Indiana Tribüne, Volume 29, Number 301, Indianapolis, Marion County, 14 August 1906 — Page 7

Jndkana Tribüne, 13 August 1006.

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Tt V x Räthsel der Licbc S zr ... , ... V l W. 5 von I Dietrich Theden k iticCrttirJc'Ctjcirtrjctrkfticülfttkirli (fiortfefcung,) Meinen Freund " wiederholte sie sinnend. Ach Du, Du erinnerst mich? Dir wäre er nicht mehr zu schlecht? Der vom Weg Gerathenen wäre er gut? Weißt Du auch, daß Du mir damit das Urtheil sprichst, das an Grausamkeit nicht mehr überboten werden kann? Daß Du mich für entwerthet erklärst? Dah Du mir zutraust, mit einem Gewissen voll Lüge die Gattin des Geliebten zu werden?" Tu übertreibst, Kind " Ihre Energie belebte sich. O nein, Vater! Aber Du kannst das ja auch nicht bedacht haben! Du kannst ja nicht zweifeln, wie zu handeln meine Pflicht war. Und daß ich nicht zurückbebte, sie zu erfüllen, daß ich. als ich Dein Haus derließ, um in tüe Fremde zu gehen, auch von ihm, von Heinz Moller, Abschied nahm, daß ich ihm sein Wort zurück-aab-Du hast ihn gesprochen?'' Nein, ihm geschrieben. Die Pein war zu groß, als daß ich ihn noch hätte sehen dürfen. Auge in Auge nein, das wäre über mein Vermögen gegangen. Hart war der Entschluß, kurz und hart der Brief. Eine Scheidewand sollte sein für immer. Und das wird es." Du hast diel geopfert ... Du bist armer geworden, als ich dachte," sagte Willens milde. Ja, Vater. Aber ich will nicht noch armseliger werden, ich will mich nicht auch noch für immer selbst verlieren. Will nicht fortleben im Täuschen und Trügen. Ich will das eine Gut zurück haben: die Ehrlichkeit! Und Du sollst mir beistehen. Und wenn Du nicht willst : laß mich allein. Ich finde mich zurecht. Du sprachst von Bauernhöfen und Fürstenhäusern, die alle einmal zu verdecken suchen. Thun sie das mit Recht? Würde nicht die rücksichtslose Strenge gegen sich selbst und die Ihren sie mehr ehren? Ein Vertuschen ist feige, ein Beschönigen nichtswürdig. Ein offenes Halten zur harten Wahrheit ist wie ein schmerzhafte? Schnitt in's Fleisch, aber der Schnitt befördert bedingt vielleicht die Heilung. Und ich will noch gefund werden. Wieder gesund." . Du denkst an Herrn Moller nicht mehr?" appellirte Willens noch einmal. Sie antwortete fast heftig. Nein! Und wenn ich vor dem Richter gesprochen habe, und e? hört davon und erklärt sich, was mich zum Bruche bewogen hat er soll mich verdämmen, aber er soll mich freisprechen von dem Vorwurf, daß ich mich be laden in sein Haus geschlichen." Wilkens war noch nicht überwun den. Er sprach wieder vom Geschäfte. das leiden würde, unfehlbar leiden müßte. Er bot alle Zuspräche auf, berief sich abermals auf Beisplele aus dem Leben aus den Hamburger Senatorcnkreisen, aus einem Herzogs hause, von ein paar Königsthronen das Mädchen blieb fest und bestand auf ihrem Vorsatz... Und ein Tag neigte sich wieder zum Ende und die qualvolle Nacht kam und ein heller neuer Morgen brach an mit Sommerlust und Sonnenfreude und altem Herzensharm. Still wurde der Frühimbiß genommen, still ging Wilkens nach dem Rödingsmarkt... Er sprach wenig; er stimmte den Vorschlagen semer ver antwortlichen Geschäftsleiter zu und nahm kurz vor der Börsenzeit den Weg nach der Maschinenfabrik von Verger & Solsfeld. Wie war der Name des Werkmeisiers noch? Albers. Ja, er hatte sich ihm eingeprägt. Und ah! wenn er den Mann gewinnen konnt:, wenn dessen Tochter reden durfte, wenn durch sie der Verdacht von Lange genommen wurde durch sie allem ah, wozu dann -noch der Heroismus des eigenen Kindes? War er dann nicht vermessen und frevelhaft? Eine Thorheit, eine Selbstvernichtung ohne Maß und Zweck? War dann das Herz schluq ihm nicht da die Wen dung die unverhoffte, die glückliche die im letzten Augenblick? "Daß er an die auch nicht gleich gedacht hatte . . Wilkens stand in einem Vorraum der großen Fabrik, und ein junger Mensch war m die Arreltsraume ge gangen, um den Werkmeister herbeizurufen. Der Mann kam bald: ein untersetzier, ruhig auftretender Vierziger mit gutmüthigen, klugen Zügen. Albeis," sagte erkurz, und Wil kens nannte auch, seinen Namen. Albers horchte auf. Wer? Herr Gerhard Wilkens ? Hm. Was bringt mir die Ehre? Ich komme nach einem Gespräch mit Ihrem Fräulein Tochter." erkläre Willens ohne Umschwelf. So? Meiner Lisa? Also die war doch bei Ihnen?" Ja. Und ich bin ihr verbunden, öaß sie kam. Sie sprach oft davon. Ich wollte es nicht." meinte der Werksuhrer ohne Grollen. Sagen Sie ihr deshalb keinen Ta del!" bat Wilkens freundlich. Der

Schritt war der rechte, und er Iprtcht

für Ihr Kind." Na m." aestand der Mann etwas zögernd zu. Es ist mir mitunter auch schwer geworden, ihr abzurathen. Aber das Gerede... Und wo der doch nun mal todt ist und nichts mehr zu ändern... Aber wenn sie nun mal geplaudert hat ich will blos hosfen, daß ihr nichts zum Schlechten ausgelegt wird..." Ter Kaufherr empfand eme Achtung vor der geraden Art des Mannes. Es freut mich. Herr Albcrs. daß Sie Ihrem Kinde nicht nachtragen. Aber nun geben Sie Ihre Zustimmung auch zu den weiteren Schritten! Ja? Welchen?" sroAi .:bers bedacht. Dazu, den legten Brief Langes an den Nicher auZzucändigen. Und dczu, Ihr Fräulein Tcchter als Zeugm anzugeben." Muß sie persönlich vor Gericht erscheinen?" fragte der Werkführer überlegend. FremS. das wird sich Nicht umgehen laen..." Ja dann hat sie sich die Lauferei wahrscheinlich doch auch schon zu dem Untersuchungsrichter? selbst zuzuschreiben. Ich will sie aber nicht mehr hindern . . . Und nun es doch so weit gekommen ist ja, da war's vielleicht besser gewesen, ich hätt' ihr schon früher nachgegeben." Es ist noch nicht zu spat, Herr Albers!" Nein... Wenn der Stoltenberg verurthcilt worden wäre wegen Mordes, da wär's böser gewesen. Ter Gedanke hat uns damals viel Sorge gemacht... So jung meine Tochter ist sie bat wieder mal weiter gesehen als Vater und Mutter ... Also ja. denn mag's nu gehen, wic's gebt... Was mich blos wundert daß sie - von dem Besuch bei Ihnen noch kein Wort verrathen hat..." Auch darüber rechten Sie mcht mit ihr!" Nee, das nicht. Blos weil sie sonst nichts vor uns' verborgen hält " Ich hatte ihr angeboten, erst meinerfeits mit Ihnen zu reden, Herr Alberö." Na, ist ja auch so gut... Mich werden sie doch wohl in Ruhe lassen ? Oder muß ich auch noch mit hin, von wegen, weil wir die Heirath mit dem jungen Lange doch nicht haben wollten?" Wohl kaum," meinte WilkenS. Der Brief und die Aussage Ihres KindeS ürften vollauf, genügen." Er lagte es mcht blos, er memte es so. Möglich wäre ja," fügte er hinzu, daß der Kommissär Schott auch Sie einmal aufsucht. Weiter dürften Sie aber nicht behelligt werden." Na, um so besser... Aber wenn der Her? Schott sagten Sie? meine Frau kränkelt was wenn er auch hierher kommen könnte ?" Gestatten Sie. daß ich Langes Brief selbst dem Untersuchungsrichter überbringe Ihr Fräulein Tochter hat ihn mir gelassen... Ich will dann mit dem Nichter und auch dem Kommissär sprechen und ihnen Ihren Wunsch mittheilen. Die Herren werden sicher gern Rücksichten nehmen..." Ja. Dann bin ich mit allem einverstanden. Herr Wilkens." Wilkens dankte und drückt? die arbeitsharte Rechte des Mannes, der mit seinem ganzen Wesen seine Sympathie gewonnen hatte. Er rief vor der Fabrik einen Taramete? an. nannte Straße und Hausnummer seines Heims und athmete im Fahren tief und befreit . . . Ein kerniger Mann im schlichten Arbeitskittel . . . Keine unfreundliche Regung über den Ungehorsam des Kindes; eine bedächtige, verständige Ruhe des Urtheils. Eine wägende, zarte Sorge um die kranke Frau . . . Und das Opfer dieser Familie und das der seinen! Kaum em Vergleich. Nein, keiner. Eine Großmüthige das schlichte Kind des Arbeiters ah. und eine Unglückliche, eine Vloßgestellle das seine! Lisa Albers. die zarte Blume aus dem Volke, würd? einen guten Eindruck machen, ihr Zeugniß die Ehre des Todten über alle Anfechtung stellen und die Erniedrigung der andern, die ja auch nicht um ihrer selbst willen gesündigt hatte, war unnöthig . . . Ein Tanken klang in ihm, daß der Zufall ihm mit tüchtigen. vorwurfsfreien Menschen zu Hilfe kam . . . Und em Hoffen auf em Nachgeben nun auch der Widerstrebenden.. Er fand Eoa nicht gleich und eilte auf ihr Zimmer. Aber auch da war sie niazt. Er fragte eines der Hausmädchen. das ihm in den Weg kam. Das gnädige Fräulein? Nein, ich weiß nicht... Vorhin war sie im Salon... Wann?" fragte er lakonisch. Vor anderthalb .Stunden noch, Herr Wilkens. Wenigstens so ungefähr." Er durchsuchte nochmals alle Räume, ging in den Garten und traf auf Telle. Er wollte nicht gleich von seine? Tochter reden, holte Langes Brief an Lisa Albers aus der Tasche und sagte: Telle, ich hab' da eine Neuigkeit für Sie." Ja. Herr Wilkens?" Ter hat keine Liebschaft gehabt, saqten Sie von Ihrem Neffen immer. Keine ernste. Hat er doch gehabt, mein Guter. Blos, daß Sie auch davon nichts gemerkt haben. Wie von so manchem niazt. Eine so ernste, .Telle.

oa ve es war, die ihn in die Ver-, zweiflung trieb." Eine Liebe?" fragte der Alte zweifelnd. Willens reichte ihm den Brief. Lesen Sie!" Ja w troll," sagte Telle stotternd. Als er zu Ende war, schwieg er eine Weile erschüttert. Nun?" fragte Wilkens. Ja schwarz auf weiß da steht's " Sie glauben nun doch auch ?" Telle nickte schwer. Ja. Herr Wilkens... Und ich keine Ahnung... Wer ist das?" Ein braves, liebes Mädchen." Und hat ihn untergehen lassen?" Ihre Eltern wollten nicht zugeben. Telle... Ich war bei ihrem Vater. Er ist ein einsichtiger, tüchtiger Mann. Ihr Neffe hätte warten sollen. Weiter werben. Telle. Die Alten wären nicht unzugänglich geblieben..." Wären nicht... Wer das sagen könnte.. Und schweigen, wo sie reden müßten: da steht's, und deshalb ist er weggegangen. Nicht als ein Dieb . . ." Werden Sie nicht ungerecht, Telle! Sie werden nicht mehr schweigen. Morgen weiß der Richter alles. Die Sonne bringt es an den Taa, Alter." Ja. Das sagte Fräulein Eva Wilkens auch. Vorhin . . ." Meine Tochter?" Woll, Herr Wilkens." Wo ist sie?" Ausgefahren. Die Sonne bringt e3 an den Tag ja, ganz die Worte.

Uno nach dem Gericht wolle sie hm, sagte sie." Nach dem Gericht wiederholte Willens ausdruckslos. Zu dem Doktor Ich weiß nicht. Und einen von meinen Zetteln von den Vorladungen hat sie mitgenommen. Zweiter Stock. Zimmer 48. Wo ich auch gewesen bin . . ." Dem Kaufherrn wurde fast schwmdelig. Zimmer achtundvierzig..." Er schleppte sich in die Einsamkeit seines Arbeitsraumes. Zu spät... Wieder..." Er hielt sich kaum aufrecht. Das Zimmer drehte sich kreisend um ihn . . . 17. Kapitel. er Untersuchungsrichter hatte Evas Bekenntniß mit Staunen und Wundern enigegengenommen. Er war schon alt in seinem Berufe; aber eine ähnliche Erscheinung wie dieses schöne und stolze Mädchen war ibm nock nickt begegnet. Und wenn sie nicht leibhaftig vor ihm gestanden und Mit allen Merkmalen der unverkennbaren Wahrhaftigkeit gebeichtet hätte er hätte den ausaelackt. der ibm davon bätte erzählen, der ihm die Mär von dem Verbrechen aus altruistischem Motiv" hätte aufbinden wollen! Vor den Schranken des Gerichtes stand ausnahmslos immer nur die brutale Selbstsucht und dieses Mädchen seltsam: also gab es doch Mensehen, die das Wohl anderer über das eigene zu stellen vermochten? Die den Muth fanden, zum Besten anderer sogar ein Verbrechen zu begehen, für die andern eigenlos und unerschrocken sich selbst hinzuopfern? Ein seltsamer Fall... Ein seltsamer . . . Er lud sogleich den Kaufherrn zu emer Besprechung. Sie stellen doch keinen Strafan trag?" Wie sollte er! Herr Wilkens, Ihre Tochter gehört auch vor keinen Richter! Ihre Handlung flößt mir Achtung ein. Und wenn eine Sühne sein muß sie selbst hat sie sich auftrlegt. Sie hat lange uno mehr als überreichlich, wie mir schien. Gebüßt. Und damit ist sie uns entzogen. Ich hoffe, ihr Geheimniß bleibt in den Akten. Und ich darf da woyl hinzufügen: .Herr Gerhard Wil kens hat wohl keine Kenntniß gehabt Daß die Tochter das,Vavier mit sei: nem Namenszuge versehen hatte, gibt dem Schritte aber seine selbstverstand liche. vorbehaltlose Zustimmung?'" Natürlich war die Erklärung ganz in Wilkens Sinne. Freilich da ist noch der todte Lange, der rehabilitirt werden mu...Jch weiß mcht recht, wie das geschehen soll. Hm... Ja, toi Recht muß auch dem Todten werden Hm... Und das ist doch eine ge fährliche Klippe . . ." Der Kaufherr übergab den Brief Langes und nannte Lisa Albcrs als Jeugin. Nun war auch der Richter befriedigt Das reicht aus ... Jawohl, da! reicht. Der Todte rein, kein nteress, noch irgendwie in Mitleidenschaft Nein, es wird nicht nöthig sein, die That der Selbstlosigkeit der kalten Seniatwn auszuliefern. 5cck alaube meine Anschauung wird auch an anderer Stelle getheilt werden. Keine Schädigung noch irgendwie, weder eine pekumare noch eine moralische, dazu die Deckung Ihres Kindes durch Sie eixe (strafthat konnte auch ein Uebel wollender nicht mehr konstruiren. Und oas verständige Wohlwollen darf in foicyem aue woyl em weiteres tbun . Muß es wohl..." ' , Das war Oel auf die Wogen in dcr Brust des Kaufmanns ... . Juni ... Die Rosen swkden in allen Garten in duftender Pracht. Am zwanzigsten war Willens Ge

vurtsrag uno am gleichen Tage rne er

neute Verhandlung gegen Stoltenberg. Aus der Ublenhorster Villa war nur Telle abermals als Aeuge geladen. Nicht der Kaufherr, nicht seine Tochter... Aber es zog Willens doch in den Zuhörerraum. Die Anklage cuf Mord war fallen gelassen. .Die neue Anschuldigung lautete auf das Verbrechen der Leuhenbcraubung. Lisa Albers war unter den Zeugen und wurde kurz vernommen. Sie gewann und überzeugte me Richter und Publikum. Also Selbstmord Stefan Langes. Ter Angeklagte Stoltenberg gab sich frech und höhnisch wie immer. Ich bin nichtschuldig!" erklärte er auf alle Fragen un Ehalte. Und wenn Sie gleich ordentlich hätten nachforschen lassen da hatten Sie mick nicht erst als Mörder hinzustellen brauchen ... Ach, ich und Mord! Aber auch das andere nee, ich lasse mir das auch nicht anhängen!" Es war ihm, natürlich bekannt, daß die Polizei weiteres Material gegen ihn gesucht und gefunden hatte. Er hielt auch dem gegenüber an seinem Leugnen fest. Angeklagter, wir haben dem zurücklicgenden Hotelschwindel nicht weiter nachgeforscht. Aber die Urbeber oer anderen anonymen Änese smo ermittelt und zur Stelle. Antworten Sie: haben Sie Verwandte Ihres ehemaligen Kollegen vom Altonaer Rathhaus, des ietziqen Steuersekretärs Heimsen, aufgesucht?" Ach. von dem! Na ja." Sie wollten Geld geliehen haben?" .Na ja -" Ja, wozu, wenn Sie doch noch genügend batten, wie Sie bisher immer behaupteten? Mitgebracht hatten von drüben?" Gewiß, hatte ich auch. Aber aus Vorsorge... Das Hamburger Pflaster ist nicht billig." Wollten Sie denn das Geld zurückzahlen?" Gewiß doch." So! Sie erhielten aber nichts?" Ach. die hatten ja selbst nichts', sagte der Angeklagte ausfallend. Haben Sie die Gelegenheit zu einem Diebstahl benutzt?" Gott bewahre!" Die bestohlenen Verwandten des Steuersekretärs wurden in den Saal gerufen. Sie bestätigten, daß die goldene Uhr der -Hausfrau vom Besuche des Angeklagten ab verschwunden war. Das geht mich gar nichts an," warf Stoltenberg hin. Aber die Uhr war in einer Pfandleihe aufgefunden worden, und auch die Inhaberin des kleinen Geschäfts war zur Verhandlung vorgeladen. Frau Zeugin, kennen Sie den Angeklagten als Versetze? der Uhr wieder?" fragte der Präsident. Nein, das konnte sie nicht bekunden. Aber ihre Bücher hatte sie mitgebracht, und darin waren als Legitimation die Militärpapiere auf den Namen A. Stolzenberg" vermerkt. Nun, Angeklagter?" Ich seh' die alte Vettel zum erstenmal!" Der Vorsitzende verwies ihn zornig. Ein Vagabund beschimpft eine ehrbare Frau! Ein Pfui für Ihre Frechhcit...Frau Zeugin, der Angeklagte kann an Sie nicht heranreichen." Das mein' ich man auch!" sagte die Frau ruhig. Ein Dienstmädchen vom Pinnasberg folgte: Die Schreiberin des Briefes mit der 'unmöglichen Orthographie... Es hatte Schott keine allzu große Anstrengung gekostet, sie aufzufinden. Aus dem Fehlen des n in gewissen Endsilben der mir die Eh broche," wenn Sie den fasse," brauche bloß sage" hatte er auf eine Schwäbin geschlossen und unter den vielen Annen" des Pinnasbergs in Kürze die richtige be! Her B" festgestellt. Die kleine, untersetzte Person kam nach dem Aufruf mit kirschrothem Ge-! sicht und knirte linkisch. Zeugin Anna Vrandseph, kennen Sie den Angeklagten?" ' Sie sah sich scheu um und begleitete ihr Ja mit einem Nicken. Er war Ihr Geliebter?" Jo, mei Schatz." Aber er hat Sie betrogen? 0J tr ie Zeugin begann zu heulen. Ja. um ihre ganzen Ersparnisse. Hundertfünf Mark. In sechs Jahren hätte sie die zurückgelegt gehabt. Angeklagter, was sagen Sie dazu?" Ich hab' die Gans nicht betrogen! Freiwillig bat sie's rausgerückt!" Aber Sie haben ihr die Ehe versprochen?" Das hätt' sie sich selber sagen kön nen. daß ich mir so 'ne Ausgeburt von Häßlichkeit und Dummheit nicht für immer aufhalsen würde!" Ja. das hätte sie." sagte der Vorsitzende ironisch. So'n feiner Strolch wie Sie und so eme arme Arbeiterin! Vortrefflich, daß Sie sich noch über eine wohl nicht gerade äußerlich ausgezeichnete, aber doch ehrliche Person erhaben dünken! Blos zum Ausplündern war sie Ihnen gut. Und wer würde Ihnen das nicht sein . . ." (Schluß folgt.) H a n a m i " oder Jlumenschau nennen die Japanerinnen eine Wanderung zum Genutz von schönen Blunen und Blüthenbäumen und die Orte, wo gewisse Sorten von Blumen in besonders reicher Fülle blühen, werden in der Blüthezeit geradezu . übersluthet von sch'önhntsdurstigen Wanderern.

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