Indiana Tribüne, Volume 29, Number 301, Indianapolis, Marion County, 14 August 1906 — Page 4

Jndiana Trlbüne, l August Igoa!

Indiana Tribüne. Htraulgtlien von der tvbg Es. Indianapolis, Ind. gm) O. Thudln Präsident. GeschäftSloealt No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 69. s.ntred at the Pot Office ot Indianapolis ai tccond d&is matter. Aus der Bundeshauptstadt. Die erste Aufregung, welche durch die Nachricht von der Tödtung von fünf japanischen Robbenschlügern auf der AleuteN'Jnsel St. Paul hervorgerufen wurde. gal sich gelegt. Der ftelldertretende Staatssekretär Bacon ist über zeugt, daß der Vorfall zu keinen Ver Wickelungen führen werde. Möglicher weise roerde von Japan eine Entschädi gung gefordert werden, wenn nämlich eö nicht erwiesen werden sollte, daß die Wilderer sich zur Wehre setzten. Im Falle sie schössen wurden, nur weil sie zu entfliehen suchten, wird Uncle Sam kaum umhin können, dem Mikado eine anständige Abfindungssumme zu zah len. Bis auf Weiteres aber wird die amerikanische Regierung von der Töd tung der japanischen Wilderer nicht weiter Notiz nehmen, als es die Pro zessirung der zwölf Gefangenen seitens 'der Bundesbehörden nach amerikani fchem Rechte mit sich bringt. ES ist nicht die Abficht, weitere Zollkutter nach den alaSkanischen Gewässern zu schicken. da dem Vernehmen nach die zur Zelt dort weilenden Fahrzeuge ausreichen, um die Interessen der amerikanischen Bürger wahrzunehmen. Die japani' fchen Wilderer wurden nach der Auf fassung der hiesigen Regierung durch Agenten der Pächter der Insel und nicht durch die amerikanischen Behörden zurückgeschlagen. Thatsache ist, daß die japanischen Robbenschläger widerrechtlich amerika nischeS Gebiet betreten hatten, um die werthvollen Pelzthiere auf ihren Brüt Plätzen zu erlegen. Die amerikanische Regierung ist schon lange bemüht, die fem Raubfange, der eine völlige AuS rottung der Pelzrobben herbeizuführen droht, Einhalt zu thun. Besonders find eS die japanischen Fischerschooner, die diesem verbotenen, aber einträgli chen Gewerbe obliegen. Innerhalb der DreimeileN'.GreNze von den Brutplätzen ist Robbenjagd untersagt, aber häufig werden Ueberfälle auf die Insel unternommen und: Hunderte von Robben geschlagen, viele von diesen Mutter thiere, ohne deren Fürsorge die Jungen elend zu Grunde gehen. Schon . lange sollen die japanischen Robbenfchläger den amerikanischen Behörden viel zu schaffen gemacht haben. Senator La Follette'S jüngste Auslassungen, welche einem Versuche der Ehrenrettung für den Bundessenat gleichkommen, werden tn politischen Kreisen noch immer erörtert, und man versucht die Motive, die den kam)flufti gen Staatsmann von Wisconsin zu seiner versöhnlichen Ausdrucksweise be wogen haben mögen, zu ergründen. Offenbar hat er aber mit seinen Ausführungen über, den Senat, der viel besser sei, 15 sein Ruf. und der eine diel nützlichere Thätigkeit entfalte, als das ganz unter der Kontrolle de Spre cherö stehende Abgeordnetenhaus, nur seine aufrichtige Ueberzeugung ausgesprochen; und eS fehlt auch keineswegs an Blättern, welche ihm beipflichten, so weit die immer mehr zunehmende Macht deZ Sprechers in Betracht kommt, und die nachtheiligen Folgen, die sich dar. aus für den Gang der Gesetzgebung er geben. Ohne Zweifel trifft Herr La Follette den Nagel auf den Kopf, wenn im Senate der Individualität ungleich mehr Spielraum geboten sei, als im Hause, wo keine Bill durchgehen könne, welche nicht Gnade vor den Augen des allmächtigen Sprechers finde. In Illinois find die organifirten Arbeiter, speziell Herr GomperS als Haupt der .American Federatlon of Labor-, auf das Eifrigste bemüht, dem Sprecher des Repräsentantenhauses, .Onkel Joe" Eannon, das Lebenslicht auSzublasen. ES hat verschiedene Rei oereien zwischen Sprecher Eannon und Herrn GomperS während der verflösse nen ttongreßfitzung gegeben, und ein mal spielte sich sogar eine ziemlich hef. tige Szene zwischen ihnen ab, welche weitere persönliche Begegnungen un thunlich erscheinen ließ. Nun hat sich Herr GomperS in'S Zeug geworfen, um die Wiederwahl des Sprechers im kommenden Herbste zu hintertreiben. Die Nomination konnte er Uncle Joe freilich nicht streitig machen, dieselbe

wird er in den Primärwahlen, welche

in einigen Tagen stattfinden, zweifel los erhalten. Die Opposition der Ar belterUnkonen wird nicht hinreichen, um dies zu verhindern. Aber bei der Wahl im November dürsten die Anhän ger des Herrn GomperS ein wichtiges Wort mitzureden haben, und wenn sie auch kaum die Niederlage des Spre cherö herbeiführen mögen, so werden sie doch bei einheitlichem Borgehen im Stande sein, seine Majorität ganz be deutend zu reduziren, und Eaunon dürfte dadurch wesentlich an Prestige einbüßen, was bei seiner Präsident schaftS'ttandldatur gewaltig in'S Ge wicht fallen würde. Sekretär Bonaparte hat eine Unter suchung der Fleisch und BrodLie ferungen sür die Brooklyner Navy Vard angeordnet, nachdem ein ihm erstatteter diesbezüglicher mündlicher Bericht sehr ungünstig ausgefallen ist. Der ttontraktor, der das niedrigste An gebot gemacht hatte, hatte, namentlich was die besseren Fleischarten anbelangt, sehr niedrige Preise genannt, offenbar in der Meinung, daß die Zahl solcher Orders eine geringe sein werde. ES hat sich jedoch gezeigt, daß er zeitweise nicht in der Lage war, solche Lieferun gen auszuführen, daher das Fleisch anderwärts gekauft und sein Eonto dafür belastet werden mußte. Auch die geringeren Fleisch Qualitäten ha ben sich als höchst unbefriedigend her ausgestellt und die betreffende Unter suchung, so weit sie vorgenommen wurde, hat nur Klagen an den Tag gebracht. Nachdem der offizielle Be richt erstattet und weitere Thatsachen festgestellt sein werden, ist eS wohl möglich daß die Fleisch und Brod Kontrakte aufgehoben werden. Im KonstruktionSbureau der Ma rine herrscht große Schadenfreude über einen Hereinfall der Leute, welche der amerikanischen Marine absolut einen Koloß aufhängen wollen, der da? be rühmte englische Schlachtschiff .Dread naught" an Dimensionen noch über treffen soll. Bekanntlich war in das Marinebudget ein Posten von $10. 000,000 für ein Riesenschlff ,on der .Dreadnaught" Klasse aufgenommen worden. Das HauSkomite für Ma rineangelegenhelten hatte sich von der sogenannten Dewey Kommisston in'S Schlepptau nehmen lassen. Der Kon greß konnte sich aber sür die Idee nicht recht begeistern. Endlich kam, Haupt sächlich auf Betreiben des Abgeordneten Burton von Ohio, ein Kompro miß zustande, wonach der Bau des RlesenkaftenS verschoben werden soll, bis man ganz sicher ist, daß das ge plante Schiff auch wirklich alles, was schwimmt, an Riesenhastkgkeit über trifft. Burton erklärte, daß er im nächsten Winter dem Projekt vollends den Garaus machen werde. Run ergiebt sich, dab Italien der Welt einen Koloß vorführen wird, welcher nicht nur den .Dreadnaught-, sondern auch das geplante hiefige Schiff von 20.000 Tonnen übertrifft. Also, laut Ma rkneBudget, kann an den Bau des letzteren nicht gedacht werden, es sei denn, daß man etwas noch Enormeres herstellt. Unter den Umständen dürfte Burton mit seiner Prophezeiung recht behalten, und den Linienoffizieren der Flotte, von Dewey herab bis zu den Fähnrichen, welche bereits in der .Dreadnaught" Idee geschwelgt hat ten, steht eine herbe Enttäuschung be vor. Anhänger der Temperenzbewegung werden wenig erbaut von dem Bericht des JnlandfteuerAmteS sein, da der selbe in trockenen Zahlen die feucht fröhliche Thatsache regiftrirt, daß wäh rend deS mit dem 30. Juni abgeschlos senen Fiskaljahres in Yen Ver. Staa ten 160,000.000 Gallonen Bier und 416,000.000 Cigarren mehr verbraucht worden find, als im Vorjahre. Auch im Konsum stärkerer Alko'olgetränke ist eine Zunahme von 7,000.000 Gal lonen in derselben Zeitperkoöe zu ver zeichnen, doch steht dies ungefähr im Verhältniß zur Zunahme der Bevöl kerung. Daß der Bierkonsum der artige Ziffern ausweist, läßt fich viel leicht mit der großen Zahl der euro päischm Einwanderer erklären, welche in ihrer großen Mehrzahl dem Genuß leichter ftimullrender Getränke huldi gen. Ferner ist die Zahl der Gebur ten unter der elngewanderten Bevöl kerung größer, als bei den Eingebore yen, und da die zweite Generation den Gewohnheiten der ersten zu folgen Pflegt, ist vielleicht hiermit der ver mehrte Bkerkonsum zu erklären. Fer ner muß man in Betracht ziehen, daß auch der eingeborene Amerikaner znge fangen hat, sich mehr dem Genuß leich terer Getränke zuzuwenden.

Für die Zunahme des Cigaretten Verbrauchs dürfte man dagegen fchwe

rer eine passende Erklärung finden, wenn man nicht annehmen will, daß der sogenannte Genuß dieser Sarg nügel fich seitens unserer hoffnungS vollen Jugend stets-wachsender Beliebt helt zu erfreuen hat. Mehrere Staa ten haben scharfe Gesetze erlassen, um den Verkauf und den Genuß von Ei garetten zu verhüten, auch viele große private Korporationen haben ihren An gestellten das Rauchen von Cigaretten verboten. Unter den Einwanderern dürften Cigarettenraucher wohl auch kaum in Massen zu finden sein, und der Arbeiter zieht gewöhnlich die Pfeife der Cigarette vor. Und doch wurden im vergangenen Jahr nicht weniger als 4,000.000.000 Cigaretten ver steuert. Sollte da vielleicht der schwarze Verdacht gerechtfertigt sein, daß der Cigarettengenuß in den Reihen des schöneren Geschlechts größere Verbrei tung gesunden hat, wenn wir auch hier noch nicht so weit wie England find, woselbst die Bahnverwaltung für Rau cherinnen besondere Abtheile in den Bahnzügen reserviren läßt ? Im All gemeinen muß man in Anbetracht der oben angeführten Zahlen zu der Ein ficht kommen, daß Gesetze wenig dazu geeignet sind, Uebelftände abzuschaffen, solange Erziehung in HauS und Schule nicht mitzuhelfen im Stande find. Grundeigenthums Übertragungen. Max Uhlbach an Magdalena Cul mann, Lot 6, Smith & Logan's Add., 33.5 bei 123 Fuß, verbessert, westliche Seite der East Str., nördlich von Ray mon Str. $1500. Bergen W. Plummer an Edward Plummer, Theil von Section 3 und 4, Township 16, Range 5, Lawrence Tounship. $1000. Alice F. Callahan an Tennie Gossett Lot 2. Tweed'S erste West Jndianapo. liS Add., 36.4 bei 140 Fuß, verbessert, südliche Seite der Lambert Str., weft lich von MeLain Str. $1500. Sarah P. Moore an Prefton B. Bailey, Lot 8, Smock'S Add., Ort schaft Southport. $1150. William Pollard an William I. Fink, Theil deS südöstlichen Viertel, Section 36. Township 17, Range 2, 140 Acres, Pike Township. $13.500. Walter G. Bridgeö an Jsaac 2011 liamS, Lot 5, Milligan'S Park Lane 'Add., 50 bet 200 Fuß, verbessert, nördliche Seite der 10. Str.. östlich von Arsenal Ave. $12.000. Henry Coburn an Claude M. Burk hart u. A., Lot 1, CollettS Subdivision 2. Add., Jrvington, südöstliche Ecke Butler Avenue und Pennsylvania Railroad, $2,200. Mary E. Phelan an Arthur ? H. Darling, Lot 25, DauglaS Park Add., Weft Seite Talbott Avenue. nördlich von 25. Str., $1,100. Bernard O. Brennan an die Stadt Indianapolis, Lots 1 und 2 Block 4. Block 4 Hibberd & CollettS 2. Add., iüdweftliche Ecke Parkway Avenue und Orchard Str., $800. Aaron A. Wright an Vandalia Railway Co., Theil nördliche Hälfte Section 18, Tshp. 15, Range 3, .919 Acre, Wayne Township. $1100. Mary I. Smitson an dieselbe, Theil Section 7, dasselbe. 15 Acre. $500. JameS H. Real an Elmer Stoddard, Lot 67, Eaftern HelghtS Add.. 40 bei 132 Fuß, verbessert, Oftseite Drexel Ave., südlich von New York Straße. $2600. Edwin L. Atkinson an Lewis O. Eaton; L,t23, Atkinson'S2. Addition, 33 bei 116 Fuß, verbessert, W.ftseite von Ct. Peter Str., südlich von Pro spect Str., $1600. Ella? G. Raffety an Philip I. Shaw, LotS 9, 10 und 11, Block 27, Roache'ö North Indianapolis Addition, 90 bei 125.9 Fuß, vacant, Südseite von 26. Straße, westlich von Annette Straße, $900. George I. C. Bissett an Samuel HayS :c, Theillvon Lots 20, 21 und 22. Block 12, Adams' Addition, 40 bei 120 Fuß, verbessert, Südseite von 10. Straße, westlich von Tuxedo Str., $2000. AgneS C. Brown an Blarence C. RuMll, LotS 5 und 8, Brown'S Bed ford Ave. Addition, großer, leerer Platz, Norweft.Ecke von Sutherland und College Ave., $12,000. Edward R. Stigmann an Archie C. Williams :c, Lot 86, McGlnniö' Sub divlston, Addition von Hanna'S Erben, 40 bei 120 Fuß, verbessert, Oftseite von Keyone Ave., nördlich von Mich! gan Str., $2200. State Plzza.Company an Joseph E. Prevltt, LotZIO, State Plaza Add!

tion, 40 bei 125 Fuß, vacant, Nord weftecke Hendricks Place und Washlng

ton Str. $1700. Caroline Wolf an Henry F. Nier man, Lot 169, Daugherty'S Subdivi fion, Outlot 99. 40 bei 110 Fuß. Verb. Südseite der Buchanan str., östlich von McKernan Ave. $2000. Jacob L. Rose an Morris Schwarz. westliche Hälfte von Lot 13, Outlot 183, 12 bei 75 Fuß, nordwestliche Seite von Massachusetts Ave., östlich von Bellefontaine Straße, verbessert. $2.100. Martha J.. Roberts an Martin C. Carr, Lot 112 in Elliotl's Subd. von Outlot 156, 33 bei 120 Fuß. verbes sert. Oftseite der Patterson Straße, nördlich von Michigan. $1,150. Martin Carr an Mahala I. RobertZ, Lot 31 in Caven's Subd. von Outlot 150, 40 bei 140 Fuß, verbes. sert. Nordseite von Vermont Straße, westlich von AgneS. $1.800. Henry A. Gramling an George W. Nave. Lot 21, Duncan'ö Subd.. 46 bei 195 Fuß. verbessert, Westseite Ala bama Str., nördlich von 131 Straße. $5.500. Gottli'eb Leukhardt, Die gemüthliche Ecke-, Ecke Noble und Market Str. Eine Beschuldigung auf Diebftahl brachte gestern die 28jährige Edith Ward, 306 Senate Ave. hinter das eiserne Gitter. Sie soll ihrer HauS Wirthin Kissenbezüge entwendet haben. D i e Polizei wurde gestern nach der Ecke der 18. Straße und Northwestern Avenue gerufen, wo der Neger Frank Jounk seine Rassegenosfin Ella Page mit einem Stein geschlagen hatte. g3U8 die Radlerpolizisten Schlangen und Woodward dort ankamen, waren beide verschwunden. Bauer! aubnißschein e. John Green. Wohnhaus, 103 Nord State Str.. $3000. W. A. Waldorf, Wohnhaus, 24. und Alabama Str., $4500. Joseph Heame, Wohnhau-, 2323 Elm Str., $600. Tacoma, Jr.. Wohnhaus, 1119 Nelson Str.. $1500. Carl Wilson. Wohnhaus. Morgan, nahe Lee Straße, $300. Frank Walther, Cottage. Shelby Str., $500. A. GoldSberry, Scheune, 702 Süd Illinois Str., $250. L. D. Mayhew, Scheune, 1134 West 30. Str., $75. Chaö. Baaöke'S Südseite Kneipe, 1291 Süd East Str. In Kingston, WiMamson County, . Tennessee, ist eine Negerin von Sechslingen entbunden worden. Die Kinder sind sämmtlich ausgetragen. gut gewachsen und waren nach den letzten Meldungen noch am Leben. In Coney Island wurde ein Mann Namens Alexander Endtor, der mit dem Verkauf von Chamäleonö Geld zu verdienen sucht, aus Veranlassung der Thierschutz-Gesellschaft verhaftet. Endtor hatte die kleinen Eidlkchsen auf einem schrägen Brett, auf welchem sie munter herauf- und herunterkletterten, und das Brett war mit verschiedenen Farben bemalt, um den kleinen Thierchkn, welche stets die Farbe annehmen, mit welcher sie in Berührung kommen, Gelegenheit zu geben, die Farbe zu wechseln. Vermuthlich ist die Thierschutz-Gesell-schaft der Ansicht 'gewesen, daß Endtot sie hierin überarbeitet hat. Die öffentlichen Schulen von San Francisco wurden kürzlich zum ersten Mal nach der furchtbaren Katastrophe eröffnet. Da ungefäbr 30 Schulgebäude zerstört worden sind, waren die Schulen bei Wiedereröffnung in manchen Bezirken der Stadt riesig überfüllt, daher daselbst nur ein halbtägiger Schulunterricht ertheilt werden wird, bis die Verhältnisse sich zum Besseren wenden. Immerhin sprechen sich die Schulbehörden über den Stand der Dinge m günstiger Weise auö. Schuldirekior Oliver schätzte die Eintragung der Kinder auf etwa 60 Prozent von der Anzahl der vor der Katastrophe registrirten. Ein merkwürdiges Fischaben!:uer wird aus White Haven, Pa., berichtet. Im Lehiih River fühlte Patrick Tully, ein Lehigh Valley Condukteur, einen Biß an seiner Angel, vermochte aber seine eute nicht zu heben. Heftiges Zupfen am Ende der Schnur bewies, daß ein Fisch festhing. aber er wollte nicht aus dem Wasser. In Begleiwng emes anderen "Fischers watete dann Tully seiner Angelschnur entlang, um den offenbar riesigen Fisch zu spießen. Zu ihrer Ueberraschung fanden sie, daß die Angelschnur durch das Spundloch eines halb im Schlamm begrabenen Bierfasses ging.' Dasselbe wurde mit Mühe gehoben, zerschlagen und enthielt einen vierpfündigen Catfish, der in der Tonne zu groß gewachsen sein mutz, ' um noch zum Spundloch hinaus zu können.

Unlängst würde da? ma rottanrsche Dorf Dasben - Bettat von einer Räuberbande überfallen und geplündert. Die Weiber und Kinder wurden zu Sklaven aemacht und unter

die Räuber vertheilt. Dabei entspann sich unter den beiden Führern der Bande ein Streit um nn Weib von seltener Schönheit. Jeder wollte- es in seinen Besitz bringen, keiner darauf verzichten, und es drohte ein Zweikämpf unter den Führern auszubrechen. Da legte der eine plötzlich sein Gewehr an und schoß die schöne Sttavrn nieder. 2u hast recht gethan," sagte der andere kaltblütig, einer von uns hätte znvor sterben müssen, eh: der andere sie sein nennen durfte. Habe Dank, mein Bruder!" Eine HaarschneideLotterie" ist das neueste auf dem Gebiete gewerblicher Reklame in Berlin. Ein findiger Barbierstuben-Jn haber in der Reicbenberger Straße vertreibt Zettel, auf denen er jedem, der sich bei ihm die Haare schneiden läßt, unentgeltlich ein Loos zu einer im September zu veranstaltenden Lotterie in Aussicht stellt. Die Gewinne sind Pomaden, Haarwasser, Kämme und andere Friseurartikel. Der Haupttreffer ist eine goldene Uhr. Um der Böstrafung wegen unerlaubter Veranstaltung einer Lotterie zu entgehen, hat es der Schlaukopf so eingerichtet, daß es in der Haarschneide - Lotterie" keine Nieten gibt. Die in der Nachbarschaft ansässigen Berufsgenossen sind auf den LoosBarbier", der ein Bombengeschäft macht, begreiflicher Weife schlecht zu sprechen. Der enqlische Naturforscker Cnesby fand in einem Walde am Albert - See östlich von Uganda ein Froschnest und brachte es auf die photographische Platte. Das Nest war allerdings recht klein, nämlich nur etwa 4 Zoll im Durchmesser. Es bestand aus einer Masse von speichelähnlichem Schaum, die außen verhörtet war und an einem Vkattbüschel angeheftet etwa 20 Zoll über dem Wasserspiegel emes kleinen Flusses schwebte. In dem Nest befand sich ein Durcheinander von kleinen Kaulquappen. Es läßt sich denken, daß eine Conservirung dieses Gebildes nicht möglich war. daß es vielmehr auseinanderfiel, als es m Spiritus gebracht wurde. Das Nest gehörte wahrfcheinlich einem der in Zener Gegend heimifchen Banmftösche an. Nestbauende Frösche sind übrigens auch aus Indien. Japan und Südamerika beform!. SaRIS Die Orleans - B a h n g esellschaft in Frankreich steht im Begriff, eine interessante Neuerung auf den Schnellzügen zuführen, die täglich zwischen Paris und Bordeaux, Paris und Nantes und umgekehrt verkehren. Sie bezweckt, die Reisenden auch während der Fahrt über die Tagesnachrichten und die Börsenkurse auf dem Laufenden zu halten. So sollen bei der Abfahrt von Paris Morgens die Reisenden in jedem Wagen Blätter mit den während der Nacht eingelaufenen Telegrammen der offiziösen Telegraphenagentur, der Agence Havas", angeschlagen finden. Dann werden am Mittag bei der Durchfahrt in Noitiers die Depeschen angeschlagen mit den Eröffnnngskursen der Börse und den wichtigsten Nachrichten vom Morgen. Weiter in Angouleme gegen 4 Uhr neue Telegramme mit den Börsenkursen von 2 Uhr und den sonstigen zu dieser Stunde bekannten Nachrichten. Der Reifende soll auf diese Weise um 5 Uhr in Bordeaux so wohlunterrichtet ankommen, als koenn er Paris gar nicht verlassen hätte. Auf dem umgekehrten Wege wird ähnlich verfahren. Pariser Blätter meinen, diefe Einrichtung, die zum ersten Male in Frankreich erfolge, würde vom Publikum gewiß gut aufgenommen werden. Nach dem vor etwa drei Jahren erfolgten Tode des katholischen Ortspfarrers von St. Privat war die Anregung erfolgt, an der Trümmerstätte, an der emft die Kirche von St. Privat stand, einen Denkstein mit einer an den genannten Pfarrer und an sein Wirken am 18. August 1870 erinnernden Inschrift zu errichten. Dieser Anregung ist Folge gegeben worden. Mit Unterstützung der Regierung und der Gemeinde von St. Privat ist eine Anlage mit einem Denkstein zustande gekommen, dessen Einweihung dieser Tage stattgefunden hat. Der Stein erinnert daran, daß hier beim Sturm auf St. Privat die alte, in Brand geschossene Kirche stand, in der Pfarrer Bauzin bis zum letzten Augenblick als Tröster und Schützer der darin untergebrachten verwundeten Franzosen wirkte. Die ersten eindringenden deutschen Offiziere, ein Offizier des 1. Garderegiments zu Fuß und ein sächsischer Offizier, waren Zeugen seines Heldenmuthes, und der Pfarrer wiederum hat es bewundernd anerkannt, wie die preußischen Garden im Verein mit den gleichzeitig eindringenden Sachsen, da kaum der Kampf um die letzten Mauern und Gchöfte verswnrmi war. in echter Nachstenliebe und christlicher Barmherzigseit die verwundeten, in der brennenden Kirche daliegenden Feinde vor dem Tode des Verbrennens und Verschüttetwerdens gerettet, und die eben noch so heiß Bekämpften mit eigenen, Händen uttd rührender Sorgfalk aus dem in Flammen zusammenbrechenden Gebäude getragen und cm sicherer Stelle gebettet haben. -

Lirötm als Hauslhicre. Nützliche JuZektenvertllger im Garten tin Keller. Die Kröte, die allgemein mit höchst ungerechtfertigtem Widerwillen lrtrachtet wird, spielt im Haushalte d:r Natur eine wichtige Rolle und leistet dem Landwirth anerkenneswerthc Dienste. - Sie ist nämlich ein geschworcner Feind von Schnecken, Larven und ähnlichen Zerstörern der Pflanzenwelt, die infolge ihrer entsetzlichen Gefräßigkeit in einer einzigen Nacht ein ganzes Spargel-, Salat- oder Karottenbeet vertilgen können. Die Kröte, die auch mit einem mächtigen Appetit gesegnet ist. nimmt den Kampf mit diesem Ungeziefer sehr erfolgreich auf: sie frißt in einer einzigen Nacht so viel davon, daß der Gärtner oder Landmann ruhig schlafen gehen kann, wenn er nur einsichtig genug ist, Kröten als Vertheidiger seines zarten Gemüses anzustellen. Die englischen Landwirthe haben sich diesen erfreulichen Appetit d:r Kröte längst zu nutze gemacht und sahren so wohl dabei, daß die französischen es ihnen seit einigen Jahren nachthun. In Paris gibt es besondere Krötenhändler, die ihre so abschreckende Waare in großen Fässern feilbieten, das Dutzend für 50 Cents; sie fahren ohne Abscheu mit den nackten Händen und Armen unter die kalten Zappelthiere und holen so viele heraus, wie verlangt werden. Auch die Weinbauern wissen die guten Dienste wohl zu schätzen, die ihnen die Kröten erzeigen. Sie halten sie in ihren Gärten und lassen sie sich mästen an den Millionen von Insekten, die den wachsamen Jägern aus der Vogelwelt entgehen. Ginge die Kröte diesen Winzigen Räubern nicht zu Leibe, so würden sie den jungen Trieben und Fruchtknospen der Weinstöcke unberechenbaren Schaden zufügen. So haben auch Kellerwürme? (Asseln) und Nacktschnecken, die in Kar-toffel-und Gemüsekellern so ekelhafte, gierige Mitbewohner bilden, keinen wllthenderen Verfolger als die Kröte, wenn man seinen thörichten Widerwillen überwindet und das nützliche Thier in seinen Keller einsperrt. Gutsbesitzersfrauen haben es schon häufig, durch Schaden klug geworden, mit diesem einfachen Mittel versucht und wissen es nicht genug zu rühmen. Etwa 7 0,000 B u s h e l ö Austern öffnete in der vergangenen Saison eine einzige Firma in New Haven, dorrn. Die Mollusken wurden sammt und sonders von einer Firma verbraucht.

In einer Eiche fanden M?.nner unweit Willoughby, Md., beim Holzfällen einen goldenen Ring, der von einigen leichten Verbiegungen durch die Säge abKesehen, noch in völlig gutem Zustande sich befand. T e ch n 0 l e x i k 0 n. Zu Anfang des Jahres 1907 soll mit der Drucklegung des Technolezikons des Vereins deutscher Ingenieure begonnen werden. Aus diesem allgemeinen technischen Wörterbuche für Uebersetzungszwecke (in den drei Sprachen Deutsch. Englisch und Französisch) arbeiten jetzt rund 2000 in- und ausländische Firmen und Einzelpersonen mit. Die Zahl der gesammelten Wortzettel beträgt über 3.000.000. WpäischeS DMrtement. Wechsel, CreditSriese, Postanweisungen, auf alle Städte Europas. Schiffsscheine von und nach Europa. Nn- und Verkauf ausländi scheu Geldes. No. 35 Süd Meridian Str. Itterckttnts National Bank. Cjfl ein Freund ist wie ein alter Freund . jX Der Mann der Ihnen zu Ihrer ersten Stelle verhalf und dessen rechtzeitige Hilfe undRathschläge Ihnen eine erfolgreiche Lausbahn sicherten, kann nie auö Ihrer Zuneigung verdrangt werden. Seine Crmohnung, einen Theil Ihres Einkommens zu sparen, ohne Rücksicht wie gering, durch ein Spar-Conto mit dieser starken Gesellschaft, wird wohl bedacht und hat sich wirklich als ein guter Rathschlag erwiesen. Diefe Gesellschaft osserirt jeden Vortheil für Anfänger im Sparen und wird sich in Wirklichkeit als ein treuer alter Freund erweisen. Beginnen Sie jetzt. TUE IllllM TRUST C0 W, evUal. $1,000,000.00 Ueberschuß 325,000.00

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