Indiana Tribüne, Volume 29, Number 298, Indianapolis, Marion County, 10 August 1906 — Page 7

Jndiana Tribüne, 10 August 1006.

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Unthsrl drr Licbc r ZI o m a n von Dietrich C h eden Htt ckkckckökck!!!rckt!kckkck (Fortsetzung.) 13. K a p i t e l. 'ilkens konnte nicht einschlasen. Bor Monaten hatte er die Energie der Aeltesten zum ersten Male kennen gelernt, und die Furcht verscheuchte ihm

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den Schlaf, daß er nach ihren Worten - JCUnX Ierl I?9 T;dicht vor einer abermaligen herben Er- nun Geduld, Liebste Allerbeste.fnKr,m sf,w Nun Geduld" überlegte der Le-

Cr kleidete sich wieder an aina in fcntC Ah, Borbereiwng auf eine Unden Garten und sväbte na&'bm hn terbrechung in den Nachrichten? aus

stern ihres Zimmers hinauf, die noch erleuchtet waren. Bon einem entfernten Platze aus, der den Sehwinkel abstumpfte, konnte er ein paarmal fluch .f v. v vuuttnu i.vivvi- r tig ihre Gestalt erkennen, die in ein Nachtkleid gehüllt zu sein schien. Das f mittat, fm fimSg.- irnh nia mhlirfj ki o: s s itu.t.wt.yb. u. fctvuy uiiv n I Shmi irr fnfi nhiirAhriitnrtrf Rht. sterniß lag, suchte er abermals das La ger auf, um bis an den Morgen in einem unruhigen Schlummer zu trau v w wm "r j men. Zur gewohnten Zeit trat er den We nach dem Geschäfte an. überraschte am Vormittag Telle durch die telephonische Anfrage, ob etwas .vorgefallen" fei. kam frühzeitig zu Tisch und blieb wohl eine Swnde über die übliche Mittagss. a ' F I Als er aSeirnoB aufbrach, sah et ZtUt im Vrgrlm beschäftigt. I -'cut I tsnTT rr,rr w. ,vf mtz gehen sollte - Sie telephomren mir sofort nach dem Geschäfte." Jawoll Herr Willens. J3D3nn Herr Moller kommen sollte . 1 -Jw lagt Tk mündn, I 6 5mrtTY nrw otttl JJIU .Uiii illU.IV. VI. Dienstmann holte einen großen Koffer n2 U NM Ü nm Tnnnr rrnrh rrn :ZTZ,nZ, dlVVUfciJ JJiUi IWVi UllU WU Ui, UUIH . . . ? ''. I

noch eine Reihe kleinerer Gepäckstücke mw .7 v'i -.ss. rtc Js .J kranke. Gute. Theure, schreib' mir.

It. I iti x-iui. uu uttu vvuiiruhigte ihn. Er hatte von seiner Stube m,a hfinSsA ylns5li.k dem Geschäfte und machte davon Eetm V v v y v w y y vj brauch. .öerr Willens iciDltr fraale er vorsichtig. Nein. Sollen wir ihn rufen las sen?" Jawoll. bitte." Wer dort?" Telle." .Ach so. m, r, m?.zs. m. fittm.. 14144 VfriV VtW VIV VVVUiW WU4UilV des Cbefs t was aibt's?" iJa Hr Wilkens. Fräulein Eva ist a. Aber - mir ist doch wunder- ? ' Er sprach von den Koffern und dem Dienstmann. Sckluk' 5ck komme sofort'" rief WuW so ?at. daß de Appara! schrillte und schnarrte. ' Vc v v7rr u r.: o. mit GW Ä EZ tie cr... Jx .7J.:m. fc... und OB her Kau Herr mrx . s.j ' V ' 'i? utuu kuii4uf ivu v v i t . 13 livi. Willens eilte durö die Kmnur - die Tocht ie Tochter war fort.' Die zweite. Die letzte . . . ;n'f, inM m tt.k In Schweiß gebadet trat der Kaufiyy r.: fei ?fTn,iF f rff Ar2fiWA i n Fleck auf seinem Schreibtisch fiel ihm sogleich in's Auge. Es wa? ein Brief or,.rr:r. mit oer Ausschrist: An meinen jater." Und ein Päckchen daneben zeigte auf dem Umschlag gleichfalls Evas SnS 'li.11 ss fflTfi; , 7 ;, 'wT T;4v Anges Gruße aus der erne stand V Willens qriff nach dem Briefe und r w ,,,?' n,7c rr, T?. 1 nß den Umschlag auf. Er las: v. r.'.y r,:, Jch schelde ohne Hoffnung für Mich. aber treu meinem Vorsatz zur Wahrt;? cv er.. rJm k WsL Sl,, j ? Zsl hJ, sM! I Zt ZL fcSriSefeS ÄÄ 5 7.?-t.n .... ein Häar ähnlÄwar Eine allem Aeufznn abholde, geschlos. sene. starke Kraft in den markigen, dick hinge etzten, schmucklosen Strichen und Qs.:?. rc;. IaJt.i 7.,., ."JÄ iiuu, rfxwuiuiu v uv vuii un sttzendes, stumpf verlaufendes Schwert, der derbe Punkt mit bemerkbarem Federspalt, das Ausrufzeichen kühn und An?es rüe - Sl, Ä e MMtofa Tl?IT ZLETeih Lt sSr. "ubogenfarbig umrändert nLt Q-.ss.s n. mfJAiM Ä l v i Äs? $ us uud imtiit. uu luic yuiuc vvll uw wii und Briew. die dn EvS Sand sorg. !? w Monologisch Folge geordnet ' .,,k.,,. .. v.. ,.,..! 3 S's Cn 2. SS,

Bestellanaaben abaetrennt. Der Tert

einaig UT3C Erste Station. Tausend Gruße von den Glücklichen." Der Absender war nicht genannt. Und mit der Ordnungsliebe deZ Kaufmanns schlug Willens Blatt um Blatt auf und reihte Blatt um Blatt in der gegebenen Folge wieder anemander. Zuerst immer nur kurze und doch beredte Depeschen, und alle ohne irgendeine Angabe des Empfängers oder Absenders, der Zeit oder des Ortes. Zweite Station. Tausend Grütze." Alle zart und gut zu mir. Morgen Trauung. Innige Grütze." Nun junge Frau. Gluck vollkommen. Uuieviel iCani )tr. Eben Abschied von gütigen Freunden. Nun weiter voll frohen Hoffens. eine längere Fahrt ein Seereise viel leicht? Das nächste Telegramm gab die Bestatigung seiner Muthmatzung. Nach Y rv i rvv ri rv - chonerahrt gluckliche Ankunft. Alles , r . . . . 3 folgte zuerst em Brief. Ein Und Ort schlichter, weißer , Oktadbogen. cr r r . . Wn$& schone. Zierliche Schrift. und Datum wegradirt. Theure, emziggenebte Schwester! Von der langen, langen Fahrt nichts als die armen Depeschen, die so wenig I r i . .' , r. Ia3 wo nni oas rz von '? unenoli) rneiem vewegi war! in- & ZTkt f"r mich mit Wie hat er den Schlag 0 rim Nachricht schreib mir alles! Schreib' schnell! Ich bin so namenlos JteY JXZ jjfL Jf W iUMÜM I Wt )J,'" "'" E - ,."? . Vlc vCCiC ilUl. UWUl V TIUUU U , , , - v , , . mirv nein, o nein, nur oas mal: 3 würde vergehen in Reue und Schmerz. ?'in, A Reue. Großer Gott ich kann mcht bereuen, ich fühle mich so uuuuuf iu; uu ycuutyuu ??bchte vor dem guten Batn m die jtnicc listicn unu iüin üic üubc iixn TTXZT;. Zl 's? 3 k UUViU VJV W Vy V Jubel und Seligkeit, daß stch die Au- , . , . e mmn wieder trocknen und es nrn Wie Sunde erscheint, wenn ich M der treuen Hut des einziggeliebten Manner 1 - . fl , r , i n nt i HhwrKrihrtTIr iö-hrf itrnl , . , , ... . , , et r. i , ; i bltte für mich! Laß mcht nach mit Bitten und Flehen. Sprich ihm von unserer Mutter, die er ja auch geliebt hat. Sag' ihm. daß Walters Liebe mich übermenschlich selic macht, wie er ja auch rein und reich gewesen ist durch die Herzensgute unserer lieben Mutter. die so viel zu früh von ihm und uns gegangen ist. Ach, ich hatte Dir noch so unendlich vieles zu sagen, und ich denke immer nur an das eine, an Papas Versöhnung, an seinen Segen für uns. Un f f, cre 2iauun9 wie zum Herzen greifend schlicht und innig war die stille unsagbaren Dank schulden wir den treuen Freunden, die um uns waren mit ihrem zarten Sorgen und Trösten und Glückwünschen! Viele m ÖrUC nCIX ' ant x Geleit, für die aufrichZuspräche für all die Treue und Gute! Und bitt sie daß sie uns schreiben. und schreib' Du Mir. bald und äAT Ä Vater, der mcht mehr zürnen, der erSch und Walter ganz glück lich machen soll! 'Aon der Seefahrt sprach ich noch r i r r v- , , . y , , St? O. ich hat e muh gefürchtet. ?r " '? Ä U1 worden, mein Walter nicht, und ich nicht. Einzig schön war das blaue 7. . Atin .f.,.- : r. -UlCCl UHU 4UIUI Vmut JIU1UI(19 dom. Sonne, heiße Sonne, aber kein w i n . . nAa Sturm. .Wir haben ein junges Glück oviv, uiu iuuy yumnci ... ' .. , . n fJliS Jrf? gute Menschen! Em alter, weißhaariger Oberst em großer, voran Bord und dem lacht der Himmel trefflicher Mensch, mit grauen, treuen. zzateraugen. Der beste unter "'"71 1 7 Zar wm, der immer an unserer ?eite war, ' , .. . Jt.;. ut : TY Sa Jf isf TT-t Tf i 3 t r rrTT tu Uil ui 4 einaeladen bat mit in seine ? "PAIS8,?, ?J' m5t? Heimathstadt zu fahren. Aber noch können wir nicht fort; erst warten wir ab. bis Deine ersten Briefe da sind. Schreib', schreib' viel und oft! .Leb' wohl. Tu Theure. Einzige! Sei umarmt und innig gelübt n Deiner treuen Schwester A n g e . " 23a1" wus.ndmal .... , .... . ,s K fimf nd Wen S3l3. ni die Stirn war ihm heiß und naß. Selbstvergessen hielt er den Bogen mit v. r.: ?-:.:c4 v V. g j r ' "sprich ihm von unserer Mutter - und ließ die zweifelnde Frage m ihm aufsteigen, ob denn auch ihn und die Gefäbrtin die Liebe verbunden habe. die noch beim Anruf des bloßen An. denkens in ihm Wunder wirken sollte. tx .mtitUt halb unbewußt den Kopf und gab sich gequält selbst ein widerstrebendes und doch nur allzu wahr empfundenes Nein. mxmitn Hit sacht den ' v rtt , w,:i. Ä.l Lr 8 .1 Nein, wk können doch nicht ßsg zögern: toi müsse weiter reisen und uns Deine fat

zensschwester! Wir wissen' ja. daß' die

Schiffe mcht eilen können wie unsere Gedanken, daß Deine Antworten erst nach noch einer langen Woche ankommen können. Aber bis dahin still harren nein, Walter sehnt sich da nach, für mich zu schaffen. Und unser Freund hat seine Fürsprache für Walter eingelegt und die Nachricht erhalten, daß er kommen und sich persönlich vorstellen soll. Der alte Herr Oberst gehört selbst zu den Theilhabern der Gesellschaft, und Walter ist voller Hoffnung. daß er da bald sich eine gesicherte Stellung erringen kann. Also geht es weiter, immer weiter von Dir und der theuren Heimath fort. Ich küsse den Vater und Dich! Nicht wahr, er zürnt mir gewiß nicht mehr? Wie will ich ihm dankbar fein! Immer Deine treue, glückliche Schwester." Ein kleiner Bogen in grauer, marmorirter Modefarbe folgte, und von dem fortradirten Ortsnamen war der Anfangsbuchstabe noch mit einiger Deutlichkeit als ein C zu erkennen. ..Liebe Treue!" las Willens. Endlich! Endlich! Wie habe ich die Stunden bis zu dem Augenblick gezählt. d:r uns endlich unser Hoffen erfüllen, der uns die ersten Grüße von Dir bringen mußte! Mußte! Und nun sind sie "da, und nun sehen wir trostlos, daß Du. Liebe, Theure, uns schonen, daß Du uns Papas UnVersöhnlichkeit verbergen willst! O Du herrlich Selbstlose, daß Du für uns mit leiden mußt! Tu Goldene, daß Tu uns noch über alles Weh hinwegtäuschen möchtest, das Du doch zwischen den Zeilen nicht unter drücken kannst! Zeit lassen sollen wir Papa... Ach. noch mehr Zeit, und uns sind schon die Wochen zur Ewigkeit c: worden. Ein Monat ist verflossen, und Papa zürnt noch? Einen langen Mo nat schon duldest Du um uns und tröstest und bittest noch: laßt ihm Zeit? Einzig Liebe, wie furchtbar drückt es mich nieder, daß ich die Schuld habe an all dem Schweren, und daß ich machtlos bin, so ganz arm und machtlos, um gutzumachen, die Sühne auf mich zu nehmen, meinen Schritt und fein: Folgen allein zu tragen. Und Du kannst mir verzechen. Du, Du bleibst mir freudig gut trotz allem? 'O wie ich Dir tausendfältig vergelten möchte! Wie ich Dich liebe. Tu Uebergutige! Am Abend... Ich wurde am Mittag unterbrochen; der alte Herr Oberst kam, .auf ein paar Minuten wie er sagte. Ich konnte ihm Nicht viel bie ten. aber er nahm die Einladung, unsere bescheidene Mahlzeit mit uns zu theilen, doch an, blieb ein paar frohe Stunden, und geleitete dann Walter nach dem Bureau. Nach dem Bureau? höre ich Dich fragen. Ja. Theure. Und wie wir glücklich darüber sind. Wie den Herrn Oberst Hunton, so hat er auch die Iei senden Herren der Gesellschaft es ist nne große Handelsfirma für sich gewonnen und ist. zunächst probeweise sur em halbes Jahr, als juristischer Benath angestellt worden. Ich ver stehe ja nichts von Rechtssachen und weiß nicht, ob hier ein anderes Recht gilt als bei uns; aber Walter ist voll Vertrauen, daß er sich bald aanz in seine Stellung hineinleben und sie dauernd behaupten wird. Und Herr Hunton sagte mir heute Mittaq, als wir noch allein waren, auch so viel von oem guten Eindruck, den Walter schon in den ersten acht. Tagen gemacht hat. daß mir ganz heiß wurde vor Stolz und'Freuöe. Liebe, ein so prachtvolles Haus wie Papa haben wir Nicht. Ach, und ich sehne mich auch nicht danach; mir ist so namenlos wohl in den drei kleinen Zimmern des alten Miethhauses, die mit wenigen Mitteln doch so nett und behaglich eingerichtet sind. (Im Vertrauen: weißt Du, sur wieviel Perso nen wir unsere kleine Küche eingerichtet haben? Für drei. Für jeden von uns ein Besteck, ein paar Teller und Tas sen und für den Herrn Oberst noch mit. Ich bin froh, daß ich das wenige selbst in Ordnung halten darf und mich nicht mit einer Stütze darin theilen muß, die Walter mir gleich zur Seite stellen wollte, die ich aber nicht angenommen habe. Würdest Du jemand anders für ihn sorgen lassen Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Ich bin ja ihm auch sein ein und alles.) Liebe, wenn Papa sich ändert, schreibe sofort! Nem. kabele es uns! Und wenn es zwei Worte sind: .Papa gut' es wird die herrlichste Votschaft sein Deiner erst ganz seligen Schwester Ange. Unter der Unterschrift der jungen Frau diesmal noch eine Zeile von feste? Männerhand: In unvergänglicher Dankbarkeit treuen Gruß! Walter." Gerhard Willens las Blatt für Blatt weiter. Und mehr und mehr packte ihn die immer wiederkehrende Klage der Fernen um den verlorenen Vater. Liebe, noch immer nicht? Soll ich an ihn schreiben?' Bitte, sag': soll ich? Meinst Du: darf ich? -Und wenn ich ihn recht, recht innig bitte: meinst Du, es rührt ihn nicht? Sag' ja. und ich fchreibe gleich." Und auf einem weiteren Blatte: Nein. Du kannst mir noch nicht zurathen? Ich soll noch still sein? Ja. ja. Liebe, aber wie unendlich betrübt es mich . . . Walter darf nicht sehen, daß ich weine; aber wenn er fort ist ach. da ist so oft das Auge feucht und das Herz krank nach Euch theuren Lieben... Den letzten, auf allen vier Seiten eng beschriebenen Bogen las er wieder hott durch. Einzigliebe Schwester! Verzeih. r::c r . er m. ui umye -tuge oin icg niaji zur e-

stnnung gekommen, habe ich immer nur an Dich denken, aber weder Ruhe noch Zeit zum Schreiben finden können. O

Du Liebe, denke Dir: Walter ist fest angestellt und aufgerückt zum Syndikus rer Gesellschaft! Sechs Monate Probezeit ausgemacht, und nach vieren schon diese große Ueberraschung! Zwei alte Prozesse hat der Gute m dieser Spanne glücklich zu Ende geführt, geWonnen mit allen Ehren und so dankt es ihm die Gesellschaft! Kannst Tu fühlen, wie stolz und reich ich bin? Uno welche Wandluna Mit einem Male, fast über Nacht! Der Syndikus der Gesellschaft hat, wie die drei Herren an der Spitze, ein eigenes Haus als Dienstwohnung, und nun kann ich mich wieder in schattigem Parke ergehen, kann dem Sänge aus den Laubwipfeln lauschen, kann unter Walnuß- und Tulpenbäumen hinausträumen auf den azurblauen Spiegel des Michigansees! Liebe, ich weiß gar Nicht, wie ich all das Plötzliche berichten soll. Ich habe noch so gar keine Sammlung, so gar keine Rast in all meinem Uebermaß und bin doch so voller Sonne. Fünf Tage nur wie kurz doch und wieviel darin zusammengedrängt: Walters Ernennung in feierlicher Sitzung, ein Ehrenhonorar für die Prozesse von fünfhundert Dollars! Sein erster Weg zu wir und mein Jubel! Unser Gang nach dem neuen Heim und zum Onkel Oberst! (Mich betrachtet er ja wie seine Nichte und nennt mich aucb so.) Die Einrichtung unseres neuen Heims, der Umzug unser erstes klei nes Fest! Ach! Gestern Abend; die drei Geschäftsleiter mit ihren Damen, der gute Herr Oberst... Im Garten. an den raunenden Ufern des Sees, umschattet von Gruppen Long Leaf Pmes und Weißfichten, steht ein kleiner Pavillon. gerade groß genug für unsere kleine Gesellschaft. Da war gedeckt, und da wurde Walters erster Erfolg gefeiert! .Wenn doch Ihr L'eben hättet tobei sein können! Du! Papa! Der Abend warm und windstill, der blaue Gottesdom sternenhell, der Parkwinkel um uns bunt beleuchtet von Lampions, der Seespiegel in wellendem Silber. Wie frohlaunig die Unterhaltung, wie heiter die Weisen eines Musikkorps (eine Ueberraschung von Onkel .Hönten') wie verklärt und friedvoll Dein beneidenswerthes Schwesterchen! .Eben tommt Walter heim, mem Walter, und sieht mir über die Schulter und sagt, ich soll Dich grüßen, vielmal, vielmal. Und soll Dir sagen, in ein paar Tagen werde er auch Dir schreiben und einen langen, wichtigen Brief... Er mußte gleich wieder fort. Noch auf eine Stunde . . . Ach. ich kann mir denken, was er meint. Wir stehen ja jetzt auf .eigenen Füßen,' brauchen nichts mehr, nichts. NMs? O ja, wieviel doch! Eure Liebe! Deine, Papas! Nun kann ich aber doch bald schreiben an ihn? Nun kann doch auch er zufrieden sem mit uns? Liebe, sei herzmmg geküßt von Deiner treuen Schwester, die sich stolz nennt Frau Angele Ostfeld. Gerbard Willens stützte den Kopf auf, starrte auf die Briefe und sann und sann. Das eine war ihm jetzt klar: wo sie waren, die Fluchtigen. Ter Hinweis auf den Michiganfee und das E in einem der früheren Briefe sagten aenua. Chicago! Die zweitgrößte Stadt der Vereinigten Staaten war ihre neue Heimath . . . Nun konnte er sie erreichen! Nun sie strafen. Wie er es sich ausgemalt hatte ; rächend, vernichtend . . . Und nun hielt der große Zorn nicht mehr vor. Wankte die Selbstherrlichkeit: stieg das Fragen auf. das Zweifeln an sich selbst. Ballte sich der neue Schmerz mit dem alten und rüttelt? an der verleugneten Seele... Die Hand krampste sich ihm mchl mehr zur Faust, die Zähne knirschten nicht mehr im eisigen Froste des Has ses. Von der hohen, eckigen Stirn wich noch nicht das Herrische, aber Sorgenfurchen brachen die kalte Strenge. Im schmerzenden Hirn em ichwer sterbender Groll und ein lösendes Selbstschätzen, im aedunkelten Auge ein Ningen zwischen langsam schmelzender Harte und Gram. Nein, er konnte es sich nicht mehr verhehlen: sie waren die Siegenden geblieben, sie, , die Jungen. Kühnen, öi? Trotzigen, die sich das Gluck erzwun gen hatten. Und die Stärke, Eiserne die nun auch den Verzweiflung chrrt gethan und aus dem freudlosen goldenen Käfia in die Freiheit sich gerette hatte! Die gefehlt, aber Mit ihrem c?i (t . nnrTen t-o JTtUl VCUlUUl, UIC Ul Vifc iiwuii yv duldig gelitten, geduldig' geworben hatte. Die erst gegangen war. als alles W-rben umsonst gewesen, als die Seelenpcm zu groß geworden. Als seine Härte das Maß des Erträglichen überschritten hatte... Die Briefe klar. wahr, überzeu gend. Klage und Jubel schlicht echt, ergreifend. Kein Mißton. kein Hohlheit. Keine Ausschmückung. Grad beit. Ehrlichkeit, spiegelndes Leben in jedem Ton. in jedem Wort. Jedes Wort ein lebendiges Zeugniß, daß in ihnen aufgegangen war, daß Erfüllung gefunden hatte alles, was sie für einander an heißem Wünschen und Hoffen in den muthigen, freudigen Herzen ge tragen batten . (Fort etzunz folgt.) (Bitt NelbeschäMster. Wann werden Sie denn heiraten Herr Müller?" Nächsten Donners tag; da muß ich so wie so am Standesamt vorbei!"

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