Indiana Tribüne, Volume 29, Number 300, Indianapolis, Marion County, 13 August 1906 — Page 7
Indianer Tribüne, 13 August 1906
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"M.V v uuujju un: Kirvr llomatt von Dietrich Cheden ttttttr (Fortsetzung.) 15. K a p i t e l. rau Senator Kuhlenhoff bewohnte eine Villa an den Hugelhängen des Elbufers, in der die Familie Willens zu LebZeiten des Senators nicht selten zu Gaste gewesen war. Der zweistöckige, schlichte, doch anheimelnde Bau entsprach dem Wesen der Eigenthümerin, die in ihrer feinen, vornehmen Art jedem Prunken abgeneigt war. Schön war der alte Park, und von der Höhe des Hanges aus der Ausblick über die Elbe nach Finkenwerder hinüber und weiter in's Land hinein. Willens hatte von der Uhlenhorst aus einen ziemlich weiten Weg zurückzulegen, der durch Hamburger, Altonaer und Ottensener Gebiet lief und ihm Zeit gab, auch auf der Fahrt noch über die in der letzten Zeit zusammengedrängten Ereignisse nachzudenken. Als er Oevelgönne passirt hatte und sich der Villa Kuhlenhoff näherte, verorängte die bevorstehende Begegnung mit der Tochter alles andere Sinnen, und es war ihm, als müsse Eva seine Ankunft ahnen und ihn gleich an der Pforte erwarten. Aber auf sein Klingeln kam nur ein alter Diener herbei, der ihn durch den Willen Park in das Haus geleitete und ihn der Frau Senator anzumelden übernahm. Es war ein feiner, stimmungsvoller Empfangsraum mit alterthümlichen, vergoldeten Stühlen, seidenen Tapeten, Bezügen' und Dekorationen, schönen Tischen und Schränken mit altgoldenen Beschlägen, in dem Willens auf die Hausherrin warten mußte. Oder würde nicht sie, sondern sogleich die Tochter kommen? Seine Unruhe ließ es nicht zu, sich hinzusetzen. Er wanderte auf und nieder und zählte die Minuten in peinigender Unrast. Endlich, als er an einem Fenster kurz Halt gemacht und über das breite Silberband der Elbe in die reizvolle Landschaft hinaus gespäht hatte, vernahm er das Rascheln eines Kleides, wandte sich um und sah sich der Frau Senator gegenüber. Die alte Dame mit dem weißen Haar und den milden Zügen war dicht an der Schwelle, über die sie eingetreten war, stehen geblieben und suchte mit dem ernsten, klaren Blicke in den Mienen des Mannes zu lesen, was ihn hergeführt hatte und was für sie und ihren Schützling von ihm zu erwarten stand. Sie machte m dem schlichten. schwarzen Seidenkleide und in der noch ungebeuqten, einfach selbstbewußten, würdevolle- Haltung durchaus den Eindruck tk großen, vornehmen Dame. in deren klugem, fragendem Forschen nichts weniger als eine Furcht, in dem ein ruhiger, gefestigter Seelenadel, eine seine Geistesfrische ausgeprägt war. Sie fand eine banale Grußformel. Hm: Willens, ich hatte lange nicht die Ehre!" sagte sie wortkarg. Er verbeugte sich mit ritterlicher Ehrerbietung, eilte auf sie zu und hauchte einen Kuß auf die schmale Hand. Frau Senator liebe Freundin ich komme als ein Dankender als ein Ueberwundener . . . Sie hielt ihm die Rechte hin. Dann willkommen!" antwortete sie mit einer schlichten Freudigkeit. Und ich sehe es Ihnen an: Sie suchen in meinem Heim 5lhr Kind Sie wollen ihm ein Vaterwort sagen!" Ja und heimholen," sagte Willens mit Wärme, wenn auch ohne großen Aufwand. Ein gewinnendes Lächeln umspielte ihren Mund und brach strahlend auch aus dem Augenpaar. Lieber Freund, ich habe mich doch in Ihnen getauscht; ich bitte es Ihnen ab. Ich dürfte Ihren Kindern mut terlich nahe sein. Gottlob, der Vater beansprucht seine Rechte ich trete zurück. Gern. Ach. mit Freuden. Ich werde. Ihnen Eva herschicken sie ein stilles, glückloses, verhärmtes Kind geworden versprechen Sie mir 'in oie Hand, daß Sie gut sein wollen zu ihr !" Ja. ich verspreche es Ihnen. Und was Sie ihnen gewesen sind, beiden; ich danke es Ihnen!" Sie ging noch nicht. Sie stand in Sinnen. Herr Wilkens, Ihr Kind klagt stck an. übertrieben, wie mir scheint. Ich verstehe sie nicht. Ich rathe und finde keine Lösung. Ist es zu viel geWesen für sie? Machen Sie gut. Machen Sie Liebe und Lebensfreude wieder lebendig in ihr..." Sie nickte ihm noch einmal freundlich zu und entfernte sich. Nach Minuten trat Eva an ihre Stelle. Sie war unnatürlich fahl, das Auge starr. Vater !" sagte sie still und hoffLUNgslos. , Ja, mein Kind..." Er fühlte sich ergriffm und streckte ihr impulsiv die Hand entgegen. . Aber sie nahm sie nicht an. Sie stand wie gelähmt, und nur ein Papier in ihrer Linken verrieth mit seinem Knittern, daß sie erregt war und Zitterte.
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Run kommst Du... Und willst
vergeben. Und darfst es nicht mehr. Darfst nicht. Den geliebten Mann verloren, den Vater verloren..." Es würqte ihm in der Kehle. Ich will vergessen, mein Kind.. Komm heim " Sie schüttelte den Kopf. Es acht nicht mehr. Nun Du wieder gütig sein willst, nun erst sehe ich. wie schwer ich mich vergangen ?abe..." Klage Dich nicht mehr an ich irrte auch. ' Ich will wettzumachen uchen. Eine Erschütterung ging durch ihren Körper. Zu spät!" hauchte sie. Sie tastete um sich und hielt sich an einer Stuhlehne. Tann bot sie ihm mit hastigem Hinhalten das knitternde Papier. Bitte nimm es ist Dein Eigenthum..." Es war ein Stammeln aus :odtwundem Innern. Willens wollte nicht. Behalt cs. Es ist Dein." Nein, nein!" schrie sie auf. Dn. mußt Tu mußt es nehmen!" Ich fasse Teme furchtbare Erregung nicht " Gott im Himmel, wenn ich doch todt wäre! Bater. lies! Tu mußt lesen um des andern willen!" .Ja. ja - Um des Todten willen, Vater!" Um wessen " Nimm! Lies!" bat sie noch einmal fliegend. Er nahm das Papier mit seltsamer Scheu entgegen und betrachtete es flüchtig. Ter Eheck Walters, wie er es aeahnt hatte. Er las mechanisch. Tie Norddeutsche Bank m Hambürg wolle zahlen gegen diesen Check aus unserem Guthaben an Herrn G. D. Willens & Sohn in Hamburg oder Ueberbring?r Mark funfzigtausend Er taumelte plötzlich zur Seite, als habe ihn ein Fausthieb mitten in's Gesicht getroffen . . . Mit weitgeöffneten Auzen starrte er auf die in Worten ausgeschriebene Zifse?...Mark funfzigtausend... Er wurde aschfahl, und der entsetzte Blick richtete sich auf das Mädchen. Mein Gott." stotterte er. Ist ist das möglich?" Evas Füße vermochten sie nicht mehr zu halten. Sie schwankte und schlug hin. Sie barg den Kopf auf dem Teppich in beiden Händen, und ein Schluchzen wilder Verzweiflung durchkrampite den Korper. Tii Tu ! Großer Gott! Mein Kind mein Kind ! Sprich! Tu Tu? Nein! Sprich das Nein!" schrie er heiser. Era rang noch minutenlang gegen die furchtbare Erschütterung, ehe sie zu sprechen vermochte. Dann richtete sie sich halb auf. blickte irr um sich und sagte trostlos: Toch...Jch war's!" Ah!" Ter Kaufherr zuckte abermals zusammen. Das Papier entfiel seiner Hand. Du! O Du! Tu eine FFälFäl Fälsche ln... Mein Kind eme eine Er schien das grausaine Wort nicht wiederholen zu können. Plötzlich kam ihm ein neuer Ge banse. Ah. und die wußten ?" fragle er keuchend. Das gab Eva die Besinnung wieder. Sie lag noch auf den Knieen und stieß hastiq betheuernd aus: Nein! Nein! Tie nicht! Niemand niemand außer mir. Sie arbeitete sich mühsam in die Hölze, wankte und lehnte sich gegen den Thürrahmen ; die Brust hob sich stürmisch, der Athem ging stoßend. Sie brauchte lange, ehe sie mit einiaer Sammlung zu reden vermochte. Jeder Blutstropfen schien aus den bebenden Lippen gewichen. Jeder Satz, jedes Wort kostete ihr Anstrengung. Und Willens stand gebrochen hörchend. Jcb habe Dir die Wahrheit verspröden. Tie ganze. Sie wäre mir nicht so schwer geworden, wenn Tu hart geblieben' wärst. Nun bin ich waffenlos. Aber was liegt nock an mir? Verdamme mich, aber sei ge recht zu den andern. Ich konnte Anges Leid nickt ertragen. Ich mußte ihr belftn. auch um den Preis des Vcrbrechens. In den langen Nächten habe ich mich schlaflos gemartert, und ich wc'ß niüt, wann, woher mir der Gednke aelommcn ist. Aber er war da rrM cinemmc.l da. und er wich nick mehr, er untlhmmerie mich fester und fester. ü verschaffte Mir em Formniax: 14 Hot: mich, die Schrift zu verJeNen cnb ick erreichte es. Meine &&Tifi war nickt mehr zu erkennen 5i 'lterschrisi wurde mir leicht ohne Proven. Ats Du gingu. muzic das Geld in meinen Handen sein Gleich nachher sollten sie fort. Gleich nach Tir...Jch hatte im Haus halt acwart. Fast dreitausend Mark Tie opferte ich einem Vermittler, der das Papier für mich verwerthen sollte. Es gelang. Tein Name genügte. Nun hatte ich da3 Packet Banknoten in den Händen. Die Datirung vom Tage vor Langes Tod war unbedacht, em unglücklicher, verhängnisvoller Zufall. Sie bedürfte der Stütze nicht mehr die Kraft kehrte ihr langsam zu ruck. Wer war der Vermittler? fragte Wilkens tonlos. Sie verweigerte die Auskunft. Ich habe es ihm gelobt, feinen Na men für immer in mich zu verscklieken.
Er war arm. der Gewinn reizte ihn.
und der Zweck des Geldes nahm ihn ür die Mithilfe ein. So ging er und so brachte er redlich. Nun kam das Schwerste. Ich mußte mem Geheimniß hüten. Ich mußte fest bleiden. Ich schrak noch immer vor oer Durchführung meines Planes zurück, drang in Dich, suchte das Opfer noch unnöthig zu machen, wollte, wenn Du nachgabst, das Papier zurückerlangen. Aber Du bliebst konsequent und reisiest, unzugänglich und grausam. Da rollten die Würfel weiter. Die Liebenden glaubten mir, daß es mein Muttererbtheil sei,, über das ich verügen könne. Ich stellte Ange als gleich vermögend hin. Aber sie war unmündig, ich mündig und. zur Verfugung berechtigt. Sie wollten das Opfer nicht annehmen. Ich habe es Walter Ostfeld fast als eine Last ausgezwungen. Habe von der Annahme meine Unterstützung der Flucht abhängig gemacht, habe ihm vorgestellt, daß der Fonds nothwendig sei. Daß ich Ange nicht ziehen lauen könne, wenn ich sie nicht unter allen Umständen völlig ge sichert wisse. Und das hat dann geholfen ... Vater . . . wenn ich Dich noch so nennen darf... Der Verfalltag kam. Es befreite mich von namenlosem Drucke. daß Du das Papier annahmst, daß kein Fremder geschädigt wurde. Und schmetterte mich fast zu Boden, als ich die Folgen sah, die immer noch schwer genug blieben. Die den Prozeß beernflußten, die einen armen Todten verdächtigten und emen ehrlichen alten Mann bitter kränkten... Nun durfte ich nicht mehr schweigen. Ich tröstete Telle. Ich bereitete die Wahrheit vor. Noch ein Versuch, an Dein Herz zu dringen ein heißes Wünschen, daß es mir gelingen möge. daß ich Dir bekennen dürfe. Em neuer Fehlschlag und der letzte Schritt. Wie tief zerrissen meine Seele gewesen ist, wie elend mir war und ist laß es mich in Schweigen hüllen. Nein, ich will nicht zammern, ich will ausharren und stark bleiben auch :n der Sühne!" Sie strich sich über die hohe Stirn und sah den Vater gerade an. Einen Augenblick hat es Mich hingeworfen. Es ist vorüber . . . Walter Ostfelds Ehrenhaftigkeit und Tüchtigkeit haben auch Dich vor einem Verlust aeschutzt. Vor dem peku niären. Vor dem schwersten, der Schande Deines Kindes, Deines Namens kann ich Dich nicht mehr bewahren. Auch der Richter soll die Wahrheit hören, aus meinem Munde. Das Andenken des Todten will ich rein herstellen und der andere, der soll auch entlastet werden von dem. was ihm zu unrecht zugeschrieben wird. Ich sehe Dir an, wie es in Dir wühlt. Geh heim, Vater gib die Schuldige auf. Laß sie fort zum Richter in's Gefängniß und dann zu den Fernen, die trotz allem verzeihen werden Die mich noch lie ben werden. Und da will ich dienen. eine im Exil Dankbare, daß ich schuldig werden durfte in fehlender Liebe . . . Was stehst Du noch?" Die kaum mit aller Kraft zurückae drängte Erregung packte sie wieder an. Der schwimmende Blick hing an dem erschütterten, plötzlich um Jahre gealterten Manne. Der in Ehren ergraute Kaufmann rang gegen die schrecklichste Enttäuschung. die ihm das Leben gebracht hatte. Der Tod der Eltern und der Gattin hatte ihm nicht in die Tiefe aegriffen, der Verlust des ersten Kindes ihn nicht entfernt geschmerzt wie die Schuld und Schande des zweiten! Der auf Ruf und Manneswort stolze Kaufmann in ihm fühlte sich in seiner Ehre mit getroffen und die Gewissens stimme in dem Vater wollte nicht schweigen, daß er das Elend, die Schuld irrwandelnd selbst mit heraufbeschworen habe . . . Selbst mit. Selbst. Und nicht blos mit- Daß er zuerst et irrt, gefehlt. Daß er die anderen hineingetrieben in das Mitirren und das tragische Versündigen... Er stand vornübergebeugt, die breite, harte Stirn gefurcht: er wollte sprechen. kaute und hörte ein Zähneklappern. Er ruckte sich empor, blickte um sich, hina mit dem Auge an dem Kinde. Nicht strafend - suchend, mitleidig, erbar mend. Vater!" schrie das Mädchen auf. . I a . . ." Er nickte. Komm heim. Ich will Dir helfen. Ja komm . . . Mit einem erstickten FreudenZauchzen stürzte Eva wieder vor ihm 31 sammen und umklammerte unter zerrissenem Dankes stammeln seine Kniee 16. K a v i t e l. as war der Friede, der wieder in öle Äilla eingezogen wa-r aber einer, der noch Stück werk, der noch mcht abge scklossen war. Der die (Sirnten fc Ringens noch nicht von den Stirnen t I c c tilgte, oer o:e Herzen noch Nicht zu Rube kommen lieft... Das Verstehen zwischen Vater und oazler war cergeneut, uno oas Äerseiben Zwana dem Alten und der lungen seine Milde auf. Aber alle beide . r.i rr . c. r t . r , wunien jic uno Magien es :q mv Blicken und Worten, daß nur sie felbs! sich ausgeglichen hatten, daß aber Krönuna des Friedens, der Absckl nach außen hin, ihnen noch fehle. Daß sie wch die Konsequenzen ziehen, der Wahrheit auch vor der Welt zum Siege
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verhelfen müßten. Und beriethen im
eigenen Herzen oder miteinander, wie öas geschehen und wie es doch vermieDen werden könne, all das Irren im Schooße der Familie der bämiscken Kritik und Spottsucht d:r großen Welt preiszugeben, den Ruf des alten anzeehenen Hauses, die Zukunft des schuldigen Mädchens für immer zu untergraben. Beriethen beid:. hatten beide eine Scheu vor nur halber Ehrlichkeit. chraken stunden-, schraken tagelang zor dem ganzen Bekennen zurück und amen in all Um Schwanken zu keinem Entschluß als dem einen, daß das Andenken des schuldlosen Todten von zedem Verdachte befreit werden müßte. Aber über das Wie zermarterten sie xq rergeoen. An einem Gedanken hielt Wilkens noch am längsten fest. Ich will eine Vergeßlichkeit vor schützen. Ich will die Echtheit meines Acceptes zugeben." ..Vater. Tu darfst Dich nicht auch noch erniedrigen." Weißt Tu nen besseren Vorschlag? Freilich: eine solcke Vergeßlichkeit! Man würde die Köpfe 'schütteln! würde munkeln. Der Ruf der Firma ah. nein, es geht nicht... Aber was bleibt? Würden die Zweifler und Spürer nicht sagen: ach, er war doch seiner Sache mcht sicher uno deshalb hat er es für alle Fälle vorgezogen, allen etwaigen Weiterungen durch die Zahlung vorsichtig vorzubeugen? Wurden sie das nicht? Und bliebe denn ein großer Vorwurf, da doch niemand zu leiden hatte?" Niemand? Auch nicht Stefan Lange?" Ja. der. Der... Und das Raunen... Ist was nicht in Ordnung? Bringt er das alte Handelshaus herab? Ah, kann man da noch Geschäfte mit ihm machen, ist da noch Zuverlässigkeit? Muß man da nicht vorsichtig sein ? Nem, es geht mcht an. Ich habe all mein Können eingesetzt, habe geschafft, habe erreicht. Eines der ersten und stolzesten ist das Haus, eines der gesündesten und solidesten. Nein, ich kann mich nicht selbst von der Hohe stürzen, kann mcht das Werk meiner Vorfahren und meiner rastlosen eigenen Arbeit selbst vernichten! Ah. und das Schauspiel im Gerichtssaal! Komödie der ganze prahlerische Auftritt! Eine Aufschneiderei! Ein gewissenloser Komödiant der angeblich große Kaufmann! Ah nein es wäre mein Ende . . ." Und dann grübelte er über einen zweiten Weg. Ja, ich glaube, das geht das geht eher. Du hast von mir Vollmacht gehabt, über jede Summe zu verfügen. u durftest für mich zeichnen. Nicht gerade für die Firma. Das hast Tu nicht genau auseinandergehalten. Hast Du mißverstanden. Die Voll macht für die Firma naturlich, die mußte handelsgerichtllch eingetragen werden. Aber das verstehst Du nicht. 7it im Aitlo Wfvi'frt mf"nnTI iH 7U1 lr yi iiuuvm yn.yuiivni. Hast Person und Firma nur verwechfest. Eine junge Dame was weiß die vom Handelsrecht... Du hast mir nicht aleich Kenntniß gegeben hast erst gesprochen, nun Du hörtest, daß ick selbst an der Echtheit des Papiers zweifelte nun gar ein anderer in den Verdacht kam, eme Fälschung beganren zu haben... Aber Du hast ausgestellt im guten Glauben an Deine Autorisaiion dazu ja, und ich Widerspreche Dir nicht ich sehe in der Verwechslung ein Nebensächliches tch oecke Dich mit meiner vollen, wenn auch nachträglichen Billigung. Ja, ich giaure, das geht . . . Aber Eva wollte nicht. .Vater, es ist ein Weiterspinnen der Lüge. Und ich will mich nicht noch tiefer hineinverstricken, ich will mich losmachen. Er ließ noch nicht ab. Ja. eine Lüge bleibt es... Eine aus Rücksichten aebotene. Eme Nothlüge." suchte er zu mildern. Eine, die häufig ist im Leben. Die an jedem Tage bald hier, bald dort sich wiederholt. Das kleinere Uebel, das angewendet wird, um ein größeres zu verhüten. Zu dem man greift in allen Schichten, vom Bauernhause bis zum Fürstenhofe. Ein Fehlender wird da der Strafe entzogen, eine ganze Familie, ein großer Freundes-, Bekannten- oder Geschäftskreis geschont durch den Fehl in einem Fürstenschlösse vielleicht ein aanzes Land. Ja. und da ist es nicht verzeihlich? Ist es nicht doppelt entschuldbar, wenn all? Folgen des Irrens ausgeglichen sind? Wozu da noch an den Pranger stellen, den cincn all die andern? Dich. mich mein Geschäft Deine Schwester, Deinen Schwager? .latas ist das mit der Tochter Eures Chefs?' müssen meine Anaeftellten so aefr?.at wcrooa? Mun, oer ZiretS oer Mrnei dcnschaft über die ganze Welt gezogen werden? Bis zu jenen hm, die m tret ter Ferne sich eben erst die Existenz ge arllndet haben?". Aber in dem Mädchen wollte keine Zustimmung aufkommen. .Ich kann nicht, Vater." sagte sie einfach. Es muß rein werden in mir." Schone mich und Sie Fernen, schone Deinen Freund!" bat er. , (Fortsetzung folgt) Seckslinae. In Kingston. Williamson County, Tenn.. hat eme farbige Frau kürzlich sechs Kindern das Leben geschenkt. unocryv,, ten Ankömmlinge sind gut ausgebtlde und alle am Leben.
vandalia Mgang St. Loul Spcl., tägl , 6.. 1 5015m kavital Szpreö tägl ä.... 7 05Sm St LouiS Ac tägl 7 3033m Efflngham Acc, nur Sonnt. . 7 3033 St Louis Liw täglich 6 fc bl0 3093m Eh St L Erpreß tägliq dt.li ZORrn St Loui, Expreß tägl ..8 1591 !Hd Elfinghzm Ace tägl. 4 00 m St S FaS Mail täglich.. 8 ION St Louis Special täglich s..1l 3SNm Vincenn e S airo & Vineen Sxp? täglich 8 05Vm VineenneS Szpreß tägl .12 30Rm peneer S: French Lick Ae, tgl 4 5öNm
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