Indiana Tribüne, Volume 29, Number 302, Indianapolis, Marion County, 15 August 1906 — Page 4
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Jnvians Tribune, 15. August 1906.
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Indiana Tribüne. Haulgkgcden von dn Gt T. Indianapolis, Ind. Harry O. Thnöium .... Prästdeul. VeschiiftSloealt No. 31 Süd Delaware Straße. Telephone 9. üntred at the Pott Office ot Indianapolis at tecond claas matter. Republikanische hattet UM Arbeiterpolitif.
Unter Mißachtung des Arbeiterbun deSpräsidenten GomperS und feines sozusagen EinhaltsbefehleS hat die Washingtoner Administration die Be schüftigung chinesischer KuliS beim Pa flamakanalbau beschlossen. Und der ttriegssekretür Taft, der schon sooft als Herrn SiooseveltS Mundstück gedient, soll Wahlreden halten zu Gun ften deS Abgeordneten Littlefield, den die Führer des AibeiterbundeS obenan auf ihn schwarze Lifte gesetzt haben. Und der Sprecher Cannon, der auch auf besagter schwarzer Lifte fteht, soll sogar (wenigsten in Illinois) als Kandidat für die Präsidentschaft , bubmt" werden. Auf Grund welcher Thatsachen und Zeichen nun eine Washingtoner Korrespondenz die über raschende Entdeckung verkündet, daß die republikanische Parteiführung ge radezu einen Kampf gegen die orga nifirte Arbeit" führen wolle. .Dies. Das und Jenes zusammen haltend- wirZ da geschrieben , erkennen viele politische Beobachter ein planmäßiges angriffsweises Borge hen der republikanischen Wahlcampagne leiter, das von langer Hand, lange vor den jetzigen öffentlichen Kundgebungen, vorbereitet worden ist. Die Ankündi gung des Planes, chinesische KuliS in der Kanalzone zu beschäftigen, und die rasch darauf erfolgte Mißbilligung, erklärung und WortbruchSbeschuldi gung von Seiten GomperS' haben den Streit zwischen der herrschenden Partei und der politischen Maschine der organifirten Arbeit zum Klappen gebracht, falls vorher daran noch etwas gefehlt haben sollte. Die vordesagte Erklü rung war so abgefaßt, daß sie einen Tag. ehe der Borfitzende der Kanalzone. Herr Schontz, in New York eintraf, zur Veröffentlichung gelangte. Prüft dent GomperS hatte eben Zeit gehabt zur Veröffentlichung seiner Gegenerklä rung, und schon ein paar Stunden darauf kam Schontz vom Schiffe auf'S Land und gab die Antwort darauf, gleichzeitig die Stellungnahme der Ad miniftration festnagelnd, so weit er im Stande dazu war. Wäre eine absolute Herausforderung an die Arbeiter Politiker, ihr Schlimmstes zu thun, be. abftchtigt gewesen, so Hütte das Vorha den nicht mit größerer Geschicklichkeit ausgeführt werden können. Bis vor Kurzem war es als Haupt sächlicher Zweck der neuen Arbeiterbewegung bezeichnet worden, Kongreß und Legislaturkandidaten zu erwählen, die sich zur Erfüllung der Arbeiterfor derungen verpflichteten. Dies sollte geschehen ohne Unterschied der Partei, wobei allerdings die herrschende Partei insbesondere in die Vertheidigung ge drüngt war. Jetzt hat die Adminiftra tion die ganze Verantwortung (für die bisherige Nichterfüllung dieser Förde rungen) auf sich genommen und hat dieS nach allem Anscheine naa) mit Berechnung gethan. DeS Vorfitzenden Schontz'S geharnischte Erklärung, worin er (hinsichtlich deS Rechtes zur Beschäftigung von Chinesen) die ich tigkeit der GomperS'schen Auffassung bestreiket, und seine starke Vertheidig gung der Nichteinhaltung des Acht' ftundentageS am Kanäle hat, wie hier ausgelegt, den Zweck erfüllt, den Streit zwischen Republikanern und Arbeiter führe rn aus einem bisher hauptsächlich örtlichen zu einem nationalen zu machen.DeS Weiteren wird dann noch er klärt, daß die republikanischen Partei führer zwar früher eine große Angst vor demArbeitervotum gezeigt Hütten; jetzt jedoch, gestützt auf Präsident Roose velt'S große BolkSbeltebtheit, glaubten sie eS darauf ankommen lassen zu sönnen. Sollten die Arbeiterpolitiker der suchen, die republikanische Partei der Arbeiterfeindlichkeit zu bezichtigen, so würde der Hinweis auf des Präsidenten furchlose Borgehen gegm gesetzwidrige Trusts und andere mächtige Korpora tionen zur Entkrüftung des Vorwurfes genügen. ES würde dargethan wer den und das Bolk würde überzeugt da von werden, daß auch gegenüber den Arbeitern die republikanische Partei nur
dem Roosevelt'schen Grundsatze, des Square Deal" oder Jedem das Seine" nachkomme. Wie die großen Korporationen in den Staaten be kämpft würden, wo sie in Verfolgung ihrer Sonderinteressen gegen das Ge meinwohl verstoßen, so müsse und werde die Partei auch Stellung nehmen gegen die Arbeiterverbünde, wo deren Sonderinteressen zu einer Gefährdung des Gemeinwohles sich gestalten. Zu fürchten habe die Partei dabei nichts.
So man dem Volke nur das Bild des Präsidenten vorführe, weil er als truft bekämpfender rauher Reiter täglich einem neuen Truft die Schlinge um den Hals wirft", so würde das Volk jubeln und Harrah schreien und sich nicht ein reden lassen, daß eine Partei, die solche fführer hat, jemals arbeiterfeindlich sein könnte. Genug, wenn irgend Etwas sicher ist. so ist es Dies, daß die republikanischen Führer den Bruch ihrer Partei mit der organifirten Arbeit auf jede mögliche Weise zu verhüten suchen werden. Die einzige ffrage ist, wie die bezüglichen Beschönigungen und Entschuldigungen in den Arbeiterkreisen werden ausge nommen werden. In dem Bundesarsenal zu Trotz haben Spitzduben eine acht Eentner schwere Kanone zu nachtschlafender Zeit gestohlen so wird hier im Lande der praktischen Leute die AbrüftungSidee praktisch ausgeführt. Wenn den herzlichen Reden und Gegenreden, die gegenwärtig in den südamerikanischen Hauptstädten gehalten werden, die entsprechenden Thaten folgen, wird StaatSsecretür RootS Reise sich für Nncle Sam bezahlen. In den Hartkohlengruben PennsylvanienS find in den letzten vierund zwanzig Jahren nahezu siebentausend Bergleute bei der Arbeit getödtet wor den. Wenn die Grubendesitze? für jeden Unfall hastpflichtig wären, wür den die Verluste an Menschenleben be deutend geringer sein. Marinesekretär Bonaparte will den Anarchismus mit Prügelstrafe und To deöftrafe ausrotten. Da hätte er mit feinen erlauchten Vorfahren anfangen müssen, dem großen ersten und dem kleinen dritten Napoleon, denn diese haben behufS Befestigung ihrer Macht ftellung ganz sicherlich Mittel ange wandt, die gemeinhin als anarchistisch bezeichnet werden. Eine junge Dame auS Pittsburg, Jda Vera Simonton. wird sich nächste Woche nach Afrika einschiffen, um in den entlegenen Wäldern am Eongo Sitten, Gebräuche und Sprache der Affen zu ftudiren. Der New Yorker Affensprachenforscher, Professor Gar ner, ist schon dort. Er hat sich einen eisernen Käfig bauen lassen, und diesen Käfig benützt er zu seinen Beobachtung gen. Fräulein Simonton wird einen ähnlichen Käfig erhalten. Weshalb die beiden nicht in einen Käfig kriechen, ist nicht verständlich; die klugen Affen wür den das jedenfalls viel natürlicher fin den. Die Grand Army of theRepublic" wird in der Gefchüftsverfammlung ih reS in MinneapoliS eröffneten jührli chen Heerlagers ihrem Unwillen über das vom BundeScongreß angenommene Gesetz zum Ausdruck bringen, welches die Kantinenfrage auch aus den Sol datenheimen verbannt. Die Veteranen find der vernünftigen Ueberzeugung, daß es eine Schmach für sie ist, sich un ter die Vormundschaft einer Anzahl im Verhältniß zu ihnen selbst noch kaum hinter den Ohren trocken" gewordener jungen Leute stellen zu müssen, die t nen am Lebensabend den harmlosen Genuß eines Glases Bier oder leichten Weines verbieten wollen. Wunderland. Drako'S dresftrte Bären sind gegen würtig die meist bewunderte Attraktion in Wunderland. Diese intelligenten Thiere vollführen unter den wachsamen Augm der Madame La Berde die schwierigsten Kunststücke zum großen Gaudium der Zuschauer, namentlich der Kinder. Die anderen Künstler auf dem Vaudeville Programm dieserWoche find die Eontortioniften Willard und das Akrobaten'Trio De Graw. Gestern hielten achtzehn Logen der Modern Woodmen in Wunderland ihr jahrliches Picknick; das PreiSezerziren derselben trug viel zur Unterhaltung der vielen Besucher bei. DaS Feuerwerk gestern Abend war großartig.
Demokratische Legislatur-
Konvention. DaS Ticket: Für Congreßmann : Frank E. Ga vin. Für StaatS-Senator: Dr. Frank Morrison. Für StaatS'Reprüsentanten: Clarence Gaumer, John Finn, Reginald H. Sullivan, EhaS. F. MaaS, John T. White, Alerander C. AyreS, Bernard F. Kelly. Crneft I. Brown. Die emokcatijche CongreßEonven tion wurde gestern Mittag von dem Vorfitzenden deS 7. Distrikts Joseph T. Fanning, der zu dem Zwecke von New York am Abend vorher hier eingetroffen war, eröffnet, Henry Cpaan wurde darauf zum permanenten Vorfitzenden gemacht, welcher in einer längeren Ansprache Wm. I. Bryan eine Lobrede hielt und ihn den größten und besten aller lebenden Demokraten nannte. Herrn Spaan'S Rede wurd' von den 235 Delegaten mit großem Beifall aufgenommen. Nur Edgar A. PerkinS, Präsident der State Federation of Labor, war offen mit seiner Kandidatur als Con greß-Abgeordneter hervorgetreten, und der einzige Gegenkandidat wurde in der Person von Frank Gavin in der Con vention aufgestellt. Bei der Abftim mung erhielt Letzterer 141 Stimmen, gegen 90t Stimmen für PerkinS. Unmittelbar nach der Congreß'Con vention wurde die LegiSlaturEonven tionlder Demokraten von MarionCounty durch den CountyVorfitzenden Theo dore P. DaviS eröffnet. Die Zusammensetzung dieser Convention war faft dieselbe wie die Congreßconvention;nur von der 6. Ward waren besondere De legaten für beide Conventionen gewählt worden. Die Nomination der Kandidaten ver lief ohne irgend welchen bemerkenSwer ten Zwischenfall, da die verschiedenen Delegationen sich bereits vorher über die Kandidaten geeinigt hatten. Bauerlaubnißschein e. I. D. Schmidt, Wohnhaus, 3616 N. Illinois Str., $3,500. I. I. Keller, Wohnhaus. Pratt Str.. nahe Jeffer son Ave., 83,000. Claypool & Richards, Schuppen, 496 Oft Washington Str., $250. W. Moeller Reparaturen 923 Laurel Str., 5300. Albert Ellig, Wohnhaus, 911 S. Eaft Str., 82.200. E. O. Mueller. Wohnhaus. Northwestern Ave. und 32. Str., $1,800. Lawrence L. Fleming, Wohnhaus, Station Str., nahe 28. Str., 800. C. A. George. Lagerhaus, Washington Str. und Jesserson Ave.. $2,000. JarneS Nelson, doppeltes Wohnhaus, 3210 Nord Capital Ave., $3.600. E. S. Sanders, Cottage, 973 West Washington Str., $250. Leona Lenning, Wohnhaus, 3303 N. New Jersey Str., $3,100. George W. Nave, Repartur-n, 1408 Nord Alabama Str., $2.000. George Fahrbach, Reparaturen, 1343 Lee Str. $500. 0"iu Dichter auf bösen Wegen. Rudyard Kipling war einer der tüchtigsten englischen Dichter der Jetztzeit. Seine packenden Erzäblun oen aus dem indischen Leben, seine oriFinellen Soldatenqeschicht-n u. s. w. sind auch in's Deutsche übertragen. Namentlich dem deutschen Kaiser WilHelm dem Zweiten gefielen diese Sachen so gut. daß er, als Kipling vor einigen Jahren während seines damaligen Aufenthaltes in den Ver. Staaten erkrankte, ein feuriges Beileids-, Ermunterungs- und Belobungs-Tele-gramm an ihn richtete. Kipling ist erst vierzig Jahre alt. Aber je mehr er sich dem Schwabenalter näherte, desto roher und gemeiner wurde er; und seit er es vor einigen Monaten überschritten hat. ist der Teufel erst recht mit ihm los. In den letzten Jahren hat er seine Feder wiederholt geschändet. In greuliehen Knittelversen hat er Deutschland beschimpft, als England gemeinsam mit Deutschland gegen das betrügerische Venezuela einschritt. In wüthiaen Versen forderte er England's damalige Torryregierung nach Beginn des Burenkriegs zur Vernichtung der Buren auf. Jetzt aber, da diese wieder aufleben und England's nunmehrige liberale Regierung ihnen eine einigermaßen erträgliche Verfassung zunächst in Transvaal einräumen will, stellt Kipling dies in fürchterlichen KrakehlVersen wie einen Verrath an den Engländern hin. Bei diesem schnöden Mißbrauch sernesDichterberufs versagt ihm auch seine dichterische Pegabung; denn diese seine politischen Gedichte" sind auch abgesehen von ihrer politischen, Richtung, nach Inhalt und Form schlecht. Schade um den Kerl!
Tapferer SecoMirr.
Kapitän Winslow ein Seld und Sohn eine Ocldelk dcr ,.jrcarsarge." Kapitän Eaineron McRae Winslow, Kommandant des Panzerkreuzers Charleston." welcher Staatssekretär Root zu seiner Neise zum panamerikanischen Kongreß und um den südamerikanischen Kontinent zur Verfügung gestellt wurde, ist der Sohn des beJ I CfB'CxT et ... rTT. ' v '? 5. Kapitän Cameron McRae WinSlow. rühmten Kapitäns Winslow, welcher im Jahre 1864 den KonföderirtenKreuzer Alabama" an der französischen Küste zum sinken brachte. Muthig und tapfer wie sein Vater und von der gleichen Thatenlust erfüllt, trat Jung Winslow gleichfalls in die Ver. Staaten-Marine ein und im spa-nisch-amenkanischen Kriege errang er sich seine ersten Lorbeeren durch das Durchschneiden des Kabels bei Cienfuegos. Auf einem Dampfkutter der Nashville" mehrere Launches in den Hafen führend, gelangte er so nahe an die feindlichen Laufgräben heran, daß er mit seinem Revolver hineinfeuern konnte. Die Kugeln der Spanier tßen das Wasser um die amerikanischen Boote wie Springquellen emporzischen, und obzwar mehrere seiner Leute von feindlichen Geschossen niedergestreckt und er selbst durch die Hand geschossen wurde, harrte Winslow doch aus, bis die Zerstörung des Kabels vollende: war. Das Marinc-Departement beabsichtigt, Kapitän Winslow bci seiner Rückkehr mit dem Kommando über das neue Schlachtschiff Kearsarge" zu betrauen. Winslow ist mit Dora Havemeycr, einer Tochter des Zuckermagnaten Theodore Havemeyer, vermählt. Die reichste Frau dcr Welt. Die Erbin des Finanziers Russell Sage als Vhilanthrovtn. Frau Russell Sage ist durch das ihr fast ganz zugefallene Riesenvermögen ihres verstorbenen Catten vielleicht die reichste Frau der Welt geworden. Der Sage'sche Nachlaß wird verschiedentlich von $80,000,000 bis auf 100.000.000 geschätzt. Nach niedrigster Schätzung gelangte Frau Sage durch den Tod des großen Finanziers in den alleinigen Besitz von etwa 75.000,000 und rückte dadurch in die erste Reihe der Multimillionäre der Welt vor. Sie verfügt thatsächlich übe? ein größeres Vermögen als Hetty Green, die bisher als die reichste Frau der Welt galt. Ein Freund der Sage'schen Familie soll erklärt haben, daß Russell Sage dadurch, daß er seine Gattin als Erbin seiner Hinterlassenschaft einsetzte, seine irdischen Güter in der That der Wohlthätigkeit zuwendete. Wie könnte eine Frau," fegte der Gewährsmann, in so vorgeschrittenem Alter wie Frau Sage auch nur den tausendsten Theil Copyright, 1904. by Rockwood. Frau Russell Sage. einr solchen Vermögens verbrauchen? Wa. bleibt ihr anders übrig, als es wegzuschenken? Herr Sage '..'ußte. daß seine Gattin die Philanr ropte zu ihrem Studium gemacht hatte und daß sie sein Geld in zweckdienlicher m.o kluger Weise vertheilen würe." Margarete Olivia Slocum Sage wurde im Jahre 1828 in Svracuse. N. A., geboren und sie verheirathete sich im Jahre 1869 mit Russell Sage. Ihre Ausbildung erhielt sie im Frauenseminar zu Troy. N. F. Neben ihren philanthropischen Studien widmete sie sich auch der hauswirthschaftlichen Wissenschaft sowie der Dienstbotenfrage und bekundete Jahre lang großes Interesse für die Ausbildung armer Mädchen zu perfekten Köchinnen Haushälterinnen u. s. w. Sie fungirte auch als Präsidentin des Pascal-Jn-stituts, einer Mädchen-GewerbeschuU.
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tos lefantenschule. Aus Gent wird geschrieben: Ma woisz, datz Belgien insofern dis untz0 büdetfte Land Mittel und BteMku ropas ist, alS die tunst des Lesens und Schreibens unter de'.t Bauern, hauptsächlich der flämischen Provin zen, noch wenig verbreitet ist. Tiefes Phänomen in dem sonst so rührigen, aufgeweckten Lande ist dem Umstände zuzuschreiben, duft die allgemeine Schulpflicht für nahe Zeit noch Zukunftsmusik ift, da die Regierung of senbar der Ansicht ist, daß zuviel Vif sen Kopfschmerzen bereitet. Sie will demgemäß die Köpfe der lieben Bei gier möglichst von dieser Qual frei wissen. Ta ist dem alten Belgien bzr jungeKö'nig Leopold-Kongo-Ttaat be deutend über". Tort wurde,, wie eben gemeldet wird, sogar ein Schule für Elefanten eröffnet: Achtundzwanzig junge Elefanten, die sich in Freiheit, von des. Gedan kens Blässe nicht angekränkelt, ihres Lebens freuten, wurden eingefangen und müssen der allgemeinen Tchul' Pflicht entsprechen. Tie sollen zu vn nünftigen Hausthieren ausgebilde: werden und zeigen sich sehr gelehrig. Sie können bereits mit Ziegeln oder Steinen gefüllte Körbe tragen und Lastwagen ziehen. Nach gethaner Ar beit begeben sie sich auf den Befehl des Erziehers artig in den offeuen Raum, der ihnen als Nachtlager an gewiefen ist. Ein Architekt zerbricht sich augenblicklich den topf über die Timensionen, die eine für die vierbeinigen Zöglinge zu erbauende Behau sung haben muß, damit die niedlichen Thiere, auch wenn sie altsgewacbsen sein werden, darin Platz finden können. Noch ie dagewesen, ' " trotz Ben Akiba. ist wohl ein Fall, den die Berl. Neuest. Nachr. erzählen. Der Landwirth Philipp Hartmann, einer der größten Grundbesitzer in Flörsheim a. Main und ein sonderbarer Kauz, bebaut seit Jahren einen Theil seiner Aecker nur mangelhaft, während er den andern Theil seiner Grundstücke schon jahrelang ganz unbebaut liegen läßt. Auf diesen wuchert nun das Unkraut so üppig, daß bald auch die angrenzenden Aecker davon stark überzogen wurden und trotz aller Mühe nicht mehr frei gehalten werden konnten. Alle Bitten und Beschwerden halsen nicht. Da wandte sich die OrtsPolizei an das Amtsgericht mit dem Antrage, daß die besagten Grundstücke des Hartmann auf dessen Kosten ge-
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91. Pennsylvania Str. 115 Neben Grand Opern Haus. Der deutsche Photograph 324 W. Maryland. Erstklassige ZtzaUienwäsche. ..... Beide Telephon .... düngt und gepflügi würden. Dem Antrag wurde stattgegeben und die Aecker trn Gerichts wegen zwangsweise cedüngt und gepflügt. Vor einiger Zeit ließ die Ortspolizcibehörde auch den Hof des Hartmann von Dung und sonstigem Unkraut reinigen. Salbadern. Daß dieses Wort so viel wie langweiligen, unnützen Schwatz führen heißt, ist bekannt; nicht so allgemein bekannt dürfte jedoch seine Herkunfl sein. Es sind nunmehr fast dreimal hundert Jahre verflossen, da wohnte in Jena am Mühlbache, auch ..die kleine Saale" genannt, ein Bartscherer oder Bader, der seine Kunden, während sie sich von ihm bedienen ließen, durch allerlei lustige Einfälle und Schnurren zu unterhalten pflegte und bei dieser Art der Unterhaltung nahezu aus schließlich das Wort führte. Man nc-.nnte den Mann nun nicht, wie jeden andern, Hinz oder Kunz, sondern auf Grund seines Berufs und der Lage sc!ner Werkstatt einfach den Saalbader," und später so jeden, der immer vielerlei zu reden hatte und keinen andem zu Wort kommen ließ. Man darf wegen dieser feststehenden Abstammung des Wortes denn auch nicht Salbaader, salbaadern aussprechen, sondern es heißt richtig Saalbader, saalbadern. öxWÄchÄ Dä555Ä? Wechsel, Creditbriefe. Postanweisungen, auf alle Städte Europas. Schiffsscheine von und nach Europa. - und Verkauf ausländischeu Geldes. Ro. 35 Süd Meridian Str. Mcfcfaaiits National Bank.
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