Indiana Tribüne, Volume 29, Number 303, Indianapolis, Marion County, 16 August 1906 — Page 5

Jndians Tribüne, 16. August 1906.

Jntcrurban Zeit-Tabelle. I. U. T. Syfte. I Kraft Sonntag, den 2. Mai 1806. Züge verlassen Indianapolis, uncie ck Marion Division. awrence, Fortoille,' Pendleton, nderson, Vorktown, Muncie, Riddletomn, Alexandria, Gmmnitville, Fairmount, Gas City, Jones ,ro und Marion.

4 00 5 05 6 00 7 05 00 9 05 10 00 11 00 11 05 12 00 Lm. Vm. Bm. Bm. Vm. Vm. Vm. Vm. Vm. Mttz. 1 05 Nm. 2 00 Nm. 3 05 Nm. 4 00 Nm. 5 00 Nm. 5 05 Nrn. 6 00 Nm. 7 06 Nm. 8 00 Nm. 9105 Nm. 11 30 Nm. Limited. Logansport & Peru Division. Tarmel. Noblesville, Cicero, Arcadia, Uanta. Tipton, Kokomo. Galvefton, alton, Logansport, Miami, Bunker Hill, Peru und Elwood. 5 00 Bm. 1 45 Nm. 5 45 Vm. 3 00 Nm. 7 00 Bm. 3 45 Nm. , 45 Vm. 5 00 N. 9 00 Vm. 5 45 Nm. S 45 Bm. 7 00 Nm. II 00 Bm. 7 45 Nm. II 45 Vm. 9 00 Nm. 1 00 Nm. 11 30 Nm. Limited. er Zug um n:30 Abend der Jndiana yokS-LoganSport"jDivision geht nach Peru anstatt Logansport. eue spezielle Bedienung nach Ft. Wayne. Züge verlassen Indianapolis um 7HX) und il:C0 Uhr Vormittags und 3:00 und 7:00 Uhr Nachmittags, machen die Fahrt nach Dt. Wayne in 4 Swnden und 40 Minuten. Reuer Zug Marion Flyer Verläßt Marion 7:55 Vormittags und 1:55 Nach ittagö ; Verläßt Indianapolis 11:00 Vor ittags und 5:00 Nachmittags ; hält bloS in Andersen und Alexandria an. Anschließende Linien erreichen Dayto, Ohio, Ft. Wayne, Huntington. Wabash, asontaine, Swayzee. Greentown, Hartford Tity, Montpellier, Blusston, Winchefter, Union City. GreenviSe, ., und Zwischen Kationen. Kracht, und Passagier Ossi Termin Wartezimmer. Telephon M 175. Indianapolis & Eaftern. Aimited Züge für Richmond und allen Puntten in Ohio, welche verbunden find mit ektrischen Linien, um 8:10 und 11:10 Bor ittags, 2:10 und 5:10 Nachmittags und :I0 Abends. Locale Züge für Richmond nd Zwischenftationen von 6:00 Uhr Vor mittags an und dann jede Stunde, ausge nommen die Limited Zeit, bis 9:00 Abend (7:00 Uhr Abends ausgelassen). Letzter Zug ach Greenfield um 11:30 Uhr Abends. Indianapolis & Btartinsville. Grfte Morgen-Car um 5:10 Uhr Morgen. Dann von 6:30 Uhr Morgen jede Swnde bis 11:30 Uhr Abends; ausgenommen die GWnden 8:30 und 10:30 Uhr Abends. Indianapolis Coal Traetion Co. Züge laufen stündlich von Indianapolis ach Plainfield von 5:00 Uhr Morgen bis 11:00 Uhr Abends ; ausgenommen die Stun den 8:00 und 10:00 Uhr Abend. Indianapolis & Nortywchern. Züge laufen stündlich von 5:00 Uhr Mor gens bis 9:00 Uhr Abend. Anschluß in Lebanon für Thorntoronund.Cramfordsville. Der Zug um 10:00 Uhr Abends fährt blos bis nach Lebanon. Der Zug um 11:30 Uhr Abend fährt bi ach Frankfort. Anschluß in Lebanon für CrawfordSville ; derfelbe fährt in der Sonn tag Nacht blos bis nach Lafayette. Limited Züge für Lafayette fahren ad u 8:1 und 11:10 Uhr Morgen, und 2:10. 5:10 Nachmittags und 7:10 Abends. Für Erawfordsville um ; 10:45 .Vormittags und 4:25 Nachmittags. i i Indiana Carriage Co. Nachfolger von E. T. Helfer. Händler in arriages, Phaetons, Runavouts, Moyer Wagen, Ablieserungswagen und DrayS. 85-41 Nord Capitol Ave. Alle Sorten Pferdegeschirre. VumireifenLieferavt. Phone, Main 30! Neu 515 Niederlage für Ablieferungswagen, 19-23 Nord Capitol Ave. INDIANAPOLIS BREWIN6 CO. Düsseldorfer... DaS Bier, welches auf der Weltausstellung zu Et. LouiS den Preis erhielt als Der Welt Standard Fr Vollkommenheit In Plttts uuv Quarts, laschen Dep't. Tel. 578 und 690

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Das ZnNllhloß. von M. Holthausm.

Ich hab' sin Luftschloß mir gebaut, Trum bin ich so vergnügt. Wer weiß, ob's, morgen angeschaut. Nicht schon in Trümmern liegt. Toch deute fügt sich Stein an Stein, Es filänzt das Tach im Licht. Was soll ich denn nicht fröhlich fein? Solch Bauen schadet nicht. Ein andres Schloß macht Müh' und Plag', Es kostet Zeit und Geld, Und dock, auch diesem naht der Tag, An dem es morsch zerfällt. Tenn alle-, was auf Erden, kehrt Zur Erde auch zurück. Tas Vene, was es je gewährt, War dch nur Menschenglück. Und hat mein Li:fkschlß dies gethan Für einen Augenblick, So tadle ich auch nichts daran, Verfallt es dem Geschick. . Es hak in kurzer Zeit vollbracht Tann alles, was wir sehn Von Schönheit, Gianz und höchster Macht: Entsteh, Erfreun, Ver gehn. Die urnürfiteii Engländer. Im Jahre 1817 kamen zwei Engländer nach Ostende, die in ihrem ganzen Wesen den Eindruck von Sonderlingen machten. Bei ihrer Landung erkundigten sie sch nach dem ScheldtGasthof in der ludulestrahe. Es war das ein Haus, ds sich nicht des besten Rufes erfreute und das einem gewissen Ruysvoort gehörte. Ueber die Ankunft solch unerwarteter Gäste war natürlich der Wirth im höchsten Grade erfreut. Er wies ihnen Zimmer an, und sie nechmen das schlechte Essen und die noch schlechteren Weine, die man ihnen vorsetzte, ohne Widerrede entgegen. Noch verwunderlicher aber war, daß sie am nächsten Morgen, ohne ein Wort der Mißbilligung zu äußern, die gepfefferte Rechnung bezahlten, die ihnen Mynheer van Ruysvoort gemacht hatte. Zur unaussprechlichen Freude des biederen Wirthes, der fürchtete, daß seine Gäste am folgenden Tage nack Brüssel Weiterreisen würden, hielten sie sich auch noch diesen Tag bei ihm auf und machten eine noch größere Zeche als am vorhergehenden. Und ein Tag nach dem anderen verstrick, ohne daß di? Fremden Miene zur Abreise machten. Still und ruhig gingen sie ihre Wege, jede Berührung mit den Bewohnern der Stadt vermieden sie, und um die Sehenswürdigkeiten Ostendes kümmerten sie sich nicht im geringsten. Tag für Tag machten sie Ausflüge in die Umgegend, aßen, tranken, rauchten, schliefen und lasen die Zeitung. Jeden dritten Morgen zahlten sie ihre Rechnung, und obwohl der Wirth ihnen dreifache Preise ansetzte, zogen sie ihm doch keinen Pfenmg ab. Mynheer van Ruysvoort war ein Mann, der sonst nicht viele Worte machte und sich für gewöynlich auch nicht viel um seine Gäste kümmerte, namentlich dann nicht, wenn sie gut zahlten. Aber diese Egländer machten ihn doch nachdenklich, und er zerbrach sich über sie den Kopf. Schließlich ging er mit seiner Frau zu Rathe, und als sie beide das Geheimniß nicht ergründen konnten, fragten sie Freunde und Nachbarn um ihre Meinung über die räthselbaften Fremden. Spione sind es," meinten die einen. Verbrecher, die dem Galgen entflohen sind," riethen andere. Ter Stadtschreiber, der mehrere Jahre in England gelebt hatte, fand mit seiner Ansicht allgemeine Zustimmung. Ich will Euch sagen, was mit diesen beiden Engländern los ist," äußerte er. Die Kerls sind einfach verrückt." Etwa acht Tage nach dieser Konferenz und vielleicht drei Wochen nach ihrer Ankunft in Ostende liehen die Engländer ihren Wirth rufen. Mynheer van Ruysvoort." redeten sie ihn an, in Ihrem Hotel gefällt es uns ja ganz gut, aber nur wenn Sie mit unserem Vorschlage einverstanden sind, können wir noch länger Freunde bleiben." Mit einem tiefen Bückling antwor teie der erfreute Wirth: Mylords. ich stehe ganz w Jyr?r Verfügung. Sie brauchen mim nur Ihre Wunsche wii sen zu lassen und Sie können überzeu g sein, daft es dann auch die meiniaen sind. Ich weiß wobl. was ich solch vornehmen Gatten schuldig bin. Also, Herr Wirth. Ihr Hotel ist keineswegs so groß, wie es eigentlich sein mußte. Sie wissen selber am besten, daß Si nur drei Zimmer haben, die für einen Gentleman passen, und diese drei geben auf die Straße T?r dort herrschende Verkehr und die vielen vorbeifahrenden Wagen machen aber einen Lärm, der gar nicht auf hören will. Darunter muß unsere Ge fundheit leiden. Kurz, wir können den Lärm hier nicht langer aushalten." Das thut mir furchtbar leid, Mn lord, was kann ich aber dagegen machen? Sie haben vollkommen recht. Der Verkehr ist lästig, aber zusperren kann ich die Straße doch Nicht." Gewiß nicht, aber dennoch ließe sich ohne alzu große Schwierigkeiten Ab Hilfe schaffen.'' Inwiefern, Mvlord?" Die Kosten könnten auch gar nicht so bedeutend fern, und wn wurden gern die Hälfte traaen." C litte. Mylord, sagen Sie mir nur aefälliqst. was Sie wünschen." bat der Wirth mit einem Eifer, der' bei ihm etwas ganz Ungewohntes war. Hinter Ihrem Hause haben Sie

einen Garten, in dem nichts wächst auch seine Mauer ist bereits verfallen Vielleicht könnten Sie hier ein kleine! Haus bauen mit drei gut eingerichteter Zimmern, in denen wir ruhig wohner tonnen. Wie gesagt, wir wollen gerr die Hälfte zu den Kosten beisteuern Sollten Sie indessen auf unsere? Wunsch nicht eingehen, so müßten reu zu unserem großen Bedauern vor Ihnen wegziehen." Um so lieber ging Ruysvoort au! diesen Vorschlag ein. als er ihm nack jeder Richtung hin Vortheile bot; ei behielt seine Gäste und vergrößerte au1 ihre Kosten sein Haus. Noch am sei ben Abend setzte er sich mit seinem Gevatter, einemMaurermeister, in Ver bindung. und schon am nächsten Mor gen fing dieser mit dem Bau an, denr die Engländer, die genau fcie Stellt bezeichnet hatten, auf die ihr Garten haus zu stehen kommen sollte, wollter keine Zeit verlieren. Vom frühen Morgen bis zum spä ten Abend wichen die beiden Fremder nicht von den Werrleuten. Auch RuyS' voort interessirte sich sehr für das Fortschreiten des Baues, nur wollte Upn die große Eile, zu der die Engländei antrieben, gar nicht gefallen, denn darunter schien ihm die Haltbarkeit de Gartenhauses zu leiden. Es wäre ihn auch lieber gewesen, wenn d?r yituta:. nicht so versteckt in einem Winkel gelegen hätte und auch ein Stockwert höher geführt worden wäre. Davon wollten aber die Engländer nicht-

hören. In vierzehn Tagen stand das Gartenhaus fertig da, und so gut gefiel tl den Engländern, daß sie es sofort htzogen. Ruysvoort war jetzt fest davon überzeugt, daß es nur verrückte Engländer" sein konnten, die aus einem alten, gut ausgetrockneten Häuft auszogen, um in ein neues, feuchtes einzuziehen. DaZ war indessen Sache seiner Gäste, und da es offenbar eine ihrer Launen zu sein schien, so sollten sie dafür auck ordentlich zahlen. Die Kosten des Baues beliefen sich auf 2374 Gulden eine Summe, die dem Hotelbesitzer so niedrig vorkam, daß er sie auf 4748 Gulden abänderte. Ohne Murren bezahlten die Engländer ihre Hälfte, d. h. also das Ganze, und der habgierige Wirth beschwichtigte sein Gewissen mit der Erwägung, daß das für die Aufnähme zweier Verrückten" in seinem Hause doch eigentlich noch recht wenig wäre. Die Engländer fühlten sich anscheinend in ihrem Gartenhaus recht wohl, denn sie ließen sich außerhalb desselben nur noch selten blicken. Wie gewöhnlich aßen und tranken und rauchten sie, lasen auch ihre Zeitung, aber merkwürdig war es, daß sie niemand erlaubten, ihr Gartenhaus zu betreten, und daß sie sich sogar die Betten selber machten. Immer rätselhafter erschien das dem Gasiwirthe, der sein armes Hirn vergeblich zermarterte. Warum machten sie sich selber die Betten? Warum saßen sie stels hinter verschlossenen Thüren? Warum brannten sie die die ganze Nacht Licht? Um ruhig schlafen zu können, waren sie nach dem Garten gezogen, und seitdem sie im Garten wohnten, schienen sie überhaupt nicht mehr zu schlafen! Einigen Freunden schüttete er sein Herz aus, und diese meinten, die Engländer müßten Falschmllnzer sein. Darüber im höchsten Grade beunruhigt, unterzog Ruysvoort sämmtliche Goldstücke, die ihm von seinen Gästen gezahlt worden waren, einer genauen Prüfung, fand aber kein einziges verdächtig aussehendes darunter. Auf Betreiben seiner klugen Frau ließ er eines dieser Goldstücke von einem Geldwechsler untersuchen. Und sikhe da es war gut und vollwichtig. So ging das bis Mitte Oktober, als die Fremden ganz plötzlich ihre Lebensweise wieder änderten. Sie kauften sich jeder eine Flinte und eine Jagdtasche und gingen jetzt auf die Jagd. Aber nie zusammen immer blieb einer zu Hause. Eines Morgens aber hielt schon lange vor Sonnenaufgang ein Wagen vor dem Hotel, und beide Engländer, beide im Jagdanzuge, stiegen ein und fuhren davon. Während der nächsten drei Tage befand sich Ruysvoort in größter Aufregung. Die Engländer hatten den Schlüssel zum Gartenhaus? mitgenommen, und hätte er nicht fürchten müssen, durch eine Indiskretion seine äf.t zu verlieren, so hätte der Wirth am 'teöften die Thüren aufgebrochen. Auch der Mittwoch, der vierte Tag feit ihrer Abreise, brachte die Enalän der nicht wieder, und als sie sich auch am Donnerstag nicht zeigten, warf sich Ruysvoort in seinen Staat und beaab sich zur Polizei. Ein Kommissär und drei Schutzleute begleiteten ihn nach dem Gasthofe, um hier das Geheimniß aufzuklären. Das Gartenhaus wurde gewaltsam geöffnet, und was bot sich den erstaunten Blicken? Nichts rein gar nichts. Verwundert schauten die Polizeibeamten und der Wirth einander an, und die neugierigen Nachbarn und Freunde reckten die Hälse in die Höhe, um einen Blick zu erhäschen. Nichts fand sich, wie schon gesagt, rein gar nichts, als zwei leere Koffer und ein offener Brief. Unter athemloser Spannung der Zu Hörer las der Kommissär folgendes vor: Lieber Herr van Ruysvoort! In der Annahme, daß Sie in der Geschichte Ihrer Stadt nicht minder gut bewandert sind als in Ihren Geschäfts

vucyern. brauchen wir Ihnen wohl Ni, e'rst zu sagen, daß im Anfange des 17 Jahrhunderts Oftende mit in der Krieg verwickelt war, der damals zwischen Spanien und Holland wüthete Von 1001 bis 1604 war Ihre Sta5 infolge ihrer Lage den verschiedener Wechselfällcn des Krieges ausgesetzt bis ihre holländische Garnison sich den

spanischen General Spinola ergeber mußte. Unter ihren Vertheidigern, di, unter den Farben der Vereinigten Pro vinzen wie Helden gerümpft hatten waren auch viele Engländer, Söhn, der ersten Familien des Landes. Auck einer unserer Vorfahren war darunter und zwar war das der Schatzmeister der Truppe. Bevor die Stadt über geben wurde, gelang es ihm noch, bit Kriegskasse vor den Spaniern ir Sicherheit zu bringen. Bald darauj kehrte er nach England zurück mi starb. Vor seinem Tode gab er abei seiner Familie Aufklärungen über der verborgenen Schatz. Auf uns ftnt diese Aufklärungen überkommen. Jhi Garten hatte ihn aufgenommen. WA wir das festgestellt hatten, ließen wh uns in Ihrem Gasthofe häuslich nieder, und bald hatten wir auch alle Urfache, mit unseren Operationen zufrieden zu sein. Ohne Verdacht zu erregen ist es uns gelungen, in den Besitz bei so lange und so vollständig in Bergessenheit gerathenen Schatzes zu gelangen. Wie das geschah, braucht jetzt kein Geheimniß mehr zu bleiben. Wn müssen jedoch die Bemerkung vorausschicken. Mynheer van Ruysvoort, daß als Ehrenmänner, die wir sind, wir Ihnen die eine Hälfte des Schatzes haben zukommen lassen. Denn solange Ostende besteht, hat noch nie ein GastWirth solchen Nutzen aus seinen Gä sten gezogen wie Sie aus uns. Geprellt und geschunden haben Sie uns. als wenn wir in die Hände von Räubern gefallen wären. Nicht doppelt, sondern hundertfältig haben wir Ihnen zahlen müssen. Doch wir ließen uns das ruhicz gefallen, denn Sie sollten an uns verdienen. Unter dem letzten Zimmer werden Sie den Fußboden aufgegraben finden, zehn Fuß ist das Loch tief, und drinnen liegt eine eiserne Kassette. Die alten, guten Dukaten haben wir bereits herausgenommen. Die Kassette vermachen wir Ihnen und. stellen es Ihnen auch anheim, das Loch wieder zuzuschütten. Sie möchten vielleicht gern wissen, wie die .verrückten Engländer' in Wirklichkeit heißen. Diesen Wunsch können wir Ihnen indessen zu unserem Bedauern nicht erfüllen. Unser Namc kann Ihnen auch gleichgiltig sein, denn es liegt nicht in unserer Absicht, uns jemals wieder in Jhrej denkwürdigen Stadt oder in Ihrem Gasthofe sehen zu lassen. Ueber unser Vorgehen brauchen Sie sich weiter keine Gedanken zu machen. Zur Rechenschaft ziehen könnte uns nur der Finanzminister der Königin Elisabeth, und dieser gute Mann ist schon seit zweihundert Iahren todt. So sind wir deswegen unbesorgt. Wenn wir uns in Zukunft bti fragwürdigen Benehmens, das Sie uns gegenüber gezeigt, erinnern, werden wir auch nicht ermangeln, Ihnen als Mensch und als Gastwirth gebiihrerZde Werthschätzung zu zollen." Mynheer van Ruysvoort schäumte vor Wuth. Aber als der erste Zorn bei ihm verraucht war, machte er eine Bemerkung, die seiner Auffassung zur Ehre gereifte. Er sagte namhch Diese verwünschten Engländer waren im Grunde genommen doch nicht so verrückt, wie sie schienen." Kronprinz Olaf. Ein hübsches Idyll auö dem norwc gischcn Königspalasie schildert de englische Schriftsteller B. W. Norre gaard. indem er vom Kronprinz:?: Olaf erzählt, der trotz seiner Kleinheit schon in ganz Norwegen eine der vopulärsten Persönlichtciten" geworden ist. Kronprinz Olaf rst ein kräftiges. gesundes, für sein Alter, 2 Jahre, sehr .mt entwickeltes Kind, dabei froh lich und lebhaft. Sein Einzug in die neue Heimath ging freilich nicht ganz glatt ron Statten. Es war eine stur mische Uel'crfabrt von Kopenhagen bei kaltem, windigem Wetter, und als der Heimdal" mit der Königsfamilie an Bord am Kai anlegte, fiel der Scrznce I Si I -f. l . O-i C , . 1 T n ''."...-. iu uiuicu .;uuch. umuLjunii von der warmen gemüthlichen Kabine in das kalte Weiter und die lirmudung von der speise war zuviel für den kleinen BursSen. der auf dem iixux seiner Wärterin recht kräftig zu wein:n anfing. Das paßte jedoch sehr wenig zu dem feierlichen Augenblick, und Konig Haalon nahm daber schnell den Kleinen der Wärterin ab. hob ihn auf seine Schulter, nahm einem in der Näh? stehenden Knaben eine norweg-. Fahne ab und gab sie d?m mißvcrgnllgten Kinde. Die Wirkung war zauberhaft. Mit einem Schlage wo: alles Ungemach vergessen, ein glückii.be Lächeln zog über das Gesichtchen, und der kleine Olaf schwenkte wie die ar.de ren Knaben seine Fahne und si:';nc Hurra. Als er später im Wagen durch die Menge fuhr, nickte er auf den frohllchen Zuruf und wmkte mit den tlct nen Händen, augenscheinlich überzeug!, daß diese Begeisterung und das Schwenken der Hüte und Fahnen ihm gälten. Dttrrizsciiaut. Meine Braut ist mein einziger Gedanke." Ja, das ist ein guter Gedanke; von dem können Sie leben."

Attcs Kasseler Wahrzeichen. Di Widerk,erftellnq' nd interessante st äi3ie des Trusclthunneö. Ein Wahrzeichen der ehemaligen Befestigungen der Stadt Kassel, der Druselthurm, ist neuerdings in seiner alten Gestalt wiederhergestellt worden. Er

hatte schon im Mitielalter manchem feindlichen Ansturm getrotzt und war sogar während des siebenjährigen Krieges unbeschädigt aus zwei Belagerungen hervorgegangen. Noch während er seinem ursprünglichen Zweck als Befestigungsthurm diente, kam es zuweilen vor, daß im Druselthurm ein allzu übermüthiger, unbotmäßiger Junker, oder ein Bürger oder eine Bürgerin mit bösem Mundwerk auf einige Zeit ihren Aufenthalt nehmen mußten, bis man ernste Anzeichen der Besserung an ihnen wahrzunehmen glaubte, so daß dabei der Thurm vorübergehend als Besserungsanstalt erschien. Später, als er seine 'kriegerische Rolle ausgespielt hatte, wurden von ihm aus Frauenzimmer zur Strafe für ihr böses Mundwerk in den hart an den Thurm grenzenden Druselteich ge taucht. Der Hergang bei diesem recht wirksamen Strafverfahren war folgender: Die Ucbelthäterin wurde in einem an einem langen und biegsamen Heubäum befestigten Waschkorbe, in dem sie auf einem Stuhle angebunden saß. aus der jetzt noch vorhandenen Thüre herausgeschoben und dann in dem Teiche mehrmals, und zwar so oft untergetaucht, bis sie flehentlich um Gnade bat und feierlich Besserung gelobte. Das letzte Strafgericht dieser Art wurde im Juli 1704 an einer gewissen Martha Schuchard vollzogen, die das Stehlen und Schimpfen nicht lassen konnte und deshalb oft mit dem Stockhaus (dem Strafgefängniß) und der Ruthe des Gerichtsbüttels Bekannrschaft gemacht hatte. Da dies alles nichts half und Marthchen unverbesserlich schien, so versuchte man es endlich mit dem Untertauchen, und dieses hatte den besten Erfolg. 5chwar.;e Arbeiter in Deutschland. In der letzten Zeit haben Hamburger und Bremer Agenten ür landwirthschaftliche Stellenvermittlung Neger als Arbeiter den Landwirthen angeboten und auch zugeschickt. Ein Landwirth im Hessischen erhielt kürzlich mit einem Transport Arbeiter vier Neger, einem anderen Landwirthe in einem Orte in Südhannover wurden zwei weibliche Schwarze als Thierfütterer zugeschickt. Ein Gutsbesitze? ini Landkreise Lüneburg telegraphirte an einen Vermittler in Hamburg um drei Mann; anderen Tags erhielt er eine Zuschrift, daß das gewünschte Personal mit einem bestimmten Zuge auf dem Bahnhofe Vastorf eintreffen werde. Der Gutsbesitzer fuhr mit einem Gespann zum Bahnhof, um das neue Personal abzuholen. Er traf dort zwei Neger und eine Negerin an, die ihm ein Schreiben des Vermittlers überbrachten und sich als die engagirten Hilfskräfte vorstellten. Der Gutsbesitze? nahm die drei Schwarzen in Stellung. In der Provinz Hannover kommt es vor, daß einzelne Gebiete, die sonst von niedersächsischen Bauern bewohnt sind, heute eine ganz internationale Bevölkerung aufweisen. So zählt das Torf Misburg bei Hannover 3000 Polen, andere Ortschaften im Ealenbergischen haben mehrere hundert Galizier, Kroaten und Serben. Auch die Industrie hat eine starke ausländische Bevölkerung in die Provinz Hannover gebracht. Hörbare Eiscnbabnsignale. Auf den englischen Eisenbahnlinien sollen die sichtbaren Signale durch hörbare ersetzt werden. Versuche sind bereits sehr günstig ausgefallen. Alle Signale werden danach durch elektrische Lautzeichen gegeben. Das neue System ist sehr einfach. Die Lokomotive kommt, während sie ihren Weg verfolgt, mit einem Apparat in Berührung, der auf dem Geleise angebracht ist. Dieser Apparat wird von dem Signalhäuschen aus bedient und setzt einen einfachen Mechanismus auf der Maschine in Bewegung. Der Lokomotivfllhrer braucht also nun nicht mehr nach den Signalen auszuspähen, sondern die Signale machen sich vielmehr seinem Ohre auf eine nicht mißzuverstehende Weise bemerkbar. Bahn frei" wird in dem neuen System durch das Klingeln einer Glocke, Geleise besetzt" durch den schrillen Ton einer Pfeife ausgedrückt, deren Lärm so lange andauert, bis der Lokomotivführer das Signal abstellt. Durch diese Methode soll jeder Irrthum, der U sonders bei Nebeltagen früher in England möglich war, ausgeschlossen und eine völlige Sicherheit in den Signalen bewirkt werden. W c g mit dem griechischen Aufsatz. Der neue österreichische Untsrrichsm'.nisier hat fli" die Obergymnasicn verordnet, daß künftig die griechischen Aufsätze gan? wegfallen sollen, dagegen der Unterrick't in Physik und Chemie in der siebentem Klaffe auf vier Lehrstunden erhöh: wird. Flevhcinten sollen aus Afttt und Asien nach DId- und C:ntr?.lamerika importirt werden, wo sie sich in der? ausgedehnten Waldungen vermehren und als eine künftige Quelle zur Gewinnung von Elfenbein erweisen könnten.

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