Indiana Tribüne, Volume 29, Number 307, Indianapolis, Marion County, 21 August 1906 — Page 4

Jndiano Tribüne, 91 Agfl 1906

Indiana Tribüne. ttaulfltQtttn von her ttubcttf T. Indianapolis, Ind.

fterr) O. ZHudium . Präsident. tVeschaftSlocall N), 31 Süd Delaware Straße. TELßPHONE 69. ...tred t the Port Office t Indianapolis ccond claas matter. japanische onkurrenz. In einem Berichte an die sonst so japanophile Londoner Daily Mail" klagt deren K'orrespondent in Kode über die unfaire Konkurrenz der panr im fernen Osten im allgemeinen, im besonderen aber über die der Japanese GEommercial Zo:i vant)", die ohne Zollzahlung über alny unter Ausschluß der Konkn:.'az aller anderen Staaten ihre aumwollenfabritäte einführt, wobei die japanische Reyierung sie stützt und praktisch gegen die Verluste schützt. Die sich gegen England und Deutschland richtende Schifffahrtskonkurrenz soll ebenso rücksichtslos sein, es wird sogar b?absichtigt, die Engländer ganz vom Aangtse zu vertreiben. Um den japanischen Einfluß zu Wcsser zu erhalten, beziehen die Schifffahrtsgesellschalten geheime Subsidien und Präl , i r. .. fi i mien. er tin riooer tn rarr iretende neue Tarif richtet sich hauptsächlich gegen den britischen Handel, namentlich gegen die Einfuhr von Eisen, Stahl und Lokomotiven. Handel und Wandel blühen daher in Japan. Der Korrespondent schließt mit den Worten: Die englischen Kaufleute erklaren, daß jede Anleihe in England für die japanische Industrie gleichbedeutend ist mit einem Japan überreichten Messer, um oem britischen Handel im Osten die Kehle abzuschneiden. Ns Reuß a. . schreibt man: Unter Heinrich XXII. war man in Reuß ä. L. bekanntlich alles andere, nur nicht preußisch gesinnt. Neben der strikten Vermeidung von Worten wie Kaiser und Reich" in Statuten fürstlich gestirnter Vereine und neben vielen anderen absonderlichen Partikularismen trat dies zum Beispiel auch in der Uniformirung der fürstlichen Beamten zutage. Wer als Fremder nach Neuß ä. L. kam, glaubte in Oesterreich iu sein, sobald er uniformirte fürstliche Beamte, Gendarmen etc. sah. Wie so seinerzeit ein Gegensatz zum anderen kam, so verschwindet unter der neuen Aera einer nach dem anderen wieder. Die Schüengesellschaft. einst der am festesten zu Heinrich XXII. stehende Verein, hat sein Statut revidirt und dem Kaiser und dem Reich darin ein Plätzchen gegönnt und läßt keine Gelegenheit vorübergehen, ohne dem großen deutschen Vaterlande seinen Treugruß zu entbieten, und die reußische Uniformmütze wirÄ jetzt eine preußische. Das sind zwar Kleinigkeiten, wer aber die Oppositionszeiten mit durchlebte, der weiß, was sie im kleinen Reußenlande zu bedeuten hatten. in Förster, der seine Wald anzündet. Zu dem Brande des Wcrnerwaldes unweit Cuzhaoen wird gemeldet: Durch das überaus thatkräftige Eingreifen des Militärs, einer Abtheilung der 4. Matrosen-Artillerie. ist eS gelungen, durch schnelles Schlagen von Lichtungen den Brand auf ein Areal von etwa 60 Ha. zu lokalisiren, sodaß dem verheerenden Elemente nur etwa ein Fünftel des Waldes zum Opfer gefallen ist, und das arg bedrohte Heidedorf Arensch gerettet wurde. Der ganze Wernerwald ist etwa 16 Jahre alt, und deshalb sind die Baumständ: auch durchweg kaum über Manneshöhe gediehen. Ueber die Entstehung des Brandes ist folgendes festgestellt worden. Der fförster Krohn, dem dieser Wald untersteht, wollte einige außerhalb des Waldbezirks belegene Hektar Heide abbrennen. Trotz aller VorsichtSmaßregeln ist ihm dann das Feuer aus der Gewalt gekommen, das auf den Wernerwald übersprang. So zündete indirekt der Förster seinen eigenen Wald an. Der Wernerwald barg besonders viel Rehwild, und es sind mehrere Rehkälber in den Flammen umgekommen. in finnlättdischcS Rationalmu seum. Seitdem die rulsfischm Machthab tn St. Petersburg an der emsig und rücksichtslos betriebenen Rulfsiyzirung Fmnlands emen so argen Rückschlag erlebt haben, regt sich das Ratwnalgefühl der Bewohner des Landes der tausend Seen" mit um so größerer Gewalt . Namentlich streben jetzt die gebildeten Finnen die Konzentrirunz ihrer wissenschaftlichen und Morischen Schätze an. So nmrde kürzlich in Helsingfors der Grundstein zu einem Nationalnvuseum aekyt, in öem die archäologischen, historischen und ethnographischen Sammlungen, die sich jetz! in verschiedenen kleineren Museen in Helsingfors befin'den, untergebracht werden sollen. Der Bau des neuen Museums wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen und Gesamnrtkosten in Höhe von 1.600,000 Mark verur-sachen.

Was ein amekttanismer Polizeibe-

n,ntcr in London lernte. Es ist sehr lobenswerth, wenn ersah rene amerikanische Poliz-ibeamte sich in europäischen Großstädten fachmännisch umsehen. S hat vor einigen Jahren Chicago's tüchtiger Hülfspolizeichef Schüttle? aus einer polizeilichen Umschau in Berlin viel Belehrendes mitgebracht. Jetzt hat sich der Groß-Rew Yorker Hülfspolizeichef Waldo im Polizeiwesen in London umgesehen, und er berichtet besonders folgendes: In der englischen Metropole habe ich mit besonderem Interesse die Lösung der Verkehrsaufgaben beobachtet, und ich mutz sagen, daß die Sache mir mächtig imponirt hat. Nicht so sehr die Disziplin der Polizei als solche, sondern die Haltung des Publikums mit seiner Folgsamkeit gegenüber polizeilichen Anordnungen. Jeder Bürger London's scheint von der Ansicht geleitet zu werden, daß die Polizei dazu da ist, für die Bequemlichkeit der Bevölkerung. soweit der öffentliche Vcrkehr in Frage kommt, zu sorgen. Die Londoner Polizejmacht, bestehend aus 18,000 Mann, ist insgesammt ein treffliches Corps und hat prächtiges Material. ich glaube aber, daß in dieser Hinsicht die New Jorker ihr nicht nachsteht. Die Methode der Londoner GeHeimpolizei, Verbrecher nach den von ihnen genommenen Daumenabdrücken zu erkennen, wirkt geradezu verolussend. Einige Fälle mögen diese Behauptuna beweisen. Als ich in Scotland Aard (dem Hauptquartier der Londoner Polizei) weilte, wurde ein Verbrecher eingeliefert; m zwei Minuten wurde seine Identität nach diesem Verfahren festgestellt. Vor Kurzem wurde em berüchtigter Verbrecher ge fangen, dem es gelang, an beiden Daumen sich schwere Verletzunqen veizubringen, um seine Erkennung an seimn früher von der Poliqei gemachten Daumenabdrücken zu verhindern. Man wartete, bis die Wunden geheilt waren. was drei Monate dauerte, dann nahm man seine Daumenabdrücke und wenige Minuten später war auch seine Identität bekannt. Ja man kann auch vom Auslande viel lernen; unjb ich werde demgemäß der New Norker Polizeileitung eine ganze Reihe von Empfehlungen zu machen haben. Der eMährlge Erzherzog Max, der zweite Sohn des Erzherzogs Otto, der bei seiner Mutter, der Erzherzogin Maria Josefa, im Schlosse von Hetzendors lebt und dort von zwei Lehrern Privatunterricht erhält, legte seine Prüfung in den Lehrgegenständen de: ersten Gymnastalklasse ab. Der Heine Erzherzog, der in seinem weißen Matrosenkostüm eine auffallend hübsche Erscheinung ist. hat zwei Erzieher, den Grafen Wurmbrand und den Baron von Blumencron. aber keinen einzigen Kameraden. Er erhält außer in den Gymnasialzegenständen Unterricht in der ungarischen, der tschechischen, der italienischen und der französischen Sprache. Dann wird ihm jeden Tag eine Stunde lang Militärwissenschaft vorgetragen. Bei diesem Studienplan bleibt ihm begreiflicherweise nicht Zeit genug zu gesunder Bewegung. Um diese nun recht ausgiebig zu gestalten. hat man soienden Plan ersonnen: Erzherzog Max muß einen Hügel, der sich am Ende des Hetzendorfer Parks befindet, abtragen. Er muß in diesem Zimmer 200 Fuhren Erde aufladen. an ctu: andere Stelle führen und dort wieder abladen. Die Ladungen liefert er gegen einen Einschnitt in sein Kerbholz ab. Die Mama hat ihm. um die Sache rn angenehmerem Licht erscheinen zu lassen, ein besonders für ihn gebautes Cab mit einem allerliebestn Doppelpony gekauft. Aber da ströstet ihn nicht über die Arbeit hinweg, und er klagt sein Leid täglich einem Freund, der allerdings weder sein Alters- noch sein Standesgnosse ist. Alle Buben haben Ferien", sagt er, und alle Kameraden, nur ich rnchtT Bier - theils heiter, theils nebelig. Diese Meichung ist gewiß aller feuchtfröhlichen Weisheit voll. Und doch leuchtet sie über keiner Stammlischr lnde als Wandspruch, sonst ist der Telegraphenschlüssel, dessen sich die deutschen Postanstalten bei der Uebermittelung der neuen Wetterprognosen mr den öffentlichen Wetterdienst be dienen.' Ueberhaupt ist der ganze Schlüssel, freiwillig oder unfreiwillig, von einem Humor erfüllt, den man im Verkehr der Post mit dem Publikum leider mcht allzu hausig findet zum Beispiel Major, zunächst trocken, später Niederschläge, wärmer", Mann eißt. .Nachts kühler. Tags wärmer als am Vortage". Sonst ist moz--schwache nördliche Winde; theilweise heiter: Chtnastarke östliche Winde: meist trübe; Frau mäßige westliche Winde; theils heiter, theils nebelig; Gnade zurückdrehende Winde; abnehmende Bewölkung; Harztrocken; Nachts kalt, bis zu Frost am Boden; Klatsch-vielfach Regen; langsame Abkühlung; Kleid-vielfach Regen; Nachtfrost. Tags ziemlich warm; KußNiederschlage; langsame Er wärmunq; Liebevielenorts Gewit ter; auf den Höhen leichter Nachtfrost. Wenn das nicht stimmt, stimmt gar nichts mehr. In Konstanz wurde der Bürgermeister Haulick einstimmig auf neun Jahre wiedergewählt.

uhland. Das russische Riefenreich windet sich in Zuckungen; es scheint aber, daß die Regierung des Zaren aus der gewaltigen Kraftprobe wieder als unbestnt-

tene Siegerin hervorgehen voxio. Die Auflösung des Parlaments hat ohne alle Frage im ganzen Lande einen üblen Eindruck gemacht, er ging aver lange nicht so tief, wie die Revolutionäre es erwarteten. Einerseits erwi.'s die Reichsduma sich als unfruchtbare VolkSvertretuna. die. statt ehrliche Arbeit zu leisten, in Phrasen schwelgte; und andererseits nahm der $az oen extreme Radikalen einen sehr großen s? (sn ftn,tnS3 1,2 Sn f5ZM JlljCU U13 UtllH U.IU t UUil kt, wvaeln. indem er in dem AuflösungSerlaß mit besonderem Nachdruck seine unabänderliche Absicht betonte, das oewilligte Parlament aufrecht zu erhalten. Der Versuch der Revolutionare, oas Land in einen Massenstreik zu stürzen, der zur allgemeinen Erhebung fuhren sollte, ist mißlungen. Kenner Rußlands sind der Ansicht, daß das Zarenreich keine Umwälzung zu fürchten habe, so lange die Landbevölkerung V 5 ? I 1 . IZi AM VM Aruyig oieioi. ie auci :;i Bijj tig mit der Ernte beschäftigt und augenscheinlich nicht in der Stimmung sich in dieser wichtigen Beschäftigung durch städtische Agitatoren stören zu lassen. Dabei hat sich auch die Hoffnunz der Radikalen nicht erfüllt, daß ein großer Theil der Truppen auf Anruf in das Lager der proletarischen Verbände übergehen würde. Im Gegentheil: die Vorgange m Sveaborg. Statuten. Kronstadt. Sedastapol. bei Tiflis und auf den Schiffen, deren Mannschaften meuterten, liefern den unumstößlichen Beweis dafür, daß der weitaus größte Theil der Truppen heute noch zarentreu und bereit ist. bei der Niederwerfung örtlicher Aufstände und der Unterdrückung von Multarputschen die wirksamste Hülfe zu leisten. Nichtsdestoweniger ist d Lage im Zarenreiche bedrohlicher, als je zuvor. In großen ländlichen Distrikten sind Mißernten zu verzeichnen, und in anderen wurden die Felofruchte muthwillig mit frevler Hand zerfrört. D:r Schrecken der Hungersnoth mag bei den Bauern thun, was das Wort der Agitatoren nicht vermochte. Mit den zur Linderung der Noth bewilligten 15 Millionen Rubel dürfte man bei der Hundertmillionenbevölkerunz nich! weit kommen, zumal bei den russiscken Eigenthümlichkeiten voraussichtlich ein' sehr betrackthcher Theil der Summe den Vertheile? an den Fingern hängen bleiben wird. Sollte die Noth allgemein werden und seh? drücken, dann freilich konnte die Welt das furchtbare Schauspiel erleben, daß die durch Hunger und Wühler aufgererzt?ir Bauern sich zum Ansturm gegen dt bestehende Ordnung erheben und die kommunistischen Lehren iu die That umsetzen. Dann wäre eine Umwalzung zu erwarten, der kein Heer der Welt Einhalt thun konnte. Als Pugatschsw sich im Jahre 177? an die Spitze eines Rebellenheercs zuq Sturze der Kaiserin Katharina s'cl!.. gewann er die Landbevölkerung d-arch das Versprechen der Aufhebung der Leibeigenschaft. Die Bauern erwiesen sich damals als die unerbittlichsten und wenn man so sagen darf grundsatzfestesten Revolutionäre. 6: beklagten und beweinten das Loos ihrer Herren, lieferten sie aber doch unbedenklich dem Henker aus, sofern sie nicht selbst sie unter Thränen vom Leben zum Tode beiorderten. Dik Bauern ließen sich damals von dem ?chlagworte blenden und berausckcn: ..Es gibt keine Herren mehr im Lande?" Diese selbe Wirkung suchen die RadiZalen heute u der Losung zu erzielen: Freies Land für Alle!" Der Zar hat es wahrscheinlich jetzt noch in der Hand, Land und Volk w beruhigen. Dazu wäre aber vor Allem ein fester Regierungskurs noth wendig, der dem Volke gibt, was d:s Volkes ist. Das ewige Schwanken zwischen dem Liberalismus und der Reaktion hat bereits unendlich viel Unheil angerichtet. Hört der Zar auf r . c v ieine woylmein-noen naryaeoer, zu denen auch wohl der jetzige Premier minister Stolypin gezählt werden darf, und stellt die breiten Massen des Volkes einigermaßen zufrieden, so wird sich alles Wüthen und Hetzen der oerufsmaßigen Wühler als erfolglzZ erioeen. Der m e r k w ü r d i a st e Rad fahrer der Welt ist ein gewisser Thomas W. Davis in Peona. Tl..r, rj-r D.t. t . -i ic ici im i i. ci.cnjui;cc Tieqcnoe Mann bat auf seinem Rade insaesammt 100.000 Meilen zurückaeleat und im Jahre 1902 vom ..Century Club of America" den ersten Preis für den Meilen-Rekord zuerkannt bekommen. Er legte damals 8030 Meilen zurück. Der Kaiser Franz Josef genehmigte die Veranstaltung einer Großen Ausstellung in Wien 1908 an läßlich seines 60juhnc;e Regierungs, lubiläums. Definition. Du Süffel, was sind das eigentlich: gemischte Gefühle?' -Ge: mischte Gefühle? Na denk' Dir ma Bummel, Dein Schneider und dr. Geldbriefträger verlangen zu gleicher Zeit Einlaß."

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XiUUJV UUU .:. v A.'lJ. . i . .. i':'-.-:-: : :: : : : : Graupensuvve mit Wein Man kocht Pfund abgespülte und ge brühte feine Graupen mt 1 2 Qt Wasser und 1 Theelöffel Butter weich gießt dann eine Flasche leichten Weiß' wein oder Aepfelwein dazu, aiebt den Saft einer halben Zitrone, ein Stückchen Zimt, nach Belieben Zucker und 2 Unzen gewaschene Korinthen hinzu. laßt alles zusammen noch 10 lo Minuten kochen, nimmt Zimmt und Zitronensckale heraus und ?iebt die Suope mit 2 3 Eidottern ab. SpeisevonsaurerMilck. h Quart dickgewordene saure Milch vermischt man mit 5 Unzen Zacker. dem L?aft eine? halben Zitrone und etwas geriebener Zitronenschale, einem Likörglas Rum und aufgelöster rother Gelatine, füllt die Masse in eine mit kaltem Wasser gespülte Form, stellt ne kalt und-stürzt nach Belieben beim Anrichten aus. Gurkengemüse. Man schält ein paar schöne Gurken, schneidet sie durch, nimmt Mark und Kerne heraus, bestreut sie mit Salz, läßt sie emk Stunde liegen, trocknet sie gut ab. schneidet sie kleine Stücke und laßt diese in Wasser nebst einem Büsche! frischen Dill und dem Saft einer halben Zitrone weichkochen. Dann gießt man das Wasser ab, legt die Gurkenstücke in eine Kasserole mit kochender Butter, läßt sie einige Minuten darin dünsten, bestreut ne mit Mehl, weißem Pfeffer und nach Belieben mit gesto ßener Muskatblüthe, verkccht sie mit 1 2 Löffel Sahne ab und würzt nach Belieben mit etwas Zucker. Rühreier mit Räucherfischen. Man pflückt entgrätete, von der Haut befreite Bücklinge oder Flundern in nette Stücke, läßt Butter auf der Pfanne zergehen, legt die Fischstücke rinein, laßt , sie darin durchdun sten, gießt dann die mit ein wenig Wasser und Satz im Topf gut verquirlten Eier darüber und läßt auf gelindem Feuer ern weiches, flockiieiRührei daraus werden. Man kann Kartosfeln in der Schale dazu servieren. Pommersche Kochspeise, Man steint gute, reife, Sauerkirschen aus. legt sie in ttne Schale, bestreut )t mit qerieöenem Zucker, läßt sie so eine Stunde möglichst kühl stehen und füllt dann recht steifgeschlazene, mit Zuckea vermischte Schlagsahne darüber. Heidclbeerkaltschalc. (Blautcrkaltschale). Man kocht ungefähr 3 bis 4 Pfund gut etejene, gewaschene und abaetropite Seeren mit Wasser, Zucker. Zitroiienschale und Zirnmt weich und zu Brei. rührt diesen durch ein Porzellansiel,, vermischt ihn mit der nöthigen Mek's.i.' leichten Weißwein und gießt die Kalt schale, sobald sie kühl genug ist. über bittere Ü'cakronen oder zerbrochene 'wiebäcke. , Grüne Erbsen mit neuen K a r t o f f e ln. Einen gnteii Tbeil grüne Erbsen giebt man liebst ungefähr zwanzig bis dreißig fein geschälten, ncuum. neuen Kartoffeln, einer bis zivei Zwiebeln und einem Bündchen giüncr Petersilie in eine Kasserolle mit kochendem alzwasser. deckt diejclbe zu und läßt beides auf lanqsamein euer weich kochen. Tann gießt man das Wasser durch ein Sieb ab, nimmt Zwiebel und Petersilie heraus, richtet das Gemüse auf tiefer, erwärmter Schüssel an und übergießt es m.t reichlicher heißer, zerlassener, noch Belieben auch leicht gebräunter Vut ter. Grüne Bohnen mit Essig und Speck. (Norddeutsche Art). Die gefchnl!teneu oder zerbrochenen Bohnen wer den in Salzwasser weich gekocht wno abgegossen (das Wasser aufbewahrt). Dann brät man einen Theil feinwürfelig geschnittenen fetten Speck ans gelindem heiler aus, nimmt den S;-k heraus, dunuet rn dem Speckfett zwei Löffel Mehl, einen Löffel gericbm Zwiebel und gehackte Petersilie gut durch, verkocht alles mit etwas von dem Bohnenwasser und etwas Brühe, sowie so viel milden Essig, daß daö Gericht angenehm säuerlich schmeckt Darin werden die Bohnen auf gelindem Zeuer noch ein Weilchen, durch gedünstet und beim Anrichten mit den warm gehaltenen Speckwurfelu vc strc-.lt. Goldene Worte für die 5'iusfran. Es gel'ören für die Frau ein festes Sittlichkeitsgefühl und große hc -.Uiche Einsicht dazu, sich stets nach dem. .a! ihr zur Tagesausgabe gelassen ist. hal ten zu können. Fleiß und Nachdenken fester Wille und bestimmte Ordnung in ihrer Rechnungsführung werden sie aver sau ners oazu oerayigen. Nur diejenigen sind verächtlich, wel che fürchten, verachtet zu werden. V Wen die Leiden nicht bessern, den verschlimmern sie. Nur aus dem Leben blüht das Glück des Lebens; in blauer Ferne suchst Du es vergebens.

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TU deutsch en Kkcln. Weltfackel Gesetzlich geschützt-, stand auf den Fackeln, die bei der großen Kundgebung verwendet wurden. die Birmingham Chamberlain au seinem 70. Geburtstage veranstaltete. Die radikalen Blätter hatten die Thatsache, daß zu dieser Ehrung auö. ländische Fackeln benutzt wurden. wä rerkd Chamberlain selbst den Boy!o:l ausländischer Waren predigt, namrlich nicht unbenutzt gelassen. Die Birminghamer Presse machte die Sa5?? für die Schutzzöllner durch das eständniß. daß die Weltfackel gewäh.t worden sei. weil sie die beste der angebotenen Fackeln gewesen wäre, nitfr besser und muß sich sagen lassen, daß sie sogar das Verbrechen beging, englische Waren gegenüberdeutschen herabzusetzen. Die bösen Freihändler m:chten nun außerdem die Entdeckung, vag aufden verwendeten Fackeln der Vermerk Made in Germany" fehlte, U7.d benutzen dies, um die unangenehme Thatsache der Begünstigung des Auslandes durch die Tarisrermer cor .das Parlament zu bringen. Der Prä fldent des Handelsamtes wurde unier Heiterkeit des Hauses gefragt, ob er beobachtet habe, daß der Handel in Fackeln zwischen England undDeutjchland bedenklich wachse, und er wisse, daß in Birmingham 5000 Fack:!n deutschen Ursprungs verwendet worden seien, von denen keine einzige den vorgeschriebenen Vermerk Made in Grmany" getragen habe. Er wurde des weiteren gefragt, weshalb er die Einfuhr dieser gefährlichen Fackeln gestattet habe, and ob er, falls dies ae setzwidrig geschehen sei, die Importeure zu verfolgen beabsichtige. Herr Lloyd George ließ die schöne Gelegenheit za einem Hieb gegen die Tarifreformer nicht ungenutzt. Er erklärte, er freue sich, daß die Bewunderer und Verehrerdcs Herrn Chamberlain sich wenigstens für einen Abend über die Vorzüge des Freihandelssystems klar geworden seien. Ob ein Verstoß g gen das Handelsgesetz vorliege, lasse sich leider nicht mehr feststellen, da die Fackeln in Rauch aufgegangen seien. Die große Heiterkeit des Hauses UU gerte sich noch, als ein irischerAbgeodneter ganz in dem vorwurfsvollen Tone, den Mr. Chamberlain bei solchen Fragen anzuschlagen pflegt, darauf aufmerksam machte, wie unrechl es h, derartige Gegenstände aus dem Auslande zu beiehen. während doch Kana da allein genug Wälder besitze, um alle nothwendigen Fackeln zu liefern. &i Prcisaussckrcibctt für rchi. tcklcn. Vier Preise, im ganzen die Summe von 40.000 Mark ausmachend, werden demnächst für die besten Entwürfe zu einemEmpfangsgebaude auf dem tunftigen Leipziger Zentralbahnhofe ausgeschrieben werden. Der erste Preis wird 15.000 Mark, der zweite 10.000 und zwei dritte je 7500 Mark betra gen. Weitere drei Entwürfe sollen für ie 3000 Mark angelautt und die Ge samtsumme soll auf jeden Fall dertheilt werden. Die Zusammensetzung des Peisrichterkollegiums wird noch bekannt gegeben werden. Die groß? Aufgabe ist des Schweißes der Edlen werth. Der Leipziger Zentralbahnhof wird nach seiner Vollendung der großte Bahnhof der Welt sein (er umfaßt 85.550 Quadratmeter Grundfläche), und das gewaltige Empfangsgebäudc. in das alle Hauptlinien einmünden werden, wird das ganze Terrain der jetzigen Stationsgebäude des Thuringer. des Magdeburger und des Dresdener Babnhofs einnehmm. Es sind für das Gebäude über zwei Millionen Mark Baukosten vorgesehen. Seukzer. Gauner (der vor dem offenbaren Frnspruche steht): Heute dauert am die Verhandlung wieder 'mal lange! Da konnt' man a derweil schon nmoe.

was anaestellt haben."

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