwarzer Köter, ebenso daß die Neger den Mückenstichen viel mehr ausgesetzt sind, als die Europäer. Aehnliche Beobachtungen sind in Indien gemacht worden. Sogar die Reihenfolge der Farben, welchen von gewissen Mückenarten der Vorzug gegeben wird, ist geprüft worden. Duick die Wahl der Farbe für unsere Kleider lassen sich also die Chancen in Bezug auf die Anzahl der Mückenstiche heradmindern, kcineswegs aber lassen s.ch diese gänzliV) vermeiden. Ebenso geht es mit all?n Mitteln, die man im Freien anwendet, um den Mückenstich abzuwehren. Am wirksamsten ist der Tabaksrauch, doch keineswegs unfehlbar. Kampfervas.line und sonstige stark riechende Salbin. die in die Hand eingerieben werden, helfen nur so lange, bifi sich der Riechstoff verflüchtigt hat und dies geht an heißen Sommertagen rasch von statten. Sicher schützt nur der Schleier aus Mousseline-Gaze, wie ihn die italienischen Bahnwärter und Soldaten in den Malariazoncn tragen. Am rationellsten ist es, den Kampf nicht gegen die Mücken zu richten, son dern gegen ihre Larven und Eier, welche sie in Sümpfen und staanirenden Gewässern ablegen. Dies geschieht am einfachsten durch eine dünne troleumschicht. ist aber nicht die Auf gäbe des Privatmannes, sondern der Gemeinden oder des Staates. Denn als Ueberträger der Malaria und fern stiger Infektionskrankheiten muß di: Mücke als staatsgefährliches Insekt betrachtet werden. Venezianische Kirckweib. Das Redentorefest ist das bunteste und volksthümlichste aller Feste, die man alljährlich in der Lagunenstadt Venedig begeht. Es ähnelt weder der Besann in ftiom. noch dem Piedigrottafest m Neapel, denn Redentore" ist streng genommen eine Kirchweih. Der Ursprung des Festes datirt von Vollendung der Kirche des großen Palladio, die zum Danke für die Befreiung der Stadt von der Pest errichtet würd?. Als der Doge sich zum ersten Mal von seinem Palast zur Feier begab, war der ganze Weg. den er durchschreiten mußte, mit einem Dach aus feinstem Stoff überdeckt, sein Gefolge bestand aus den Gesandten. Räthen, dem Senat und der Geistlichkeit; Glocken läuteten, Kanonen donnerten und Trommeln wirbelten. Schon damals wurde, wie jetzt, eine Brücke übe? den Gin decca-Kanal geschlagen. Auf Barken, die mit Laub bedeckt und bunt mit kleinen Ballons ausgeschmückt sind, begeben sich auch die heutigen Venezianer zum Redentorefest. In der Mitte des Schiffes ist ein Tisch aufgestellt. WeinPokale werden reichlich geleert, und bald erhitzen sich die Geister, man singt, man rauft und balgt sich. Erst bei Tagesanbruch begibt sich der Menschenschwärm nach dem Lido, wo auf den Sonnenaufgang gewartet wird. Die Mönche der Redentore-Kirche haben ihre Kirche fleißig ausgeschmückt. Kränze mit Früchten: Pfirsichen. Feigen, Melonen sind hübsch arrangirt: darunter sind auch Trauben, die Honiggelb oder blauroth aus all dem Grün hervorlcuchten. Elektrokntion der MoSkitoS. Maurice Chaulin, ein französischer Erfinder, hat der Menschheit für ihren Kampf gegen die lästigsten und in den Tropen gefährlichsten nächtlichen Ruhestörer eine furchtbare Waffe geliefert: die alles vermögende, immer als letztes Zufluchtsmittel dienende Elektrizität. Die Heimtücke, mit der er dem furchtbaren Geschlecht der Nacht" zu Leibe geht, sucht wirklich ihresgleichen, denn um die armen Geschöpfe den: Tod zu überliefern, benützt der Erfinder die edelste Regung der Insektenseele. den unwiderstehlichen 17 rang nach Licht. Chaulin umgibt eine elekisc?Glühlampe mit einem cylin tfchen Schirm von etwa 8 Zoll Höhe u"d 6 Zoll Durchmesser. Die zwei Rinae. welche die obere und untere Begrenzung des Schirmes bilden, sind durch verti kal verlaufende Kettchen von seinen: Metalldraht verbunden. Auf sehr ein fache Weise wird erreicht, daß die Kettchen abwechselnd mit dem positiven und negativen Pol einer Elektrizitätsquelle, am besten mit den Polen ver Speise leitung der Glühlampe, in Verbindung stehen. Klammert sich nun ein durch das Licht angelocktes Insekt mit seinen langen Beinen an den Kertchen an, so wird der Strom geschlossen und daS Insekt wird elektrokutiontrt.
Der Soda Cracker" ist allerdings eine ideale Nahrung. Uneeda Biscuit sind eben die idealen Soda Crackers." Wahrlich, die einzigen ,Soda Crackers" welche vor allen Dingen richtig zubereitet werden, richtig geschützt sind und es stets so bleiben.
3 H in einem
NATIONAL BISCUIT COMPANY
Unglückliche Löwenjagd. Von einer unglücklich verlaufenen Löwenjagd berichtet die Times of East Africa." Eines Sonntags früh begaben sich drei Weidmänner in die Nähe von Donya Sabuk in BritischOstafrika auf die Löwensuche. Ein Ritt von fünf bis sechs Meilen brachte sie auf eine weite, mit dichtem Gras beWachsens Ebene, wo man Spuren der Löwen fand. Während die Herren ein Thal entlang pürfchten, erschien ganz unerwartet eine Löwin, auf die man sofort Jagd machte. Das dichte Gestrüpp gestattete reinen größern Freiblick über das Gelände, und so kam es, daß das Thier plötzlich seine Verfolger ansprang und den Nächststehenden heftig in den Schenkel biß Kurz vor dem Zusammenstoß war es einem andern der Jäger aber möglich gewesen, einen Schuß auf die Löwin abzugeben. Jedoch nur leicht verletzt, steigerte sie ihre wüthenden An griffe. Zunächst riß sie das Pferd des Schützen nieder, wobei er selbst zu Boden geschleudert wurde. Ehe er noch Zeit hatte sich zu erheben. saß das rasende Thier aus ihm. rfleischte sein Gesicht und vergrub die Zähne in seinem rechten Arm. Der zuerst Angefallene bemerkte die Todesgefahr. in der der unglückliche Schütze schwebte, sprang rasch vom Pferde, und es gelang ihm, durch eine Kugel das Raubthier unschädlich zu machen, das nun auch sein Opfer losließ. Die beiden Jagdaenossen brachten den Übelzugerichteten Jäger dann zurück nach Doflya Sabuk; er ist jedoch trotz der sorg samsten Pflege den Verletzungen erlegen. Auf großen, machtigen L e u ch t t h ü ? m e n . wie der auf den Needlesklippen an dem gefahrliehen, schmalen Needlesfahrwasser vor der Westküste der malerischen Insel Wizht im Englischen Kanal einer ist, sind gewöhnlich drei bis vier Wärter gleichzeitig thätig. Wollte nicht Zeugniß ablegen. In Frankcnthal. RheinPfalz, hat sich ein Arbeiter ertränkt, weil er vor Gericht als Zeuge gegen seinen Arbeitgeber, bei dem er seit 22 Jahren beschäftigt war, auftreten sollte. Cichorienbrühe-Vräu. In Metz wollte ein Flaschenbierhändler das Oktroi, das er für eingeführtes Bier bezahlt hatte, zurückerlangen. Er füllte dieserhalb die geleerten Flasch-n mit einer dünnen Cichorienbrühe wnder auf und versuchte sie als Bier" aus der Stadt auszuführen. Das Unternehmen mißlang und kam den Mann theuer zu stehen. Meuternde Soldaten. In Perpignan. Südfrankreich, verletzte ein Soldat des 2. Jnfanterie-Regi-ments während einer Schießübung einen Hauptmann ernstlich, indem er ihm ein Brot gegen den Kopf warf. Ein anderer Soldat vernichtete seine Patronen, während ein dritter sich weigerte. einem Marschbefehle Folge zu leisten. In die Tiefe gesaust. Ein Fahrstuhl, in welchem neun Bergleute neulich Morgen in der Marchien-nes-Kohlengrube bei Charleroi, Belgien, anfuhren, stürzte 2700 Fuß in die Tiefe. Der Fahrstuhl wurde in Atome zerschmettert, und alle Insassen wurden auf der Stelle getödtet. Die Leichen waren so zermalmt, daß sie fast nicht mehr identifizirt werden konnren. Blitz fuhr in die Helmspitze. Auf dem Truppenübungsplatz Altengrabow bei Halberstadt. Provinz Sachsen, wurde eine Kompagnie des 2. Magdeburgischen InfanterieRegiments von einem schweren Gewitter überrascht. Sie schwärmte, da sie sich auf freiem Felde befand, aus; der Hauptmann. v. Holtzendorff, blieb zu Pferde, Ein Blitz fuhr in die Helmspitze und tödtete ihn und das Pferd.
staubfreien
feuchtlgkeitdichten packet.
Die Brautvereierng im Schwarzwaid. Zu den von altersher beibehaltenen Sitten und Gebräuchen der SchwarzWälder gehört auch das ..Versteigern" der Braut am Hochzeitstage. Der Grundsatz, daß jeder Jüngling des Städtchens oder Dorfes an und für sich (Geldbeutel, Zuneigung u. s. w. abgerechnet) eigentlich den gleichen Anspruch auf die mehr oder weniger Holdselige hat. scheint zum Entstehen dieser Sitte geführt zu haben. Darum soll auch, wer das Glück hat, die Vielumlvorbene heimzuführen, die an deren Jünglinge einigermaßen schadlos halten und ihnen die Braut abkaufen oder, besser gesagt, jenen ihren Antheil an seiner Zukünftigen herausbezahlen. In fast militärischer Ordnung stehen, so wird berichtet, die weiblichen Hochzeitsgaste in ihrer schmucken Tracht mit dem flimmernden, spiegelnden und buntfarbigen Kopfschmuck (den sogenannten Schappeln) vor dem Gotteshause. Die hellen Kirchenglocken laden zum Fefiesglanz, und nun erscheinen Braut und Bräutigam; im Augenblick sind sie umringt von der Schaar der noch nicht brautbeglückten Burschen, ein Weitergehen ist unmöglich gemacht. Zunüchfi kreist nun auf dern Mentlichen Platze daö Weinglas, ans dem nicht etwa genippt, sondern so recht nach Gerinanenart getrunken wird; wahrscheinlich sollen dadurch harte Herzen zu der jetzt folgenden Versteigerung weich gemacht werden. Die Ledigen" verlangen zunächst drei oder mehr Liter Wein pro Kopf von dem Bräutigam; dieser bietet zunächst zwei; es wird nun gehandelt, gefeilscht und erst das Freilassen des Paares bewetst die Einigung. Es richtet sich der Preis natürlich nach der finanziellen Lage des Brautpaares. Aber BrautloSkäufe von 150200 Liter Wein sol. len an größeren Orten keine Seltenheiten sein, Fraulern D o r t o r. er: Wenn Sie mich nicht erhören, schieß ich mir eine Kugel vor den Kopf." Sie: Ach ja, gelt, dann bekomme ich Ihren Schädel?" Ein gutes Buch. Dxtf muß ich sagen, recht zufrieden bin ich! Anständig ist's, dick ist's und was so die Gedanken sein, ist alles gesperrt gedruckt!" Ausdauer. Gatte: .Willst Du nicht das Klavier zumachen, da Du endlich aufgehört hast?" Gattin? Wozu denn? Ick spiele ja morgen früh gleich werter, Bessere Bürgschaft. Lebemann: Sie wollen mir also auf mein Gesicht nichts mehr borgen?" Geldverleiher: Nein, höchstens auf das .brer Braut." ropöisches eMtem Wechsel. CredMriefe, Postanweisungen, auf alle Städte Europas. Schiffsscheine von und nach Europa. An und Verkauf ausländi scheu Geldes. k! MM. Ro. 35 Süd Meridian Str. Merchants National Bank.
