Indiana Tribüne, Volume 29, Number 306, Indianapolis, Marion County, 20 August 1906 — Page 6

Jnd.ano Tribune, so August 1906.

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Lnpsche Nachrichten.

"p3aiero. München. Dieser Tage wurde das 25jährige Ministerjubiläum des bayrischen Ministers des Innern, Dr. Grafen v. Filitzsch, im Ministerium des Innern festlich begangen. Zahsreiche Blumen, Ehrengeschenke und Telegramme waren eingelaufen. - Der langjährige Leiter des Maschi nenwesens im Hostheater, Karl Lautenschläger. ist. SS Jahre alt. gestorden. LamrnschÄgn galt als erst Autorität aus dem Gebiet der mo fchinellen Theatereinrichtungen. A l t e n b e r d. Vor einiger Zeit wurde die IS Jahre alte Wirthstoch. ter Anna Gerharz unterwegs von einem Strolche vergewaltigt und dann durch Messerstiche verletzt. Der alsbald verfolgte Thäter versucht durch die Bibert zu entkommen, trschwand aber in den Wellen. Letztens wurde seine Leiche aus dem Flusse gelandet. Der Verlebte war der 34 Jahre alte , ledig; Metzger W. Monatsberger von Winkelheid und zuletzt auf der Nürnberger Au? Muna als Taolöhnn beschäftigt. . 11, JMa S 5 r a ch. Der begnadigt RaubmSrder Weißkopf hat im tytmtn FuchthauS einen Selbstmordversuch durch Vufschneidn der Pulsadern unternommen und sich lebenögsährlick verletzt. yürti. Der Prinz-Reaent hat auS Anla der Jahrhundertfeier unserer Stavt dem rften Bürgermeister Theodor Kutzer, dem Stadtschulrath Dr. Bauer, dem Rentier Wilhelm armbachr, den Kommerzienräthen einnch Hornfchuch und Anton iahlmann sowie dem Grohhändlr Justuö Ullmann die silberne PrinzRegent Luitpold-Medaille, dem Oberlehrer Georg Grillenberger und dem PoltaeikommissSr Johann Luff die gleiche Medaille in Bronze verliehen. M i ch l a u. Hier erschlug nach einem Wortwechsel über die Streitigketten der beiderseitigen Kinder der Schuhmachexmeister Jung den Agenten Anmüller. Der Thäter wurde verhaftet. Nürnberg. Bezirksarzt Dr. Bartholoma ist nach längerer 5drankit gestorven. Der Berstoibene hat namentlich um die Aufbrinauna x Mittel zur Errichtung eines LlZmarckdenkmals verdient remacht, dessen Bau er nicht tB& erleben konnte. Sauer lach. Auf der Jagd in dn 1tähe von hier verunglückte der 81 Jahre alte verheirathete hiesige Restaurateur Simon Kafler tun. Sein Jagdgehilfe ging in einem Abstand von etwa fünf bis sechs Schtfitt hinter ihm her. streifte mit dem Gewehre an einem Baum an, wodurch sick dasselbe entlud und daS Geschoß in den Rücken Kaflers eindrang, der alsbald den Verletzungen erlag. Weher. Hier wurde der Vater deS Pfarrers Herbert von einem Gerreidewagen überfahren und erliN so schwere Verletzungen, daß er nach kurzer Zeit verstarb. ZSUrtternbrg. Stuttgart. Die hiesige Sängergesellschaft Aurora" beging vor kurzem im Dinkelacker'schen Saalbau ihr SOjahriges Jubiläum im Kreise ihrer Mitglieder und eingeladenen Gäste. Dem o. Professor an der Technischen Hochschule in Stuttgart, Oberbaurath GuiM Halmhuber. ist die nachgesuchte Entlassung ertheilt worden. Unlängst waren 25 Jahre verflossen, dah Polizeiwachtmeister Krauth in den Polizeidienft einaetretn ist. Von seinen Kollegen wurden dem Jubilar die herzlicksten Glückwünsche dargebracht und ein schönes Geschenk überreicht. A l t b a ch. Hier wurde das Wohnund Oekonomiegebäude deö Albert Beichter durch Feuer vollständig zerstört. Vom Mobiliar konnte nur we nia gerettet werden. CrailSheim. Bei herrlichem Wetter fand unlängst das 50jährice JubiläumSfest der hiesigen freiwilligen Feuerwehr statt. Von nah und fern hatten sich die Feuerwehrmänner sehr zahlreich dazi. eingefunden, vierzig auswärtige Feuerwehren mit 15 1600 Mann waren gekommen. Ebersbach. An den Folgen einer Blutvergiftung ist der hiesige Stationsverwalter LdeHler. der fast ein Vierteljahrhundert hindurch auf der hiesigen Bahnstation thätig war, estorben. Kehler, der erst vor kurzer ieit an d Generaldirektton der taatseisenbahnen versetzt worden war und demnächst nach Stuttgart übersiedeln wollte, erfteute sich allsei. tiger Symparhteen. G i e n g e n. Der seit einiaer Aeit wegen Geschäftsunregelmähigkeiten susvendirte hiesige Bezirksnotar Meaerle hat sich in feiner Wohnung erschössen. Serrenberg. Dieser Tag wurde der unerwartet schnell dahinschieden Oberlehrer Weinbrenner im Alter von 64 Jahren unter außerordentlich zahlreicher Betheiligung zu Grade getragen. Neuen bürg. Im Walde bei Gräfenbausen wurde die Leiche des schon feit längerer Zeit vermihten Wittwers Michael Hohl von hier g-funden.

Indianerieben

-' (Ferienvergnügen.) Die reifen Birnen prasseln von den Bäumen, die Gebüsche in dem großen Garten sind undurchdringlich geworden und ganz hinten, an der Mauer, wuchert Unkraut und Schlinggewächs; es ist wie im Urwald. Dort, in diesem versteckten Winkel, haben die Kinder ein Zelt gebaut, eine Hütte". wie sie sagen, und führen nun. in den FerienWochen, ein Leben wie die WiRn Aber nur Nachmittags, denn des Morgens wird, wie sonst, wenn es zur Schule gehen soll, in aller Frühe aufgestanden, müssen sich die Mädchen und Jungen sauber waschen und ordentlich anziehen, denn wenn sie in der Laube am Kaffeetrsch erscheinen, darf nichts zum Tadeln Anlaß geben. Und dann heißt es, die Ferienarbeiten machen, jeden Tag etwas, damit nicht alles in den letzten Tagen der letzten Woche zu bewältigen ist und man das Lernen und Arbeiten auch nicht ganz vergißt. Denn nichts ist schwerer, als nach so langer Zeit des Müssigganges wieder straff einzusetzen; ist man erst einmal aus der Uebung, macht selbst das Einfachste nachher Schwierigkeiten. Aber am Nachmittag, wenn das Essen vorüber und die Eltern ein bißchen Ruhe im Hause haben wollen, dann können sich die Kinder nach Herzenslust tummeln. Anfänglich hielten sich d'e Schwestern von den wilden Brüd:rn etwas fern, schaukelten sich lieber oder saßen in der Laube und machten hübsche Handarbeiten, aber als sie dana sahen, was die geschickten Junzen da zustande gebracht hatten, bekamen sie auch Lust, mitzuspielen. In wenigen Tagen .nachdem allerdings die ersten Versuche gescheitert und dgL Zelt stets zusammengebrochen war, gerade, wenn man es sich darin behaglich .emacht hatte, war schließlich das Gerüst der Hütte so fest hergestellt worden, daß es nicht mehr wackelte, selbst wenn ein noch so heftiger Wind wehte. Und die Stangen trugen rmn auch die Decken, ohne sich zu biegen. Heute ist nun einaupttag. Nachdem sich del Vater überzeugt hat, daß es ungefährlich sei und nachdem er selbst die Anleitungen gegeben, wie man es am geschlcktesten anfängt, haben die Kinder ein wirkliches Feuer anzünden dürfen. Über dem ein Wasserkessel hängt. Eine Anzahl roher Kartoffeln hat die Mutter geschenkt, die sollen nun gekocht und nachher, mit Salz bestreut, derzehrt werden. Die Sauaws", wie die Brüder die Schwestern nach den Indianerfrauen nennen, haben die Bereitung des Mahles übernommen, und die hungrigen Siouxkrieger. die ihren Federschmuck schon abgelegt haben, stehen neugierig dabei und können es kaum noch erwarten, daß das Essen fertig wird, denn solch' eine selbstqekochte Kartoffel ist ja der größte Lcckerbissen. Der grf n cn- Pobin. Ein Knabe hatte sich schon lange ?inen Robin gewünscht. Endlich erhielt er einen geschenkt. Er freute sich sehr über den schönen Vogel. Stundenlang konnte er mit ihm sitzen und ihm zusehen, wie er munter im Käfig umher hüpfte. Zweimal brachte er läzlich sindm Lieblkivg frisches Wasser und Futter. Auch gab er ihm manches Stück Zucker. Dennoch gefiel es dem Robin nicht in dem engen Käfig; immer 'blickte er durch's Fenster nach dem blauen Himmel und den grünen Baumen. Als er eines Tazes ein Loch im Bauer entdeckte, schlüp'te er schnell durch dasselbe und flog fröhlich singend in's Freie. Da war der Knabe sehr betrübt. Eilig lief er unter den Baunn. auf welchem der Vogel saß. und bat: Lieber Piepmatz! komi?i doch wieder zu mir. Bei mir bekommst Du Alles, was Du wünschest, und hast keine Noth." Der Robin aber sprach: Ich bin nicht für das enge Bauer erschaffen. Würde es Dir gefallen, wenn man Dich in ein enges Stübchen sperrte?" Der Knabe aber sah ein. daß eS grausam ist, wenn man ein Vöglein in's Bauer sperrt, und hat es nie wieder gethan. Zaberknnststück. Der kleine Magier behauptet daß el 5 Aepfel (oder Nüsse), die in einem Körbchen liegen, so unter fünf Perso nen verK, l- kann, daß der fünfte Apfel im Körbchen liegen bleibt, trotze dem aber jede Verson einen erhält! Auflösung: Man giebt 4 Personen je einen Apfel in die Hand, der Fünfte erhält -den Apfel im Körbchen. Der Kanton Waadt in der Schweiz hat beschlossen, daß Frcnum für die Schulkommissionen wählbar sein sollen. Die Berliner Bakteriologin fixem Dr. Rbinowitfch ist von der riete centrale de medecme veterinaire" zu Paris, einer der ersten wisse,,schaftlichen thiearztlichen Gesellschaf. ten Frankreichs, wegen ihrer erfolgreichen Forschungen auf dem (Gebiet.' der Beterinärmedizin zmn 5korre spyndireniden Mitglied ernannt lvord't. Die Auszeichnung hat um s höheren Werth, als sie bisher keiner Tarne utheil aeworden ist.

Don einemMutterschwein gebissen wurde der in der Scahe von Lintdn. N. D.. wollende Farmer Clark, als er gerade Ferkel aus dem Koben nehmen wollte. Die Thier quietschten und die Mutter wurde tm Glauben, daß die Thiere verletzt würden, wüthend und stürzte sich auf Clark. Sie biß ihn zunächst in den Schenkel und als er versuchte, sie abzuwehren, biß sie ihn auch in den Unterarm. Die Verletzungen wurden sofort ausgebrannt, waren aber sehr schwer. Der amerikanische Arzt Dr. W. R. Bnnckerhoff hat sich vor einiger Zeit nach der zur HawaiiGruppe Uncle Sam's gehörigen Auö-sätzigen-Jnsel Molokai begeben, um bei der ärztlichen Behandlung von dortigen Aussätzen trwmöalich ein Mittel zur Heilung dieser schrecklichen Krankheit ausfindig zu machen. Seine Geliebte. Nellie White von Massachusetts aber, eine Erbin eines mehrfachen Millionärs, befindet sich jetzt auf der Reist nach der Insel Molokai, um ihn dort zu heirathen. Molokai hat mit der nach kleineren Nachbarrnsel Lanai zusammen nach der legten Zählung 2504 Einwohner. Die Zahl der dortigen Aussätzigen, die auS allen Theilen Hawaii'S dorthin gebracht werden, betrug nach der letzten Rechnung ungefähr 1600. Während der Countybeamte Georae Russell von Newark N. I., in Bradley Beach bei einem Ballspiel als Unparteiischer fungirte. wurde er von einem Ball schwer verletzt. Russell stand, ohne eine MaSke zu tragen, dicht hinter dem Catcher-, als er von einem Foul Ball" direkt ins Gesicht getroffen wurde. Infolge der Wucht, mit welcher der schwere Ball getrieben wurde, gab der Unparteiische ein schlimmes Zielobjekt aö. Russell's Nase erlitt inen leichten complicirten Bruch deS Nasenbeins, und die Augen schwollen so sehr auf. daß die Lider geschlossen waren. Ein Arzt, der zufällig auf dem Svielplatz zugegen war, leistet dem Verletzten sofort Hülfe, indem er vermittels heißer Compressen die Schwellung der Augen herabzusetzen versucht. Nachdem ihm dieses gelungen und die Nas durch einen entsprechenden Verband in richtige Stellung, gebracht war, wurde Russell nach seiner Villa, wo er den Sommer verbringt, gebracht. Ein Künstler im Tätowir", wie er sich nennt, Charles Wagner, der schon feit Jahren diese Verschönerungskunst" in New Dork betrieben hat, wurde von Richter Deuel im Criminalgericht zu 20 Tagen Gefängniß verurtheilt. Wieverholt waren kürzlich bei der New Vorker Kinderschutzgesellschaft seitens verschiedener Eltern Klagen über das Treiben dieser Künstle?" eingelaufen, welch die Arme Unmündiger auf deren Verlangen mit den nach ihrer Ansicht schönsten Ornamenten zierten. Als aber vor einiger Zeit der elfjährig Daniel Spurdett seinen Eltern voll Stolz seine in allen Farben verunzierten beiden Arme zeigte, erntete er statt der erwarteten Bewunderung den schwersten Tadels Sein Vater zeigte den Vorfall bei der Kinder-schutz-Gesellschaft an, die gegen Wag, ner, den Verüber, vorging, und Polizeirichter Finn hielt, als er die wundervollen Blumen, Flaggen, Stern und Anfangs - Buchstaben gesehen hatte, Wagner zum Prozeß fest. Vor dem Criminalgericht bekannte sich der Angeklagte schuldig, doch erklärte er. nicht gewußt zu haben, daß ein Gesetz bestehe, welches einem Erwachsenen die Gefährdung der Gesundheit oder des Lebens eines Unmündigen untersage. Trotz dieser Ausrede erfolgte die criminalgerichtliche Verurt Heilung. Ein Insasse des Countv-Ge-fängnisses in Louisville, Ky., Namens Joseph R. Mosely, wurde von Militärbeamten als ein Mann erkannt, der an der Manie leidet, sich anwerben zu lassen, um dann wieder durchzubrrnnen. Er soll dieses Kunststück sieben Mal durchgeführt haben, und man hat in jeder Stadt des Landes Nachforschungen nach ihm angestellt, weil sieben Belohnungen auf feiner Verhaftung standen. Seraeant William A. Smith, vom Anwerbebureau in Louisville, hat ihn endlich abgefangen. Der Verhaftete leugnete nicht, der Vielgesuchte zu ein. Er ließ sich zum ersten Mal in Harrodöburg, am 28. Fbruar 1902, anwerben, und verschwand am 22. August. Am 5. Novembr desselben Jahres tauchte er in Fort Thomas auf. und im Juni 1903 desertirte er von der Kompagnie A" des Siebenundzwanzigfien Infanterie-Regiments. Im April 1904 erschien er m Greenöburg, Ind., und defertirte am Weihnachtsabend 1905 vom 3. Infanterie- Regiment, in Kompagnie C". Nunmehr ging er nach Huntington. W. V., und ließ sich im Januar 1906 anwerben, um wiederum im März auszurücken. Zuletzt tauchte er w Indianapolis im April auf, und desertirt im Mai. Dieser vielversprechende Vateriandsvertbeidiger" wurde wegen Einbruchs w eine Frachtcar verhaftet, aber man wird ihn auf Verlangen den Bundesbehörden ausliefern. Der Gefangene hat sich w all dn verschiedenen Städten unter andenn Namen atf werben lassen.

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I 7tt II Auertei. ":-:-: 4 444HMMIMIH cv. Im dänischen Volkstincr wie im Land-ting ist eine Gesetzvorlage an genommen worden, nach der dis Frauen zur Ausübung der juristi. schen Praxis zugelassen werden. Tas juristische Studium war schon l.in gere Zeit freigegeben und die Frauen auch zu den Prüfungen zugelassen worden. An dem gesellschaftlichen Leben der österreichischen Residenz, in der sie vor einigen Jahren wieder ihren Wonn sitz aufgeschlagen hatte, nahm sie insoweit theil, als sie Wohlthätigkeitsun ternehmungen gern ihre Unterstützung lieh. So erinnern wir uns eines Parkfestes, das die unermüdliche Für. stin Metternich zu humanitärem Zwecke veranstaltete, dem die originelle, nach Ideen der Frau Manti. wicz hergestellte Ausschmückung einen zauberhaften Reiz verlieh. Die internationale ldonferenz des Weltbundes für Fraumslimmrecht, die vom 6. bis 11. August in Kopenhagen stattfand, erfreute sich eines regen Interesses weiter Kreise. Mrs. Chapmann Catt. die Vorsiuelide des Weltbundes, und die bekannte Amerikanerin Rev Annie Shaw wei len schon seit Wochen in Kopenhagen, um vereint mit dem Dänischen Ver band für Frauenstimmrecht die Vorarbeiten zu erledigen. Alle frauenrechtlich organisirten Länder waren vertreten. Teutschland durch Dr. Anita Augsvurg, Lida Gastava Ser. mann. Else Lüders, Adelheid v. We!czeck und andere. Mitglieder und Interessenten aller Länder waren eingeladen. Die Königin zeichnete die Damen durch Audienzen aus und bedauerte, durch die Hoftrauer sich nicht rnchr an den Vorgängen betbeiligen zu können. Frau Humphrey Ward, die berühmte mglische Schriftstellerin soll sich vorgenommen haben, nun auch Amerika zu besuchen und hier ihre Studien zu machen, die sie zu Erzahlungen vertwerthen will. Ein Ausholer, oder wie man hier sagi, ein Interviewer", hat schon verrathen und es durch Depeschen aller Welt verkündet, daß Frau Ward hier entsetzliche Zustände vermuthet und soll schon in gewissen Kreisen eine Angst über En!hüllungen" vorhanden sein. Es giebt i leider viel Skandalöses über amerikanische Verhältnisse zu berichten, aber werthe Frau Ward, blieben Sie. wenn Ihnen so viel an Sensation gelegen ist, nicht lieber in England? Es soll dort, wenn man den täglichen Berichten trauen darf, noch so viel zu reformiren und in hohen und höchsten Kreisen zu ..enthüllen" geben, daß Frau Ward gewiß reichlich Stoff für ihre Novellen in England fände. Die hiesigen Smart Sets" entnehmen ihre Extravaganzen doch wohl meist den englischen Vorbildern und Tagedieben. Die Wiener Frauenwelt lmt einen schweren Verlust erlitten. Frau Henriette Mankiewicz, die. wie auch hier gemeldet, vor Kurzem in der Pariser Ausstellung für Frauenkunst dn ersten Preis und zwar den einzigen, der zur Verleibung gelangte dekam, ist gestorben. Frau Mankiewicz war Wienerin von Geburt und gehörte einer sehr geachteten Familie an : ihr Pater S. Tauber, der sich mir Glück auf poetischem Gebiete vcrslickt hatte, stand zu den literarischen Größen des vormärzlichen Wien in enger Beziehung. Die Tochter war durch ihre Heirath Reichsdeutsche geworden. Ihre eigenartige Begabung zeigte sich erst spät: sie hatte für den Schmu.' ihres eigenen Hauses die fleißigen Hände geregt und war hierbei ihre eigenen Wege gegangen. Während die Nadelmalerei jener Zeit zu einer Art Tüftelei geworden war, entwari sie flott mit dem Pinsel und ließ die Sticknadel erst an zweiter Stelle wa!ten diese Pereinigimg von Walund Sticktechuikeu war neu und in ihren ersten Arbeiten sechs grosie Panneaur. das Wasser als Buch. Quelle. See. Strom u. s. w. darsre! lend von sensationeller Wirkung. Die Großzügigkeit des Entwurfes die Wahl der Motive aus der Natur, die künstlerisch naturgetreue Wiedi-r-gäbe und die sparsame Verwendung der Stickerei lassen Frau Mankien iq als Vorläuferin der modernen Rich. tung in der Handarbeit erscheinen. Nicht als Babnbrecher. denn die vor nehme Frau trat nie mit ihrer Per sönlichkeit in den Vordergrundsuchte sie Schule zu machen, nabni i. für und wider Partei. Sie lief; i!ire Arbeiten, zu denen sie nur unterge. ordnete Hilfskräfte verwendete, für sich sprechen, und diese gttvannen auch mit der Zeit eine fast unerreicht dastebende Höhe und Vollkommenheit der Technik. Längst hatte sie auch tc Meisterschaft erlernt, die in der Beschränkung liegt. Von den überlebensgroßen Panneaux war sie zu vollendet schöneil kleinen Gemälden gekommen. '

Wer sind die zwölf b. deutendsten lebenden Deutschen? So interessant dies Frage ohn Zweifel ist, so schwer ist sie auck zu beantworten. Das hat sich bei einem Preisausschreiben gezeigt. daS die Berliner Wochenschrift .Arena" kürzlich veranstaltete und dessen Ergebniß si soben bekannt gemacht. Ewe Einigkeit über die zwölf lebenden Deutschen auf einem Stimmzettel hat sich überhaupt nicht erziklen lass. Man ist daher so verfahren, daß man die Namen, die bei den Einsendungen am meisten genannt wurden, cmf einer Me verewigte. Stach dem Verhältniß der für sie abgegebenen Stimmen sind also, nach dm Urtheil der Leserschaft der .Arena", die 12 U deutendsten lebenden Deutschen: Kaiser Wilhelm. Gerhard Hauptmann. Robert Koch. Ernst Häckel. Prof. Röntgen. Reichskanzler Fürst Bülow, Max Klinger, Richard Strauß, Aug. Bebel, Generaloberst- Graf Haeseler, Professor Behring und Reinhold Begas. In den Kohlengrusen Pennsylvaniens sind im letzten Jahre 1119 Personen um's Leben gekommem' In Paris brachte kürz, lich eine 30 Centimeter hohe Terracotta - Gruppe von Clodion auf einer Auktion $11,800. In der Schweizfeiert man in diesem Jahr von Mai bis September in nicht weniger als 220 Festtagen 43 Schützenfeste. Echter Anqostura Bittr wird nur in Port of Spain fabrizirt. Seine Zubereitung ist ein Geheimniß der Familie Siegert. Das dem Berliner sögeläufige .Nanu" wird als Sanskritwtft häufig von den Hindus m genau derselben Bedeutung gebraucht. Die ahl der Morde in den Vereinigten Staaten beziffert sich für das Jahr 1905 auf 9212; die Zahl der Selbstmorde betrug 9082. Der Geldum lauf tn den Ver. Staaten betrug am 1. August d. I. $32.52 per Kopf der Bevölkerung, gegen $31.06 am 1. August 1904. In London sind in einem Jahre 1634 Kinder Verletzungen erlegen, die sie infolge offener FeuerHerde in den betreffenden Wohnungen rs?H-w

pSSl 5 Kairoer X f ,. I i 225 Oft Washington Str. 8 l Ipho tif). 4 g Me schön, gerüumia ftaU steh; 3 f Vereinen, Zogen. CluH 1 ,d t!tol pu ttfügung SSSSßSSS

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